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Erstes Blatt
Mummer
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156. Jahrgang
- Die Gärung in Rußland.
In dieser Woche hat Stolypin ernstlich versucht, durch Heranziehung bekannter Nichtbureaukratcn in seinem Kabinett seine Stellung in den Augen Rußlands und der ganzen Welt zu befestigen. Einer halbbureaukratischen, halb nicht» bureaukratischen Regierung würde es — meint Stolypin — vielleicht gelingen, das Volk genügend zu beruhigen, um mit Hilfe verschiedener Reformen Ordnung und Ruhe zu schaffen. Der Minister-Präsident verhandelte mit verschiedenen Mitgliedern der Partei der friedlichen Erneuerung (früher Oktoberverband). Wir meldeten bereits, daß Fürst Lwoff den Posten des Landwirtschastsministers, Graf Heyden den des Reichs- Kontrolleurs und Gutschkow den des Handels- und Industrie- Ministers bekleiden sollten. Jetzt aber sind die Verhandlungen über den Eintritt von Nichtbureaukraten in das Kabinett ins Stocken geraten, Graf von Heyden ist au seinen Landsitz ab gereist und außer ihm hat auch der Senator Koni den ihm angebotenen Ministerposten abgelehnt. Die Lage des KabinetSchefs ist nun kritisch. Stolypin soll seinen Mißmut darüber ausgedrückt haben, daß die Herren allerlei Gründe angaben, welche sie an ihrer Beteiligung an. der Kabinetsbildung verhindern. Der Kabinets- chef soll ferner geäußert haben, wenn e§ nicht anders gehe, werde er das Kabinett durch Bureaukraten vervollständigen.
Inzwischen vertieft sich die revolutionäre Bewegung. Das Wiborgmanifest wird in hunderttausenden von Exemplaren verbreitet und erweckt allgemeines Aufsehen. Der Minister des Innern erließ zwar eine Verordnung, wonach alle Druckereibesitzer sich schriftlich verpflichten müssen, kein Exemplar des Aufrufes zu drucken, da sonst die Druckereien unvermeidlich geschlossen würden. Aber auch das wird wenig nützen.
Von ernstester Bedeutung ist die Bewegung in der Armee, die die Sozialrevolutionäre mit allen Mitteln nun auch in Petersburg fördern wollen. Die militärische Bewachung der Straßen und der öffentlichen Gebäude dort, darunter der Post- und Telegraphenämter, ist erheblich ver- tärkt worden. Seit Donnerstag abend wird die Newa in )er Nacht von einem auf der baltischen Werft liegenden Kreuzer aus durch Scheinwerfer beleuchtet. Die Kriegsschiffe md Jachten erhielten den Befehl, sich in voller Kampfbereit- chaft zu halten. Der von dem Streikkomitee beschlossene Generalstreik scheint sich im Gegensatz zu den starken Zweifeln, die bisher darüber geäußert wurden, doch zu verwirklichen. Ec soll bei Gelegenheit der Ueberführung der Leiche des früheren Dumaabg. Herzen st ein nach dem Nikolaibahnhof beginnen. Die Bevölkerung ist erregt über die standrechtliche Erschießung einiger Meuterer in Kronstadt. Den Verkehr auf den Hauptbahnen hofft man mit Militär aufrecht 311 erhalten. Im Arbeiterviertel am Nordufer der Newa haben Arbeiter Unruhen bereits begonnen. Militär und Polizei wurden in großer Zahl dorthin entsandt. In Narva und den Vorstädten soll, wie es heißt, schon heftig zwischen Truppen und den Ausständigen gekämpft werden. Die Zahl der letzteren beläuft sich auf 15 000. Die Ausständigen erhalten ständig aii§ den Fabriken und namentlich von Tramwaybeamten Verstärkungen.
In Kronstadt fist augenblicklich die Ruhe wieder her- gestellt. Während der Meuterei wurden furchtbare Grausamkeiten verübt. Unter den durch rot-weiße Armbinden gekennzeichneten Anführern des Aufstandes bemerkte man auch weibliche Personen. Der Kapitän Krinitzky, der zur Ruhe aufforderte, sollte auf der Straße von den Revolutionären hingerichtet iverden und wurde noch iin letzten Moment gerettet. Der Revolte lag em sehr gut ausgearbelteter Plan
Deutsches Reich.
Swinemünde, 3. Aug. Der Kaiser und bie Kaiserin unternahmen heute eine längere Segelfahrt an Bord der Iduna.
Berlin, 3. Aug. Wie die ,9L®.(£.4 aus guter Quelle hört, ist seit dem letzten Zusammentreffen des Kaisers mit dem Herzog von Cumberland bei der Trauerfeier für den König von Dänemark der Gegensatz zwischen den beiden noch schärfer geworden und zwar lediglich durch das schroffe Benehmen deS letzteren. Der Kaiser hatte dem Herzog einen ersten Besuch gemacht, indem er einem in dem gleichen Palais wie der Herzog wohnenden Verwandten seine Aufwartung machte, wobei dann der Herzog erschien, aber kaum ein Wort sprach. Um den Gegenbesuch hat sich der Herzog dann aber in der Weise herumgedrückt, daß er einem Hoflakaien seine Karte für den Kaiser in einem Momente gab, wo dieser sich nicht in seinem Zimmer aufhielt, was der Herzog gewußt haben soll. Der Kaiser, sagt man, werde es wohl in Zukunft vermeiden, dem Herzog irgendwo wieder zu begegnen.
— Der .Reichsanz." veröffentlicht die Verleihung deS Schwarzen Adlerordens an den bisherigen Chef des Marinekabinetts Admiral Senden-Bibran.
— Der Herzog von Sachsen-Koburg und Gotha hat aus Anlaß der Geburt des Erbprinzen eine Amnestie erlassen, durch welche alle Strafen wegen Majestäts- oerbrechen, Vergehen gegen die Staatsgewalt, Vergehen
der Kaiser in solchen Sachen keinen Spaß verträgt, ist man in gewissen Kreisen der Meinung, daß der Minister sich nun doch wird entschließen müssen, — vielleicht erst Herbst — sein Portefeuille in die Hände des Königs zurückzulegen.
Der Fall Fischer wird auch von neuem die öffentliche Aufmerksamkeit auf den Wirkl. Geh. Legationsrat a. D. Hellwig lenken, der vor einigen Monaten in den Ruhestand getreten ist. Geheimrat Hellwig dürfte zweifellos, so behauptet wenigstens einer unserer Berliner Mitarbeiter, von Unregelmäßigkeiten in der Geschäftsführung des Bekleidungsamtes beim Oberkommando der Schutztruppen Kenntnis gehabt haben. Es hat seinerzeit einiges Aufsehen erregt — und jst auch in den Kommissionsverhandlungen des Reichstages zur Sprache gekommen, daß Geheimrat Hellwig sofort nach seiner Verabschiedung in den Aufsichtsrat der Eisenbahn-Bau- firm a L e n z eintrat (die u. a. den B h n b a u L ü d e r i tz- bucht Kubub ausführt) und jetzt als der chancenreichste Kandidat für den Berliner Direktorposten der neuen Kamerunbahn gilt. Geheimrat Hellwig hat übrigens sein frühes Ausscheiden aus dem aktiven Reichsdienst damit erklärt, daß sein Verhalten als Staatsanwalt in der Peters- Angelegenheit ihm neuerdings den Vorwurf der persönlichen Animosität und übertriebenen Schärfe eingetragen habe. Tatsache ist, daß Geheimrat Hellwig noch unlängst, d. h. vor etwa drei Jahren, erklärt hat, er würde „eher seinen Abschied nehmen, als Dr. Karl Peters wieder als Reichskommissar und gleichberechtigten Kollegen begrüßen."
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Kerr v. Hippclskirch.
Die gestrigen Berliner Mendblätter veröffentlichen eine Erklärung des Herrn v. Dippelskirch, des geschäfts- sührenden Inhabers der Firma Tippelskirch u. Cv., in der im Gegensatz zu den Gerüchten, die Firma habe dem Vorstande des Bekleidungsamtes bei der Kolonialverwaltung, Major Fischer, jahrelang Darlehen gegeben, deren unbeglichene Höhe derzeit etwa 100 000 Mark betrage, festgestellt wird, daß die Firma dem Major Fischer niemals Darlehen gegeben, auch niemals Geldzuwendungen in irgend welcher Form gemacht habe.
Vor etwa sieben Jahren, so fährt Herr v. T. fort, war der damalige Hauptmann Fischer unverschuldet in eine schwierige wirtschaftliche Lage geraten, weil seine kranke, später entmündigte Frau, hinter seinem Rücken Schulden in hohen Beträgen kontrahiert hatte. Der unterzeichnete Mitinhaber der Firma v. Tippelskirch, der mit Fischer als Aftikaner seit Jahren 6efreunbet war, trat damals mit Freunden des Fischer zusammen, um zu erwägen, was zu geschehen habe, um eine Katastrophe abzuwenden. Das Ergebnis der Beratung war, daß ein alter angesehener Afrikaner, der mit Fischer in der Wiß- mann-Truppe gestanden hatte, 3000 Mark und der Unterzeichnete 2000 Mark zur Verfügung stellte, dabei aber vorgab, das Geld habe ein anderer dergegeben.
Jeder Hintergedanke, so heißt es dann weiter, ser ausgeschlossen gewesen, ebenso bei einem Darlehen von 2000 Mark, das er Fischer einige Jahre später gab. Ferner erklärt v. Tippelskirch gegenüber der Behauptung, infolge der finanziellen Abhängigkeit Fischers von der Firma habe dieser der Firma das Lieferungsmonopol für die Tropenausrüstungen für die Schutztruppen zugewendet, wodurch der Firma ungebührlich hohe Gewinne und dem Reiche Schaden erwachsen sei, die Lieferungsverträge seien mit der Leitung der Kolonialverwaltung geschlossen worden. Die Bedingungen seien jedesmal das Ergebnis sehr genauer Prüfungen und Kalkulationen gewesen, wobei unparteiische Korporationen mit- wirkten.
Wesentlich anders als diese Darstellung des Herrn v. Tippelskirch lautet die Mitteilung, welche der „B. Z." von gut informierter Stelle zugeht. Vor allem fällt es jener Stelle auf, daß Herr v. Tippelskirch sich zu feiner Erklärung so unendlich viel Zeit gelassen hat. Bei der Vernehmung haben die Herren v. Tippelskirch und die Teilhaber der Firma anfangs glattweg bestritten, daß dem Major Fischer von ihnen überhaupt Darlehen gewährt worden sind. Erst nach und nach, als ihnen die einzelnen Fälle vorgehalten wurden, gaben sie es schließlich zu. Der in dem Schreiben genannte Afrikaner, welcher angeblich an den dem Major Fischer gewährten Privatzuwendungen beteiligt gewesen ist, ist ebenfalls ein Teilhaber der Firma Dippelskirch. Auch die vielen anderen Herren, die zugegebenermaßen dem Major Fischer mit mehr oder minder größeren Beträgen unter die Arme gegriffen haben, waren ausnahmslos Teilhaber der Firma Tippelskirch. Am auffallendsten ist die Tatsache, daß die größte Darlehns summe, die Major Fischer jemals von seinen Freunden erhalten hat, gerade in das Jahr 1899 fällt, in welchem die Verträge mit der Firma Tippelskirch erneuert worden sind. So weit die B. Z.
Der „alte angesehene Afrikaner" war wohl der bei der Firma Dippelskirch beteiligte Legationsrat Dr. Bu- miller. Herr v. Tippelskirch beruft sich darauf, die .Verträge seien mit der Leitung der KolonialverwaLung geschlossen; es fiel jedoch das Gutachten des Majors Fischer entscheidend ins Gewicht.
Warum ist nun trotz der .Versicherungen des Herrn v. Tippelskirch Fischer unter dem schweren Verdacht, Bestechungen empfangen zu haben, verhaftet tvorden? Und warum ist die Haft bis heute aufrechterhalten? Wenn weiter nichts vorlag gegen den Major Fischer, als das, was Herr v. Tippelskirch berichtet, so würde eine solche Maßregel nicht verständlich erscheinen. Die Behörde, welche L Jlnterf ud)ung führt, muß doch wohl die Sachlage als nicht so einfach und harmlos ansehen.
BeMhtung verdient auch, was der Vorwärts schreibt:
Jcao) uns gewordenen Informationen bezog Fischer ohne Remuneratwnen und Extravergütungen ein. Einkommen von 8000 Amck und nach seinem vor zwei Jahren erfolgten Avancement zum MZor 10 000 Mk. Diese festen Bezüge von 8 resp. 10000 Mk. erhöhten sich noch durch öftere Jnspettionsreiseu nach Hamburg, für deren ie^ er extra 150 bis 200 Mark liquidierte, sowie Reisen nach Kapstadt und Swakopmund (zum Zwecke der Ab- Wf. ledesmal extta 4000 Mark Entschädigung erfnelt. ^tnenb Major Fischer sich bei seinen Beziehungen zur Firma Tippelskirch lange sehr gut stand, bekam einem I
1 aVVn, ein ähnlicher Versuch, seine Geschäftsverbindung zu Tippelskirch auszunuhen, sehr schlecht. . . . Dieser ZaUmeyter-Aspirant, der sich in einer momentanen Notlage befand, hat sich von dem Kassierer der Firma Tippelskirch uuter Berusung auf eine angebliche Verständigung mit dem Chef der Frrma 200 Mark Darlehen auszahlen lassen. Diese Ge- bcfdSfLber- 5"irma Qn bie Oeffentlich- kert, Der bloßgestellte Darlehnsbedürstige beging in seiner Verzweiflung Selbstmord.
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Et der Firma Tippelskirch bleibt übrigens der Namen des Ministers v. Podbielski verknüpft, da seine stille 'Teilhaberschaft an der Firma, die unter dem Namen der Gattin des Ministers besteht, von unterrichteter Seite nie» rmals bestritten worden ist. Es ist zwar möglich, daß Herr w. Podbielski von dem Abhängigkeitsverhältnis des Majors Mischer zu Herrn v. Tippelskirch nichts gewußt hat; immer- hm ist es peinlich und für die Staatsautvrität schädlich, Wenn der Name eines Ministers auch nur mit einem Schein
aber schlecht ausgeführt. Um Mitternacht brach die Revolte weit außerhalb Kronstadts bei der Festung der Torpedo-Kompagnie aus, die über ihre Offiziere hersiel und sie ermordete. Gleichzeitig sammelten sich am entgegengesetzten Ende dec Insel an 2000 bewaffnete Arbeiter, die nach dem Zentrum der Stadt zogen, um die Arsenale in ihren Besitz zu bringen. Schließlich zogen von einer dritten Seite Matrosen-KommandoS heran. Wenn alle diese drei Teile streng nach dem Plan vorgegangen wären, so hätten sie sich ohne Schwierigkeit der ganzen Festung bemächtigen und Peterhof und Oranienbaum bombardieren können. Durch das energische Vorgehen des Grafen Adlerberg wurde das Zentrum der Meuterei sofort gesprengt und der Plan vereitelt. Kontreadmiral Beklemytschew ist seinen Wunden erlegen.
Ju Helsingfors dauert der Kampf zwischen der roten Garde und der aus Konstitutionalisten bestehenden Weißen Garde fort. Es gab beretts viele Tote. Der Eisenbahnverkehr ist noch immer stark bedroht von Revolutionären, die den Zuzug von Militär verhindern können.
Svea borg ist in den Händen des Kommandanten; au fden Forts herrscht wieder Ordnung. Die Zahl der Opfer wird auf 100 angegeben. Auf der Reede liegen die Kriegsschiffe „Zesarewitfch", „Bogatyr", „Sslawa" und ein Minenkreuzer. Die Meuterer von Sveaborg haben den O b e r st e n N 0 t 0 r 0 w, als dieser sich weigerte, die Insel zu verlassen, zu Tode geprügelt und den General Akejew schwer verwundet. Auf Befehl des Kaisers soll den Abzuurteilenden kein Pardon gewährt werden.
Die Mannschaft des Kreuzers „Asin", welche nach Abo entsandt worden war, meuterte unterwegs. Ter Kreuzer, auf dem die rote Flagge gehißt wurde, ist nach Sveaborg abgedampft.
Ferner wird bekannt, daß das m e u t e r n d e Kriegs- schiff „Pamatt Azowa" sich in die Ostsee geflüchtet hat. Es wird von drei Dampfern und mehreren Torpedos verfolat. Wie ein Reval er Blatt meldet, ist dort das Torpedoboot 106, welches sich geweigert hatte, dem Panzerkreuzer „Pamatt Atzowa" zu folgen, nach Reval durchgebrochen. Die Mannschaften der übrigen Kriegsschiffe im Revaler Hafen sind an Land gegangen und haben im Walde Schutz gesucht. Den Kreuzer „Mbrek" hat die Mannschaft am Ufer anlaufen lassen. Auf dem „Pospeschin" hat die Besatzung die Heizung gelöscht. Nach anderen Revaler Privatmeldungen kam es zwischen den Meuterern und den loyalen Regierungsttuppen zu blutigen Kämpfen. Die revolutionäre Partei ist im Einverständnis mit den Meuterern und veranstaltet einen regelrechten Aufstand. 160 Sozür listen, welche an diesen Kämpfen teilnahmen, wurden in eine Falle gelockt und von Regierungstruppen niedergeschossen. Schließlich wurden Meuterer und Revoluttonäre von den Regierungstruppen auseinandergejagt.
Sewastopol ist gleichfalls in vollem Aufvuhr. Vier Kriegsschiffe und zwei Torpedoboote befinden sich in Meuterei.
In Paris ist das Gerücht verbreitet, der Zar habe angesichts der immer mehr wachsenden Unruhen seinen Vertrauten gegenüber Ab dan kn n gs-Gedan ken geäußert. Die Kaiserin soll ihn hierin unterstützen, in der Befürchtung, daß ihr Gemahl sonst über kurz oder lang durch Verbrecherhand fallen werde. Das Gerücht will sogar wissen, Stolypin sei in dieser Sache bereits nach dem Kaiserpalast befohlen worden. — „Grl Blas" tischt seinen Lesern wieder einmal die Hundstagsmeldung auf, der deutsche Kaiser habe, als die Lage in Helsingfors kritisch wurde, dem Zaren seine Hilfe ana-eboten.
Auf Verfügung des Hausministers Baron Frederiks muß die Jacht des Zaren, „Standard", spätestens am 13. August seeklar sein.
In Genf beschlagnahmte die Polizei ein dort redigiertes, aber in Frankreich gedrucktes Blatt „L'Aktion anar- chique", worin die russischen Revolutionäre aufge- fordert werden, den Zaren zu ermorden.
Nr. 181
Erscheint täglich außer SonnlagS.
Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem besfischrn Landwirt die Siebener Familien- blätter viermal in der Woche beigelegt.
Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Univ ers.-Buch-u. Steindruckerei. R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei:
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Verlag u.Exped.^^51 Adresse für Depeschen: «uzeiger Gießen.
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So,'ia WilF 1 Granit 7 16. 6en ds'n
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^'s'lsch-Polen veranlaßten :h9e Verstärkung der 7 Grenze anzuordnen; der Wachtdienst verstärkt. Ausstand der Arbeiter ttoben Ausschreitun- deitswillige, die beschimpft 'lt»eibeamter in Zivil, Qte, wurde von den Allste, tätlich anqeqrissen und stritte mißhandelt, mristen Blenk aus Kempen . und ein Gepäckträger, die b er st darf einen gesähr- werden vermißt.
: Petersb. Telegr.-Aa. wird lekoimnenen Unruten Folgen- lltierten die Soldaten der teten den Kommandeur, v, den Gehilfen, Kapitän Mutter, sowie die 5. Die Meuterer marschiw 00 sie den Kommandeur :obrere anbete Ossi. DaoenichnMn ein frerr- itn Meuterern an > Kw- itatoren in bürg* W’ ten einen Fesinnys- dem Fort Konstmvn fferiilen sich weigerten, M n sie Wnommen irnb M eiang es oder, Verschlüsse M >inen. Nachdem bre Wem ’ die tote Magge unb gaben mrbc vom Damme aus M £ der Garde-Wülmeg^ cutercr das Feuer, dann
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Samstag 4. August 1906
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