Ausgabe 
10.10.1906 Zweites Blatt
 
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Erscheint $3gU(5 mit Ausnahme des Sonntags.

Die ..Giehener fiamtlknblätter" werden dem Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der tandwlrl- erscheint monatlich einmal.

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Tel. Nr. 6L Telegr.«Adr.: Anzeiger Gieß«.

Zweites Matt ISO.Jahrgang Mittwoch 10. Oktober 1906

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Siehe«.

KeKanntmachung.

Betr.: Railschbrand bei einer Kuh des Heinrich Dern VI. zu Lang-Göns.

Bei einer verendeten Kuh des Heinrich Dern VI. zu Lang-Göns wurde Rauschbrand festgestellt.

Betr.: Rauschbrand bei einem Stier des Pachters Rudolf Weiß zu Hof-Graß.

Bei einem verendeten Stier des Pachters Rudolf Weiß zu Hof-Graß wurde Rauschbrand festgestellt.

Betr.: Rauschbrand bei einer Kuh des Georg Dichter auf der Hardt bei Gießen.

Bei einer verendeten Kuh des Georg Dichter auf der Hardt wurde Rauschbrand festgestellt.

Gießen, den 8. Oktober 1906.

Größt). Kreisamt Gießen.

I. V.: Dr. Wöruer.________

Sotttischc Tages§charr.

Der nationalliberale Parteitag.

Von nationalliberaler Seite ivird uns heute folgendes geschrieben:

Daß bereits im nächsten Frühjahr abermals eine der­artige Veranstaltung stattfinden soll, ist ein Beweis dafür, wie sehr man eine nochmalige Aussprache der Delegierten wünscht, damit die pari. Vertretungen in möglichster lieber* einstimmung mit dem Gros der Partei vorgehen. Der innere Zwist in unserer Partei hat ziemliche Aehnlichkeit mit dem Kampf der Jungen und Alten in der sozialdemokrati -- schen Partei; aber auch wie bei dieser ist es nicht zu einer Trennung gekommen, man suchte eine mittlere Linie, um sich auf dieser entgegen zu kommen. Im übrigen beschäftigte inan sich mit der Mittelstandspolitik, wohl nicht in letzter Linie aus dem Grunde, weil aus Mittelstandskreisen der Partei verschiedentlich der Vorwurf gemacht wird, sich ihrer Jnteresien nicht genügend anzunehmen und weil andere Parteien lebhaft bemüht sind, jene Kreise für sich zu fesseln. Mit bloßen Resolutionen ist es hier allerdings nicht getan, es wird dabei einer entschiedenen Werbetätigkeit bedürfen, die Hand in Hand geht mit einer praktischen Be­tätigung im Parlamente. Im allgemeinen haben die Ver­handlungen in Goslar fein besonderes Resultat gezeitigt, in­dessen dürfte der Parteitag vielleicht doch zur Folge haben, daß die nalionallib. Paclamentsvertreter mehr in Fühlung nicht nur mit den Wählern, sondern auch mit der Presse gelangen, als es in letzter Zeit zuweilen der Fall war.

Von anderer ^eite erhielten wir folgende Zuschrift:

Um den inneren Gegensatz zwischen den Alten" und benJungen" richtig zu verstehen, wird es nötig sein, kurz auf die Vergangenheit der nationallibe- raleu Partei zurückzugreifen, wie sie im Oktober 1866 ge­gründet wurde. Es geschah dieses "durch Vereinigung von Mitgliedern des linken.Zentrums und der Fortschrittspartei, welche als Programm der Partei ausstellten,in be­sonnener Weise, das will sagen, in Erwägung des Erreich­baren, den liberalen Ueberzeugungen, vor allem anderen aber den vaterländischen Interessen zu bienen." Hierin liegt gleichzeitig die Stärke und die Schwäche der national- liberalen Partei, da sie unter Umständen gezwungen sein mußte, ihre liberalen Ueberzeugungeu nationalen Aus­gaben zu opfern, oder umgekehrt. Gab sie den ersteren in geringerem Grade Ausdruck, so erhielt sie Zufluß von rechts, während sie durch stärkere Betonung des liberalen Prinzips auf der liberalen Seite wohl Anhänger gewinnen konnte, wenn nicht eben der Freisinn diese festhielt. So hatte sie, je nach ihrer Haltung den augenblicklichen Auf­gaben gegenüber, bald mit einer Abbröckelung n a ch links, bald m,ii einer Abbröck'elung na ch rechts zu rechnen und war daher im wesentlichen auf die Einhaltung der mittleren Linie angewiesen. Diese mittlere Linie ermöglichte ihr und das ist das Große an der Vergangenheit der Nationalliberalen vom Jahre 18671875 den organischen Ausbau der Neichsverfassung vorzunehmen und so einen positiven Erfolg des Liberalis­mus im nationalen Sinne herbeizuführen.. Von dieser Höhe, wo sie zeitlveise im Reichstage 151 Mitglieder zählte, stürzte sie herab, als Bismarck im Jahre 1878 eine neue Wirtschafts- und Finanzpolitik inaugurierte. Die schutz- zöllnerischen Nationalliberalen bekämpften die freihänd- lerischen und trugen über diese den Sieg davon, eine Tat­sache, welche die Sezession des linken Flügels in Stärke von 19 Abgeordneten zur Folge hatte. Seit dieser Zeit hat sich die nationalliberale Partei immer weiter nach rechts entwickelt und ist jetzt bis zu einem Punkte dieser Entwicklung gelangt, wo ihr ein großer Teil der nationalliberalenWählerschaftim Lande und die nationalliberale Jugend die Gefolgschaft ver­weigern.

Und wenn dieses geschieht, so ist es also weniger die Haltung der Partei gegenüber der Reichsfinanzreform, als vielmehr der schon seit einem Menschenalter vorhandene und ständig verschärfte Gegensatz zwischen rechts und links innerhalb der Partei. Ob es nun gelungen ist, diesen Gegensatz aus dem Parteitage in Goslar endgültig zu überbrücken, läßt sich noch nicht übersehen, wenn auch die dort angenommene Resolution die nachdrückliche Be­tonung der liberalen Forderungen für geboten hält, und der nächstjährige Vertretertag in Kassel die Richtlinien der nationalliberalen Politik erneut feftlcgen soll. Hierbei ist eben, wie es schon so oft innerhalb des Nationalliberalis­mus geschah, eine weitere Sezession zu befürch­ten, wenn nämlich die rechtsstehenoen Narionalliberwien des Westens oder die linksstehenden des Südens und Ostens sich diesen neuen Richtlinien nicht beugen wollen. Würde durch ihre Annahme, wofern sie nur, wie eben gefordert, das liberale Prinzip im Nationalliberalismus stärker als le betonen, eine .Stärkung des Gesamtliberalis-

mus erfolgen, so würde durch ihre Ablehnung ein wei- terer Zerfall der liberalen Parteien gezeitigt werden, der der Reaktion und der Sozialdemo­kratie zugute käme.

Und dieses wäre umso bedauerlicher, als bekanntlich im Jahre 1908 Reichs ta gswahlen bevorsiehen, bei denen, wie auf dem diesjährigen Parteitage festgestellt wurde, ein großer Teil der Wahlkreise, z. B. in Rheinland und Westfalen, den Sozialdemokraten anheimfiele, falls nicht die Nationakliberalen schon für die Hauptwahl ein Abkommen mit dem Zentrum schließen. Neben den ©o- zialdemokraten ist aber dieses der größte Feind des Libe­ralismus, und Wahlkompromisse mit ihm sind daher, auch wenn sie der Sozialdemokratie Abbruch tun, für den Libe­ralismus verhängnisvoll. Wenn die Nationallibe­ralen sich selbst und ihrer Vergangenheit treu bleiben wollen, müssen sie nach links, also bei hen Freisinnigen, Anschluss suchen. Sie müssen, wie der freisinnige Abg. Müller-Meiningen kürzlich betonte, gemeinsam mit dem Freisinn, unter Aus­schaltung aller kleinlichen Zwistigkeiten, arbeiten, um zu einer inneren Sammln ngspolitik zu gelangen, welche früher ober später den Sieg des liberalen Gedankens über rote und schwarze Inter­nationale davonträgt. Und was hier von dell National- liberalen gesagt ist, gilt natürlich ebenso für die Frei­sinnigen.

..Diesem Einigungsgedaiiken gibt denn auch der Schluß- passus der Goslarer Resolution in gewisser Weise Aus­druck, nach welcher die nationalliberale Partei den Sammelpunkt für alle liberalen Elemente unseres Volkes bilden soll. Daß dieser Zukunstssame aufgehe, dafür sei uns nach dem alten Harzspruch die grüne Tanne ein Symbol. Möge das Erz der unentwegten liberalen Gesinnung weiterwachsen", wie es jetzt in Goslar begann, so wird das deutsche Herz wieder un- verzagt und fröhlich schlagen können!

Russisches.

Aus Helsingfors wird heute gemeldet: Die Opposition gegen die vom Komitee des Kadettenkongresses bean­tragte Resolution teilt sich in zwei Gruppen, deren eine die voll­ständige Verwirklichung des Wyborger Programmes fordert, wah­rend die andere die Steuerverweigerung für notwendig erhärt, die Verweigerung der Rekrutengestellung 'aber nicht für zweck­entsprechend hält, da die Rekruten nach ihrem Eintritt in die Armee die alten Soldaten gewinnen würden. Die Spaltung der oppositionellen Stimmen eröffnet eine günstige Aussicht für die Resolution des Komitees.

Die Untersuchung in Angelegenheit des Wyborger Aufrufs bezw. dessen Unterzeichnung hat begonnen. Mehrere Ver­haftungen wurden vorgenommen. Unter diesen erregt be­sonders die des Professors Petadyski in Petersburg großes Aufsehen.

In Petersburg traf die Meldung ein, daß das Landgut des Justizministers durch Brandstiftung eingeäschert wor­den ist.

Da in Warschau jeden Tag Hinrichtungen von Banditen stattfinden, die durch Feldkriegsgericht zum Tode verurteilt sind, so dauern die lieber fälle auf reiche oder politisch verhaßte Personen fort. So drangen vier Räuber in die Wohnung des Rechtsanwaltes Demski, um Beute zu machen. Als dem be­drängten Rechtsanwalt dessen Schwiegersohn, der Chefredakteur Gadamski, zu Hilfe kam, schossen die Banditen und verwun­deten ihn schwer. Sämtliche Räuber entkamen.

In Lodz sind wegen de§ Tagens des Feldgerichtes die Ar- beiter von sämtlichen Fabriken in den Ausstand getreten.

In Sosnowiee fanden bei angesehenen Bürgern Haus­suchungen statt. Zolldeklarant Ginsberg, Bankbuchhalter Baum­garten und andere wurden wegen sozialistischer Agitation nach Bendzin abgeführt. Das Czenstochauer Feldgericht verurteilte einen Dragoneroffizier, einen Grenzwachtmeister und zwei Soldaten wegen Sozialistenagitation zum Tode.

Auf der Dünabrücke in Riga waren vor einem Monat ein Polizeiossizier und ein Schuhmann ermordet worden. Kürz­lich gelang es, die Mörder, 6 an der Zahl, zu verhaften. Einer , von ihnen flüchtete beim Transport und wurde sofort erschossen. Die übrigen wurden vor das Feldgericht gestellt. Dieses sprach drei Angeklagte frei und verurteilte zwei zu lang­jähriger Zwangsarbeit. Ein Todesurteil wurde in Anbetracht der Minderjährigkeit der Mörder nicht gefällt. Der General­gouverneur Sollahub kassierte dieses Urteil und setzte unver­züglich ein neues Feldgericht ein, das vier Angeklagte zum Tode verurteilte und nur den fünften freisprach. _______

Deutsche» Reich.

Hubertus stock, 9. Olt. Das Kaiserpaar ist heute hier eingetroffen.

Berlin, 9. Okt. DieDisch. Tagesztg." bestätigt, daß der Landwirtschaftsminister v. Podbielski an seinem alten Gallen st ein leiden erkrankt ist, daß er aber voraus­sichtlich binnen kurzem die Geschäfte seines Amtes wieder in vollem Umfange übernehmen wird.

Die falschen Gerüchte über eine neue Militär- Vorlage haben durch die Reise des Frhrn. v. Stengel und des Kriegsministers v. Einem nach Homburg zum Reichskanzler neue Nahrung erhalten. Demgegenüber fann dieNat.-Zlg." wiederholt versichern, daß es sich keines­wegs um eine Durchbrechung des Quinquenats handelt, andern nur um allerdings nicht unerhebliche Mehr- orderungen für Material, die sich aber im Rahmen des Etats halten.

Der ReichStagsabg. Landgerichtsrat Dr. Ernst Müller-Meiningen wurde von Aschaffenburg nach München versetzt.

Wie die ,51. G. C." von zuverlässiger Seite hört, ist es richtig, daß die Untersuchung gegen den Major Fischer vom Oberkommando der Schutztruppe demnächst abgeschlossen werden soll. Sie hat in den wesentlichen Punkten nicht mehr ergeben, als bereits in die Oeffentlichkeit gelangt ist, nämlich, daß Fischer durch Ausnahme von Darlehen dem Herrn v. Tippelskirch pekuniär verpflichtet war. Fischer hat ich damit einer Verfehlung schuldig gemacht, die ohne Zweifel feine Verabschiedung zur Folge haben wird. Trotzdem dürfte die Frage berechtigt fern, ob genügend Veranlassung vorlag, ihn, einen deutschen Stabsoffizier, der sich bis dahin vorwurfsfrei geführt hatte, in Haft zu nehmen.

Der Entwurf betreffend die Rechtsfähigkeit der Berufsvereine wird dem Reichstage nach seinem Zu- fammentritt am 13. November vorliegen. Es hat sich in dieser Beziehung an der im Mai d. I. im Reichstage vom Grafen Posadowsly über die Stellring der Bundesregierungen abgegebenen Erklärung nichts geändert. Bei der Wichtig­keit des Gesetzes ist anzunehmen, daß der Reichstag die erste Lesung irr den ersten Tagen vornehmen wird.

Der Münchener Parteitag der Deutschen Volkspartei hat bekanntlich einen engeren Ausschuß be­auftragt, in einer gemeinsamen Versammlung von Anhängern der Linken die Gelegenheit zu einer klärenden Aus­sprache über das Zusammengehen zu schaffen. 'Nach der demokr. Korr. ist nunmehr beim engeren Ausschuß an­geregt worden, diese Zusammenkunft unmittelbar vor Zu­sammentritt des Reichstages zu veranstalten. ES kommen demnach für die Versammlung, die in Frankfurt statt- sinden soll, der 10. und 11. November in Betracht.

Die deutsche Anti-Duell-Liga hielt tn Han­nover unter der Leitung des Fürsten zu lven stein eine Tagung ab, auf der zunächst in geschloffener Sitzung folgende, die Arbeit der Liga betreffende Beschlüsse gefaßt wurden: Die Liga unterstützt alle Bestrebungen der Studentenschaft, ivelche dahin gehen, unter Vermeidung des Duells Ehren­händel durch Ehrengerichte zu schlichten. Es sind jedoch nur solche Ehrengerichte ins Singe gefaßt, welche weder direkt oder indirekt auf Duelle erkennen. Ferner sollen in allen Hoch- schulstädten Ortsgruppen der Liga gegründet werden. Der in Dresden gebildete oberste Ehrenrat wurde bestätigt. In einer öffentlichen Versammlung wurden dann mehrere Propagandavorträge gehalten, in denen der gesellschaftliche Diiellzwang bekämpft und die Errichtung von staatlichen Ehrengerichten gefordert wurde. Staatsanwalt Yelin- Stuttgart begründete die Notwendigkeit des Anschlusses aller Gegner des Duells an die Liga damit, daß es darauf an­komme, dem Protest offen Ausdruck zu geben, denn so lange die Gesellschaft das Duell anerkenne, könne man nicht vom Offizierkorps, in dem im letzten Jahre nur em Duell vor­gekommen fei, dessen Beseitigung verlangen.

Homburg v. d. H, 10. Okt. Reichskanzler Fürst. Bülow ließ denDresd. Nachr." zu deren bOjäM^em Geschäftsjubrläum folgendes Schreiben zukonrmen:Die. Redaktion und den Verlag derDresd. Nachr." bitte ich, menten besten Dank für die freundliche Ueberfendung eines Jubiläumsblattes und meine aufrichtigen Wünsche für weitere 50 Jahre publizistischer Arbeit im Dienste unserer nationalen Aufgaben entgegenzunehmen."

Kiel, 10. Okt. Die Vorarbeiten zu dem Riesenprojekt der Verbreiterung und Gradführung des Nord- ostsee-Kanals haben gestern begonnen.

Der Cvaugelische Bund.

Graudenz, 9. Oktober.

Gestern abend sand unter großem Andrang eine Voll­versammlung des Evangelischen Bundes statt. Es sprachen Professor Scholz-Breslau und Pfarrer Niemöller-Elberfeld überDas Einheitsband der evangelischen Deutschen", und zwar ersterer über die Voraussetzung dieses Bandes __ die

gemeinsamen eoang. Güter, letzterer über die Stärkung desselben durch die evangelische Wachsamkeit. Beide Redner anden _ reichen^ Beifall. Am Vormittag fand eine Sitzung des Gesamtvorstandes statt, worin unter anderem über eine Kundgebung gegen die Aufforderung des Essener Katholikentages zum gemeinsamen Vorgehen aller Gläubigen gegen den Unglauben und gegen den Umsturz Beschluß gefaßt wurde._____________

AöLönMpoft.

Berlin, 9. Okt. In einer Reihe von Gefechten gegen. Hottentottenbanden in Südwestafrika sind auf deutscher Seite 18 Mann gefallen, 11 wurden verwundet.

Ein Londoner Blatt bringt haarsträubende Mit- te-il ungen und Enthüllungen über die Art und Weise, wie die aufständischen Eingeborenen in Natal behandelt worden sind. Nachdem der Aufstand unterdrückt worden war, herrschte in vielen Provinzen eine wahre Hungersnot, und es wäre Pflicht der Behörden gewesen, dafür Sorge zu tragen, daß den Zulus Hilfe geleistet werde. Nach den An­gaben derTribüne" unterließen es die Behörden, ihre Pflicht zu erfüllen, so daß viele Eingeborene tatsächlich verhungerten. Tie Leichen verhungerter Zulus blieben angeblich auf den Straßen und auf den Feldern liegen und wurden photographiert. Die Bilder zeigen entsetzliche Verstümmelungen, die von Hyänen und Raubvögeln den Leichen beigebracht wurden. Gegen diese Angriffe des radikalen Organs verteidigen sich die Behörden in Natal, indem sie sagen, daß die Vorwürfe unberechtigt seien.

liitö Flotte.

Dem Generalleutnant v. Voigt, Gouverneur von Mainz, wurde der Note Adlerorden erster Klasse mit Eichenlaub, dem Generalmajor Grafen Buenau, Komman­deur der 49. Snfantericbrigabe in Darmstadt, der Rote Adlerorden zweiter Klasse mit Eichenlaub verliehen.

Ärts Stadt uno Lasso.

Gießen, den 10. Oktober 1906.

** Personalien. S. K. H. der Großherzog haben den Rechnungs- und Kassenführer Phil. Harth zum Vor- itzenden des Vorstandes der staatlichen Betriebskranken- kasse für das Großherzogtum Hessen, den Regierungsbau-i meister ~ubn>. <y ischcr aus Langen zum Kreisbauinspek- tor des Kreises Aloseld, den Bergassessor Wich. Schulz in Friedberg zum Tirektor des Braunwhlenbergwerts Lud- wigshofsnung ernannt und den Oberförster der £) bei für ft er ei Ernsthofen, Oberförster Ed. B e y e r zu Ernsthosen, in gleicher Diensreigenichaft in die Oberförsterei Schaafheim versetzt,