1
wird
einer be<
Handel
und Industrie, Giessen.
Frankfurter Börse. 15. Oktober, 1.15 Uhr.
Reichsanleihe
98.05
Oberschles. Eisen-Indnstrie 128.50
124.90
. 96.75
239.20
Berliner Börse, 15. Oktober. Anfangskurse.
139.30
1 (1) Kl)
. 36.70
. 147.00
. 146.50
1 1
1
1
wollen mit der den Ballschuh- jetzt schon vier
. 150 oo . 156.50
2
1 (D 2(1)
1
1
1
1
1
Canada E. B. . . . Darmstadter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C.
Harpener Bergwerk.
Lanrahntte . . .
Lombarden E. B.
Nordd. Lloyd . . .
Türkenlose . . .
Berliner Handelsges Darmstädter Bank . . Deutsche Bank .
Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommandit. . Dresdner Bank . . Kreditaktien . . . .
Baltimore- und Ohio- Eisenbahn .
Gotthardbahn . . . . Lombard. Eisenbahn . Oesterr. Staatsbahn . . Prince-Henri-Eisenbahn
. 171.75 . 139.65 . 238.60 . 171.00 . 182.40 . 156.20 . 211.80
142.00
127.75
241.50
222.30
158.25
99.00
99.90
95.00
102.60
69.30
70.50
86.25
92.80
94.20
do. Konsols do. Hessen . . Oberhessen
lohn von 55 Pfg. steigend bis zum 1. April 1908 auf 60 Pfg., vorsieht. Für die Maurer steigt der Lohn zur gleichen Zeit von 51 auf 55, für die Bauhilfsarbeiter von 35 aus 40 Pfg.
Lungenschwindsucht Syphilis Herzkrankheit Aderverkalkung Leberentzündung Masldarmkrebs Selbstmord Zuckerkrankheit
Aussperrung sämtlicher Schuhfabrik-Arbeiter machcrn die Mittel zur Fortführung de§ Wochen währenden Streiks abschneiden.
München, 15. Okt. Die Kaiserin
und Verkehr, Volkswirtschaft.
— Russische Finanzen. Die russische Finanzagentur in Berlin entwickelt eine Ansklärungspolitik, wie sie in diesem Umfang kaum jemals da war. Die neueste Verlautbarung gebt dahin, das? die Staatseinnahmen Rußlands in den ersten acht Monaten des laufenden Jahres, die der entsprechenden Zeit des Vorjahres um 118 Millionen Rubel übersteigen. Durch Kürzungen von Krediten, die für das lausende Jahr vorgesehen waren, sind außerdem 20 Millionen Rubel erspart worden. — Run wird man fragen muffen, wie verhalten sich die Ausgaben zu diesen Einnahmen und Ersparnissen, und wie stellt sich dann der Ucberfchuß? Weiter werden dann die zu reden haben, die den russischen Staatsbankerott immer und immer wieder vrophezeiten und auch heute noch nicht davon ablassen. Bei dieser Gelegenheit muß ferner erwähnt werden, daß die russischer. Anleihen an der Pariser Börse eine stetige Besserung erfahren. Dann ist noch mitzuteilen, daß es sich bei der jüngsten Unterredung des Grafen Witte mit Herrn v. Rothschild nicht um finanzielle Transaktionen der russischen Regierung gebandelt habe. Es ist übrigens auch nicht nnzunehnreir, daß Graf Witte in Paris von der russischen Regierung mit einer Mission finanzpolitischer Art gegenwärtig beauftragt ist. Alles in allem aber scheint es um die russische Finanzlage möglicherweise in Wirklichkeit etwas besser zu stehen, als die ganze Zeit her. Doch ist auch auf eine weitere Vermehrung des russischen Notemimlaufs aufmerksam zu machen. Nach dem jetzt im Original erschienenen Ausweis der Russischen Staatsbank vom 23. September a. St. ist in dieser Berichtswoche die Emission von 20 Millionen Rubel neuer Noten erfolgt; der Gesamtbetrag der dou dem Institut emitierten Kreditbilletts steigt dadurch auf 1280 Millionen Rubel, er hat damit bis ans 10 Millionen Rubel wieder den höchsten Betrag erreicht, aus den zurzeit des ruffisch-japanischen Krieges die Papiergeldemission gestiegen war.
Reichsbank. Am 5. November wird in Neusalz (Ober) eine von der Neichsbankstelle in Glogan abhängige Reichsbank- nebenstelle mit Kasseneinrichtung und beschränktem Giroverkehr eröffnet werden.
** Konkurse. Heber das Vermögen der Firma Schenk und Baumer, Herrenkle'der-Maßaeschäst in Mainz, und ihres alleinigen Inhabers Johann Schenk daselbst wurde am 1. Sept., Dorrn. 11% Uhr, das KonkursDerfahren eröffnet. An- waltsgehülfe Jean Stessan in Mainz wurde zum Konkursverwalter ernannt Konkursforderungen find bis zum 10. Okt. bei dem Amtsgericht Mainz anzumelden. — Neber das Vermögen des praktischen Arztes Dr. Wilhelm Kohl zu Groß-Karben wurde am 12. Sept., vorm. 10 Uhr, das Konkursverfahren eröffnet, da der Gemeinschuldncr seinem glaubwürdigen Zugeständ-
Schiff-nachrichten.
Norddeutscher Llopd.
In Gießen vertreten durch Earl Loos, Kirchenvlatz.
OrrgZttnl-Drahtmel-ungen.
Berlin, 15. Okt. Bei der Einweihung deS Po- sadowskp Hauses in Pankow hielt der Staatssekretär Graf Posadowskl) eine Rede, in der er ausführte: Er habe kürzlich gelesen, daß Berlin im Jahre 1950 etwa 14 Mill. Einwohner zählen werde. Nach ganz zuverlässiger Wahr- scheinlichkeitsberechuuug brauche er diesem Ereignis nicht mehr beizuwohnen. Aber die statistische Angabe sei'ein Fingerzeig, welche ungeheure Aufgabe dem Staat und allen Gutge- filmten in Zukunst gestellt würden. Selbstsucht und gänzlichen Mangel an sozialem Verständnis bewiesen diejenigen, welche die soziale Fürsorge schon heute beschränkt sehen möchten. Ein Jeder müsse nach seinen Kräften für den wirt- schaftlieh Schwächeren einschreiten.
Berlin, 15. Okt. Die geplante Aussperrung in den Berliner Schuhfabriken soll am Mittwoch in Kraft treten. Eine Versammlung des Verbandes Berliner Schuhfabrikanten beschloß, am Dienstag abend sämtliche Arbeiter zu entlassen, sodaß am Mittwoch der Betrieb ruht. Auf die Aussperrungsandrohung ist dem Fabrikantenverbande
Arbeiterbewegung.
Herborn, 13. Okt. Der seit dem 27. August 'bei der Burgerhütte andauernde Streik per Former ist nunmehr beendet, nachdem die zehnstündige Arbeitszeit, 15 Prozent Lohnerhöhung und Anerkennung der Koalitionsfreiheit zugcstanden wurden.
— Der Delegierten tag der katholischen Arbeitervereine für das Saargebiet nimmt zur Lohn- beweg u n g wie folgt Stellung: Er verlangt Gleichstellung des Durchschnittslohnes des Saargcbietes mit dem der Oberbergamls- bezirke Dortmund und Aachen, mindestens 5 Mark Durchschnittslohn für Hauer, Erhöhung des Tagearbeiterlohnes um 20 Prozent, Abschaffung von Ueberschichten, höchstens neunstündige Arbeitszeit.
N ü rnberg, 13. Okt. Zwischen den Arbeitgebern des Baugewerbes und den freien Gewerkschaften ist bis heute ein neuer Vertrag nicht znstandegekommen, obwohl die Arbeiter schon vor 14 Tagen die Arbeit wieder ausgenommen haben. Dagegen wurde mit den christlichen Gewerkschaften ein Tarifvettrag abgeschlossen, der für die Steinhauer vom 1. Oktober ab einen Stunden-
fcf ]nit dem Gesang eines unter Leitung des Hniversitäts- Munwirektors Prof. Jenner stch-enden gemischten Chors. Der Prof, der Rechte Tr. Andrä, gab dann einen .nuckbuck auf das verflossene Hniversitätsjahr und überreichte nach Beendigung seinem Amtsnachfolger, dem Archäologen Prof.
Shl> el die Insignien seiner neuen Würde. Der Genannte sprach über „Tic klassische Archäologie und die christliche Kunst". Tie von Profeffor Ludo'ph Brcn"-r verfaßte Rektoratsschrift führt den „Heber Vneumothoras".
~ wir hören, ist die Ernennung des Vrofeffors an der Teebnuehen Hochschule zu E h a r l o t t e n b u r a, Dr. H. Ruben s, ziun ordentlichen Professor der Physik und Direktor des vknffikal. Instituts an der B e r l i n e r U n i v e r s i t ä t als Nachfolger Paul Drudes bereits erfolgt. Vrosessor Rubens wird sein neues ^ehrarnt schon in den nächsten Tagen antreten.
53.50
88.50
67.80
sonderen Einladung deS Prinzregenten folgend, mit dem Kaiser am 12. November zur Grundsteinlegung deS deutschen Museums auf zwei Tage nach München kommen.
Summe 10 <2) 972) ' = f
Aum.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.
. 211.40
. 249.90
. 36.90
. 125.00
. 86.30
98.15
86 30
97.50
Bremen, 10. Okt. (Per transatlantischen Telegraph.) I Dresdner Bank . . Der Toppelschrauben-Postdampser „Friedrich der Großes Kapitän' Tendenz: träge.
bis 9)1 f. 28.00, 3. Qualität Mk. 25.00—26.00, Roggenmehl 0 Aktien
Mk. 25.00—25.50,1. Qualität Mk. 23.00—23.50, Weizenkleie Mk. 10.00 Boelmm 6nss . . .
bis Mk. 10.50, Noggenkleie Mk. 10.00—10.25, Maiskeime Mk. 12.001 Bnderus E. W . . bis Mk. 12.50, Franken, Pfälzer, Nied Mk. 18.00—18.50. Alles per I Tendenz : träge.
100 Kg. ab hier.
von der Streikleitung der Ballschuhmacher die Antwort zugegangen, daß die Streikenden es nach wie vor ablehnen, zu den von dem Fabrikantenverbande vorgeschlagenen Löhnen die Arbeit aufzunehmen. Die Fabrikanten
nf-, zufolge zahlungsunfähig ist und am 11. Sept 1906 seine Zahlungen eingestellt hat. Rechtsanwalt Hans K e l l c r zu Fried- berg wird zum ^nkursverwalter ernannt. Konkursforderungcn stnd bis zum 5. Nov. bei dem Amtsgericht Vilbel anzuikelden. — Heber das Vermögen der Firma H e l l u. D ü r r, Bauartikel- IrJrn in und ihres Alleininhabers David Dürr
daselbst wurde. am 13. Sept., nachm. 5Ve Uhr, das Kvnkurs- verfahren eröffnet. Notariatsgehilfe Lorentz in Mainz, Ball- Platz 2, wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 20. Okt. bei dem Amtsgericht Mainz an- znmeldcn. — Heber das Vermögen des Kaufmanns Georg! Merz von Groß-Bieberau, z. Zt. in Newhork, wurde mn 2o. Sevt. nackm. 5»4 Ufa, das Konkursversafaen eröffnet. .Necvtsanwolt Amend in Remfaim wird zum Konkursverwalter ernannt. Konkursfordcrungen sind bis zum 10. Okt. bei fam .'lmtsgerickst Reinheim anzumelden. — Heber das Vermögen der ossenen .Handelsgesellschaft in Firma: „Hartmann, Roll und Co. , Schuhwarensabrik zu Offenbach a. M., wurde «TL-7?’ / borm. II1 \ Ufa, das Konkursverfahren eröffnet.
Rechtsanwalt >tr. Goldschmidt zu Offenbach wurde zum Kon-! kursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 21 Nov. bei dem Amtsgericht Offenbach anzumelden.
Sitzung des Provinzial-Ausschusses.
Gießen, 13. Okt.
Der erste Gegenstand der heutigen Tagesordnung be- n:af das Gesuch des Ludwig Werner zu Wieseck um Erlaubnis zum Betrieb einer Schankwirtschaft, und zwar soll diese in einem noch zu erbauenden Hause an der Kreisstraße zwischen Wieseff unp Mten-Buseck in der Nähe des sogen. Hegwaldes errichtet werden. Der Gemeinderat batte das Gesuch befürwortet, der Kreisaus- schliß des Kreises Gießen dagegen mangels Nachweises eines Bediirfuisses avgelehnt. Diesem Hrteik schloß sich heute der Provinzialausschuß an, indem er den seitens des An- zurüffnffV ®cf'ui^^e^er§ eingelegten Rekurs kostenfältig
Hierauf kam die Suche: W ir t sch a f t s b e tr i e b des Richard Urmersbach zu Gießen int Hause Asterweg ^Ter dlntrag auf Konrefsionskutziehung zur Ver- yandlung. Nachhcm das gegen Urmersbach wegen Kuppelei eingelertete gerichtliche Verfahren mit dessen Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe geendet hatte, erkannte heute der, provtnzralausschuß auf Entziehitng der ihm seinerzeit erteilten W i r t sch a f t s k o n z e s s i o n.
Der letzte Punkt der Tagesordnung: Beschwerde des Apothekers Wetcker u. Gen. gegen den Müller Heinrich Wagner IV. zu Allendorf a. d. Lda. wurde vertagt, da zur Klärung der Sachlage noch Verhandlungen geführt werden müssen.
H. Blecker, vom Norddeutschen Llopd in Bremen, ist gestern 11 Uhr vormittags wohlbehalten in New-Port angekommen.
S r e m e n, 12. Ott. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Doppelschrauben-Postdamvfer Main", Kapitän E. v. Borell, vom Norddutsehen Llovd in Bremen, ist gestern 2 Uhr i.achmittags wohlbehalten in Baltimore angekommen.
Eiseisbahn-Zestrisrg.
X V o n der neuen Westerwald--Querbayn. Man schreibt uns: Der Westerwald ist bekanntlich int Laufe dieses Jahres um eine Bahn reicher geworden, die vom 1. Mai ab bis Driedorf und vom 1. Oktober ab bis Rennerod dem Verkehr übergeben wurde. Die Vorarbeiten für die Gesamtstrecke haben schon Mitte der achtziger Jafae begonnen und im Frühjahr 1898 Ujurbc das Gesetz über den Bau beschlossen. Obgleich die Länge der Bahn von Herborn bis Westerburg nur etwa 55 Kilometer beträgt, so wird ihr Bau bis zur «indgültigen Vollendung vier Safac in Anspruch nehmen, da es überall gilt, große Terrain- schwierigkeiten zu überwinden. Zwar haben nur die beiden Endstationen große Bauten erfordert. Bei Anlage der Bahn find trotz der großen Kurven wiederholt Steigungen von 1:50 up- vermeidlich gewesen. Tausende von Ausflüglern benutzen bisher schon die neue Strecke, um die bis jetzt von jeglichem Verkehr abgeschlossene^ Gegend und bereit landschaftliche Reize kennen zu lernen, -schon auf der ersten Station Erdbach, die nur als .Kopfstation angelegt werden konnte, glaubt man sich fast in die Schweiz versetzt. Herrlich liegt das durch seine „Steinkammern" schon seit altersgrauer Zeit bekannte Erdbach, umschlossen von hohen Bergen. Weiter folgt das freundlich gelegene größere Dorf Schönbach, das seinen Namen mit Recht ver- dient. . Hier fehlt auch ein größerer Tunnel nicht. Die Bahn ßlfat in tiefer Schlucht weiter durch den wegen seiner mächtigen Basaltlager, bekannten „Steinern Berg" nach dem versteckt gelegenen kleinen Dörfchen Roth. Von da geht die neue Linie weiter über das Rehbachtal nach dem Städtchen Driedorf, dein Kreuzpunkt mehrerer Mesterwaldstraßen. Fenseits Driedorf berührt die Bahn die großen W^fferwälder-Viehweiden, belebt von weißgestirnten braunen Rinderherden, und man gelangt nach den Stationen Madern uhlen und Rehe. Darauf erreicht die Balm ihren höchsten Punkt, indem sie die Wasserscheide überschreitet und in den Bahnhof Rennerod einmündet. Der Bahnhof ist unmittelbar an dem affen „Herenbaum" angelegt und bietet eine herrffche Aussicht. Man siebt selbst den höchsten Punkt des Westerwaldes, den , Salzburger Kovf". Was. die bestehenden Westerwaldbahnen den berührten. Gegenden gebracht haben, erwartet der Bewohner des oberen Westerwalds auch von der Strecke Herborn-We^erbura. nämlich QMegenfait zu Arbeit und Verdienst in der Nähe. Nis ietzt wurden schon große Betriebe, Basalt-. Eisenstein- und Spathgruben, eröffnet, außerdem wird auch Kleinschlag, Ofrünfärbe iffw. mit der Bahn versandt. Der höhere Westerwald v'rschickt namentlich Langholz (Tannenstämme) und Heu, das alles bis dahin nach Herborn gefahren werden mußte. Der Personenverkehr ist sehr rege geworden, erforderte doch früher das Reisen mit der Post oder Wagen bis zur nächsten Station einen vollen Tag.
[DödjniHiiir Iffbtri!irr SMgfVr mdttÄndtKi'chü
38. Woche. Vorn 16. bis 22. September 1906.
Einwoynerzahl: angenommen zu 29 500 sinkt. 1600 Mann Militär ) Sterblichkeitsziffer: 17,62
nach Abzug von 2 Ortsfremden: 14,10 VrP.
Kinder
Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom
? l- Lebensjahr: 2.—15. Jahr
00—00Mk. Kälber: 1. Qual. 100—106Ptg., Lebendgewicht 60—63 Pf., I 3J40/ 2. Qual. 96—100 Pfg., Lebendgewicht 56—59 Pfg., 3. Qual. ^<7, 00—00 Pfg., Schlachtgewicht 75—78 Pfg., Schafe: 1. Qual. 81—83,1 4 % Oesterr. Goldrente . 2. Qual. 00—00 Pfg.,' 3. Qual. 00—00 Pfg.: Schweine 1. ClimL 4*/6 % Oesterr. Silberrente 76—77 Pfg., Lebdgew. 60.00—00.00 Pfg., 2. Qu.74-75Psg., Lebend- V% Unaar. Goldrcnte . . gew. 59.00—00 Pfg., 3. Qual. 68—70 Pfg. Lebendgew. 00 Pfg. I Italien. Pente . . . Geschäft bei Hornvieh mittelmäßig, kein Ueberstand, bei Kleinvieh I Portugiesen Serie T . Kälber und Schafe gut, fein Ueberstand. Schweine gedrückt, Ueber= I 3% Portugiesen ,. TU stand mäßig. rnss.Staatsanl. 1905
fc. Frankfurt a. M., 15. Okt. (Orig.-Telegr. de? „Gießen. Im0'* japan. Staatsanleihe Anz/) Os^tliche Notierrmgeir der heutigen Fruchtnrarktvreife.^^ Conv. Türken von 1903 Weizen Mk. 17.75—18.00, Kurhessischer Mk. 17.75—18.00, La Tfatn Tiirkenlose.....
Mk. 19.75—20.25, Karrfas Mk. 19.25—20.25, Roggen (^(^1 Griech. Monopol-Anl.
Mk. 16.25—16.75, Gerste (Wetterauer) Mk. 18.00—18.75, Franken- \A% äussere Argentinier felber Mk. 18.50—19.00, Hafer 16.50—17.00, MaisMk. 13.50—13.75, 3°/n Mexikaner . Weizenmehl 26.75—27.75, M. 00—00, 2. Qualität Mk. 27.00 4%% Chinesen .
Kunfi und Wissenschaft.
Die „T ür cf) en" der Pa11i. Der bereits von uns erwähnten illustrierten Sammlung „selbst erzählter heiterer und ernster Erlebnisse berühmter und beliebter Künstlerinnen und Künstler der Bühne", die Georg Gellert unter dem Titel Bühnen- Dekameron, im Verlag Gustav Ziemsen Berlin W. farausaegeben bat, entnefanen wir eine Erinnerung an Adeline Patti, die der Oberregisseur an der Berliner Hosover, Karl Tetzlafs, aus seinem Tagebuch mitteilt. „Im Jafae 1880" erzählt Tetzlafs, „gastierte Adeline Patte als Violetta am Hostfaater zu Dresden, wo ich zur . selben Zeit als Opernsänger tätig war. Als sie sich vor Beginn des letzten Aktes auf dem Ruhebette niederließ. wobei ich ihr behülflich war, entwickelte sich folgendes Gespräch:
Adeline: ,,'err Regisseur, 'aben Sie keine kleine Türchen?" Ich (verdutzt): „Ich verstehe nicht — wozu?"
Adeline: „Heberall. wo ich Violetta sang, ’obe ich im letzten Akt kleine Türchen geabt."
Ich (eine Primadonna-Laune vermutend): „Ja, find Ihnen denn die vorhandenen Türen zu groß?"
Adeline (ungeduldig): „Mer nein, ich meine ’icr im Beite — (ihre beiden Daumennägel mehrmals aneinander pressend, als ob sie etwas zerdrückte). Solche kleine — verstehen Sie?" —i Ich (in plötzlicher Erleuchtung): „Ah! Gnädige Frau meinen; — Flohe?"
Adeline (lebhaft): „Ja, ja, Flö—e, des puees — ’aben Sie nicht?"
Ich (hell auflachend): „Gottlob nein, bedaure, nicht dienen zu können!"
Adeline (in mein Lachen efnstimmend): „Ach, das ist schön — ich Ihnen danke — bitte, lassen Sie anfangen!"
Elektriz. Lahmeyer . . . Elektriz. Schnckert . . . Eschweiler Bergwerk . .
Gelsenkirchen Bergwerk .
Hamburg - Amerik. Paketf.
Harpener Bergwerk. . . 211.40
Lanrahtitte...... 249.60
Nordd. Lloyd.....125.10
Poris, 15. Okt. Bei den Ausschreitungen auf dem Rennplatz sollen mehrere Leute den in der Restauration befindlichen Branntwein und daS Benzin in den Automobilen dazu benutzt haben, die Totalisatorbude in Brand zu stecken. Von den 60 Verhafteten wurden 17 in Haft behalten. Außer mehreren Polizisten wurden zahlreiche Turfbesiicher verletzt. In der Totalisatorbude wurden 100000 Fr. geilst oh len, der Schaden wird auf 250 000 Fr. geschätzt. Die Blätter schreiben dem Ausschuß des Nennvereins wenigstens
Paris, 14. Okt. Bei dem heutigen R enii en in Long- ^'0 .teilweise Schuld an den Ausschreitungen zu, indem sie chamgs kam es zu Unruh en. Das Publikum, welches glaubte, erklären, daß sich das Publikum beruhigt haben würde, wenn daß beim Start des Handieavs Unregelmäßigkeiten vorgekommen statt dem Namen des siegenden Pferdes das Wort Reklamation seien, erhob Icnnenben Einspruch gegen die Veröffentlichung des morden i
Ergebnisses, durchbrach die Schranken, drang in den "ussi^gen worden wäre (Vql vpor .) Wägeraum ein rind forderte die Rückgabe des Geldes. Dem Auf-! , -Ucailand, 15. Okt. Staatssekretär v. Tschirschky sichtspersorral und der Polizei gelang es nur mit Mühe die Ordnung I wird vor seinem Befliche in Rom einige Tage hier Aufenthalt wiederherzustellen. Die Leute warfen Stühle auf die Rennbahn, nehmen und auch die Ausstellung besuchen. Es ist nicht zerstörten bie Baracke des Totalisators, steckten biefe m SranbL1lgrtP[xr'nf;.„ „„ „ „• n . c ’
und miBhanbetten bie AnaesteMen; -beule nnbere Baracken, "usgeMosien, datz er bereits hier eme Nnterredunq Mit einem darunter die des Zentralbureaus. Die Feuerwehr, die anfangs in I farvorragenden italienischen Diplomaten haben wird. Auch zil geringer Zahl crfchieir, hatte Mühe, den Brand zu löscheii. 9litf I ift es wahrscheinlich, daß er vom König auf Schloß Rae- dem Rückwege von Longchamgs steckte die Menge auch noch eine conigi empfangen wird. — Dem Blatt „Lombardia" zufolge Än .'re „K ^nächst eine Ausammenku.^t zwischen dem Grasen
beamte erlitte.i leichtere Verletzungen. Das Bois de Bou- " l uchowS ky und dem Minister des Aeußeren, Tittoni, logne und das Hippodrom wurden die Nacht über von Truppen I erfolgen.
bewacht. Czenstochau, 15.Okt. Die wirtschaftliche Lage
Gießener Wetterdienst. bier von Tag zu Tag schwieriger. Alle Fabriken
Voranssiditttche Witterung für Hessen'am Dienstag, den lchränken ihren Betrieb immer mehr ein. Eine der größten 16. Okober: Teilweise heiter, meist trocken, etwas wärmer, mäßige I Fabriken wird in nächster Zeit in Liguidation treten. Sie westliche Winde. ] bat ihren Arbeitern und Beamten bereits gekündigt. Gegen
tzanvcl ttnd vcrkcbr-, volksu,irt?cl,att. 4°2° 91r6JifCr ”cri,cn brotlos. Dazu bcrrscht eine .. ' ‘ ' noch nie dagewesene Teuerung. Die Preise der Lebensrnittel
re* .. <«, . „ . „ t stnd mehr als um das Doppelte gestiegen,
ke. Frankfurt a. M., 15. Okt. lTelegr. Orig.-Bericht des „Gieß. J '
An;."). ?l,ntl. Notierungen der heutigen Viebmark tprei f e. Zum I —- ■ , - ■ w Z ~ ~—
Verkaufe standen: 425 Ochsen, 122 aus Oestreich, 109 Bullen, « eSefOMBSC^® RkUPSBeff-SCMe
0 aus Oesterreich, 0 aus Dänemark, 705 Kühe, Fersen, Stiere unb I des Giessener Anzeigers, mitgeteijt von der Bank für Rinder, 0 aus Dänemark, 235 Kälber, 453 Schafe und Hämmel, I 00 Schafe cui§ Oesterreich, 0 Ziegen, 1915 Schweine. Bezahlt I wurde für 100Pfund Schlachtgewicht' Ochsen 1. Qualität 85—89 Mk., I 3*^°/0 2. Qual 76—80 Mk., 3. Qual. 69—72Mk.; Bullen l.Qual. 77 bis 3^ 78 Mk., 2. Qual. 71—73 Mk.: Kühe 1. Qual. 81—83 Mk., 2.QuaL 77—79 Mk., 3. Qual. 67-70 Mk, 4. Qual. 00—00 Mk., 5. Qual. 3?^


