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Kann ein Mann sich mit fünf:
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Gießen gebrachte Kranke kommen.
— Dann haben Sie
Ich wundere mich oft", sagte Chesley,
TeBephonöschep Kursbericht.
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Tendenz: fest. Banken und Schiffahrts-Aktien steigend.
Verantwortlich für die gesamte Redaktion: Aucuft Goetz,
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Ungar. Goldrente Italien. Rente , Portugieser I •'ortugiesen. UI Unif. Türken
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trüben Zeiten, da wir Deutschen das Volk ohne Stil und Stilgefühl, das Volk d.-r Nachbeter und Nachtreter waren. — Beim Durchblättern des Augustheftcs der „Deutschen Kunst und Dekoration" begreift man die Freude und Zuversicht des Verfassers, denn der größte Teil des Gebotenen gibt Veranlassung, für die Zukunft unserer jungen Kunst do° Beste zu hoffen Allen denen, die der Entwicklung unserer Kunst sympathisch gegen- überstehen, ist dieses Heit zum Studium ober zum Genießen zu empfehlen.
es wenigstens."
Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst.
Voraussichtliche Witterung in Hessen für Mittwoch, den 23. August 1905: Nach kubier Nacht tagsüber warmer, vorwiegend heiter; stellenweise Morgennebel.
Näheres durch die Gießener Wetterkarte.
Der letzthin gc« sichtige Hantierung ibiliarschaden cht. Die Niddaer eit stand, brauchte
hundert Dollar im Jahre bequem verheiraten?"
Hillscheid In unserem 'em Lande, die morgen, etwa mstes auf der bei die putqtn • Manche der Gottesdienstes Pfarrers, diese mes Sonntag- hmierseife nicht merkten, m ihre Plätze, mge Burschen Kehrseite der i-ßefbe schmre- alle auf Md m Wiesenbach, -u. Das Mittel nbrsetzt. zeGravelotie« -rein zu Ehren de nahm an der und Gcdachtnis- ckung des chrisi« Nachmittags ver- mm und die drei ,Harmonie" itn Jung spraj ’, fäilberfe du >och auf Kaiser itad) über die LieberhersteKung Zemstenheii und . aus das Vater- mgvereine trugen isliedem sehr zur
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Bänder zu Haufe ständen."
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populi" unterzeichnet, denn schon wieder?"
das mit derselben Gewiffenhastigkeit geschehen, wie etwa bei Arsenik, Opium und Strychnin. Der Alkohol sei ein ganz besonders heimtückisches Gift; denn er rufe Wirkungen hervor, die anscheinend nur durch erneuten Alkoholgenuß wieder beseitigt werden könnten (gerade wie bei Morphium und Opium), und die Aerzte seien von dessen Verwendung am Krankenbett in den letzten 25 Jahren immer mehr zurückgekommen. Man sage oft, daß Alkohol ein ausgezeichneter Appetitmacher sei; aber unser Appetit brauche keine künstliche Nahrung. Wenn der Körper Nahrung bedürfe, so verlange er von selbst danach. Nicht verdaüungsfördernd, wie man glaube, sondern schon in kleinen Mengen verdauungshemmend wirke er. Alkohol stärke auch nicht; im Gegenteil könne niemand zu physischer Vollkraft und Ausdauer gelangen, der sich auch nur im geringsten an Alkohol gewöhne. Das alkoholische Anregungsgefühl gehe schnell vorüber, um verminderter Leistungsfähigkeit Platz zu machen. Der Alkohol führe alle Neservekräfte des Körpers auf einmal ins Gefecht und vergeude Energie, anstatt sie zu erhalten. Völliger Bankrott der Kräfte sei die häufige Folge. Truppen, die Alkohol zu sich nehmen, können nicht marschieren. Bei den von ihm begleiteten Entsatztruppen von Ladysmith seien diejenigen Leute, welche Alkoholika zu sich nahmen, schnell abgefallen. Das habe sich so deutlich wahrnehmen lassen, als ob sie Zettel auf dem Rücken getragen hätten. So sei Alkoholgenuß auch absolut unvereinbar mit der Arbeit eines Chirurgen oder mit irgend einer anderen Arbeit, welche schnelles und klares Urteil verlange. In dieser Erkenntnis habe eine große Anzahl seiner Spezialkollegen den Genuß von Alkohol während des Tages ganz aufgegeben. Die Annahme, daß ein junger gesunder Mensch Alkohol nötig habe, sei einfach ungeheuerlich; im Gegenteil, er könne, solange er Alkohol zu sich nehme, nicht auf die Höhe seiner Leistungsfähigkeit kommen („cannot be fit“). Am besten werde er sich befinden, wenn er selbst Spuren dieses Giftes vermeide. Als Operateur sage er mit James Paget, daß die einzigen Menschen, die zu operieren er sich fürchte, die Trinker seien. Zum Schluß spricht Sir Frederick Treves die Hoffnung aus, daß durch das Gesagte seine Hörer gelernt haben möchten, so grundfalsche Än- sichten zu widerlegen, wie: „Ein Glas Portwein kann Ihnen nichts schaden."
• Humor des Auslandes. Das kleine Mädchen: „Ach, mein Herr, wollen Sie mir, bitte, die Tur aufmachen?" — Der Herr ist so freundlich, sie zu öffnen und fragt dann das kleine Mädchen: „Aber warum machst Du sie Dir nicht selbst auf?" — Das kleine Mädchen: „Weil sie frisch gc-
-0-. Hirzenhain, 21. Aug. Als der gegen 4 Uhr nachm. hier von Stockheim eintreffende Personenzug sich der hiesigen Station näherte, kam ihm in voller Fahrt ein Materialienzug entgegen. Nur durch den Umstand, daß der Personenzug wegen der Steigung sehr langsam fahr, gelang cs, die Zuge auf 'eine Entfernung von ca. 30 Meter zum Stehen zu bringen und so einen Zusammenstoß zu vermeiden.
Büdingen, 20. Aug. Bei der heute hier aus den meisten Ortschaften der Bezirke Altenstadt und Büdingen stattgefundenen Vertrauensmänner-Versammlung wurde Herr Landtagsabg. Bähr-Herrnhaag einstimmig als Landtagskandidat für die bevorstehende Landtagswahl wieder ausgestellt. Herr Bähr hat die Kandidatur angenommen.
p. Braunfels, 21. Aug. In feierlicher Weise wurde gestern die ,,Ka i ser - W il b c l m - W a r t e" ein geweiht. Auf einem schönen Platze erhebt sich der über 12 Meter hohe Aussichtsturm, dem Baumeister Seiler, dem Maurermeister Lin fi und allen Mitbetätigten große Ehre machend. Prinz Friedrich zu Solms, Fürst Georg Friedrich, sowie noch mehrere andere bobe Persönlichkeiten und viele auswärtige Gäste wohnten deut Festakte der Einweihung bei. Eingeleitet wurde dieser durch Jntonierung des Liedes: „O Täler weit, 0 Höhen" seitens der 11. Jäger zu Marburg. Dann trug der hiesige Männergesangverein ein Lied vor, und Baumeister Seiler hielt in poesievoller Weise eine Ansprache. Nach diesem „Spruch der Bauleute" folgte die Festrede, gehalten von Sanitätsrat Dr. Gerster. Die prächtige Rede endete in einem Kaiserhoch, das begeistert aus vielen hundert Kehlen ins schöne Lahn- tal hineinchallte. Nun beglückwünschte in kurzer Ansprache der Stellvertreter unseres Bürgermeisters den hiesigen Verschönerungsverein, dem das herrliche Bauwerk zu verdanken ist. Mit einem Vaterlandslied, gesungen von einem Mädchenchor, schloß der Weiheakt.
Hanau, 21. Aug. In der heutigen Versammlung des Vereins der Milchhändler für Hanau und Umgegend wurde einstimmig beschlossen, vom 1. Sept. d. I. ab den Preis der Haushaltungsmilch von 18 auf 20, den Preis der Flaschenmilch von 20 auf 22 Pfg. pro Liter zu erhöhen. Der Landrat des Kreises Hanau erläßt im Amtsblatt eine mit Zustimmung des Magistrats der Stadt Hanau und des Kreisausschusses entworfene Polizeiverordnung, welche für den Handel Mit Milch jeglicher Art scharfe Bestimmungen aufstellt. Zuwiderhandlungen gegen die 27 Paragraphen umfassende Verordnung werden mit Geldstrafen von 5 b30 Mk. oder entsprechende Hast bedroht, sofern nicht nach den allgemeinen strafgesetzlichen Vorschriften höhere Strafen zu erwarten sind. Tie Polizeiverordnung tritt am 1. Oktober in .Kraft.
Wiesbaden, 21. Aug. Die 35jährige Witwe Muß •u§ der Schwalbacherstraße wollte vor einem auf der steil ab- fahrcnden Straße rasch daherkommenden Automobil die Chaussee überschreiten. Dabei wurde sie erfaßt, etwa 50 Meter weit geschleift und so schwer verletzt, daß ihr Tod nach wenigen Minuten eintrat. Der Automobilbesitzer, den, wie Augenzeugen berichten, wohl kaum eine Schuld treffen dürfte, nahm die Leiche mit nach Wiesbaden.
Mannheim, 21. Aug. Auf den Bankier Dr. August Hohenemser aus Mannheim, der gegenwärtig in St. Blasien zur Kur weilt, wurde gestern vormittag dem „Mannh. Generatanz." zufolge ein frecher Raubanfall verübt. Ein Individuum gab vier Revolverschusse auf ihn ab, von denen drei glücklicherweise ihr Ziel verfehlten, während der vierte ihn am Arme verletzte. Als Täter wurde der 23jähr. Matrose Eberle aus Konstanz verhaftet.
** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Langenlonsheim kehrte in der Familie Secklcr der Klapverstorch aus alter Gewohnheit zum achtzehnten Male ein. — Die Freiwillige Feuerwehr in Offenbach konnte am Sonntag ihr sechzigjähriges Bestehen festlich begehen.
Kunst und Wissenschaft.
Berlin, 21. Aug. Ter Genremaler Karl Emil Döpler (der Aeltere) ist Sonntag früh nach kurzem Leiden im Alter von 81 Jahren gestorben.
Bremen, 21. Aug. Professor Heinrich B u l t h a u v t ist gestern abend nach langem Leiden, das seine Tätigkeit feit Jahren lähmte, gestorben. Bremen verliert in ihm eine Persönlichkeit, die lange Jahre der Mittelpunkt der literarischen und künstlerischen Interessen gebildet hat.
Paris, 21. Aug. Ter Orientalist Prof. O p p e r t ist im Alter voll 80 Jahren gest 0 rben.
— Die Entwicklung unserer Kunst. Dor kurzem hat die Firma A. Wertheim in Berlin eine Ausstellung neuer Wohnräumc und neuer kunstgewerblicher Gegenstände eröffnet, die dank ihrer Reich, haltigkeit und Gediegenheit allgemeine Bewunderung erregt. Unter Professor Curt Stoevings Leitung ist nach Entwürfen unserer bedeutendsten Künstler, wie Professor Behrens, S. Kaiser, W. v. Debschitz, R. 11. F. Wille, Professor A. Grenander, W. Thiele, P. H. Berlage, M. Baillic Scott, R. Riemerschmid, P. Troost, A. Huber, H. Haas, A. Koernig 2c. hier eine Reihe geschmackvoller Zimmer ausgeführt worden. Diese sämtlichen Räume sowie die besten Stücke der mitausgestellten kunstgewerblichen Gegenstände, wie Silberarbciten, Schmucksachen, Standuhren, Lampen, Porzellan- und Glasservice, Stickereien rc. sind in dem Augustheft der Darmstädter Kunstzeitschrift „Deutsche Kunst und Dekoration" (Verlagsanstalt Alexander Koch, Darmstadt. Einzelpreis des Heftes Mk. 2.50) abgebildet. Direktor E. Högg, ein Kenner moderner Kunst, sagt in der dieser Veröffentlichung beigcgebenen Besprechung: Ich möchte auf den Leser die Freude und Zuversicht binüberleiten, die mich durchströmt, wenn ich die neue Wohnkunstabteilung des Warenhauses A. Wertheim durchwandere, die Freude an so viel Schönheit und Fortschritt, an so viel Wagemut und an so viel Gelingen; die Freude, als Zeitgenosse miterleben zu dürfen, wie unter unfern Augen, neben uns, mit und durch uns, und doch uns selbst ein Wunder, eine neue Kunst nach langem Winterschlaf sieghaft elastisch, gleich einer Blume aus dem Moderboden der Traditionen hervor zum Lichte eines neuen Kunstsrühliug ° bricht: — und die Zuversicht, daß wir das Spiel gewonn-n habe», daß nichts uns mehr zurückwerfen kann in die
„was mein Ahne Adam sagte, als er Eva zuerst traf." — „War er ein Ahne von Dir?" — „Gewiß." — „Dann wird er sie wahrscheinlich gebeten haben, ihm zehn Schillinge zu leihen."
Arbeiterbewegung.
Nürnberg, 21. Aug. Tie hiesigen Portefeu illet schlossen mit den Arbeitgebern einen dreijährigen Tarifvertrag, woburcki neben Mindestlöhnen bie Arbeitszeit von 571/3
Diener (zum Arzt): „Es ist ein
. 68.76 . 96.70 . 137.40 . 136.90 . 211.00
193.25 . 147 30 . 166.40 . 171.60 . 145.10 . 19.10
Stummer im Wartezimmer, der Sie sprechen möchte." — Arzt: „Ein wirklich Stummer?" — Diener: „Ja, er sagt
aber er kann mit einer derartigen Summe nicht bequem verheiratet bleiben." — — Redakteur: „Hier ist schon wieder ein Brief von dem Spektakelmacher, der sich immer mit „Vox
Wöll!kMk!'t M?rM der ^nbrüfalls* in btt Sfnbt fließen
19. Woche. Vom 7.—13. Mai 1905. Einwohnerzahl: angenommen zu 28 000 linkl. 1600 Mann Militär. Sterblichkeitsziffer: 11,14 nach Abzug von 4 Ortsfremden: 3,71 °/w.
. 89.85 . 101.30 . 89.90 . 100.50 . 99.50 . 101 80 . 101.45 . 97.65 . 106.50 . 69.00 . 68.50 . 89.60 . 135.00
Originas-Iralilmesdnngen.
Berlin, 22. Aug. Der berühmte Physiker Professor Franz Reuleaux ist im Alter von 76 Jahren in seiner Wohnung in Charlottenburg gestorben.
Christiania, 21. Aug. Die norwegische Re» gierung hielt eine Konferenz ab. Wie verlautet, ist die Regierung der Ansicht, daß man auf die Anfrage der schwedischen Regierung dahin entgegenkommend antworten müsse, daß man Schweden ersuche, die Aufhebung der Reichsakte anzunehmen und durch Verhandlungen zu einer ersprießlichen Lösung der unionellen Frage mitzuwirken.
Wien, 22. Aug. In Czernowitz in der Bukowina wurde der Hofrat im Ackerbauministerium Friedrich v. Wazl bei einer Automobilsahrt durch einen Unfall getötet.
Petersburg, 22. Aug. Die Eröffnung der Reichsdunta wird im Februar in Gegenwart des Zarenhauses, der Minister und de§ ganzen diplomatischen KorpS stattsinden. Zwei Wochen vor der Eröffnung werden die Mandate der Abgeordneten geprüft werden. Für die erste Sitzung ist die Vorlage über Reform der Kommunal-Ver- waltung vorgesehen. Nachher sollen die Berichte der Minister und die Interpellation der Abgeordneten angehört werden.
Moskau, 22. Aug. Gorki ist hier eingetroffen, um mit einem Theater wegen der Erstaufführung seines Dramas ,,S 0nnenkinder" zu verhandeln.
Portsmouth (New Hampshire), 21. Aug. (Reuters Minister Witte dementiert die Meldung, daß Roosevelt ein Schiedsgericht für die Entscheidung der Streit- rafgen der Friedenskonferenz vorgeschlagen habe.
| 41/90/n Chinesen . . FJectric. Schnckert . Nordd. Lloyd . .
Krnditoktien . . . Diskonto-Kommandit. Darnistüdtor Bank . Dresdener Bank . . Berliner Hondelages. Oesterr. Staatsbahn . Lombarden , . , Gotthardbahn « , , Laurahfltte , , , Boehnm . . , . Ilarponer . . . .
St» atschatzscheine .
. 263.00
251.00
. 222.30
Vermischtes.
* Breslau, 21. Aug. Bei der heutigen Benzinexvlo- sion in der Adalbertstraße wurden außer dem Geschäftsinhaber vier Ingenieure und ein Chemiker der Rützerswerke- Berliu getötet.
* Nicht weniger als 907 Kilo Wurst wurden am Samstag als verdorben oder wegen Fäulnis in den Berliner Markthallen polizeilich beschlagnahmt und der Mdeckerei zur Vernichtung überwiesen. Um einer Anklage zu entgehen, hatten die Eigentümer der Wurst, Händler, selbst die amtliche Untersuchung beantragt. 6-egen deren Lieferanten ist das Strafverfahren eingeleitet worden.
* Mord und Totschlag. Auf einem Gut bei Zalesie fn der Nähe von Labischin lagen Husaren des zweiten Leibregiments einauartiert. Zwei Husaren gerieten in Streit. Ein Rekrut schlug ent eit im zweiten Jahre Dienenden ins Gesicht: dieser ergriff seine Lanze und durchbohrte den Rekruten, der sofort tot war.
* Bekämpfung der Bleigefahr. Die internationale Verein>"na für gesetzlichen Arbeiterschutz hat zur Bekämpfung der Altefähr in gewerblichen Betrieben, in denen Blei und Bleif'br-k't" ht größerem Maße zum Verbrauch kommen, zwölf Preise im Gesamtbeträge von 27 000 Mark ausgeschrieben. Die Verk'"'nbig'.mg des Urteils ist für spätestens den 15. Oft 1906 vorgesthen.
* Der Verbandstag der deutschen Touristen- und Gebirgs-Vereine, der seine vorjährige Hauptversammlung in Heidelberg abhielt, wird in diesem Jahre in Detmold, der wunderbar in nächster Nähe des Teutoburger Waldes gelegenen Residenzstadt des Fürstentums Lippe, stattfinden. Der Verband zählt 53 Vereine mit 130000 Mitgliedern. Samstag, den 9. September, ist die Hauptversammlung; Sonntag und Montag find Ausflügen in die herrliche Umgegend gewidmet.
• Neue Senkungen in Staßfurt. Wiederum macht sich in der Stadt Staßfurt die Einsturzgefahr geltend. Im Zentrum der Stadt im Bereiche des feit Jahren außer Betrieb gesetzten v. d. Heydt-Schachtes finden fortgesetzt Erdbewegungen statt. Der Schacht gehört dem Fiskus. Dieser hat bereits neun Häuser ankaufen müssen, die sämtlich abgetragen werden.
* Der Alkohol. Großes Aufsehen selbst im tem- perenzfreundlichen England erregte die Entschiedenheit, mit velcher Sir Frederick Treves, der Blinddarm-Operateur des Königs Eduard, sich öffentlich gegen den Mkohol aussprach \n einer Versammlung des abstinenten Frauenbundes der Thurch of England am 4. Mai 1905 (vergl. „British Medical Journal" vom 13. Mai 1905, S. 1053). Der 'wrühmte Chirurge bezeichnete den Alkohol als ausgesprochenes Vift. Gleich anderen Giften könne auch dieses in gewissen Fällen mit Nutzen vom Arzte ve^rdnet werden, doch müsse
Sandel und Verkehr. Volkswirtschaft.
Märkte.
Gießen, 22. Aug. Marktbericht. Auf heutigem Wocbenmarkr kosteten: Butter pr. Psd. 1.10—1.20 Mk., Hühnereier 1 St. 7—8 Psg, 2 Stck. 00—00 Psg., Gänseeier 15—00 Pfg., Enteneier 6—7 Psg., Käse pr.Stck. 6—8 Pf., Käscmatte 2Stck. 5—6 Pfg. Erbsen pr. Liter 21 Pfg Linsen pr. Liter 32 Pfg., Tauben pr. Paar 0,80—0,90 Mk., Hühner pr.St. 1,00—1,60 Mk., Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Enten pr. Stück 1,80—2,20 Mk., Gänse vr. Psd. 55-65 Pfg., Kartoffeln pr. 100 Kg. 7,00—8,00 Mk., Zwiebelnpr. Ztr. 8,00—10,00 Mk., Milch per Liter 20 Pfg., Aepfel ver Zentner 0 bis 0 Mk., in Körben 00 Psg Kirschen pr. Psd. 00—00 Pfg., Zmetschen per Zentner 0.00 Mk. Birnen per Zentner 0 bis 0.00 Mk. Weißkraut 0.10—0.15 Mk. Marktzeit 7—1 Uhr.
Tfirkenloso .... 4% Griech. Monopol.-Anl.
4°/0 äussero Arpentiner
Chef-Redakteur: „Was will er Redakteur: „Er schreibt, ob wir
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■r" nachmittag lb verletzte sich norden mußte; ? davon. Die l'lcr nach den Mendorf be.
also keine Sympathie für die Armen?" sagte der Mann mit dem Sammelbogen. — „Ich?" entgegnete der alte Knicker; „nanu, ich habe nur Sympathie für sie." — — Sie hatten sich über Ohren, Augen und Nase des Babys unterhalten. „Und ich glaube, er hat seines Vaters Haare," sagte die glückliche junge Mutter. — „O, er hat die also? Es fiel mir schon auf, daß sie fehlten", sagte das junge Mädchen, das sie kannte, ehe sie verheiratet war. — — Hill: „Also Fräulein Gadabout ist verlobt? Himmel, die ist ja wohl bald mit jedem Narren in der Stadt verlobt gewesen. Wer ist denn der letzte Idiot, den sie sich geangelt hat?" — Jinks: „Ich selbst." — — Sparsame Gattin: „Henry, wir müssen uns diesen Monat etwas einschränken. Kannst Du mir nichts sagen, das wir ganz gut entbehren könnten?" — Henry: „Nun, da ist Deine Mutter zum
1. Lebensjahr: 2.—15. Iah»
1 — —
Tuberkulose der Lungen
Lebensschwäche
Gehirnentzündung
Geisteskrankheit
Apoplexie ____
Summa: 6 (4) 4 (3) 1 1 (1)
A n m.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie oiek der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach
3’/2% Hessen
3*/2 % Oborhessen
Kinder
Zusammen: Erwachsene: im vom
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Frank la Tt «. Tfff., 22. Augast 1905. . 101.10 | 3% Mexikaner
nicht so gut sein wollten, ihm zu sagen, was „Vox populi" heiße."--„Macht Dein Mann Dich immer zu seiner
Vertrauten?" — „Ja, er erzählt mir alles von sich, von dem er fürchtet, daß ich es schon selbst herausgefunden habe.--
„Schuhbänder, Herr? Einen Penny das Paar." — Können Sie denn nicht sehen, daß ich Knöpfstiefel trage?" — „Gewiß, Herr; darum dachte ich mir gerade, daß vielleicht Ihre Schnürstiefel ohne
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Ach,. °°' 8™« bes 5 scheinend einen die b Achten ihn ^sten 60nn,
KeriÄtslaal.
Berlin, 20. ?tug. Eine allgemein interessierende Entscheidung hat das Ob?rverwaltunasgericht in der berannten^Rechts- streitigkeit eines M arbu r g er Vür g ers gegen dk? Stadt- verordneten-Versammlung zu Marburg wegen Anfechtung der S t a d t v e r 0 r d n e t e n w a h l e n gefällt. 91^ gesehen von anderen bei den Wahlen nach Meinung des Klägers vorgekommenen Unregelmäßigkeiten, aus bie sich bie Anfechtung des Klägers stützte, batte der Kläger die Stadtverordneten- wablen in der dritten Mteiluna auch wegen Wahlbeeinflussung durch den Oberbürgermeister angegriffen. Dieser hatte nämlich kurz vor der Wahl in einem Zeitungs-Eingesandt öffentlich erklärt: Wenn her Kläger als Stadtverordneter gewählt werbe, lege er (ber Oberbürgermeister^ fein Amt nieber. Tas Ober- Verwaltungsgericht findet in dem Verhalten des Oberbürgermeisters keine M->blbeeinflussuug. Em Oberbürgermeister sei durch seine amtliche Stellung durchaus nicht verhindert, sich öffentlich vor der W"hl für einen bestimmten Kandidaten auszusprechen. Dasselbe müsse selbstverständlich auch dann gelten, wenn er sich öffentlich gegen eine bestimmte Wahl ausspreche. Die Erklärung des Oberbürgermeisters, daß er int Falle der Wahl des Klägers sein Amt niederlegen würde, möge auf den Ausfall der Wahl von Einfluß gewesen sein, doch liege eine unerlaubte Beeinflussung nicht vor. Von einer solchen könne erst dann die Rede feht, wenn zur Herbeiführnna gewünschten Wahlergebnisses unlautere Mittel angewendet 'r- Mittel nach freier richterlicher " 'h^rrena"i'"7 hnn o<-vrtefrn wären.
)C in der hiesigen f in den Stifter der Krug v. Nidda Lerner hielt die 1 er' und zeigte be- >fem Gefühls * fi«s 1*
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