» Kleine Mitteilu-aei' aus !o e t fpn u nb b en Nachbarstaaten. In M e n kl och bet Marburg fiur^te Bürqermeister Scbneider in das Brnckenwasse^und ertrank.
Familien Nachrichten.
G e st o r b e «. Frau Catharina Schneiber, geb. Boß, Marburg - Fräulein Hennriette Rupprecht, Lauterbach. - Frau IusttM Krug, geb. Blumboi, Marburg. - Herr CHnstopH Pfeffer, Bad- Nauheim. — Herr Louis Leulbner, Konsul a. D., Darmstadt. Herr Ferdinand Fischer, Butzbach. - Herr Friedrich Neumann.» Schotte,i. - Karl Wolf, Ober-Gleen. - Herr Landes-Rentme^ Christian Feisel, Kirchhain. — Herr Otto Blum, fürstlicher Nent> meister, Braunfels. — Herr Gastwirt Karl Schlierbachs Dorlar.
Verlobte. Fräulein Minna Heß, Schotten, mit Herrn Lall, @Un®'e b 0°” e«Herrn Tr. Karl Decker und Frau Luise, geb Gran, eine Daebter. —
^ircklicke -Liachrichten.
Donnerstag, den 23. November, abends 8 Uhr, im Matths laal, Kirchstraße 9: Bibclstund e. (Uffenb. Joh. Kap 1, 4- ' Pfarrer D. Schlosser.
* Kleine Tageschroni k In S a a r b r ii cke n: entog aus dem Geiangenenwagen ein Sträfling. Cr sprang in die t\ w gehende Saar, wurde von den Fluten fortgeriffen und er trän vor den Augen der Gefangencnanisebcr.
erbauten Wohnhäuser. . ,
- LandtagSabg. Hirsche! wird sich nach der ,93oIC§ro/ nicht vor dem Reinheimer Schöffengericht zu verantworten haben wegen Preßbeleidignng, da der betr. Strafantrag zurückgenommen ist. Es handelt sich um eine unbedeutende Privatklagesache. Im „Hess. 93auernfalenbcr* für das Jahr 1905 mar unter dem Titel „Die Nadel von Lengfeld« eine kleine Wahlgeschichte erzählt, in der em Mann Namens „Afrom" eine Rolle spielt. Dieser Name war vom Schriftsteller frei erfunden. Ein Herr Abraham Frohrnann in Reinheim fühlte sich, obschon er mit der Erzählung nichts zu tun hatte noch damit gemeint war, beleidigt, weil er den Leuten in Reinheim und Umgegend unter'dem Namen »Afrorn- oder „Afrornche- bekannt sei.
Bad-Nauheim, 21. Nov. Der Stadtverordneten- Versammlung wird in nächster Zeit ein Antrag der Bürgermeisterei vorgelegt werden, welcher den Ankauf der Rein- hardskirche betrifft. Nach Besprechungen mit dem Kirchen- Vorstand besteht Geneigtheit, die Neinhardskirche samt dem Reinhardspfarrhaus an die Stadt zu verkaufen. Tie Bürgermeisterei hat unter Zuhilfenahme von Sachverständigen eine Taxation deS Gesamtgebiets aufnehmcn lasten, welche 33 519,25 Mk. beträgt. Kommt der Ankauf für die Stadt zustande, so wird es an Verwendungszwecken nicht fehlen. Tie Kirche ist an die Russische Gemeinde zur Abhaltung des Gottesdienstes vermietet. Diese Verwendung schließt icdoch nicht aus, daß ein großer Teil der Kirche zur Ausnahme der städtischen Altertumssammlung dienen kann, welche bald eine willkommene Erweiterung erfahren wird. (B. N. Anz.)
sl Friedberg, 21. Nov. Auf Veranlassung des Kre,8- rat? Fey findet eine Ausstellung der vom Ernst- Ludwigs-Verein, Zentralverein für Errichtung billiger Wohnungen in Hessen, preisgekrönten und angekausten Entwürfe und Modelle von billigen Wohnungen in den Lokalitäten der Gewerbeschule im Dezember statt. Die Ausstellung wird am 3. Dezember eröffnet werden und 10—14 Tage dauern. In dem Programm zu dem s. Z. ausgeschriebenen Wettbewerbe hatte der Ernst-Ludwigs-Ver- ein u. A. an die einzureichenden Pläne die Anforderung gestellt daß sie nicht nur in der Anordnung des Grundiistes mustergiltig sein sollten, sondern daß sie auch in der äußeren Ausgestaltung der Häuser künstlerischem Empfinden Rechnung tragen und sich in der einfachsten Form und Ausführung der Bauweise vorbildlicher ländlicher Bauwerke anlehneu. Damit soll bei Errichtung kleiner Häuser der in weitem Umfang eingerissenen monotonen Bauweise entgegengearbeitet und versucht werden, im Kleinwohnungsbau nach den Leitsätzen, die Schultze-Naumburg in seinen „Kulturarbeiten Dörfern und Kolonien- ausgestellt hat, die Kunst auch dem Volke zugänglich zu machen. Hoffentlich wird der schöne Zweck durch die Ausstellung aufs Beste gefördert. Tie Plane und Modelle sind zur Zeit in Dresden ausaestept, von wo ouS sie hierher gesendet werden. Der Geschäftsführer des Ernst» "ubwigS-VereinS Landeswohnungsinspektor Gretzschel auS Darmstadt, wird die Aufstellung der Pläne usw. m Fried
berg vornehmen. m .,
x. Büdingen, 20. Nov. Der Fürstin Bertha zu
Psenburg-Budingen wurde vom König van Bayern der Theresenorden verliehen.
Ilbeshausen, 19. Nav. Kürzlich fand hierBurger- meisterwahl statt. Von 164 Wahlberechtigten machten 123 von ihrem Wahlrecht Gebrauch und es fielen 120 Stimmen auf unseren seitherigen Bürgermeister Löffler, welcher somit zum dritten Male gewählt ist. Es wurde angenommen, er würde wegen vorgerückten Alters die Wahl nicht annehmen und deshalb hatten die meisten Wähler die Absicht, den Beigeordneten O)chs zu wählen. Leider hat die er nunmehr wegen der Bürgermeisterwahl sein Amt als Beigeordneter niedergelegt. ( r s t
- Wetzlar, 21. Nov. Am Freitag, 24. d. M., findet die 3. Volsvorlesung der Lesevereinignug Wetzlar statt. Prof. Dr. Sommer aus Gießen wird einen Lichtbildervortrag über das Thema „Nervensystem und Nervosität halten.
Braunfels, 20. Nov. Drr gestrige Tag hat dem Leben und Wirken eines Mannes und Beamten ein Ziel gesetzt, dessen Name im ganzen Solmser Lande und darüber hinaus einen guten Klang hatte. Der infolge eines Schlaganfalles plötzlich aus dieser Zeitlichkeit abberufene Fürst- lich SolmS-Braunfelsische Rentmeister Otto Blum war am 1. Juni 1864 in den fürstlichen Dienst getreten, dem er seitdem ununterbrochen, also 4 Jahrzehnte lang, angehört hat. (Wetzl. Anz.)
als mancher neuer „Schlager", der heute in all« Munde und morgen schon vergessen ist. — Aus den n"nsolgenden Tarbietungen des Haus-Qrchesters, gebildet ans Mrtglledern des Gernhardffcken Zither- und Mandolinenchors und der Gernhardtschen Musikschule, wehte eine angenehme trmrnche Stimmung. Es wechselten Volksliedchen mrt den Äonen Klängen einfacher Instrumente, Violinen, Zithern, Mandolinen, Flöte, denen als vorzügliches Volksnytrument, namentlich als Begleitinstrument zum Gesang noch du Guitarre beizuzahlen ist. ..... ~
•• Der Landesausschuß der Hessischen Jn- validitätSversicherungS-Anstalt hielt gestern im tadtischen Rathause in W ormS seine Hauptversammlung unter dem Vorsitz des Stadtv. Dr. E. E. Merck auS Darmstadt ab. Von der Regierung resp. des Landesoersicherungsamtes wohnte Geheimerat Braun den Verhandlungen bet. Den Geschäftsbericht gab Geh. Regierungsrat Dr. Dietz, der Vorsitzende der Anstalt. Aus dem Bericht ging hervor, daß die Anstalt in stetem Aufblühen begriffen ist und von den veilvereinen mit an erster Stelle steht, sodaß sic m der Lage war, die anderen Anstalten mit dem Betrag von 180 000 Mark unterstützen zu können. Die Verwaltungskosten der Anstalt gehören prozentual zu den niedrigsten, andererseits sind die wegen Nichtbefolgung der Vorschruten verhängten Strafen die höchsten gegenüber allen anderen Anstalten, welche das sog. Einzugssystem eingeführt haben. Allerdings ist cm starker Rückgang in dieser Bewegung zu konstatieren, da die Arbeitgeber,' wie auch die Arbeitnehmer immer mehr von der großen Bedeutung der Versicherung überzeugt werden und ihren Verpflichtungen immer mehr nachkommen. Die Rechnung pro 1904 wurde anerkannt und dem Rechner Techarge erteilt. An die Versammlung schloß sich eine Besichtigung der von der Aktiengesellschaft zur Errichtung billiger Wohnungen
Kunst und Wittenschaft.
Bremerhaven, 21..Nov. Die Frage, eines Bgti eines Stadttheaters Ut von einer Konrnnssion der w» städtischen Kollegien eingehend geprüft wordem Die Men roetta auf 550 000 Mark, die für den Fundus imb. bte ©ar^eroW « 47000 Mark geschätzt. Obgleich die Kommission der Ansicht T daß die Stadt mit einem i a hrl i ch e n Z u s chu ß von» 1- M a r k zu rechnen haben würde, empfiehlt sie dock» d'C Ausruf. L Baues, für den von 236 Personen zustmmcn 130 0MM^ gezeichnet sind, die als Gcsckxmk oder unverzinsliches Darlehen zur Verfügung gestellt werden. __.
roetb" Sch-r, im Ernst. Auch di- »Deutsch.fojialcn Blätt-r" interessieren sich sür di- Wormser Rede de? Dr. Gutsleisch. Unter der Ucberschrift .Ein frei- [inniger Pückl-rschüler- bringt bo6 Blatt einen Artikel über di- Rede. Danach soll Dr. Gutfleisch aesaqt haben:
Im alten Griechenland gab es ein Gesetz, wonach ein Mann, wenn er zu mächtig geworden war, oerbrannt wurde. Man möchte last wünschen, daß ein solches Gesetz in der Gegenwart auch lür Worms bestände.
Also Gutfleisch, so fährt das genannte Blatt fort, habe feinen Lehrer Pückler übertrumpft, denn während dieser dock nur geraten habe, .dem roten Manasse die Jacke voll zu hauen-, forderte Gutfleisch dazu auf, den Gegner zu ,oer- brennen*. , . ,
.Ginge es nach ihm, so stände die H ey l b u r g H e r r n?- heim in Flammen, und der Großinquisitor sührte den Sch l o ß h e rrn zum Feu er to b e A ,o war sein Wunsch, und tobender Beifall sprengte ihm fast bte Ohren- u. s. w. _ , .r, .
Unfreiwillige Komik im politischen Kampfe ist immer «twaS besonders Herzerquickendes. Die Ignoranz aber der genannten Blätter auS dem Bereiche des Herrn Liebermann -o. Sonnenberg sucht ihresgleichen in der deutschen Presse Vom Druckfehlerteufel, der auS „verbannt- .verbrannt machte, sich derart übertölpeln zu lasten, fordert das öffentliche Mitleid heraus.
•• Ein hochinteressanter Nachklang von den Wahlmännerwahlen. Aus Lang-GönS wird uns
Gießener Strafkammer.
X Gießen, 21. Nov.
Die D-ienstmagd Anna I. von Klein-Linden, welche bereits mehrfach wegen Diebstah l ^-^eftraft ist, hat ihrer Wirtin einen Geldbetrag von 3 Mark und eme upatlle etttwendct. Es liegt Rückfall vor, weshalb auf bte Strafe von 5 Monaten Gefängnis erkannt nnirbc, woraus eme Woche der erlittenen llnterfuchungS'hift aufzurechnen ift —JZßcgen Diebstahls im Rückfall wurde der Arbeiter Heinrich tfr. von Dörbach ?.u ninf Monaten Gefängnis verurteilt. Er hatte emem ?Nitcrrbeuer euf dem EneMm-rke zu Hirzenhain eme Ta,chemlhr entwendet. Er ist noch nicht 18 Jahre all und ist bereits zweimal wegen unter gleichen Umständen ausgeführter Ubrenbtebftähle vorbestraft. - Täe Nachmittagssitzung begann nut einer Sache wegenH er auz - forbetung zum Zweikampf. Dem Dr., Otto V. wn Steinfurth ist hinterbracht worden, day der WeinhanÄer Dilh. H. von Bad-Nauheim, mit dem er seither verkehrte, sich memn Gesellschaft abfällig über ihn geäußert hatte. B. lorixrte, brieflichaus, innerhalb zwölf Stunden lerne bclctbigcnben Aeu^ ungen zurückzunehmen, andernfalls c * t*u Ai^iweg cmsÄ-srn müsse. Nach Mlam ter gestellten Frist Ueß V. dem H. drich den Studenten Kurt -st. aus Görlitz eme Pist ol crn f or bet, ung überbringen, die H. iedoch sofort ablehnte, nut btt Begründung, .daß das waslex gegen U fltaufeertt **'■ «« * Scherz aufzufassen ieu Als H. horte, dal, ihn - aL tiretg» I i n g bezeichnete und ihn gescllsch'ftlich ruinieren wollte, erb5 er Anzeige, was V. wegen Hcratissorderung zum Zweckamw rtc tödlichen Waffen und St. wegen Kartelltragens m den Ankla^ zustond brachte. Bei der Verhandlung gab V. an, daß er ütv vornherein gewußt habe, daß D. die^ordcnmng nicht amie^e, da er sich früher schon m die,er Weye geäußert habe, ri- Staatsauwaltschast beantragte gegen V- eine von einer Woche, das Gericht erkannte auf eme solche von zwei Wochen. Gegen den unentschuldigt auSgebliebenm Kar. Wq« St. wurde Vorftihrungsbesehl erlassem - Wj* von Amerdingen treibt sich ickwn längere Jahre abwech'clnb arbeitend und strafbare Handlungen verübend, umher. JmFmh. jahr d. I. wurde er von einem Schwerzer zu Klem-KarKn mv gegangen, in Dienst zu treten, was er auch zusogte. Dis dm Wege zu dem Arbeitgeber fing cr mit bem Schweizer streit mt und warf ihn in einen mit Schlamm gefüllten »fcjte
ihn und versetzte ihm Fußtritte, soday ihm das Blut aui Mund und Nase floß. Pasianten, die den Mchhandchen sahen, zweifelten an seinem Auskommen. Maii konnte sich> bÄ rohe Gebahren nickst erklären unb kam zu der ^ahme daß br Angeklagte geistig nickst normal ,ei. Nach dem Gutachten bti Sachverständigen ist er tatsächlich epileptisch veranlagt, doch Tonr.tt von einem Zustand der Bewusstlosigkeit bet Begehung der feine Rede sein, da er den Vorgang noch genau in ©rmnewrc fnt Da Epileptiker bekanntlich selw reizbar sind und bas GenL annahm, baß cr im Glauben gewesen sem mag. es lei chm von bem Verletzten zu viel geschehen, wurden ihm mi^ern^ U.nstan> zugebilligt, trotzbem nicht verkannt wurde daß ferne Tat bemch zur Bernichtung eines Mensckwnlebens geführt lwt. ^as UM lautete auf 8 Monate Gefängnis unter 'A^EchnungM 3 Monaten Untersuchungshaft. — In ^dater Stunbe kamdn Privatklagesacke der Marie P. gegen die »rau des ^BnckermeisW E. zum Aufruf. Frau E. hatte in Bezug auf ^rcmlein P. ern beleidigende Aeutzerung getan, wofür sie durch das htrnn
1 Schöfftn^icht zu 15 Mark Geldrstafe verurteilt wurde, er erhob Berufung und die Berufimgsv^handlung ergabdon E,' eine scheußliche, nickst wiederzugehende, Aeußerunq « Bezug auf Fräulein P. getan hat. Das Gericht gab ,eincu Bedauern Ausdruck, baß es mangels Berufung der Klag""
in der Lage war, auf eine andere Strafe zu. TrTennen. Hätte Fräulein P. ebenfalls Deriifung er^ben, so märe nach der Urtcilsliegründung, bic Angcllagte zu einer erhcblichlanl Freiheitsstrafe verlockt nwrdc^ ouch wurde betont, daß, wenn schon m erster Instanz der Wortlmtt der beleidigenden Aeußerung festgcstellt worden buses Gericht sicknr aus eine schmerze strafe erkannt bob^n wuibe.
^Lang-Gons, 21. Nov. Ein für bie gesamte Wählerschaft unseres Kreises intereffantes Btlb zeitigte ein Nachspiel b„ Wahl- männerroahlcn. Der als sozialdem. Wahlmann ausgestellte Maurerpolier unb Vorsitzenbe des hiesigen Arbeitervereins E. Schäfer, welcher zugleich bie Fiinkttonen eines Rrtcger- vereins-Vorstanbsmitgliedes ansubt würbe vor das Forum des Vereins berufen, um sich wegen de? V e r st otz e gegen die Hassia-Satz ungen zu verantworwn. Tabe> erklärte der angeblich sozialistische Wahlmann diirch feierliches Handgelöbnis und E b r e n v e r p f t i ch t u n g, daß er der Sozialdemokratie überhaupt g a r n i ch t angehore und ohne sein Wissen unb Wil l en als foz'ia lb emo trat ischer Wahlmannskanbidat alif- g e st e l l t worben sei. Daraus ersieht man wieber, mit welch unnoblen Waffen bie Sozialbe m o k rat, e m d,e Wahlkämpfe einzieht. Nicht allein stellt sie sich als bte alleinige Heilocrkiinderin hin, sondern sic erlaubt sich auch noch, einem national gesinnten Manne wie Schäfer bie politisches h r e zu untergraben und ihn ohne sein Wißen zum sichrenoen Genoffen der Langgönser Sozialdemokraten zu ftempehu -^as laßt lties blicken, sprach einst ©aber.*
** Kriegerkameradschaft Ha ssia. lieber bte unter den Mitglicbern ber Hassia veranstaltete Lotterie erfahren wir, baß alle 85 000 Lose abgesetzt sinb unb daß bin Vereine die bezogenen Lose alsbalb zu bezahlen haben. Die Ziehung finbet am 4. Dezember auf dem Rathause zu Butzbach statt. Die Gewinnlisten werden am 10. Dezember ausgegeben und die Gewinne vom 15. Dez. ab anSgezahlt werden. Sollten Lose oerlorer gegangen sein, so sind diese alsbald durch bie
®rinina[-5)ralHmdhungen.
sd. Darmstabt, 22. Nov. (Eigener Drahtbericht Vergiftet hat sich gestern in einem Schwermutsanfall t zirka 30 Jahre alte Frau dcS Kaufmanns Eellarius der Bleichstraßc. . w . t
Bertin. 11. Nov. Nach ben Berl. Poltt. Nachr. 1 daS Herrenhaus bei der bevorstehenden Tagung mehr a bisher üblich bei der ersten Vorlage von Gesetzentwürs berücksichtigt werden. ,
Berlin, 22. Nov. Der ,Bcrl. Lokalanz.- erfahrt,^ das Verbot der Einführung dänischer Milch m Sw* wagen in den nächsten Tagen aufgehoben werden wu-
Paderborn, 22. Nov. Rangierm cistcr wurde, als er ein Geleise überschreiten wollte und mit Schuhabsatze in einer Weiche hängen blieb, von einem J aierzug überfahren und getötet. .
Gleiwitz, 22. Nov. In dem Geheim bundcie Prozesse gegen 25 Mitglieder des Vereins ,Eleufts Zabrze, der sich als MäßigkeilSvercin ausgab, aber gr polnische Tendenzen förderte, wurde der Hauptangcl 1 Schuhmachermcistcr Wyeisk zu l1/, Jahr Gefängnis urteilt. Von den übrigen Angeklagten, sämtlich ‘
Hüttenarbeiter, einschließlich drei Mädchen, erhielten
Abonnements zu ermäßigten Preisen bercitgehalten zu 3 L und 5 Mk. Einzelkartcn 1,50, für ©tubiereube 0,50 Mk.
LU. LandeSuniversität. Nach vorläufiger Feststellung sind im Wintersemester 1905—06 an der LandeSuniversität 1037 Studierende, sowie eine Hospitantin immatrikuliert. ,r . ,
- Vom Meistertitel. Nach einer Mitteilung dcS HofmarschallamteS an die hessische Handwerkskammer wird ber Großherzog für bie Folge an Hanbwerkcr ben Hof titel nur noch verleihen, wenn sie bie Meisterprüfung bestauben haben. ~v „
•* Besitzwechsel. Frau Helene Fischer kaufte von Kaufmann Gg. Kinkel besten HauS in ber Katharmcngastc -um Preise von 9000 Mk.
•• Die Wormser Ztg. unb baS inbirekte Wahlrecht. Bekanntlich ist bic Worms. Ztg. eme der eifrigsten Vorkämpferinnen für bie Erhaltung beS iub.rekten Wahl- svstemS. Mit dieser Stellungnahme steht eine Mitteilung ihres gestrigen Nachmittagsblattes in eigentümlichem Kontrast, wonach „Landtagsabg. Auler- von Bensheim » Alicb des Ausschusses ber Invalibenoersichcrungsanstalt für Hestcn ber Stabt WormS mit biefem Ausschuß erneu Besuch abgestottet habe. A.ilcr ist aber noch kein Lanbtagsabgcord- ncter, sonberu er hat bisher nur bte Aussicht, 'm Wahl- kreise BcuSheim von ben gewählten Wahlmanuem am 24. b. Mts. alS Abgeorbucter gewählt zu werden. Wenn nun bie Wormser Ztg. so ben Tatsachen vorauseilt kann man nur au nehmen, baß sie sich zu ber Ansicht bekehrt bat, die anbere Leute schon lauge haben: baß nämlich bas indirekte Wahlsnstem lediglich eme Formalität M, deren fernere Beibehaltung keinen praktischen Zweck hat. Wir begrüßen diese Bekehrung der Wormser Ztg. und wollen nur wünschen, baß sie auch beim Erscheinen ber nächsten Wahlrechtsvorlage bie barauS eutspriugeuben Konsequenzen ziehen
VereiuSvorsitzeubeu auzumelbeu.
** Der Hausmusik-Abend, den der e v a n g e l. Arbeiterverein am letzten Svnntaa an neuen Konfir- manbenfaal veranstaltet hatte, war sehr gut besucht und gestaltete sich sehr angenehm. Der freundliche, ruhig gelegene Saal eignet sich vovzuglich für berartige Veranstaltungen. — Pft. Euler begrüßte die Erschienenen und sprach über die Bedeutung von Musik und Gfefang für das Leben und für die Familie. — Der Vereinsdirigent Gernhardt gab Erläuterungen zur Einführung in Wesen und Art der vollstümlichen Hausmusik, Musik, die für jeder- mamt ausführbar und deren Genuß für jeden erreichbar ist U. a. führte er aus, wir besitzen viel Schönes in unserem Musiksckjatz, namentltcy aber einen so reichen Vorrat an fröhlichen und übermütigen Liedern wirklichen Gehalts in Wort und Ton, daß die oft gehörten Gassenhauer ein recht überflüssiges Dasein führen. Ganz so ist es mit Liedern ernsten Charakters. Wir haben Tausende von guten Volksliedern, die allen Schi^ttierungen menschlichen Empfindens gerecht werden. Für jede Stunde, auch jede Stimmung im Ckniütsleben kann man an§ dftsem frischen Quell schöpfen. Herr C^ernhardt sprach auch über die unverdiente Behandlung, toeldte unsere Schullieder in Haus und Gesellschaft erfahren. Der Envachsene scheut sich geradezu, einmal zu singen, was er in der Schule gelernt hat. Sind doch gerade bie Lieder unserer Schuldücl>er mit Sorgfalt aus den besten Volksliedern des deutscl)en Liederhorts ausgesucht. Welche Schönheiten in Wort und Ton in den schlichten, z. T. recht „alten" Liedern verborgen sind, wird noch viel zu trenig beachtet, trotzdem diese Lieder gerade durch ihr Alter ton besten benxiseu, daß sie mehr Dasemsbereckft.igung haben,


