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Iie Heftige Wummer umfaßt 12 Seiten.
Am Zeitalter bet cLoßnKämpfe.
Auf der fiskalischen K-migsgrube bei Königshütte war vor einigen Tagen plötzlich ein Streik ausgebrochen, ohne daß die Belegschaft vorher gekiindigt hätte und ohne oaß sie vorher irgendwelche Forderungen an die Verwaltung gestellt hätte. Ter Streik, der mittlerweile schon wieder beendigt ist, wird ohne Zweifel auf Agitation zurückzuführen sein. Es wäre sehr interessant, die eigentliche Ursache dieses Streiks zu erfahren, aber denken kann man sie sich ja eigentlich schon, ohne erst so tiefsinnige Betrachtungen anzustellen, Ivie es der Abg. Gothein jetzt in der „Frankfurter Zeitung" tut. Gothein legt dort lang und breit dar, daß nur die heutige deutsche Zollpolitik an allem Uebel schul^ sei. Er schreibt:
„Vor: meinen politischen Freunden und mir ift bei der Beratung des Zolltarifs, der Handelsverträge und bei den Fleischnotdebatten immer aufs neue betont worden, wie diese künstliche Verteuerung der Lebensmittel eine solche aller Le- bensbedürftlisse und in deren Verlauf erbitterte Lohnkümpfe Lur Folge haben müsse. Man hat diese Warnungen stets in oen Wind geschlagen, nun sieht auch einmal die königlich preußische Staatsregierung die Folgen auf ihren eigenen Werken, auf Werken, wo sie geglaubt hat uno wo es ihr eine für diesen Betriebszweig überaus günstige Konjunktur ermöglicht hat, mit erheblichen Lohnjteigeruugen vorzugehen, daß diese den Arbeitern nicht genügend erscheinen, daß sie durch unvermittelte Arbeitseinstellung eine Besserung ihres Loses erstreben.
Man lvird natürlich auch hier die ganze Bewegung auf Agitation zurückzuführen suchen. Daß ohne eine solche ein so umfangreicher Streik nicht ausbricht, rann ohne weiteres zugegeben werden; aber die Agitation muß einen Nährboden finden, um zu gedeihen und den hat sie eben in der allgemeinen Teuerung, vor allem in der von Brot und Fleisch. Tas oberschlesische Jndustrierevier ist — eingekeilt zwischen Rußland und Oesterreich — rn der Deckung seines Fleischbedarss auf die Einfuhr von Vieh aus dem Ausland angewiesen; es wird aber für dieses ganze außerordentlich dicht bevölkerte Revier — allein die Montanindustrie beschäftigt dort über 163 000 Arbeiter — nur ein Wochentontingent von 2500 russischell Schweinen zugelassen. Jcoe ^.ontingentierung ftihrt aber zur Ringbildung der Importeure und Exporteure; erstere sorgen, um die Preise yochzuhalten, dafür, daß nie das volle Kontingent zur Ausfuhr vorhanden ist, letztere sind bei dem Fehlen einer Konkurrenz in der Lage, die Fleischpreije noch weit mehr in die Höhe zu schrauben, als den Einkaufspreisen für die Schweine entsprlcht; dazu kommt noch der Zoll von 9 Mk. pro 100 Kilogramm Lebendgewicht.
Tie Löhne der oberschlesischen Bergarbeiter stehen wesentlich niedriger als in den westlichen Bergrevieren; das ist zum Teil in der etwas geringeren Arbeitsleistung,, vor allem aber darin begründet, daß früher die Lebensbedmgungen in Oberschlesien unverhältnismäßig billiger waren als im Westen. Ich habe vor 20 Jahren dort das Schweinefleisch mit 40 bis 45 Pfg., Rindslende mit 70 Pfg. das Psund ge- kaujt. Tas und der wesentlich geringere Standard of life der oberschlesischen Arbeiterbevölkerung rechtfertigten den niedrigeren Stand der Löhne. Mit der deutschen Zoll- und Absperrungspolitik hat sich das aber mehr und mehr geändert; heute sind die Preise in Oberschlesien nur unwesentlich niedriger als im Ruhrrevier. Deshalb ist das Streben der dortigen Bergarbeiter auf Lohnerhöhung ein durchaus verständliches."
Es soll hier keineswegs geleugnet werden, daß die deutsche Zollpolitik die Lebenshaltung im Deutschen Reiche verteuert hat, aber im Deutschen Reiche lebt man auch heute noch im allgemeinen beträchtlich billiger, als in anderen Ländern. Abg. Gothein gibt aber in dem erwähnten Artikel noch selbst zu, daß die Löhne seit 5 Jahren steigende Tendenz zeigen. „Der Durchschnittsjahreslohn des^ männlichen Bergarbeiters über 16 Jahre hat sich von 972 Mk. in 1902 auf 1112.2 Mk. in 1306, also um 139 Mk. gehoben, und im laufenden Jahre dürfte eine weitere Steigerung eingetreten sein; allerdings hatte der Jahresverdienst 1901 bereits 1029.7 Mk. betragen, aber immerhin in 1906 82.7 Mk. mebr. Auf der Königsgrube dürfte der durchschnittliche Jahresverdienst der gelernten Bergarbeiter, der Häuer mindestens 1400 Mk. betragen, und die königliche Bergverwaltung hat die geforderte 20prozentige Lohnerhöhung u. a. auch mit der Begründung abgelehnt, daß die durchschnittlichen Tageslöhne auf der Kötligsgrube um 40 Pfg. höher stünden oid auf den benachbarten Privatgruben. Allerdings muß in Betracht gezogen werden, daß die letzteren verhältnismäßig weit mehr Arbeiterwohnungen besitzen, die den Bergleuten zu einem Bruchteil der Selbstkosten vermietet werden. In der Stadt Königshütte, die ca. 67 000 Einwohner zählt, wird dagegen das Wohnungsbedürfnis der Bergleute größtenteils durch die private Bautätigkeit gedeckt. Der Mehrlohn aus der fiskalischen Grube dürste daher zum guten Teil durch die höheren Wohnungsausgaben ihrer Bergleute ausgeglichen werden."
Gothein bemerkt dann weiter:
„Wenn nun eine fast stündige Lohnsteigerung zuzugeben ist — in 20 Jahren hat sie in Oberschlesien sogar 526 Mark betragen —, jo muß doch anerkannt werden, daß die^Lohn- steigerung insbesondere gegen das Jahr 1901 der Steigerung der Preise aller Lebensbedürfnisse nicht entspricht. Tie Forderungen der Bergleute gehen dann auch fast ausschließlich auf eine Lohnerhöhung hinaus."
Tie Einseitigkeit, mit der Gothein hier die Ursachen der heutigen Streits betrachtet, ist sehr zu bedauern. In einer Agitationsversammlung nehrnen sich Argumente, wie er sie anjührt, ja sehr gut aus, aber in einem nüchternen Artikels sollte sich doch nur einmal selbst ansehen, was auch die
Er berücksichtigt zu wenig, tzaß die Kaufkraft des Geldes selbst abgenommen, er ignoriert aber auch — und das ist noch mehr zu beklagen — die wichtigste Ursache der heutigen Lohnkämpfe: dre größeren Ansprüche, die heute von den Arbeitern an das Leben gestellt werden. Herr Gothein sollte silchj doch nur einmal selb stansehen, was auch die einfachste Arbeiterfrau beispielsweise in unseren Warenhäusern zusammenkauft. Gegenüber den anderweitigen Bedürfnissen, vor allem gegenüber den Luxusbedürsnissen unserer heutigen Arbeiter fallen, das würde er dann bald erkennen, die hohen Brot- und Fleischpreise nicht mehr so sehr ins Gewicht, daß er sie als die wahren Ursachen der allgemeinen Teuerung und der Lohnkampfe hinstellen könnte. Es kommt noch hinzu, da ßman in unseren Arbeiterkreisen vielfach nicht mehr rationell zu wirtschaften versteht. Die Vergnügungssucht ist nachgerade ins Maßlose gestiegen; die Vereinsmeierei steht in höchster Blüte; die Vereinskassen brauchen Geld, und die vielen Stiftungsfeste, Fahnenweihen, Verbandstage und dergl. nehmen schier kein Ende. Das kostet alles Geld, viel Geld.
Es ist ja sehr erfreulich, daß auch unsere Arbeiterbevölkerung sich heutzutage das alles leisten kann, aber man sollte doch auch gerecht sein und nicht die haltlose Behauptung aufstellen, daß die im Interesse der Allgemeinheit betriebene Zollpolitik die Lage unserer Arbeiter verschlechtert habe oder schuld daran sei, daß sie nicht noch besser ist. Mit Ausführungen wie die Gotheins erzeugt man nur Unzufriedenheit und ruft neue Gegensätze hervor, anstatt sie zu versöhnen.
Fürst Bülow hat neulich den Deutschen von heute einen Realisten genannt; Realist ist aber nur der, der sich bemüht, die Tinge zu sehen wie sie sind und der seine Ziele dem Erreichbaren anpaßt.
politische Lagerjchau.
Personalresorm bei der Post.
Das Gerücht, in der Reichspoftverwaitung fänden zurzeit Erwägungen darüber statt, den Unterbeamten das Aufrücken in mittlere Dienststellen zu ermöglichen, wird uns von unterrichteter Seite bestätigt. Zu dieser Entschließung hat den Staatssekretär Krätke wohl der steigende Bedarf an Beamten geft'chrt. Seitdem durch seinen Vorgänger v. Podbielski die Bedingungen für den Eintritt in den mittleren Postdienst insofern gemildert wurden, als der Besitz des Einjährig-Freiwilligen-Zeugnisses nccht mehr erforderlich ist, macht es ja keinen wesentlichen Unterschied, ob der Aspirant die Reise für Obertertia oder abgeschlossene Volksschulbildung und Erfahrung im Postbetrieb besitzt. Sollte den Unterbeamten der Zugang zu den mittleren Dienststellen und damit das Ausrucken in eine höhere Gehalts- und Wohnungsgeldstufe eröffnet werden, dann wäre Beseitigung der „gehobenen" Unterbeamtenstellen zu wünschen. Diese Einrichtung ist bei der Beamtenschaft keineswegs beliebt, und sie würde am besten ersetzt durch Einführung eines kurzen Examens, desjen Bestehen zur Anwartschaft auf eine mittlere Dienststelle berechtigt.
Tie Vereinigten Staaten und China.
Um den Kreis der internationalen Verträge, soweit sie sich auf Ostasien beziehen, zu schließen, fehlt es noch an der Beteiligung Amerikas. Es erscheint nun den diplomatischen Kreisen beachtenswert, daß die Unionsregierung sich bemüht, ihre Beziehungen zu China freundschaftlich zu gestalten. Das geht u. a. aus der Ankündigung des Präsidenten Roosevelt hervor, wonach die Summe an China zurückgezahlt werden soll, die die wirkliche Kriegskostenentschädigung der Union aus Anlaß der Boxerunruhen übersteigt. Das ist eine für die Asiaten höchst imponierende Gewissenhaftigkeit. Die Taktik Roosevelts, durch Anschluß an den anderen gelben Mann den Japanern im Rücken Schwierigkeiten zu schaffen, ist unverkennbar geschickt, und man kann nicht umhin, den förmlichen Abschluß eines Vertrages zwischen den Vereinigten Staaten und China für wahrscheinlicher zu halten als den zwischen ersteren und einer in Ostasien interessierten europäischen Großmacht. Die Union ist ja stets mit Vorliebe ihren besonderen Weg gegangen. Den von Deutschland eingeschlagenen, zu absoluter Neutralität führenden, zu gehen, hindert sie ihr durch nichts aus der Welt zu schaffender Gegensatz zu Japan.
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Sozialdemokratische Selbstbesteuerung.
Obwohl die Anhänger der Sozialdemokratie in der Hoffnung auf baldige Verwirklichung ihrer Ideale zweifellos überaus opferwillig sind und so in dieser Beziehung den bürgerlichen Parteien als Muster dienen können, scheinen doch auch viele nur mit mehr oder minder sanfter Gewalt oder überhaupt nicht zur Entrichtung der „freiwilligen" Steuer zu bewegen zu sein. Tas dürfte auch schon die Tatsache zeigen, daß die genannte Partei in Hessen 16 707 organisierte Mitglieder zählt, aber nach dem „Gebrauch der Marken" nur 15 000, d. h. wohl: 1707 zahlen nicht in die Parteikasse.
Kein Wunder! Welche Anforderungen stellt die Zugehörigkeit zur sozialdemokratischen Partei auch an den Geldbeutel des Mannes.
Nach einem im Fachblatt „Ter Schuhmacher" jüngst veröffentlichten Budget einer Arbeiterfamilie zahlte diese Familie 7.08 Mk. für srädt. Steuern, Staatssteuer wird nicht erwähnt. Dazu kommen freilich noch die in den 'Preisen für gewisse Lebensmittel enthaltenen Zölle. Es geht aus dem Budget hervor, daß dieselbe Familie jährlich rund 50 Mk. in die sozialdemokratischen Gewerkschafts- und Parteikassen entrichtet. Sehr lehrreich in dieser Beziehung ist ein Artikel in der „Nakioual-Zeitung", betitelt:
DieBelastung der Arbeiterschaftdurch Gewerkschafts- und Parteibeiträge.
Es heißt dort „Wenn die Arbeiterschaft, insbesondere die der sozialdemokratischen Partei anhängende, in Deutschland unter einer Steuerlast zu seufzen hat, die unter Umständen bis zu einer vollständigen Aufsaugung der in den letzten Jahrzehnten eingetretenen Lohnsteiaerungen geht, so ist es diejenige, durch die p o liti s ch e^Pa r t e i und durch diesozialdemokratischenGewerkschaften. Tas Eintrittsgeld für die Gewerkschaften schwankt zwischen 50 Pfg. und 2 Mk., die Wochenbeiträge schwanken zwischen 20 und 140 Pfg., auf den Durchschnitt berechnet, betragen sie 44 Pfg., ein Beitrag, der sich in Zukunft eher noch erhöhen als vermindern, dürste. Dazu kommen örtliche Zuschläge, Gau- oder Bezirkszuschläge, Kreissteuern, Beiträge für das Arbeitersekretariat, Telegiertensteuern, Extrasteuern, Kartellsteuern u. dergl. mehr. Die gesamten Abgaben der Gewerkschaftsmitglieder an ihren Verband unter gleichzeitiger Berücksichtigung des Aufwandes für gesellige Veranstaltungen sind von einer Seite auf 2 Mk. die Woche berechnet worden, was sicher nicht zu hoch ist. Rechnen wir aber, daß die wöchentlichen Abgaben mit Einschluß von Vergnügungen nur 1 Mk. betragen, so wäre dies schon immer eine Jahresabgabe von 52 Mk. und bedeutet also, wenn man das Durchschnittseinkommen des Arbeiters auf 1000 Mk. ansetzt, eine direkte Einkommensteuer von 5.2 Proz., ein Satz, den die Staatseinkommensteuer in Preußen selbst bei Millionen-Einkommen überhaupt nicht kennt, da sie 4 Proz. nicht übersteigt und vor allem die gesamten Einkommen bis 900 Mk., d. i. das überwiegende Gros der Arbeiterbevölkerung, volltommen steuerfrei bleiben.
Zu diesen Gewerkschastsabgaben, denen man trotz ihrer enormen Höhe eine Art Berechtigung nicht absprechen kann, da sie ja, wenigstens im Prinzip, zur Forderung der wirtschaftlichen Interessen der Arbeiter dienen sollen, treten aber dann noch vor allem hinzu die Anforderungen, welche die sozialdemokratische Partei als politische Organisation an den schmalen Arbeiterhaushalt stellt. Hier ist Die direkte Steuer in der Regel auf 25 Pfg. den Akonat, also jährlich 3 Mk. bemessen. Indessen ist das nicht die Hauptsache. Tenn die ^freiwilligen Sammlungen", die allenthalben in Fabriken, Werkstätten und bei allen Gelegenheiten ins Werk gesetzt werden, dürften im Jahre schon allein mindestens das Fünffache der direkten Parteisteuer erreichen. Dazu kommen eine große Anzahl von indirekten Steuern infolge des Zwanges, die Vergnügungen der politischen Verbände mitzumachen, die Einkäufe bei Parteibudikern, Zigarrenhändlern usw. vorzunehmen, sodaß es sicher nur gering gerechnet ist, wenn man die Abgaben auf monatlich V-/2 Mr., jährlich also 18 Mk. bemißt, sodaß sich unter Zurechnung der Gewerlschaftssteueni eine Jahresgesamtabgabe von 70 Mk. ergibt. Tas macht eine Gesamt- besteuerung der Arbeiterschaft von 7 Prozent, eine Zumutung, die alles das bei weitem übersteigt, was Staat und Gesellschaft selbst von ihren reichsten Bürgern und von den höchsten Einkommen verlangen." — Wie mancher junge Mann, der seit Beginn seiner Erwerbstatigkeit in Dieser Weise herangezogen wird, könnte bei Gründung eines eigenen Hausstandes seine 1000 Mk. Erspartes mit in die Ehe bringen anstatt auf diese Art eine Anweisung auf den Zukunftsstaat! L.
Ein Artikel in dem Handelsblatt der Nationalzeitung beschäftigt sich mit
Lohnniveau im Jahre 1906.
Wir entnehmen den dortigen Ausführungen folgendes: Bisher liegen Lohnnachweisungen vor, die sich auf eine Beschäftigungszahl von 4105,103 Arbeitern erstrecken. An diese wurde nim Jahre 1906 4193,972 072 Mk. Löhne ausbezahlt. Das macht auf den Kopf 1021,65 Mk. im Jahre 1906. Im Jahre 1905 betrug in denselben Berufs- genossenschasten der Durchschnitt 963,25 Mk. Die Steigerung des durchschnittlichen Arbeitsverdienstes von 1905 auf 1906 beträgt also 58,36 Mk. oder rund 6%. Von 1904 auf 1905 hatte die Steigerung nur 2,9% betragen. Es ist also eine wesentliche Besserung zu verzeichnen. Die Steigerung der Arbeitslöhne war indes nicht überall die gleiche. In den verschiedenen Zweigen des Eisen- gewerbes stieg der Arbeitslohn von 1116,63 Mk. im Jahre 1905 auf 1177,13 Mk. im Jahre 1906 oder 5,4% mehr. In der Textilindustrie stiegen die Löhne erfreulicherweise um 8,9%. Auf einen Arbeiter entfiel durchschnittlich eine
Jahreslohnsumme von Mark 1905 1906
Eisen- und Metallindustrie 1116,63 1177,13
Textilindustrie.....735,29 800,61
Steine und Erden . . . 738,68 782,84
Holzgemerbe ..... 950,62 983,85
Handel- und Transport . 1117,96 1122,79
Heber die sogenannte Spaltung in den Kriegervereinen wird der „Kpffhauser-Korrefpondenä" aus dem Großherzogtmn Hefseic geschrieben: Unter dieser Vkarke gehen Meldungen über die Bilduilg eines neuen Verbandes in Schwerte in Westfalen durch die Zeitungen. Etwa 30 Vereine, die wegen der Beürags- erhöhung aus dem Preußischen Landes-Kkiegerverbande ausge- schieden sind, sollen einen neuen Verband gegründet haben, weitere 20 sollen ihren Beitritt in Aussicht gestellt haben. So bedauere lich au sicy diese Lostrennung eillzelner weniger Vereine von den 15 000 des Preußischen Landesverbandes ist, so hat sie doch wenia zu bedeuten. Solche Gründungen treten immer luicber auf und verschwinden wieder im Laufe der Jahre. Ein fchla- gendes Beispiel für die Zwecklosigkeit derartiger Absplitterungen hatten wir im Großherzogtum Hessen, dessen Landesverbartd den Namen Kpiegerkameradschast Hassia führt. Tort bildete sich vor sieben Jahren ein Kvnkurrenzverband Krlegerkameradschaft Germania. Die Gründung ging von einem Verein aus, her von


