Ausgabe 
26.8.1905 Drittes Blatt
 
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Branchen, Grund. PeHonaie, lcnf 3fp.ekifn, >°tclS,Gastier«! und verschwiegen MU von Albert ifirli.ff., Mainzer mie bas Zentral-

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DieSiebener LamMenblSttef werden dem Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der ^eifilchtz Landwirt" erichetat monaUich einmal.

Drittes Blatt. LÖS. Jahrgang Samstag 26. August 10OS

ÄB3g d ^9 VV V Rotationsdruck und B erlag der Brühl slhen

X. IhA UnwerstiälSdruckerei. R. Sauge. Stehe».

M »W « O ir S B ff B JPW 0 B H Redaktion. Expedition u. Druckerei: Schulstr.«.

V/|v||vlvTT ia V V Tel. Nr. bl. Tetegr^Adr.« Anzeiger Dtthm.

General-Anzeiger, Amt;- und Anzeigeblatt für den Kreis Sichen.

Altbewährte Nahrung für Kinder, Kranke,Genesende. Verhütet u.beseitiqc=Diarrhoe. Brechdurchfall, Darmkatarrh.

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+21,9

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Hoch

Niedrigste

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Hamster gefangen.

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August

1905,

Sonnenschein Klarer Himmä Bed. Himmel

Permi|d?tc®.

Madrid, 25. Aug. Im Stadtviertel Latina sind 70 Personen infolge Genusses verdorbener Ziegen­milch unter Vergiftungserscheinungen er kr a n ft, darunter viele gefährlich 2+r Verkäufer wurde verhaftet und sein Ausschank

ZI

-5

Lvsmy evs deu -tsiidessnitsrkliistrry der Stsdt Gieheo.

Aufgebote. .

August. 20. Friedrich Müller, Schlosser dahier, mit Luise Philippine Löhr in Philipvstein. 21. Albert Eonrad, Bauauffeher- aspirant in Alsfeld, mit Marie Bommershcim dahier. 2L Alderr Popelik, Kaufmann in Dresden, nut Recha Katz dahier.

Eheschließungen.

August. 19. Ludwig Steinhäuser, Kaufmann dahier, mit Elfe Seuling hierfelbst. 19. Jakob Bauer, Installateur in Neu­stadt a. d. H., mit Sophie Altvater dahier. 19. Karl Wilhelm Masur, Schilhmacher dahier, mit Karoline Geelhaar hrerselbstt

Geborene.

A n m.: Die in Klammern gefetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

Ans Stadt und Land.

Gießen, 26. August 1905.

Meteorolostiscke Beobachtungen

der Station Gießen.

25. August = + 22,4 °C.

25. = -l- 6,5'6.

je Pomehrendorfer beim Kaiserpaar. | Ueber den Empfang der Pomehrendorfer in Kabinen beim Kaiserpaar wird derKönigsb. Allg. Ztg." berichtet: Bei der Enthüllung des Kaiser Wilhelm-Denkmals in Elbing hatten die Pomehrendorfer Landleute in ihren alten Volks­trachten die besondere Aufmerksamkeit der Kaiserin erregt. Die Kaiserin machte ihren Gemahl darauf aufmerksam, und die Pomehrendorfer erhielten am Donnerstag eine tele­graphische Einladung nach Kabinen. Gleichzeitig wurde eine Musikkapelle bestellt. Auf einem mit sechs Pferden bespannten Leiterwagen trafen die Pomehrendorfer (zehn Männer und zehn Frauen) in Kadinen em. Unter Vor­antritt der Kapelle begaben sich die Gäste tn den Park. Auf Wunsch des Kaisers führten die Landleute drei Tänze vor. Doch zunächst einiges über die alten Trachten selbst. Die Männer haben die Kleidung, in der sich einst unsere Väter freiwillig zum Freiheitskriege meldeten: Zylinder aus schwarzem Filz mit buntem Band, langer schwarzer Rock, lange Stieseln, umgeschlagene Hemdkragen und ein rotes Halstuch. Die Frauen haben einen ge­streiften eingewebten Rock mit buntem Besatz, Lederpantoffeln, bunte Schürze, feidenes farbiges Halstuch, miederartigen Verschluß und eine Kopfbedeckung, die entweder ein Tuch oder eine gekräuselte Mütze ist. Diese Kopfbedeckung ist etwa zweihundert Jahre alt. Es handelt sich hier durchweg um Kleidungsstücke, die sich auf Kind und Kindeskind ver­erbt haben. Der Tanz dieser zehn Paare nahm das be sondere Jnteresie des Kaisers, der Kaiserin und der kaiser­lichen Kinder in Anspruch; die in großem Bogen herum­fliegenden langen Rockschöße der Männer und weiten Kleider der Frauen sahen eigenartig aus. Nach dem Tanze unterhielten sich der Kaiser und die Kaiserin mit den Pomehrendorfern; alle wurden durch eine Ansprache aus­gezeichnet. Der Kaiser war sehr verwundert, daß der Tanz trotz der Lederpantoffeln der Frauen so flott von statten ging und äußerte sich etwa:Kinder, in den Lederpanlofteln könnt Ihr tanzen? Ich kann in denselben kaum gehen. Da babt Ihr wohl eine Woche dazu geübt?" Der Kaiser erkundigte sich nach dem Alter der Zylinder und Nocke und betrachtete mit Interesse die Knöpfe mit verschiedenen Mustern. Die Kaiserin hatte für jede der Frauen ein freundliches Wort. Ms sich der Kaiser danach erkundigte, was mit den alten Kleidungsstücken gemacht würde, und man ihm erwiderte, daß diese in einem alten Schranke untergebracht würden, meinte der Kaiser, daß dieser Schrank aber eine Glastür haben müßte.

* Die Kaiserin auf der Frischen Nehrung. Nachträglich wird bekannt, daß die Kaiserin am Samstag nach einem Besuch des bei Elbing gelegenen Oftseebcide- örtchens Kahlberg auch das drei Meilen östlich davon liegende Fischerdorf Narmetn auf der Frischen Nehrung besucht hat. Einen Landungssteg für Dampfer hat Narmeln nicht, und so wurden denn die Kaiserin, die Prinzessin und das Gefolge in einem Boote an Land gebracht. Hier hatten sich die Schüler unter Leitung des Lehrers Wittke auf­gestellt und viele Ortsbewohner. Die Kinder sangen die Nationalhymne, dann wurde ein Hoch auf die Kaiserin aus­gebracht, die sich leutselig mit dem Gemeindevorsteher unterhielt, sich nach diesem und jenem erkundigte und erfuhr, daß die Nehrungsbewohner hinsichtlich der ärzt­lichen Versorgung sehr schlecht daran sind, ^n den Orten Tröbbernau, Kahlberg, Neukrug und Narmeln ist ein Arzt nicht vorhanden, eine Ausnahme macht nur die Badesaison in Kahlberg. Die Bewohner müssen im Bedarfsfälle einen Arzt mit einem Kahn über das Hass holen. Bei ungünstigen Eisverhältnissen ist im Winter das tzeranholen eines Arztes überhaupt unmöglich. In Wür­digung dieser ungünstigen Zustände hatte schon die Regier­ung zu Danzig eine materielle Beihilfe in Aussicht gestellt, doch ist es trotzdem noch nicht gelungen, einen Arzt für die Frische Nehrung zu gewinnen. Die Kaiserin stellte ihre Mithilfe zur Beseitigung dieses großen Uebelstandes m Aus­sicht, und so dürfen die Nehrungsbewohner hoffen, daß dem Uebelstande bald abgeholfen wird. Die hohe Frau be­suchte bann noch mehrere Fischerfamilien, unterhielt sich mit den Leuten und beglückte die Kinder durch Geschenke. Dem Gemeindevorsteher wurden 200 Mark zur Verteilung an Arme übergeben. Um selbst eine Erinnerung an diesen Besuch zu haben, machte die Kaiserin einige photogra­phische Aufnahmen. ' _ ..

* Wie sich ein Methodist duelliert. Davon weiß Einer zu berichten: Durch die Straßen von Lomsville (Oh-w> zog eine Methvdistenprozessron. Johii Fowlers, der vor der GÜrshbar stand, wachte sich über die Leute lustig, und namentlich über Reverend Bowwan, den, er nachaffte, daß die anderen, die an der Bar standen, sich schier ausschütten wollten vor Lachen. Reverend Bowwan aber sagte nichts als. ,,Rüpel.Was. <

schrie Fowlers. -Flegelhafter Rüpel!" ^verend

Bowwan und die Prozession ging weiter. Fowlers aber konnte den Schimpf nicht auf .sich sitzen lassen, versprach sich> woh auch einen kapitalen Spaß, wenn er Reverend Bowwan for^rtt inth __ wi+erte ibn. Zum Stauneii Fred Stautons und Duft

Maires, ^dw KeL John Fowlers nalM Revermd Bowmau die Forderung an. Die Wahl.der Waffen wurde ihm.zuerkannt, und was wählte er wohl? Ein >L>ch otf f a ul er Eier, ja­wohl, und dabei blüb er; fünfzehn schritte Distanz und ieder ein Schock fauler Eier. Fowlers schäumte vor Wut, aber schließ­lich was blieb ihni übrig? Er mußte sich stellen. Die Distanz wird abgemessen, die Gegner stellen sich auf, jeder faßt em Ei unk hat Fowlers eins im linken Auge, daß ihm das

. Dinger so über die Wange läuft. "Goddam!" wollte ex llucken kam aber nicht dazu, denn wie er den Mund aufmacht, ' hat er bums. ein z "" < rr.;.,,. ktJnKri»»«.?

er und wir ft ein Ei ums andere, alle Eier bhnbUng» rechts und links, ohne Reverend Bowman zu treffen. Dieser St b^ms! nnrft ihm ein Ei vor die Stime, ein anderes

August. 15. Dem Postschaffner Johann Ewig em Sohn, Franz Pubmiq. 15. Dem Dachdecker Theodor Rohrbach eine Tochter, Anna Katharine Marie. 16. Dem Schuhmacher Valentin Röhrig ein Sohn, Emil. 16. Dem Eisendreher Heinrich Babel eine Tochter, irlilguste Anna. 16. Dem Briefträger Wilhelm Hahn em Sohn, Friedrich. 19. Dem Universitätsprchessor Dr. Wilhelm P'echer eine Tochter, Paula Luise Elsbeth. 19. Dem Lagerarbeiter Friedrich Bach eine Tochter, Margarethe. 20. Dem Organisten und Küster Anton Wickert eine Tochter, Maria Magdalena. 20. Dem Brauerer- befiher Eugen Asprion eine Tochter. 20. Dem Wagner Georg Schwan eine Tochter. 21. Dem Müller Christian Achenbach eine Tochter, Lina. 22. Dem Metzger und Wirt Friedrich Heinrich Eule, ein Sohn, Friedrich.

Gestorbene.

August. 19. Friedrich Otto Wagner, 11 Monate alt, Sohr, des Kalkulators Guido Richard Wagner dahier. 20. Selene Muller, 4 Jahre alt, Tochter des Fabrikarbeiters Jakob Muller dahier. 20. Wilhelm Xaver Uhl, 1 Jahr alt, Sohn des Brauers Josef Uhl dahier. 21. Paula Schäler, 2 Monate alt, Tochter des Fabrik­arbeiters Karl Schäker dabier 21. Lina Elise Achenbach, 28 Jahre alt Ehekran des Müllers Christian Achenbach dahier. 21. Karolme Habenicht, 85 Jahre alt, Rentnerin dahier. 22. Dorothea Harrg, geb. Klos, Ehekrau des Schreiners Otto Harig dahier. 22. Lma Achenbach, 20 Stunden alt, Tochter des Müllers Christian Achenbach dahier. 22. Willy Friedrich Sommerkorn, 1 Monat alt, Sohn des Küiers Heinricb Bbilivv Sommerkorn dabier.

Uolitische Tagesschau.

Die zukünftige Zusammensetzung der ersten badischen Kammer.

Während die Zusammensetzun" der zweiten badischen Kammer durch gll^meine,Äekte und geheime Wahl der 73 geordneten erfolgt, Maltet sich die Zusammensetzung der Ersten Kammer auf ziemlich umständlichem Wege. J$)en Vorzug, durch angeborenes Recht und ihren geistlichen Stand der ersten Kämmer anzu­gehören, genießen die Prmzen des großherzoglichenb?ufes, dre Mpter der Standesherrlichen Familien und der katkwlische Lan- ^bischof, sowie der Prälat der evangelischen Landeskirche, so­dann gehören 21 Mitglieder der ersten Kammer durch Wah an und endlich acht werden uoin toiiteog ernannt ® e ro a W werden - acht Mgeordnete des grundherrlick)en Adels, drei M geordnete der Hochschulen, sechs Mgeordnete von den gesetzlich organisierten Körperschaften (drei von den Handelskammern, zwei von der Landwirtschaftskammer und emer von der Handwerks­kammer), drei Bürgermeister bezw. Oberbürgermeister und cm N^Von ^acht'^vom^Größherzog zu ernennenden Mit-

SS SL-iLd nnb Geburt Für die Wahl der acht Mitglieder des grundhevr- lichen Adels ist das Großherzogtum Baden m zwei Wahlkreise, Nördlich und südlich der Murg, eingeteilt; ieder Wahlkreis hat vier Abgeordnete zu wählen.. Die Wahl der ^geordneten der drei Hochschulen erfolgt für ftde Hochschule .sondert durch die ordentlichen Professoren der Hochschulen: Kroch kann die Wahl nur vor sich gehen, wenn .wenigstes drei Viertel der Wahlberechtigten ihr Wahlrecht ausuben. Für die Wahlen der albaeordneten der Handelskammern werden unter Berücksichtigung der örtlichen Verhältnisse und der Steuerkapitalien durch landes­herrliche Verordnung drei Wahlkreise gebildet, von denen ieder einen Abgeordneten zu wählen hat. Die zwei Abgeordneten der Lcmdwirtschaftskammem werden von den Mitgliedern der Land­wirtschaftskammer in einem Wahlgange, der eme Abgeordnete der Handwerkskammer von den Mitgliedern der un tum bestehenden Handwerkskammern gewählt. Für bte ~anö' wittschaftskammer, wie für die Handwerkskammer ist der Wahlott Karlsruhe. Für die Wahlen der zwei Oberbürgermeister werden zwei möglichst gleich große Wahlkreise für ^berbaden und Unter­baden gebildet. Die Stimmabgabe rann bei allen diesen Wahlen enttotber persönlich oder durch Uebersendung des -Lttmmzettels mit Namensunterschrift usw. erfolgen.

an das Obr, trifft mit dem fünften und, sechsten an den Kopf,! und als das nächste wieder den Wegr tn d^n Mund fintet, um die Flut der Flüche zu stopfen, da schreit Fowlers -^Genug, aenua'" und mildherzig gewährt ihm der Reverend Pardon. John Fowlers aber soll geschworen haben:Einmal einen Methodisten gefordert und nie wieder!'

* Ein intelligenter Bühnenleiter. Der alteCery, bet Tirektor des Königstädtischen Theaters m Berlin, war be- rtotigt roesen feiner llnMbintg. Nach da »lefbefpro^nen erfta üfufnifmmr, derAniimne" im S6auft>iertmife beauftragte er feinen Td-aterdiener. die W°hnun-i des Achters -u ernnfteü^ Im Adreßbuch finde ich den Namen Sophokles nicht Als Köniq Wrbrto Wilhelm III einestbenbä emer SBorfMtung -m Eerfs Kunsttempel beigewohnt hatte, begleitete der Direktor nach dem Schluß den Monarchen zu besten Eguipage^ >m diesem Moment rief ein vorübergehender Gamm:^chaafskoppI Mit einer devoten, entschuldigenden Verbeugung wandte Cerf sich an den König:Majestät, er meint mir!

WöüMW e WerM der Todesfälle m der rradt Sießka

22. Woche. Vom 28. Mai bis 3. Juni 1905.

Einwohnerzahl: angenommen zu 28 000 linkt. 1600 Mann Militär, Sterblichkeitszifser: 27,86

nach Abzug von 7 Ortsfremden: 14,84%».

Kinder

vom

215. Iah»

**LandwirtschaftlicherProvinzialverein. < Im Hotel zum Prinzen Karl hier tagte gestern unter dem Vorsitz des Vizepräsidenten, Kreisrat Dr. Wallau, der - Ausschuß des landw. Provinzialvereins und faßte eine , Anzahl Beschlüsse, die auch für wettere Kreise von ^n- , teresse sein dürften. Die im nächsten Monate in Mainz , stattfindende Landesausstellung wird von ^.berhessen ( aus in der Tierabteilung mit 46 Vogelsberger und 61 Simmentaler Rindern, mit 58 Ziegen und 24 Lchweinen beschickt. Der Wert dieser sämtlichen Ausstellungstiere stellt sich auf i-und 78 000 Mark; es wurde beschlossen, im An­schlüsse an die Versicherungseinrichtungen des Vereins die Tiere in Selbstversicherung zu nehmen. Auf Antrag des Verbandes der Ziegenzuchtvereine in der Provinz Ober­hessen wurde sodann beschlossen, in diesem Jahre 12 Ziegenbockstationen zu errichten und noch m diesem Herbst jedem Kreisziegenzuchtverein zwei Zuchtbocke zu uber- weisen. Es wurden für diesen Zweck 500 Mk. bewilligt. Die von der Tierzuchtinspektion aufgestellten Statuten wurden angenommen. Weiter hatte die Herdbuchkomyfion beantragt, zur Hebung der Schafzucht m der Provinz Mittel zur Verfügung zu stellen, welche dazu dienen sollen, Gemeinden, welche bessere Zuchtböcke des weißkopftgen eng­lischen Schafes ankaufen, 1/3 des Ankaufspreises zu ersetzen Der Ausschuß bewilligte zu diesem Zweck einen Betrag bis zu 3 0 0 M a r k. Ein Antrag des Präsidiums auf Bewillig­ung von Mitteln zur Beschaffung einer Brutmaschine zu Versuckszwecken wurde angenommen; dageaen wurde ein Antrag der Sektion für Geflügelzucht des landw Bezirksvereins Büdingen auf Bewilligung eines Zuschusses zur Errichtung einer Mastgeflugelzuchtanstalt abgelehnt. Schließlich wurden an Stelle der verstorbenen Mitglieder der Hutweidenkommission für den Vogelsberg, des Grafen Otto zu Solms-Laubach und des Bürgermeisters Weidner zu Herchenhain, die Bürgermeister Schmal­bach zu Crainfeld und Winecker zu Volkartshuin für diese Kommission gewählt.

An den Unrechten gekommen. Aus Bad- Nauheim wird uns folgender interessante Vorfall berichtet: Ein Einbrecher stieg in einem Hotel in ein Zimmer ein, wo zufällig ein Engländer schlief. Er hatte sich schon allerlei Dinge angeeignet, als der Engländer erwachte, dem Ein­dringling die gestohlenen Sachen abnahm, ihm eine ordent­liche Tracht Prügel verabreichte und ihn einfach durchs Fenster auf die Straße warf. Ein vorübergehender Metzqerbursche, welcher an einen Unglücksfall glaubte, wollte den Verletzten zu ejnem Arzt führen, jener entfernte sich jedoch, ohne seinem Wohltäter Adieu zu sagen.

** Die Hamsterplage scheint in Rheinheffen über­hand zu nehmen. Das Großh. Ministerium des Innern hatte schon im Dezember v. I. eine Verfügung an alle Kreisämter erlassen, die mit Rücksicht auf die Hamsterplage den Bürgermeistereien die Herbeiführung einer einheitlichen und durchgreifenden Bekämpfung der Hamster dringend anrat. Das noch vielfach übliche Ausgraben der Hamster wurde als verfehlt und wirkungslos bezeichnet, dagegen die Anwendung von Schwefelkohlenstoff empfohlen. Jetzt scheint ein erneutes Ausschreiben an die rhein hessischen lttersamter allem ergangen zu sein, da dort die Plage weit härter ist wie m Oberhessen. In Dolgesheim wurden in den letzten drei Wochen über 100 000 Mäuse und über 5000 Ha>uster- gefangen. Ueber 2000 Mark wurden dafür bezahlt. In Partenheimer Gemarkung wurden m 14 Tagen 48üo

Schwächliche beim Lernen zurückbleibende Kinder, sowie blutarme, sich mattfühlende und nervöse überarbeitete, leicht erregbare Erwachsene jeden Altera gebrauchen als Kräftigungs-Mittel mit grossem Erfolg DB; HOMMELs Haematogen.

Der Appetit erwacht, die geistigen und kör­perlichen Kräfte werden ra«ch gehoben, das Ge- samt-Nervensystem gestärkt.

Man verlange jedoch ausdrücklich das echteDr. Hom mels Haematogen und lasse sich keine der vielen Nach­ahmungen aufreden. cra/T

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Es starben an: Zusammen: Erwachsene:

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Altersschwäche

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Tiiberkulose

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KD

Gehirnschlagfluß

1

1

Gehirnleiden

1

1

Herzleiden

2(2)

2(2)

Bauchfellentzündung

1

1

Brucheinklemmung

1(1)

1(1)

^ltrophie

1

1

Krämpfen

1

1

Summa:

15 (7)

13 (7)

2