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Nr. 36 Zweites Blatt ISS. Jahrgang
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Redaktion. Expedition u. Druckerei - ©rbufftr T.
Tel. Nr. 51. Tel eg r.-Adr.: Anzeiger (Swßah
Eeneral-Anzeiger, Amts- und Anzeigedlutt für den Kreis Eichen.
Bekanntinlichung.
Gemäß § 8 des ReichSgesetzeS vom 30. Juni 1900, betreffend die Abänderung der UnfalloersicherungSgesetze, wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß aus der Zahl der am Sitze des unterzeichneten Schiedsgerichts wohnenden approbierten Aerzte als Sachverständige für das Jahr 1906 gewählt worden sind die Herren:
1. Kreisarzt, Medizinalrat Haberkorn, Vorsitzender des ärztlichen Kreisoerx
2. Geheime Medizinalrat, Professor Dr. VossiuS, Direktor der Universitäts-Augenklinik,
3. Geheime Medizinalrat, Professor Dr. Pfannenstiel, Direktor der Universitäts-Frauenklinik,
4. Professor Dr. Poppert, Direktor dec chirurgischen Universitätsklinik,
6. Professor Dr. Sommer, Direktor der Universitätsklinik für Nervenkranke,
6. Professor Dr. Moritz, Direktor der medizinischen Universitätsklinik,
7. Professor Dr. Lcutert, Direktor der Univcrsitäts- Ohrenklinik,
8. Privatdozent für Chirurgie, Proscffor Dr. Bötticher, 9. Privatdozent für innere Medizin, Dr. Ritter von Tabora.
Gießen, den 8. Februar 1906.
Schiedsgericht
für Arbeiterversicherung in der Provinz Oberheffcn. Hechler. Scherf.
politifebe Sagesschau.
Posadowsky.
Die von einer Berliner Korrespondenz gebrachte Mitteilung, daß die Stellung des Grafen Posadowsky erschüttert sei, beruht nach der „Ttsch. Tagesztg." nur au Kombination. Auch das Gerücht, daß er bestimmt sei, einen der bedeutendsten Botschafterposten zu übernehmen, sei lediglich Vermutung.
Auch wir halten die Meldung für sehr ungeschickt erfunden. Weil Graf Posadowsky am Freitag im Reichstag erklärte, wenn er sich nicht in vollster Uebereinstimmung mit dem Fürsten Bülow befände, würde er innerhalb 24 Stunden sein Amt niederlegen, hat ein Hungerleider diesen Fall des Nicht-Uebercinstimmens für wahr angenommen, und schreibt in die Welt hinaus: der Staatssekretär des Reichsamts des Innern ist amtsmüde und wird demnächst zurücktreten. Das ist stark. Gerade in der angezogenen Sitzung hat doch der Staatssekretär mit sehr bestimmten Worten darauf bingewiesen, daß er sich in vollster Ucberein- stimmung mit dem Reichskanzler befinde.
Der taktlose Angriff des reichsparteilichen Abg. Dr. Arendt hat aber wieder einmal gezeigt, wie verhaßt Graf Posadowsky bei der gesamten Rechten ist: es behagt den Reaktionären nicht, daß Graf Posadowsky erhobenen Hauptes seinen Weg weitergeht, unbekümmert um Angriffe. Wie die Herrschaften über die Sozialpolitik des Staatssekretärs denken, das haben die Reden des Grafen Kunitz und des Herrn v. Kardorff zur Genüge gezeigt, und die Erklärung, daß an dem Reichstags- Wahlrecht nicht gerüttelt wird, hat „den Grafen im Bart" 'nicht beliebter gemacht. Cs schadet nichts: Graf Posadowsky wird bleiben. Wir wüßten nicht, wer ihn ersetzen könnte, denn er besitzt das Vertrauen des Volkes.
Marokko.
Algeciras, 10. Febr.
lieber die heute stattgeyabte Kvnferenzsitzung wurde folgender «amtliche Bericht ausgegeben: Die Konferenz hat von der Antwort des Magien auf die Mitteilung der projektierten Regelung der Unterdrückung des W a f f e n s ch m u g g e l s Kennt- mis genommen. Da die Mitteilung in französischer Sprache ab- flKfaßt war, hat die Konferenz im Einverständnis mit den marokkanischen Delegierten ihre Prüfung auf so lange vertagt, bis tihr der arabische Wortlaut vorgelegt ist. Die marokkan. Delegierten erklärten, daß sie das bereits von den anderen Dele- yierten einstimmig angenommene Prinzip der Vergebung der öffentlichen Arbeiten auf dem Su b missi o n swe g e und zwar ohne Unterschied der Nationalität ebenfalls an- «ä hmen, ferner ebenso das Prinzip des Opium-und Haschischmonopols und des Tabak Monopols, im Falle, daß dieses ?ur Einführung gelangen sollte. Die Konferenz hielt dann eine Kvmmissionssitzung ab und begann in dieser die Prüfung des Borentwurfes betr. die Errichtung einer Spezialkasse, in welche die Einnahmen aus den Zuschlägen zu den gegenwärtig bestehenden Einfuhrzöllen fließen sollen. Die Konferenz hat sich im Vrinzip damit einverstanden erklärt, daß die Kapitalien dieser Kasse an eine Staatsbank abgeführt werden dürften, deren lrrrichtiing in dem Konferenzprogramm vorgesehen worden ist. Das diplomatische Korps in Tanger wird im Einvernehmen mit dem Maghzen das Programm der im allgemeinen Interesse des Handels zur Verbesserung der Hafenanlagen vorzunehmcn- ten Arbeiten scstsetz-en und diese Arbeiten sollen ohne Unterschied ter Nationalität auf dem SubmissionÄrege vergeben werden und feie Ausgaben für sie aus dieser Spezialkasse bezahlt werden. Das Redaktionskomitee hat den Auftrag erhalten, auf diesen Grundlagen einen Entwurf auszuarbeiten, welcher der Konferenz nt der nächsten Sitzung unterbreitet werden soll. Die Konferenz erörterte sodann den Vorentwurf der Regelung der Zollerhebung und der Unterdrückung des Schmuggels im allgemeinen. Die einzelnen Artikel dieses Entwurfes haben Anlaß gegeben zu einem Meinungsaustausch, welcher dem Redaktions- teomitcc als Grundlage dienen soll für die Ausarbeitung der Vor- laogc, die dann der Wnferenz zur Beschlußfassung vvrgclegt werden feil. Die Vorlage setzt praktische Maßnahmen fest, die dazu d'ienen sollen, die regelmäßige Zollabfertigung der fremden Handelsgüter zu sichern, und ferner die bei der Hinterlegung der- seelben in den Zollniederlagen erforderlichen Garantien. Weiter si?bt der Entwurf eine Vereinheitlichung der Strafen stur die Schmuggler vor, deren Verhängung der Konsular- gscrichtSoarkeit vorbelsalten merben soll. Zur Prüfung der Einzelheiten dieser verschiedenen Fragen vertagte sich sodann die Kvn- jerenz auf Dienstag.
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Paris, 10. Febr. M-hrere Abendblätter erörtern die (von uws am Samstag an erster Stelle mitgeieiüe) Depesche des „W. K B." über die marokkanische Angelegenheit. So schreibt der
„Temps": Man darf sich über den scharfen Ton der Depesche nicht aufregen. Die Lage bleibt heute dieselbe wie sie gestern war. Frankreich ist nach wie vor der Anschauung 1. daß die Polizeifrage die einzige ist, wo sein besonderes Recht praktisch betätigt werden kann, 2. daß eine internationale Polizei, abgesehen davon, daß sie dieses Recht verkennen würde, eine Drohung für Algerien wäre. — Das „Journal des Döbats" schreibt, der Status aus, mit dessen etwaiger Aufrechterhaltung man uns schrecken will, läuft unseren Interessen nicht zuwider. Wir hätten gewünscht und wünschen noch immer, daß die moralische Atmosphäre, die sich während der ersten Tage der Konferenz auszuklären schien, vollständig von allen Wolken gereinigt werde, aber eines können wir nicht tun, die europäischen Mächte bei der Hand nehmen und gutwillig an die Flanke Algeriens führen mit den Spaltungen und Konflikten, welche dieses System in sich birgt. Wir können alles übrige tun, nur dieses nicht.
Berlin, 11. Febr. Zu den auf der Konferenz in Algeciras hervorgetretenen Schwierigkeiten schreibt die „Nordd. Allg. Z tg.":
„Der Eindruck der vorhandenen Schwierigkeiten auf die Oeffentlichkeit ist durch unnötigerweise gereizte Erörterungen verschärft worden, die in den letzten Tagen in der französischen Presse erschienen sind, Erörterungen, die jedenfalls nicht dazu angetan sind, die Verständigung, an der in Algeciras gearbeitet wird, zu fördern. Es bedarf seiner näheren Darlegung, das>. eine Lösung der wichtigsten Probleme, mit denen die Konferenz sich zu befassen hat, nicht durch Preßpolemiken belvirtt werden kann, daß diese Aufgabe vielmehr den Vertretern der Mächte in Algeciras überlasten werden muß. Im übrigen hat die Bluff-Taktik, wenn sie dem Zwecke dienen sollte, in Deutschland Eindruck zu machen, auch dieses Ziel völlig verfehlt, da sie innerhalb der Reichsgrenzen nirgends größere Beachtung gesunden hat/'
Aukland.
Demnächst sind allgemeine Bauern Unruhen zu erwarten, die die ernsteste Gefahr für das russische Reich und dessen nationalen Wohlstand bringen werden. Ter Bauernnotstand treibt die dumpfen VolkZmaffen mit elementarer Gewalt zur Empörung gegen den grundbesitzenden Adel und die Beamtenschaft. Tie irregeführten Volksleidenschaften werden sich alsdann kaum durch Gewalt unterdrücken lassen. Außerdem besieht in liberalen konstitutionellen Kreisen die Befürchtung, daß die auf die Militärgewalt fußende Reaktion die Ver- sprechungen der Kundmachung vom 30. Oktober nicht erfüllen und dadurch den erneuten Anstoß zu einer Revolution der breiten Volksschichten geben werde. Dabei steht Rußland gegenwärtig derart enormen Ausgaben gegenüber, daß die Regierung ohne erneute auswärtige Anleihen nicht auSfommen werde.
Zu dem am Samstag drahtlich gemeldeten Attentat auf den Admiral Tschuchnin wird noch gemeldet: Die Täterin wurde von> der Wache angegriffen und erschossen. Der Körper ist 'von vierzig Kugeln durchlöchert. Sie war am 4. Februar aus Polen angekommen und hatte sich den Namen GruschinSka beigelegt. Die Uebeltäterin gab sich als Tochter des Admirals Tschelew aus. Von den vier Schüssen waren drei Streifschüffe, einer drang in die Magengegend ein. Man hofft, daß der Admiral mit dem Leben davonkoimcken wird. Er versieht nach wie vor seinen Dienst.
Infolge der Ermordung zweier Feldhüter in Kare- ze w o (Polen) und angesichts der Unmöglichkeit, die Schuldigen zu entdecken, sind die Bewohner dieser Ortschaft zur Zahlung von 4000 Rubel verurteilt worden. Im Gouvernemen Plock sind 17 Grundbesitzer verhaftet worden. Sie werden ausgewiesen werden, weil sie polnische Propaganda getrieben haben. — In Warschau wurde gegen vier Gendarmen eine Bombe geschleudert, die mit furchtbarem Knall explodierte und die Beamten tötlich verletzte. In zwei Wohnhäusern wurden alle Scheiben zertrümmert. Tie Stadtambulanz brachte die blutenden Körper in? Militärlazareth, wo die Schweroerwundeten starben. Der Täter entkam. Die Straßen sind mit Militär besetzt. — In Kielee wurde ein Oberschutzmann erschossen und ein ihn begleitender Soldat schwer verletzt.
Auf das Gesuch des Militärgerichts um Begnadigung der wegen des Attentats auf den Tschernigower Gouverneur Chwostow zum Tode durch den Strang verurteilten zwei unbekannten Personen erfolgte durch den General- gouoerneur Suchomlinow nur die Begnadigung des weiblichen Attentäters, einer jungen Jüdin. Ihr Mitschuldiger wird hingenchtet. (Vgl. die »Polit. Wochenschau".)
Deutsches Reich.
Berlin, 11. Febr. Beim Kaiserpaar fand gesiem abend ein Hofkonzert statt, zu welchem etwa 700 Einladungen ergangen waren. An das Konzert schloß sich ein Souper.
— Der Kaiser hat dem Komponisten der Oper „Der lange Kerl", Profeffor Dr. Victor v. WoikowZky-Biedau den Roten Adlerorden 4. Klasse verliehen.
— Der Kaiser wird am 15. d. M. nach Kopen- ia gen abreisen, um der Beisetzung des verstorbenen Königs Christian IX. beizuwohnen.
— Der Minister deS Innern Hai einen ausführlichen Bericht über die Hennig-Affäre eingefordert. Auch der Kaiser hat sich, wie verlautet, über diesen modernsten Kriminalroman Vortrag halten lassen.
— Durch den Tod des Geheimrats Holtermann sind die Vorarbeiten für den vom LandwirtschaftSininister v. Pod- bielski angekündigten Gesetzentwurf, betreffend die Entschuldung des ländlichen Grundbesitzes, in Rückstand gekommen, jedoch hält man im Landwirtschaftsministerium an der Hoffnung fest, das Gesetz doch noch in dieser Session dem preuß. Landtag vorlegen zu können.
— Der Bundesrat hat dem Beschlüße des Reichs
tage?, durch den eine Milderung der zivilrechtlichen Haftung fürTierschäden befürwortet wurde, zugestimmt, sodaß also die Vorlegung eines entsprechenden Gesetzentwurfes wohl noch in dieser Tagung zu erwarten ist.
— Die Steueranträge des Zentrums zum Reichsstempelsteuergesetze gehen dahin, daß auch JnterimS- scheine von Aktien, Kuxen, Renten und Schuldverschreibungen mit 2 v. H. zu versteuern sind, während jetzt nur die an§- gegebenen Aktien versteuert werden. Ferner sollen Frachtbriefe über Waggonladungen mit 20 bezw. 50 Pfennig Stempelsteuer belegt werden, endlich einem Anträge Nacken zufolge Quittungen über Tantiemen bezöge mit 10 v. H. vom Betrag der gezahlten Bezüge, und Gewinnanteile. Schließlich sollen Ansichtskarten mit 2 Pfennig Stempelst euer belegt werden.
Hamburg, 11. Febr. Der Zwiespalt im Bürge r- verein wächst, weil viele Bürgersehaftsvertreter unbeaustragt für die Wahlrechtsverschlechterung gestimmt habend
Essen, 11. Febr. Heute tagte der Bergarbeiter» Delegiertentag für Preußen. An diesem nahmen 157 Delegierte teil, von denen 56 dein christlichen Gewerlverein- 76 dem freien Verband, 17 dem polnischen Verband, 7 dem Hirsch-Dunckerschen Verein und einer dem Verein zur gegen-- icitigen Hilfe angehörten. Auf der Tagesordnung stand als erster Punkt: Stellungnahme zum Knappschaftsgesetzentwurf. Nach einem längeren Referat wurde eine Resolution ongc* nominen, die in 24 Punkten Aenderungen zu dem Knappschafts-Gesetzentwurf beantragt.
Breslau, 11. Febr. TaS Disziplinarverfahren gegen den Grafen Kospoth mit dem Endziel seiner Amtsenthebung als Kurator der Liegnitzer Ritterakademie ist eingeleitet und der Direktor des ProvinzialschulkollegiurnS. Oberregierungsrat Dr. Schauenburg, zum Untersuchungskommissar ernannt worden.
Ausland.
Paris, 10. Fcbr. In Choisy-le-Roi (Seine-Dcplarte^ ment) wurde heute der Verleger des Blattes „Piou^ piou de $onne" Mouneret unter der Anklage verhafte^ die Soldaten der Garnison Auxerre zur Fahnenflucht undi Gehorsamsverweigerung aufgefordert zu haben. In desi Wohnung Mounerets wurden viele auf die antimilitaristische' Propaganda bezügliche Schriftstücke beschlagnahmt.
— Heutige Blätter berichten, daß es sich heransgestÄll hat, daß das angebliche Telegramm mit den Untere, schristen der Vorsitzenden des Pariser und des Lon-^ doner Gemeinderats an den Berliner Ge^ me inderat eine Fälschung ist. (??!)
— Auf Antrag des Ministers des Innern erhielten! Beamten und Polizeiagenten, welche sich anläßlich der In^ venturaufnahme in Versailles ausgezeichnet oder während der hierbei ausgebrochenen Unruhen verletzt toox>\ den waren, Auszeichnungen oder Orden. Der Präfekt, der verwundet wurde, erhielt die goldene Medaille.^
— La Commission Internationale d'Agri-^ eulture hielt ihre Kvmiteesitzung unter dem Vorsitz desl früheren Ministerpräsidenten Meline hier ab. Auf Antrag! des Fürsten Auersperg wurde beschlossen, den internationales Kongreß in Wien auf das nächste Jahr zu verschieben.^ Mit Rücksicht darauf, daß für die nächste Tagung des intern nationalen Kongresses Oesterreich in Aussicht genommen! war und viele Vorarbeiten für denselben dort bereits ge* macht worden sind, wurde einer von Nichtkomiteemitgliedern! vor einiger Zeit unterbreiteten Anregung, den Kongreß in diesem Jahre in Berlin abzuhalten, unter ausdrüc^ licher Zustimmung des deutschen Komiteemitgliedes keines Fo lg e gegeben. Dagegen wurde für eine spätere TayunH des Kongresses eine seinerzeit noch zu bezeichnende Stad^ in Deutschland in Aussicht genommen.
— Rom, 11. Febr. In einigen Tagen erscheint ein Hirtenbrief des Bischofs Bonomelli über die Zukunft der Kirche. Bemerkensivert ist, daß Bonomelli das eint zige Heil der Kirche in der Trennung vom Staate erblickt .
Belgrad, 10. Febr. Tie Skuschtina hat heute in| erster Lesung den Handelsvertrag mit Deutsch.» land angenommen.
— Aus Ipek in Altserbien sind Nachrichten einge-j troffen, welche die Zustände selbst als trostlos schildern int der Stadt selbst, sowie in der Umgebung sind sämtliches Läden geschlossen, da mehrere serbische Kaufleute er«i mordet und deren Geschäfte geplündert wurden. In der Umgebung wurden mehrere Dörfer von Mbanesen! geplündert und eingeäschert.
Tokio, 10. Febr. Tie Regierung machte ein Zmi geständnis in der Verminderung der Ausgaben um 5 Millionen Mn im Extraordinarium für das Heey und die Marine. >
Newyork, 11. Febr. Zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika ist, wie auf Grund einer Information aus zuverlässiger Quelle mitgeteilt wird^ ein Handelsvertrag nicht zustande gekommen^ Statt dessen soll ein Provisor i um abgeschlossen werden^ Tie amerikanische Regierung wird gewisse Verbesserungent in der Zollbehandlung zugestehen. Deutschland gewährff den ,Vereinigten Staaten den vollen deutschen Konvention al-, tarif lediglich gegen die seitherigen amerikanischen Zuge-,! 'tändnisse in Sektion 3 des Dingleh-Tarifs. D-as Provi^ orium soll sich auf ein Jahr erstrecken.
— Die Gobelins, welche die französische Re-< gier un g alsHochzeitsgeschenkfürAlieeRoose^ velt abschickte, sollen, nach einer Meldung der „Newyork-, Times" aus Washington, mit Dank zurückgeschickt wer-, den, da die Verfassung keine Präsidenten-Tochter kenn« und der Privatmann Roosevelt solche Kostbarkeiten für fein? Kind nicht annehmen könne.
— Ans Port of Spain (Trinidad) wird gemeldet, der, dort aus La Guaira eingetroffene Dampfer „Aseania'1 berichte, Präsident Castro habe Befehl erteilt, feine Ausländer in Venezuela Ian beit zu lafteii .


