Ausgabe 
4.7.1905 Drittes Blatt
 
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Nr< 154

ikbetai »§Uch nttt tMna^nte bei Sonntag».

DieSteten er Samnitnblätter" werden dem ,enneioei viermal wöchentlich beigelegt. Der ai»wttF «scheNU mwtM einmal.

Drittes Blatt. 155. Jahrgang

Gießener Anzeiger

Dienstag 4. Juli 1905

RotartimSbTud and vertag bet Vrühllc-« UntoerfltfitSbrudereL R. Laag«. Dietz«.

Redaktton, ExpebMo« a. Druckerei: Schulftr.?, XeL Nr. 6L r«tegr.-Adr.» An-eig« «ftav

General-Anzeiger, Amt;- und Anzeigeblatt für den Kreis Siehe«.

wissen viele (Gemeinden ganz genau icib versäumen man, Ivcnn | f^ert a fPwirf\HiYtn nKpr 9t<iSttun/T Sitircinltigc, cittc-> .

Infanterie verlieben.

zum Aktuariatsassistenten bei dem Amtsgericht Bad

Frankfurt ä. Ws., 3. Juli Offizielle Sehlusskarse. \

Folgende Unter

do

3/2e/o Rossen

4l/s% Oesterr. Silberrente . 100.80

99.00

Donnerstag nachmittag und abends

Dazu Ballet-Einlage.

Abends im Saale

auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle.

Tendenz: fest.

. 101.40 . 90.10 . 101.25 . 90.10 . 100.30 . 99.30

. 101.70

66.60

67.00

87.80

134.00

64.00

44.40

Krell, i Nauheim.

31/, % Oberhessen .

4% Oesterr. Goldrente

4% 4»l

4% 3V

1%

"Ungar. Goldrente, Italien. Rente . Portugieser I , Portugiesen. HI Unif. Türken .

erhöhen.

Wie im Kanzleibetriebe, so liegen die Verhältnisse in jeher anderen Verwaltungsstelle, am unzulänglichsten da, wo man die hohe Beamtenzahl namentlich in den Bureaus dadurch auszu­gleichen sucht, daß man unwürdige Besoldungen gewährt, ein Vorgehen, das unrichtig ist, weil es den sozialen Anschauungen der Gegenwart zuwider läuft und am wenigsten bei Behörden arrzutreffen sein sollte.

Unsere leitenden städtischen Beamten brauchen nicht nach Eng- fanb zu fahren, um moderne Fortschritte zu studieren. Sie finden mitunter schon in allernächster Nähe das, was sie brauchen können. Ermögliche man durch Urlaub und K o ft e n e r s a tz die Bereicherung ihres Fachwissens und setze man prinzipiell all­jährlich in den Etat einen Poften ein, der wenigstens einem Ressort zugute kommt. Die kleine Ausgabe wird sich bald als äußerst produktiv erweisen.

Türkenlose......

4% Grieeh. MonopoleAnl 4*/,% äussere Argentiner

Benzwagen beteiligt sein und diesen Wagen in den drei ihm# Fiirr cm en selbst steuern.

Kirche urrv Kchvle.

Limburg, 3. Juli. Der Neubau des hiesigen Gym­nasiums sollte einen Namen bekommen. Wa§ lag näher, als dabei des großen Dichters sich zu erinnern, dessen Ge­dächtnis in diesem Jahr überall mit Begeisterung gefeiert wurde! Der Gedanke fand bei der Bürgerschaft die beste Ausnahme, und das Lehrerkollegium beschloß mit allen gegen die Stimme des katholischen Religionslehrers, die Benennung -Schillergymnasium". Auch das Provinzialschul- kollegium in Kassel soll diese Namengebung gutgeheißen haben; da begann die Zentrumspresse ihren Gegenfehdezug. Nicht

Keer unb Stoffe.

Der kommandierende General des 4. Armeekorps General­leutnant von Beneckendorff u. v. d. Hindenburg und der kommand. General des 11. Armeekorps Generalleutnant Linde wurden zu Generalen der Jnfa.ntcne be- juiucit Dem Gouverneur von Köln, Generalleutnant von und zu Egloffstein wurde der Charakter als General der

VoMische Tagesschau.

Vom Glück begünstigt.

Es sind in diesen Tagen acht Jahre verftoffen, seitdem Herr v. Tirpitz an die Spitze der Marineverwaltung be­rufen wurde. Im stillen Schwarzwald, zu St. Blasien, war es, wo der aus Ostasien heimberufene Flaggoffizier das Programm für den systematischen Ausbau der Flotte ausarbeitete. Herr v. Tirpitz ist in ungewöhnlichem Maß vom Glück begünstigt worden. Er hat am Zentrum den Rückhalt gefunden, der seinem Vorgänger, Herrn v. Holl­mann, versagt war, obgleich dieser die Bewilligung einer- weit geringeren Zahl von Schiffsneubauten nachsuchte. Die im Herbst zu erwartende Marine-Vorlage soll nun den Schlußstein der Flotten-Reorganisation dar­stellen, deren Durchführung Herr v. Tirpitz, derRoon der Marine", als fein staatsmännisches Lebenswerk betrachtet. Er kann den parlamentarischen Verhandlungen mit größerer Zuversicht entgegensehen, als vor acht Jahren. Die aus­schlaggebende Partei wird ihm das Wesentliche diesmal erst recht bewilligen, schon im Hinblick auf die unsichere inter­nationale Situation. Auch diese ist vom Standpunkt des Staatssekretärs ein Glücksumstand, der il)n der Verpflichtung Nthebt, sich auf mnfangreiche Denkschriften zu stützen.

Bad-Nauheim, 3. Juli.

Haltungen werden in dieser Woche stattfinden: Dienstag den 4. Juli, nachmittags und abends auf der Terraffe Kon­zert der Kurkapelle. Abends Amerikanisches National-Konzert. Bei gutem Wetter LampionSbeleuchtung und nach Theater­schluß (gegen 10 Uhr) Feuerwerk vor der Terraffe. Abends 8 Uhr Theatervorstellung:Charleys Tante." Mittwoch nachmittags und abends auf der Terraffe Konzert der Kur­kapelle. Abends Theater-Vorstellung:Die Logenbrüder."

Alle Lehrbücher und Kouareßvs-rtrLae reichen nidit heran an Aen Mert solcher Stist^enfcchrtcn in die blühende Praxis. Das

. 121.90 t 206 80 . 188.80 . 140.90 . 154 70 . 169 20? . 148 80, . 18.30, * 260*40 . 247.00 . 209 80 . 100.401

Aus Stsdl und £and.

Gießen, 4. Juli 1905.

** Personalien. Se. Kgl. Hob. der Großb erzog haben den Veterinärarzt Hofmann aus Alsield zum Assistenz- veterinärarzt mit dem Wohnsitz zu Homberg a. d. O. und den Veterinärarzt Dr. P e t e rs aus Wolfskehlen zum Asff'ttnz- veterinärarzt mit dem Wohnsitz in Wald-Michelbach ernannt. Am 28. Juni wurde dem Dammwärter Hofmann zu Ginsheim die Dammwärterstelle in Nackenheim über­tragen. Dem Kabinettskanzlisten Zissel zu Darmstadt wurde das Hosdienst-Ebrenzeichen für 25 Dienstjahre ver­liehen. Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuer­wehren wurde verliehen durch Allerhöchste Entschließung Sr. Kgl. Hoh. des Groß Herzogs den Mitgliedern der frei­willigen Feuerwehr zu Undenheim: Schwam b lll., Weintz, Harter IN., Kröhler, Schickert und Friedrich, sämtlich zu Undenheim; ferner den Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehr zu Herrnsheim: Seelig. Becker, Hübener, KaltentHaler, Erdelmeier, Edelmeier und Vo­winkel, sämtlich zu Herrnsheim. Der Generalkonsul der Republik Cuba, Justo Gareia Velez in Hamburg, der sich im Besitze des Reichsexequaturs befindet, ist zur Aus­übung konsularischer Funktionen im Großherzogtum zugelaffen worden, der Generalkonsul der Republik Eeuador, Luis R. Dillan in Hamburg gleichfalls. Dem Großh. Bürgermeister Becker in Bodenbeim wurde das Silberne Kreuz des Verdienstardens Philipps des Großmütigen ver­liehen. Ernannt wurde der Aktuariatsassistent bei der Staatsanwaltschaft am Landgericht der Provinz Rheinheffen,

die Errichtung oder Ausgestaltung enter Klaranlage, ...... Schlachthauses oder eines Theaters m Fr^ge steht, wlcke Orte zu besuchen, wo derartige Auftitute ober Entrichtungen ftch be­währt haben. Ebenso ermöglichen die meisten Städte ihren Lettern der teckmischen Betriebswerke den Besuch vvu Fachkongressen, wo sich gewöhnlich Erfalwungsaustausch und sanstneuliche Anreg­ungen mit der Besichtigung von Musteranlagen verbanden. Aber das reicht nicht hin. Spezielle kommunale Infor­mationsreisen sollten in gräderem Maßstabe, und syste­matisch geordnet zu einer st ä n d i g e u E i n r ich t u n g gemacht weichen. Sie kommen für i cdes R e ssort m Dtracht. Es gibt keinen Zweig der städtischen Verwaltung, der nicht in den letzten Jahren da und dort die grvisten Umwandlungen er­fahren hat. An jedem Tage webt auch im kou'wim-'len Verwalt­ungswesen der Fortschritt sein neues und besseres Stuck, das zumeist auf Vereinfachung und Verbillig u n 0 gerichtet ist. Tenn die Kommune wird mehr und mehr zu sparsamster -Wirt­schaft angehalten; ihre Aufgaben und Ausgaben wachsen riesig, iljrc Einnahmen nur zwergenhaft, sodaß die Steuerkun-tler ibre liebe Not haben. Jede Verbesserung in den Reffortmrwaltungen, die eine Verbilligung in sich schließt, wird daher mit un­verhohlener Freude begrüßt. Verbessern kann man aber nur, wenn man das Bessere auch kennt.

Greifen wir nur ein Ressort heraus, das dem Laien viel­leicht am allerwenigsten geeignet erscheint, durch eine Informa­tionsreise befruchtet werden zu können: das städtische Kanzlei­wesen. Es gibt eine Reihe von immer wiederkehrenden Kanzlei­arbeiten, die durchaus mechanischer Natur sind und die doch ge­leistet werden müssen, soll die Registratur in Ordnung sem und der Betrieb nicht stocken. Nun hat die moderne Industrie Mr die kaufmännischen Kontore eine Reihe von Einrichtungen geschaffen, die dort unentbehrlich geworden sind. Einzelne Kanzleien, dre von Vorstehern mit modernem Blick geleitet sind, haben es nicht versäumt, sich die erleichternden .Hilfsmittel der kaufmännischen Kvntore zunutze zu machen. Sie kommen mit wenig Personal au.s und arbeiten schnell und sicher. Die mannigfache Verwendungs­art der genannten Hilfsmittel kann man nur aus der Praxis kennen lernen. Nur in ihrer wirklichen Anwendung kann man sehen, was mit Hilfe von Schreibmaschinen, Vervielfältigungs­apparaten, Kartenregistern, vereinfachten Formularen, Rechen­maschinen, Rechentabellen, Stenographie usw. erreicht und erfvart werden kann. Eine einzige Informationsreise des städtischen Bureauvorstehers, die vielleicht 300400 Mark an Spesen verursacht, ist wohl im stände, die Sicherheit, Schnelligkeit und Leichtigkeit in ber städtischen Kanzlei noch zu

Schillerqymnasium, sondern Bürgergymnasium solle bie neue Schule heißen: denn mit dem Geld der Bürger und zu Nutz und Frommen der Bürqersöhne sei die Anstalt errichtet worden, so lauteten die Argumente. Die nächste Folge war, daß das Provinzialschulkollegium die Genehmigung zur Be­nennung Schillergymnanum zurückgezogen haben soll. Nun ist guter Rat teuer. Burgergymnasium kann man die Schule auch nicht nennen, denn unglücklicherweise gibt es auch einen DichterBürger", dessen religiös-sittliche Qualifikation in den Augen der Frommen nicht einmal die Schillers er­reicht.

Sport.

In M ü n che n findet Mitte August ein großes Auto­mobil-Rennen statt unter dem Namen Herkomer-Konkur- renz und Bleiche öder -Nenn en. P r in z H e inr ich von Preußen wird sowohl an der Schnelligkeits-Konkurrenz auf der ebenen Bahn im Förstern)ieder Park, als auch an der Bergfahrt auf den Kesselbevg, wie auch an der Zuverlässigkeits-Konkurrenz Münchcn-Badcn-Daden-Rürnberg-Mlkrchcu nut einem 40 HV.-

3Ve% Reichsanleihe

3-y0 do.

31/«% Konsole .

Getreidepreise in Mannheim

Weizen 100 Kg. 18.65 Mk.

Roggen 100 16,3000.00 Mk.

Eine Bluterneuerungs-Kur neu, wissenschaftlich umfassend, von ersten Autoritäten und den praktischen Aerzten erprobt und empfohlen, die täglich trat wenig kostet und keine Berufsstörung veruiffacht, werden diejenigen mit größtem Erfolg für ihre Gesundheit unb ihr Leven gebrauchen, welche infolge schwerer Krankheit, nach Blutverlusten^ Ernähruirgsstörungen u. f. w. krankes, d. h. schlecht zusammen^ gesetztes (eisenarmes) Blut haben.

Das ans Grund neuester unb langjähriger wissenschaftlicher Versuche unb Erfahrungen hergestellte, äußerst billige Nähr- und KräftigungsmittelBioson", welches aus ber diesjährigen Natrw- forscherversanunlung in Breslau m einem Dortrage von Dr. 2üff-' recht (Berlin) von allen m ben Handel gebrachten Casem (Milcht etweiß--) Präparaten als eines bei weitem vorteilhafteste unbl wirksamste bezeichnet würbe, ist einzig in seiner eminent ern&^7 renben, blutbildenden unb nervenstärkenden Wirkimg.

Was es überall da leistet, wo dem Körper in bester eonzen^ triertester und leicht verdaulichster Form bie erforderlichen Lebensß und Auibaustofse wie Eiweiß, für bie Ernährung, Eisen, für daS 99txtt unb Lecithin (Phosphor) als unentbehrlich und wichtig für die Nerven zugesührt iverden müssen, das beweisen die Erfolge, dis an ersten deutschen Kliniken (Berlin), Hospitälern, Heilanstalten, vonj tausenden praktischen Aerzten erzielt werden. Die Blirterneuerungsktrv ist daher überall da mit denkbar größtem Erfolg anzuwenden, wo die Beschaffenheit des BluteS direkt oder indirett bie Krcmkherts-l Ursache ist, wie bei Bleichsucht, nervösen Erscheinungen, Magew unb Darmerkrankungcn, Appetitlosigkeit, Verdauungsstörungen, ber schwachen, im Wachstmn zurückgeblieben, rhachitischen und scrophu- lösen Kindern, bei Gicht, Rheumatismus, Zucker- und Rierenleioerr usw. Insbesondere wird von den Aerzten die erfolgreiche Ernähnirra Lungenkranker durch Hebung des Appetits (Körpergewichtes) und Allgemeinbefindens und im Alter wo die Ernahnmg Schwieg" feiten macht, hervorgehoben.

Taö Bwson ist in den Apotheken, Drogerien usw. das V, kg Mk. 3. erhältlich, woselbst auch die hochinteressante Broschüre Die Bluternenerungsknr" von Dr. Rob. Schultze und die amtlich beglaubigte Berichte vieler Hundert Aerzte in tausenden von Fällen gratis zu fiabcn ist. Bioson ist wohlschmeckend, leicht herzustellen und kamt am Morgen anstatt Kaffee oder Tee getrunken werden, wodurch auch der nachteilige Einfluß der f elfteren auf die Nerven, den Magen u. s. w. wegsällt. Bioson spart 'den Kranken viel Geld, weil feine Anwendung täglich nur wenig kostet ' teure Eisen- mittel. Hämatogen, Nährpräparate, Lebertran u. v überstüMg macht.

Kommunale Ivsormationsrcisen.

Ei« hervorragendes Mitglied einer deut­sche« Stadtbehörde schreibt uns: f ..

Das englische Komitee zum Sind iu mau slandi- schsr Städteeinrichtungen fat Rmc Rundreise diirch Deutschland beendet. Immer wieder wurde von- den engl scheu Herren versichert, daß sie mit einer r^e ^tvoller Anremingen nach Hause kommen und manches alte Problem mit neuen Augen anschauen werden. Die e-Ällchen Kommiiwlverwaltungen dürftm manche Fracht von dies^Rc-ch ihrer Vertreter ernten , -lber auch die besuchten deutschen Städte haben manches Wort der Kritik gehört, wie nicht anders zu erwarten war, denn langer als einem Jahrhundert marschiert England an der Swgede.' Städtcmesens. Die englischen Bürgermeister haben mit scharfem Blick manche Schwache bmausgefunden, an der man m ^entlch- land seit Jahren wie blind vorübergegangen ist. ffur Besucher also wie für Besuchte war die englische Jmormatwnsrcife von

3°/0 Mexikaner .... 67.50

4/a 7o Chinesen . . . 96.60

Electric. Sohnckert . . , 135 80

Tanz. Freitag nachmittags unb abends auf der Terraffe Konzert der Kurkapelle. Abends Theater-Vorstellung unter Mitwirkung der Knrkapelle:Der Vogelhändler." Samstag nachmittag auf der Terrasse Konzert ber Kurkapelle. Abends im Saale Soiree der Diseuse Olga Wohlbrück aus Berlin. Sonntag Konzert des 3. Schles. Dragoner-Regiments Nr. 115 aus Hagenau. Abends im Saale Symphonie-Konzert der Kurkapelle.

Nuive rfiläts-Kachrichten.

F-Pequenz der deutschen Universitäten. Man schreibt uns: An den sämtlichen deutschen Universitäten sind nt diesem Sommer nicht weniger als 41928 Studierende recht- mäßig immatrikuliert, gegen 39 716 im Winter und 39 581 fin vorigen Sommer, seit dnn Sommer des vorigen JahreS beträgt also die Zunahme mehr als 2000 Mann! Im Winter 1896/97 wurde mit 30 936 zum e-rftenmal das dritte Zehntausend über­schritten, vor zwanzig Jahren, im Sommer 1885, irraren es 27 231 Studenten, im Winter 1879/80 etwas über 20 000, seit­dem also genau eine Verdoppelung der Zahl. Im einzelnen zählen: Berlin 6279, München 5197, Leipzig 3855, Bonn 3029, Freikmrg 2219, Halle 1903, Breslau 1902, Heidelberg 1783, Göttingen 1779, Tübingen 1661, Marburg 1585, Straßburg 1431, MüMer 1426, Würzburg 1285, Jena 1164, Gießen 1078, Kö­ln gsberg 1010, KiÄ 1009, Erlangen 924, Greifswald 786, Rostock 623. Nach Fakalt-ten geordnet studieren 12110 (gegen 11775 im Sommer vorigen Jahres) Jurisprudmig, 9604 (gegen 8046) Philologie oder Geschichte, 5954 (gegen 5916) Mathematik oder Naturwissenschaften, 5907 (gegen 6022) Medizin, 2284 (gegen 2235> evangelische und 1823 (gegen 1770) katholische Theologie, 1561 «gegen 1121) Pharmazie, 1065 (gegen, 972) Staats- oder Forstwissenschaft, 852 (gegen 725) Zahnheilkunde oder 131 (gegen 139) TierhÄkünde, endlich 858 (gegen 726) Laiidwirt-schaft. Es hat also die starke Aufwärtsbeweyung bei den Philologen und Juristen wieder angehalten, ebenso auch die Abnahme bei den Mäftzinerir: eine auffallende Vermehrung weisen die Pharma­zeuten auf.

Nbrdd. Lloyd . . .

Kreditaktien . . .. Diskonto-Kommandit. . Darmstädter Bank . . Dresdener Bank ... Berliner TTandelsges. . Oesterr. Staatshahn . . Lombarden .

Gottbardbahn . ... . Lanrahütte . .J,".

Bochmn . . . .V.. H arpener . . .

St» atschatzscheine . .

Weißbrot 2 Kg. 52 Ptg. ;

Schwarzbrot 2 Ka. 48 Pfg^

Kursbericht.

Fleffchpreife in Gießen, 1

V. Kg. 70-80 Pfg.

V, . 7074 ,

% y 70-80 , -k

Brotpreise in Gieße

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion d-m Publikum gegenüber kemerlee

Verantwortung.)

Frankfurt a. M., 3. Fulu

Nachdem sich tatn Minister v. Dudde über den zukünftrgÄ Eisenbahn-Personen-Tarif ausführlich ausgesprochen hat, wird der wichtige Gegenstand viel besprochen werden. Ich möchte mir daher erlauben. Ihnen über emen Punkt von Belang meine Llnsicht mittuteilen. Vielleicht können Sw tit irgend euta Weise Gebrauch davon machen.

Ich meine bie Aufhebung der Rückfahrkarten^ Wie im preuß. Landtage, wird auch beim Publikum diese Maß^ regel vielleicht Beifall finden, da durch sie die große Bcnacg-^ teiligung der auf einfndje Fahrkarten Reisenden aufgehoben wird.

Die Reforui wird rms zweifellos auch manche auslandiichen Reiseuden zuführen, die dann nicht mehr fürchten muffen, mog4 licherweise des Betrags der Rückfahrkarte verlustig zu- gehen, weil die Dai'er ber Reise in Deutschland zum Voraus nicht leichL festzustellen war. , , ,. -J

Wer einen recht üblen Mißstand wurde bte Neuerung doch haben, wenn sie in den bisherigen Formen durchs geführt toürbe. Der Reisende wäre genötigt, sich vor Be^ ginn der Rückfahrt eine neue Karte zu kaufen, dadurch viel Zn« zu verlieren, weil er früher auf dem Bahnhöfe fern müßte. Na-j menllick bei Souutags-Ausflügni, würde das schwer ms Gewicht, sollen unb das Drücken, Drängen unb Stögen un­ausstehlich werden, wenn alle Ausflügler gleichzeitig zu^ sammeuströenten, abgesehen von der bedeutenden Mehrarbeit bex* Kassenbeamten. \

Es gäbe nun m. E. verschiedene Wege, dem abzubelfen. Es! könnten zukünftig für Rückfahrkarten-Minschende Doppels karten angefertigt werden, die in der Mitte durchlocht würen^ so daß sie sich leicht durchbrechen ließen. Die eine Karte ttrflrto wie bisher am Endpunkt abgegeben und die RückfahrkaAe, ab­gestempelt b-uüt-t. Die Abstemvelung müßte den ganzen Tag ber} Rückreise aeschehen könneii. Zn ettvaigen Unterschleifen dürstÄ diese Art wohl kaum Veranlassung geben. Oder: die Ausgabe dieser Doppclkarten unterbleibt und der Kauf einer neuen Karte ist den ganzen Reisetaa über zulässig imd nicht nur eine halbe Stunde vor Abgang des Zuges. Auf diese Art könnte der Ausflügler sich wenigstens gleich nach Ankunft mitz Nüäsabrkarte versehen.

Tic Marktpreise für Bieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise

am 3. Juli 1905.

Höchste Schlachwiehpreise in F r a n k f u r t a. 9)1.

Ochsen

"Kälber Schweine

50 Kg. Schlachtgewicht 7475 Mk.

Hg. Schlachtgew. 8488 Pf.

'/, , » 70-00