'Zigarettenfabriken nur 40 000 Doppelzentner, also nur Den 13. Teil. Der Jahresverbrauch an Rauchtabak aber ift fett 25 ^ahr-n um 155 000 Doppelzentner gefallen, obgleich der Gesamtverbrauch von Rohtabak um 180 000 Doppelzentner äugen ommen hat. DieS ergibt 335 000 Doppelzentner 23er- schiebung und Zuwachs. Hiervon entfällt für Zigaretten etwa ein Zehntel. Vom Reste hat die Zigarrenindustric den Löwenanteil mit mindestens 250 000 Doppelzentner mehr im Jahre
• Der neue fte Eisenbahnunfall. Auf der Kowel- bahn unweit Kiew (Rußland) kam eS infolge Unachtsamkeit eines Maschinisten zu einem Zusammenstoß zwischen dem Kiewer Postzuge und einem Zuge aus Kowel. Drei Waggons wurden zertrümmert, fünf Personen getötet, zwölf schwer und viele leicht verwundet. Der schuldige Maschinist wurde verhaftet.
Kerichlslaak.
(fc.) Hanau, 28. Nov. Ter sozialdeirt. Stadtv, Doch hatte in der Sitzung vom 20. April einer Anzahl bu rger-. kicher Stadtverordneter vorgewvrfen, fte hatten rotoer besseres Wissen für einen Antrag gestimmt. _ derselbe Vorwurf wurde in 2 Artikeln der Franffurter Volksstimme erhoben. 11 Stadtverordnete erhoben darauf Beleidigungsklage, die vom Staatsanwalt ausgenommen wurde, und Zwar wurde gegen Doch Klage erhoben sowohl wegen seiner Aeußerungen tn der Stadtverordnetensikung tote wegen der beiden Arttkel, als deren Verfasser man ihn ansak^ In der Verhandlung vor deut Schöffengericht am 8. Sept, lehnte es Doch ab, Och al? den Verfasser zu bekennen. Es wurde dann zur z-weiten Beroandlung der verantwortl. Redakteur der Dolksstimme Zielowski als .Leuge geladen und, als er sich 'weigene, den Verfasser der Artikel zu nennen, in Zeugnisiwangshast genommen, die nach ftms- tägiger Sauer wegen eines Formfehlers vom Landgericht ausgehoben wurde. Nunmehr wurde auch gegen Zielowski als Mittäter Anllage erhoben. In der heutiaen Verhandlung vor dem Schöffengericht wurde Hoch von der Anklage, soweit sie ferne Aeußerungen in der Sitzung der Stadtverordneten betrat, srei- gesprochen, da er dort in Wahrung berechtigter Interessen gehandelt habe. Wegen der beiden Artikel wurden die Angeklagten zu je 150 Mark Geldstrafe verurteilt.. Das Gericht hatte die Ueber^euguna, daß Hoch der Verfasser sei, dadurch gewonnen, daß Zielowski seinerreit. als er nach semer Beeidigung gefragt wurde, ob Hoch der Verfasser sei. nicht mit Nein geantwortet, sondern W Redakti'msa-'s'''imuiS v^rgeschutzt hatte.
im Vergleiche zu 1880.
Ausstiche Hfeuiflkelten.
Aus Petersburg wird gemeldet, daß wieder Gerüchte /über eine bevorstehende Reise des Zaren ins Ausland in Umlauf sind. Großsürst Nikolaus ^^olanewitsch soll zum Regenten ernannt werden, tun tn der Jbrocfenbett deS Zaren die Regierung zu führen. (Wir halten dtese Meldung für falsch.) ..
Graf Witte teilte dem Vertreter der städtischen Semstwo mit, daß er es für nötig halte, einem Vertreter der Semstwo das Portefeuille des Innern zu übertragen.
Die sechs Mitglieder des Organisations-Bureaus des Moskauer Bauern-KongrcsseS, sowie die Schriftsteller .Tann und Tschirikow wurden aus administrative Verfügung verhaftet, ebenso der Herausgeber und Redakteur des Witzblattes „Maschinengewehr", Schebujew, in Petersburg.
Nach Meldungen aus Sewastopol sind die Meu- ,lerer vollständig die Herren der Stadt. Die Lokalbehörden sind außer Stande, die Meuterer zu unterdrücken. Die Unterdrückung könnte nur durch die Entsendung einer 'großen Truppenmacht aus anderen Garnisonen erfolgen. Dies ist aber vorläufig äußerst schwierig. Man glaubt, die Regierung wird gezwungen sein, die Rtihe durch weitgehende Zugeständnisse an die 'Meuterer herzustellen.
Admiral Tschukin berichtet aus Sewastopol: „ „Potemkin" ist in meiner Gewalt Die meuternden Matrosen 'haben sich mit den meuternden Soldaten deS Regiments von Brest vereinigt und sich mit einer Anzahl Geschütze in der Kaserne verschanzt. Ich habe sic jedoch eingeschloffen und werde sie angreifen, sobald ich Verstärkungen erhalten habe. Ich fürchte jedoch, daß die Kavalleristen sich den Ausständigen anschließen werden. Die Lage ist äußerst ernst. Mehrere Offiziere sind getötet worden.
In Samara meuterten die Sträflinge des Gefäng- nisies. Sie zertrümmerten Türen und Fenster, entwaffneten die Aufseher, vernichteten die Waffer- und Elektrizitätsleitunq. Es wurden Truppen herbeigerufen, welche von der Waffe Gebrauch machen mußten. Mehrere Gefangene wurden getötet, eine Anzahl verwundet.
In Moskau ist der Ausstand der Telegraphen- 'beamten ausgebrochen. Das Telegraphengebäude und die Apparatcnzimmer werden von Truppen bewacht. Unter den Telegraphisten herrscht große Erregung. Auch sonst sind viele Post- und Telegraphenbeamte Rußlands wieder in den A usstand getreten.
S-!M nnd Land.
Gießen, 29. November 1905.
" Om nibusverkehr. Wie uns der Vorstand der Omnibusgesellschast mitteilt, wird die Linie II von und nach Wies eck mit dem heutigen Tage wieder in Betrieb gesetzt.
** Die Jap a nanleihe, die heute und morgen bei der Bank für Handel und Industrie (Darmstädter Bank) hier, zur Zeichnung 'aufliegen sollte, ist nach einem heute morgen 9 Uhr von Berlin hier eingetroffenen Telegramm für Deutschland bereits überzeichnet worden, sodaß weitere Anmeldungen nicht mehr angenommen werden dürfen.
i Alsfeld, 28.3100. Der bekannte und beliebte Pächter des Hofgutes Angenrod C. Pfannstiel ist gestern infolge eines Sturzes in der Scheune an inneren Verletzungen plötzlich gestorben. Dec Verstorbene war nicht nur ein tüchtiger Landwirt in der eigenen Wirtschaft, die einen mustergültigen Betrieb zeigte, sondern trat auch auf allen Betrieben für den landwirtschaftlichen Fortschritt ein. Seiner Tätigkeit war es vor allem zu danken, daß auf der Mainzer AuS- stellung der Zuchtverein Alsfeld, dessen langjähriger Direktor er war, und die ganze Provinz mit ihrer Viehzuchtausstellung den Sieg davontrug.
Märkte.
ke. Frankfurt a. SOI., 29. Nov. Qriq.-Telegr. des „Gieß. Anz."> D i e h m a r k t. Lum Verkaufe standen 000 Kälber, 00 Schafe und Hammel, 961 Schweine: 1. Quäl. 77—78 Mg., Lebendgewicht 61.50 Ma, 2. Qual. 71—74 Ma., Lebendgewicht 61.50 Mg., 3. Qual. 73—75 Mg. Kälber 1. Qual. 00—00 M-, Lebendgewicht 60—61 Ma., 2. Qual. 00—00 Ma.. Lebendgewicht 00-00 Pfg-, Schlachtgewicht 00-00 Ma. Schafe 1. Qualität Schlachtaewicbt 00—00 Pfg., 2. Qualität 00- 00 Pfg. Geschäft mittelmäßig, Ueberftanb unbedeutend.
fc. Frankfurt a. M., 28. Nov. Heu- und Stroh- markt. Man notierte: Heu Mk. 3.60 bis Mk. 3.90, Stroh Mk. 2.70—2.90. Tendenz: fest.
Oriqiriüt-DraAmkl'dmMN.
Berlin, 29. Nov. Tie sozialdemokratische Fraktion de? Reichstags konstituierte sich Zum Fraktiov.svorstand wurden gewählt: Auer. Bebel, Meister, Pfannkuch und Singer. In den Seuioren-Ävnvent wurden Bebel, Geyer und Singer delegiert. Bei der Präsidentenwahl soll gegen eine etwaige ?Mlamation Widerspruch erhoben werden. Bei der Wahl des Präsidenten wird Stimmenthaltung geübt und als Kandidat für den ersten Vizepräsidenten wird Singer vvrge-- schlagen werden. Falls dieser Vorschlag von der Mehrheit des Reichstages abgelehnt wird, wird bei der Wahl des zwecken Vizepräsidenten Stinnnenthaltung geübt werden. — Im R c i chs- t a g e soll die Stimmung dahin gehen, den Etat, die Reichsfinanzreform und die Novelle zum Floltengesetz der Budget-Kommission zu überweisen. Von einer Seite werde der Vorschlag gemacht, eine besondere ©tciier- Kommission für die Reichs!iuanzreform einzufetzen. — Oberst v. Deimling hielt im deutschen Flotten-Verein einen Vortrag Über Südwestafrika und die Aufstände der Hereros und Hottentotten, in welcher er der Zukunft der Kolonie bei genügender rechtzeitiger Unterstützung ein sehr g ü n st i g e s Prvgnostikon stellte. Sie werde wenigstens dieselben Erfolge zeitigen,, wie die Kap-Kolonie. — In einer öffentlichen Protest - Versamm - lung gegen die Iudenmetzeleien in Rußland gesengte eine Resolution zur Annahme, in der die Versammlung ihrem Mitgefilhl und ihrer Trauer über die grauenhafte Heimsuchung, von der die hart geprüften Juden in Rußland getroffen worden sind, Ausdruck gab und gegen die aller Menschlichkeit und Gesittung Hohn sprechenden Greuel und ihre ungehinderte Duldung Widerspruch erhob. . „
Berlin, 28. Nov. Dem Reichstag geht cm Entwurf des Gesetzes betr. die Abänderung des Gesetzes über die Bewilligung von Wohnungsgcldzuschüsscn vom 30. Ium 1873 zu Danach wird der Tarif zu Masse 4 'Leulnants und Assistenzarztes wie folgt gestaltet: Serviceklaffe Berlin: 570 Mark, "Lervicc- klasse 1: .330, Klasse 2: 240, Klasse 3: 225, Klasse 4: 216 Mk. Ter Tarif zu Klaffe 6 lUnterbeamie lautet in den cntiprechenden Klassen : 360, 270. 216, 162 und!08 Mark. Ferner sollen die Gehälter der Unterbeamten bei der Betriebsverwaltung der Rcichs- eisenbahnen um 60 Mark erhöbt werden. — Ferner ging der
Entwurf eines Gesetzes zu, telr. die A b andcrung mehren R e i ch S t a g s w a h l k r e i s c. Unter anderen bestimmt Wurf, daß Wahlkreis 7 fortan hefteten soll ans y Heppenheim lH essen.) einschließlich der von ' ck>en trennten Teile, nämlich der Enelape Michelbua? ? : *■ Wald und der Waldgemarkung SSwnauf in badischen Tvmanialwaldes im Tittrilt Adlernein bei jedock mit Ausschluß des seitherigen hessischen Anteils ,m Gemeinde Kirnbach, ferner Kreis Worius. — Tie 3 entrann" f ra ktion des Reichstages wählte den bisheriaei, Frakii^ Vorstand wieder. Graf Hompesch ift Vorn ' nder, Tr. 3 chjh ler 1. Stellvertreter des Vorfitenden. Tie stelle eines zwch» Vorsitzenden der Zentrumsfraktion wurde vorläufig ireiqclM — Dem Reichstage ging eine Interpellation der So;: a tbes:,. kraten zu, in welcher der Reichskanzler gefragt wird, Maßregeln er zu ergreifen gedenke, um der Höbe der Tleisz., preise entgegenzuwirken, ob der Reichskanzler insbffond? gedenke, die A u f h eb u n g id e r,Fl e i s ch - n n d Vieh; und die Aufhebung der Vorschriften terbeizuführen, wrläe >> Einfuhr lebenden Viehs und zubereiteten Fleisches aus Auslande erschweren. — Wie die Morgenblütter melden, | dem Reichstage der erste Teil der D e n f f_(f> r i f t über ’ K' artellwesen zu. Dem Etat ffir Südwestafrika iss ei» Denkschrift beigefügt über den Bau einer Bahn von h u k nach Rehoboth. Tie Kosten für dieselbe betragen 11 s>r. Mark. Die Länge dieser Dahn beträgt 99 Kilometer. — Ter i> Bundesrate genehmigte zweite Nachtrag des Kolonie', etats sehe den Bahn bai- L u d e r i tz b u ch t-K'u b u b Die Kosten betr^aen 5 050 non Mark.
Konstantinovel, 28. Nov. Ter Gouverneur von Mqtil« vrote stierte mündlich nnb schriftlich gegen die Landu«. von Truppen n n b gegen die Besetzt! na b e r Alles nimmt sonst seinen programmäßigen Berlow. Wie übli^ begaben stch auch heute am ersten Beiraintage die ersten Troqom«-. aller diplomatischen Missionen itacf) dein Pildizpolaste, um lllliickw,insche auszusprechen.
Te^efomsche des Giessener Anzeigers, nntxe nnd Indnstr Frankfurter Rörf 3J4*/o Reichsanleihe . . 100.70 3% do. . . 89.10 3%°/0 Konsols .... 100.75 3% do.....89 10
3^°/0 Hessen.....99.20
3%6/n Oberhessen . . . —.— 4% Oesterr. Gold reute. . 100.25 4V6 H Oesterr. Silberrente 100.60 4% Ungar. Goldrente . . 96.00 49o Italien. Rente . . . 105 50 3% Portugiesen Serie I . 68.00 3% Portugiesen „ III 68.00 4^°'o russ.Staatsanl. 1905 92.50 japan. Staatsanleihe 95.65 1 % Conv. Türken von 1903 90 10 Türkenlose......138.60
4 % Griech. Monopol-Anl.. 53.90 äussere Argentinier . 89.90 3°/e Mexikaner .... 68.00 4%°/0 Chinesen . . . 97.80
Aktien:
Bochum Guss ..... 247.00 Buderus E. W.....139.60
Tendenz: ruhig.
Herliner Börse, 2
Canada E. B......175.00
Darmstädter Bank . . . 149.20 Deutsche Bank .... 241.40 Dortmunder Union C. . . 102.20 Dresdner Bank .... 163.50 Tendenz: schwach.
Kursberichte
teilt von der Bank für llanj.j ie. Giessen.
e. 29. Nov.. 1.15 Uhr.
Elektriz. Lahmeyer . . . 142" Elektriz. Schnckert . . . 133"" Eschweiler Bergwerk . 267 * Gelsenkirchen Bergwerk . 228.fi) Hambur»- Amerik. Paketf. 163«♦ Harpener Bergwerk. . . 2K‘ Laurahütte . . . . . . SUl Xordd. Lloyd.....12'>
Oberschles. Eisen-Industrie 1K» Berliner Handelsges. . 1?' Darmstädter Bank . . . IM Deutsche Bank . . 24? Deutsch-Asiat. Bank . . 19 Diskonto-Kommandit. . . 18-• Dresdner Bank . . . .
Kreditaktien.....SUD
Baltimore- und Ohio-
Eisenbahn .....Ul
Gotthardbahn.....W
Lombard. Eisenbahn . . Wh Oesterr. Staatsbahn . . . Iti' Prince-Henri-Eiseubahn . 125 ■)
». Nov., Anfangskurse
Harpener Bergwerk . . 21fi :- Laurahiltte..... 254.V
Lombarden E. B . 24*
Nord6 Lloyd.....125.»
Türkenlose......138.1
Bckmmtmallnma.
Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird b' Wolfstraße von heute an bis auf weiteres für den $ub: verkehr gesperrt.
Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird d Land mann st raße von heute an bis auf weiteres für dr Fährverkehr gesperrt.
Gießen, den 29. November 1905.
Großh. Volizeiamt Gießen.
Herberg.
Kclilinnlmachung.
Das nachstehende Lokal-Reglement bringen wir ivieder- bolt zur öffentlichen Kenntnis mit dem Anfügen, daß das Polizeipersonal angewiesen ist, Zuwiderhandlungen unnachsichtlich zur Llnzeige zu bringen.
Gießen, den 27. November 1905.
Großh. ' i i :i Gießen.
Herberg.
Lokal-Reglement.
Vetr.: Die Beaufsichtigung der Hunde in der Provinzial- Harlptstadt Gießen.
§ 1. Es ist untersagt, Hunde in dem Botanischen Garten, in den städti'chen Anlagen, sowie in den -ln- lagcn vor den Bahnhvfcn unbcanssichtlgt umhcr- laufen, oder die Gebüsche, Grasplätze nnd Beete in denselben betreten zu lassen.
§ 2. Das Mitnehmer, von Hunden auf die Friedhöfe, in öffentliche Ticnstgebäude, in Wirtschafts-} lokale innerhalb der beivohnten Teile der Stadt, auf den Wochenmarkt, den Jahrmarkt und zu öffentlichen Festlichkeiten ist verboten.
§ 3. Es ist verboten, Hunde zur Nachtzeit auf der Straße frei umherlaufcn zu lasten.
§ 4. Für jeden Hund, welcher in das nach Vorschrift der Verordnung vont 16. November 1874, die Hundesteuer betreffend, von der Bürgermeisterei zu führende Dckla- ratioutzrcgistcr eingetragen ist, erhält der Besitzer des Hundes eine Blechniarke mit fortlaufender Nummer, welche der Hund au^ der Straße re. stets am Hals- dandc oder am Maulkorb zu tragen tzat.
§ 5. Alle bissigen Hunde, ferner alle größeren -',i.ude, ausgenommen Jagdhunde, nainentlich Bullenbeißer, Bulldoggen. Metzger- und Schäferhunde, Neuftmdlauder, Bernhardiner, Leonberger und Ulmer •s' • .de, dann alle an einem Fuhrwerke angespannte oder zur Bewachung irgendwie angcbnndcnc Hunde, endlich solche Hunde bezüglich welcher die Polizeibehörde dessullsige besondere An
ordnung getroffen hat, muffen innerhalb der bewohnten Teile der Stadt auf der Straffe mit einem das Beiffen wirksam verhindernden Maulkorb versehen sein, oder an einer kurzen Leine oder dergleichen geführt werden.
§ 6. Zuwiderhandlungen gegen die vorstehenden Be- tirnrnungen dieses Reglements werden, insofern nicht die oben angeführten Bestimmungen deS Polizeistrafgesetzes oder des Strafgesetzbuches Anwendung zu finden haben, mit Geldstrafe bis zu dreißig Mark bestraft.
5 7. Hunde, welche in dem Botanischen Garten, in den städtischen Anlagen, sowie in den Anlagen vor den Vabn- höfen 1), oder zur Nachtzeit auf der Straße (§ 3) ohne Beaufsichtigung umherlaufen, ober welche auf der Straße rc. nicht die im 5 4 vorgeschriebene Blechmarke tragen, oder der Vorschrift zuwider nicht mit einem das Beißen wirksam verhindernden Maulkorb versehen sind, bezw. nicht an der Leine geführt werden, sollen cingefangcn und dem Wasen- meister überliefert werden, sofern der Eigentümer nicht zur Stelle ist und den Hund in Gewahrsam nehmen kann. Tie Rückgabe deS Hundes erfolgt an ihre gehörig legitimierte Eigentümer oder Besitzer nur innerhalb der nächsten fünf Tage nach dem Einfangen der Hunde und nur gegen Erstattung der von der Polizeibehörde zu bestiiumcnden Futter- kosten. Die binnen der genannten Frick nicht ^auSgelosteu Hunde werden zu Gunsten der Gemcindelasse veräußert oder getötet.
Durch vorstehende Bestimmung wird das gegen die Eigentümer ober Besitzer der Hunde wegen llcbertretuiig der Vorschriften dieses Reglements, bezw. der Verordnung vom 16. November 1874, die Hundesteuer betreffend, einzuleitcnde Strafverfahren nicht berührt. _____________________
Lokomobilen (fahrbar m. Wanderkonzession)
1 Sick. v. Lanz 89 erb. fein hergerichtet 7—9 P. 8.
1 , „ , 90 , Feuerbüchle neu 12 — 17 P. 8.
1 , , , V7 . Alkszielckeffel 20—30 P. S.
billig «bzugeben. hv*5/u
Herborner Pumpenfabrik Herborn.
ist vor 26 Jahren schon das beste und gediegenste Weihnachtsgeschenk gewesen und er ist auch heute noch der Kinder liebstes Spiel, die sich viele fahre hindurch unter stets steigendem Interesse damit beschäftigen. Der Anker-Steinbaukasten steht nach wie vor unerreicht da, er ist der einzige Stein- baukasten, der wirklich planmäßig ergänzt und dadurch stufenweise interessanter und wertvoller gestaltet werden kann. Tausend und abertausend Eltern und Erzieher haben sich lobend ausgesprochen.
Man lasse sich nicht täuschenl Es gibt viele minderwertige Nachahmungen; deshalb achte man beim Einkauf genau auf den Anker und weise jeden Kasten ohne Anker als uned» zurück. Auch beim Einkauf der beliebten
* * Anker- Brückenkasten, * * mit denen die Kinder die schönsten Brücken erbauen können, beachte man, daß nur Brückenkasten mit der Anker-Marke als planmäßige Ergänzung zum Anker* Steinbaukasten verwendet werden können. Am besten verlangt man vorher das interessante Baukaste büchleia, das nichts kostet und hübsche Abbildungen sowie alle näheren Angaben enthält, wonach man leicht und sicher den geeigneten Kasten oder a> passende Ergänzung auswählen kann. Richters Anke • Eteinbaukasten und Anker-Brückenkasten sind in allen besseren Spielwaren-Geschälten zum Preise von 1» an vorrätig. x. Ad. Richter & Cie., Rudolstadt


