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Zweites Blatt
Nr. 181
Samstag 4. August 1906
Giehener Anzeiger
156. Jahrgang
Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.
Die „Giehener Familienblätter" werden dem ^Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der ^hessische Landwirt" erscheint monatlich einmal.
Rotationsdruck und Verlag der Brühl'scherr Univcrsitätsdruckerei. R. Lange, Gießen.
Redaktion, Expedition u.Druckerei: Schulstr.7.
Tel. Nr. 51. Telegr.-Adr.: Anzeiger Gießen.
General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen.
politische Lagesschatt.
Onkel und Neffe.
W. T.-B. verbreitet folgende offiziöse Meldung:
London, 3. August. Wie heute bekannt gegeben wird, gedenkt König Edward am 14. August nach dem Festlande abzureisen und in Kronberg mit Kaiser Wilhelm zu- samm enzu treffen, ivahrscheinlich am 16. August.
König Eduard hat sich also entschlossen, seinen seit der Kaiserreise nach Tanger angehäuften Aerger zu verbeißen und den kaiserlichen Neffen nut seinem Besuch zu erfreuen. Er hat ihn lange genug geschnitten, trotz seiner vielen Reisen, und wenn das Ausland sieht, daß die beiden Herrscher einander persönlich nichts mehr nachtragen, kann das für uns nur zum Vorteil sein. Wir überschätzen den Wert von Mo- narchenentrevuen durchaus nicht, denn man weiß sowohl, daß sie nicht immer von Freundschaft und Herzlichkeit diktiert sind, als auch, daß Freundschaft und Herzlichkeit zwischen Mo- narchen die gleichen Gefühle zwischen den Völkern nicht verbürgen. Es hebt aber unseren Kredit, wenn die alten verwandtschaftlichen Bande zwischen den beiden Herrscherhäusern vor der Welt wieder erneuert werden, und darum mag König Eduard, dem hoffentlich seine Marienbader Kur einige Erleichterung schafft, in Kronberg herzlich willkommen geheißen werden.
»
Erbprinz Ernst zu Hohenlohe-Langenburg.
AuS Berlin, 3. August, werd uns geschrieben:
Der Rock des Regierungsoertreters paßt dem Erbprinzen trotz seines tadellosen Schneiders noch nicht recht. Freilich auch ein auf seinem Posten ergrauter Direktor der Kolonialabteilung würde sich jetzt, wo es Angriffe, Klagen und „Enthüllungen" unaufhörlich regnet, nicht wohl in seinem Rock fühlen. Wieviel mehr nmß der in ganz neue Verhältniffe kommende Erbprinz sich von einem Gefühl der Unbehaglichkeit und Unsicherheit stören laffen. Er kann eben nur immer wieder seinen guten Willen beteuern. Zur Radikalkur in einem selbständigen Kolonialamt versagte der Reichstag die Mittel. Mußte man schon den Arzt bezahlen, so wollte man den Apotheker sparen. Immerhin hat der Erbprinz von Anfang an das Ohr und Vertrauen des Reichstags gehabt, weil er bereitwillig die Anregungen der Abgeordneten beachtet und einstweilen auf die Führung verzichtet. Er seinerseits aber traut dem vielköpfigen Reichstag noch nicht und hat auch keine Veranlassung dazu. Er sieht die Opposition zum Sprunge bereit und weiß noch nicht, auf welche der ihm anvertrauten Beamten sie eS abgesehen hat, und welche er opfern muß, weil sie nicht mehr zu halten sind. Mit klugem Blick verfolgte er im Reichstag jede Stimmung und Bewegung im Hause, wenn er sprach, wie um die Wirkung seiner in nicht gerade fließender Rede — oft mit sichtlicher Unterdrückung anderer, schärferer Worte — abgegebenen Erklärungen zu beobachten. Mit einem gewissen Zwang schien er sich ins Bewußtsein zurückrufen zu müssen, daß nicht der Erbprinz zu sprechen hatte, sondern der nach oben und unten gebundene, verantwortliche Beamte.
Wird er sich als der starke Mann, der vor keiner Konsequenz zurückschreckende „Herkules im Augiasstall" erweisen? Man kann ein Bedauern nicht unterdrücken, daß dieser fleißige, charaktervolle, aus ehrlichem Interesse zur Sache auf seine Unabhängigkeit verzichtende Fürstensohn gerade in einer für die Kolonialabteilung unrühmlichen Zeit berufen wurde, und man muß es ihm hoch anrechnen, daß er selbst in einer Position nicht ersten Ranges auShält.
Der Kaiser hat eine strenge Untersuchung der ganzen Verwalt« ngstätigkeit der Kolonial- abteilung angeordnet. Das war er nicht nur dem deutschen Volke, sondern auch dem Erbprinzen schuldig. Soll ein Mann in leitender Stellung ersprießlich wirken, so muß sein Pult ohne Rückstände und ohne Staub sein.
Das Provisorium in der Kolonialabteilung bis zur Schaffung eines gereinigten Kolonialamtes wäre vielleicht am zweckmäßigsten von einem energischen Juristen ausgefüllt worden. Auch wird unter Umständen durch die Vorkommnisse der geplante Besuch deS Erbprinzen in den Kolonien verhindert, die wichtigste Vorbereitung seiner schweren Aufgabe., Noch ist der Erbprinz ein „unbeschriebenes Blatt". Die Zukunft wird zeigen, ob seine Taten seinen Ankündigungen im Reichstag entsprechen.
*
Der sozialdemokratische Neichstagsabg. Stolle ist in seinem bürgerlichen Berufe Gastwirt. Nun hat er an dem Beschlüsse eines Gastwirteverein§ mitgewirkt, den Bierpreis zu erhöhen. Natürlich ist das mit der Erhöhung der Biersteuer begründet worden. Die Gastwirte erklären aber, die erhöhte Steuer nicht tragen zu können. Stolle äußerl'- in einer Volksversammlung zu seiner Recht- fertigung u. a., ein Bierkrieg sei ungerechtfertigt und schädige nicht nur die Wirte und Bauern, sondern auch viele mit Wirten in Beziehung stehenden CrwerbSzweige.
Dieses Verhalten des Abg. Stolle hat nun unter seinen Parteigenossen große Entrüstung hervocgerufen. So schreibt z. B. die in Chemnitz erscheinende „Volksstimme":
»Sollte sich Genosse Stolle, der unseres Wissens trotz der drückenden Lage des Gastwirtsgelverbes keineswegs am Hungertuche nagt, wirklich so ausgesprochen haben, dann hätte er zwar das Interesse der Brauereien und Gastwirte vertreten, aber das Interesse der Proletarier, die ihn in Zwickau in den Reichstag gewählt haben, aus dem Auge gelassen. Und für deren Interesse hat nach unserer Auffassung ein Sozial- demokrat in allererster Linie zu stehen."
In dieser Beweisführung steckt eine große Konfusion. Die Biersteuererhöhung ist von den Sozialdemokraten besonders aus dem Grunde bekämpft worden, weil sie die-Masse der wirtschaftlich weniger Leistungsfähigen treffe; denn die Umwälzung der Steuer sei sicher und unvermeidlich. Nun
aber, da em Gastwirt kommt und die Steuer wirklich abwälzt, machen ihm die Genossen dies zum Verbrechen. Und von der anderen Seite betrachtet: Wenn inan annimmt, daß die Brauer und Wirte imstande seien, die höhere Steuer selbst zu tragen — und das ist doch die Voraussetzung der Ausführungen, die da? sächsische sozialdemokr. Blatt macht — so entfällt der hauptsächlichste gegen die Steuer geltend gemachte Grund, und die Steuererhöhung erscheint gerechtfertigt durch die Argumentation der Sozialdemokraten. So unlogisch in einer ganz einfachen, durchsichtigen, wirtschaftlichen Frage zu verfahren — wie verträgt sich das mit dem Stolze dec Sozialdemokraten, eine .wissenschaftliche Partei" zu fein?
Da der Abgeordnete zu den Revisionisten und Opportunitätspolitikern gehört, auch zum Beispiel in der Frauenfrage gar nicht „waschecht" ist, sondern mehr bürgerlich denkt, so könnte der Angriff auf ihn vielleicht weitere Folgen haben. Einem Revisionisten wird eben von den Radikalen nichts geschenkt.
Aus Stadt und Land.
Gießen, den 4. Aug. 1906.
** Große Gefechtsübungen, an denen das Kaiser Wilhelm-Regiment und das 1. Bat. der 186er teilnahmen, begannen am Freitag in der Frühe im Lahn- und Kleebachtal, wobei es sich in erster Linie um bie Uebec- gänge über die Lahn handelte. Die Gegner waren gebildet aus dem 1. und 2. Bat. 116er (Rot) einerseits, dem 3. Bat. 116er und dem 1. Bat. 168er (Blau) andererseits, beiden Parteien war eine Schwadron der Hanauer Ulanen zugeteilt. Die rote Partei wurde zuerst von Obersten von Lindenau, später von Major von Wunsch, und die blaue von Major Buchholtz-Butzbach befehligt. Zu der überaus interessanten Uebung waren u. a. der Befehlshaber des 18. Armeekorps, Exzellenz von Eichhorn, der Divisionskommandeur Freiherr von Gall und der Brigadekommandeur Graf Bünau erschienen. Das Regiment 116 rückte schon nachts um 1 Uhr, bezw. 2 Uhr über Heuchelheim, Windhof und Abendstern vor. Die rote Partei hatte die Aufgabe, eine feindliche Abteilung über die Lahn nach Süden zu werfen und die Uebergänge zu erzwingen. Das 1. Bat. hatte den rechten Flügel und marschierte über Forsthaus Haina bei Rodheim, das zweite Bat. über die alten Schanzen am Kahlenberg nördlich von Kinzenbach. Dort wurde auch gegen Morgen Kaffee gekocht. In den Waldungen um die Höhe 353 entwickelte sich dann das Gefecht gegen die feindliche Partei, die vorerst aus dem 3. Bat. 116er bestand. Dieses wurde gegen Atzdach und Dorlar zurück gedrängt und mußte hier die Lahn überschreiten. Da angenommen wurde, daß der Feind die Lahnbrücken gesprengt hatte, so wurde bei Dutenhofen eine Pontonbrücke geschlagen, über die das 1. und 2. Bat. 116er nachrückte. Inzwischen waren die 168er aus Butzbach in Eilmarsch über Pohlgüns und Langgöns hrrangekommen, und so kam es auf den Höhen südlich des Lahntals zwischen Dutenhofen, Allendocf und Münchholzhausen abermals zum Gefecht. Die rote Partei, verstärkt durch markierte Artillerie, stürmte die Höhen und schlug den Gegner über Lützellinden zurück. Um 12 Uhr wurde das Gefecht abgebrochen und die Truppen schlugen ihr Lager auf, Rot zwischen Lützellinden und Münchholzhausen, Blau bei Rechtenbach. Es wurde dort abgekocht und nach dem Essen wurden Schützengräben aufgeworfen. Die Mannschaften hatten dann nach den sehr anstrengenden Gefechtsmärschen mehrere Stunden Zeltruhe. Die Hitze war sehr groß, trotzdem kam kein Unfall vor. Nachmittags trat Regenwetter ein. Die beiden Biwaks wurden gegen abend von zahlreichen Schlachtenbummlern besucht. Die Truppen blieben nachts über im Alarmzustand, das Gefecht wurde um Mitternacht'wieder aufgeuommen. Es soll wieder um die Lahnübergänge gekämpft werden. Die Hanauer Ulanen sind in Lützellinden und Rechtenbach einquartiert. Korps-, Divisions- und Brigadekommandeur, sowie Oberst von Lindenau haben in Lützellinden Quartier bezogen, wo heute nachmittag die Kapelle der 116er konzertierte.
** Die Jubelfeier des 60jährigen Bestan- d e s des Kartellverhältn.isses zwischen der S a x o- borussia zu Heidelberg und der Starkenburgia zu Gießen fand am 31. Juli und 1. August inHeppen - heim a. d. B-, wo das Gießener Korps Starkenburgia mit seinen alten Herren schon so manche Stiftungsfeier festlich begangen hat, unter Beteiligung von Vertretern des beiderseitigen Kartellkorps Saxonia zu Güttingen statt. Das Fest begann am Dienstag abend mit einem gemeinschaftlichen Abendessen der Aktiven und Inaktiven beider Korps, an das sich der Festkommers anschloß, welchem der 1. Chargierte des älteren der beteiligten Korps, Saxoborussia, Stud. Freiherr Hehl zu Herrnsheim von Wornts, präsidierte. Er feierte in beredten Worten die Bedeutung des Tages unb kommandierte aus ein ewiges Fortbestehen des langjährigen innigen Kartell- Verhältnisses der drei beteiligten Korps einen Salamander; während der 1/Chargierte der beteiligten Korps, Stud. Beckler, seinerseits dem Kartellkorps, welches die Anregung zu dem Fest gegeben hatte, hierfür dankte und auch seinerseits auf das weitere Gedeihen und Blichen des Kartellverhältnisses, sowie der drei beteiligten Korps toastete. Am Mittwoch vormittag ging es in gemeinschaftlichem Zug auf die Ruine Starkenburg, auf der unter den Klangen der Heidelberger Zivilkapelle ein Frühschoppen sämtlicher Festteilnehmer stattsand. An diesen schloß sich ein Frühstück int großen Saale des Gasthauses „Zum halben Mond" und hieran ein Konzert der Musikkapelle im Garten des Gasthofes.
x Hochelheim, 3. Aug. Hier brannte gestern die Stallung deL Landwirts Mack nieder. Das Feuer fand an den Heuvorräten reichlich Nahrung.
= Bad-Nauheim, 3. Aug. Bis zum 2. Aug. sind 206 59 Kurgäste angekommen, wovon an genanntem
Tage noch 6080 anwesend waren. Bäder wurden bis zum 2. Aug. 262 399 abgegeben.
8. Dutenhofen, 3. Aug. Heute abend gegen halb 6 Uhr entlud sich das über unfern Ort heraufziehende Gewitter und ein Blitz strahl traf einen großen Birnbaum unmittelbar am Jagdschlößchen derart, daß er von oben bik unten in drei Teile zerlegt wurde. Eine gerade des WegL kommende Slbtcilung Soldaten war etwa 10 Meter von der Stelle entfernt, als der Blitz herniederfuhr.
(?) Münchholzhausen, 3. Aug. Heute feierte unsere Gemeinde das 50jährige Dienstjubiläum unseres alten Lehrers Althaus, der seine gesamte Amtszeit als Lehrer, Organist unb Kantor der hiesigen Gemeinde verlebt hat. Eingeleitet wurde die Feier am gestrigen Abend vom hiesigen Kriegerverein, dessen Gründer und Vorsitzender Herr Althaus ist. Der Jubilar verwaltete auch lange Jahre lfindurch die Kassengeschäfte des Kreis-Kriegerverbandes Wetzlar. Heute morgen vermochte unser Kirchlein nicht aHe die vielen Gäste aufzunehmen, welche zu Ehren des Tages herbeigeeilt waren. Geh. Regierungs- und Schulrat Auder- son-Koblenz, Superintendent Wieber-Aßlar und Kreisschul- inspektor Geibel feierten in markigen Worten die langjährigen Verdienste des treuen Lehrers. Auch die Kollegen suchten die Feier durch mehrere Chöre zu verschönen. Herr Anderson überreichte sodann den Hohenzollemschen Hausorden mit der Zahl 50. Die Lehrer übergaben eine goldene Taschenuhr, die Gemeinde bie dazu gehörige goldene Kette und die Kirchengemeinde einen segnenden Christus. Ae Fortsetzung der Feier wurde im Gasthaus „Zum australischen Hofe" gehalten. Für den nächsten Sonntag ist noch ein großes Volksfest vorgesehen. Der Jubilar wird mit denk 1. Oktober in den Ruhestand treten._____________________
Vermischtes.
* Unwetter. Am 2. Augu,r herrschte in allen Teilen Englands ein orkanartiger Sturm. Vielenorts wurden die Straßen durch die niedergehenden Wassermassen in reißende Ströme verwandelt. Eisenbahnzüge konnten nicht verkehren und überall wurde ungeheurer Schaden angerichtet. Viele Personen wurden durch Blitzschläge getötet. — Aus Epinal (Frankreich) wird berichtet: Durch einen Sturm riß das Seil eines Militär-Fesselballons entzwei und der Ballon flog in östlicher Richtung weiter. Im Ballon befanden sich drei Offiziere, über deren Schicksal man Befürchtungen hegt, da sie keinerlei Instrumente bei sich haben.— Am 2. August sind in ganz Steiermark schwere Gewitter niedergegangen, welche großen Schaden anrichteten. Ein vor dec Strafanstalt zu Karlau stehender Soldat wurde von einem Blitzschlag getroffen und ihm beide Füße gelähmt.
* kleine Tageschronik. In Schweinfurt fielen die beiden Tochter des Gasarbeiters Müller von der Landungsbrücke des Ruderklubs in den Main und ertranken. — Bei Rinteln verunglückte beim Kornschneiden auf schreckliche Weise der Sohn des Besitzers des Bögerhoss. Um sich auszuruhen, stützte er sich auf eine Sense, fiel jedoch plötzlich, vermutlich infolge der Hitze um und zwar so unglücklich daß ihm die Sense durchs Herz drang. Er war sofort tot. — Eine Gesellschaft von Turisten bestehend aus dem Berliner Akademiker Heinrich Sigert und einem Kaufmann sammt seinen Söhnen aus Hannover, ist vom Großglocknerabge stürzt und ziemlich schwer verletzt worden.
AllSslltz MS den Ataudeggmtsr'egistttll der Stadt Hießen.
Aufgebote.
Juli. 24. Wilhelm Kröck, Dachdecker dahier, mit Elisabethe Rinn tn Heuchelheim. 26. Oskar Moses Laredo, Kaufmann in Würzburg, mit Elise Marcus dahier. 27. Dr. Otto Diehl, prakt. Arzt in Biebesheim, mit Emilie Windhaus dahier. 28. Johannes Zimmer, Taglöhner in Allertshausen, mit Helene Krieb dahier. 30. Heinrich Röhm, Glaser dahier, mit Wilhelmine Herr Hierselbst. August. 1. Karl Straub, Eisendreher dahier, mit Susanne Heuß Hierselbst.
Eheschließungen.
Juli. 28. Michael Beith, Schutzmann in Bad Nauheim, mit Lina Büttner dahier. 28. Emil Kimpel, Metzger dahier, mit Elisabethe Lepper Hierselbst. August. 1. Heinrich Wsnderoth, Stationsgehilfe dahier, mit Justine Ochs Hierselbst.
Geborene.
Juli. 22. Dem Feldwebel Ludwig Raab ein Sohn, Kurt Willy Gustav Ernst. 24. Dem Stuckateur Friedrich Vollmer eine Tochter, Erna Anna. 24. Dem Dachdeckermeister Heinrich Ruckstuhl ein Sohn, Adolf. 25. Dem Viehhändler Joseph Stern eine Tochter, Ilse. 26. Dem Gastwirt Johann Georg Seipp ein Sohn, Georg. 26. Dem Kellner Alexander Hermann Herr ein Sohn, Heinrich Hermann. 27. Dem Lokomotivheizer Hermann Krause eine Tochter, Martha Ida. 27. Dem Ober-Postassistenten Karl Flohr ein Sohn, Fritz August. 28. Dem Bahnschlosser Friedlich Schneider em Sohn, Heinrich Erich Karl. 28. Dem Kaufmann Ferdinand Nennstiel ein Sohn. 29. Dem Brauer Ludwig Fien eine Tochter, Anna Elisabeth. 30. Dem Hilssbremser Heinrich Hedrich ein Sohn.
Gestorbene.
Juli. 27. Johann Ludwig Kloos, 1 Monat alt, Sohn des Fuhr-manneS Ludwig Kloos dahier. 28. Elisabethe Christine Schneider, 1 Jahr alt, Tochter des Fuhrknechts Karl Schneider VI. dahier. 29. Johanna Böck, geb. Treßer, 76 Jahre alt, Witwe des Schreiners Christian Böck dahier. 30. Johanna Mathilde Heger. 14 Tage alt, Tochter des Geschaitssührers Friedrich Heger dahier. 30. Hedrich (noch ohne Vornamen), 2 Stunden alt, Sohn des Hilssbremsers Heinrich Hedrich dahier. 31. Margarete Seid, geb. Beichert, 53 Jahre all, Witwe des Kreisschnlinspektors Schulrat L P. Philipp Seid dahier.
handel und Verkehr, Volkswirtschaft.
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