Louise Hilgardt
Alfred Mueller
Verlobte
Giessen, den 17. Juli 1905. 3818
Mittwoch 1V Juli 1905
Zweites Blatt
Nr. 167
General-Anzeiger, Am!;- und Anzcigeblat! für den Kreis Liehen
iMi
u.
haben.
Märkte.
Kursberichti
18. Juli Offizielle Schlusskurse.
VermUcbtes.
s
jcrfen
155. Jahrgang
Redaktion, Lrpedttion «.Druckerei- Schulstr. K. Del. Str. 61 ielegu-8U>x-» Ln-elga
Anfangs- . 206.90 . 238.50 . 144.30 . 251.00 . 218.50
4°/,i Italien. Rente , . , 4% Portugieser I . . , 3°/ Portugiesen. III ■ . 1% Unif. Türken . . , Türkenlose.....
4% Oriech. Monopol.-Anl.
Schlußkurse.
206.75
238.50
144.75
251.40
218.80
a. M.»
. 101.30 . 90.35 . 101.30 , 90.40 . 100.55 . 99,00 . 10155 . 100.90 . 98.20
Frankfurt
Reich sanleihd do. . .
Konsole . . . do.....
Hessen . . .
Oberhessen . .
Ocst. Kredit . .
Deutsche Bank Darmstädter Bank Bochumer Guß .
Da diese Sanierungs-Maßnahmen von einem Komitee in verstärktem Maße fortgesetzt werden sollen, ist zu hoffen, daß die Schnakenplage im größten Teil des Rheingaus bald ganz oder fast ganz unterdrückt werden wird.
3V2% 3"/, 3V,% 3% W/n
3°/o Mexikaner . . 4,/e9/s Chinesen . . Electric. 8 oh ackert .
Ifordd. Lloyd . .
Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatsbahu . Lombarden . . . Gotthardbahn . . . Lanrahütte . , . Bochum . . . . H arpener . . . .
Staatschatzscheine .
4xI6% Oesterr. Silberrei 4% Ungar. Goldrente
Denticbes Aeich.
Berl in, 18. Juli. Der Kaiser hat für die durch eine Flut zerstörte marokkanische Stadt Guanajuato 1000 Mk. gespendet.
— Man meldet aus der schwedischen Hafenstadt Hernoe- <and: Kaiser Wilhelm verbrachte den heutigen Tag an Bord der „Hohenzollern". Es herrscht Regcnwetter.
— Zu der Zusammenkunft Kaiser Wilhelms mit König Oskar wird der „Frkf. Ztg." von ihrem Stockholmer Speziallkorrespondenten noch folgendes gemeldet: Kaiser Wilhelm hatte den Wunsch geäußert, Stockholm zu besuchen, König Oskar aber bat, von diesem Besuche abzusehen mit Rücksich: auf die Ge,uhle der Norweger. Von den Chauvinisten wird diese zarte Rücksichtnahme dem König verargt, während die friedlich Gesinnten sehr erfreut dariiber sind.
— Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht folgende kcuser-
. 106.35
. 66.95
. 67.30
. 88.50
. 134.60
. 53.00
einer Einfriedigung bei der neuen katholischen Kirche.
«Glich mü Ausnahme bei Sonntag!.
Die ,Gietzrne» Zamtllendlätier- werden dem ,Hn3etqei viermal wöchenUtcb betgelegL Der Echejftütz« taiöetrt* eddjetnl monatlich einmal
. 67.90
. 96.80
. 136 00
. 125.10
. 206.90 . 189.10 . 144.20 . 156 90
. 169 90
. 143.80
. 18.25
' 261*50 . 251.20 . 219 30 . 100.65
Aks Ktadt und Kaud.
Gießen, 19. Juli 1905.
* Aus Eifersucht auf eine junge Schau spielerin hat die Frau eines Schauspielers gc- schossen, der in Brandenburg a. H. bei einer Gesellschaft, die im Sommertheater Vorstellungen gibt, engagiert ist. Er hatte an einer jüngeren, unverheirateten Kollegin Wohlgefallen gefunden und knüpfte mit ihr ein Verhältnis an". Schon oft war es deshalb zwischen den Eheleuten zu lebhaften Auseinandersetzungen gekommen, ohne daß der Mann sich dadurch in seinen Beziehungen stören ließ. Er hatte nun im „Pfarrer von Kirchfeld" mttge- spielt und sich mit seiner Geliebten nach Schluß der Vorstellung zu einem traulichen Beisammensein begeben, wobei das Paar von der eifersüchtigen Frau überrascht wurde. Sie zog einen Revolver hervor und schoß auf die Rivalin, welche durch mehrere Kugeln getroffen und schwer verletzt nach dem Krankenhaus gebracht wurde. Nach vollbrachter Tat begab sich die Frau des Schauspielers zur Polrzer und stellte sich selber.
• Festnahme eines Mörders. In einem Gast- Hause zu Elbingerode wurde der mutmaßliche Mörder des Oberpostpraktikanten Hehde aus Magdeburg durch den Gendarmen Köhler verhaftet und alsbald nach Wernigerode gebracht. (Vgl. unsere gestrigen vermischten Nachrichten.) ES ist der wegen Diebstahls vorbestrafte 20jährige Kellner Friedrich Nordhausen aus Wernigerode. Schwere Verdachtsmomente liegen gegen ihn vor.
* Kleine Tageschronik. Der seit mehreren Jahren Lei dem Landgericht I Berlin zugelassene Dr. jur. Richard L. hat sich in einem österreichischen Badeort, wo er seit etwa 5 Wochen weilt, erschossen. Dr. L. hatte, wie verlautet, protze Verluste durch das Fallissement einer Gasiernzünder-Gesellschait erlitten. — Im Dorne zu M a i l a n d wurden in der Nacht der elatue der Madonna del Rosario links neben dem vauptaltar Krone, yals- l-and und Rmge, alles aus massivem Golde mit (^»elstemen verziert int Werte von 50000 Lire geraubt. — In C h r t st e n s e l d e (Pommern) geriet eine scheu gewordene Rinderherde m eine föruppe Schulkinder Sechs Kinder wurden totgetreten, viele schwer verletzt.__
Ihnmfl id.eDni^
Cröto«Ö 56,1.
m Uk
'ernen. ÄM
s
• x,
31 j,%
4% Oesterr. Goldrento
ühroug, Maschine«' und Stenographie. Meld, unter 04762 an n^Wigeur^ ;n empfiehlt sich im II Leißzeugnahen. >,es Fach einichlage-'de m Untetröde, Hemden
Musslattungen.
S°«b°M unb S [orstosseJLL
ijß. proM^L—-—"
Berliner Börse vom 18. Suti 1905.
(Mitgeteilt von der Bank iür Sandel und Industrie, Gießen.) privat-Diskont 2'/. Prozent.
KkNdel u) b Deike!)r. KoUrswirtschaft.
Die Magen- und Darmkatarrhe der Säuglinge erfordern neben einer geeigneten Behandlung voll feiten des Arztes vor allem ein den erkrankten Verdauungskanal wenig belästigendes, geringe Verdauimgsarbeit benötigendes und deiinoch kräftiges Nahrungsmittel. Ein allen diesen Anforderungen entsprechendes, glänzend bewährtes Präparat ist Kukeke's Kindermehl, welches nicht nur die Nährstoffe in dem richtigen Verhältnisse wie die Muttermilch, sondern auch das leicht resorbirbare pflanzliche Eiweiß in Form oon Dextrin und Zucker enthält und daher sehr nahrhaft ist. Den Krankheitskeiuieii bietet es einen schlechten Nährboden und bringt dadurch die Gährungsvorgänge im Taruie zum Aufhören. Kufeke Mehl wirkt daher sogar im erkrankten Darme nicht nur ernährend, sondern tritt auch der Krankheit selbst entgegen.
^ädeben mi dwWtz atierinaea
u. Hausarbeit qejutfif 'f'sabethS 14, IL Ajcno
'Manu, tüchtiger tzcr, r nnt der Delikateß°u. ireiibrauche oertr. ist, «eheposienz. übern. Bouua.Rh.vostlag. ^austücht.,solid.,Wer- ch. 9)iann such I. sos. od. 'eschäi,. Am liebsten in rd.Flaschenbiergeschäit, i.u. 04719 a.b.ti.9L erb
Harpener Bergbau
Tendenz: Ziemlich fest.
Russische Käufer. In den letzten Tagen traten viele russische Käufer für unsere heimischen Anleihen auf; allerdings machte sich dies weniger durch Emportrerben der Kucke dieser Werte, als durch deren feste Haltung bemerkbar. Die Börse wurde- bei diesen Käufen weniger in Anspruch genommen; die Bant«r gaben aus ihren Beständen ab. Den Käufern scheinen aber die Verhältnisse ihres Landes derart unsicher, daß fie die erworbenen Papiere schleunigst bei der Reichsbcmk oder bet den Banken deponierten, die die russischeit Ordres ausgeführt hatten.
T e u t f ch e (Srruerbung in Sudwales. Aus London meldet mau die Erwerbung der dem südafrikamfchen Magnaten Henderfoll gehörenden, unaufgeschloßenen Kohlenfelder von 6000 Äeres Größe in Südwales durch ein deutfches Syndikat gegen Zahlung »oxi -/. Million Mr., >»ooon 60 000 Sftv. aB SnjaMutig ofovt geleistet wurden, während wettere c»0 000 Lstr. bei der Besitz- ibertraguiig im nächsten Monat zii zahlen ünb. Diese Erwerbung soll in interessierten englischen Kreisen sehr verstimmt
Franksurter A rb e i t s p s e r d e m a r k t. Der dies» jährige Arbeitspferdemarkt wird Mittwoch, den 2. August, aus den Reit- und Fahrplätzen des Landwirtschaftlichen Vereins in Frankfurt abgehalten. Durch die im Frühjahr erforderlich gewesene Neuerrichttmg von Stallu>ige>i für 200 Pferde ist das Pserdemarkt- Koniitee diesmal in der Lage, den meisten Anmeldungett zu entsprechen. __ _
MHMiz.
*) vom 1. August t c. bürgeriidjea Ä w eftr. 15, nächster Mr e. Auch habe ich noch h möbl. Zimmer (mit Pension) zu vermieten, zu ertragen bei Frau itt,Mltestr.28,I.E emvsiehll sich im Weist- zeugnähen sowie Anser- ^Ausstattungen, Unter. Kinderwäsche. [04764 bbelftrahe U p.
isuhrett
s angenommen, s"" >t IV, Zchühenslr. 10.
8. Baugesuch des K. Rftolans für die Roonstraße; hier: s Eingabe von Noll und von Wagner. 9. Gesuch der Firma ’ Georg Philipp Gail dahier um Erlaubnis zur Aufstellung 1 von Telephonstangen am Wismarerweg. 10. Anlage eines । weiteren Fußwegs vom Oswaldsgarten nach der Nordanlage. 11. Anlage einer Straße vom Seltersweg nach der Südanlage. 12. Genehmigung von Rechnungen. 13. Unter-! Haltung deS Forsthauses Hochwart; hier: Arbeitsvergebung. | 14. Errichtung einer Telephonverbindung von der Kläranlage nach dem Elektrizitätswerk. 15. Kaufvertrag mit Julius Bach. 16. Verkauf von Gelände aus dem ehemaligen Klingelbach von der Stephanftraße bis zur Löberstraße. 17. Verkauf eine? Grundstücks zwischen Roonstraße und Wieseck an Fabckkant Ed. Noll. 18. Verkaiif von Gelände an der Crednerstraße an Herrn Dämling. 19. Abgabe von Waldparzellen zur Vergrößerung des Exerzierplatzes.
Nche Verfügung: "Auszeichnung. Der Kgl. preuß. Kronenorden
Aus Beckcht vom 10. Juni ds. Js. will Ich der Stadt Frank- <yrafie wurde dem Oberleutnant Frhrn. v. Massenbach, ter“ r ?r am Sü9elabiutantcn Sr. K. H. bc5 Grvtzh-rzvgS Bon ®effen,
Abhang des Röderbergs, erforderlichen Griindeigentitms verliehen. , „
verleihen. Die eingereichten Pläne folgen zurück. Wilhelm., •» Der Vegetarismus in Südwestdeutschland.
— Anläßlich verschiedmtlicher Angriffe, welcheS^ßen btc Heidelberg hielt, wie uns von dort geschrieben wird,
Preußische 3 c n t r a 1 = ® en 0 f f e n f d) a f 15 F n f ie gerietet HamStag und Sonntag der deutsche Vegetarierbund zum
31 Juli 1895 ist^diese staatliche Anstalt begründet worden. In ersten male einen südwestdeutschen Bezirkstag ab, zu dem sich r 5 a a O. ist den Instituten, mit denen die Preußische Zentral- c{roa 170 Vegetarier und Lebensreformer aus Baden, Hesien, genossenschaftskasse in Geschäftsverkehr, treten darf, das Reckst b(?r Elsaß-Lothringen, der Schweiz, Württemberg und gegeben, sich bei ihr mit Vermogensemlagen zu betett'gm ^re eingefunden hatten. Am Samstag fand unter dem
KÄfS iu* ® Äb 1 Vorsitz- des' Ob--si«b-vrzt-S a. D Dr. m-d K « tz «u« Deger-
bnnf zu Halle, die Landesgenossenschaftskasse zu Hannover, dre (0(^ bei Stuttgart eme Versammlung statt zu dem Zweck, Landwirtschaftliche Zentral-Darlehnskasse zu Neuwied, die Bro- Publikum mit den Zielen und Lebensgewohnhetten der vinzialgenossenschaftAkasse su ^ofen, ,tue,“L’1; ! Vegetarier vertraut zu machen. Es wurden drei Vorträae Wormditt^häben von dieser Vefttguis^ Gebrauch gemacht und um über den Vegetarismus als moderne Lebensreform gehalten, Zulassung zur Kapitalbeteiligung gebeten. Der Finanz-1unt) zwar sprachen Dr. med. Sexauer aus Pforzheim über Minister hat diese Genehmigung erteilt Sncranf ^'e! naturwisienschaftliche Begründung und die gesundhett- Eröckerung einer en g e r In ter es seng em e in sch ast Bedeutung des Vegetarismus", Dr. Selß nu5 Frei-
‘”'3 i. Br. übet „Sie sittlich- Seit- d-s Vegetarismus Neuwied in den Tageszeitungen zurückzufuhren. Erne solche „„d Herr W. Maasdorf aus Karlsruhe über „Die wut- Zntevessengemeinschaft und die daraus sich,,ergebende wechse.- Notwendigkeit des Vegetarismus". Den Zlihörern
fettige Verständigung durfte dem ganzen Genonenschaftswesen nur 9 prächtig entwickelte Kinder Heidelberger Vegetarier
Ädln6 IS^un.31- Die „Köln. Ztg." schreibt in einer und etwa 100 Photographien, die auswärtige Vegetarier
Besprechima der Verhältnisie Samoa s, daß die neuesten mitgebracht hatten, vorgezeigt. Deni Verhandlungen des Be
rber Sluckland hierher gelangten Nachrichten zu Besorg- zirkstages, die unter dem Vorsitze des StadtratS G. Schupp wissen nicht Anlaß geben. Auch in amtlichen Kreisen habe auS Darmstadt m geschlosiener Sitzung stattfanden, wohnten Inan wie das Blatt erfährt, keinerlei Grund, für die politische nur die zum Bunde gehörigen Vegetarier und Lebensreformer
Entwickelung der Dinge SamoaS Befürchtungen zu hegen. bei. ®3.mürbe ein ^rbelt^nu§f^^l^^ emgefefet, be/(ncmJ^r°e
Stuttgart, 18. Juli. Die Kammer hat einstimmig gramm für die Arbeit der nächsten Zett beraten soll. Vor- oas Gesetz für Dienstaufficht über die Kaufmannsgerichte trage wurden gehalten: 1. Was können wir tun. zur^ Aus- angenommen, worin diese den Landgerichten unterstellt brettung unserer Anschauungen? Ref. Lehrer Sträßer auS \ I Caternberg und Kaufmann Elkan aus München. 2. Isege-
---- tarische Fehler und Sünden. Ref. Oberst a. D.^Spohr
Ausland. aus Gießen. 3. Laßt uns Taten sehen! Stadtrat Schupp
o , 1Q ft r■ MoraenblStter äußern sich aus Darmstadt. 4. Zweck und Ziele einer Bezirksorganisation.
London, 18. Juli. Die Morgenblatter autzern siiyi irektorial-Asiistent L. Flett aus Frankfurt a. M.
sehr erregt über bie Erwerbung einer engllsche - - Die Schnakenplage im Rheingau scheint
durch -m- deutsch- G°s-ll,ch°ft. D°r ü6crrodnbcn 8„ fci„, w-nigst-ns wird J-dcr, d-r
M°b°- erklärt, D°utschland, suche d - Ob°rhond zur z Rhrinuf-r z. SB. zwischen Walluf, Eltville und Er.
S-° zu erlangen, um di- englische Flotte zu rurnle „ronleniert finden, daß dort heute von Schnaken mchts r e n. Daher sei -s Torheit -mern deutschen Synd.kat zu g-. wie nichts zu spüren ist. Ti-S mag teilweise
flatten, ,-in- Gn.be zu ^fb-n, da der Gebrauch von^Kohl WitterungSverhMnisse zurückzusühren sein, teils aber wird
aus d,-i-r Grub- d-n d»ttschenKn-gssch.ff-n nn-U-b^-g-n I Rh-ingau ergriffenen Maßrez-ln zu danken
h-ü gegenüber d-n -n^'sch-n'Sch.^n g-b-n würde. D.es-Ib nämli|i) bcm AuSbrennen d-r Keller im Winter, und Mircht au^rt dre ,^all Man ^tte . ^aß man am Rh-inus-r zwischen Walluf und Erbach
rüchtls über den MkaufÄnes KoUenMbiet-s^in Wales alles Schilf, Wafferkraut welches Brutstätten für d.° durch eine deutsche Gesellschaft antwortete der Parlaments- Mückenlarven bilden kann, sorgfältig abhaut und kur., halt, sekretär Pretymann, er glaube nicht baß ein solcher'- — ------ -----m nprs
Kauf zustande kommen werde; es ser sehr zweifelhaft, ^ ein solcher Kauf Aussicht habe, zum Abschluß $n gelangen.
(Vgl. die heutigen Handelsnachrichten).
Paris, 18. Jttli. 'Auf der gestrigen Rohalisten-Ver- fammlung zur Begrüßung Buffets war unter den Rednern des Mends die Marqur,e de Mae Mahon Es wurde mehrfach die N0twendigkei keines Staatsstr eichs betont. Buffet erklärte sich, entgegenkommend, damit einverstanden. — Der Selbstmord Mrtons erfolgte wogen großer ^Ma?os'Vasarhely (Ungarn), 18. Juli. Der Zug- führer Benenck vorn 62. Jnfant.-Regiment führte Jemen Zug durch die Straßen. Als ein Oberleutnant vom 84. Jnfant.- Regiment dem Zuge begegnete, kommandierte Benenck m Ungar. Sprach- „Augen rechts-. Der Offizier üesi den Zugführer sofort verhaften und nach der Festung Klausenburg bringen. Er wird vor ein Kriegsgericht gestellt werben.
/MHb H fiy Q Rotattsntorud unb Berlag bex vrühllch«
* Der neu e preußische Oberstallmeister Frhr. v. Reischach gehört einem alten schwäbischen Geschlechte an. Seine Mutter war eine Frankfurterin, eine Tochter des Bankiers Peter Bonn in Frankfurt a. M. und einer geb. Cotta. Von auffallend guter äußerer Erscheinung — die Kameraden nannten ihn den „schönen Reischach" — und sehr sicheren weltmännischen Umgangsformen, war er Vortänzer auf den Hofbällen in jenen Jahren, da die Töchter des damaligen Kronprinzenpaares, die Schwestern des jetzigen Kaisers, noch unverheiratet waren ourg uLuiycn. - 7,7. \ r I unb man bei Hofe daher auch fleißiger tanzte als jetzt,
da Verfehlungen gegen die einheitliche Kommandchprache auss c^g^elang hat er bann als Hofmarschall den Haushalt schärfste geahndet werden. . , der Kaiserin Friedrich geleitet, bis deren frühes Ende
Salonik, 18. Juli. Eme griechische Bande ^en ein Ziel setzte. Herr v. Reischach galt schon Übersiel eine Kapelle bei Mesimen (Kreis SSobena), er-l Leutnant seinen Kameraden als ein Vorbild m
schlug den exarchischen Priester un d d r ei Bau,er n. ^erug auf Haltung und besonders auch auf Kleidung. Frau Bei der Verfolgung durch Militär wurden vier Griechenwill wissen, daß er es gewesen sei, der als Erster getötet. nn stelle des früher modisch gewesenen fast trikotartig eng-
------——■—■— 1 anschließenden Beinkleides das wette, vorne die Bügelfalte zeigende einführte, wie es heute noch getragen wird. Und auch die jetzige Form des Ueberrocks mit den tn gerader , , Anie parallel laufenden Knöpfen, die früher an den
** Tagesordnung für die Sitzung der roeit auseinander bogen, führt man auf ihn
Lt°dtv-r°rdn-t°n.V-rs°mmIur,g »««»'n'ffi Fr-ih-rr v. R-.sch°ch ist feit 1887 mit d-r Prm- iafl d-n 20. Jul, wr An d-r -fsin Margvr-t- von R-tibvr v-rh-irat-t.
1. Mitteilungen. 2. Baugesuch de^ W. Valent f I @in9e interessante Auktion wird am Beginn
Hardt 12; hier DispenS. b. Baugesuch deS K L nächsten Monats in Berlin stattsinden. Am 3. August
samen für den Wismarerweg (Fe dscheuer), hier - D'spe^- ^au§ Wilhelmstraßc 59, Ecke der Leipzigerstraße,
4. Baugesuch des ^.or” f(^ke Setters- öffentlich meistbietend versteigert werden. Dies geschieht im
hier: Dispens. 5. Baugesuch de-> -l. Geiße für Auftrage der Erben des kürzlich verstorbenen Rentiers Dr.
weg und Kaplansgasse; hier: Durchführung der D in Hamburg. Zu diesen Erben gehört
41/,0/0 äussere Argentiner . 44.40 Tendenz: fest.


