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18.11.1905 Zweites Blatt
 
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V

Zweites Blatt

Üttr. 272

Erscheint tLgllch mit Ausnahme des Sonntags.

Eeneral-Anzeiger, Amt;- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

jRantafl abruö

erst um 8 Uhr 25 Min. die Valle.

(Darrnst. Ztg.)

versäumen sich über diese üir jeden Haushalt unentbehrliche Erfin-

BeckerS, die Stadtverordneten mögen sich zum Zeichen des^hung schieun-.gst zu insorinieren.

Redaktion. Exvedition «.Druckerei: kchulftr.?.

Del. Nr. 5L retegr.-2tdr. r iln^ciga (8ub«.

1905.

$1 u n st mit ent

DieSiebener LamillenblStter" werden dem ^Inxeiqer viermal wöchentlich beigelegt. Der Ehrlsttche taBöwUt" erscheuU monaUlch etnmaL

155. Jahrgang

(plus (plus AuS (plus (V<us

von

waltung, die doch vor Jahren Herrn v. Heyl eini'titnmiq ;um Ehrenbürger gewählt habe. Auf die Aufforderung Pros.

Ein unerfreulicher Milieu

Itfirbe den Prinzen Hohenlohe im Kolonialamt erwarten, reim eine Schilderung zuträfe, die dieB. N. N." entwerfen. TS heisst darin:

. . . Zumal seit dem Ausbruch bn schlimmen Kolonial­kriege lähmte uns die Erkenntnis, bifi der K'olsnialdirektor nickst einmal im Szenen Hause Herr wurde der bei spiel­end skrupellosen Intrigen ehrgeiziger oder enzusriedener Beamter, daß er den Gewinn suchend'-n ^rmerbsgescllsch-^sten so gar nicht imponierte, bis er schliesslich unmöglich geworden ist. Selbst mit der Erhöhung -um selb- ständigen Reichsamt Ware b*r K'olonialverwaltung dieser Druck nicht genommen^ worden, wenn aus ihrem engeren Kreise der Staatssekretär wäre gewählt worden. Denn jeder dieser Kandidaten rräre vom ersten Tage an belastet gewesen durch die sonderbaren Rivalitäten und Intrigen, die eine Eigentümlichkeit der Koloni'lärnter bilden. Ob Solf, Gktefeen. Delfferich. oder wie sie sonst heissen, ihnen allen standen Dmderniste im Wege, durch deren Degrüumung die besten Kräfte sofort aufgerieben werden konnten."

Dem Vernehmen derKöln. Ztg" noch ist ' in Aussicht ge- «mimen, daß der Erbprinz zu Hohmlohe die geschäftlich)« Leitung lffss-rer Kolonialabteilung zunächst nur vorläufig übernimmt, b. b- b i s zu dem Zeitpunkte, wo die Errichtung einer selb­ständigen Kolonialbehörde mit einem Staatssekre-- Ihr an der Spike die reichsverfassungsmässige Genehmigung ge- fi'niiben hat. Eine Ernennung zum Kvlonialdircktor würde hier- io(ß nickt stattfinden.

entfielen auf den Sozialdemokraten Leber 6886, Scheck 4045. Prof. Fl ex (natl.) 2780, Red. Kühner (fr. Dp.) 2698 und Dr. Müller-Fulda (Ztr.) 1014 Stimmen.

Die Spannung der Eisenach-er in den letzten Stunden vor dem Bekanntwerden des Ereigniffes war enorm. Aus dem K'arlsplotze wurde die Feuerwehr alarmiert unh gegen die Mensch-nansamm- lungen mit Srritzcn vorgeaangen. Vor dem antisemitischen Wohl­bureau fanden grosse Volksansammlungen statt. Oberbürgcv- meisler Schneider liess den Aufrulp-tmraaravhen anschlagen.

Warum in so seltsam rigoroser Weise gegen die Wählet vorgegangen wurde, lässt sich aus diesen kurzen Mitteilungen nicht entnehmen.

Aericklslaal.

Vosen, 17. Nov. Das O^berkriegsgericht des fünften Armeekorps hob das Urteil deS Klckeasgerichts gegen den Leutnant v. Lekow vom 56. F-uss'rtillerie-Regiment in Lissa, der einen Hausdiener erschossen hatte, auf und verurteilte ihn wegen fahrlässiaer Tötung und Widerstands gegen die Staats- getvolt zu 3 Monaten Gefängnis und Dienstentlassung. Tie Sitzung fand unter Ausschluß der Ocffentlichkeit statt.

fc. Mainz, 17. Nov. Die hiesige Strafkammer ver­urteilte ein 14 jähriges Schulmädchen auS Worms wegen Vornahme unsittlicher Handlungen an einem 4jähr. Knaben zu 2 Monaten Gefängnis.

ßiserbayn-Zeitung.

Der VerlinerMagistrat beschloss in seiner heutigen Sitzung den Nou der städtischen Nord-Süd-Untergrund- bahn. Die Bahn soll am Kreuzberg beginnen und im Norden in der Müllerstrasse enden. Die Strecke ist 8,6 Kilometer lang, die in 18 Minuten durchfahren werden soll. Die Dahn soll in vier Jahren fertiggestellt sein. Die Kvften betragen 51 Millionen Mark, die durch eine Anleihe aufgebracht werden sollen.

Samstag 18. November 1905

. Rotationsdruck und Verlag der Brübl'lckxm

j** UnioerfudidbrudereL 9L Lange, Stessen.

sprechender Verspätung ist eS gelungen, eine Lokalaus- Heilung von Gemälden deutscher Meister des 19. Jahrhunderts auS Giessener Privatbesitz zusammen» zubringen. Im Laufe dieser Woche haben die eilten den Jungen Cchntt für Schritt das Terrain obgewonnen und fast den ganzen AuSslellungSsoal erobert; nur ein Koloffolgeinälde von Toehn-Düsseldorf konnte und musste seinen Platz noch behaupten und wird erst Anfang nächster Woche verschwinden, sodass dann die. Einheitlichkeit der Sammlung nicht mehr gestört sein wird. Schon von Sonntag ab werden die Be­sucher sich der Stimmung dieser VergangenheitSlnnst, die für uniere Väter, Grossväter und Urgrossväter Gegen,vart war, mit Behagen hingeben können und den Eigentümern der Bilder lebhaften Dank zollen, dass sie auf einige Wochen sich ihres Besitzes entäufjcrten, um vielen den Genuss dieses Ein« bliclS in eme oft zu gering geschätzte Epoche deutscher Kunst zu verschossen. Der soeben auSgegebene Katalog der Darm­städter lokalen Iahrhiindertausslellung weist 178 Nummern auf; wenn die Giessener mehr als halb so viel erreicht, so darf man mit Freude und Stolz auf ein solches Ergebnis blicken. Ein ausführliche Würdigung deS Gebotenen soll nächste Woche versucht werden; dann werden auch Nach­zügler, an denen eS gewiss nicht fehlen wird, noch Berück­sichtigung sinden können.

* Von der Margareten Hütte. Nachdem seiner Zeit die Stadt die für die BnderuSschen Eisenwerke entbehr­lich gewordene Margorelenhütte an sich gebracht hatte, war dieselbe bestrebt, ihr 24 000 Quadratmeter grosses Eigentum zwischen der Eisenbahn und Lohn weiter auszudehnen. Nach­dem die ehemalige Cchlesingersche Besitzung angekaust roorben war, kam die vom Direktor PaScoe, soivie durch Tausch er­worbenes Eisenbahngelände dazu. Nunmehr haben die Hau- bochichen Erben ihren grossen Garten, der völlig von städti­schem Eigentum umschloffen war, der Stadt verkauft, so dass diese jetzt über ein vollständig geschlossenes Terrain von ca. 7 5 000 Quadratmeter zwischen Eisenbahn und der Lahn verfügt (äusser der grossen Fläche, welche für die Kläranlagen und deren spätere Vergrösserimg angekaust ist). DoS ehemalige Hüttengrundstück hat Eisenbahnonschluß und ist für Lagerplätze und Lagerhäuser auf längere Zeit gut verpachtet. In verhältnismässiger kurzer Zeit wurden olle verfügbaren Räume längs des bestehenden Ei'enbahnanschlusses mit Lagerhäusern besetzt und diese Anlage wird noch weiter oiiSgedehnt, da Nachfrage vorhanden ist. Je mehr aber sich Intereffenten, welche einen starken Waggon-Empfang und Versand hoben, auf den städtischen Lagerplätzen ansiedeln, desto mehr wird der eigentliche Küterbahnhos entlastet, es tritt aber auch damit eine Entlastung deS Verkehrs unserer Strassen von schwerem Fuhrwerk ein. Das Vorhandensein von Lagergelegenheit direkt an der Bahn ist für unseren Grosshandel eine Notwendigkeit im Interesse seiner Konkurrenz, fähigkeit.

Darmstadt, 17. Nov. Vrinz Heinrich von Preußen ist, begleitet von Kapitänleutnont von Bülow, gestern abend noch Kiel zurückgereist und wurde von S. K. H. dem Gross Herzog zum Bohnhose geleitet. Der Zug, den der hohe Gast benutze, verliess infolge Verspätung

15,71 200Mk.) auf den Güterverkehr und 7 377 800 Mk.

85Ä 800 Mk.) auf die übrigen Einnahmen entfallen. Die gilben deö prbrntlirfKn Etats betragen 87 231 900 Mk.

8 062 586 Mark), davon fortdauernde 80 509 900 Mk.

3 763 585 FfJ, einmalige 6 722000 Mk. (minus 701000

Einverständnisses nut diesem Protest von ihren Sitzen erheben, hatte er den Erfolg, dass dies alle taten .mit Ausnahme' des Stadtv. Münch*, wie die .Wormser Ztq.* denun-. .zierend bemerkt. Gewiss ist zuzugeben, dass diese zweifellos scherzhaft gemeinte Aeussernng des Dr. Gutsieisch an Schärfe im, politischen Kampfe ihresgleichen sucht. Aber wer allein hat die Wahlreform, wer allein hat die Steuerreform zu Falle gebracht? Wessen Uebermacht hat sich nachgerade für Hessens als gefahrvoll erwiesen? Die Wormser Stadtverordneten haben .vor Jahren* Herrn v. Heyl zum Ehrenbürger gewählt in richtiger Erkenntnis deS außerordentlichen Wertes, den ein Grossindustrieller von der Sebeutung HcylS einer Gemeinde zu bringen vermag. Jener Ehrenbürgerbrief er­wähnt übrigens nur HeylS Verdienste um das Stabt Archiv unb die .Geschichte der rheinischen Städtekultur*. Vor Fahren erfolgte diese Wahl einstimmig. AuS dem Berichte der .Wormser Ztg.* geht hervor, daß heute diese Wahl wahrscheinlich nicht Niebr einstimmig geschehen würde. Nach Jahren wird dieses Verhältnis: eins zu allen anderen, wohl noch eine wesentliche Verschiebung zu nngunsten jenes vor Jahren erfolgten einmütigen Beschlusses finden. Dieser Protest der Stadtverordnetenversammlung ist gerade ein untrügliches Zeichen dafür, dass, um ein Wort deS Dr. Gutfleisch zu ge­brauchen, jemand .zu mächtig wurde.*

|ob,a6 ein 11 eberschuß über die fortbnunmbcn Ausgaben

26 872 800 Mk. fminuS 695 585 Mk.), über die fortiruernben

Ans §tnöt und fiv'ö.

Giessen, 18. November

B. 8. Jahrhundertausstellung tm verein. Nach mancherlei Schwierigkeiten und

£i cigcrungen bet bei ihm verbleibenben Ausgaben auf 85 316 748 Mk. Der Etat für die Verwaltung der Reichs- ki'rnb bnen sieht eine Einnahme von 107 382 700 Mark (plus 8 0)68 000 Mk.) vor, wovon 24 214 000 Mk. (plus 1 138 000 Mk? evH den Personen- und Güterverkehr, 75 790 900 Mark

Wihon erb- ' ^nni^u i$t jfhfaij

20, | ^erspiel ÄS'""'» e-i-

.Weltwnnder*.Waschmalchine ^VLUIrJllI8VLlt* erhielt auf ber Exposition interna- ti nal des art« et motiers, Brüssel, wiederum die höchste Auszeichnllug, den Grand Prix! Keine praktische Hausstau sollte

Die Reichstagswahl in Eisenach

fct nach einem in Gieren beim Deutschen Verein eingetroffenen v.\ /gretmm einen antisemitischen Sieg gebracht. Nach kit; unS vorliegenden Meldungen bestätigt sich des. Für den Sozialdemokrat Leber wurden 8544, für den Antisemiten Schack I28B7 öinnnen abgegeben. In der Ersatzwahl am 7. November

Anschlaft im miete 'Düifllieber Iki i zu dein Kommen ter-iurnoeteinS tnp bitten wir auÄ v

. um

^$er_8or^ < 18. -rovembe^^ > stedM

**stys*

Schwächliche beim Lernen ziirflckbleibende Kinder, sowie hlntsrme. sich mattfühlende und nervöse 'herarbetcte, leicht erregbare Erwachiene jeden Altera ere'>ran<*hen als KrRfticmntrs-Mittel mit grossem Erfolg DJ, HOlfUEI/s Haemnto<*en.

5>er Appetit erwacht die geistigen und kör­perlichen Kräfte werden ra*rh geheben, das Ge samf-Vcrvenoywtem gestärkt

Man verlange jedoch ausdrücklich das echteDr. Hnm- mels Hnemntogen und lasse sich keine der vielen Nach­ahmungen an (reden. e/T

ynlitifdir Tagesschau.

Dom ReichShaushaltSetat.

DieNordd. Allg. Ztg." veröffentlicht einen AuSzug auS beim Reick»SH:ushaltsetat für 1906. Der Etat d.s Rcichsmilitä» ErichtS beanspruchte an fortdauernden Ausgaben 542 572 Mk. ubr 15 343 Mk.). In dem Etat der Reick)siuslizverwaltung taufen sich die Einnalnnen auf 778 554 Mk., die fortdauernden Ausgaben auf 2 351 705 Mk. lmel/r 113 480 Mk.), darunter die kv-sten filr die vorübergehende Errichtung eines fünften Str f- fc»ales am Reichsgcrickst. Ter Rechnungshof des Teutschon Reichs verlangt an fortdauernden Ausgaben 1026 700 Mk. (miljt 42 860 N ark). Der Etat des allgemeinen Pensionsfonds weist an Aus- gelben nach 82 137 702 Mk. (plus 8 856 644 Mk.). In dieser Mehr- ousgabe kommt die Uebernahme eines Tests der den Reichs- (nunlibeufoitb5 abzunehmenden Ausgaben zum Ausdruck. Die dnrbündeten Regierungen beschlossen, txm Reick>stage den Entwurf eines Gesetzes belr. die Entlastung des ReichSinvalidenfonds zu- gctzen zu lassen, der vorschlägt, die Ausgaben dieses Fonds aut diejenigen zu beschränken, welche sich auS seiner eigent- liä-cn Zweckbestimmung bei seiner Gründung ergeben. Das bc- deuitet für den Fonds eine Entlastung von 22 599 183 Mk., bezw. unter Abrechnung der sog. Veteran enbeihilfon eine weitere (fr tlnfhmg um 8 599 185 Mk. Tie Ausgaben dcS Ncichsinva- lidi nfonds vermindern sich demgemäss unter Einrechnung Heiner

Gießen, den 17. November 1905.

B e t r.^ Landwirtschaftliche Bodenbenutzung im Jahre 1903. Das MMtnagliche Areisamt (Girßrn an die (llroßh. Dürgcrmeistercien dcS Kreises.

Unter Bezugnahme auf unser AuSschreiben vom 15. Mai l. IS., KreiSblatt Nr. 62, erwarten wir die alsbaldige Ginfcnbung deS entsprechend auSgefüllten Formulars 2 b in­soweit dicS noch nicht geschehen ist.

I. V.: Dr. Merck.

Kekanntmachimg.

Betr.: Bahnhof Gießen; hier: Verbreiterung des als Zufahrt zur Ladestraße mitbenutz^-n sogenannten Mittelweges.

Der Plan zur Verbreiterung des als Zufahrt zur Lade- shraße mitbenutzten sogenannten Mittelwege? am Bahnbo^ E iessen liegt von heute ob bis jum 26. I. MtS. einschließlich auf unserer Kanzlei zur Einsicht offen.

Zugleich wird Erörterungstermin, in welchem Einsprüche gegen den Plan erhoben werden können, auf

Montag den 27. l. Mts:, nachmittags 4 Nhr, in den Sitzungssaal der Grobherzoglichen Provinzialdtrektion dahier hierdurch 'anberaumt.

Gießen, den 17. November 1905.

Grosshcr'^a^'-b'S ^T-fRam1 Gießen.

I. V.: Dr. Merck.

Heppenheim a. d. B 16. Nov. In dem Stein- brnche von Gebrüder Becht unb Glietenberg im benach­barten Sonderbach ereignete sich heute Mittag 3 Uhr ein UnglückSfall. Durch einen lo§gegangenen schweren Schuss wurde ber eine Geschäftsinhaber Becht lebens­gefährlich verletzt. Der Bruder des Becht sowie ein Italiener Barber unb ein Taglöhner au? Heppenheim i'inb tot. Die Verunglückten sind sämtlich verheiratete Männer. (Darmst. T. A-)

Singen, 16. Nov. Auf eigenartige Weise ist hier in der letzten Nacht ein junger Student verunglückt. Er hatte eines jener blutrünstigen Blätter gelesen, die in grässlichen Illustrationen nervöse Men'chen überreizen. Ein Bild zeigte einen Löwen, ber einen Menschen anpackt. Da? quälte den Studenten im Traume derart, bass er in seiner Angst auf unb zum Fenster hinauSsprang. Mit er­heblichen Verletzungen an ben öanben unb am Kopfe wurde er nach einigen Stunden von Schutzleuten aufgefunden.

(Mainz. Anz.)

(!) WormS, 17. Nov. In der heutigen Stadtver­ordnetensitzung protestierte Prof. Dr. Becker gegen einen Ausspruch deS Abg. Justizrat Dr. Gutfleisch aus Giessen in seiner hiesigen grossen Rede. Dr. G. hatte von de n Ge­setze der alten Griechen gesprochen, demzufolge jeder lieber » mächtige verbannt werden konnte. Prof. Becker er­blickte darin eine Kränkung der hiesigen Stadtoer-

LLZtz °huel) ' »-tto

* *,6ube : nt«t»üue-

-eine betf ' ttenc üAm ' n,üllcn unb sööojnt.

- Onforniat '

tnib einmaligen Ausgaben be5 ordentlichen Et-ts von 20 150 800 !7>-rf (plus 5 415 Mk.) verbleibt. Bei den fortdauernden Aus- -ill-en beonsprnck>en die persönlickvn Ausgaben einen Kuaang kam 1889 580 Mk. (darunter mehr für Besoldungen 739 080 Mk.

r Bezüge der nickst-etatSmässigen Beamten sowie Löhne 679 800 narrt für Stellenzulagen 120 700 Mk. an Teuerunas7ulagen Iflr Nntcrbeamte 40 000 Mk., für WoUsahrtsrlvecke 112 000 Mk.)' lie sächlichen Ausg'ben einen Zugang twn 1871800 Mt Unter beffl kinm-ligen Ausgaben d-S ordentlichen Etat- werden aber- mc 13 4 800 000 Mk. (minnS 800 000 Mk.) für Vermehrung der Betriebsmittel verlangt: in dem außerordentlichcn Etat werden 17 416 000 Mk. (pluS 963 400 Mk.) gefordert. Darunter er« Ichsinen neue Forderungen zum Dau eines zweiten GleiseS aus kn Strecken Str'ßbura-Molsf^im und Lureu-burg-Ettelbrück, zu krmeiter'ingsbauten aus den Elationen d-r Wuhelm-Lurembura« kilenb-bn und zu Vorarbeiten für em-* Dahnverbindung St. Lud« »igt-Waldigh-^fen. Zum Dau von Mietwohnungen für mittlere mt) untere Beamte sowie für Arb-ster sind 223 OOÖ Mk. eingestellt.

iiMitttii

1 tS.Sio»"

^ ilervewcgung.

Beuthen O.-S., 17. Nov. Da die ausständigen Verg-> arbeit er der Mvslowitgrube morgen vollzählig wieder eiro- fahren, erst arte sich 'Bergiverksdirektor Fritsch bereit, die von den Dergarbeitern gewählte Kommission zu empfangen und ihre- Wünsck^e eutgegenzunchmen, die eine Abänderung der ArbeitK. ordnung und einen Lohnauffchlag von 25 Prozent bezwecken.

Mannheim, 17. Nov. Eine Versammlung der Monn-- heimer Produlteirbärse bcschloü heute die Vorschläge ihrer nach Rotterdam entsandten Delegierten anzunehmen. Diese Vor­schlag-' gch-n dahin, dass der Getreidehandel sich verpflichtet, für seck)s Monate ab heute kein durch Elevatoren verwogenes Getreide zu empfangen, und bei den anderen Interessenten davauf- hinzuwirken, bei Abschluss von K-aufverträgen die Elevatoren- vcwiegung auszuschliessen. Die Streikenden verpflichten sich d.'gegcu, die regelrechte Arbeit sofort wieder aufzunehmen unb während der Vertragszeit nickst zu streiken. Das Uebereinkommen bedarf der Zustimmung des Niederrheins, von dem sich einet Vertretung heute in Rotterdam befindet- Die Mannheimer Vev- s-mmlung ermächtigt ihre Vertrettmg, den Vertrag vorbchald- lief) sofortiger Wiederaufnahme der Ardeit obzuschliehen.

Die Entscheidung des preuss. Handelsministers über die Petition der Bergarbeiter steht unmittelbar bevor. Tie Ansicht der höchsten kompetenten Behörde steht bie£- mal a u f feiten b e.r Arbeitgeber. Man ist in den mass- gebenden Kreisen der Ansicht, dass die Beschwerde der Bergarbeiter in b~m obersckstesisck-en Kohlendistrikt, soweit sie die neue Av- biitsordnuug betrifft, einer triftigen Grundlage soweit entbehre, als bei der Handhabung dieser Arbeitsordnung von den Arbeit­gebern gegen d's Gesetz in keiner Weise verstossen würde. Die Lösung bet Lohn frage will der Mistister dem Uebereinkommen der beteiligten Parteien überlasten. Die Entscheidring über die Beschwerde der Bergarbeiter in Westfalen dürfte erst in einiger Zeit erfolgen, da das Oberbergamt mit dem Stiüstum des Mate­rials noch nicht fertig ist.

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