kümmern? Das darf in ihrem Berufe nicht liefen, fonbern da alles so freudig bereit war, musikalisch und rezitatorisch mitzuwirken, und alles so dankbar das Gebotene ausgenommen Hatz da stimmt auch sic in diesen allgemeinen Dank im 9?amen der Hörer ein. Kunsteisrige und kunstfreudige Dilettanten waren es falt ausnahmslos, die sich hören liehen und hö-en lassen konnten. Es ist ein alter und fraglos guter Brauch der Vresse, über Kunstliebhaberleistungen die Allgemeinheit nur referierend zu unterrichten. Und so sei es auch heute. Der viele Beifall ermunterte zu großer Gebesreudigkeit. Ja cs wurde eine solche skulle geboten, daß sie die gewöhnliche Zeitspanne eines musikalisch-rezitatorischen Unterhaltungsabends überschritt. Allen Mitivirkenden ein Kompliment! Uebcr dem ganzen Arrangement schwebte der Geilt edler Schönheit, wahrer Freude an und Heller Begeisterung für die Kunst.
"Kronbauer-Ouartett-Berein. Das Wohltätigkeits-Konzert am 11. Februar hat dem schönen Zweck die Summe von 1012.74 Mk. zugeführt.
•• Ein Wandervogel. Einen hiesigen Bäckerlehrling hatte am 21. l. Mts. die Wanderlust plötzlich so ergriffen, das; er kurzer Hand seinen Brotkorb in einem Hause bei der Kundschaft stehen lieh und in die Weite zog. Von dem erlösten Gelbe für bie ausgetraaenen Backwaren kaufte er sich zunächst einen Revolver nebst Patronen und so ausgerüstet kam er in Frankfurt an. Hier gebot ihm bie Polizei Einhalt unb gab ihm Gelegenheit, über seine Neise- erlebnifse nachzudenken, nachdem sie ihm das gefährliche Spielzeug abgenommcn hatte.
** Vom Vogelsberger Höhenklub. Wir erhalten dom Vorstand des hiesigen Zweigvereins Taufstein des Vogelsberger Höhenklubs folgende Zuschrift:
„In Nr. 49 Ihres geschätzten Blattes von^ 19. Febr. b. findet sich ein Eingesandt, in welchem der Schreiber für die touristische Hebung unseres Vogelsbergs eintritt. So sympathisch wir selbstverständlich solchein Bestreben gegenüberstehen, so wenig kann uns die Art und Weise befriedigen, wie dies in dem besagten Eingesandt geschieht. Dah noch manches in dieser Hinsicht geschehen kann, geben wir gerne zu, doch weisen wir aufs entschiedenste die Angriffe zurück, die dort auf den Vogelsberger Höhenklnb wegen seiner angeblichen Untätigkeit gemacht werden. Der Verein hat in den letzten Fahren alles getan, was er bei seinen immerhin bescheidenen Mitteln tun konnte. Die Erbauung eines modernen Gasthauses, das der Einsender in seiner etwas voreiligen.Phantasie auf dem Hoherodskopf entstehen läßt, kann nicht eher in Erwägunb gezogen werden, als bis der Matz noch viel mehr wie seither in der guten Wandertest ausgesucht wird. Eine Hebung des Skilaufs, wenn sie auch in dem großen Maßstab gelänge, wie sich das der Einsender denkt, wäre nur ein unzureichendes Mittel. Weit besser hoffen wir dies Ziel zu erreichen durch die Erbauung des geplanten Bismarckturmes auf dem Taufstein, dessen Grundsteinlegung im Laufe dieses Sommers erfolgen wird, der erst eilte umfassendere mlssicht erschließen und dann, so hoffen wir, ein gern und ost besuchter Punkt werden wird. Die Mittel des gesammtcn V. H. E. sind durch die Erbauung dieses Turmes (Bauvvranschlag 15 000 Mark) und des Ernst Ludwig-Turmes auf der Herchenhainer Höhe, mit welchem ebenfalls in Bälde begonnen wird, im höchsten Maße in Anspruch genommen, wenn gleich wir ein gutes Drittel der zur Verfügung stehenden Bausumme der Opferwilligkeit der Bewohner Oberhessens verdanken.
Trotzdem hat der hiesige Zweigverein des V. H. C. (Zweig- derein Taufftein des V. H. E. und Zweigverein Großer Belchen des Vogesenksiibs) im verflossenen Jahre einen Erweiterungsbau des Klubhauses auf dem .Hoherodskopf fast ausschließlich aus eigenen Mitteln fco. 2000^Mk.^ hergestellt, sodaß den Besuchern dieser Höh- vom nächsten Sommer ab zwölf Betten zur Verfügung flehen.» Mit Unterkunst und Verpstegung im Klubhause sind die häusigeren Besucher des Hob-rodskopfes stets zufrieden gewesen. In dew Wunsche, daß recht bald in Frankfurt ein kräftiger Zweigverein des V. H. C. entstehe, begegnen wir uns durchaus mrt dem Schreiber des Eingesandts. Nur müssen sich die Interessenten in Frankfurt selbst regen. Was soll hier der Gesamtverein tun können? Halb erzwungene Gründungen haben erfahrungsgemäß wenig Lebenskraft.
Wegen der Wiedereinführung der Rundreise- k a r t e n durch den Vogelsberg wird der Zentralausschuß des B. H. E. zur gegebenen Zeit die nötigen Schritte tun."
. T* $ * den hessischen Sparkassen waren Ende 1903 Mf 260 568 Sparkassenbüchern 247 Millionen Mark ein» gelegt. In dm letzten 10 Jahren haben sich die Sparkassenein- lagen umlOOMtlü.Mark vermehrt, also durchschnittlich jährlich
10 Mill. Mk. Diese an und für sich erfreuliche Erscheinung wird indessen durch den sinkenden Wert des Geldes zum Teil wieder aufgehoben. Auf jeden vierten bis fünften Einwohner >kommt cm Sparkassenbuch. Man kann also annehmen, daß sich durchschnittlich jede Familie im Besitz eines Sparkassenbuchs .befindet. An Einlagen kommen auf 1 Einwohner 211 Mark begen 145 Mark im Jahre 1894. Berechnet man, wieviel Mark rm Durchschnitt auf 1 Sparkassenbuch kommen, so erhält man dre enmme von 950 Merk. Dieser hohe Betrag beweist, daß die Einlagen, Nicht bloß die Ersparnisse der kleinen Leute dar- stellen: es müssen sich vielmehr auch recht hohe Konten von Privaten, Korporationen ilsw. vorfinden. Darüber gibt jedoch die <L>parkassenstattstik keine Auskunft. K ’
X Rodheima. d. Bieber, 23. Febr. DieMusterung für den Bezirk Rodheim findet Freitag, den 16., und Samstag, den 17. März, im Saale des Gastwirts W. Bcnber statt. Frestag morgen 8 Uhr für die Militärpflichtigen von Crumbach, Fellingshausen, Frankenbach, Hermannstein, Königsberg und Raunheim. Samstag 8 Uhr für die Militär- ctfllchtigen von Waldgirmes und Rodheim.
Bleichenbach, 23. Febr. Die Preise bei der heutigen Brennholzversteigerung waren nicht hoch. Buchen-Scheitholz kam zi,m Preise von 8 Mark pro Meter durchschnittlich rasch zum Verkauf. Buchen - Kn ü pp e l kosteten 6 Mark im Durchschnitt pro Meter. Auch die vorangeaangene Stammholzversteigerung erzielte mäßige Preise. Holzhändler, welche die Versteigerungen im Riddertal besuchen, bleiben hier ferne, woraus sich der mäßige Preis erklärt.
[] Marburg, 23. Febr. Die freiwillige Feuerwehr beging heute abend durch einen Kommers den Tag, an dem vor 4 5 Jahren durch Gründung der damaligen Turner-Feuerwehr der Grundstein zu dem Korps gelegt wurde.
fc. Frankfurt a. M., 23. Febr. Gestern abend wurde wieder eine vollständig organisierte Einbrecherbande von sechs arbeitsscheuen Burschen im Alter von 18 bis 25 Jahren verhaftet, und zwar, als sie sich in der Sand- trockenhalle am Main, einem Schlupfwinkel für Obdachlose, gestohlene Hühner brieten. Sie haben zahlreiche Einbrüche in Wirtschaften, Läden 2c. auf dem Kerbholz.
Hanau, 23. Febr. Die Stadtverordnetenversammlung beschloß, einen vorhandenen Fonds für Kriegsleiden und deren Folgen, der 28 000 Mk. beträgt, aus Anlaß der Silber- Hochzeit des Kaiscrpaares auf 50 000 Mk. zu erhöhen. Au? diesem Fonds sollen bedürftigen Kriegsveteranen aus Hanau aus den Kriegen 1864, 1866 und 1870/71 Ehrengaben bewilligt werden.
Strafverfahren einge
Karlsruhe, 23. Febr. Ter badische Eisenbahn-«
Handel
Auch ich habe dem hiesigen Amtsgericht meinen Austritt
Reich<mn!eihe
4 % linear. Goldrente
Oberschics. Eisen-Industrie 128.00
-6 Italien. Rente .
Aber auch die evange- Portugiesen
113.90
Berliner Börne, 24. Februar. Anfanc-skurse.
für Kinder, Kranke, Genesende Verhübet u. beseitigt ^Diarrhoe, BrechdurchF^I.Darmkaharrh
N ESTLE>S Kinder.
1 w ■ mehl.
247.25
131.60
24.50
14400
134.59
215.50
2'4.10
24 40
128.20
145.40
Elektriz. Lnhmeyer . Elektriz. Sehnckert . Esebweiler Berrrwerk Gehenkireben Bergwerk . Hamburg; - Amerik. Pak elf. Harnener Bergwerk. . . T.anrahütte......
Nordd. Lloyd . . . .
do. Konsols do. Hessen . . Oberhe’sen
Harpener Bergwerk Laurahütte l ombarden E. B. Nordd. Lloyd . . Türkenlose . . .
. 174.00 . 149.90 . 242 30 . 183.80 . 189.50 . 165.60 . 211.40
Gotthardbahn
Lombard. Eisenbahn . .
Oesterr. Staatsbahn .
Prince-Henri-Eisenbahn .
Berliner Handclsges Darmstädter Bank , . Deutsche Bank .
Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommandit. . Dresdner Bank . .
Kreditaktien . .
Baltimore- und Ohio- Eisenbahn . .
. 14300 . 131.60 . 259 50 . 225 40 r. 166 20 . 21510 . * 00
. 128 00
101.1
89.00
101.3)
89 00
99.60
100.70
101."5
95.90
106.60
68.30 6980
92.30
94.10
92 80
145.40 5330
91.70
67.65
96.20
Jn der soeben in meinen Besitz gekommenen Nr. 46 Ihrer
Zeitung sehe ich, daß auch Herr Rechtsanwalt Dr. Spohr die
auigewvnene Befürchtung nicht teilt und ich bin ihm für seine I r~r ----------------------
Ltellnngnahme zu der Angelegenheit sehr verbunden. irr SonnfaS 4-9 Uhr 354
®.e&en, 23. J«br. 1906. P. Stage. Jtfrt |NUT PcBl kaSt-fipotfaeke Offen,
rat trat heute zu einer Sitzung zusammen. Den Vorsitz führte Minister Frbr. p. Marschall. Nach längerer Beratung . dvojekt einer neiden R i e sc n g e b ir g s b a hn liegt wurde der Vorschlag der Negierung gutgeheißen, unter
der Gräflich Schaffgotschen Verwaltung vor, das die Durch- Aufhebung der .st i l o m e t e r h e f t e den von den oTÄ 'rJw&ÄÄ deutschen St°aWeisenb"hnverwaltungen vereinbarten Re.
der Mitte Tum-ts He ^ot>ru® eines Schachtes"rnm"Gchs" f°rmvorschtäaen im allaemeinen beizutreten, jedoch mit der der Sckne-kmw- mit V-rscn-n-'nfrua behandelt Aenderung, daß unter R'.chteinsuhrung der 4. nlaste der
— 1 1 -- — ■■ ■■' Kilometersatz von 2 Pfennig für die dritte Klasse in den
handel nn6 verkehr, Volkswirtschaft. Personenzügcn gewahrt werden soll.
Newyork, 23. Febr. Wie die „Köln. Ztg." meldet, Hot London, 23. Februar. Der König empfing heute der Präsident der Vereinigung der Schuhfabrikanten auf vor ihrer Abreise nach Berlin den Viscount Esher und General ortr^°^re^,CT1'antTri^unP • Erklärung abgegeben, der baldige Swapne, die mit der Ueberbriuguug von Geschenken für ÄVum b?e 1 u b^Te ^o t < V Kaiserin und den Prinzen Eitel,
nach Dei'ffchla^d zu verhindern. Friedrich beauftragt sind.
— Von der Berliner Börse. Die Haltung der Börse Paris, 23. Febr. (Kam in er.) Ro uvier erwidert war bei Eröffnung auf den glatten Verlauf der gestrigen Londoner I Zanrös: Frankreich wünsche aus boller Ueberzeugung die Liquidation bin ziemlich fest. Bald aber war die Tendenz infolge Aufrechterhaltung des Friedens aber unter der Be- der politischen Nachrichten stark abgefchwächt. Auch der Bericht dingung, daß der Frieden unter Wahrung seines Rechtes des „Iren Monger druckte au? Eisenaktien. Davon wurde und seiner Würde erhalten bl"ibe AnsiaGend-r ^-'sall links die ganze Börse beeinträchtigt und auf allen Gebieten roaren rprüta in sPr
Kursabschwächunaen ,» verzeichnen. Im -veileren Verlnn! der Mette. Bon der äußersten Linken ruft
besserte sich die Haltung nicht, da gevieldet nrntbe, es sei bie H . $ * .'/*-*'\n ei Ic Interessen , worauf Rou--
Üllgeciras-Konferciiz bereits vertagt. Zum Schluß war die Haltung I erwidert: Es ist eine^ Schamlosigkeit, einen solchen ruhig, die Kursverluste bei den HanptspekiilationSwerten jeboeb I ■«U§brU(f zu gebrauchen. Es handelt sich um politische 1 bis 3 vCt. und mehr. Privatdiskont 3 */4 vEt.; Russen waren Interessen, welche wir wahren, um unsere Sicherheit und stark rückgängig auf Nachrichten, daß die russische Regierung nach unsere Würde. Wir werden nicht gestatten daß man unsere Kredit um jeden Preis suche. IWürde antaste. (Beifall.) Eochin wirft den Sozialisten
Deutsche Reich sbank. Die Hoffnung noch cm Monat vor, in Marokko deutsche Politik zu treiben (Beifall Februar etite Herabsetzung des Diskonts der Deutschen Reichs- q n u r ä § \ rr '
bank zu erzielen, ist so gut wie gescheitert infolge des hohen I r-iMat die 91 nTitiFrnffsLn v?81'® f' s ch tn Standes der Devisenkurse. Anch bie Anlagen sind sehr hoch nnd Dvl'tik McaffeS, denn die mit England Spanien
die politische Ssti^tion ist annenblicklich so gespannt, wie selten!""" stauen abgeschlossenen Freundschaften hatten ihre je. Man hat allerdings einen gewissen Einfluß auf die fremb'cn I ^Topen bestanden und sich bewahrt. Er protestiert gegen die Wechselkurse auszuüben gesucht, aber die reguläre Nachfrage nach I Politik der Halbheit, die Rouvier pflege. Ro Ubier er- Londoner und Pariser Wechseln war so groß, daß eine Steigerung widert, Jaures werfe ihm vor, daß er zubiel, Eochin, daß speziell für London unvermeidlich blieb. ES ist dies auch eine er nicht genug getan habe. Die Haltung der Kammer 6e» deS'wrkenRückgangs der Mmenwerte. Die Devisen- weise ihm, daß er gut getan habe. (Anhaltender Beifall.) kurse stehen schon etw^S über dem Goldpunkt und so titel Daris ->4 njpfir SRnrn« y^..
man hört, ist wieder Gold in kleineren Quantitäten nach Paris Vdierer' ptKS
zur Versendung gelangt. Im Monat März werden wieder größere X verlautet, hier uoer s^ne- Ausent--
Ansprüche an den Geldmarkt gestellt und dann wird auch mit Z"" Berlin sehr b e f r i e d i g t geäußert. Bei ferner der Disiontänderung vorgegangen werden — aller Wahrscheinlich-1 Begegnung mit dem Kaiser ist die Politik nicht berührt kett n->ch. worden. Dagegen hat er mit dem Fürsten B ü t o w und
---- . — ■ föerrit von Hollstein eingehend über die Marokko-.
«tNgesanot. frage gesprochen. Obwohl er bestimmte Vorschläge nicht
(Für Form uitb Inhalt r.iier ’. ntcr >iri Rubrik stehenden Artikel I mitgebracht hat, hat er in Berlin doch den Eindruck ge-> übernimmt die Redaktion b'rrt Publikum gegenüber keinerlei I Wonnen, daß eine V e r st ä n d i g u u g ke i n e s w e g s a u s-> Verantwortung.) geschlossen ist. Eourcel startete dem deutschen Bot-
Verehrliche Redaktion! schafter Fürsten Rad^lin einen Besuch ab.
Der Endesunterzeichnete hat es mit Freude begrüßt, daß Sie MySlowitz, 24. Febr. Als zwei PolizeibeamtL den Ihnen zugeg^ngenen Aufruf — den Austritt aus der Kirche 1;» ein aitr m <
betreffend — in 36m Seitung aufgenommen 6=6en. ®ie daran L" 'ö““® ’’? »«»«»"»»na «nknngen wollten, wurden
anschließende Bemerkung dürfte jedoch in keiner Weise stich Irnltw I >evonitfonoien er schon en.
sein. Der Schreiber der betr. Anmerkung ist der Meinung. IT.-.tu «r "1
daß sich die fünf Herren durch ihren Auffnf lächerlich-machen ■ e*e?O81liiSCsa®
müßten, und daß sie den Austritt aus der Kirche bereuen würden. des Giessener Anzeigers, mit^eteilr von der Bank fiir
und Industrie. G ossen.
Frankfurter 24 Februar. 1.15 Uhr.
* Kleine Mitteilungen aus Hessen und denk Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst.
Nachbarstaaten. In Obcrlahn stein, ist das^ Druckerei- Vorausstchtlicke Wittcrnnq tu Hessen für Sonntag, den gebäude des „LaWr.it. medergebrannt, vier ?.'aschinen wur- 25. Februar 1906: Wolkig, zeitweise auweiternd und stellenweise den zerstört, ein Feuern .-rmann t ö d l c ch v e rl e tz t. Der Ma- geringer Schnee. Wettere Abkühlung, nachts leichter Frost, terralmiaden t|t bedeute?o. — ^n Fechenheim iv-urde em Bor- Näbers hnrrfi hie (<vv^»nPr Wetterforte
arbeiter der Chemischen Fabrik, Weidemüller, unter dem Verdacht ------------------------—-------—
verhafte' einen Vergistungsversuch an seiner Frau und Kindern
Bepan- m holen, indem er in die SM» Gift gemischt Hobe. Berlin, 24. Febr. Fn der Steuer-itommission des Die S war aber durch Gestlmrack und Geruch so wtderwartig I c / x, v .. Ti
gewor' b'ffi die Kn""' und Kinder Le nicht essen konnten. I Reichstages brachten bie ZentrumSmttglleber einen ^lntiag ein, den Reichskanzler aufzuforbern, bem Reichstage eine Vorlage wegen Einführung einer Reichswarenhaus- Erbbeben. In Peterzell (bab. Amt Triberg) steuer zu unterbreiten.
wurde Mittwoch nacht eine mehrere Sekunben anbauernbe Göttingen, 24. Febr. Die Staatsanwaltschaft hat rollende Erberschütternng verspürt. ?ln§ Rosea di Papal^gen einige Verteiler des sozialdemokratischen Flug- (Luditalien) wird gemeldet, daß dort am Mittwoch ein sehr blatteS vom 14. Januar ein Strafverfahren einge- heftiger Erbltoß erfolgte. Auch in Marno wurden Erdstöße leitet. Ferner wurde gegen den Verleger des Flugblattes, verspürt, welche bie Bevölkerung zu einer panischen Flucht aus Reichstagsabg. Meister sowie den Drucker Dörnke auf Grund ihren Hausern veranlaßten. Ferner werden heftige Erdbeben deS §§ 130 und 131 St.-G.-B. das Verfahren eröffnet. An, Martinique und Kaukasien gemeldet. flage ist indessen bisher nicht erhoben.
Kleine Tageschronik. In Camburg an der Nsibeck 24 Tvehr <^er ftninhriAr* ^dVrirhfermeifter Saale wurde ein Mensch aufgeariffen, der große Uehnlichkett mit «. “4' ™ /. 7 1 ? 7 S C
dem von Berlin aus stecklwieflich verfolgten Raubmörder Jtriime wurde m Meldorf ermordet amgefundeu. Lem Hennig^ hat. Es sind Recherchen int Gange, ob es wirklich Sohn ist unter dem dringenden Verdacht der Täterschaft a ist verhaftet worden. Die Leiche war aufgehängt, um einen
(ScticfytefadL Selbstmord vorzutäuschen.
n n Marburg, 2Z.s?ebr. Die Strafkammer bernrteiNe , München, 24 ^ebr. In dem Mordpro;eß Schell, heute nach einer umfangreichen Verhandlung den bekannten ^^"Dte der .Staatsanwalt heute die Mitteilima, daß die
Pferdedieb und Hochstapler Heinr. Glatthaar von hier, einen weitere Verhandlung bis Dienstag vertagt werden müsse, ^rbestrafteu Verbrecher, wegen feiner im vorigen da die Angeklagte Frau Sch el lh aa s einen Se l b st m o r d-
Derbst hier und tn der ganzen Umgebung verübten Einbrüche n,, <.Ac. s-- « -
und Schwindeleien zu einer Gesamtstrafe von 8V-* Jahren ?b^'"ch gemacht habe. Cie höbe sich heute nacht un Kran
Zuchthaus. 10 Jahren Ehrverlust und Stellung unter Poli- ^nhauS die Pulsadern ausgeschnitten und set daher Nicht ver-
zeiaufsicht. G. hatte, v., a. auch als angeblicher Viehhändler i nehmnngsfähig.
aus der Kirche angemeldet, und zwar nachdem ich zu der Ueber- e zeugung aekommen bin, daß die Lehre von dem Dogma, den I U Err ingen sch asten der modernen Wissenschast zufolge, unhaltbar ist. I Auch würde es sich mit meiner lleberzeugung absolut nicht ter-1 ?lx- io einbaren, einer Konfession anzugehören, welche unter Umständen ! selbst dem größten Verbrechen Vorschub leistet. Ein Katholik könnte! 4» z. B. einen Mord begehen und würde durch die Ohrenbeichte usw.! .
seiner Sünde ledig fein. Das Beichtgeheimnis schützt ihn vor 14 ,>0' Oesterr. Goldreute. . Entdeckung in jedem Falle, ja selbst wenn ein Unschuldiger ver- 4’A6,< Oesterr. Silberrente urteilt werden würde, und aus diese Weise ein Justizmord ge* r nz T’ ” schätze. — Eine derartige Einrichtung kann meines Erachtens 4°x‘ . .
wohl kaum von jemandem gut geheißen werden; jedoch gehört ^°° Portue-iesen Serie I . sie der „alleinseligmachenden Kirche" an. Aber auch die evange- Portnyieseu „ ni lische, wie die jüdische Religionslehre, wimmelt aller Orten bou\4l^o,<> russ.Staatsanl. 1905 Einrichtungen bezw. Lehren, welche nichts weniger als gut finb 4^° •> Japan. Staatsanleihe und die persönliche Freiheit eines jeden untergraben müssen. H0-* Conv.Ttlrken von 1903 Ich bin davon durchdrungen, daß ich allein mit dem Türkenlose .... spruch: „Was Du wünschst, das man Dir nickt tu, das füg' oud) 4% Oriech. Monopol-Anl.. keinem andern zu!" auch ohne die religiösen Irrlehren sehr\4* äussere Argentinier . gut mit meinen Mitmensckjen auszukommen vermag. S°IQ Mexikaner ....
Gleichzeitig möchte ich noch konstatiereir, daß es gerade jetzt 4^°/° Chinesen .... in neurer Zeit in allen Volksschichten denkende Leute gibt, Aktien*
welche zufolge der Vernunft davon überzeugt sind, daß bie Bochum Guss auf Ueberfteferungen basierende dogmatische Lehre nicht mehr Buderus E. W stichhaltig sein kann. Ich verweise nur auf die kürzlich in Tendenz: schwach* Ihrer -reistckritt erschienene Abhandlung über den Mvnistenbund unb bessen Bestrebungeii. Die verschiedensten Gelehrten und Pro- Danadn E n fessvren, auch Theologen, waren da als Mitglieder namlwst Darmstädter^
9,smacht. Auch diese und genau derselben Ueberzeugung wie die Deutsche Bank ' * olo rn TunT/?eTlen Studenten, wie ich unb wie viele, viele andere. Der Dortmunder r * '
deutsche ^reidenkerbund, der Mouistenbund, die Vereine „Ethische Dresdner Bank C" ■ ' iSta
InXrt ^h-band usw. haben ia eine Anzahl aufridjtiger Tender,“ trnae.' ' "
Zu der Befürchtung, daß man sich dadurch lächerlich machen könnte, wenn man das durch die Vernunft als wahr Bewiesene auch frank unb frei vertritt, kann ich nur mit bem alten Spruch erwidern: „Wer zuletzt lacht, lacht am besten!" Unb im L Hinblick auf die total veraltete, morsche, dogmatische Lehre, gilt! zuversichtlich: „Das Alte stürzt, und neues Leben blüht au« den Rumen."


