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9.4.1907 Erstes Blatt
 
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IS 7. Jahrgang

Erstes Blatt

politijctyc Lagesscha«.

Petersburg hatten fie

auf. Bei Charkow sind In Grodno wurde ein waffneler ausgeräumt. ,9ioroo|"tie überfallen, deckung reoolutionärer der Auflösung der Le.

die Augen zu streuen.

Die , Gazeta de Madrid- veröffentlicht ein Dekret, durch das der König von England zum Ehrengeneral­kapitän der spanischen Armee ernannt wird, als Beweis aufrichtiger Freundschaft und herzlicher Hochachtung".

Der frühere rumänische Ministerpräsident Fürst Cantacuzena ist der reichste Alaun des Landes, bewohnt in Bukarest einen feenhaft schönen Palast und nehnt etwa 300 Güter im Lande

nicht auSbleiben.

König Eduard und König Alfons.

Leu. P. IBittfo tüt ,Ltadt und Vanb' und e(Scrtd)to|aale; »rast Heb. tut den tin- * netqentetl Öan« Beck

Nr. .

Erscheint tSgltch außer Sonntag«.

Dem Gießener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem Hessischen Landwirl die Siebener Zamitien. blätter viermal in der Woche deigelegt un zweimal wöchentlich do? Hüllblatt für den Kreis Siehrn. Ferusprech-An» schlußs.d.Rcdaktionl12

fein eigen, von denen einige von den Bauern verwüstet worden sind. Auch er gehört zu den Bojaren, welche ihre Guter verpachten und die Bauern ausschinden lassen. Er schreibt die Schuld an den Unruhen wie viele andere Groß­grundbesitzer auf die Agitationen, welche die in Rumani gelandeten Matrosen dcS meuterischen russ. Knegssch .Poternkin* im Lande entfaltet haben. Auf die Frage, eS nut den Entschädigungen an die Pächter und Gruudher.. flehe, erwiderte der Fürst: Da sei nichts vom Ministerium Sturdza zu erwarten, denn dasselbe betrachte den Bauern­aufstand und dessen Folgen als vis major (höhere Gewalt). Auch die Versicherungsgesellschaften weigern sich, die bei den Plünderungen durch Brand entstandenen Schäden zu bezahlen. UebrigenS können die meisten Bojaren den Schaden ertragen. DaS neue Ministerium läßt verkünden, daß die Nachrichten über den Umfang der Zerstörungen ungeheuer übertrieben waren, die Regierung habe nicht einmal nötig gehabt, das Standrecht zu verkünden. Die verhafteten Matrosen des Potemkin" aber wurden als unschuldig entlassen. Sie dürfen sich indes nicht mehr in den Dörfern Rumäniens a ufhallen. __

Neues aus Rußland.

Der Terror lebt in fast allen Gegenden Rußlands wieder Bahnzüge geplündert worden. Bauk-Komoc von einer Horde Be-

Dienstag 9. April 1907 Bezugspreis- mor al lich 7b viertel- jährlich ML. 2.20. durch Abhole- u. Rwetqftellen monatlich 6o3t.. durch

ine Besitzenden zu ermorden.

....... ... vereitS mehrere Wohnungen gekenn­zeichnet. Auch die Vorbereitung eines allgemeinen Vahn-

Odessa wurde das HauS der Zeitung rSwjet" berichtet von der Eni- upfbanden, die planen, gleich nach

streiks ist aufgespurt worden. Biete Führer oer Reoornno- näre auS Rußland kamen nach der finnländischen Grenze, von wo sie AlleS leiten.

Sßie die .Nowoje ©remja' meldet, befindet sich dir Universität Kiew völlig m den Händen der Re­volutionäre. Die Studenten der Moskauer Universität cstehen auf ihrer Forderung,, daß das Verbot politischer Versammlungen aufgehoben werden müsse.

In Petersburg erhängte sich ein 23jähr. Mädchen an feinen Zöpfen. Es hatte einen auf den Namen Doro- feeroa lautenden Paß bei sich, der aber gefälscht war. Der wahre Name ist unbekannt geblieben. ES geht das Gerücht, der Grund des Selbstmordes sei der gewesen, daß der Chef der politischen Polizei daS Mädchen mit unsittlichen Anträgen verfolgte, ihr mit dem sicheren Todesurteil drohte, wenn sie sich nicht in seinen Willen fügte.

In Lodz streiken die Arbeiter einer grogen Fabrik. Es kamen mehrfach blutige Ausschreitungen vor, bet denen zwölf Arbeiter getötet und mehrere tödlich verletzt wurden.

In L h a r b i n vernichtete eine gewaltige Feuersbrunst, die dritte im Laufe der letzten Woche, m einer Ausdehnung von zwei Quadratkilometern den hauptsächlich von Chinesen bewohnten Handelsteil der Stadt. Eine große Anzahl Chinesen kamen in den Flammen um. Tausende von chinesischen Familien sind obdachlos. Der Schaden wird auf über 5 Millionen geschätzt.

Die Reichsduma beschäftigte sich am Montag wieder mit der A g r a r f r a g e. Em bäuerlicher Abgeordneter machte sich darüber lustig, daß das Grundeigentum als unverletzlich geheiligt fein falle und schloß nut der Drohung, daß das gereizte Volk, wenn es seine Feinde angreifen wurde, nichts übrig taffen und schließlich fern eigener Herr sem werde.

Deutsches Reich.

Berlin, 8. April. Der neue französische Botschafter Jules gambon ist heute zur Ueberreichung seines Begwubigungs- schreibens vom Kaiser empfangen worden.

In einem Erlaß des Ministers für Landwirtschaft ist die Bildung von Renten gut ern bu» zu einer Größe von einem halben Morgen (12.50 Ar) auch für Nichtlandwirifchaftliche Arbeiter für zulässig erklärt roorüen. Der Landkreis ^ort? mund will einen Versuch auf diesem Gebiete machen. Der Kreistag hatte über eine Vorlage zu beschließen, wonach in Attenderne ein vier Morgen großes Grundstück für bte Ansiedlung von Angestellten des Kreises im Wege der Rentengntsoiloung erworben wird. Diese Frage ist nach oen inngsteli Beehmwrungen im preußischen Landtag über Arbeitermangel und Seßhaftmachimg von Aroettem eine wichtige sozialpolststche Angelegenheit ge­worden, und die Einzelheiten dieses Vorgehens für die Ansied­lung nichtlandwirtschaftlicher Arbeiter dürften deshalb von all- gememem^Jmeresse^^sein.^ wirtschaftlichen Ausschusses über die den tsch-ame titanischen Handelsbeziehungen, welche in den nächsten Wochen In Berlin stattfinden sollen, werden wie dieBerl. Reuest. Rachr." hören, un wesentlichen sich nur mit den ZollabfertigungSfragen beschäfi.gen, über welche zwischen den deutschen und amerikanischen Uiiterhandlern auf der Januar Konferenz keine Verständigung, erzielt wurde. & kann als fest stehend angesehen werden, daß so gut wie keine Aussicht dazu vorhanden^ ist, daß der Bundeskongretz wesentliche Herab­setzungen des Dingley-Tarifes beichließen wird

Die Einführung der W e r t z u w a ch v st e u e r in Schöneberg bei Berlin wurde von der dortigen Stadtverorb- neten-Versammlung abgelehnt.

Neustadt a. d. Hardt, 8. Apnl. Gestern war hier der £anb.8ooritanb d.s Bundes bet fiaiibwiiti: fut tu teilung Pfalz versammelt, unter Anwesenhett oe^ Bunbevvor- sitzenden Dr. Rösicke. Der Vorstand faßte eine Resolution, in der ausgesprochen ist, es sei Ehrenpflicht für den Bund der Land­wirte, auf der ganzen Front an dem mit den Na11onallibe - raten getroffenen Wahlabkommen in der Pfalz fest­

werden, ist nicht gering. I- - .

endet, was in Algeciras begonnen wurde. Die Politik nimmt Jeden, ob groß oder klein, mit offenen Armen auf, der kein Freund Deutsch» landS ist. Für den bloßen Austausch von Höflichkeiten wäre, worauf sogar die franz. Presse aufmerksam macht, der Zeitpunkt ungeeignet, da die spanische Königin ihrer Stieber» kunst entgegensieht und der junge Gemahl sich in fieber­hafter Erwartung befindet. Aus Paris wird verkündet, es handele sich bei der Zusammenkunft nicht um neue Ab­machungen, sondern um Befestigung der seit Algeciras zwischen Frankreich, England und Spanien getroffenen Sonder-Vereinbarungen, wonach Spanien bei dem ersten Anlaß einen Punkt des marokkanischen Gebietes besetzen kann. Die engl. Presse aber scheint ihre Weisungen aus dem aus» wärtigen Amte erhalten zu haben und bemüht sich wieder einmal durch harmlose Vorspiegelungen der Welt Sand in

Tie SchiffahrtSabgaöeu. ,

Der Reichstag, der morgen, Mittwoch, wieder zu- , sammentritt, wird, soweit er selbst Arbeitsmaterial beibringt, in Gestalt von Anträgen und Interpellationen, e8 auf wenige Sitzungen verteilen müssen. Vieles davon ist nicht grade dringlich, aber wenn die offiziöseNordd. Allg. 3tg. meint, der Bedarf an Interpellationen fei bereits vor Ostern reichlich gedeckt worden, so ist dagegen Einspruch zu erheben. Man wünscht z. B. allgemein endlich zu erfahren, wie es um die Einführung von Schiffahrtsabgaben bestellt ist, und die Beantwortung der betreffenden nationalliberalen Inter­pellation, an die sich natürlich eine eingehende Besprechung knüpfen wird, ist vor Ostern bereits durch die Regierung zugesagt worden. Die Rücksicht auf Wünsche der Regierung kann den Reichstag keinesfalls zum Verzicht auf fein ver­fassungsmäßiges Recht, jederzeit Anfragen an bie Regierung au richten, veranlassen. Und darüber, ob Interpellationen erforderlich sind, hat allein der Reichstag zu bestimmen.

DieDreSb. N. Nachc.« melden:

Nach unseren zuverlässigen Informationen ist -me defini­tive Einigung zwischen Württemberg und Preußen hinsichtlich der Schinahrisabgaben in den tehten Xagcn erfolgt. Württemberg wird im BundeSrat für die Einführung von Schiffahrtsabgaben stimmen. Die ,30 Silberlinge erhalt Württem­berg in öorm eines erheblichen SB e 11 r a ge 8 $ u r Neck ar- Kanalisation. Wie man nicht nur aus Berliner emgeweih- len Streiten, sondern auch in Karlsruhe aufe Bestimmteste versichert, ist auch Baden entschlossen, umzufallen. Ter p^wnUche Wider st and desGroßherzo^s fei, fo wird uns mitgeteill und von ganz zuverlässig injornuerier Seite bestätigt, m it Erfolg bekämpft worden. Auch Baden soll für feine Zustimmung pinpn Soenialbeitraa zur Neckar-Regulierung er­halten. Augcrdem sollen gewisse oberrheinische Wünsche Badens erfüllt werden. Damit erscheint trotz aller Proteste das L-chickial der Schifsahrtsabgaben im Bundesrat besiegelt, auch im Falle der Dppofuion SachjenS.

Diese Meldung wird indes, so bestimmt und hochtonig sie sich auch gibt, von Karlsruhe aus bereits dementiert. Die badische Presse verkündet:

W ie unS verläßlich bekannt, stimmt die Meldung der$r. N. N.*, soweit sie sich auf Baden bezieht, mit den Tatsachen n i ch t überein. Wohl sind noch Erhebungen im Gange, welche zur Klärung der Frage dienen sollen, aber jedenfalls befindet sich Baden zurzeit auf Lern ablehnenden Standpunkü Uebngens könnten Beiträge zur Neckar-Kanalisierung Badens Stellungnahme schon um deswillen nicht beeinflussen, als Baden die Slanalt|ierung des Neckars bekanntlich stets als eine rein wurttembergische An­gelegenheit betrachtet hat. , n_

Aus Württemberg wird wohl em Dementi gleichfalls

die Post Alk. 3. otertd- fährt. auSfd)L Bestellg. rinnahm« oon Lnzci-e, füt die iaqe«numrnet biß vormittag« 10 Uhr. Zeilenpreis: total Id PI^ auswärts 20 Pienntg. Verantwortlich tüt den poltL und LiUyem.

Marottanifches.

Eine Kundgebung des Sultans, welche in der Haupt­moschee zu Fez verlesen wurde, hat folgenden Wortlaut:

rihr habt Kenntnis erhalten von der Ermordung enieS iran- zösischen Arztes durch den Pöbel von Marakesch, sowie auch von der Ermordung von Franzosen m -retna und Tanger. Ihr wißt auch,- daß em Franzose in Fez verwundet wurde. Wir teilen (Sud) mit, baß die französische Regierung lehr aufgebracht Ut, unb daß ihre Erregung ihren Höhepunkt erreicht hat. ^^r hat sie auch einen Teil ihrer Truppen zusammengezogen und hat die ^tadt Udfchda besetzen lassen. Die französische Regie tun g ist hierbei in ihrem Rechte. Wir halten Euch zu wiederholten Walen nachdrücklichst auf die Folgen auf.nerkjam gemadst, die das Verhallen der Beoölkeruiiq haben könnte und Ihr habt unseren Ernialmiingen nicht Rechnung getragen. Tie gegenwärtigen Er- eifimjle sind durch Eure Schuld entstanden. Jetzt ivoUen ivir uns bemühen, diese Angelegenheit zu regeln und baiur, wenn es notig .st. (Äu t und Blut opfern, um zwischen der iranzostlchen Re- > fliernng und uns gute Beziehungen wiederherzustellen und der Besetzung Udfchdas ein Ende machen. Wir testen . Euch dieses mit, damit Ihr Euch von allen Unruhen fernhcsttet.

Das von dem ehemaligen franz. SOhniftec Etienne in Paris gegründete Marokko-Komitee fordert die äie- gierung auf, in Marakesch auf einer Sühne zu bestehen gleich der, die Deutschland für die Ermordung eines seiner Vertreter während des chinesischen BoxeraufslandeS erhallen: öffentliche Hinrichtung deS Gouverneurs von Marakesch in Gegenwart eines französischen Vertreters und einer durch ihre Zahl imponierenden Militärabteilung.

Aus Sradt und Land.

Gießen, 9. April.

* Personalien. Se. Kgl. Hoh. der Großherzog haben den Lehramtsaffessor Gg. Lust zu Mainz zum Ober­lehrer an der Oberrealschule zu Mainz, den Lehramtsastesior Andr. Käst er zu Offenbach zum Oberlehrer an der Oder- realschule zu Offenbach, den Lehramtsaffessor H. Klump zu Mainz zum Oberlehrer an der Oberrealschule zu Mainz, den Wilh. Reichelt zum 2. Landwirtschaftslehrer an der landw. Winterschule zu Darmstadt und den Gust. Bauer zum 2 Landwirtschaftslehrer an der landw. Winterschule zu Worms ernannt. Der Gerichtsasseffor Dr. Jak. Koehl aus Alainz wurde zum Regierungsassessor ernannt.

** Landwehrübungen in größerem Au äuge werden in biefein ^ubre wieder abgcbaiten. Bei den Regimentern oO, 81 8i, 88, ^15, 116 und 11/ werden je itoei äanttoef)ctoinyjgmen ausgestellt dagegen b i Den Regimentern 118, 16b und Lbo je

Bei kr Bildim .nes Reseroereginientes aus dem -rrn^^n- Übungsplatz Darmpa. i . m 13.. b» 26. Setzt, wertz-n 2ani»«»r- mannichasten noch bewnders beiohlen.

Der Gesangverein Heiterkeit hielt am L>ams- taa abend in seinem Veremslolal (Schipkapaß) eine Feier zu Shren mehrerer verdienter Mitglieder ab, den Herren Heinrich Seidewand, Daniel Kuhl und Eise wurde das Diplom als Ehrenmitglied und Schneidermeister Benzler ein Diplom für 2öjät)rige treue Mitgliedschaft überreicht. Ter Ehren- oorsitzende des Vereins, Herr Roll, gedachte dabei m einer ^spräche ihrer Verdienste um den Verein und sprach den Wunsch und die Bitte aus, daß sie dem Verein auch ferner­hin Treue und Anhänglichkeit bewahren möchten.

' Der Männer-Turnverein hielt am Samstag im 9le|'taurant Andres seine Frühjahrs-Mitg l i e der. oeriammlung ab, die recht gut besucht war. Wie aus dem Bericht des ersten Sprechers Rechtsanwalt K^ausinann "i ersehen war, hat der Verein un vergangene.i Jahr wieder erhevlich zugenoinnien. Auch der Hallenbesuch hat sich be- üemenö gehoben. Der Turnrat wurde einstimmig wieder, gewählt, Vorstandswahl fand feine statt, da der Vorfiano

König Eduard ist am Montag Nachm. tm span. Hafen Cartagena eingetroffen. König Alfons war ihm auf der Jacht /Seralba' entgegengefahren. .

Bel dieser Begegnung ist ein eigentümlicher Widerspruch in der engl. unb in der span. Presse zu beobachten, ^ue engl. Presse mißt der Zusammenkunft gar feine politifche Bedeutung bei. Gegenüber der Feierlichkeit, mit der die kontinentale Presse sie bespricht, erklärt die .Daily Graphics es sei wohl nicht erst nötig, das engl. Publikum zu verge­wissern, daß dieser Austausch verwandtschaftlicher Höflichkeit nicht das geringste mit der Politik zu tun habe. Dagegen legt die spanische Presse gerade den Hauptwert auf den politischen Charakter des Ereigniffes, ja sie ergeht sich, wie wir gestern schon meldeten, in stolzen Tiraden über einen Bund der Westmächte gegen daS kriegsbegehrliche Deutschland. Man könnte annehmen, daß in einem Lande, das im Rat der Völker für gewöhnlich zu schweigen hat, die Begeisterung über soviel Ehre von der Großmacht England einen Rausch heroorruft. Aber eS sind keine Wahngebilde, worüber die spanische Preffe etwas unvorsichtig plaudert. Die Wahr­scheinlichkeit, baß in Cartagena bündnisähnliche Verträge zwischen England unb Spanien in die letzte Form gebracht In Cartagena wird voll- ' . Die englische

* Karlsruhe, 8. April. Das Schlußresultat bei Sanb- wirtschaftskammerwaülen ist folgendes: 16 Vertreter beS klerikalen Bauernvereins, 11 Vertreter der liberalen landwirt­schaftlichen Bezirksvereine und ein Vertreter des Bundes der Landwirte. Da noch 10 Vertreter der landwirtichastlichen Ver- bänbe unb vier Vertreter ber Forst- und Domänenbirektwn hinzu- kommen, ist eine Zentrumsmehrheit ausgeschlosieu.

Stuttgart, 8. April. Die Regierung hat den Standen ein Gesetz betreffend die Errichtung einer Landwixtschasts- tamm er vorgelegt. _------------

Ausland.

Kopenhagen, 8. Apru. längerer Verhandlung in der aus Mitgliedern des Folkeching und des Landsthmg zu­sammengesetzten Kommission über die Regelung des allgemeinen Wahlrechts für Männer und Frauen unter Anwen­dung der Proportionalwahlmethode für die Ge­meindevertretungen, legten heute bet Setter ter Re­gierungspartei, sowie der Wortführer der gemäßigten Linken der genannten Kommission den Vorschlag zu einem UebereintonuTun vor. Dieser Vorschlag kommt in einzelnen Punkten den Wmi- schen der Freiwnseroativeu entgegen. Sv wird als Bedingung riir die Ausübi .ig des Wahlrechts ein einjähriger Auienthalt in der Kommune während des dein jeweiligen Steuer jähre vor- anfgehenden Jahres gefordert. Der Vorichlag fieht ferner der gu-äucn Steuerertö6ungen txiä älete«ni>um an b.e G m-md-- wählcr tz»r. Schli-tztich iuurM .auts d>- WAmtthod- zu Amts- täten verändert, indem die gröberen Gutsbesttzer, welche bisher die Hälfte der. Amtsratsmitglieder währen tonnten, nur meyr ein Drittel der Plätze besetzen dürfen.

London, 8. Aptii. Tie Frauenrechtlerinnen be- schllissen, ihre Propaganda mit List iortzuietzen. linier an­derem werden sie demnächst in Ültännertleibung ms Parla­ment einzudringen versuchen.

P cräus (Griechenland), 8. 2Grll. A,et KönrS von Italien ist hier eingeiroffen. Bei der Ankunft in ^s Königs von GriechenianO richtete der Lurgermeister der Stadt eine Begrüßungsansprache cn i>en ftonig. Jiac^^in.

{taten sodan.i bu Fwni der irhrencompagnie abgeschrnten hatten, begaben sie sich noch dem^königlidfen Palais^E^^^^^^^^^^

ietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Verlag u. Expedition 51

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