Ausgabe 
27.6.1905 Zweites Blatt
 
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Nr. 14»

Zweites Matt. 155. Jahrgang Dienstag 27. Juni 1805

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General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Siehe».

A«r Warokkofrage.

Nach Auffassung politischer Kreise kommt das Anfang Juli in Cherbourg eintreffende amerikanische Geschwader der französischen Regierung sehr gelegen. Daher auch die JNaussichtnahme rauschender Festlichkeiten beim Besuch der amerikanischen Offiziere und Mannschaf­ten in Paris. Man tvill dadurch wohl zürn! Ausdruck bringen, daß die Beziehungen Mischen Paris und Washington keine Trübung erfahren haben durch die Abneigung Frankreichs, auf Vorrechte in Marokko zu verzichten. Es soll der An­schein gewissermaßen bekräftigt werden, als ob mir das mißtrauische" Deutschland ein §küar in der französischen Marokkopolitik finde. Wenn das Washingtoner Kabinett aber seiner bisherigen Taktik treu bkeibt und' darauf besteht, daß die Rechte des Sternenbanners nach Gebühr respektiert werden, dann kann es nicht umhin, dein Protest Deutsch­lands in der Marokkofrage sich anzuschließen. Eine der Berliner amerikanischen Botschaft nahestehende Persönlich­keit meint zwar, die Uniorrregierung! halte die Ansprüche Frankreichs in Marokko nicht für so weitgreifend, wie die deutsche Regierung, und erachte demgemäß^ um zu einer Verständigung mit dem Pariser Kabinett zu gelangen, die Anberaumung einer internationalen Marokko-Konferenz nicht fürunbedingt erforderlich". Sollte das der Stand­punkt der Washingtoner Regierung sein, dann könnte sich Frankreich beglückwünschen, dann hätte Rouvier, da er sich im Einvernehmen mit England und Spanien weiß, in der Tat nur mit demmißtrauischen" Deutschland zu tun. Man müßte dann a6er auch der Auffassung zimeigeN, daß Rouvier mit seiner Behandlung der Konferenzidee lediglich Gaukel­spiel treibt, daß er darauf ausgeht, unter dem Schein gründlicher Erwägung des Konferenzvorschlags durch dessen schließliche Ablehnung dem Fürsten Bülow, der in diesem Falle zugleich die Sache des Sultans von Marokko vertritt, eine diplomatische Niederlage beizubringen. Hinter den Kulissen sind zweifellos, und gegenwärtig mit Erfolg, Kräfte tätig, die in nichts weniger als sriedlichejm Sinne wirken.

Jtn übrigen wird in Berlin erwartet, daß die Besprech­ungen des Fürsten Bülow mit dem französischen Botschaf­ter in Berlin sowie die deutsche Rote die Einsicht in Paris erwecken, daß das einfachste Mittel zur Lösung der Schwierigkeiten die Zustimmung Frankreichs zur Marokkokonferenz bildet.

Der frühere ftanzös. Kriegsminister Gallifet schreibt in einem Briefe an denGauloiS": ,^Fch glaube Nicht an den Krieg, den Deutschland ebensowenig wünscht wie wir. Nur England möchte ihn zu seinem Nutzen und zu unserem Nachteil. Predigen Sie in Ihrem Blatte Ruhe und Vernunft." Der französ. Minister des Innern Etienne hielt am Sonntag in Ä:oyes eine Rede, in der er sagte, Frankreich sei ein Gegenstand der Begehrlichkeit und der Eifersucht , weil es über seine Grenzen hinaus tätig sei und seinen Ideen auch außerhalb seiner Grenzen Geltung verschaffe. Es sei ein Zielpunkt derjenigen, denen eS in der Verfolgung ihrer Bestrebungen hinderlich zu sein vermöge. Bewahren wir dem Vaterland, schloß der Minister die Rede, sein großes Ansehen, indem wir manchen Beweis seiner Klugheit geben, sichern wir seine Bestimmung, indem wir uns vereinigen, zur Verwirklichung des Ideales der Gerechtigkeit und zur Entwickelung seines materiellen Wohlstandes unter dem Schutze der Armee, welche wir lieben und achten!

Große Bedenken hegt man an den Börsen von Paris und auch von London. IN Paris herrschte ver­gangene Woche sichtliche Erregung und es wurde sogar ganz unverblümt von der Möglichkeit des Krieges gesprochen. Derartiges wagt ferne einzige deutsche Zeitung zu sagen Es ist richtig, daß von einer Furcht in Deutschland nicht die Rede ist, aber man würde ein derartiges Vorgehen für Frevel sondergleichen halten, und deshalb sind auch die deutschen Börsen noch weit davonentfernt, an die Möglichkeit eines Krieges zu denken.

Deutsche» Reich.

Kiel 26 c(uni. Der Kaiser sah heute nachmittag 8om Deck' derHohenzollern" aus das Wettrudern der Fähnriche zur See. der Seekadetten und der SchrffZiungen an und verteilte nachher selbst di- Preise an die siegreichen Man^chasten. .. Das Staatsministerium trat

heute unter d'em Vorsitz des Ministerpräsidenten Fürsten Bülow '"ÄlS.. M -- »-

8aben, daß dieser selbst von der Absendung von Tele. gram men. die ein öffentliches Interesse haben, überhaupt Abstand nimmt, vielmehr den Reichskanzler diese Telegramme abfassen, unterschreiben und abfertigen laßt. ES ist nicht un bemerkt geblieben, daß schon in letzter Zeit Telegramme der bezeichneten Art vom Reichskanzler unterzeichnet waren.

- Im Auftrag- des Reichskanzlers begrüßte heute Staatssekretär Jrhr. von Richthofen der- aus.Ostasien zurllckgekehrten Prinzen Karl Anton von H 30UHnsie heute zur Ausgabe gelangende Nummer 22 der Gesetzsammlung enthält unter Nr. 10 615 die Verfug g Justizministers betreffend die Anlegung emes^""""cheS für einen Teil der Bezirke der Amtsgericht D'l nb^rg Ems, Herborn, Nastätten, Nüdcsheun Usingen, Hall n.erod und Wiesbaden^ vom 20. Ium L

Oberhausen, 2b. Zum. x)u

10. Generalversammlung des Gewerkv b

r; X.. Beraarbciter referierte der Vorsitzense oer Si?b°nerk°mniissi°n, Effert, über den Streik und bie 0- 0-s°tzn°°°-le. Die

lutwn, die ?"yarbet b sch 8 . . b g patriarchalischen einen Fortschritt, als sie das W , * Weise

Arbeitsoerhültnisses auchebe, sei a mQe[unn Berg- befriedigend. Es sei die reichsgesetzliche Regelung d°^ Lierg arbeiterjchutzcS j» fordern.

Anfangs- u. Schlußkurse.

verscherzt wird.

Märkte.

205.62

236.50

189.25

247.40

210,12

. 205.40 . 236.25 . 189.40 . 247.10 . 209.75 Fester.

Kandels rmd KcrKeffr. Woksiswirlschaft.

Berliner Börse vom 23. Fnni 1905.

(Mitgeteilt von der Bant süv Handel und Industrie, Gießen.)

Ausland.

Stockholm, 26. Juni. Dem Hofe nahestehende Per­sonen versichern, daß der König den Gedanken einer Prinzen-Kandidatur fallen lassen werde. Unter den Parteien des Reichstags wird eine Verständigung darüber angebahnt, Norwegen auf den verfassungsmäßigen Weg zu verweisen, nach den Neuwahlen zum Storthing einen ordent­lichen Antrag auf Trennung der Union bei Schweden zu stellen.

Im Staatdrate wurde beschlossen, daß die wehr­pflichtigen Matrosen, die in diesen Tagen abgemustert werden sollten, bis auf weiteres im Dienste bleiben sollen.

Newyork, 26. Juni. Die ,Newyork World* meldet aus Washington: Präsident Roosevelt sandte eine Anzahl Beamte nach Deutschland und nach anderen europäi­schen Ländern für §a§ Studium der kommerziellen Verhältnisse zur Hebung des amerikanischen Handels. Die Beamten reisen als Privatleiite.

Privat-DiSkont 28/a Prozent.

Oest. Kredit . .

Deutsche Bank . .

Darmstädter Bank .

Bochumer Guß . .

Harpener Bergbau

Tendenz: 1

verrosteten Degen sich eine Verletzung zugezogen haben, der tt erlegen! ist. Ein furchtbarer Ehclon ist über die Lombardische Ebene nicbrgtgnnaen. Viele Telegraphen­linien wurden zerstört. Eigroü: Schlossen sind gefallen. Viele Däuser sind zerstört. In Forli und Ferrari sind zahlreiche Per­sonen verletzt worden. In Polesella wurde die Brücke über den Po fortgerissen. Die Zahl der Toten rmd Verwundeten ist int» bekannt, der Schaden ungeheuer. Am Predigt st uhl (Wilder Kaiser) stürzte der Münchener Tourist Korzer ab. Er wurde schwer verletzt aufgefunden. Auf dem Uebergang von St. Peter (Ahr ent al) nach Rein (Tirol'» stürzte der 29 jährige Italiener Lunazzi 60 Meter tief auf einen Lawinenreft ab. Er starb bald darauf.

Homburg v. d. H., 26. Juni. LandtagSabg. Dr. Max Hirsch ist hier im Sanatorium des Dr. Pariser an den Folgen einer erneuten Darmblutung verschieden.

Dr. Max Hirsch, dex bekannte Anwalt der (Hirsch-Duncker- schen) Gewerkvereine, ist 73 Fahre alt geworden. Seit Beginn der 60 ec Fahre widmete er sich ganz den öffentlichen Angelegen-- heiten, erst in Berlin, wo er das politische WochenblattDer Fortschritt" begründete, dann zu Magdeburg, hierauf wieder in Berlin. Nach einer Studienreise in England gründete er unter Mitwirkung von Franz Duncker und Schulze-Delitzsch 1868 die deutschen Gewerkvereine, als deren Anwalt, sowie als Heraus­geber des VerbandsorgansDer Gewerkverein" er seit 1869 bis zu seiner letzten Krankheit wirkte. Seit 1879 war er Dozent für Nationalökonomie an der Humboldt-Akademie nnb ihr General­sekretär: die Akademie war auf seine Anregung und nach seinem Plane errichtet worden. Er war auch Mitbegründer der Gesell­schaft für Verbreitung der Volksbildung und des Vereins für Sozialpolitik. 1869 vertrat er den 23. sächsischen Wahlkreis! int Norddeutschen Reichstag, wo er sich der Fortsck)rittspartci an­schloß. Von verschißenen Wahlkreisen wurde er noch 1877, 1881 und 1890 in den Reichstag gewählt. Seit 1898 war er Mitglied des preirßischen Abgeordnetenharrses, wo er noch vor kurzem als Mitglied der Kommission für die Bergarbeitcrschutz-Novelle tätig gewesen ist.

Karlsruhe, 26. Juni. Heute begeht der ehemalige Gouverneur von Metz, General der Artillerie z. D., F ro b en, ein alter badischer Offizier, sein 50jähriges Militär- Jubiläum. Aus diesem Anlaß wurde ihm vom Großherzog der erbliche Adelsstand verliehen.

Stuttgart, 26. Juni. Die Kammer der Ab­geordneten trat heute in die Beratung der V e r f a s s ü n g §- revision ein, wobei der Abg. Hausmann-Balingen (Volks­partei) die Frage aufwarf, ob nicht noch ein anderer Weg als der des Regierungsentwurfes zur Erreichung einer neuen Verfassung beschritten werden könne; der Redner stellte sich auf den Standpunkt, daß das Gesetz vom Jahre 1849, nach dem die Regierung das Recht hat, im Zusammenwirken mit den 64 Vertretern der Oberämter ein Verfassungsgesetz zu schaffen, noch zu Recht bestehe. Darauf beantragte der Ab- geordn. Gröber (Ztr.), die staatsrechtliche Kommission mit der Prüfung der Frage zu beauftragen, ob dieses Gesetz von 1849 betr. die Einberufung einer Versammlung von Volks­vertretern zur Beratung einer Revision der Verfassung noch in Geltung ist; außerdem beantragte der Redner, die Be­ratung über die Verfassungsrevision bis zur Vorlegung des KommiffionSberichteS auSzusetzen. Sämtliche Redner bezeich­neten die Anregung HauSmannS als ein Hindernis für das Zustandekommen deS Gesetzes und Ministerpräsident von Breit­ling erklärte, daß die Regierung die Auffassung Hausmanns nicht teile. HauSmann zog schließlich seine Anregung zu­rück, ebenso der Abg. Gröber seinen Antrag.

München, 26. Juni. Im Ministerium des Aeußern sind zur Herbeiführung einer Einigung zwischen den Metallindustriellen und den Arbeitern, und zwar zunächst mit den Vertretern der Industriellen, Verhandlungen eingeleitet worden, welche morgen mit den Vertretern der Arbeiter fortgesetzt werden sollen.

* Kleine Tageschronik. Am Montag nachmittag wur- beit durch einen Blitzschlag im HumboldthE zu Berl. r Pi a-rifi-'fai» (jetötet nnb zwei gelahmt. Fn Berlin m en

LS s&n «äsäs MxxTS. Ki « tas WÄÖ Äricnm Studenten der Äbei ete Ät!ns?r durch einen

Kerichtslaal.

L. Vom! Landgerichte Gießen finb am 11. April die Metzger Hermann Str. und Adolf G. wegen Ver gehen s gegen das Nahrungsmittelgesetz nnb ba$ Fletschbeschau- nefcft ru ie einem Jahre 3 Monaten Gef än gnts verurteilt wordetr. Beide betreiben gemeinschaftlich öw Metzgerei und schlachten meist minderwertige alte Ttere. G. ist wiederholt wegen Einführung schlechten NeMeS m ^lmkmrt bestraft worden. Bei einer Durchsuchung desSchlachthauses .des Str imtrbe eine zerteilte jüngere Kuh gefunden, die über und über tuberkulös war. Etwa 20 Pfund waren davon sckwn an Gastwirte verkauft und verwendet worden. Die Viertel der Küh waren gestempelt. S)er 6'lersch- beschauer hatte nur die Lunge zur Untersuchung erhalten uL diese gesmrd befunden. G. hatte ihm^die emescmdewtTteves unteraeschoben. So batten die Angeklagten emufit daß alle V^tel alS gesund abgestempelt wurden Alrch Besetttgung von Leber Lunge und Haut vor der Fleischbeschau haben die Ange- klaaten auch gegen das Fleischbeschaugesetz gehandelt. Dre Revision der Angeklagten, welche ohne nähere Uussühruug unzureichende Feststellungen rügten, wurde heute vom Reichs­gerichte v e rworfen. _________

JahrtzS gefallen; dagegen ist der Roggenpreis erheblich gestiegen, der Maisaufschlag beträgt zurzeit gegen di« Mitte des Vorjahres etwa 17 Mk. Die Aussichten für die kom­mende Ernte sollen recht schlecht sein. Wir sind der Meinung, daß man in diesem Punkt und auch in einigen anderen, der Zeil etwas vorauseilt. Wenigstens in Mitteldeutschland sind die Witterungsverhältnisse den Saaten int großen ganzen doch recht günstig gewesen und was durch daS kühle Wetter, int Mai ver­dorben wurde, wurde durch sinen guten Funi wieder gebessert. Das Preisniveau für Kartoffeln, Butter und Eier hat sich sehr verschiedenartig eirtwickelt. Mitte Juni 1904 kostete ein Doppelzentner Kartoffeln zwischen 2.50 Mk. und 4.80 Mk., während man int Juni d. I. 4 Mk. bezwl 9 Mk. bezahlen mußte. Es muß bei diesen Preisfestsetzungen aber doch auch darauf hm-' gewiesen werden, daß die Landwirte und auch die ZwischenbäMer, durch die ungünstigen Verhältnisse des vergangenen FahreS zu einer teilweise übermäßigen Preishinaufsetzung verführt, ein Recht zu haben glauben, bei den int ganzen gebesserten Verhältnissen dieses Jahres auf dem teuren Standpunkt stehen bleiben oder gar über diesen hinausgehen zu bttrfen. Wir geben uns der Doffrrung hin, daß Vynen durch die Produzenten diese PreiK- treiberei, bie in manchen Städten anWucher grenzt, doch etwas.

a gibt Blttt und hilft über-

all da die Ernäbrimg H jk B 8 g Ja ® S und das Allgemeinbefinden Bsi®' Ä W W Ä ü beben, wo die wichtigsten Lebens- und Aufbaustosfe in konzentrischer, leicht verdaulichster Form dem k r a n k e n K ö r u e r zugeführt werden sollen. Erhältlich das i/ Kilo Mk. 8. in Apotheken, Drogerien usw.

Sport.

D ie Frankfurter Regatta hat trotz des ungünsti­gen Wetters bei außerordentlicher Beteiligung des Publikums am Samstag, Sonntag und Montag einen guten Verlauf genom-. men. An ben RenncN beteiligte sich auch bie Gießener Ru- bergesellschaft. Als Schiedsrichter amtierten die Herreih Emil Döring, Jean Kirch-Gießen, F. L. Schuhmacher imb Dr. Wegeler. Der Gießener Verein siegte in den Vorrennen und kam dadurch zur Beteiligung an den Hauptrennen, wo er auf dem 2. Platz blieb. Bei der Regatta am Montag um den Kaiser preis siegte der Mannheimer Ruder-Kl- leicht mit zwei Langen.

Hamburg, 25. Juni. Das deutsche Derby (Preis 100000 Mark) wurde von Graf FestetieSPatience^ sehr leicht mit 2V, Längen gewonnen. Zweiter wurde Weinbergs (Frankfurt) ^Festino", Dritter Gras Arco ZinnebergsMichelangelo", Vierter WeinbergsSlaby".

P'reisbrwegung am Warenmärkte. Die Preis-. steiserung für eine Reihe von Lebensmitteln, die angesichts der schlechten Ernteaussichten des vorigen Sommers hervorgerufen wurde, hat im Laufe d. I. sich fortgesetzt. Ganz besondere Auf- regimg herrscht auch in den Kreisen des Fleischergewerbes, denn die Viehpreise steigen ganz enorm und haben bie betreffenden Industriellen zu Eingabelt än das Laudwirtschakts-, Ministerium in Preußen sowie an die betr. Ministerressorts in den übrigen Bundesstaaten veranlaßt. Auch der GetreidepreiSl steht, außer beim Weizen, noch bedeutend über dem!

Gießen, 27.Juni. Marktbericht. Auf heutigem Wockenmarkl kosteten: Butter pr. Pid. 1.001.15 Mk., Hühnereier 1 St. 67 Dig. 2 Stck. 0000 Pfg., Gänseeier 1500 Pfg., Enteneier 67 Psg., Käse vr. Stck. 68 Pf., Käsematte 2 Stck. 56 Psg. Erbsen pr.Liter 21 Pfg., Linsen pr. Liier 32 Pfg., Tauben pr. Paar 0,80-0,90 Mk., Hühner pr.St. 1,001,60 Mk., Hähne pr. Stück 0,801,80 Mk., Enten pr. Stuck i 802,20Mk., Gänse ur. Pfd. 5565 Pfg., Ochseufleisch pr. Pftmd 7080 Psg., Kuh- und Nindsieisch pr. Pfund 7072 Psg., Schweine­fleisch pr. Psuud 7080 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 84 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 7080 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 5076 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 7,50-8,00 Mk., Zwiebelnpr.Ztr- 8,0010,00 Mk., Milch per Liier 20 Pfg., Aepfel per Zentner 6 bis 0 Mk., in Körben 0000 Pfg., Kirschen pr. Psd. 30-00 Pfg. ^welschen per Zentner 0.00-0.00 Mk. Birnen per Zentner 0 bi« 0.00 Mk. Weißkraut 0.100.15. Marktzeit 71 Uhr.

Alsfeld, 26. Juni. Der diesjährige Prämien- und Pferdemarkt findet Montag den 31. Juli 1905 hier statt. Mit diesem Markt ist eine Verlosung verbunden; es werden 20 000 Lose ä i/2 Mark ausgegeben. Der Generalverttieb der Lose ist der Firma Georg Kurtz jr., (amtlich bestellte Kollektur der Heis Thüriug. Staatslotterie in Msseld) übertragen, und der Verkauf der Lose ist laut ministerieller Genehmigung un Jansen Großhsrzogtum Hessen gestattet. q

Die^Marktpreise^ sürVieh^vtntTFrucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise

am 26. Juni 1905._________________

Weizen 100 Kg. 18,65 Mk. «Weißbrot 2 Kg. 52 Pfg. Noggen 100 16,8000,00 Mk. ^Schwarzbrot 2Ka. 48 Psg.

Höchste Schlachtviehpreise in Frankfurt a. M.

Fleischpreise in Gießen

Ochsen

Kälber Schweine

50 Kg. Schlachtgewicht 74-75 Mk.

'/_ Kg. Schlachtgew. 87-90Pf.

*/,_ i> » 7000 K

V, Kg. 70-80 Pfg.

7, , 70-74

7, 70-80

Getreidepreise in M a n n h e i m x _____________________________________

Brotpreise in Gießen