Ausgabe 
21.11.1905 Erstes Blatt
 
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Märkte.

Fleischpreise in ® i e jlx

Getreidepreise in Mannheim

16. Beschaffung von Vorsenstcrn für das

16. Beschaffung von

Schlachthofdirektors.

Ochsen

Kälber

Schweine

Weizen 100 Kg. Mk.

Wonnen 100 Kg. 17.40-00.00 Mk.

Höchste Schlachtviebpreise in Frankfurt a. M.

50 Kg. Schlachtgewicht 79-82 Mk.

*/, Kg. Schlachtgew. 8690 Pi.

V. , 7980

Wohnung bc§ z , , .

Dachböcken für den Neubau der höheren und erweiterten Mädchenschule. 19. Beschaffung von Bcttwerk für die Polizei­wache. 20. Beschaffung von Meßgeräten für das Ncrmessungs- amt. 21. Gesuch des ZweigvereinS von, roten Kreuz um Ueberlaffung der Turnhalle bei der Stadtmädchenfchulc. 22. Eingabe des Detaillistenvereins wegen deS städtischen FischmarkteS. 23. Vergebung der Kultur- und Wegbauarbeiten im Stadtwald für 1906. 24. Gesuch der Wtw. K. Euler IV.

und Mit enschajt

Wien, 20. Nov. Das Kuratorium der Dnuernfcld- stiftung erkannte folgenden Scbrfft^.llern Ehrengaben zu: I. B. Widmann 2000 Kronen für seine Dichttmg,,^cr ticütge und die Tiere", 1000 Kronen an I. I. David m neuerlicher Anerkennung seiner dichterischen Tätigkeit, 1000 Kronen an Alexander von Weilen für seine Geschichte des Burgtyeaters.

Acher Straße. ......

Forsthaus an der Lichcr Straße. 17. Desgleichen für die

Lebensmittelteuernng und Gehaltserhöhung.

Es sei darauf aufmerksam gemacht, daß in Hin­blick auf die bereits eingetretenen und noch weiter drohenden Teuerungsverhältnisse einzelne B undesstaaten dazu übergegangen sind, die Gehälter ihrer Beamten zu erhöhen. In der Tat zeigen ja die allgememen wirtschaft­lichen Verhältnisse jetzt eine lebhafte, mit fortwährender Verteuerung der Lebensbedürfnisse verbundene Aus­wärtsbewegung und werden binnen Kurzem aller Voraussicht nach durch die bevorstehende, int Interesse der Land­wirtschaft erfolgende Erhöhung der Nahrungs­mittelzölle eine weitere, für alle auf feste Bezüge an­gewiesenen Haushaltungen recht sichtbare Umgeftoltung erfahren. Es ist deshalb durchaus anzuerkennen, daß Bayern, Sachsen, Württemberg, Mecklenburg, Lübeck und Koburg- Gotha in letzter Zeit Gehaltsaufbesserungen vorgenommen haben. Eine ähnliche Vorlage beschäftigt zur Zeit den Landtag im Großherzogtum Oldenburg und in Preußen wird eine Erhöhung des Wohnungsgeldzuschusses für Unterbeamte um 50 Prozent angekündigt. Der neue hessische Landtag wird hoffentlich in gleicher Weise für die Beamten sorgen.

Wir müssen aber doch gleichzeitig hervorheben, daß die gleichen Ansprüche auf Erhöhung ihres Ein­kommens auch die Arbeiter und Privatbeamten haben, die gleichfalls auf feste Bezüge angewiesen sind. In der Stadtoerordneten-Versammlung in Königsberg i. Pr. stellte in diesen Tagen ein Magistratsmitglted fest, daß der Andrang deS Publikums zur Freibank kaum zu bewältigen sei, ob­gleich der Verkauf durch Kartenausgabe geregelt ist. Das läßt tief blicken

immer geringer.

Frankfurt, 20. Nov.DasSoziale Museum" und der,Ver­ein für Förderung des Arbeiterwohnungswesens und verwandter Bestrebungen" hattedieserTage hier eineVersammlungeinberufen. Den Vorsitz führte Bürgermeister Dr. Varrentrapp. lieberDie sozialeArbeitaufdemLande" sprach zunächst Landrat Büch- l i n g von Limburg. Er führte ein Bild der sozialen Ar­beit in dem Oberwesterwaldkreise vor Augen. 85 Gemeinden haben dort 73 öffentliche Fernsprecher und durch den Zusammen- chluß von 33 Gemeinden ärztliche Hilfe jetzt viel leichter zu beschaffen, auch eine Kreis-Schlachtoiehversiche- ritng fei errichtet worden. Zur Pflege der Heimatliebe feien die alten, echten Volkslieder wieder gesammelt, von Lehrern in Melodien gesetzt, in 100 Exemplaren verkauft worden. Es wurde ferner dafür gesorgt, daß die alten Bauernhäuser mit ihren Inschriften und Abbildungen möglichst erhalten bleiben; sie wurden im Bilde ausge­nommen, um den nachfolgenden Geschlechtern als Erinner­ung zu dienen. Für Unterhaltung sei gesorgt durch 75 Schüler- bezw. Volksbibliotheken, deren Verwaltung die Lehrer unentgeltlich übernommen haben. Daneben bestehe noch eine Kreisbibliothek. Pfarrer Korell von Königstädten sprach sodann über,Die Pflege des allgemeinen Vildungs- wesens" in der Gegend zwischen Mannheim, Hanau, Frank­furt, Wiesbaden und G i e ß e n.

Gießen, 21. Nov. Marktbericht. 2(nf heutigem Mocbemiwck kosteten: Butter pr. P?d. 1.10-1.20 Mk., Hühnereier 1 St. 8-9 A 2 Stck. 0000 Psg., Gänseeier 1500 Psg., Enteneier 67 Psg., Rau nv. Stck. 68 Pf., Kasematte 2Stck. 56 Psg. Erbsen vr.Liter 21W, Qinfenyr. Liter 32 Psg., Tauben vr. Paar 0,80- 0,90 Mk., Hühner pr.Ä. 5001 60 Mk., Hahne pr. Stück 0,801,80 Mk., Enten pr. Eliict 1'802,20 Mk., Gänse nr. Pkd. 6570 Pfg., Ocbfenflcifch pr. M. 7282 Psg., Kuh- und Nindfleisch pr. Pfu.id 7072 Psg., Schweine- fleisch pr. Pfund 8090 Psg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pbind 94 Pfa., Kalbfleisch pr. Psd. 70-80 Psg., Hammelfleisch pr. Pfund 5076 P?g. Welsche per Pfund -. Kartoffeln pr. 100 Rg. 5 00-5,50 Mk., Zwiebeln pr. Ztr. 5,00-6,00 Mk., Milch per Liter 20 Psg., Aepkel per Pfl>nd 10 bis 25 Pfg., in Körben 00 Pfg., Nüsse 100 Stück 3040 Psg., Birnen per Psd. Mk. 0.100.20, Weißkraii! ner Zentner Mk. 2.00-3.0^ ^"arkNeü 8-2 Uln.

Arbeiterbewegung.

- Im Zwickauer, Qelsni tzer und Lu vier beschlossen mehrere besuchte B c r gar beite r -

Abschluß gelangt.

L i ch, 20. Nov. öeute mittag gegen 1 Uhr kamen II. A'K. HH. der Großherzog und die Er o ß Herz o g m im Automobil hier an, um die erste I ah>r e § w i c d c r- kehr des VerlobungStages hier zu feiern. Gestern hielt der K'riegervereinsbezirk ^ich s^uen lebten diesjährigen Bezirkstag ab. Der Bezirksvorsteher Lehrer A l t eröffnete die Versammlung. Für die Verbreitung desHessischen Kameraden" sollen die Bereinevorsteher mit allen Kräften wirken. Der Zweck der Ernst -udwrg- Eleonoren-Stiftung wird erklärt und von den Kameraden gefordert, das; sie für bie B^rmehrung , Stiftungskapitals durch Sammlungen bei jeder Gelegenheit sorgen. Die Vcreinssatzungen sollen auf Grund der neuen Normalstatuten verbessert werden, llm dem Präsidium Mittel in die Hand zu geben, in das Leben der Bezirke bessernd em- greifen zu können, soll ihin die Vollmacht erteilt lv^oen, gegen säumige Bczirksvorstel.ee mit Mahnung und Geld­strafe vorzugchen und äußersten Falles ihre Absetzung zu verfügen. Nach Auszahlung rückständiger Voniftkativnen wurden vom Bezirksvorsteher Borträge über Verbandswesen und Themen aus der Geschichte in Aussicht gestellt. Im Anschluß an den Bezirkstag hielt Le rer Alt einen Vor­trag über den Krieg von 1866. Dann entwickelte sich em fröhliches Treiben, das noch manche Ansprache zur För­derung der Kriegervereinssau>e und manchen frischen Sol­datensang bot. _

8 Offenbach, 20. Nov. Der Rückgang des Schweinemarktes in Frankfurt a. M. der für den hiesigen Einkauf ausschließlich in betracht kommt, erhellt auS folgenden Ziffern. Am 28. August d. I. wurden daselbit 1547 Schweine aufgetrieben, am 25. September 1478, am 30. Oktober 1365, in der vorigen Woche nur 967. Im Zusammenhang damit steht die Abnahme der Schlachtungen im hiesigen Schlachthofe, im Oktober deS vorigen Jahres wurden 1670 Schweine geschlachtet, im diesjährigen 1165. Weiter schlachtete man im vorjährigen Oktober 218 Ochsen, 127 Kühe, 222 Kälber und Schafe, 24 Pferde, im dies­jährigen 216 Ochsen, 230 Kühe, 816 Kälber und Schafe, 57 Pferde. Die Einkaufspreise für Schweine und Großvieh sind weiter in die Höhe gegangen, dabei wird die Qualität

* Für die Sitzung der Stadtverordneten- Versammlung am Donnerstag nachmittag 4 Uhr ist folgende Tagesordnung festgesetzt: 1. Auslosung von Schuld­verschreibungen des Anlehens von 1901. 2. Baugesuch von W. Euler für den Asterweg. 3. Baugesuch von Georg Hau- bach für den Asterweg. 4. Baugesuch von A. Scheppelmann für die Roonstraße. 5. Baugesuch von Jean Eckert für die BiSmarckstraße. 6. Baugesuch von A. Deibel für den Neuen- iveg. 7. Baugesuch von E. Block für die Marburger Straße. 8. Beseitigung der Bäume in der Plockstraße. 9. Flucht­linienplan für den Neuenweg. 10. Erlaubnis zur Anlage einer Fernsprechleitung über dem Wetzlarer Weg. 11. Her­stellung von Bürgersteigen und Entwäfferung der Straßen­unterführung am Neustädtertor. 12. Anlage eines Geländers bei der Treppe neben der katholischen Kirche. 13. Gesuche um Herstellung gepflasterter Uebergänge: a. in der Mar­burger Straße, b. in der Stephanstraße, c. in der Hamm- straße. 14. Beiträge der Arbeiter an der Kläranlage zur Ortskrankenkaffe. 15. Verkauf von zwei Bauplätzen an der

Sport.

0 Fußball. Vorgestern spielte eine kombinierte Mamo schäft des Gießener Fußballklubs 1900 gegen die erste Mannschaft des Marburger v'ußballklubs m Mar bum. Obgleich die Marburger über eine Ziemlich mW Mannschaft verfügten, mußten sie sich^ ichüeßlcch doch nut Goals den Gießenern beugen, ^.as schlechte Wetter, die noc schlechteren Platzverhältnisse,, und der kennMiÄose <-chiedsriHtei beeinträchtigten das Spiel sehr.___

lungcn nach Wahl einer Lohnkommmwn den Grubeicheschern Forderungen auf Erhöhung des Schrchtlobnes um rund 50 Pfg Abschaffung der Arbeitersperre Mw. zu unterbretten. De Ant- wort wird innerhalb 14 Tagen verlangt. In oetiadjt kommen insgesamt etwa 22 000 Bergarbeiter. ...

Gern, 20. Nov. Eine Konferenz der,Burgermehler der von dem T e x t i l st r e i k betroffene,i Städte sand hier statt, su bet auch Vertreter der Arbeitgeber geladen waren. Hierbei er- klärten die letzteren, keine neuen K onzess, onen btlmlhgen zu könne,'. In mehreren Arbeiterversammlungen nnirbe infolge. >; i s en ßf id-.u-ü ~i. iv i t c r reifen.__----

Hande: und V-rLekr.poliiswirtfdiaff.

München, 20. Nov. Die heutige außerordentliche General. Versammlung der Aktionäre der b a n c r i s cl> e n D an k genehmigte einstimmig die Anträge des Aufsichtsrats und dcr wwektton nämlich die Umwandlung der Firma m bah erliche Bank für Handel und Industrie, Herabsetzung des Grund­kapitals von 9 auf 8 Millionen Mark und Wirke verhöhn ng der. selben auf 20 Millionen Mark, und die beantragten -Statuten, änberungen. Der Vorsitzende teilt nut, daN die. Da rmftabtec Bank 1000 000 Mark neue Aktien zum Kvr,e von IW und weitere 5 000 000 Mark zu Pari zuzüglich der ca. 4V« M berrngeubtH Spesen übernehmen imrb, ^hrend die reützchcn 6 Mill Mark huic Akuen zn den gleichen Bedingungen ci Inhaber des Banklmuses E-utleben n. Weidert zur Erwerb, u n a ihres Geschäftes hingegeben werden, tycrncr habe d Darmstädter Bank auf Wunsch der Bcwerncken Bonk 'ich bereu erklärt, den bisherigen Aktionären, der Bahernchen Bank dc; B^zuasrecht von einer neuen auf je vier alte zuiammengeleg!» Aktien zum Kurse von 107 Prozent cinzuränmen. Es mürben in den Auffichtsrat u. a. gewählt Baukin Dr,Amberger-Main,, sowie die Direktoren der ^aruistadter Bank Karl Parciu>^arm. Habt, Jean Andrae-Franksurt a. M. und Geh. Oberfmanzrat Maximilian von Klitzing-Bcrlin. ' A, .

Equitable, L eb e n s v e r sr che rn ng s-Ge scl l schatt in Newvork. In der vergangenen Woche hielt, der deutsche Schutwerband der Eguitable-Versicherten zwei ^lGmgen ab. Hauptsächlich handelte cs sich darum, über die Maßnahmm schlüssig zu werden, die durch cm von der Newyorker ^rwast. ung an die Versicherten gerichtetes Zirkular notig kmd. Nechbm der Vorstand auf Grund neuester zuverlässiger Nachrichten über bit zur Beseitigung der bekannten Mitzwirtschast ichernommenen Schritte, über die ein Rundschreiben an die deutschen Vcrsichettm vorbereitet wird, schon beinahe zu dem Entschluß gelangt war seine Tätigkeit in der Hauptsache als beendet anzusehen, sicht er sich durch die jüngsten Vorgänge veranlaßt, von neuem in eine energische Agitation einzutreten. Der Vorstand will er« reichen daß sich die deutschen Versicherten dem -Lchutzvcchmd voll-ädrig am'chlicßen nnd sofort mit den Vorbereitungen nir nächsten Tireltorcn-Wahl (Dezember 1906) 5U beginnen. > Meldungen sind bei der Geschäktsitellc Berlin, SchonebergerstratzeS

Ätniverstläts-INachrichten.

. Auf den neuerrichteten historischen Lehrstuhl an der Akademie für Sozial- und Handelswissenschaften zu F r a n f ] u r l ist Professor Dr. Georg Kün ü el. z..Zt. V^vatdozent, an der Universität Bonn, berufen worden. Profcfkor Kuntzcl, der übrigens für diesen Winter einen Lehrgang im Hochstitt übernommen hat, wird sein neues Amt mit Beginn des nächsten commcriemcfter» antreten.________________________

Tie Marktpreise für Vieh und Frucht nnd die Gießener Fleisch- und Brotpreife am 20. November 1905.

um Erlaubnis zum WirtschaftSbetriebe im Hause Schützen- straße 15.

Jäger und N um pf. Von zuständiger Seite wird üns geschrieben: In der Sitzung der Stadtverordneten- Versammlimg am 9. Oktober berichtete der Oberbürger­meister über die Zahlungsunfähigkeit der Firma Jäger und Rumpf m Hanau, die für die Stabt größere Kanalarbeiten auszuführen hatte, und über die von ihm im Interesse eines ungehinderten Fortgangs der Arbeiten ge­troffenen Maßregeln. Bei dieser Gelegenheit wurde aus der Mitte der Versammlung angedeutet, es seien Dinge vorge- kominen, die darauf fchließen ließen, daß die Firma stä d- tifche Beamte, die mit der Ueberwachung der Arbeiten betraut waren, zu ihren Gunsten zu beeinflussen ver­sucht habe. Die vom Oberbürgermeister sofort eingelcitcte Untersuchung ergab, daß 3 von der Stadt zu vorüber­gehenden Dienstleistungen angenommene Bauführer von der Firma im Verlauf von 3 Jahren im ganzen 320 Mark er­halten haben; von diesen 3 Bediensteten ist in der Zwischen­zeit einer als städtischerr Beamte angestellt worben, hat aber nach seiner Anstellung von der Unternehmcrsirma nicht? mehr erhalten. Von obigem Betrage wurden 100 Mark als Provision sür die Vermittelung eines Geschäfts gezahlt, das vollständig außerhalb der Jntereffcn der städtischen Ver­waltung liegt. Ein Angestellter der Stabt hat von einem

Aus Stadl md KmS.

Gießen, den 21. November.

Angestellten der Firma 80 Mark geliehen, nachdem ihin zu- qcsagt war, das Darlehen werde an? persönlichen Mitteln ncioährt; dasselbe wurde jedoch in den Geschäftsbüchern der Firma verbucht und ist am 24. Oktober znrückgezahlt worden. Die restlichen 140 Mark sind eine Vergütung für Anfertig­ung von Nivellements, Zeichnungen usw. die vertragsmäßig vom Unternehmer zu leisten waren, aber hinter dem Rücken der Stadtvenvaltung von städtischen Augestellten für icn Unternehmer und in dessen Aliftrag gefertigt wurden. Die Untersuchung ergab, daß die Stadt nicht geschädigt ist, die Arbeiten vielmehr soweit sich bis jetzt beurteilen läßt vertragsmäßig ausgeführt sind; insbesondere fand sich kein Anhalt dafür, daß die Unternehmerfirma sich ziim Schaden der Stadt in unzulässiger Weise zu bereichern suchte. Jniinerhin sind nach dem Ergebnis der Untcrsiichung Unregelmäßigkeiten- vorgekomnien, die nicht geduldet iverden dürfen. Gegen die betreffenden Angestellten i|t das

V, Kg. 72-82 Pfg.

7. , 7080 , 7, 80 90 ,

'Regierung! Trotz alledem unternimmt sic toiebcr eine neue Be­steuerung, bei der abermals Ze ( ' : a u sende von Be i cha V tigten aut der Strecke bleiben werden, ^chon letzt ist der Tabak in einer Weise belastet, daß von.einer weiteren Steigerung feine Rede sein kann, ohne der flamten In­dustrie den Todesstoß zu verletzen und ,?^vwu,eude von Existenzen zn nerrichten. Die deutsche ^akmdustrie, an der beute mit allen Ncbenberuren weit über 600 000 Lcnonen -ntterenierf und trägt heute schon bei einem Gewmffonhimertrag von ca. 500 Millionen cir- Belastung von ca. /0 Millionen^ au Steuern und A»!. ixte imb 14 Prozent des

Das Flugblcctt fnr .1 zum Schluß zu leohastei. Agr- kation gegen die Sk-.i.er durch Versammlungen, verwn- licher Ämfforderung der .Lässigen, Sammlung von Geld­mitteln und anderem mc, auf. Die Reichstagsabgeord- -neten aller Kreise, gleichviel welcher Parteirichtungeu. 1 orten durch Kommissionen zu Erklärungen darüber angegangen werden, welche Slellmig sie der Tabaffteuererhoßung gegen­über einzunehmM gedenken.Führt den in ö^age kom­menden Abgeordneten", schließt das Flugblatt,euer Elend vor, zeigt ihnen die ganze Misere eures Berufes, und wenn er dann noch für eine höhere Besaitung des -rubar^ ein treten kann, dann ist er nid1; ein Vertreter des Volke^, sondern ein Vertreter der Int'.'- essen der besitzenden Massen.

Der Deutsche Tabasarbeiterverband gedenkt überdies, falls es die Notwendigkeit gebietet, rechtzeitig einen Kon­greß der Tabakarbeiter Deutschlands emzu- berufen, um gegen die Plane der Regierung Stellung zu nehmen. Gießens Tab a Arbeit er haben ,ich merk- .wurdigerweise bisher noch nicht gerührt.

Ihr Mütter Lieblinge nur die von taukcndeii von Aerz- ÄÄ Myrrholinseife. b%

» Kleine Tageschronik. In Oppgu remodtc der Fabrikarbeiter Schäfer in der Trunkenheit den ednfTcr Abel auf der Straße an und erstach ihn auf erxolgte Widerrede. Er wurde verhaftet. In W i l b e l m sh a v e n brach auf dem Allgemeinen Bctricbsdepot der K'aiserwerft Feuer aus, durch welches etwa 12 Holzschuppen cingeafdxrt wurden Die Werftfeuerwehr, die sofort nach der Brandstelle abrücktc war hauptsächlich auf die Erhaltung der Nachbargebaube bedacht. Die Ursache des BrandeS ist bis jetzt noch nicht festgestellt. Im Quartier latin zu Paris feuerte em Student auf ferne 17 jährige Geliebte mehrere Revolvcrschüsic ab, durch die das Mädchen auf der Stelle getötet wurde, verletzte sich dann durch einen Schuß schwer. In Am t c ns ex Vlodie r t e vor dem Laden eines Juweliers eine Bombe, die großen Schaden anrichtctc. Man vermutet, daß e^jr-f- um einen Racheakt hmdelt, da 30 Arbeiter der ^inm üfb im ?' ';l! n 11 c bennoeu.

Gingesandt.

(Für den Inhalt der ur/.-c ?; limrif stehenden AM übernimmt die Redakti d-m gegenüber IcmetW

Verantwortung.) w «

Ter Schmutz in den Straßen unserer Stadt V nachgerade zu einer Kalamität ersten Ranges geworden, M unsere städtischen Behörden veranlaffen sollte, derselben mit an- zu Gebote stehenden Mitteln zu steuern. Das Weihualbtt' ge schäft, welches im vorigen Jahre burd> bas Borgchew» PostbeHörde Not gelitten hat, droht auch in diesem Jahre F Schaden der hiesigen Geschäftswelt in die Brückst gehen. Fremde nämlich, welche zur Seit unsere Stadt Besuche beehren, erklären burdmängin. solange dieser Turflg* Schmutz auf den Straßen und die vielen Löcher in dem PsVM der Provinzialhauptstadt seien, diese zu meiden, und lieber benachbarten Städte zu besuchen, als hier Wagen. Pferde, Mww iind Schuhe zu ruinieren. Im vorigen Jahre schon suchte» kaufliebende Publikum Gießpu zu umgehen, und wenn das w weiter acht, wird sich die Kund schaf t an a nder c P.iav gewöhnen, und die Folgen davon sind, daß die *>1.e',SV Geschäftsleute den Schaden davon tragen. Darum also. IE Stadtverwaltung, endlich einmal Ernst gemamt imv o Straßen der Stabt in einem den Verhältnissen enttprechM? Zustand gebracht, damit die hiesige EKschäftswelt nicht einstmz die Kosten trägt, welche die Kanalisation im Erfolge hat.

Frivlm Schuhe, Sie ticrfrciieit mir die KmdW

/ÄS mit dem bellenden Husten und Sie stecken mir das ander- Bb Personal an. 916er ich kann doch nichts dafür, wenn w erkältet bin. Was soll ich denn machen? Was sollen - I machen? Fay's ächte Sodener Mineral-Pastillen soue^ I Sie faulen! Sie wiffen doch, daß die in ei» paar

schon lindern und and) den hartnäckigsten fcuftc» beleinge»- 1 Gehen Sie jetzt nach Hans, faufen Sie für 85 Plg. uni^ Ä wegs eine Schachtel und morgen sind Sie gesund »

standen?! p3

Brotpreise in Gießen

Weißbrot 2 Kg. 52

Schwarzbrot 2 Kg. 48

Nötige veranlaßt. .

* Die in Zahlungsschwierigkeiten befind­liche Firma Büttner & Damm hat, n>ic wir hören, ihren Gläubigern ein Sir ränge ment angeboten. Da die Gläubiger, zu denen viele kleine Handwerker gehören, hierbei > betrügenden bedeutend mehr erhalten dürften als bei einem Konkurse der c Finna, ist anzunehmen, daß die Mehrheit derselben den tue c Widerspruch einzelner überwindet und das Arrangement zum