Ausgabe 
2.7.1907 Zweites Blatt
 
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Nr. 153

Zweites Blatt

Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.

General-Anzeiger für Gberheffen

ita

Z asZlniversttätszuöiläum.

gebettet. Ihre wissenschaftliche Arbeit stockt feit Monaten,

57. 512;

Tv. Wetzlar.

6.

6

4.

5.

157. Jahrgang

646/( 64% 63'/. 637<

25.

26.

27.

LS.

29.

60. 50% 50% 50% 50%

S. 59°/g 10. 59% 11. 57% 12. 557«

Kommers uni> die gleichzeitige Beleuchtung der Stadt ein Empfangsabend in der Festhalle für 3000 Personen. Am zweiten Tage (1. August) findet das Fest int Philosophen­wald, wo drei Küpellen spielen, statt. Es dauert von 411 Uhr. Hier können sogar 4000 Personen bewirtet wer­den. Am 2. August ist der allgemeine Kommers in der Festhalle, wieder für 3000 Personen berechnet. Ganz analog ist der allgemeine Frühschoppen am 3. August gedacht. Und das große Volksfest am 4. August, mit dem der Festtrubel seinen Abschluß bekommt, ist für Festlustige aus allen Kreisen der Bevölkerung bestimmt. Würde die Festordnung nur diese fünf Veranstaltungen vorsehen, also ganz auf die exklusiveren Festakte verzichten, so könnte das zur Not auch noch genügen. Viele Bevorzugte, die sichEhren­gäste" nennen dürfen, wären vielleicht ganz zufrieden, wenn man über ihre Zeit nicht von früh bis abends verfügt hätte. Und was die viel beneideten Professoren anbetrifft, so sind diejenigen von ihnen, die das Fest vorzubereiten i haben, aber keine gelernten Traiteure, Feuerwerker, Thea- > terdirektoren und Schützenhauptleute sind, nicht auf Rosen

20. 637« Ewald Hahn, Viel).

21. 60 (Sonr. Krausgrrll, Nieder-Weifel.

22. 5976 Earl Klos, Friedberg, 597« Aug. ©eeling, Lauterbach.

23. 59% Wilh. Spanier, Schotten.

24. 597« Rich. Meder, Tv. Marburg, 597« Hch. Limpert, Gedern, 597« Joh. Fleischhauer, Bad-Nauheim. 59% Joh. Gries, Bad-Nauheim.

59 Rhd_. Wcrck, Bad-Nauheim. 587« Hch. Wieland, Friedberg. 587« Will). Leib, Kroidors.

587« Karl Jakob, Tv. Gießen, 587« Karl Bormann, Wetzlar.

58 Karl Bolt, Klein-Linden.

DieGießener Famlilendlatter" werden dem Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das Kreisblatt für den Kreis Sieben" zweimal wöchentlich. Derhessische £ait&roirt" erscheint monatlich einmal.

Rob. Köhler, Wetzlar.

H. Sommer, Tgm. Usingen.

Adam Spamer, Tgm. Schotten.

konnten nunmehr den schlichten und doch so kostbaren Lohn ihrer Mühe empfangen. Gold und Silber findet man als Prew- gegenftände chtei Turnern nicht, ihr Ehrgeiz ist zufrieden mit einem Eichenkranz und einer Ehrenurkunde.

Nachstehend geben wir die Siegerliste:

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul­straße 7. Expedition und Vertagt e® 6L Redaktion: e-® 112. TrU-Adv A-n-rtgerMu-tzLn.

57 Hch. Schmelz, Groß-Linden,

57 Wilh. Bätz, Schlitz.

37. 567« Gg. Reinhardt, Gießen, Tv.

38. 567« Hch. Mootz, Großen-Buseck.

39. 56% Hch» Schlicht, Wetzlar Nieder-Girmes

40. 56 Karl Schlörb, Alsfeld.

41. 55% Karl Hitz, Lollar.

42. 557« W. Mandler, Marburg, Tgm., 557« Konr. Keßler, Niederweisel.

43. 55 Gust. Schauermann, Friedberg.

44 547« Konr. Wormsbächer, Wehrda.

45. 547« Fritz Ziegler, Gedern.

46. 547« Aug. Hisgen, Lich.

47. 537« Alex. Held, Gießen, Tv., 537« M. Gerhard, Gießen, M. - Tv.

43 537« Hch. Adam, Niederweisel,

537« Andr. Gaßmann, Marburg, Tgm., 53% Karl.Wagner, Rodheim a. d. 3% Mtv.

49. 537« Hch. Klooß, Großen-Buseck, 537« Ph. Klein, Lollar.

50. 53 Gg. Merket, Gießen, M.-Tv.,

53 Lud. Eckhardt, Staufenberg.

5L 527« Lud. Schmidt, Heuchelheim.

52. 527« Wilh. Hofmann, Gambach.

53. 527« Konr. Bücking, Alsfeld.

54. 52 Ctto Seibert, Wetzlar,

Dienstag Juli l»oy

Rotationsdruck und Verlag der Brühl^ch^ UnwersttätS - Bnch- und Stetndruckerel.

R. Bange. Dreßen.

54'/« 15. 53-/« 16. 537« 17. 537« 18. 527« 19. 507« 20. 507«

637«

31.

32.

33.

657« 647« 647«

577« Wilh. Kilian, Butzbach,

577« Jof. Kiefeld, Friedberg.

577« Friedr. Pfeifer, Gießen, M.-Tv.

577« Karl Müller, Alsfeld,

577« Hch. Bohnacker, Schlitz, 57% Hermann Seun, Nidda.

34. 577« Gg. Baumann, Gießen, M.-Tv., 577« Fr. Walter, Wetzlar.

35. 577« Gustav Hörmaun, Marburg, A. Tv.

36. 57 Karl Höhl, Gedern,

3. 657«

Oberstufe:

1. Breis, 667« Punkte, H. Schneider

2. 66 Ehr. S ch m i d t, Tv. G i e ß e n.

3. 637« Karl Bender, Tv. Wetzlar.

4. 617« Gg. Dickhaut, Tv. Alsfeld.

5. 617« H. Becker, Tv. Bad-Nauheim.

6. 607« Gottl. Kujus, Tv. Marburg.

7. 607« H- Heues, Tv. Bad-Nauheun.

8. 60 E. Glaser, Tv. Bad-Nauheim.

A. Waldschmidt, Tv. Wetzlar.

Deutschland zur Ser im Urteil eines Franzosen.

lieberDeutschland zur See" spricht sich der von der Pariser LeitungFigaro" abgesandte Berichteriratter für die Kieler Woche mit einer geradezu überströmenden Begeisterung aus. -Lv heißt es in seinen Berichten: Wir sind sämtlich von Bewunderung für die herrschende Note der deutschen Lrganinerung erfüllt, namlw) von dcr Ordnung, der Ordnung, die aus der Disziplm begrunder ist der segensreichen belebenden Ordnung, die die Kraft ansma ). Bei jedem SchriL wird in uns dasGefühl an^, neue der Einfahrt in den Kaiser Wilhelm-Kanal, bei den Schleuiw, bei unserem Verankern in der Reede, kurz überall. . . Welche riefigen und kühnen Bauten! Verwegene Drehbrücken, em Bogen von maßloser Höhe, über den ein Blitzzug donnert, wahrend unter, ilnn aeivaltige Seeschiffe fahren. DieNachl bricht herein. Der Kanal strahlt unter Tausenoen elektrischen Feuern; man glaubt stlst, aus dem Boulevard des,Capucmes zu sein . - - beim

Moraenaraun sind wir in Kiel, um vor Anker gehen. Wela) herrliches und bewunderungswürdiges Schauspiel bietet sich uns. Dort zwei Reihen dunkler und rauender^V^en' Dimmender »vesttmaen, die Mit Kanonen gespickt smd. ^as gmi^e oeutscy- Geschwader ist da, 19 Schlachtschiffe und 12 Kreuzer liegen da vor Aiiker mit vollen Beständen an Bord, bereit, abzudampsen ^)N den unzähligen Torpedobooten, Dorpedowgern, Avisos usw. will ich gar nicht reden. Wir empfangen 1 amtlich den Eind^uk einer gewaltigen Kraft und immer den der ^nung unü ter hlin . Bei unserer Ankunft war die Ree^ besonders telebt, die 'Woche" begann mit einer Segelfahrt der Boote, des Ge- fchwaders, mehr als hundert an der Zahl, ^as Schauspiel aller dieser unter der Brise sich biegenden ^egelleinenmasfen, dmer hochbordigen Fahrzeuge, deren Mannschaft iM JnneE zufmnmOi- aeduckt nur durch die weißen Mutzen sich kenntlich machte, Ivar äußerst malerisch . . . Der siegreichMeteor" fährt unter Vurra- rufen des Geschwaders rmch Kiel zurück. <>m ^peisefaale der Jacht zeigt sich der Kaiser seinen Gästen gegenüber sehr leutselig« alsguter Kamerad", ohne Ätefpekuvidrigkeit. zu verstehen. Reizend in seiner Einfachheit schob er seinen Gasten selbst die od/ü^eln hin und plauderte mit ihnen nicht wie ein Herrscher, sondern une ein Vertrauter und liebenswürdiger ^ischnachbar^^^^^^^^^

* Berlin, 1. Juli. Vor der 3. Strafkammer am Landgericht I begann heute unter dem Vorsitz des Landgerichtsrats Busch ein großer Wucher prozeß, der mehrere -tage m Anspruch nehmen dürfte. Tie Anklage richtet sich gegen die Kaufleu e Kubernuß und Mittelhaus, denen Wucyer und veruchle Erpressung zur Last gelegt wird. Beim Aufruf der Zeugen betreten etwa 20 Offiziere in Uniform den eaaL Außerdem sind noch Diele Offiziere in Zwil und eine Reche anderera - ivefend, die alle als Belastungszeugen gegen die beiden Angeklagten l fungieren jollen.

Unterstufe:

1. Preis, 70 Punkte, Ermiii Menget, Nidda. 2. 667« Aug. Loos, Tv. Greßen.

Rich. Sprengel, Bad-Nauheim.

Hch. Wagner, Wetzlar. Herm. Benoer, Krofdorf, Herm. Leidolf, Naunheim, Hch. Rohrbach, Lollar, Hans Köhler, Tv. Marburg. Earl Kaliß, Nidda, Theod. Spieß, Friedberg, W. Textor, Marbach.

7. 637« Adolf Stüpp, Marburg, Akd. Tv.

8. 63 Wilh. Schmidt, Rodhelm a. d. Bieber, Mtv. 9' 627« Wilh. Frank, Lollar.

10. 627« Hermann Levi, Neustadl.

11. 62 Rhd. Gries, Bad-Nauheun.

12. 617« Hch- Hahn, Großen-Buseck, 617« Carl Möller, Lauterbach, 61% Hch. Fendi, Schlitz.

13. 617« Wilh. Müller, Großen-Buseck.

14. 617« Otto David, Wetzlar.

1b. 617« Ferd. Künstler, Nieder-Mörlen, 617« Earl Müller, Grünberg.

16. 61 Konr. Schröder, Tv. Marburg.

17. 607« Balth. Bonarms, Großen-Buseck.

18. 607« Hch- Söller, Wetzlar, 607« Wilh. Bender, Tv. "Marburg.

19. 607« Fritz Rinn, Heuchelheim, 607« Ludw. Hohmann, Lollar.

52 Willy Ochs, Alsfeld,

52 Hch. Lang, Klem-Linden.

55. 517« Ehristoph Scheid, Großen-Buseck, 517« Hch- Zecher, Staufenberg.

56. 517« Wilh. Horn, Bad-Nauheim, 517« Aug. Müller, Biedenkopf.

Ü7. ÜÜ7« Karl Modus, Schotten.

58. 517« Ferd. Bierwirth, Marburg, Tam.

59. 506|« Hch- Pfannmüller, Ntarburg, Tgm.

' Karl Loos, Gießen, Tv., W. Zeschky, Schotten, Gg. Witzei, Nieder-Nrörlen, Hch. Funk, Biedenkopf.

61. 507« Hch- Reufchlmg, Klein-Linden.

Fm übrigen litt bas Fest auch an diesem Tag sehr unter Der Witterung. Dadurch blieb der erhoffte Massenbesuch ans und es wird leider ohne eine beträchtliche Mindereinnahme nutzt ab gehen. Zur Verringerung des Defizits plant man für uachften Sonntag die Abhaltung einer Nachftier und es wäre dem ^ubngen Turnverein Bad-Nauheim zu wünschen, daß ihm die Gunst oe» Himmels dann mehr zuteil wird als am Sonntag und Montag. Mit dem turnerischen Tell des Festes aber darf der Gtm zu­frieden sein, denn trotz stiller Weitertücken hat er ferne Turn­ordnung in der Hauptsache durchgeführt mid turnerische Ertz«n.rsse gezeigt, deren er sich auch bei besseren Verhältnis en nicht zu schämen^gehabt hätte.

Friedr. Schmidt, Tv. Ntarburg. W. Henes, Tv. Bad-Nauheim. H. Arkularius, Tv. Schollen.

13. 547« H. Scharmann, Tv. Wetzlar.

14. 547« Friedr. Mertz, Tv. Schlitz.

~ E. Bürk, M.-Tv. Gießen. Earl Gries, Tv. Bad-Nauheim. Emil Lindner, Tv. Marburg. Earl Spamer, Schollen.

Trotz verschiedener aufklärender Artikel hält man in i weiten Kreisen an der Auffassung fest, daß das bevor-! stehende Universitätsjubiläum eine ganz andere Gestalt an­genommen hätte, wenn nicht der Lehrkörper der Universität allein über das Festprogramm Beschluß gefaßt hätte. Man hätte, so sagt man, Vertreter der ehemaligen Studieren­den zu den Vorarbeiten zuziehen müssen. Das ist leichter gesagt, als getan. In Frage kommen etwa 4o00 Per­sonen, die über ganz Deutschland zerstreut wohnen. Wie soll eine so große Anzahl sich selbst eine Vertretung schassen, und wenn die Universität die Auswahl trifft, es wahrscheinlich den Nichtgewählten wiederum nicht recht. Sämtliche hessische Behörden sind mit ehemaligen Studierenden der Ludoviciana besetzt, und man mutz an­nehmen, daß namentlich dre Zentralbehörden deren Inter­essen mit vertreten. Nun hat aber die Universität in allen Stadien der Juviläumsvorbereitung fortgesetzte Füh­lung mit dem Ministerium gehabt, ja sie ist noch weiter oeaanaen und hat das Festprogramm in allen feinen. ... ... , . . ., , _ ... ~

Tellen vom Ministerium prüfen und genehmigen lassen, sie haben alle Hande voll zu tun, damrt ste sich spater Auch spielt die Tatsache eine Rolle, daß der Landesherr mcht blamieren und müssen sich nut Dingen beschäftigen das ganze Fest mitmacht, was ihm ein besonderes Gepräge ihnen beruflich gänzlich fern liegeiu Der Verfasser dikfes verleiht, und daß die Universität eine Landesuniversität I Aussatzes konnte hierüber merkwürdige L-achen erzählen, ist und infolgedessen viel mehr hesiische Ehrengäste berück- Ä/so nran lasse endlich dre nörgelnde Kritik und verlange firktirrt imh apfaben werden müllen als z. B. bei einem I nichts Unmögliches. Man bewahre sich die frische ^reude preußischen Universitätsjubiläum, wo nur der Kultus-Mi- sür die bevorstehenden Festtage, die wahrschemlich für .^^ ^u ^^ vno^ immraaenden Räten iium Feste erscheint alle, die sre mitmachen dürfen, eme unvergeßliche Lebens- atfn bie Vcrbältnisie qan/ besonders erinnerung bleiben werden. Menn das Wetter günstig ist, S« unb tlunaen uttb auch der Humor stand halt, wird die liebe Stadt

?te Ter7etunnen bet ein FÄst erleben, wie nie zuvor, ein Fest, welches

Ehrengäste sind sämtliche Stadtverordnete geladen. Auch N Rab-Naubeim 2 -kuli

di- Oberbürgermeister der großen Städte werden er,chernen n Zag'7to tonnta bie

Sämtliche Mitgliebcr _ des Provmzralausschustes stnd auf <£UX^CT früh 7 Uhr mit Recht sagen, als sie auf dem die Einladungsliste gesetzt worden, und von der Ersten und -mnieT roc^er sammetcrrtiger werdenden Festplatz sich zum Zweiten Kammer kommen 20 Vertreter. Dre Landesuniverfr- Einzelwetturiiens einfanben. Es war dadurch en>

tat eines kleinen Landes hat fernerhin die Eigentümlichkeit, fa(g ausgeschlossen, das Einzelwetturnen auf dem schönen Turn- daß das Gros der ehemaligen Zuhörer in nächster Nähe piatz zu beginnen und man verlegte es deshalb kurz entschloßen wohnt, also in ein paar Stunden Gießen erreichen kann., in die geräumige Turnhalle. In den 10 WetturnriegNi traten Sem entspricht eine ungewöhnlich große Anzahl von An-1 zusMurnen 167 Turner ^n, 25 m der Ober- und 142 in der

LiiZt p-breulll-b diese reae Teilnahme llnterstufe. Geturnt wurde an Reck, Barren und Pferd je eure

meldungen zum Feste. So e^sreul ) d f A^wieriakeit selbstgewählte (Kür-) und zwei vorgeschriebene Hebungen, sowie ist, so groß wird auf der anderen vA-ite die bie volkstümlichen Hebungen Schnellhangeln, Stabhochfprung und

Tausende von Festteilnehmern unterzubringen und zu pla- ^tweitsprung Außerdem wurde verftichsweise zum erstenmal gieren. Gießen war Jahrzehnte lang eine Durchgangs- Pflichtstabübung verlangt, die bis zu 5 Punkten bewertet itation für zahlreiche Dozenten und ift es tz. B. heute noch, ^rden konnte. Ebensoviel konnte auf jede einzelne Gerät- Daß man die ehemaligen Mitglieder des Lehrkörpers zum Übung erzielt werden, während bei jeder volkstümlichen Hebung Feste einläd, ist selbstverständlich. In unserm Falle war bis zu 10 Punkte in Anrechnung kommen können. Aie Ge­äder die Zahl der zu ladenden Personen besonders groß, samtpunkrzahl, dre erreicht werdenkonnte^: J^g

lichen Schwierigkeiten zu vecynen, mit emem Miß- t>enu b;e Ungunst der Verhältnisse beeinflußte

Verhältnis zwischen F-estgasten und Festraumen. Dre Staat L $ ^urnn sehr Ober- und Hnterstufe unterjcheiden sich, wie Gießen besitzt nicht einen einzigen wirklich geeigneten ^bbenbei bemerkt sei, durch die größere bezw. geringere Schwierig- Festsaal. Die alte Aula war völlig unzulanglicy, die neue £eit ber uebungen.

ift 4war größer, saßt aber auch nur 800 Personen. Ge- Als am 9techmiüag der Regen nachließ und seittociie ganz räurniaer ist zwar die Stadtkirche, aber mehr als 1200 aushörte, konnten die beiden Sprungübungen noch auf dem Fest- V-'rfonen kann man auch dort nicht setzen. Der dritte platz vorgeuommen werden. Erst nach 5 Uhr war das Wetturnen

allen Ecken und Enden! Auch muß man berücksichtigen, daß die Säkularseier einer Hochschule nicht wie ein Schützen- vder Feuerwehrfest begangen werden kann. Dazu sind die Festteilnehmer zu anspruchsvoll, und der Festchararte%zu ernst. Man muß also heilfroh sein, daß es einigermaßen gelungen ist, im bunten Wechsel allgemeine 97^'^6116 mit mehr spezielleren und kleineren Festakten zu verbinden. Gewiß wäre es viel schöner, wenn die akademischen Fest­akte und die Festaufführung vor 3000 Personen, statt vor 800 bis 1200, abgehalten werden könnten. Mr glauben I aber nicht, daß es eine Hniversität in Deutschland gibt, die auch nur annähernd eine solche AHla zur Verfügung | hat, und in einer Festhalle, die nach drei Seiten offen ist, und die bis dato mit Bierfässern besetzt war,_ kann man Nicht Ehrenpromotionen vornehmen und Begrüßunas^uen I der auswärtigen Hniversitäten uno Akademien der Wist en-1 schäften anhören. Die Hniversität Gießen war niemals in der Lage, Festakte abzuhalten, in denen sich der Leh^ körver mit der ganzen Studentenschaft vereinigte.Noch viel weniger ist es möglich, ein paar Tausend auswärtige Herren, die früher der Ludoviciana angehört haben, zu­zulassen. In den Jubiläumstagen verdoppelt ftch die Ge- lehrt^nschaft und verzehnfacht sich die Behördenvertretung. Wenn es trotzdem gelungen ist, sämtliche Verbindungen und dazu noch etwa 100 aktive andere Studierende zu plazieren, muß man über diesen Erfolg ber Platzgeometrie heilfroh sein. Im übrigen darf nicht unerwähnt bleiben, daß die studentischen Korporationen längst, bevor das Fest­programm feststand, klar und deutlich dokumentiert haben, daß sie darauf besonderen Wert legen, auch im Heineren Kreise Sonderseste abhalten zu können. Das ist nur zu be­greiflich, denn mau darf sich darüber nicht tauschen, daß zum Jubiläum ganz üb-rwiegcnb ehemalige Korporations- ftubeuien kommen. Sie wollen mrt ihren Bunbesbrudern zusammen sein. Dre meisten Gießener Verbindungen haben beswegen ihre Stistungsseste in bte Jubilaumsz-it gelegt^ einige feiern sie unmittelbar vor, anbere unmittelbar nach b-in allgemeinen Fest, unb nicht wenige haben ihrefest, lichen Vereinigungen sogar in das Fest ielb>t gelegt. Wenn nachträglich behauptet wird, das fei nur um deswillen geschehen, weil das offizielle Fest die gegenwärtigen und ehemaligen Studierenden nicht hinreichend berücksichtige, so ist das ein historischer Irrsinn Es laßt sich vielmehr nachweisen, daß jene Beschlüsse srüher gefaßt morden sind, als die enigen über das Jubiläumsprogramm

Wir wollen bei dieser Gelegenheit wiederholt festftellen, daß es anßerdem gar nicht richtig ist, daß das Programm ^u wenig Veranstältungen vorsehe, denen alle Festwil- nebmer beiwohnen könnten Im G-gent-it. an jebem Tage finden solche Festlichkeiten statt. Am ersten wage (31. Juli) schließt sich cm den McmLmerl studentischen