Ausgabe 
13.6.1906 Zweites Blatt
 
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General-Anzeiger, Amts- unb Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

Der mit der An-

leitete die Feier durch Lehrer Metz auf die Nach einem begeisterten der gemütliche Teil bei

X Niedernhausen, 10. Juni. (Fortsetzung.)

strömte der Regen, aur Morgen um* die Bergeskuppen; triefend und traurig herab. Der Fe st sch muck deS prächtig

In der Nacht hüllten Nebelschleier

Festplatz. Der hiesige Gesangverein einen BegrüßungSchor ein, worauf Pflichten der Kriegervereine hiuwies. Hoch auf S. M. den Kaiser begann Bier und Tanz.

A Fronhausen, 11. Juni.

17. Landes-Versammlung des Hessischen Hauptvercins des Evangelischen Bundes.

bringung eines Blitzableiters am Arntsgerichtsncubau be­schäftigte Mechanckerlehrling Schott aus Marburg stürzte heute so unglücklich, daß man ihn schwerver­letzt in die Marburger Klinik bringen mußte.

wegung beträgt 38 000, während etwa 50 000 aus der katholischen Kirche ausgetreten sind. Als Freunde der Be* wegung sind die deutsch-national-fortschrittlich gesinnten Parteien zu nennen, die oft in den Stadtverwaltungen die Mehrheit haben und dem Protestantismus freundlich ent­gegenkommen. Auch die Sozialdemokratie in Oesterreich in­teressiert sich mehr als bisher für die ,LoS von Rom-Be* wegung".

für die Kreise Gießen, Alsfeld uud Lauterbach. Protokoll-Auszug.

Rotationsdruck unb Verlag der Vrühk'lcha» UniDerfitätSbrucfcret DL Longe. Grete».

Redaktion. Expedition u. Druckerei GckruMr.^ 1eL Nr. 6L 1e1egr.-Ldr.: Anzeiger Lietze».

L Handelskammer Gictzcn überlrittSjiffer zur eoangelijctjcn Kirch« feit Beginn der B«.

t. Grünberg, 11. Juni. Ter Schuhmacher Göh

hingen die Fahnen geschmückten, reizenden Odcnwalddörschcns kam so nicht für die Neuankommenden zur verdienten Geltung. Aber die

Stimmung der Anwesenden litt keine Not; auch der Besuch der Versammlungen war gut.

Der zweite Tag, cingcleitet in der Frühe durch Fest* geläute und Choralblasen, galt vorwiegend der Arbeit. Sitzungen und geschlossene Versammlungen füllten chn aus.

In der Sitzung de§ Hessischen HilfS-Aus- schusseS zur Förderung der evang. Bewegung in Oesterreich referierte Pfarrer Lic. Wa itz-Darmstadt über diese Bewegung und den hessischen Anteil an ihrer Unter- stützung. Es wurde das stete Vorwärlsschreitcn und die stets roachsende Vertiefung der Bewegung hcrvorgehoben. Die RechnungS-Ablage, erstattet von Leidheckcr-Bensheim, ver­zeichnet eine Einnahme auS Hessen von über 9000 Mark, zu der alle Dekanate, allerdings in sehr verschiedenem Maße, bcigesteuert haben. So befriedigend dieses Resultat ist, so wird doch bedauert, daß der Hessische Hauptverein von seinen Mitgliedern nicht in die Lage versetzt worden ist, seinen Anteil zur Deckung des Defizits, die der Gesamt-Vorstand als Ehrenschuld übernommen hatte, zu leisten. Im einzelnen wurde' erwähnt, daß nn letzten Jahr 4855 Personen zur evangelischen Kirche übergetreten sind (493 mehr als 1904), welcher Zahl 1055 Austritte gegenüberstehen. Die Gesamt-

Wesentliche Verdienste hat sich der Deutsche Evangelische Bund erworben, der damit auch der katholischen Kirche OesterrreichS einen nicht geringen Dienst leistet. Peter Rosegger schreibt:Für die katholische Kirche wird die LoS von Rom-Bewegung vielleicht der Zwang zu Reformen". Die in der besonderen Pflege des Hessischen Hilfsausschusses stehende Gemeinde Judenburg-Zeltweg in Steiermark hat einen Zuwachs von 100 Seelen zu verzeichnen.

Zum Zwecke des Eintrages mS Vereinsregister sind die Statuten neu aufgestellt worden und werden nach dem Ent- ivurf genehmigt. Um die Arbeit des HilfsauSschusscs >ivch mehr, als cs bisher geschehen ist, bekannt zu machen, ,vird ein Flugblatt verbreitet werden, auch wurde die Bitte aus- gesprochen, es möchte auf den Tekanatsspenden über die Bewegung berichtet werden.

In der geschlossenen Versammlung deS Vor­standes des Hauptvereines und der Abgeordneten der Z w e i g v c r e i n e erstattete der Vorsitzende Pfarrer Lic. W e t lj- Tarmstadt den Jahresbericht. Wir entnehmen daraus, daß der Verein z. Zt. 107 Zweigvereine mit rund 14000 Mit­gliedern, und 13 angeschlossene Vereine mit rund 3800 Mit­gliedern zählt, sodaß die Gesamtmitgliederzahl: 17 800 beträgt. Aus der Jahresarbeit wurde hervorgehoben: die rege Ver­treibung der Bundesschnften, die Veranstaltung von VortragS- und Familienabenden, die sich mehrenden BundeSwaldfeste, die an Zahl zunehmenden BundeSbüchereien und die Unter* Ilützung der Gemeinde-Diakonie durch einzelne Zweigvereine. Auf , die evangelischen Ratschläge für Brautleute gemischten Bekenntnisses" wurde besonders aufmerksam gemacht. Ein Vortrag des Pfarrers Hermann-Nidda behandelte die Frage: .Welche praktische Arbeit haben die Zweigvereine zu leisten, um die Zwecke deS Evangelischen Bundes zu fördern?

Der Evangelische Bund hat nicht nur seine Mittel der Abwehr scharf und auf der Höhe der Zeit zu halten, sondern er hat Sorge zu tragen, daß das evangelische Volk seine religiös sittlichen Kräfte betätige in einer auf dem Boden deS EvangeliiimS stehenden deutschen Kulturarbeit. Diese Arbeit eint das deutsch-evangelische Volk innerlich und macht es zur Abwehr tüchtig.

Es ist kein Werk, in deni deutsche Kulturarbeit geleistet wird, die getragen ,vird von den Grundsätzen des Evangeliums, an dem nicht die Ziveigvereinc des Evangelischen Bundes berufen wären, mitzuarbeiten.

Die Zweigvereine haben: 1. wo solche Arbeit nicht ge­schieht, sie anzuregen und inS Werk zu setzen, 2. wenn eS notwendig ist, ihre Organisation darzubieten, um solche Werke zu betreiben und 3. die Werke der Einzelnen, und Einzel- inslitute zu fördern, zu beleben und zum Gemeinbesitz deS ganzen Protestantismus zu machen.

Der Evangelische Biind, als Gemeindeverein und Zu­sammenschluß evangelisch-christlicher Persönlichkeiten, bildet eine notwendige Ergänzung der rechtlichen Gemeinde-Orga­nisation.

An S. K. H. den Großherzog von Hessen und bei Rhein ging ein Huldigungstelegramm ab. Ferner wurde dem gleich­zeitig tagenden Brandenburger Hauptverein ein Begrüßungs­telegramm geschickt.

Schluß.)

«Smrrfi /SUb^rfiAerunÖ im Detailhandel. t-^utoF^eun^?t,eT,l^crun0dSc^^ Dom 30- Juni M k-H^Evcrsicherungspflicht auch auf die Lager­ung und Beförderung von Waren nusgedehnt worden, sofern Haudelsgcivcrbe erfolgt, dessen Inhaber int Um /getragen ist. Die Unfallverfichcrungs- pflicht einev Betriebes wird nach Entscheidung des Rcichs- h^rt»1CraerVnn ywmrtd-£ begründet au gesehen, wenn min- destenv 100 Arbeitstage im Jahre aus Lageret- und Be­förderung sbe triebe entfallen. Auf Grund dieser Vorschriften werden von der Lagerciberufsgenossenschaft auch Dettril- handelsgeschafte zur Unfallversicherung herangezvgen. Hier- ver ist aber nicht einheitlich verfahren worden, und außer- bE erstreckt sich die Versicherungspflicht und der Ent­schädigungsanspruch nur auf einen Teil der Tätigkeit der rn Detailgeschäften beschäftigten Angestellten. Tie Geschäfts. Inhaber sind daher gezwungen, für die rein kaufmännische Tätigkeit ihrer Angestellten einen Privatversicherungsver- trag nbzuschließen. Es ist deshalb eine einheitliche Itegcl- ung der Unfallversicherung im Detailhandel beantragt worden und zwar durch Ausdehnung der Unfallversicher- ungspfticht auf alle im Handelsregister eingetragenen Detailhandlungen für den ganzen Umfang ihres Betriebes und durch Errichtung einer besonderen Unfall-Beruss- genossenschast fiir den Detailhandel. Tie Kammer beschloß in Uebeveinst immung mit den Wünschen vieler Detailgeschäfte ihres Bezirks, diese Anträge zu unterstützen.

4. Fernsprechverkehr GießenFrankfurt am Main. Der Handelskammer sind in der letzten Zeit wiederholt Klagen über die Ueberlastung der Fernsprech­leitung GießenFrankfurt a. M. und dadurch hervorgerufene Verzögerungen in der telephonischen Verbindung zwischen beiden Städr-n zugegangen. Besonders in den Vormittags­stunden, vor und während der Frankfurter Börsenzeit, rönnen Verbindungen nur nach langem Warten hergestellt werden, jo fern nicht dringende Gespräche angemeldet werden. Da unter diesen Verzögerungen der geschäftliche Verkehr ost schwer zu leiden hat, so beschloß die Sttrmmer, bei der Oberpostdirektion die Herstellung einer weiteren Leitung zwischen beiden Städten in Vorschlag zu bringen.

5. Errichtung einer öffentlichen Fern- sprech stelle am Personenbahnhof zu Gießen. Die Handelskammer ist ersucht worden, für die Errichtung einer öffentlichen Fernsprechstelle am Personenbahnhof zu Gießen einzutreten. Nach den angestellten Ermittelungen liegt ein Bedürftiis für die Herstellung einer solchen öffent­lichen Fern sprech stelle vor und die Kammer beschloß daher, bei der Eisenbahn- und Postverwaltung einen dahingehenden Antrag zu stellen.

6. Errichtung eines N o r d b ahn h o fe s in Gießen. Die Handelskammer ist ferner ersucht worden, nochmals für die Errichtung einer Haltestelle an der Mainweserbohn in der Nähe der Marburgerstraße ein­zutreten. Die Kammer hat sich überzeugt, daß ein großer Teil der hiesigen Geschäftswelt an einer solchen Haltestelle fortgesetzt ein großes Interesse besitzt, und beschloß, bei der Eisenbahn- und städtischen Verwaltung erneut für dieses Projekt einzutreten.

7. Eingänge: Der Handelskammer sind Mitteilungen zugegangen über unlautere Ausstellungsunternehmungen, eine im Jahre 1907 in Dublin ftattfiubenbe internationale Ausstellung, die Entdeckung von Molybdin enthaltenden Erzen im Zululand, den Markenschutz in China, den Absatz von Kartoffeln nach Australien für 1906, die Förderung deutscher 5^andelsbeziehungen zu Costarika, die Lokalindustrie in Bolivien, den Absatz von Hüttenartikeln, Werkzeugen, Maschinen, Textilwaren und sonstigen Jndustrieerzeugnissen nach Bolivien, die Einfuhr von Musikinstrumenten nach Brasilien, den Absatz von Kraftmaschinen nach Brasilien, sowie über zweifelhafte Firmen in Groningen, Utrecht, Haag, öittarb, Breda, Bukarest, Madrid, Newyork und Onrruio (Newyork).

Die Eingänge können während der üblichen Geschäfts­zeit im Bureau der Handelskammer eingesehen werden.

Ans StaSt rind Land.

Gießen, den 13. Juni 1906.

** Vom Großh. Hoflager. Am Sonntag waren der Prinz und die Prinzessin Hohenlohe in Wolfsgarten zur Tafel gezogen. Am Montag Nachm. trafen die Prinzessin Ludwig von Battenberg mit ihren Kindern und Gefolge zu mehrtägigem Aufenthalt in Wolfsgarten em. Zum Lunch am Dienstag hatten die Erbach-Schönbergschen Berrschasten mit der Prinzessin Edda und dem Prinzen ictor zu Erbach-Schönberg Einladungen erhalten.

** Der Ballspielklub 1904 feierte am Samstag und Sonntag sein II. Stiftungsfest. Am 9. fand Kommers im Klublokal statt, wozu auch dcrTurnllub er­schienen war. Am 10. fand ein Frühschoppen im Restaurant Sauer und am Nachmittag em Ausflug nach Lollar, zur Germania, statt. Ter geräumige Saal war bis auf den letzten Platz besetzt. Die Schäfer'sche Kapelle konzertierte.

8. Atz dach, 10. Juni. Auf dem herrlich gelegenen Knochenberg" wurde heute ein schönes Fest gefeiert. Dem hiesigen Knegerverein war im vorigen Spätjahr von Sr. M. dem Kaiser die Fahnen sch leise verliehen worden und er hatte aus diesem Anlaß für heute die benachbarten Kriegervereine zu einer Feier emgeladen. 11 Vereine waren erschienen und gegen 3 Uhr nachmittags bewegte sich ein stattlicher Festzug durch die geschmückten Straßen nach dem

ringer von hier, der mit seiner Fra», gestern einen Spazier­gang niachte, wurde auf der AlSselderstraßc von einem Rad­fahrer überfahren, sodaß er mehrere Verletzungen nn Gesicht und an den Armen davontrug. Die Personalien des Rad­fahrers, der ohne Nummer fuhr, wurden auf der Wachtstube festgestellt.

+ Schlitz, 12. Juni. Am Pfingstsonntage fand in Rom die Taufe der am 13. Mai geborenen Tochter des erbgräfliehen Paares statt. Sie erhielt den Rufnamen Sophie. Tie heilige Handlung mürbe in der Wohnung der Eltern durch den evang. Geistlichen an der Kais, deutschen Botschaft Dr. Schubert vollzogen.

(Schl. Bote)

Lauterbach, 11. Juni. Das Innere der Stadtkirche wird im Laufe dieses Sommers neu herge­richtet. Hierbei wird gleichzeitig der längst empfundene llebelstand, daß unsere Kirche im Winter nicht geheizt werden konnte, durch Einführung von Dampfheizung beseitigt werden. Die Arbeiten sollen in dieser Woche in Angriff genommen werden. Gestern wurde der Gottes­dienst zum letzten Male in der Kirche abgehalten. Aus diesem Grunde veranstaltete der hiesige evang. Kirchen-- gesangverein gestern Abend 8 Uhr ein Konzert in der Kirche, das sich eines sehr zahlreichen Besuches zu erfreuen hatte. Alle Nummern des reichhaltigen Programms wurden unter der Leitung des bewährten Dirigenten Rektor Förmers in wohlgelungener Weise vorgetragen.

sc. Frankfurt, 11. Juni. Der Magistrat hat eine ©nquetc darüber veranstaltet, wieviele der in Frank­furter Fabriken angestellten Arbeiter auf dem Lande ivohnen. Diese Feststellung soll nicht zu dem Zwecke erfolgen, den Arbeitern den Aufenthalt auf dem Lande Zst erleichtern, sondern sie dient Steuer-Zwecken. Denn die Arbeitgeber sollen für ihre auf dem Lande wohnenden Arbeiter zu einer Extra-Steuer herangezogen werben, deren Erträgnis denjenigen Gemeinden zu gute kommen soll, denen die Schulunterhaltungspflicht für die betr. Arbeiterkinder obliegt. (Wir hallen diese Besteuerung vom sozialpolitischen Standpunkt aus für verkehrt, denn sie führt dazu, daß die Unternehmer vorzugsweise in der Stadt wohnende Arbeiter beschäftigen, damit wirb der unheilvolle Zuzug vom Lande in die Stadt weiter gefördert. Es ist nicht Sache der Unternehmer, sondern die -des Kreisverbandes, hier ausgleichend einzugreifen, um durch einen Zuschuß an die Landgemeinden die Schullasten derselben zu erleichtern. Die Ansledlung der Fabrikarbeiter auf dem Lande, darf nicht durch der- artige kleinliche Maßregeln wieder erschwert werden.)

Die Genfer Konventton.

, Genf, 11. Juni. Die internationale Konferenz zur Abänderung der Genfer Konvention ist heute mittag eröffnet worden. Auf dein Programm stehen folgende Punkte: 1. Schutz der außer Kampf gesetzten Soldaten gegen schlechte Behandlung. 2. Sicherung der Feststellung der Identität der Gefangenen durch ein spezielles Kennzeichen, welches jedem Soldaten vor dem Kampf überreicht werden muß. 3. Erleichterung der Aufstellung der Toten-, Ver­wundeten- und Kranlenlisten. 4. Verpflichtung der Krieg­führenden, die geheilten Gefangenen, welche kriegsunfähig geworden sind, in ihre Heimat zurückzubefördern. 5. Gewäh- rung von Unterstützungsmaßregeln für das Personal der Noten Kreuzgesellschaften und der Krankenpfleger. 6. Ab- schaffung des Artikels 5 der Konvention, welcher vorsieht, daß jeder Einwohner, der einen Verwundeten aufniinint, keine Einquartierung erhalte und auch keine Kriegssteiier zu zahlen habe. 7. Einladung an die verschiedenen Staaten, den Wort­laut der Genfer Konvention zu veröffentlichen und Maßregeln zu treffen, damit alle Zuwiderhandlungen von Soldaten und Zivilpersonen gegen die Bestimmungen der Konvention be­itraft werden. Bei der Eröffnung der Sitzung hielt der Präsident der Schiveizec Republik eine Ansprache, auf die der französische Gesandte in Bern Revoil antwortete.

Ocrichtssaal.

, Darmstadt, 10. Juni, lieber eine an der hiesigen Strafkammer verhandelte sehr merkwürdige An klag erlesen wir im Darmst. Tagbl.: Im Jahre 1903 war ein Studierender der hiesigen technischen Hoch­schule aus Moskau einem Schneidermeister dahier für einen Anzug und Reparatur einen größeren Betrag schuldig geworden, der trotz wiederholter Mahnungen nicht zu erhalten war. Um etwas Schwung in die Sache zu bringen, begab sich der Gläubiger zu dem Besitzer eines hiesigen Auskunfts- und Inkasso-Instituts, um diesen zu veranlassen, in einer Moskauer Zeitung den Ausstand zum Verkauf auszubieten. Hiervon riet der Beauftragte ab, schickte aber auf Wunsch dem Vater des Schuldners in Moskau einen Brief, in welchem er den Sachverhalt barlegte und anregte, daß dieser etwa selbst die Schuld tilge oder den Sohn zur Erledigung der Sache veranlasse. Tas Geld wurde alsbald an den Sohn gesandt, der Nie ist er bekam aber nichts davon. Im Gegenteil wurde eine Anklage gegen den Schreiber des Briefes wegen Erpressung oder Nötigung (!) erhoben. Das Ge­richt sprach ihn jedoch frei und legte der Staatskasse die Kosten einschließlich derjenigen der Verteidigung zur Last. ~*

Rhein kenterte cm Kahn mit sechs Fnjasjen, die zum Fischen austuhreu. Vier -jnimjeii des Booles sind ertrunken. In e a 9 a u gab der 24iäyriqe Spinner Schulle auf seine (Beliebte bie Ißjahrige Martha Nivuzta, mit deren Einverständnis mehrere vtevotverichuiie ab und verletzte sie lebensgesährltch. Hieraus erschoß er sich selcht.

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