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21.9.1906 Zweites Blatt
 
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Nr. 222

Zweites Blatt

hält

Gießener Anzeiger

Eeneral-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

verlegt.

vom

H

jederzeit ohne

HauptQewinne bar Geld

106000

Ibrador

Geistlichkeit des eiinfügcn lassen, eine Bibel mit ineindesegnung

886 I8

aller Art

Freitag 21. September 1906

b«tr Grobherzog und die Grobherzogin sowie das Kronprinzen- p»aac von Schiveden in den Prunkränmen des Schlosses in Gegenwart aller anwesenden Fürstlichkeiten eine Desilier- cquc ab.

Erich eint tSßttch mit Ausnahme des Sonntags.

Die ^Oietzener Samllienblälkt** werden dem .Anzeiger nteunal wöchentlich beigelegt. Der Landwirt"' erscheint monallich einmal.

Montag, den 15. Oktober 1906, nachmittags 2 y2 Uhr,

die Lieferungen der Firma Tippelskirch an die Schuhtruppe. Die Schuhmacher-Innung habe sich seinerzeit erboten, Sach­verständige zur Beurteilung der Schuh waren zu stellen. Darauf sei vom Kommando der Schuhtruppe erwidert worden, das; bereits Sachverständigen-Gutachten vorliegen; diese seien

Redaktion, Expedition n.Druckerei: Schulstr.D.

Tel. Nr. 5L Telegr.-Adr.: Anzeiger Giebe»,

1S6. Jahrgang

Im übrigen nehmen wir auf unsere Verfügung 19. d. M., Kreisblatt Nr. 117, Bezug.

I. V.: Dr. W a g n e r.

DerMeteor" ankerte im Haien von Portsmouth. Sofort kam ein Boot längsseits. Es wurde zweimal gerufen:Befehl des - .. . ,

Hasenme i fr er 3 des Königs: Es i st hier kein Platz gerieten. Sir loste n |,ui hi Heute Banden auf, bte in diesem Hafen für Sic!" Der Kapitän benennt hierfür! Uch am Oranje, am Fischfluß, in den Großen und Kleinen Zeugen und erklärt: DerMeteor" habe nicht an einer Boie fest-I Karasbergen und Bergschluchten verstecht aujhchlten. Haupts

Um 8V2 Uhr abends fand Festtafel im Galeriesaal statt. Jedes Couvert war mit goldenen und silbernen Myrthensträußchen geschmückt.

Trinksprüche.

Bei der Festtafel"brachte der Kaiser folgenden Trink- spruch aus:

gesetzten Verfolgung durch Wobring die Hottentotten nicht mehr geschloffen aus

die ihm bei der grünen Hochzeit von der Landes verehrte Bibel ein Gedenkblatt habe und überreichte daraus dein Grobherzogspaare goldenen Beschlägen. Mit Gebet und Ge- schloß die erhebende Feier. Hierauf nahmen

auch nicht, daß die Maßregel, die augenscheinlich nicht von Stettin, 20. Sept. Gestern nachmittag erfolgte bei London aus, sondern wahrscheinlich von den Portsmouther Schwedt a. d. O. der erste Spatenstich für den Groß- Hafenbchörden aus lokalen Gründen verfügt worden sei, eine schiffahrtsweg BerlinStettin in feierlicher Weise, politische Spitze gegen Deutschland enthalten sollte, ztnnal Wasserbau-Inspektor Niehrenheim hielt eine feierliche An- nichts davon bekannt geworden sei, daß sich die Maßregel spräche. Darauf erfolgte der erste Spatenstich. An der Feier ausschließlich gegen den deutschen Dampfer gerichtet habe. nahmen die städtischen und staatlichen Behörden teil.

Die Hamburg-Amerika-Linie teilt dagegen mit, daß vom

iife

fric!) der Weihe und der Rührung des Augenblicks entziehen. Oberkirchenratspräsident Helbing teilte noch mit, daß der Großherzog in ''

gemacht. Der Hafenlotse in Portsmouth wurde beim Absehen von einer Kriegsschisfpinasie mit einem Offizier abgeholt.

Eine Mitteilung des Neuterschen Bureaus lautet wörtlich: Mit Bezug auf die Berichte über Mangel au 8'ivor- kommen auf englischer Seite gegenüber den?Dampser Meteor erklären die Seebehordcn in Portsmouth, daß der Dampfer am Dienstag morgen in den Hafen einlief, ob ne die Erlau buis dazu zu haben. Er machte an der Admiralitätsboje eft. Da dies nicht gestattet ist, wurde derMeteor" anqcroiefen loszuwerlen. Er verließ bald darauf den Hafen, ohne einen Befehl erhalten zu haben, dies zu tun.

Gießen, den 21. September 1906.

Detr.: Die Ableistung des HuldigungS- und VerfasiungSeideS.

Das KraßherzogliKe Kreisamt Gießen an die Großh. Bürgermeistereien der Amtsgerichts-- bezirke Lich und Butzbach.

Der auf Donnerstag, den 11. Oktober 1906, nachmittags 2 !/, Uhr, anberaumte Huldigungstermin in dem Rathause zu Lich wird eingetretener Hindernisse wegen nnf

mächcrn den Besuch des Königs der Belgier.

König der Belgier ist heute nachmittag wieder abgereist. , - . , u

Der Kaiser hat aus Anlaß der hiesigen Jubiläums- läumS in seinem Landhause am KönigSsee.

feier verschiedene Ordensnuszeichnungen verliehen,!.. Affäre Tippelskirch wurde in der gestrigen unter anderem dem Großhofmeister Dr. 0. Brauer bie ber Berliner Handelskammer gestreift. Bei

Brillanten zum Roten Adlerorden 1. Kl. mit Eichenlaub, Frage der Errichtung eines Sachverständigen-Jnstituts dem Direktor im Ministerium des Auswärtigen Dr. Kühn erörterte der Obermeister der Berliner Schuhmacher-Innung

Kelmnntmachnng.

Betr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Bellersheim; hier: Die Arbeiten des III. Abschnitts.

In der Zeit vom 27. bis einschließlich 29. Sep­tember l. I. liegen auf der Großh. Bürgermeisterei Bellers- heim:

Die Abschrift der Entscheidungen des Schiedsgerichts vom 15. August l. I. über die Einwendungen gegen die Arbeiten des HL Abschnitts

zur Einsicht der Beteiligten offen.

Diese Offenlegung erseht die Zustellung der Entscheidung an die Reklamanten und an diejenigen von der Entscheidung betroffenen Beteiligten, die gegen die Arbeiten des III. Ab­schnitts nicht reklamiert haben.

Friedberg, den 18. September 1906.

Der Großherzogl. Feldbereinigungskommissär:

S p a m e r, Kreisamtinann.

a Rotationsdruck und Verlag der

! UnroetfitälSbrucferet UL Sange, Gießen,

t. ** r a _ ... Die Ausführungs-Bestimmungen zu den

der er die- stnb. Werter hat das ^ui.lzmrmstcrrum eine Anzahl Po- neuen Steuergesetzen sind schon in mehrfacher Beziehung ... r..i «... 1 t x p 1 ftr n f p rt n n rfi n p I nf 1 P n. I. , Y r, ... , 1 < ,. , . J J J

durch amtliche Erläuterungen gemildert worden. Wie ver-

Die goldene Hochzeit des badischen Großherzogspaares.

Karlsruhe, 20. Sept.

Der Kaiser und die Kaiserin sind heute vormittag um 10 Uhr hier eingetroffen. Um 12 Uhr traf der König der Belgier ein, zu dessen Begrüßung sich das Kaiser- paar, daS GroßherzogSpaar sowie sämtliche anwesende Fürstlichkeiten auf dem Bahnhofe eingefunden hatten.

Um 121/, Uhr sand für sämtliche anwesende Fürstlich­keiten im Schloß Familientafel und für daS Gefolge Marschall- tafel statt. Hieran schlossen sich um 2 Uhr GesangSvorträge der vereinigten Männergesangvereine vor dem Schloß, denen die Fürstlichkeiten vom Balkone aus beiwohnten.

Heute abend um 6 Uhr versammelten sich in der Schloßkirche diejenigen Personen, welche zu der kirchlichen Feier des goldenen Ehejubiläums des Großher- zogSpaares und des silbernen Ehejubiläums des schwedischen Kronprinzenpaares geladen waren. Die ganz in weiß gehaltene, festlich beleuchtete Kirche füllte sich mit den Herren und Damen der Hofgesellschaft in Gala­uniformen und in Courroben. In feierlichem Zuge nahten unter brausendem Orgclspiel die Fürstlichkeiten. Boran schritten der Kaiser, welcher die Uniform seines badischen 110. Infanterieregiments mit den Abzeichen eines General- fcldmarschalls trug, und die Kaiserin, welche eine Cour-

Kapitän des .Meteor" ein Bericht vorliegt, in welchem es heißt:

Zur Lage in Südwestafrika.

Einer amtlichen Meldung zufolge sind seit der fort- ^ten Verfolgung durch die Abteilungen Bech und>

Eine Trennung im Kolonialamt.

Aus Berlin wird uns heute geschrieben:

Der koloniale Syste-nwechsel scheint in der Tat aitiB auf Scheidung der Zivil- und Militär Verwal­tung abzuzielen, d. h. aus Msondcrung des' Oberkom­mandos der Schntztruppe von der Kolonialabteilung und Angliederung des ersteren an ein militärisches Ressort, wohl­an das preußische Kriegsministerium', wozu allerdings, bm es sich um eine Reichstruppe handelt, die Genehmigung! der bundesstaatlichen Kontinaentsherren erforderlich wäre. Zur Vereinfachung der Verwaltung und damit zur Ent­lastung des KolonialLrrektors Ternburg führt solche Trenn­ung unzweifelhaft, aber sie bedeutet andererseits wohl einen weiteren Schritt auf dem Wege zur Errichtung einer K 0 l 0 n i a l a r m e e, denn es ist ja bereits erklärt worden, daß eine entsprechende Machtentfaltung in den Schutz­gebieten auch im Frieden erforderlich sei, die man für das militärisch im Vordergrund stehende Südwestasrika- auf mindestens 7000 Mann wird bemessen dürfen. Die Unterhaltungskosten für solche Truppe sind mit 3 5 Mill. Mark pro Jahr gewiß nicht zu hoch gegriffen, eine Lumme, die die Sanierung des Schutzgebietbudgets durch den neuen Kolonialvirektor nicht eben erleichtert. (Die Aus­gaben für den militärischen- Schutz der Kolonien j'inbi 11. E. völlig getrennt von dem wi r t sch a ft li ch en Finanz-' ressort zu verrechnen. Das Schutzgebietbudget ist also in' Zwei von einander völlig getrennte Teile zu teilen, von denen der eine der Militär-, der andere der Zivilverwaltung zu unterstehen hat. D. Lid.) Doch auch 'Dernburg dürfte sich außer stände sehen, ein anderes Mittel zur Beendigung des Kleinkrieges gegen die Hottentotten und zur Sicherung des schließlichen Friedens in Vorschlag zu bringen, als dauernde militärische Machtentfaltung, da nur das Ver­bauen in die Beständigkeit geordneter Verhältnisse dis deutschen Fmanzmänner veranlassen kann zu groß­zügigen Unternehmungen in den Kolonien. Deshalb ist anzunehmen, daß mit der Unterstellung des Oberlommandos der Schutztruppen unter das preußische Kriegsministerium die fyrage der Errichtung einer ständigen Kolonialarmee, für die kurz vor feinem Tode auch Wtß- mann eingetreten ist, der Lösung zugeführt wird. Ein aus militärischen Kreisen gemachter Vorschlag, die drei hanseatiichen Jnsanterieregimentcr dauernd in Südwesp.

er« und ß3*

Bis» mit

robe von Silberbrokat und reichen Diamantschmnck angelegt hatte. Es folgten: der Herzog von Connaught mit der Großfürstin Maria Georgiewna von Rußland, Prinz Heinrich von Preußen und Prinzessin Friedrich Karl von Hessen, Großfürst Georg Michailowitsch und die Erbprinzessin Char­lotte von Sachsen-Meiningen, Prinz Ferdinand von Rumänien und Prinzessin Adolf zu Schaumburg-Lippe, Prinz Eugen von Schweden und die Herzogin von Anhalt rc. re. Hierauf betraten der Groß Herzog in Generaloberstenuniform, auf seinen Stock gestützt, und die Großherzogin das « < n «r - - .

Gotteshaus, die Großherzogin mit dem goldenen Krani im öcn ^tcn Adlerorden 2. Kl.

S-iai-e und in einer Mafjßctbcn Robe mit SilberNickerei rn und bte Sttifcrtn sind um 11 Uhr 40 Min.

HnmtHprhnr c 1 e Uber Wildpark nach Rominten abgereift.

Prinzessin von Schwede.? lebtere inVbem Die Illumination der Stadt, die bald nach Eintritt

schmückt Weiter fchlafien fiA nn* Oilberkrauze ge- der Dunkelheit ihren Anfang nahm, machte überall einen die Erbaroßber-oaiii mm Bad-n und imposanten und glänzenden Eindruck. DaS Gedränge in den von der Handelskammer erstattet worden. Durch diese Gut-

Schweden urV die M m-puin (KnffnS 9TS r? 1 Straßen war an vielen Stellen geradezu lebensgefährlich, da achten, die von Lederhändlern abgegeben seien, wäre zu einem

sowie Prinz Wilhelm von Schweden f bic Zahl der Festbesucher ins Tausendfache gewachsen ist. Teil verschuldet, daß die Schutztruppe minderwertige

nahmen vor dein Altäre R'nk , ° Jubelpaare Eine heute erlassene Amnestie trifft u. a. schwere Ware bekam und daß die den Mannschaften gelieferten Schuhe

Snr Z K 3UC Se-te des Großherzogs- Verbrecher, die sich gut geführt haben, darunter zwei schon in drei Tagen zerrissen waren,

paares der Kaiser und die Kaiserin. Rach Chorgesang hielt Mörder, die zn lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt

Oberkirchenratspräsident Helbing eine Ansprache, s'..... ~ --- 1

ienigen Bibelworte zu Grunde legte, welche schon bei "der tizeistrafen nachgelassen.

grünen Hochzeit des Großherzogpaares als Brauttext gedient I lautet, wirb der Bundesrat "alsbald nach seinem Wieder-

halten naml.ch 1. MoseS 12 2:Ich will dich segnen und Poetische Cageskcharr. zusam.nentritt noch weitere Aenderungen beschließet um

n sollst em Segen fern. Rach weiterem Chorgesange kniete Der Meleor-Zwlschenfall rn Portsmonth. Unstimmigkeiten und Härten zu beseitigen, zu

Las Sllverpaar vor dem Altäre nieder und empfing den Die gestern uns drahtlich zligegangene Mitteiliing über denen die Ausführungs-Bestimmungen gegen den Willen des feegcn. Jidfg einem abermaligen Vortrage des Chores folgte die dtichtzulassung des DampfersMeteor^ in den Hafen Gesetzgebers geführt haben. Wie weiter mitgeteilt wird, hat a ^go dene Jubelpaar. Der Kaiser war den: Groß- von Portsmouth sei, so meint diePost^, augenscheinlich sich infolge der neuen Handelsverträge und des außerordcnt- tzerzog beim Niederknien behiflich. Mit herzlichen starkaufgebauscht. Jedenfalls sei unrichtig, daß die Hamburg- lich spezialisierten Zolltarifs die Notwendigkeit ergeben, das ^dorten segnete der Geistliche das Großherzogspaar ein, indem Amerika-Linie die Slngelegenheit der Reichsregierung zur Beamtenpersonal des ReichSschatzamtes zu oer- ec nochmals an den obigen Bibeltext anknüpfte. Draußen diplomatischen Verfolgung übergeben habe. Man glaube mehren.

donnerte der Kanonensalut, die Kirchenglocken dec Residenz vind die im ganzen badischen Lande läuteten. Niemand konnte

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Sieber CnfcJ und liebe Tante! Zu den vielen Gratulationen und herzlichen Wünschen, die Euch aus Euerem Lande und auch von fern am heutigen Tage zu Füßen gelegt worden sind, möchten wir auch, die wir die Ehre haben, bei Euch hier das Fest' mit- leiern zu dürfen, unfern Tribut beitragen. Ich wage es, diesen zimachst in die Form beS Dankes zu kleiden, des Dankes' gegm Gott, der Euch so herrlich gefüTjtt hat und erhalten hat, und der Ei ich uns zum Vorbild hat fein lassen. Wie wir in so herr- : "Pen Worten schon in der Kirche vernommen haben, ist es Euch beschieden gewesen, in so vielen schönen Festen und in so vielen ernsten Zeiten Euerem Lande und uns andern ein V o r b i l d zum Nacheifern zu sein. Und diesem Dank gegen Gott möchte ich den Dank lnnznfügen dafür, daß es durch Eure Güte uns ver gönnt ist, heute an Eurer Seite und unter Eurem Dache dieses unvergleichliche Fest mitzumacheu. So wollen wir wünschen, daß der liebe Gotte, der Euch bis hierher geleitet hat, auch ferner Eure Lebensbahn segnen möge. Wie der Geistliche so treffend be- mertte, fehlen allerdings aus der friiteren Zeit, aus dec alten Generation so viele teure Häupter. Es ist das aber nur ein A.cwels dafür, daß unser Lebensweg an den Denkmalen unserer Lieben vorbeiführt, und daß Prüfungen Eurem Leben nicht er­wart geblieben sind. Wenn ich nun namens der jüngeren Gene­ration, welche die Ehre hat, eingerückt zu sein an die Stelle, ^teuere Häupter gestanden haben, unsere feste Abficht Euch zu Füßen legen darf, alles zu tun, was in unseren Kräften steht, um denen na (foul eben, b i e einstens hier geft anben haben und bic zu Deiner Ge- neration sich gerechnet haben, so be.rf ich wohl auch in biefem intimen Kreise nut einem Blick bie große Zeit unseres Vaterlanbes firmelt, wenn ich baran erinnere unb bie Hoffnung äusspreche, daß, so lange ein beutsches Herz im deutschen Busen schlägt, nie­mals der Mann vergessen sein wird unb vergessen wer­den berf, ber der erste war, der seine Stimme erhob, um ber Sehnsucht bes beut sch en Volkes nach Wie­dererrichtung des Deutschen Reiches bic Wege zu ebnen unb bie Ziele zu weisen und ben neuerstandencn Kaiser zu begrüßen, ben unser Volk so lange ersehnt hatte, ber Mann, ber cs miterlcbte unb mit baran arbeitete, baß wieder in den Lüsten entrollt ist deö Reiches wehende Standarte. Alle unsere Wünsche, bic wir auf bem Herzen haben, fassen wir bahin zu- inmmen: Möge Gott im Himmel Euch noch lange erhalten für Euer Laub unb für uns andere zu heiligen Vorbildern, denen nachzustreben ein jeder von uns für feine heiligste Pflicht halten möge! Gott segne, schütze und erhalte Euch beide!"

iter Großherzost antwortete:

Gestatten Eure Majestät, baß ich auf die wundervollen Worte, auf bte schonen Gedanken, bic Eure Majestät ausgesprochen faten meinen Dank in Kürze sage. Alles, was Sie bie große Güte hatten, über uns zu äußern, wirb weit übertroffen badurch, daß toir ben Vorzug hatten, bie beiden Majestäten hier bei uns zu leftfecn, eine Auszeichnung, die wir sehr hoch schätzen, hoch chatzen persönlich, aber auck) bezüglich ihrer großen politischen Bedeutung. Eure Ma;estät haben selbst bargeicgt, welche Bedeut­ung es hat, wenn Kaiser unb Kaiserin persönlich bei einem Fest c . -------<>-y------- ------- »»".«Wid­

erscheinen unb so dessen nationale Bedeutung Hochhalten Unb a!rJ;a "" fiarm|oitteren, wird ber Militärverwaltung wohl biese nationale Bedeutung ist cs, um derentwillen ich an Eure 'ucht erwägenswert erscheinen, denn es kann sich beim Maicstat die Bitte richte, uns r«is V e r t r a n cn und bas Wohl- Ueberseedienst stets nur um Truppenverb and e handeln die wollen, das Sie uns bisher immer zuteil werben ließen, auch durchweg aus Freiwilligen bestehen. Zn Süchwest- kunsttg zu bewahren. Wir werden trachten, uns dieses Vertrauens asrika soll übrigens versuchsweise eine Svezialtruvne von würdig zu erwei'en. Wir werden auch immer von neuem trachten, Kamelreitern znsamwenaestellt werden T bie. W Stellung, bie Eure Maj. in unserem Deutschen Reiche^U^e r n stnamn.enaesiellt werden, bentzen, burch die Hilfe aller derjenigen, welche mitzuwirken haben, zu starken, zu schützen und zu bewahren. Unb in biefer m

Gesinnung bankbar ft er Verehrung bitte ich bie anwesen- V e rl t n, 20. Sept. DerHerzog von Cumberland

?ü:zustimmen: Gn Hoch auf S. M den hat seine Reise nach Karlsruhe zu den Festen am Groß- SMer unb 3- M. bie Malierin beä Deutschen Reiches! Sie leben Herzoglichen Hose n usg-geben und ist nach Dresden gereist.

» Er will also offenbar einer Begegnung mit dem Kaiser

Der Kaiser emplcng heute nachmittag in seinen Ge- Ausweichen.

Der Herzog Georg von Meiningen verbringt den heutigen Tag seines 40jährigen Regierungsjubi-

lor» ^S.Schäfer.

Nürnberg*

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