Ausgabe 
7.4.1906 Drittes Blatt
 
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156. Jahrgang

Drittes Blatt

Nr. 83

Gietzener Anzeiger

Erscheint tßglich mtt Ausnahme des Sonntags.

DieSiehener Zamllirnblätter" werden dem .Anzeiger oiermal wöchentlich beigelegt. Ter S<fR|d)< Landwirt*' erscheint monatlich einmal.

Samstag 7. April 1906

Rotationsdruck und Verlag da Brühl Ich« UnwerfttälSdruckerei. 0L Lange, (Bteften.

Redaktiorr, Expedition u. Druckerei: Schulstr. 1.

Tel. Nr. 6L Telegr.-Adr. r Anzeiger Greste».

General-Anzeiger, Amtr- und Anzeigeblatt für den Kreis Sietzen.

Deutsche Bauern in der Ostmark.

Fünfzig neue deutsche Dörfer mit je etwa 1600 Morgen Land, das ist kurz daS Ergebnis der.Arbeiten der preußischen AnsiedlungSkommission im vergangenen Jahre. Nach der dem preuß. Landtage vorliegenden Denkschrift für daS Jahr 1905 über die Ausführung des grundlegenden Ansiedlungs- gesetzes von 1886 sind im vergangenen Jahre in den vier Regierungsbezirken der Provinzen Westpreußen und Posen angekauft 34 Rittergüter, 42 größere Landgüter und 82 Bauernwirtschaften, insgesamt 34 661 Hektar für 41 Millionen Mark. Davon befanden sich nur 7.6 o. H. in polnischen Händen. Unter Hinzurechnung der Erwerbungen auS den Vorjahren umfaßt der Landerwerb der Kommission am Schlüsse des JahreS 1905 zusammen 296 323 Hektar oder rund 52 Quadratmeilen zum Kaufpreise von 250 Millionen Mark. Davon stammen 65.6 v. H. auS deutscher und 34.4 o. H. auS polnischer Hand.

Die Nachfrage nach Ansiedlerstellen ist gegen daS Vor­jahr gestiegen. Im Berichtsjahre sind 1527 bäuerliche An- siedlerfamilien angesetzt worden, dazu 19 Slrbeiter-rind Hand­werkerfamilien, sodaß sich der Gesamtzuwachs an Ansiedler­familien im Jahre 1905 auf 1546 Familien mit schätzungs­weise 10 000 Köpfen beläuft. Die seit dem Bestehen ocr Kommission zu Ansiedlerrecht vergebene Stellenfläche umfaßt 156 330 Hektar oder rund 27M» Quadratmeilen. Die Ge­samtzahl der zu Rente, Pacht und im Mietverhältnis ange­setzten Ansiedlerfamilien beträgt 10 667 mit rund 70 000 Seelen. Die gesamte deutsche Bevölkerung (mit den Arbeitern) in den AnsiedlungSgemeinden und auf den AnsiedlungSgütern beläuft sich auf rund 82 450 Seelen.

Der Bericht stellt fest, daß in den Bezirken, auS denen die älteren katholischen Ansiedler gekommen sind, unzweifel­haft das Vertrauen zur AnsiedlungSkommission wächst.

Zur Verbesserung deS Bodens ist wieder viel geschehen, besonders für Drainage, Moor- und Wiesenkultur, desgleichen für Wegebauten. An Hochbauten sind bisher errichtet 85 kirchliche Gebäude, 236 Schulen, 236 Gemeindehäuser. Davon sind im Berichtsjahre hergestellt 11 kirchliche Häuser, 31 Schulen und 30 Gemeindehäuser. Die wirtschaftliche Lage der An­siedler ist in erfreulicher Weise fortgeschritten: Die Renten, Pachten und Mieten sind pünktlich bezahlt worden. Seit dem Bestehen der Kommission sind nur 22 Stellen zwangs­weise verkauft worden. Das Genossenschaftswesen hat sich gedeihlich weiter entwickelt.

Der Strom von deutschen Bauern und Landarbeitern, der in früheren Jahrzehnten durch die Auswanderung dem Auslande zugeflossen ist und diesem als Kulturdünger diente, hat sich in der Ostmark ein neues, für die Befruchtung vater­ländischer Erde ersprießliches Bett gegraben.

Aus S»aOt urro fcatto»

Gießen, den 7. April.

An direkten Staatssteuern gelangen im Etats- jahr 1906 insgesamt 12 777 691.50 Mk. zur Erhebung und zwar 3 224 473.50 Vermögenssteuer und 9 553 218 Mk. Einkommensteuer. Auf Oberhessen entfallen hiervon 2 516 553.25 Mk. und zwar 793 409.25 Mk. Vermögens- unb 1 723 144 Mk. Einkommensteuer. Auf die einzelnen oberhessischen Steuerkommissariate kommen: Gießen 637 058 Mark (149983.50 Mk. Vermögens- und 487 074.50 Mk. Einkonnnensteuer), Friedberg 627 313.75 Mk. (171 956.25 Mark bezw. 455 357.50 Mk.), Hungen 187 393.75 Mk. (80 805.75 bezw. 106 588 Mk.), Nidda 172 341 Mk. (59 257.50 bezw. 113 083.50 Mk.), Büdingen 169 229.25 Mark (60 989.25 bezw. 108 240 Mk.),' Lauterbach 164 210 Mk. (61 947 bezw. 102 263 Mk.), Butzbach 153 354.25 Mk. (55 911.75 bezw. 97 442.50 Mk., Als­feld 151 433 Mk. (52 144.50 bezw. 99 288.50 Mk.), Grünberg 120 042.25 Mk. (46 235.25 Mk. bezw. 73 807 Mark), Schotten 67 135.25 Mk. (25 460.25 bezw. 41 675 Mark) und Homberg 67 042.75 Mk. (28 718.25 be- ziehungZw. 38 324.50 Mk.).

** Das neue Schuljahr beginnt an den hiesigen Schulen, Gymnasium, Realgymnasium, Ober-Realschule, höhere und erweiterte Mädchenschule und Volksschulen, am Montag, dem 23. April.

" Straßenverkehr. Wiederholt ist die Wahrnehmung gemacht worden, daß Last» soivie Personensnhrwerke an den Straßenstellen, an denen Arbeiter mit Kanalarveiten, Röhren- legen nsiv. beschädigt sind, allznschnell vorbeige'ahren sind, sodaß die in den Kanalschächten beschäftigten Arbeiter gefährdet werden. Um eine Hemmung des Verkehrs nicht cintreten zu lassen, wurden seither Straßen, in welchen nur an einzelnen Stellen jolcfjc Kanal- arbeilen vorgenommen wlirden, seitens der zuständigen Behörde nicht gesperrt, sondern das Vorbeisahren geduldet. Wenn sich aber die Klagen über das allzu rasche Fahren seitens der Aiigestellten der Fuhrwerksbesitzer wiederholen sollten, müßte eine häufigere Straßensperrung eintreten. Die F u h r w e r k s b e s i tz e r werden deshalb in ihrem eigenen Interesse, sowie im Interesse ihrer ein­gestellten handeln, wenn sie Vorsorge treffen, das; an Kanalbaustellen im Schritt gefahren wird, und die Vorschriften über das Aus­weichen der Fuhrwerke strengstens beachtet werden.

Nation al liberal er Verein. Der Vortrag des Neichslagsabgeordneten Landgerichtsrat Dr. Hagemann aus Erfurt über die wirtschaftliche Entwicklung unserer Kolonien und die parlamentarische Studienreise nach Togo lind Kamerun ist nlinmehr bestimmt aus den kommenden Montag abend (siehe Anzeige) festgelegt. Er findet im Saale desGroßherzog von Hessen'^ statt. Wir ver­fehlen nicht, nochmals darauf hinzuweisen, daß Landgerichts­rat Hagemann zu den neun Abgeordneten zählte, die sich im August des vorigen Jahres an der Studienfahrt nach unseren westafrikanischen Besitzungen beteiligten, um die beiden Ko­lonien Togo und Kamerun und ihre wirtschastlichen Verhält­nisse aus eigener Anschauung kennen unb beurteilen zu lernen. Eine ebenso interessante Frage wird sodann im zweiten Teil

durch unseren Reichstagsabgeordneten, Kommerzienrat Hey' l igenstaedt, behandelt werden, die Reichsfinanzreform.

* Turnerisches. Sonntag, 22. April d. Js. findet in der Turnhalle deS Turnverems Gießen die Gau­vorturnerstunde des Gaues Hessen statt. Vereine, welche ohne Entschuldigung dabei fehlen, sind von dem Wettturnen in diesem Jahre ausgeschlossen. Die diesjährige Gauturn- fahrt des Gaues Hessen, die nach Frankenberg geht, wurde auf den 20. Mai festgesetzt. Die volkstümlichen Wett­übungen sind: Stemmen einarmig; Laufen über 200 Meter; Freiweit- und Weithochsprung. Die letztgenannte Uebung fällt beim Gatisest aus.

** Lollar, 6. April. Deut Steinbruchbxsitzer Karl Dauster zu Ehringshausen wurde die jederzeit widerrufliche Erlaubnis erteilt, an die Nebenbahn LollarLon­dorf zwischen Daubringen und Lollar ein Anschlußgleise anzulegen und durch die Verwaltung der Staatsbahn mit Lokomotiven betreiben zu lassen. Der Betrieb wird nach öen noch zu erlaßenden besonderen Bestimmungen geführt werden.

Mainzlar, 6. April. Wie dem Gemeinderat mit- geteilt wurde, soll demnächst eine Sitzung über den Schul­hausneubau abgehalten werden. Der Neubau soll an die Fachbornerstraße zu stehen kommen und noch im Laufe dieses Sommers soll mit den Erd- und Maurerarbeiten begonnen iverden. Das Schulhaus kommt dort auf eine Anhöhe zu stehen und wird von weither sichtbar fein.

X Kesselbach a. d. Lumda, 6. April. Der über die Lumda führende baufällige Steg soll durch eine neue Brücke ersetzt werden. Die Pläne werden demnächst zur Vorlage gebracht.

Hanau, 6. April. Da§ Projekt der Erbauung einer- elektrischen Straßenbahn für Hanau mit Verbind­ung der Nachbarorte Steinheim und Großau beiiii wird noch nicht so bald seine Verwirklichung finden, da die Mit­benutzung der Stein Heimer Eisenbahnbrücke größere Schwierigkeiten bereitet. Die Eisenbahnverwaltung hält eine kostspielige Verstärkung dieser Brücke für notwendig und die Verhandlungen werden aller Voraussicht nach sich noch in die Länge ziehen. Unter diesen Umständen plant die Stadtverwaltung die Beschaffung von Automobil- Omnibussen, die den Verkehr sowohl von und nach den Nachbarorten wie «mch im Innern der Stadt vermitteln sollen.

vermischtes.

Der weiße Teufel. Von einer lustigen Geschichte lesen wir in derLothr. Volksstimme". Im allgemeinen galt der Teufel bis jetzt überall als schwarz, in dem Dorfe L. im Bitscher Land gibt e§ jetzt aber auch einen weißen Teufel. Seine Entstehung verdankt er einem recht gelungenen Scherz. Als kürzlich abends nach einem gemütlichen Bei­sammensein in der Maistube sich die Angehörigen des Hauses zur Ruhe begaben, die Jungfer ihreKemenate" aufsuchte und sich wie gewöhnlich, ohne vorher noch Licht anzuzünden, niederlegen wollte, merkte sie zu ihrem nicht geringen Schrecken, daß--etwas Lebendiges im Bette lag. Als

sie zufaßte, hatte sie einen gehörnten Kopf in den Händen. Unter Hilferufen und Schreien:Der Teufel ist im Haus" eilte sie ins Dorf, und einige beherzte Männer gingen denn auch mit ihr. Zuerst sollte der Teufel im Bett durch allerlei Formeln beschworen werden. Er machte aber gar keine An­stalten zu entweichen, und so wurde endlich Licht gemacht und die Spannung löste sich, denn es mar nur Nachbars weiße Ziege, die mit zusammengebundenen Beinen hübsch zugedeckt im Bette lag. Darob zuerst ganz verdutzte Gesichter, dann allgemeines Lachen, und derPseudoteufel" wurde aus dem Bette entfernt und seiner Fesseln entledigt.

* Neapel, 5. April. Seit gestern h^t die Tätigkeit des Vesuv beträchtlich zugenommen, sodaß die Umwohner zeitweise über das Schicksal der umliegenden Ortschaften in Besorgnis sind. Der Hauptkrater zeigt eine gewaltige Rauchentwicklung. Der neue Krater auf dem kleinen Gipfel ist eingestürzt. Der Telegraph am Vesuv-Observatorium ist unterbrochen. Gestern abend 11 Uhr wurden zwei leichte Erdstöße wahrgenommen.

* Wanderfahrt in das böhmische Paradies, den oberen Elbegau und das Je schken - und Jsergebirge. Schon im Vorjahre wurde eine Wanderung in diese herrlichen Gebiete unter der Führung von Josef Mohr, Rumburg (Böhmen), unternommen und die Teil­nehmer waren alles LobeS voll darüber. So soll denn in diesem Jahre wieder mit etwas abgeändertem, erweitertem Programm eine Fahrt am 5. bis 10. Mai dahin unternommen werden. Schon blühen zu dieser Zeit alle Ob stwälder, auf der Elbe herrscht ein buntbewegtes Leben und Treiben und an ihren herrlichen Gestaden prangen Berg und Tal im vollen Frühlingsschmucke. Reichenberg, die schöne, aufstrebende Stadt mit der heuer stattfindenden deutsch-böhmischen Ausstellung, die ein Bild von der Bedeutung des deutschen Volkes in Böhmen bieten wird, sowie die Städte Numburg, die Ein­gangspforte für den vom Norden kommenden Besucher der böhmischen Schweiz und Nordböhmens, Leitmeritz, die lieb­liche Stadt, mitten in den Gefilden des böhmischen Para­dieses, sowie Trebnitz und andere sehenswerte Punkte sollen besucht werden. Es steht daher in diesen Tagen nicht nur eine genußreiche, sondern auch belehrende Wanderung in Aussicht, denn nicht der bloßen Wanderlust wegen, sondern auch auS dem Gefühle der Volksliebe heraus sind diese Wanderungen eingcfül t worden. Der deutsche Besucher Böhmens soll sehe:-, ? Stammesbrüder nicht nur um ihr Dasein riir u:, . . auch den Kampf um ihr Volks­tum kämpsci' n..' . .i.Ordnungen sowie auch sonstige

Auskünfte sind . x. Mohr in Numburg (Böhmen) und bei Lehrer Paul Fahl sich in Lübbenau (Spreewald) erhältlich.

lieber das Wa chStum der Größe und Be­völkerung de§ britischen Weltreichs in den Jahren 1861 1901 gibt eine dem Parlament in Form eines Blau­buchs zugegangene Denkschrift Auskunft. Danach ist daS Territorialgebiet von 8,5 auf nahezu 12 Millionen englische Quadratmeilen gestiegen. Die Bevölkerung britischer Staats­angehörigkeit hat sich von 250 auf 400 Millionen Einwohner vermehrt, lieber den Anteil, den an dieser enormen Be­völkerungszunahme die natürliche Vermehriing und die Erwerbung neuer Gebiete hat, gibt daS Blaubuch keine Auskunft.

Das End^ deS Fracks? Wie es scheint, hat Eduard VII., der Tonangebende in der eleganten Welt, eine Entscheidung getroffen, die die ganze Herrenmode umstürzen soll. Das groteske Gewand, welches man gewöhnlich mit Frack, Schwalbenschwanz und mit anderen weniger feinen Ausdrücken bezeichnet, wird auf königlichen Befehl endgültig vom Hofe verbannt. Die Fachlünstler sollen das Modell eines Hofgewandes nach vom König inspirierten Zeichnungen entwerfen.

* Redeblüten auS dem Gerichtssaal. Eine französische juristische Zeitschrift hat Redeblüten auS dem Ge- richtssaal gesammelt. Wir geben folgende davon wieder: Heute bin ich entschlossen, nur die Wahrheit zu sagen!" Man will auS dem Kiefer der Gemeinde einen großen Zahn ausziehen; aber wir wehren uns gegen dieses Aus­ziehen durch die stärksten Körperverrenkungen."Man weiß niemals, ob dieser Mensch ernsthaft lacht."Tas Schweigen ist eine Art des Beweises, die ich niemals verstanden habe." Die Genosienschaft der Schlächter sammelt die Felle und das Fett ihrer Mitglieder, um sie zu verkaufen."Man hat so kleine Eier geliefert, daß man sagen möchte, eS waren Kindereier."

lUMcnUiitrlMrriirtrt der (ToMfllir m irkr^iM e ietzey 13. Woche. Vom 25. bis 31. März 1906.

Einwohnerzahl: angenommen zu 29 500 (iufl. 1600 Mann Militär.) Slerblichkeitsziffer: 19,39

Anm.: Tie m Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen oebrachte Kranke kommen.

nach

Abzug von 3 Orlssremden:

14,10 /co.

Kinder

Es starben an:

Zusammen:

Erwachsene:

im

vom

1. Lebensjahr: 2.-

-15. Iah»

Tuberkulose der

Lungen

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Tuberkulose anderer

Organe

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Lungen-

entzündung

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Lungenkatarrh

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Schlagfluß des

Gehirns

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Krebs

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Ohreneiterung

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Wochenbett-

fieber

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KD

Summe 11 (3)

8(2)

1

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Das richtige Getränk, richtig znbereitet,

-st das Vollkommenste imb Beste, was man genießen kann. Als richtiges Getränk zum täglichen Genüsse für die Familie empfehlen die Aerzte Kathreiners Malzkaffee, und zwar nicht zum wenigsten wegen seines würzigen, kaffeeähnlichen Wohlgeschmackes, durch den er, abgesehen von seiner Zuträglichkeit und Reinheit, sämtliche anderen Malzkaffees ausnahmslos in den Schatten stellt. Diese unschätzbare Genuß-Eigenschaft entwickelt derKathreiner" jedoch nur dann, wenn er richtig zubereitet wird, nämlich DI7/t

.C-n Nicht zu fein mahlen. - (Einen großen Topf nehmen. - Nicht überbrühen, sondern mit kaltem Wasser ansetzen. zagst Langsam zum Nochen bringen. - 3-5 Ulinuten kochen lassen, dann vom $euer rächen. - hierauf noch 1-2 Minuten stehen lassen: dann abgießen oder durchseihen. - Gekochte gute Milch, möglichst Sahne, dazu nehmen.

Kocht man Kathreiners Malzkaffee noch dieser Vorschrlft, dann tvird jeder sagen:

Ich hätte nicht ae^lanbt, daß der Kaih-eintr" so vortrefflich schmecken kann !"

«in schöner Gesicht £» unb erhält der Nalalm-Lmpeuslilt iRetortemMarke) mit dem Fingerhute, das Stück 30 Pfg. Da; beste zur Pflege d.-r L'ippen. Nur echt und rein mit Retorteu-Marke und Naincnszug Dr. Adolph List. Packungen ohne diese weise man zürück.