Ausgabe 
3.6.1905 Drittes Blatt
 
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Nr. 139

Drittes Blatt

155. Jahrgang

Vrjchetvl Wglich mii Ausnahme des SormtagL.

Die ^Stetzener Kaintliendlatter" werden dem ^Anzeige, otermal wöchentlich beigelegt. Der SanOwtet* * erscheuu momultch einmal.

Giehener Anzeiger

Samstag 3. Juni 1905

RotattonSdruck und Verlag der vrÜhllchem UntDcrltiälSöructereL tH_ LavgE, Vietze»

Redaktion. Expedition u. Druckerei Bd)ulftt-t,

4eL vtr. öL Leiegr^Lidr.» Anzeiger Vietze»

General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen.

Kie feindlichen ZZiüder.

Ter Schwede und der Norweger passen nicht zu­sammen. Nie hat der konservative Schwede den demokra­tischen Norweger für voll angesehen. Immer hat er ihm gezeigt, daß der Schwede sich für den geborenen Herrscher des Norwegers halte. Das war bereits in den Tagen der Kalmarischen Union am Ende des 14. Jahrhunderts so, wo die Königin Margareta die drei skandinavischen Reiche unter einen Hut brachte. Und es ist heute noch so. Die Vorgänge, die sich in diesen Tagen in Christian!« und Stockholm abspielen, legen dafür Zeugnis ab.

Seitdem der demokratische Bauern st aat Nor­wegen durch die Kalmarische Union in die europäische Politik eintrat, hatte er das Unglück, nie zn einer vollkom­men nationalen Selbständigkeit zu gelangen. Schweden löste sich sehr bald von dem Staatsgebilde Margaretas wieder los und erwuchs Kur Weltmacht des 17. Jahrhunderts. Norweger! dagegen wurde fest an Dänemark gekettet, er­kannte die dänischen Könige als die seinen und wurde schließlich in eine dänische ^Provinz umgewandelt.

Die große Umwälzung, die durch Napoleon I. unter den Staaten Europas angerichtet wurde, ging auch an Nor­wegen nicht wirkungslos vorüber. Es tauschte den Unions­könig um. Dänemark hielt zu Napoleon, Schweden zu den verbündeten Mächten. Als Lohn für seine Haltung ließ sich der Leiter der schwedischen Politik, der neuernannteKron­prinz" Knrl Johann, geborener Bernadotte und ehe­maliger französischer Marschall, von den Mächten denEr­werb" Norwegens für Schweden garantieren. Als die Nor­weger sich 1814 selbst eine Konstitution gaben und den bisherigen Statthalter, den Prinzen Christian Friedrich von Dünemark zum unabhängigen norwegischen König ausriefen, rückten schwedische Truppen ein. Der Feldzng war kurz. Bernadotte mutzte dem Wiener Kongreß mit Tatsachen auf­warten können, um seinen Anspruch auf Norwegen zu be­haupten, und so erkannte Schweden die norwegische Kon­stitution an. Darauf wählte das Storthing Karl XIII. von Schweden, den Adoptivvater Bernadottes, zum König von Norweaen und begründete damit die noch jetzt in Kraft befindliche Personalunion beider Reiche.

In dem int Jahre 1815 aufgenommenen Reichsakt wurde Norwegens selbständige und gleichberechtigte poli­tische Stellung von Schweden anerkannt. Aber zu einem guten Einvernehmen kam es trotzdem nicht. Die Naturen beider Völker sind trotz aller Stammeseinheit zu ver­schieden, als daß sie so leicht zu einem Reiche zusammen­zuschweißen wären. Mit der ganzen Zähigkeit der nord­ländischen Natur hat die mit geringen Unterbrechungen in Norwegen am Ruder befindliche Demokratie daran ge­arbeitet, Norwegens Rechte zu schirmen und zu wahren und neue dazu zu gewinnen. Man begann 1815 mit der Abschaffung des Adels. Dann kam die Einführung des Milizsh^tems, die Erweiterung des Wahlrechtes und die Einführung von Geschworenengerichten. Auch das Recht des Königs, einen Statthalter für Norwegen zu er­nennen, hob das Storthing auf.

Ein neuer erbitterter Streit mit Schweden entspann sich um die 1891 von den norwegischen Radikalen erhobene Forderung eines norwegischen Ministeriums des Auswär­tigen. Vor der Hand verlangte man in Norwegen nur ein selbständiges Konsulatswesen. Seit 14 Jahren besteht dieser Streit zwischen beiden Ländern, der heute noch nicht ent­schieden ist. Bereits 1891 lehnte Oskar IL das Verlangen ab. Gleichwohl wurde die Vorlage vom Storthing genehmigt. Tie parlamentarischen Kümpfe führten schließlich zu einer Herabsetzung der königlichen Apanage. Nor­wegen kündigte das gemeinschaftliche Konsulatswesen zum 1. Januar 1895. Erst durch die Kündigung des nor­wegisch-schwedischen Handelsvertrages er­zwang der schwedische Reichstag einen vorläufigen Verzicht auf die Konsulatsforderung.

Jetzt ist der Kamps um dieses alte Verlangen von ft eitern in der schärfsten Form entbrannt. Aber hinter diesem Verlangen steckt weit mehr, als der Gegenstand des Streits selbst erkennen läßt. Norwegen will, wie wir gestern bereits kurz bemerkten, sich zu einer selbstän­digen Republik machen. Ob aber die Söhne der alten Wikinger jetzt das heißerstrebte Ziel voller politischer Selbständigkeit erreichen werden, ist doch recht zweifelhaft.

DaMische Tagesschau.

Die Frau und die gewerkschaftlichen sozialdemokratischen Organisationen.

Der sozialdemokratische Frauenverein in Leipzig hat sich aufgelöst. Seit 20 Jahren ist die sozialdemokratische Frauenbewegung kaum weiter gekommen; der Abg. Legien erklärt: Die Tatsache steht fest und wird durch die Ziffern der Gewerkschastsstatistik erwiesen, daß die gewerk-

schaftliche Organisation der Arbeiterinnen unzureichend ist. Es sind zurzeit 48 604 gewerkschaftlich organisiert, im vorigen Jahre waren es 40 666; die Zunahme beträgt also 7938; aber von 1902 auf 1903 betrug die Zunahme 12 448. Es sind enorme Summen für diese gewerkschaftliche Organisation ausgegeben worden, trotzdem hatten 7 Organisationen gegen das" Vorjahr einen Verlust. Sehen wir uns die Zahlen der weiblichen Organisationen etwas näher an, so kann man sich bei etlichen wirklich eines Lächelns nicht erwehren. Von den Handschuhmacherinnen waren 1902 61 organisiert, 1903 sind es nur noch 49, 1904 nur noch 83. Die Masseusen haben noch ein größeres Haar in der sozial- detnokratischen Organisation gefunden. 1902 waren es 43, 1903 noch 32 und 1904 sind die letzten 32 aus der sozial- demokratischen Organisation ausgetreten. 4 Gärtnerinnen waren 1903 sozialdemokratisch organisiert; 1904 sind auch diese 4 der sozialdemokratischen Organisation wieder untreu geworden. Die 48 604 organisierten weiblichen Mitglieder repräsentieren 5.21 Proz. der Berufsangehörigen. Es sind sehr wenige Berufe, in denen es der Sozialdemokratie ge­lungen ist, einen nennenswerten Bruchteil zu organisieren. Von den Blumen- und Federarbeiterinnen sind es nur 1.09 Proz., von den Gastwirttzgehilfinnen im ganzen nur 2; hier hat auch der sozialdemokratische Statistiker den Prozentsatz nicht ausgerechnet. Bei den Buchbinder­innen sind 5525 (39.49 Proz.), bei den Buchdruck- Hilfsarbeiterinnen 2092 (33.90 Proz.), bei den Schuhmacherinnen 2816 (29 24 Proz.) organisiert. Die sozialdemokratische Generalkommission will sich aber durch keine Mißerfolge entmutigen laffen; Legien fordert zu ver­doppelter Arbeit und energischerem Vorgehen auf, um aus diesem so brach liegenden Felde Erfolge zu erringen.

KeriHtslaak.

/(Gießen, 2. Juni. Die Strafkammer verurteilte heute den Schlosser Heinrich Sck. von Lollar wegen S i t t l i ch k e i t s- verbrechens zu 2 Jahren Zuchthaus und sprach ihm die bürgerlichen Ehrenrechte ans 5 Jahre ab. Sch. hatte ein neun­jähriges Mädchen unter dem Versprechen, ihm einen Osterhas zu schenken, am dritten Operseiertage in seine Wohnung gelockt und sich in unsittlicher Weise an ihm vergangen. Seine Angabe, er sei bei der Begehung der Tat sinnlos betrunken gewesen, wurde durch fein Benehmen nach der Tat als widerlegt erachtet. Die wegen Sittlichkeitsv''rbrechens erhaltene Vorstrafe wirkte straf- erhöhend. Der 16 jährig Maurcrlehrling Ludwig B. von Wißmar und der 15 jährige Former Georg Th. von Allendorf haben einem Arbeiter der Main-Wescr-Hütte zu Lollar den Spind aufgcbrochen und daraus einen Revolver und 3 Mark bares Geld entwendet. B., der die Anschläge dazu ge­macht hat. ivurde zu einem Monat und der Mittäter Th. zu drei Wochen Gefängnis verurteilt. Ein Urteil des Schöffengenck'ts Büdingen fand seine Bestätigung. Wegen Beleidigung des Rechtsanwalts Kraft durch den Vorwurf, er hätte ihn um sein väterliches Vermögen gebracht, wurde der Steinhauer Heinrich K. zu Bleichenbach zu 10 Mark Geldstrafe verurteilt und dem Beleidigten die Vutlikationsbefugnis zugesprochen. Die erhobene Berufung des Angeklagten wurde als unbegründet verworfen, zumal die Strafe sehr gering Ist, für den in einer öffentlichen Gerichtsverhandlung erhobenen Vorwurf, der keineswegs zu be­weisen ist. Wegen Sittli'ch kett s verbrechens, be­gangen an einem 12jährigen Mädchen, wurde der Hüttenarbeiter Friedrich P. von Gelnhaar zu 1 Jahr und 3 Monate Zuchth ns und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf 5 Jahre verurteilt. P. kam häufig in die Wohnung der Eltern des von ihm miß­brauchten Kindes, mit denen er befreundet war. Diese Freundschaft hat er dazu benutzt, um sich fortgesetzt an dem Kinde unsittlich zu vergehen. Der Schreinermeister Wilhelm W. hier hat gegen den Jagdaufseher Sch. zu Friedelhausen wegen Beleidigung Privatklage angestrengt, weil er ihm nachgesagt hat, er habe fremdes Jagdgebiet abgejagt, er habe ihn deshalb Mr Anzeige gebracht und weiter, er habe einen Hasen geschossen, worüber er angezeigt sei und was ihm sein ganzes Vermögen koste. Das hiesige Schöffengericht kam zur Freisprechung des Sch., da er tatsächlich W. wegen eines Jagdvergehens angezeigt hatte und diesen Vorfall wahrheitsgetreu erzählte. W. erhob gegen das Urteil Berufung, die aber von der Strafkammer kostenpflichtig Mrückgewiesen wurde. Es bestand kein Anlaß an dem in jeder Beziehung rirhtiam Urteil etwas zu ändern.

Wien, 81. Mai. Nach achttägiger Verhandlung des P r o - z'esses betreffend die Triester-Vombenaffäre wurden Sudan und Depaul wegen Störung der öffentlichen Ruhe, ferner wegen Aufreizung und Majestätsbeleidigung durch Verbreitung von Flugschriften ohne Kenntnis des Inhalts, ersterer zu sechs, letzterer zu neun Monaten schweren Kerkers mit je einem Fasttage im Mo­nat verurteilt. Ferner wurde Salatei wegen Geheimbündelei zu 100 Kronen Geldstrafe verurteilt. S Cozzi wurde freigesprochen. Die Schuldfrage wegen Hochverats wurde von den Geschworenen verneint.

Kandek unb DerKeyr. WolüswirisHaft.

Heber amerikanische Lebensversicherung liest man in der neuesten Zeit viele nicht besonders g ün str g

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Kleines Feuilleton.

Gießen, 3. Juni.

läuaerer Stockung ist unser Kims^Aussbellungssaal end- einer interessanten Sammlung guter, zum Teil

cU. in Landschaftern der Gegenwart innen her- ein - aber er geht, fern von allenRichtungen", bmrognibffl W M tme nicht so bekannt,

eGr ist NN Meister derheroischen" Landschaft, M « L' nie'der etwas stune^ich'dekorativen Art der OT Mt Ä^einschV^dkr

mw-KSs5« ist nur ein Beispiel, aNerdtnqs ein SM h-rrttches, » , anderen, die dem »art idyllischen -naehchcn,> w-rdmdie ä schmier noch schneller in ihren geheimnisvollen tiauber em Sfff'&

flüchtigen Blick nicht ahnen lassen, daß sie Werke eines tüchtigen und denkenden Malers sind, der nur zu einer bestimmten, an manchen Stellm nicht angebracktm Vortragsweise einseitig hm- neigt Vortrefflich charakteristische Landschaften von Sylt h-at F Korvan ausgestellt, M. Stegmaver-Darmstadt, eine geborene Gießenerin. bekundet besonders in ihren Odenwaldbildern schone künstlerische Begabung und gewandte Technik, die vortreff­lichen Aquarelle von H. Leitzen-Braunschweig zeigen wieder die oft an diesem Malerarchitekten gerlihmte Virtuosität der Technik Ganz verblüffend wirkt die Spachtelmalerei in zwei großen Landschaften von Robert Engels (Mitarbeiter derJu­gend"). Von Portraits ist an erster Stelle die Rötelsk'.zze von W Preetorius-München zu erwähnen, die seinen Meister Will- roider in packender Lebendigkeit darstellt; daneben erfreut den Beschauer ein liebliches Kinderportrait von H., Oncken - Gießen Drei Kinderporttaits und besonders das Bildnis einer alten Dame von M. F e l ch n er-Gießen, die erst vor kurzem eine erste Probe ihrer Kunst ausstellte, zeigen, daß die Künstlerin, die vorzüglich trifft, auch technisch überraschende Fortschritte ge­macht hat Die originellen Karikaturen von E. Preetorius- Gießen erwecken fernerhin lebhaftes Interesse bei den B suchern. Und mit Recht. Denn sie vertreten eine ganz eigenartige Gatt­ung von Kunst, insofern das eigentliche Karikieren hier zurück­tritt hinter einem treuen Charakterisieren. Allerdings scheint der Künstler dem Nalursckönen aus dem Wege zu gehen, dafür aber weiß er das Unförmliche und Häßliche zu verklären, indem

lautende Urteile. Zumal waren in der letzten Zeit Verhältnisse bei der Eauitable^es''llschaft Gegenstand einer nicht gerade sehr wohl- wollend"n Kritik unterworfen. Sie schließt neue Geschäfte in Deutschland nicht mehr und für die bei der Gesellschaft von früher her Versicherten mit einem Betrage von cil 80 Mill. Mk. ist nur ein Garantiebetrag von ea. 4V? Mill. Mk. zurückgelassen und es kann auch die Equitabl" bei Schadensstreitfällen ihre deutschen Versicherten resp. d'ren Erben getrost an die amerikanischen Ge­richte verweisen, ebenso 5tc Mutual, welche sich ebenfalls von Neugeschäften in Deutschland zurückgezogen hat. Wie schwierig und umständlich aber eine etwaige Prozeßführung in den Ver­einigten Staaten sein wird, bedarf weiter keiner Darlegung. An Zahll'nqseinstell'ing einer diestr Gesellschaften braucht man nicht zu denken. Weit eher ist mit Willkür bei Vervffichtungen zu recfynen. Deshalb erfcheint es überhaupt für Deutsch)« be­denklich, mit einn: ausländischen Gesellschaft, die im Inland nur an wenigen Werten zu fassen ist, auf mehrere Jahrzehnte Hinaals Versicherunaskontrakte 51t schaffen, da mlan sckllesÄich mehr auf den auten Willen und das Renommß der Gesellschaft anaewiefen ist. Vor Prozessen dürften Weitläufigkeiten und Kosten abschrecken. Und was es überdies heißt, gegen ein Millionew- Unternehmen in Amerika zu prozessieren, sei nur nebenbei er­wähnt. Zieht sich eine amerikanische Gesellschaft aus Deutschland zurück, so stehen die Rechte des Aufsichlsamtes teilweise mehr auf dem Papier, als sie in Wirllichkeit, vorhanden sind. Und es ist dann durchaus nickt ausgeschlossen, daß ein Teil der deutschen Versicherten in Schaden c>erät. Auf diesen wunden Pamft stets hingewiesen zu haben, ist und bleibt das Verdienst eines Teiles der Asfekuranz-Fachvresse. Neuesten Nachrichten zufolge ist nun die Börse i'n Newvork sehr miß­trauisch- geworden und es werden Aufllärungen über das Verhalten der Eguitable dringend verlangt. Es ist umso bedauer­licher, daß noch nickt Klarheit geschaffen wurde, da Newyorker Blätter die Beschuldigungen nicht allein alS sensationell be­zeichnen, sonderri sie auf alle bei dem Kampf um die Kontrolle beteiligten Parteien beziehen.

Avö'Atz RK8 6ro Sitnifefsmffjmiftmi der 3I1M Htkßko. Aufgebote.

Mai. 22. Andrea? Krausmüller, Dachdecker dahier, mit Anna Marie Waldliehmidt in Heuchelheim. 22. Christian Spahn, Fabrik­arbeiter in Wetzlar, mit Emma Hitzel dahier. 25. Ferdinand Jung, Schreiner dahier, mit Elma Striegnitz in Lollar.

Eheschließungen.

Mai. 22. Max Nußbaum, Kaufmann dahier, mit Hedwig Kuder hierselbst. 22. Georg Schutzmann. Bahnmeister in Diedenhofen, mit Luise Plank dahier.' 23. Karl May, Kaufmann in Charlottenburg, mit Ida Adler in Storndorf. 24. Rudolf Winter, Fabrikant in. Bruchsal, nut Luise Noll dahier.

Geborene.

Mai. 15. Dem Daglöhner Ludwig Balßer eine Tochter, Luise Jobannette. 17 Dem Kreisstraßenwä'rter Heinrich Habn III. eine Tochter, Frieda Elisabeth. 18. Dem Lokomotivheizer Johannes Alöller ein Sohn. 18. Dem Ingenieur Mar Georg Müller eine Tochter, Irma Susanne. 19. Dem Bäckermeister Heinrich Friedrich Müller eine Tochter, Jobannette Käthe. 21. Dem Maurer Johann Ernst Haufer ein Sobn, Ernst. 22. Dem Friseur Johann Friedrich Lotz eine Tochter. 22. Dem Spengler Karl August Pasbach ein Sohn, Karl August. 25. Dem Bäckermeister Ernst Muth ein Sohn, Erwin.

Gestorbene.

Mai. 21. Friedrich Sauer, 43 Jahre alt, Lehrer i. P. dahier. 23. Justine Unverzagt, geb. Schmidt, 68 Jahre alt, Witwe des Gärtners Heinrich Unverzagt dahier. 24. Karl Koch, 23 Jahre alt, Schneider dahier. 25. Dr. Ludwig Schön, 41 Jahre alt. Oberlehrer dahier. 25. Erwin Muth, 3 Stunden alt, Sobn des Bäckermeisters Ernst Muth dahier. 25. Henriette Baer, geb. Bamberger, 65 Jahre alt, Ehefrau des Kaufmanns Löb Baer dahier.

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Familien-Nachrichten.

Gest 0 rben. Herr C. Sireoulomb, Kgl. Bahnmeister! Klaffe (Wetzlar). Frau Wilhelmine Fuldat, geb. Christ, Grünberg.

Verkehrs-Verein Gießen. r,/*

Der von uns zur Ausgabe gebrachte Führer für Gießen und Umgegend ist bei allen hiesigen Buchhandlungen zum Preise von 20 Pfg. per Exemplar zum Verkauf ausgelegt. Bei größeren Bezügen sind ermäßigte Preise vorgesehen.

Der Vorstand.

Urteil des VerkehrSbureanS eines berühmten Badeortes; Besten Dank für das gesandte schöne Album. Gleichzeitig sprechen wir unsere Anerkennung aus, über den hübsch gehaltenen, an­regenden und leicht verständlichen Text, sowie über die geschmack­vollen Illustrationen. Wir sind überzeugt, daß durch die Heraus­gabe und Verbreitung des Albums die Mühe und aufgewandten Opfer reichliche Früchte tragen werden, indem Sie dadurch viele Kreise zu einem Besuch nach Gießen aufmuntem. Wir bitten Sie uns noch eine größere Anzahl der Albums zu übersenden, um sie bei hier paffender Gelegenheit für Sie nutzbringend zu verwenden.

Man verlange

0 h ausdrücklich * die Originalmarke Dr. Hommels Haematogen und lasse

g g sich Nachahmungen nicht aufreden. DV, 8 0

er das Zufällige und Individuelle zum Tvpischen erhöht unt durch Schönheit des Ausdrucks, d. h. hauptsächlich durch Scköw heit der Linienführung, den Inhalt adelt. B. S.

*

D i e Statisti kd er S cb i ll erfei er. Einen anschaulichem- Begriff von dem gewaltigen Umfang der neulichen Schillerfeier gibt das erste Juniheft desLitterarischen Echos^ (Herausgeber: Dr. Joses Ettlinger, Verlag: Egon Fleische! & Co.. Berlin W. 85). Wir finden hier in der RubrikEcho der Zeitungen^ eine Neber» sicht über nahezu 800 verschiedene Schillerartckel der deutschen Preffe, samt einem Verzeichnis von ea 50 Gedichten, Prologen ustv. Im Echo der Zeitfchristen" werden insgesamt gegeit 150 Schillerauffatze unserer periodischen Presse besprochen oder registriert. Endlich bringt das Heft eine, anderwärts nirgends zu findende, Zusammenstellung aller größeren deutschen Schillerfeiern aus 70 verschiedenen Städten und eine gedrängte Uebersicht über die Schillerfeiern des AtlSlandeV.

Mittelrheinischer Aerztetag. Das Programm des am 18. Juni, zu Bad -Ems stattfindenden 53. Mittelrheiilischelt Aerztetages ist erschienen. 1. Prof. Dr. Moritz-Gießen hält it. a. einen Vortrag über die Beziehung zwischen Anstrengung und Blutdruck, (Sieb. Med.°Rat Prof. Dr. Pfau nenstiel-Gießen spricht über Fluor albus und Priv.-Doz. Dr.Krömer-Gießen über fiinftL Frühgeburt bei Beckeneuge.

Am 2. b. M. ist Dr. niet). Lahma nn, Besitzer und Leiter des bekannten Sanatoriums auf dem Weißen Hirsch bei Dresden, auf seinem Gute Friedrichsthal bei Radeberg gestorben.