Nr. L5S Erstes Blatt
ISS. Jahrgang
Montag 3. Juli 1906
Erscheint tägttch außer Sonntag-.
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Eichener Anzeiger
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Anzeiger Gießen.
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Lehrerstellet
dem
dem
durchaus gut und bei den <5o (baten beliebt ge» ivesen. Die letzten Bestellungen seien vor Bekanntwerben der
Schulamts- Lehrer stelle; Schulamts- Leh rerstelle Schulamts-
Miß trauen im gesamten Volk — stände — gegen alle höheren stände". Er mag damit leider nicht ganz unrecht haben. Wird aber dieses Mißtraueil gerade in unserem staatstreuen Bauernstände
gegen die „höheren" Stände nicht noch sehr wesentlich vertieft, wenn berufene Diener der Staatskirche Hinneigung von Lmtsbrudern zu der privatbesitzseindlichen Sozialdemokratie für gut uno recht erklären? Mutz der Bauer dann nicht Von. .u-J altes Vertrauen zu den „höheren"
einmal die Sozialdemokratie Hessens ztt behaupten sich getraut.
Der Wunsch des Herrn Pfarrer Fuchs, „wir hätten ein paar enthusiastische Pfarrer, die die Gefahr der Sozialdemokratie weniger sähen, ivirklich hinüber gehen könnten, und so ein Bindeglied würben zwischen ihr und uns*, ist so „fromm* nicht. Zu berSozialbeinokratie ist ja schon mancher,,enthusiastische*
erstattet. Wegen der angeblichen Unterschleife von Bekleidungsstücken :e. hätten die Ermittelungen ergeben, baß verschiedentlich abgetragene Uniformen an eingeborene "Arbeiter zum Schutze gegen die Witterung ausgegeben wurden. Auch hätten vereinzelt Soldaten alte Uniformen verschenkt oder veräußert, worüber keine so strenge Kontrolle wie in der Heimat möglich gewesen sei. Indessen seien neue lieber- wachungsbestimmungen getroffen worden. Was die Ver- wenbimg von amerikanischem Corned-Beef anlange, so habe man bewährte Marken benutzt, die bedeutend billiger seien als die deutschen. Das amerikamscheBüffel-Fleisch sei bisher
offentlichter 'Aufsatz betitelt
konsistorium und die Darmstädter Stichwahl" fand viel Beachtung, besonders bei uns in Hessen. Unserer Redaktion z. B. ist er in mehreren Exemplaren zugesandt worden, zumeist ivohl von Freunden und Gesinnungsgenossen Korells und Gegnern des oberkonsistoriellen Verweises. So sehr wir Herrn Sic. Fuchs, den Nachbarpfarrer KorellS, schätzen als einen der vorzüglichsten Vertreter der modernen Theologie
dem Herrn Pfarrer di- Wissenschaft, daß sich das Großh. die betreffenden Punkte bereits in der Budgetkommission Oberkonsistorium in Dienste des industriellen Unternehmertums gründlich aufgeklärt worben seien, wirb nochmals feftgestellt, daß mehrere Beamte wegen dauernder Ueberstunden Re-
stellt ober vor ihm liebedienert? Wir meinen, das Ober
konsistorium hat einfach gehandelt, wie unter der bestehenden niuncrationcn aus einem Fonds erhalten hätten. Die Zu- staatlichen Ordnung jede Behörde zur Aufrechterhaltung der wendung von Liebesgaben an Offiziere zur Teilnahme staatskirchlichen Autorität zu handeln die Pflicht hat. Daß an einer Wohltätigkeitsvorstellung wurde zugegeben, nach den durch „den Kampf der Arbeiterschaft sinanziell Ge- um den Offizieren, die zur Repräsentation entsandt werden schädigten" eine Großh. Behörde schiele, hat bisher noch nicht mußten, die hohen Ausgaben zu ersparen; indessen hätten die Offiziere, als der Vorfall erörtert wurde, den Betrag zurück-
geeignet, Vertrauen zu. gewinnen ,ils zu verlieren", sagt Fuchs. Mit viel größerem Rechte läßt sich dieser Satz u. E. in fein genaues Gegenteil umkehren. Tie Gesinnungstüchtigkeit Korells ist jedenfalls aller Ehren wert, aber ebensowenig darf ein Pfarrer der^vorgesetzten Behörde das Recht absprechen, ihn in die von Staats wegen gezogenen Grenzen zurückv erweisen, wenn sie diese Schranken aus tiefster ll/berzeugung für überschritten erachtet. Die Behörde, die ihrer Ucberzeugung zuwider dem ihr Unlerstellten keinen Verweis erteilte, verdiente u. E. keine Achtung; sie gäbe sich selber auf, machte sie in so folgenschwere.! Fällen von den ihr von Rechts wegen zusteyenden Disziplinarmitteln keinen Gebrauch. Herr Pfarrer Fuchs aber scheint das Recht zu disziplinieren seiner vorgesetzten Behörde überhaupt streitig machen zu wollen.
Dem Oberkonsistorium ift die u. E. sehr woljl berechtigte sozialliberale Richtung Korells nicht sympathisch. Tas hat es in seinem Schreiben unzweideutig zum Ausdruck gebracht. Trotzdem hat es die Kandidatur K'orells gestattet. lind doch behauptet Herr Fuchs, es könne nach dem Ko re lisch en Verweise von dem Yess .Pfarrer hinfort „jeder sagen: du reoeft ja nur so, — weil deine Behörde es so will". Ist eine Behauptung je ungerechtfertigter gewesen?
Wir lesen heute in der „Darmst. Ztg.":
Tas Ober-Kons i stör cnn, wirb aus die öffentlichen Aeußernnqen unb Angriffe, welche der Falt Korell veranlaßt hat, nicht antworte n. Dagegen behält es sich vor, der voranS- sichttich in diesem Jahr znsammentretenden L. a n d e s s y n o b e die erforderliche Aufklärung zu geben. Die Landessynode erscheint als die berufene und am besten bazu geeignete Stelle, um das nur von der Erwägung der kirchlichen Interessen ausgehende Ber- sahren der Kirchenbehörde zu beurteilen.
Redner, auch politische Gegner, bas Verfahren bes Oder- Konsistoriums. Vertreter des Stanbpunktes des Ober- konfistoriumS waren zu dieser Versammlung, deren Verlauf abzusehen war, vernünftigertveise nicht erschienen zur Vermeidung unnützer Streitereien. Ein von Lic. Emil Fuchs, dem Verfasser eines von tiefer, freier, echter Religiosität und starker Humanität im Sinne Herders zeugenden ethischen
Schift über „Gut und Bose", in der „Christ!. Welt" ver-
Das Darmstädter Ober-
Ständen verlieren? „Die Haltung Korells ist also eher
TColonialpofte
Die „Deutsche Kolonialz." veröffentlicht ein Schreiben des Reichskanzlers, datiert an den Präsidenten der deutschen Kolonialgesellschaft Herzog Johann "Albrecht von Mecklenburg, worin der Reichskanzler mitteilt, daß die Fertigstellung der Bahn Lüderitzbucht-Kubub noch im Laufe dieses' Jahres zu erwarten ist, daß Oberbaudirektor Kummer zu Aufstellung eines Planes für die Verbesserung der Landmlgsverhältnisse sich in Swakopmund befindet, und die Entsendung einer neuen Kommission zu Untersuchungen wegen der Wetterführung der Usambarabahn vorbereitet wird. Das Schreiben schließt: Die Bildung eines selbständigen Reichskolonialamtes wird auch nach der, durch den Reichstag erfolgten Ablehnung eine der wesentlichsten Bestrebungen der Kolonialver-
innerhalb der hessischen Pfarrerschaft, so sehr wir den ehrlichen Eifer seiner Ueberzeugung auch in diesem Aufsatz anerkennen, so wenig können wir uns doch mit diesen seinen Ausführungen einverstanden erklären.
Es ist zunächst dem Großh. Oberkonsistorium nicht im mindesten eingefallen, von Korell zu verlangen, daß er, wie Fuchs sagt, „seiner Partei in den Rücken falle." Seine Partei ift mit der Parteileitung durchaus nicht zu identifizieren. Dem Rufe der Parteileitung ist bei der Darmstädter Stichwahl die Partei längst nicht einmal zur Hälfte gefolgt, der bet weitem größere Teil hat also klipp und klar bei Parteileitung seine Mißbilligung gezeigt. Also ist eigentlich die Parteileitung der Partei „in den Rücken gefallen". Dieses Mißtraucnsvotuin gegen die Parteileitung hätte diese demnach längst zu der Einsicht bringen können, daß, da ihr Vorgehen den Intentionen der Partei angehörigen nur z u m kleinen Teil entsprach, weise und taktvolle Mäßigung und intensivere Fühlung mit ihren Wählermassen ihre oberste Pflicht für die Zukunft ist. Fuchs vertritt auf der einen Seite mit aller Entschiedenheit die rücksichtslose selbständige Betätigung des Einzelnen, auf der anderen beutet er an, daß dem Parteileitungsrufe alle blind gehorsam zu folgen hätten, wenn er von „in den Rücken fallen" spricht. Welch ein Widerspruch!
Sehr richtig sagt er, „daß die berechtigten Forderungen der Arbeiterschaft innerhalb der beste h e n d e n Ges e lisch a f t s ord nu n g z u e r re i ch e n sind" und fügt nicht ohne Sophislik hinzu:
„Für die, die so denken, ist der wirkliche Beförderer der Sozialdemokratie Jeder, der Den berechtigten Forderungen der Arbeiter- fchasl auf Organisationsrecht usw. Widerstand leistet ober sie nicht unterstützt." ,
Demnach aber schnitten boch die bürgerlichen Parteien wahrlich sich am allertiefsten ins eigene Fleisch, wenn sie vereint mit der Sozialdemokratie marschieren, mährend sie zu beweisen haben unb u. E. sehr wohl beweisen formten, daß unter striktesterBekämpfung berSozialbeinokratie alle vernünftigen Begehren ber beutschen Arbeiterschaft sich erfüllen lasten.
Daß „ber Pfarrer bie Autorität feines Amtes mißbrauchen soll ziir tatsächlichen Bekämpfiing einer Partei", ist in bein zwar sehr gewunbenen Dokument bes Oberkonsistoriums auch mit feiner Silbe angebeutet worben, im Gegenteil ihm volle Freiheit ber politischen Betätigung ausbrücklich 511- gestanben, wenn auch nicht als besonbers sich vereinbarenb mit ber Würbe eines Amtes hingestellt worben.
Fuchs zieht bann eine Parallele zwischen Revolutionären links unb rechts, bie um so weniger zur Sache gehört, als bekanntlich in Hessen niemanb bie Abschaffung bes nllgem. Reichstagswahlrechts sich erträumt, unb spricht es unum* wunben aus, baß es feinem Pfarrer verwehrt werben bürfe, vor beni Rationalliberalismus ber Sozialbeinokratle ben Vorzug zu geben, bereu revolutionäre Tcnbenzen er gar nicht leugnet unb nur wohlwollenb bedauert! Das i|t freilich eine Ansicht, bie uns für einen Diener ber Staatskirche vollkommen unverstänblich ilt unb bleiben wirb.
Fuchs imputiert bann dem Oberkonsistorium ohne jeden Grund, daß es .„jede oppositionelle Haltung ber Regierung als eine Sünde" hingestellt Habel Welche Regierung? Dic hessische Regierung steht bekanntlich der politischen Richtung Korells keikieSwegs antipathisch gegenüber. Ueberdies hat das Oberkonsistorium bie Reichstagskandibatur Korells bekanntlich ohne weiteres zugelaffen.
Die Bemerkungen von beni „nicht ganz guten Gewissen" ber Sozialbemokratie werben auf bereu Seile bem entschiebensten Widerspruch begegnen. Daß aber das Großh. Oberkonsistorium zur Bernhigimg der Arbeitgeber Korell ben Verweis erteilt habe, weil „ber Kampf ber Arbeiterschaft für Verbesserung ihrer Lage so viele finanziell schäbigt", diese ziemlich unverblümte Behauptung des Pfarrers Fuchs ist denn doch vollends unbegreiflich. Von wannen kommt
wAtung bleiben. .
Hierzu bemerkt die kath. „Germania : Die fortzesetzteu, immer peinlicher wirtenden Enthüllungen über wenig erbauliche Vorgänge int Kolomalamt dürfen wenig geeignet fein, der vom Reichskanzler kundge- gebenen Absicht Vorschub zu leisten.
— In einem öffentlichen (Sonummiquc tritt Die „Nordd. Allg. Ztz." den erneuten Vorwürfen über die Verhältnisse bei der Schuftruppe für Deutsch-Südwestasril'a entgegen.
Theologe, wie Gohre, PeuS, v. Wächter, „übergegangen." Was dabei herausgekommen ist, weiß auch $xrr Pfarrer Fuchs. Daß es fein Bindeglied zwischen hüben und drüben gibt, daß es ein solches unmöglich geben kann, das zeigen die zur Sozialdemokratie abgeschwenkten Theologen zur Evidenz, und kann jeder sozialdcmokrat. Arbeiter Herrn Pfarrer Fuchs hohnlächelnd klar machen. Denn die So- zialdeniokratie wirt) sich nun und nimnrermehr von revolutionären Tendenzen loslösen, auf Vernichtung aller ver- -• -
uünftigen Staatsordnung abzuzielen, wahrend die vermeint- Lkandale gemacht worden. -~cgen vom „Anzeiger vom Oberlichen revolutionären Tendenzen der Rechten auf bie Mumi- lanb" gegebener Darstellungen sei Strafantrag gesiellt. . fizierung des Bestehenden ausgehen und darum auch von — Zu den Gerüchten von dem Verschwutden jeder weitblickenden Regierung mit Recht nicht minder be- von Ausrüstungsgeaenstanden für Südwestafrika, kämpft werden wie die der Linken, obschon cs nur allzu ^ic bann in Argentinien verkauft würben, berichtet begreiflich ist, wenn einzelne Regierungen sich , auf die , bte ftrQnff Zta., baß auf Anordnung des Reichs- stützen, die alles Beitehenoe mc>g.ichft zu ervreren diese Angelegenheit noch znm Gegenstand einer
A-nd-rPfa^besonderen Untersuchung g°m°cht Mrden sei. Aür das tirchenglieder zu sein, als ein mehr der Sozialdemokratie in siegen den Gouverneur von Puttkamer cingeleitete Wort und Schrift sich zuneigender. Drsziplinarversahren worde aufWunich dss Kowmak-
Herr Pfarrer Fuchs spricht auch von dem „tiefen amts vom Justizminister ein Kammergerichtsrat al^ auch im Bauern- Untersuchungsrichter bestellt.
— Die „Münch. Reuest. Rachr." hören, daß ein Vortragender Rat aus der Kolonialabteilung bereits ausgeschieden unb in ein anderes Amt versetzt sei, zwei weitere derartige Ataßnahmen seien in Vorbereitung. Dasselbe Blatt nennt als Gewährsmann des Abg. E^- bepger jcn.11 früheren Beamten Pöplau, über den im Reichstage in den Sitzungen vom 14. und 15. Dezember 1905 ausführlich verhandelt worden ist.
Gießen, den 2. Juli.
** Lehrerperson allen. Uebertragen wurde denk Lehrer Paul Rochelmeyer zu Muldszen lOstpreußen) die Lehrerstelle au der Gemcinbeschule zu Vadenrod/ denk Lehrer Peter Kröcker zu Wallerstädten eine an der Eemeindeschule zu Groß-Gerau, dem aspiranten Gg. Müller aus Zotzenbach eine au der Gemeindeschule zu Zellhausen, dem aspiranten Joh. Weber aus Storndorf eine an der evaug. Schule zu. Wald-Michelbach, dem aspiranten Theod. Ieitler aus Germersimm (Pfalz) eine Lehrerstelle an der Gemeiudeschule zu Unter-Flockenbach, dem Schulamtsaspiranten Ludw. Petri autz Meder-Bessin- gen die zweite Lehrerstelle an der G.'meindeschule 511 Birklar, den Sckmlamtsaspiranteu Ag. Angermayer aus Bürstadt, Job. Groben aus Gau-Bickelheim und Jos. Schmitt aus Ober-Lilbersheim Lehrerstellen an der Volksschule zu Mainz. Entlassen wurde der Lehrer an der Gemeindeschule zu Ober-Seemen, Phil. Sittel, auf sein Nachsuchen.
** Ministerialprasideut Braun hat am Freitag einen mehrwöchigen II r 1 a u b angclreten.
*♦ I n der Lesehall e hat wieder ein Bilder- wechsel stattgesunden. Von den laut Katalog neu ausgestellten, durchweg gmen Bildern seien nur die folgenden genannt: Rembranoi, „Jaiobs Segen" und „Ter barmherzige Samariter", Berghcm, „Der Sackpseifer", P. de Hoocki, „Hof eines holländischen Bürgerhauses", Mriaeir v. d. Velde, „Holländische Farm", Willem v. d. Velde, „Ter Kanonenschuß", ,Jau Hackaert „Allee am Kanal", ferner: Ludwig Ricluer, „Zum Empfang", sodann Hans 0. Bartels, „Kap Landsend in Cornwallis", Dalbemo, „In Arkadien", Gruppe, „Am Strand", Liebermann „Teufiches "and", Kullmorgen, „Im eigenen Nest". — Von den ^teinzeich* mm gen feien bervorgrnrob^u: Al ClücF, ,/)Aölltal niiiS^eiligcn- blut und Großglockner, sowie A.m int Hochgebirge, Rieper, „An der Quelle", Fischer, „Tie Altstadt in Dresden". Ter Stereostopapparak zeigt 50 Ansichten aus dem Zftesen-
gebirgc. !
** Das 25jährige T ie n stjub iläum feierte gestern der Magazinier der Firma H. S M a f f st a c d t, Herr Jul. Dickorö. Von dem Prinzipale wurde er mit einem: größeren Geldbeträge bcdachl, während iyui von den Be- Obwohl f aniieu uno Arbeitern wertvolle G ichenle überreicht wurden.
Pre heutige Mmmer umfaßt 10 Seiten,
Zum „Jass Soress".
Gießen, ben 2. Juli 1906,
Eine in Darmstabt in ber vorigen Woche von ber freisinnigen Partei einberufene öffentliche Versammlung gefaltete sich zu einer Protestkunbgebimg gegen bie Maßregelung bes Pfarrers Korell. Friebrich Naumann sprach in ber Turnhalle. In ber Diskussion mißbilligten sämtliche
Kirche «nd Schule.
-m- Da rmstabt, 30. Juni. Den am päd. Kursus hier teilnehmenben Abiturienten von Oberrealfchulen unb Realgymnasien, bereu Zahl sich aus 21 beläuft, wurde auf ihre Gesuche hin vom Staate eine Unterstützung von je 100 Mk. zuteil. 13 Gesuchstellern wurde diese Beihilfe gewährt. Im Herbste müssen sich bie Teilnehmer bes Kurses einer päd. Prüfung unterziehen, nach beren Ablegung sie im hessischen Volksschuldiensie Verwenbung sinben können. Diese Einrichtung ist ganz neu unb hofft man bucch weitere Abhaltung solcher Kurse bem eben herrschenden Lehrermangel zum Teile zu steuern.
Aus Srasr uno staito.


