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Morttag 15, Oktober 1906
General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eichen
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Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitätsdruckerei. R. Lange, Dießen.
Redaktion, Expedition ».Druckerei: Schulstr.7. Tel. Nr. 5L Telegr.-Adr.: Anzeiger Dießen.
abteilung etatsmäßig airgestellten Beamten ;u ihren heimischen BchMden Mrückzumeilenq
Hauptversammlung des hessischen Flotten Vereins (Original-Bericht des Gießener Anzeigers.)
)( Worms, 14. Oktober.
Jena und Auerstedt.
Jena, 14.Oft Heute mittag fand die Einweihung des Denkmals statt, das zum Gedächtnis der in der Schlacht bei ^ena am 14. Oktober 1806 Gefallenen auf dem Friedhöfe in Vierzehnheiligen errichtet worden ist Tausende von Festteilnehmern waren anwesend, darunter der Großherzog von Sachsen-Weimar, der Erbprinz von Sachsen-Meiningen, Generalfeldniarschatt Graf Haeseler als Vertreter des Kaisers, der kommandierende General des 11. Armeekorps Herzog Albrecht von Württemberg, Vertreter sämtlicher thüringischen Staaten, Vertreter des Oberlandesgerichts sowie Hunderte von Kriegervereinen und Schulen. Bei dem Fest- gottesdienst hielt Kadettenpfarrer Hagemeyer eine Gedenkrede über den Text: „Herr, weß soll ich mich ttösten, ich hoffe aus Dich." Dje Weiherede hielt Ortspfarrcr Starb- loff. Graf Haeseler als Vertreter des Kaisers gab einen Rückblick aus die Ereignisse der Schlacht im Jahre 1806 und legte einen Kranz des Kaisers nieder, während das Militär drei Salven ab gab.
Hassenhausen, 14.Oft Die Feier der Denkmalen t h u k>l u n g für die im Jahre 1806 bei Auerstedt Gefallenen begann heute vormittag mit einer Vorfeier am Denkmal des Herzogs von Braunschweig für die Krieger- vererne der Umgegend. Der Rektor der Fürstenschule in Psorta, Muff, hielt eine Ansprache. Gegen 11 Vr Uhr begann me eigentliche Trauerfcier mit einem Feldgottesdienst hinter dem Friedhof, auf dem das neue Denkmal errichtet ist. Der Feier wohnten bei Generalfeldmarschall Graf Hahnke als Vertreter des KaisevI und beide Söhne des Prinzen Frredvich Leopold von Preußen, außerdem Vertreter der meisten deutschen Waffengattungen, darunter der Kommandierende General des 4. Armeekorps v. Beneckendorf und Hindenburg, etwa 2500 Mannschaften der Kriegervereine, 9 Burschenschaften von Jena, Halle und Leipzig und eine vieltausendköpfige Menschenmenge. Divisionspfarrer Richter-Magdeburg hielt dfe Feldpredigt glcichfaNs über das Sc^nftwort: „Herr, weß soll ich mich trösten, ich hoffe aus Dich!" Es folgte eine milttärische Trauerparade und unter Mchuv- und Gewehrsalven sowie Glockengeläute und Musik dre Weihe des neuen Denkmals .Hahnke sprach die Grüße und den Dank des Kaisers für hie Errichtung des Denkmals und die patriotische Feier aus und legte im Namen des Kaisers einen Lorbecrkranz nieder; sodann brachte er ein Hoch auf den höchsten Kriegsherrn aus. Hierauf passierten die milttärischen Abordnungen das Denkmal und legten zahllose Kränze nieder. Den Abschluß der Feier bildete ein Parademarsch der Truppen vor den Prinzen und dem Generalfeldnmrsch all.
AusLnnd.
Paris, 14. Okt. Jaurös sprach gestern in einer sozialistischen Versammlung über die Krisis seiner „Human itö". Er erklärte, daß er 50000 Fr. bedürfe, um das Weiterbestehen des Blattes zu sichern. Es werde demnächst eine Liste zur Zeichnung von Aktien von je 25 Fr. in Umlauf gesetzt werden. Jaurös beschäftigte sich alsdann mit politischen Fragen und rühmte das internationale Proletariat, welches in Zukunft die Kriege vereiteln werde.
— Unter den Pariser Rekruten, die vor einigen Tagen zum Militärdienst eingezogen wurden, befanden sich nach einer amtlichen Statistik 7 8 junge Leute, die weder schreiben noch lesen können. Dann gab es 41, dieblos lesen konnten, und 1249 wußten nicht das Geringste von einer Rechenkunst. In Frankreich besteht seit 1864 der obligatorische Schulunterricht. •
Rom, 14. Okt. Fürst PanoffsN ist aus Petersburg hier eingetroffen. Ec ist dec Ueberbringer eines Hand sch reibens des Zaren an König Viktor Emanuel und wird heute von diesem empfangen werden. Dieser Mission wird große Bedeutung beigelegt, es heißt sogar, daß demnächst eine Zusammenkunft zwischen dein Zaren und dem Könige erfolgen werde.
Deutsches Reich.
B er li n, 14. Oft Dre vielerörterte Erzählung, Kaiser Wrlhelm habe eines Tages, als er mit dem Fürsten Bismarck zusammen im Wagen fuhr, unmutig über Einwände seines ersten Beraters, den Wagen halten und den Reichskanzler aus st eigen lassen, ist bekanntlich halb- jamrlrch für eine Fabel erklärt worden, während die „Hamb. Nachr." betont haben, daß ihnen Fürst Bismarck wiederholt den Hergang so, wie man ihn geschildert, erzählt habe. Wre das „B. T." erfährt, ist der halbamtliche Widerru : aussen Kaiser selbst zurückzuführen. Das Zeug- ms des Kaisers steht also hier Erzählungen des verstorbenen ersten Reichskanzlers gegenüber. Das „B. T." glaubt, daß der Widerspruch zwischen beiden sich zwanglos dahin auf- klären läßt, daß Bismarck eine Handlung des Kaisers mißverstanden, nämlich, daß er sie auf Empfindungen zurück- gesührt Hat, die er irrtümlich beim Kaiser voraussetzte.
— Hiesigen Blättern zufolge zweifelt man an amtlicher Stelle nicht daran, daß die Veröffentlichung der Memoiren des dritten Reichskanzlers, für die den Prinzen Alexander die Verantwortung trifft, dessen freiwilligen oder erzwungenen Rücktritt von seinem Amte als Bezirkspräsident in Kolmar zur Folge haben wird.
Student. Bei ihnen wurde eine große Mekge Sprengstoffe, darunter über 30 Pfund Dynamit, gefunden.
Russisches.
Das endgiltige Programm deS Verbandes vom 30. Oktober machte in Regierungskreiseu guten Eindruck. Die »Rossija" schreibt zu dem Programm:
Alle Freunde einer friedlichen Entwickelung Rußlands, die die Revolution als Feind der wahren Freiheit und einer fruchtbaren Arbeit betrachten, werden aus dem Programm der Oktobristen die Gewißheit schöpfen, daß ihre Ueberzeugungen richtig und lebensfähig sind. Die russische Regierung ist nicht die Regierung irgend einer Partei, sondern verwirklicht die ihr vom Monarchen bezeichneten Probleine. Die Regierung trennt sich nicht von der Gesellschaft, entsagt aber auch nicht ihrer entscheidenden Rolle, sie verlangt von den politischen Parteien nicht, daß diese ans ihre Unabhängigkeit, die dem Erfolge der gemeinsamen Bestrebungen nur günstig sein kann, verzichten.
Generaladjutant Stössel ist durch kaiserlichen Tagesbefehl vom 13. Oktober krankheitshalber verabschiedet worden.
In einer Vorstadt Rigas wurden der Kassierer und ein Bureau-Angestellter einer Gesellschaft von einer bewaffneten Bande überfallen. Beide wurden getötet, ebenso der Kutscher ihres Wagens. Den Räubern sielen von 20 000 Rubeln, die der Kassierer mit sich führte, nur 2000 in die Hände. Es gelang ihnen, 31t entkommen.
In dein Kurort Pialikorst in Kaukasien drangen abends fünf bewaffnete Männer in die Wohnung des Verwalters des Nold'schen Bureaus ein, sperrten die Diener- chast ein und töteten den Verwalter durch Messerstiche; ie entflohen unter Mitnahme von 300 Rubel.
In Petersburg sind aus dem Auslande einige Anarchisten eingetroffen. Die Polizei verhaftete sie. Unter den
— Der Rücktritt des Landwirtschaftsministers von Podbielski ist, wie der „B. B.-C." hört, Ende dieses Oder spätestens Anfang nächsten Monats zu erwarten.
— Major Fischer, der zwettälteste Offizier des Oberkommandos der Schutztruppe und ehemalige Vorstand der Bekleidungsabteilung, ist gestern aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Gleichzeitig ist das Strafverfahren, das wegen des Versuchs der Bestechung gegen ihn anhängig gemacht worden war, eingestellt worden, da die Ermittelungen, die nahezu ein Vierteljahr geführt worden sind, strafrechtlich Belastendes nicht ergeben haben. Unberührt bleibt das ehrengerichtliche Verfahren, das darauf begründet wird, daß er Handlungen vorgenommen hat, die mit seiner Stellung als Offizier nicht vereinbar sind.
— Der nationatliberale 9lbg., Vizepräsident des Reichstages, Geh. Negierungsrat Dr. Paasche, Professor an der technischen Hochschule zu Eharlottenburg, hat seinen Abschied aus dem Staatsdienst genommen.
— Im Reichsamt des Innern ist nunmehr ein Gesetzentwurf über die reichsgesetzliche Regelung des Apo- thekenwssens fertig gestellt und wird voraussichtlich in nächster Zeit den Bundesregierungen zur Prüfung übersandt werden. Der Entwurf soll der „Köln. Ztg." zufolge hinsichtlich der Apothekenkonzession auf dem Grundsatz der Personalkonzession stehen, der in Preußen schon feit dem Jahre 1894 zur Durchführung gelangt ist.
— Die Nachrichten über eine Abzweigung des Oberkommandos der Schutztruppen von Ko lo n i alabte-rlun g wollen nicht verstummen.__
hört die „Freis. Ztg." von gut informierter Seite, daß erst kürzlich wieder Verhandlungen der Kolonialabteilung mit dem Kriegsministerium über eine Zutsllung zu der letztgenannten Behörde stattgesunden haben. Dabei hat das Kriegsministerium die Uebernahme der beim Oberkommando beschäftigten .Bureaubeamten rundweg ab gelehnt, sodaß man in der Koloni,alabteilung nunmehr mit der Absicht umgeht, die noch nicht in der Kolonial-
Bergmännischer Verein Gießen.
f Gießen, 14. Oft
Das Stistun gsfest des bergmännischen Vereins fand am Samstag aus Abendstern statt. Die Biebertalbahn ab 3.25 brachte die Festteilnehmer nach Abendstern, wo unter Führung des Herrn Gabriel eine eingehende Besichtigung von dessen Kalkwerk und Dampfziegelei erfolgte. Da der bergmännische .Verein Gießen schon zum zweiten Male das Werk besuchte, wav man allgemein erstaunt über die Ausdehnung, die es in verhältnismäßig kurzer Zeit angenommen hat. Von fachmännischer Seire wurden besonders die praktischen Einrichtungen lobend anerkannt, die einen kontinuierlichen Bettieb gestatten und hierdurch mit der geringsten Arbeitskraft die höchsten Leistungen erzielen lassen. Die Produktion ist aber nicht allein quantitativ, sondern auch qualitativ aus Der höhe, wie aus den Erzeugnissen zu ersehen war. Die praktischen Bergleute äußerten sich wiederholt dahin, daß, wenn sie ein Haus zu bauen hätten, sie sich alsdann gewöhnliche Hintermauersteine vom Abendstern kommen lassen würden, womit man ja die schönsten Fronten herstellen könne.-Und in der Tat zeichnet sich das Steinmaterial vom Abendstern durch eine ganz hervorragende Qualität aus, die einesteils aus der vollendeten Fabrikation, andernteus aus den vorzügliche?. Rohstoffen herrührt, die fetnerlei scyübliche Beimengungen enthalten.
, Professor Dr. Kais e r - Gießen sprach int Anschluß an seinen Vortrag vom Gleiberg, von dem Rohmaterial auf
In der städtischen Fcschalle eröffnete heute vormittag 11 Uhr der Vorsitzende Dr. M e r ck - Darmstadt die Hauptversammlung des Landesverbands für Hessen vom Deutschen Flottenverän. An den Verhandlungen nahmen teil das Präsidialmitglieö des deut- schen Geiamtvcrbands, Exzellenz Generalleutnant v. Salwcy-Berlin, Kreisrat Dr. Kaiser, Oberbürgermeister Köhler, Oberst Merker- Worms und als Vertreter des Pfälzer Flottenvcreins Dr. Dietrich. A,er Vorsitzende wastete zu Beginn der Verhandlungen auf Kaiser und Großherzog. An <0. K. H. den Großherzog wurde ein Huldigungstelegramm abgcsandt mit folgendem Wortlaut:
„Die in Worms zur Daupwersammlung vereinigten Teil- nehmer des Fchttenvereins, bereit wie bisher mit allen Kräften für die Ausbreitung des Gedankens zu wirken, daß unser Volk zur Erhaltung seines Friedens einer starken Flotte bedarf, bringen Ew. K. H., ihrem allcrlwchsten Schutzherrn unter- taiugste Huldigung bar. Tr. W. Mark."
Der Voriitzeiide widmete den beiden verdienltvollcn Mitgliedern I. Menges und Dr. Valkenbcrg einen roarmen Nachruf. Den Jahresbericht erstattete Oberst Becker-Darmstadt. Hessen gähtt jetzt 10 228 Einzelmitglieder in 114 Gruppen gegen 9076 in 1905, seit seinem Bestehen hat sich der Verein mehr als vcr- Starkenburg zählt in 56 Gruppen 4720 Mitglieder, ^rhesien 42 Gruppen mit 3790, Rheinhessen 16 Gruppen mit ^20 Mitgliedern, der l^reis Darmstadt hat 1426, die Stadt Ostenvach Kreis 1241, Stadt 771, Mainz 315, Gießen Kreis 10o2, .^-tadt 460 Mitglieder. Zu den Einzelmitgliedern kommen noch 120 Körper)chaflen, Vereine usw. mit 16 242 körperschaftlichen Mttgl ledern, in Starkenburg 5971, Obechessen 1780 und Rhrin- vcllen 8491. Anstelle des Ausschußmitgliedes Blum-Oss cnvachi wurde Dr. Lahm-Ofsenbach, anstelle des verstorbenen I. Dkenges Bauinspcktor Klump-Dieburg gewählt. Hauptmann Volmar- zarmfiabt erstattete den Rechenschaftsbericht, der eine Einnahme Don lu 700 Matt verzeichnet uno infolge außergewöhnlicher Ausgaben mit einem Fehlbetrag abschließt. Bei Beratung des Voranschlags wurden 14 950 Mark in Einnahme, 16 285 Matt rn Ausgabe gesetzt. 1907 hofft man Einnahme und Ausgabe wiwer tn Einklang bringen zu können. Heber die Hauptversammlung des Eesamtvereins in Hamburg erstattet Kreisrat v. Hahn Bericht. Er betonte, daß die Petition mit gern irtt habe zur 2fti- nahme des Flottengesetzes und dem Verein V» Million neuer Artglieder .gebracht habe, lieber die Lehrerfohtteii berichtete o Wecker- Darmstadt. An der letzten Lehrersahtt nahmen 300 Lehrer aus allen Teilen Deutschlands teil, aus Hessen 6, sie fand Ende Juli statt. Die Fahrt ging nach Helgoland und Hamburg und bauerte 5 Tage. Es soll an bieser Einrichtung sestgehaiten werden, da gerade durch die Lehrer der Flottengebanke im Volte sehr geweckt werben könne. Nach allen Berichten nahm die Fahr! einen guten Verlauf. > Lehrer H a h n - Gunzenau int Vogelsberg bankte namens dec Lehrer dem Landesausschuß für das Arrangement der Lchrcrfahrt und hofft, daß sie eine bauernde Einrichtung werben. Anch die G c se l l s ch a f ts f a hrt e n, über die Vollmar-Darmsladt berichtet, sollen beibehalten werden, auch für nächstes Jahr ist wieder eine solche bei genügender Anmeldung geplant. Haas-Grebenheim dankt als Teilnehmer der Gesellschaftsfahrt für ihre Einrichtung. Ter Vertreter der Pfalz regt an, die Fahrten für Hessen und Pfalz gemeinsam zu unternehmen. — General Keim, ein geborener Hesse, hat dem Landesverband telegraphisch seine Wünsche und Grüße übersandt und erhielt eine Dankantwott zugeschickt.
Oberst Becker berichtete über die See-Wohlfahrtspflege des Deutschen Flottenvereins. Sie ist gefordert worden durch den Chinafonbs und soll weiter gefördert werden durch den Südwestasrikafonds. Auf dem Schulschiff Elisabeth sind 5 Freistellen für Seeleute errichtet. Drei Seemanns- hau,er hat |bier Verein bereits errichtet: Wilhelmshafen, Kiel und Tsingtau. Aus Hessen dienen ca. 5*-600 Leute in der Marine, bon benen fast 100 darin ihren Lebensberuf haben. Es ist in ne Städte cm Schreiben gerichtet worden, in dem zur Seewohl- aqrtspflege um Zuwendung eines Jahresbeitrags gebeten wird, ^ic Ortsgruppe GrebenHain im Vogelsberg regt an, daß die Hauptversammlung 1907, die satzungsgemäß in Oberhessen tattznfinden hat, in Grebenhain abgehalten werde. Der Landesausschuß wird darüber weiter entscheiden. Es sand hierauf gemeinsames Mittagessen statt und um 2 Uhr wurden die Verhandlungen wieder fortgesetzt. Dr. Merk verlas ein Dank- telegramm ©. K. H. des Großherzogs mit folgendem Inhalt:
Für den vom Landesverband des Deutschen Flottenvereins mir dargebrachten Ausdruck treuer Ergebenheit, über den ich wich sshr gefreut habe, daiike ich bestens. Zugleich spreche idj meine. Befriedigung darüber aus, daß nach dem letzten Jahresbericht die vaterländischen Bestrebungen des Flvtten- vereins auch im verflossenen Jahre guten Erfolg gehabt haben. Ernst Ludwig.
Hierauf folgte etn interessanter Vortrag des Generalleutnants z. D. K 0 r w a n über „U nsere Sage nach Annahme der Flottenvorlag e". Dann fand eine Besichtigung der Sehenswürdigkeiten von Worms statt.
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angefitfjtS der Fleischteuer ung wenigstens eine teil» werie Grenzoffnung erwogen werde, wird dem „Lok- Anz. von m,nterrichteter Stelle mitgeteilt, daß von der- arttgen Absichten nichts bekannt sei.
Halle a. S., 14. Okt. Wegen Ablehnung der Erhöbuna der Kon,ultationsgebühr von 50 auf 75 Pfg. kündigten sämtliche Kassenärzte zum 31. März. Der Kranken- kasienvorftand droht mit Anstellung festbesoldeter Aerzte.
k e,n' Wie mir zuverlässig erfahren, handelt es sich bei den letzten Sitzungen des StaatsMinister nums in der Arigelegenheit der Gräfin Montig- u 00E die Ausführung der zwei Hauptpunkte des im Mai 1905 cibgeMosfenen Vertrages, betreffend eine Beaeq- nung der Gräfin mit ihren ältesten Kindern und die Lebergabe der Prinzessin Monica an den L-achsilchen Hof. Ditzse Uebergabe sollte sich bereits rm Mai vollziehen, verzögerte sich aber durch einen Rad- unfall, den die Gräfin erlitt.
i3' Oft Der Ausschuß deutscher Städte zur Vorberatung von Maßnahmen gegenüber dem § 13 des Zolltarifgesetzes stellte unter dem Vorsitz von Oberbürgermeister Beutler-Dresden eine Petition an den Bundesrat und Reichstag wegen Fristoerlünger- ung gegebenenfalls bis Ende 1917 fest. Auch sollen di" in Bettacht kommenden Negierungen von der Petition in Kenntnis gesetzt und die beteiligten Gemeinden zum .Anschluß ausgefordert werden.
— Die Regieriing wird in dieser Landtagssessivn eine Gesetzesvorlage auf Aufbesserung der Gehälter der mittleren und unteren Staatsbeamten und auch der mittelbaren Staatsbeamten einbringen.
Waldshut, 13. Okt. Die Geistlichkeit der Lasid- kapitel Klettgau und Waldshut erhob Beschlverde beim Erzbischof wegen der ihn vorigen Jahre von der Regierung veranstalteten Erhebungen über geistliche Wah^ agitationen.
Heer und SlotteT”
— Die ,Boss. 3tg.* schreibt: Von unterrichteter Sei e erfahren wir, daß die Kiellegung unserer neuen Linienschiffe (18—19 000 To.) sich deshalb verzögert, weil die außerdentlichcn Größcnvcchältnisse dieser Panzer eine Umwälzung dec technischen Vorbereitungen, Arbeiten und Pläne erforderlich machten, was einen größeren Umfang angenommen hat, als vorauszufehen war.
— Der als Kronzeuge in dem Spielerprozeß des Leutnants Mühe auch verwickelt gewesene Herzog Ludwig Wilhelm von Bayern, Leutnant beim 3. Ehevcmxleger- regirnent in Dieuze, ist auf ein Jahr vorn Regirnenle beurlaubt worden.
Nr. 342 Zweites Blatt 156. Jahrgang M.
Erscheint ISgUch mit Ausnahme des Sonntags.
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.Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der NN K . UM vC S Ä W H X Ä W Ä W ü- fr VjZ L j hessische taitbroirf4 erscheint monatlich einmal. S V V''
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