Ausgabe 
27.3.1905 Erstes Blatt
 
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Telephonischer Kursbericht

4 % Oesterr. Goldrente

Oe st. Kredit . Deutsche Bank Darmstädter Bank Bochumer Guß . Harpener Bergbau

Tendenz: fest. Märkte.

tV9% 3"/-.

3/,% $°/n ^/90/n

®o/n Mexikaner , . Oy/. Chinesen . . Electric. Set ackert , Nordd. Lloyd . .

Kredite ktien . . . Diflkonto-Kommandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . , Berliner Handelsges Oestorr. Staatsbahn . Lombarden . . , Gottbardbahn « » . Laura h litt© . . . Bochnm . . . . Harpener . . . ,

Staatschatzscheine

. 101 90 . 90.85 . 102.10 . 90.85 . 100.40 . 99.00 . 102.30

105.70

67.90

67.00

4 % Ungar. Goldrento .

4°/ Italien. Rente . . .

4*/2% Portugieser . . ,

3°/ Portugiesen. . . .

1 % C. Türken ...

Türkenloso ....

4° o Griecb. Monopol -Anl.

4* /, % ?itic<erc A rtvenfin®*"

Reiohsanleihe do.

Konsole . do. . .

Hessen Oberhessenl

. 36 2a . 96.50 . 140 90 . 118.30 - 21310 . 192.50 . 143.50 . 159 10 . 161 60 . 141 70 . 17 30 . 190.00 . 265.00

245.00 . 208 50

wußte sich in den Besitz eines Taschenmessers zu setzen, das es mit den Zahnen öffnete, um sich damit fünf Zentimeter unter der Herzgrube in die Brust zu stechen. Obwohl sofort ärztliche Hilfe zur Stelle war, sst sta? Kleine dm Verletzungen erlegen.

Briefkasten der Redaktion.

(Stitoitbitte Auhagen bleiben unberücksichtigt.)

I. (4. So viel wir wissen, wird in Darmstadt keinekatho» liiche" Zeitung herausgegeben. Die in Dieburg erscheinende^ Stärkend. Vrovinüal-.Kta." ist das Zentrumsoraan in Starkenburg.

hervorragend^ C bewährt bei Darmkatarrh, . Diarrhoe, MM Brechdurchfall etc.

(striginat-Dralümeldunqen.

R. B. Darmstadt, 27. März. Person alien. Der ordentl. Pros. Dr. Drnde in Gießen wurde auf sein Nach- uchen aus dem Staatsdienst entlassen. Der Privatdozent ür Augenheilkunde Dr. B e st und der Privatdozent für Chirurgie Dr. Bötticher in Gießen wurden z-u außer- etatsmäßiaen außerordentlichen Professoren ernannt. Ter Direktor des Osternavmnasiu.ms in Mainz, Geh. Ober­schulrat W e i h r i ch , wurde unter Anerkennung seiner lang­jährigen treuen Dienste auf sein Nachsuchen unter Ver­leihung des Ehrenkreuzes des Verdienstordens Philipps des Großmütigen in den Ruhestand versetzt und an seiner Stelle der Direktor des Progymncffiums zu Bingen Dr. <£>e lm ernannt. Der Oberlehrer an der Realschule zu Als­feld, Prof. Dr. Freund, wurde zum Oberlehrer an der Realschule zu Gernsheim und der Oberlehrer W e i d i gl in Gernsheim zum Oberlehrer an der Realschule zu Als­feld ernannt. Der Oberlehrer Völzing zu Alzey wurde zum Oberlehrer an dem Gvmnasium und Vrogymnasium zu Alzey, der Oberlehrer und Rektor der höheren Bürger­schule zu Homberg a. d. O., Dr. Krausmüller, zum Oberlehrer am Realgvmnasium zu Gießen, und der Oberlehrer R e u n st i e l in Alzey zum Oberlehrer und Leiter der höheren Bürgerschule zu Homberg a. d. O. ernannt. Ministerialrat Dr. Eis en Hut hat einen vierwöchentlicheu Urlaub angetreten.

Vigo, 26. März. Der DampferHamburgs mH Kaiser Wilhelm an Bord passierte heute nachmittag die Höhe von Vigo.

Lissabon, 27. März!. An dem Straßenschmuck und. den übrigen Vorbereitungen zum würdigen E m v f a n g d e si deutschen Kaisers wird fieberhaft gearbeitet. Alle; Hauptstraßen sind festlich geschmückt. Graf Tattenbach, der deutsche Gesandte, konferierte vielfach mit dem hiesigen Mi­nister des ^Auswärtigen, um die Einzelheiten des Empfanges festzusetzen. Der Kaiser wird, wie verlautet, auch einem ihm zu Ehren veranstalteten Stiergefecht beiwohnen. Tie deutsche Kolonie in Oporto entsendet eine Mordnung, die dem Kaiser eine Huldigung darbringen und bei diesem Anlaß zwei MachtbändeKunst und Natur in Portugal^ überreichen soll.

Warschau, 26. Marz. Heute abend 8*/, Uhr explo- dierte ans dem Hofe der Pragaschen Polizeiverwallnng eine Bombe, wodurch 5 Personen verwundet wurden, dar- unter 2 tätlich, Obervolize im ei st er Nollen fand eine im Wagen nach dem Tatort. Unweit der Weichselbrncke wurde auch auf ihn eine Bombe geworfen. Rollen erlitt schwere Verwundungen im Gesicht, an der rechten Hand und am rechten Fuß und wurde in sein eWohnung gebracht. Die Aerzte hoffen, ihn am Leben zu erhalten. Ein vorübergehendes junges Mädchen wurde gleichfalls durch die Bombe verletzt. De^ Täter, auf den die Polizisten fahndeten, entkam.

Tanger, 27. März. Die Antwort des Sultans von Marokko auf die Anzeige vom Besuch des deutschen Kaisers in Tanger enthält den Dank für die Ehre. Der Sultan be­dauert, wegen Zeitmangel nickt persönlich hier­her kommen zu können und entsendet daher eine besondere- Mission. _

135.40

52.20

95 40

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion b^m Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Auf die Ausführungen des Herrn Krüger in der Nr. 72 dieses Blattes gebe ich aus folaenden Gründen nickt mehr ein: Erstens beteilige ich mich nur sehr nngerne an diesen nutzlosen Zeitungs­kämpfen, hei denen schließlich doch immer der Recht behält, der das letzte Wort bat. Zweitens glaub" ich nicht im entferntesten daran, daß sich Herr Krüger durch mich von seiner bei ihm nun einmal feststehende Ansicht wird abbringen lassen. Ebensowenig wird es aber -auch Herrn Krüger gelinaen, mich zu überzeugen, daß man in unserem neu zu erbauenden Stadttheater, welches eine Bühnenöffnung von 9 Meter Brüte und 16 Meter Tiefe und einen vor dieser liegenden, ans Bühnenhöhe zu überbauenden Orchesterraum für 40 Musiker erhalten soll, nickt ganz erheblich besser wie seither die 23 größeren Chorkonzerte des Konzert­vereins wird abhalten können, wenn man es nur ernstlich will, zumal des Theater im Winterhalbiahr an etwa 89 Sonntagen und wenn es gewünscht wird, auch nock an zwei vorausgehmden Wochentagen ungehindert zu Konzertzwecken zur Verfüanng stehen kann. Es ist also unnötig, darüber noch ferner öffentlich zu 'freiten. Wenn aber Herr Krüger privatim mit mir über diese Dinge eine eingehender^ Aussmache wünscht, so stehe ich ihm dazu jederzeit gerne zu Diensten.

Daß sich Herr Ktüg-r in dieser Sache über mich schon weidlich geärgert hat, so weidstck. daß er mir sogar ein bißchen Fegefeuer wünscht, tut mir wirklich leid. Ich ärgere die Leute nicht gerne und habe auch bei Herrn Krüger niemals die Absicht gehabt, alanbe im Gegenteil, bei all dm Auseinandersetzungen, die diese Angelegenheit schon mit sich führte, stets streng sachlich geblieben zu sein.

Damit es nun Henn Krüger, selbstverständlich ganz ohnt sein Wollm, nickt am Ende nock gelingt, mich zu ärgern, schließe ich, wenigstens meinerseits, diese Zeitunasd^batte und werde et* waige weitere Angriffe unbeantwortet lassen.

Theodor H a u b a ck.

Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst.

Bo* anssicktliche Witterung in .Hessen für Dienstag, den 28 März 19051 Zunächst trüb und stetlenwelse, besonders in Ober­hessen, geringer Regen ; in Starkenburg vorwiegend trocken, milder, besonder lul^^evc§ drirch die Gießener Wetterkarte.

merkt wurde, entschuldigte er sich damit, er habe von Fast- 1 nacht her noch einige derartige Spielmarken im Portemonnaie ' and sich vergriffen, und gab ein echtes Zehnmarkstück in ! Zahlung. Da der Betrüger dies Manöver wiederholen wird, i sei hiermit vor ihm gewarnt. Er ist etwa 3035 Jahre alt, von mittlerer Statur, hat blondes Haar, blonden Schnurrbart und ist gut gekleidet.

** Dieberei. Ein Mann vorn Lande hatte gestern hier größere ©infeutfe besorgt und diese in vier Paketen ver­packt'mit an die Bahn in den Wartesaal 3. Kl. genommen. 1 Während er arglos das Treiben am Bahnhofe beobachtete, ließ er seine Pakete außer Acht, und als er sie später an sich nehmen wollte, waren sie verschwnnden. Die Pakete ent­hielten Galanteriewaren im Werte von 50 Mk. Von dem Dieb fehlt bis jetzt jede Spur.

<* Verhaftung. Wegen Vornghme unsittlicher Handlungen wurde gestern ein Italiener verhaftet. Er hatte durch Vorzeigen und Versprechen von Geld ein Kind hinter den Bahndamnt am Bootshause gelockt.

** Aus dem Bureau des Stadttheaters. Es hat sich bei den Proben herausgestellt, daß die Novität Kater Lampe" in abgerundeter Weise nicht mehr bis Dienstag einzustudieren ist, und so hat sich die Direktion ent­schließen müssen, im Einverständnis mit dem Verlag das Werk auf den ersten Monat der nächsten Saison zu verschieben. Als letzte Dienstag-Abonnementvorstellung geht nun morgen, den 28. März,Flach sm an n als Er­zieher" in Szene und zwar als Benefiz für Herrn Max Andreas. Die letzte Freitagsabonnementvorstellung mußte aus neulich bereits beigelegten Gründen auf Mittwoch den 29. März verlegt werden und bringtKabale und Liebe", und die Vorstellung am Freitag den 31. März bringt zum Schluß der Theatersaison eine Schillerfeier, in der lebende Bilder, Prolog. Näuberszenen und der Reichstagakt aus Demetrius" zur Aufführung gelangen. Mit zwei Schiller­vorstellungen schließt so im Schillergedenkjahr unsere dies­jährige Theatersaison. Zu all diesen drei Vorstellungen haben auch Blockabonnements Giltigkeit.

§ Friedberg, 25. März. Geh. Justizrat Dr. Jöckel feierte dieser Tage seinen 7 0. Geburtstag in voller Rüstigkeit. Er hat bis zu dieser Session der zweiten hessischen Ständekammer als Abgeordneter unserer Stadt angehört und war Mitglied der nationalliberalen Partei.

ck. Herchenhain, 25. März. Ein sehr bedauerlicher Unglücks fall ereignete sich heute hier. Ein in den 60 er Jahren stehender Mann war mit dem Füttern des Viehes beschäftigt. Dabei mußte er in der Scheune von einem Gerüst Stroh herunterholen. Durch Wegrutschen der Unterlage kam der Mann zu Fall und stürzte kopfüber in die Scheuer­tenne. Der sofort gerufene Arzt mußte einen Rippenbruch und sonstige Verletzungen des Brustkorbes sowie der Lunge feststellen, weshalb an dem Aufkommen der alten Mannes zu Zweifeln ist.

§ Burkhards, 26. März. Bei der in der verflossenen Woche in der hiesigen Forstwartei stattgehabten Brenn - und Nutzholzversteigerung wurden folgende Durch­schnittspreise erlöst: Fichtenstammholz 16.60 Mk. per Fest­meter, Fichten-Nutzknüppel 9.20 Mk., Buchenscheithotz erster Klasse 6.00 Mk., Buchenknüppel erster Klaffe 5.10 Mk., Buchenreisig 2.30 Mk. per Raummeter.

Mainz, 26. März. Der jetzt vorliegende V o ra n sch l a g zur Betriebsrechnung schließt in Einnahme und Aus­gabe mit Mk. 7 150 154^45 gegen Mk. 6 760 234.21 im Vorjahre ab. An der Steigerung der Ausgaben ist der größte Teil der Voranschlagsrubriken beteiligt. Der Zuschuß für das Stadttheater ist im nächsten Jahre auf 109.090 Mk. vorgesehen. Darunter befinden sich 50 000 Mk., die für die Mitwirkung der städtischen Kapelle in Anrechnung gebracht werden. Für die Stadt Halle ist nur ein Zuschuß von 21.680 Mk. vorgesehen, also auf keinen Fall der kost­spielige Terrassenbau, wenigstens für das nächste Jahr, in Ansicht genommen. Der Schiffsbesitzer Otto Stapf aus Freudenberg, der für die Firma Gärtner in Frankfurt a. M. fährt, ist gestern abend, als er nach seinem Schiffe gehen wollte und den Weg über das nebenan liegende Schis Industrie 17" nahm, in den Laderaum hinabgestürzt und gleich darauf gestorben.

Mainz, 25. März. Gestern fand auf dem Stadthause sie Eröffnung der Offerten für die Ausführung der Erd- und Abbruchsarbeiten des an die Stadt Mainz übergeganqenen Festungsgeländes der Nordwestfronte statt. Im Ganzen waren 18 Firmen für die Ausführung der Arbeiten, die sich auf eine Erdmassenbewegung von 200 000 Kubikmeter und 17 000 Kubikmeter Abbruch von Festungsmauerwerk belief, vertreten. Die höchste Forderung für diese Arbeiten, die eine auswärtige Firma verlangte, belief sich auf 246 400 Mk., und die geringste Forderung, gleichfalls von einer auswärtigen Firma, betrug 106 302 Mk. Die Differenz zwischen der höchst- und mindestfordernden Firma beträgt die Kleinigkeit von nur 14 0 0 9 8 Mk.

() Worms, 26. März. Der Alldeutsche Ver­ba ndstag findet diesmal hier zu Ende der Pfingstwoche statt. Am 15. und 16. Juni ist die Ausschußsitzung, am 17. Juni Verbandstag, am 18. Juni Ausflug.

Marburg, 25. März. Die Errichtung des städtischen Elektrizitätswerks ist nun entgültig ge­sichert. In einer gestern abgehaltenen Stadtverordnetensitzung gab nwi? dem Kommissionsantrag, das Elektrizitätswerk unter Benutzung der vorhandenen Wasserkraft und Zuhilfenahme von zwei Gasmotoren in der Herrenmühle neben dem Universitätsgebäude zu errichten, die Zustimiuung und stellte als erste Baurate 200 000 Mk. in den Etat ein. Die An­lage soll bereits ont 1. Oktober fertig sein.

K l e i n e M i t t e i l u n g e n aus Hessen und den Nachbarstaaten. Herr Heinrich Wallau in Mainz ist zum Mitglied der künstlerischen Sachverständigeu- K o in ui iss i on für die Reichsdruckeret tn Berlin ernannt worden. Bcvchtenswert bei dieser Ernennung dürfte sein, daß zum ersten male ein Nicht-Berliner in diese Kvmmission berufen wurde.

Landet und Verkehr.

Kleine F i n a n z ch r o n i k. Die jüngst übernommenen 3 Mill. Mk. 3%% Gießener Stadtobligationen werden freihändig zum Kurie von 99.10 °/0 begeben. Die Siegener Bank für Handel und Gewerbe beschloß 6 % Dividende auszuzahlen. Zn Newyork hat die S t a n d a r d O i l Eo. die Preise um 10 Punkte weiter herabgesetzt. Alle Ursacken der Preisermäßigung können angesehen werden, die Erschließung größerer Oelguellen in Kanada, die nahende Sommersaison und das Bestreben, der euro- väischen Konkurrenz ein Paroli zu bieten. Die Verwaltung der Compagnie L a s e r m e, Tabak- und Cigarettenfabrik, schlägt 12 °/0 Dividende wie i. V. vor.

Berliner Börse vom 25. März 1905.

(Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Privat-Diskont 2% Prozent. r

Anfangs- u. Schlußkurse.

fe. Frankfurt a. M., 27. März. (Orig.-Teleqr. desGießen. Am") Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreise. Weizen Mk. 16.2518.50, Kurbessiscker Mk. 18.2518.50, La Plata Mk. 18.2519.25, Kanias Mk. 18.2519.25, Roggen (hiesiger) Mark 14.2514.50, Gerste (Wetterauer) Mk. 17.7518.00, kranken- felderMk 00 0000,00,HaferMk. 15.0015.25,MaisMk. 12.0012.25, Weizenmehl' 0 Mk. ' 26.7527.25, 2. Qiialität Mk. 24.75 bis Mk. 25.25 3. Qualität Mk. 22.7523.25, Noggenmehl 0 Mk 22 0093 25 1. Qualität Mk. 19.5020.75, Weizenkleie Mk. 10.00 bis Mk 10 25, Roggentleie Mk. 11.0011.25, Maiskeime Mk. 11.50 bis Mk. 11.75, Franken, Pfälzer, Ried Mk.00.0000.00. Alles per 100 Kg. n M., 27. März. (Telegr. Oriq.-Bericht des

Gieß' An^") Amtlicke Notierungen der heutigen Viehmarkt- vreise. 'Zum Verkaufe standen: 461, Ochsen, 90 ans Oest- reirf) 45 Büsten, 1 ans Oestreich, 694 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder 1 aus Oestreich, 249 Kälber, 221 Schafe und Hämmel. 1854 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegen--, 0 Schaflämmer. Bezahlt rüiiröc für 100Pfund Schlachtgewicht Ockfen 1. Qualität 7173Mk., Qua 65-67 Mk., 3. Qual. 60-63Mk.: Büsten l.Qual. 60 bis äo Mk y Qual "56-58 Mk.: Kühe 1. Qual. 65-67 Mk., 2. Quai. ^-60Mk 3 Qual. 47-48 Mk, 4. Qual. 37-39 Mk.. 5. Qual. 00-00Mk. Kälber: 1 ®°T82^7

9 nittrl 7476 Pfg., Lebendgewicht 4446 Pfq., 3. Qual. 00- 00 Nfg., Schlachtgewicht 53-60 Pfg., Schafe: 1. Qual. 72-74, 9 Qual 6466 Pfg., 3. Qual. 0000 Pfq.: Schweine 1. Qual. 65ifn "ebendgew. 52.50 Pfg., 2. Qual. 64 Pfg., Lebendgewicht bi00 Nfg ~3 Qual. 5860 Pfg., Lebendgewicht 0000 Pfg. Geschäft bei Hornvieh mittelmäßig, ireberstand urtbedeutend, bei Kleinvieh gut, kein Ueberstand.

Winter u. Sommer,

Haut am besten bewährt die MimnlinlincAifA von Aerzte.: hochgeschätzte * UVHIl&ülW. .

* Kleine Tcgeschronik. Der k a t h o l i s ck e G eift- licke Holweck au5 Schaffhausen bei Hoaifelden ist nach Unter- rfitaaunn von 15000 Mark Kirchcn- nnd GkMmdcac dern Litiacbrannt In der Nähe des Gn'es sndbraek bei Bielefeld wurde -in dreijähLes Kind tot in einer 3-uchengruSe °ufgemnd^ Das dreieinhalbjährigr Kind eines Einwohners von Ircrne

Anivorsttäts-Nalkricklen.

DieNordd. Alla. Ztg." schreibt: Durch die Zeitungen geht die Nachricht, daß sich an der Technischen Ho chsckuI e Hannover ein neuer Ausschuß der Studierenden unter dem Namen ,.Verband der Studentenschaft d"r Technischen Hochschule Hannevez?^ gebildet hat und daß diesem Verbände nach den von Rektor und Senat genehmigten Satzungen kon­fessionelle Verbindungen und deren Mitglieder nickt anaebören können. Soweit wir unterrichtet sind, sind die dorttgen ^Bestreb­ungen zur Bildung eines neuen Ausschusses über das Stadium von Vorverhandlungen nock nickt gediehen, auch ist Die Genebmigtmg neuer Satzungen nicht erfolgt.

Berlin, 25. März. Professor Adolf Wagner, der heute das 70. Lebensjahr vollendet, hat sich allen Huldigungen durch eine Reise nach Steiermark entzogen, wo er seinen Ge­burtstag bei einem Freunde verlebt. Das Staatswissenschaftliche Seminar hatte ein Komitee gewählt, das von feiten der ehemaligen und jetzigen Schüler des Seminars eine ehr-'nde Kundgebung für den Jubilar vorbereitet. Infolge eines Aufrufs sind zu diesem Zweck bereits mehrere tausend Mark eingegangen, und es soll eine künstlerische Adresse überreicht, sowie ein Fonds zu wissen­schaftlichen Zweckeir alsA d o l f - W a g n e r - S t i s t u n g" ge­bildet werden, dessen nähere Bestimmung dem Jubilar überlassen bleibt. Da nun der Geburtstag in die akademischen Ferien fällt, wird die feierliche Ueberreickung zu Beginn des Sommersemesters erfolgen. Aus gleichenr Anlaß hat das Aktionskomitee des Evang. Sozialen Kongreffes, dessen Ehrenpräsident Wagner ist, eine Fest­nummer seiner Zeitschrift herausgegeben. Diese enthält eine Sammlung von Wagnerworlen, gesprochen aus den evanaelisch- sozialen Kongressen, sowie Beiträge von Robbe, dem zweiten Ehren- vräsident"n. Hans Delbrück. Friedrich Naumann. Adolf Harnack, Ludwig Keller, Eharlotte Broicker. Kaspar Nenö Gregory, Otto Gierf®. 9c SReste 11 Q,

4H.% Oesterr. Silberrente 101.10

~ . 91.85

(Herickislaat.

R. B. Darmstadt, 26. März. Eine fehr bemerkens­werte Entscheidung bat das hiesige Ober-Landesgericht ge­fällt. Der hiesigen Tabakssirma L. war vor nun bald fünf Jah­ren ein Posten von 2 Ballen Tabak in den Räumen der Zoll­behörde durch eingedrungenes Regenwasser beschädigt worden, sodaß die Maare bedeutend an Wert verlor. Der Besitzer des unter Zollverschluß lagernden Tabaks verlangte nun von der Zöllner- waltung Schadenersatz, die einen solchen aber mit der Motivierung ablehnte, daß das Lagergebäude städtisches Eigentum sei und ihr nur mietswcife überlassen werde. Für den durch äußere Einflüsse entstandenen Schaden habe somit der Hausbesitzer aufzukommen. Die Stadtverwaltung aber lehnte ihrerseits eine Ersatzvsticht aus dem Grunde ab, weil sie, trotzdem das Haus ihr Eigentum sei, doch fernen Zutritt dazu habe, da die sämtlichen Räume unter zollamtlichen Vorschluß ständen: die Besitzerin sei mithin auch nicht in der Lage, sich von der etwaigen Reveraturbedürftigkeit des (Ge­bäudes zu überzeugen. Inzwischen sind nun in der Sache bereits verschiedene Urteile ergangen. Das Landgericht hgt in einem spater stattgehabten Termine die Qberzostbehörde als ersatzvflichtig be­zeichnet. Es handelte sich ursprünglich nur um einen Schaden von etwa 80 Mark, inzwischen aber ist das Streitobjekt bureh die ver­schiedenen Termine, Sackverständigenurteile etc. auf 5000 Mk. anaewachfen. Das Obertandesgericht hat nun ebenfalls dahm entschieden, daß nicht die Stadtverwaltung sondern die Zoll­behörde als regreßpflichtig zu betrachten sei. Die Ent­scheidung ist auch für das übrige Deutschland von besonderem Interesse, als bezüglich der Zostlagerräume in anderen ©tobten z. B. Mainz, Offenbach, Gießen, ganz ähnliche Verhält­nisse vorhanden finb.

Kiel, 26. März. Das Oberkriegsgericht der Ostscestation ver­urteilte auf Berufung des Gerichtsherrn den Matrosen Schambert vom KreuzernBlitz" wegen Angriffs auf Vor­gesetzte, Aufforderung an eine Menschenmenge zur Gewalttätig­keit und wegen Bekundung sozialdemokratischer Ge- sinnung zu 4 Jahren Gefängnis. Der Antrag des Anklagevertreters verlangte eine sechsjährige Zuchthausstrafe.

Zweibrücken, 25. März. Vor dem Schwurgericht stand heute als Anaeklagter der N-'da^eur derPsälz. Post" Tstckrester aus Ludwigshafen, to-egeit Beleidung. Das Urteil lautete auf eine Gefängnisstrafe von 6 Wochen. Es handelte sich um eine schwere Beleid'guna zweier G"ndarmen in Pirmasens durch die ____

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