Samsrag ZI. Januar 1905
•Xr. 18
General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Giehen
Kolonialvost
Vermischtes.
RotanonSdruck und Verlag der Brühl'fch« UniDetfitätßörudereL ÖL Lange. Bretz«.
Redaktion, Expedition u. Druckerei Schulstr. I.
Tel. Nr. 6L Telegr^Ädr. i Anzeiger Bietzen.
Bodelschwinghschen Reformen und die Ausgestaltung des Swtionswesens bezeichnet. Als Besirksdelegierter wurde Pfarrer Franke und außerdem -auf Vorschlag des Provin- zialdirektors Geheimrat v. Ga gern -Mainz Kreisrat S t c c g-Ovpenbeim gewählt. Ministerialrat Geh. Rat Braun-Darmstadt äußerte sich dann über das Thema „neue Statuten" und empfahl eine Geschäftsordnung. lieber, die Aufhebung der Verbandsstation Wallmerod entstand eine Diskussion. Landrat Wussow frrrg, ob die! Aufhebung der Station nötig gewesen sei. RegierungK- rat Seidel- Wiesbaden betonte die Notwendigkeit der Auf-
«Hessischer HöermeiKerlag in Darmstadt.
R. B. Darmstadt, 20. Jan.
gr1d)etnl tt-ltch mit Ausnahme des Sonntag».
Die Lietzener ZamtlienblStter" werden dem
Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der
CanOiDUt** erlcheuu monatlich einmal
Aus Stadt und Land.
Gießen, den 21. Januar 1905.
angenommen. ,
x Grünbery, 20. Jan. Diese Woche fand m An- Wesenheit des Vertreters des Kreises Gießen und des Kreis- schulinspektors eine ordentliche Schulvisitation in sämtlichen Volksschulklassen statt.
Marburg, 20. Fan. Der Verein Marburger Schuhwarenhändler, dem die hiesigen Schuhwarenhändler fast sämtlich angehören, beschloß in seiner gestrigen Monatsversammlung, trotz der enormen Preiserhöhung !in Schuhwaren, die hauptsächlich durch die Steigerung der Preise für die Rohmaterialien und Erhöhung der Arbeitß- löhne hervorgerufen worden ist, vorerst die alten Preise nach Möglichkeit beizubehalten. Sollten dagegen auch in Zukunft noch weitere Preisausschläge stattfinden, so müßte man mit der Zeit dennoch eine dementsprechende unvermeidliche Preiserhöhung stattfinden lassen. (H, 2.-Z.)
Kassel, 19. Jan. Die Einwohnerzahl unserer Stadt ist seit 1. Dezember 1900 um 11 254 gestiegen und beträgt jetz^ll 1 7 8 8. . , .
Hanau, 20. Jan. Den städtischen Behörden liegt em von einem Mitgliede des Stadtverordnetenkollegiums gestellter Antrag zur Beratung vor, der die Absendung einer Petition an die maßgebende Stelle um Beschleunigung der Verhandlungen und Vorarbeiten in Sachen der Fort-- lsührung der Mainkanalisation von Offenbach aufwärts bezweckt.
lieber den Hottentotten-Aufstand äußert sich Generalmajor v. Franyoisim Militärwochenblatt Er weist auf die Schwierigkeiten in diesem großen qebirgiaen Terrain hin und sagt über die Kampfesweise gegenüber den Hottentotten:
Der Hottentott ist nicht jo standhaft, wie der Herero, und scheut den Kampf Mann gegen Mann. Trotzdem ist er, gestükt aus «röficre JntE-M, Misere Sinne, besseres schießen und Retten Lt nort geffkttlicherer uni» ichwerer 31t fassender Neuner. Ties Mchtsassenlassen drückt Witbm in seiner Aufforderung -m den »ävit-in der Bastards aus. indem er fast : „AH knn Trtt so leicht Sie eine sreder" Diese Flüchtiqkeit ist Mr die Krieasübming um ib ermüdender, je mel>r unsere Truvve mit Troß belaste ich ..Bou Uffl not bave a fiqbt, Nou will onln b-we a nm," satte mitl890 General Mond. Treffender kann die Kriegführung gegew Dottan- totten nicht gekennzeichnet werden. Die Hottentotten sind auch nickt p verhaßt wie die Herero bei den BuMeuten und Bergdamara. Auf deren Unterstützung können wir also wenrei rechnen. ^o tres en diele Umstände zusammen, wodurch die Unterdrückung des Dotten- tottenaufstandes außerordentlich ersäWert wird. R'ckt zum mm- desten spricht dabei der Umstand mit, daß wir iM nördlichen Teüe t-es Nama-Landes durch den Äufstand gerade so überrascht worden lind wie durch den Herero-Aufstand. Auch iM äußersten Südosten ill dies der Fall gewesen . . . Gemeinschaftliche längere Operation^ von 1000 oder mehreren tausend Mann sind tm Nama-Lande aus- ^scklossen Solche Kräfte würden nur zusammengczogen werdens Müssen, wenn sämtliche Hottentotten ober, doch die Wrtbor- oder die Bondelzwartsgruppen sich vereinigen würden Für kürzere Zett M gescki lter zeitweiser Vereinigung und schneller Einkreisung ist lies wohl angängig, aber sehr schwierig. Augenblicklich sind dn Hottentotten in lauter einzelne Banden von 50 bis 300 Mann ^rstreut Diese Zerstreuung wird noch zunehmen, l^as ist einstweilen doch nickt zutreffend. Bei dm letzten Gefechten waren f- zu 1000 Mann stark.) Unsere starke Truppe wird also wohl ruf die guten Plätze dm Hochebene verteilt werden, und sie rmß verteilt werden wegen der Wasser- und Weideverhaltnisse
Als ein wesentliches Hindernis bezeichnet v. Francois t ie Schlappheit der Reit- und Zugtiere, ihre vielen Erkrank- Tngen und nroße Sterblichkeit.
** Beschäftigung Arbeitsloser. Die Mit- glieder-Bersammlunp des Vereins flür das Groß- herzogtum Hessen und die Provinz Hessen- Nassau zur Beschäftigung Arbeitsloser fand am 19. d. M. nachmittags im Magistratssaal im Römer in Frankfurt statt. Den Vorsitz führte Provinzialdirek- tor Geheimrat Dr. Br e i d ert - Gi e ß en und erstattete den Jahres bricht. Daraus geht hervor, daß der Verein 38 343.68 Mk. vereinnahmte und die gleiche Summe verausgabte. Das Kapitalvermögen beträgt 4382.50 Mk. Ueber die Arbeiterkolonie Neu-Ulrichstein wurde im Voranschlag die Einnahme mit 55 001.95 Mk. festgelegt, die «gleiche Summe für Ausgaben. Ausgenommen wurden vom Juli 1903 bis Juni 1904 im ganzen 424 Mann, gegen 472 im Vorjahre. Entlassen wurden 379 gegen 415 tml Vorjahre. Entlassungsgrund war in 271 Fällen der eigene Wunsch, in 16 Fällen war der Entlassungsgrund „nicht tadelfreies Betragen", in 29 Fällen Uebertritt in eine durch die Kolonie vermittelte Stelle. Iw ganzen waren 401 Deutsche in der Kolonie, 2 aus Frankreich, 12 ans Oesterreich, 7 aus der Schweiz, 1 Russe, 1 Italiener. Was das Gewerbe anbetrifft, so fanden Unterkünfte u. a. 185 Arbeiter, 13 Kaufleute, 27 Schlosser, 11 Bäcker re., es waren alle Gewerbe vertreten. Nach der Relegion waren es 293 Evangelische und 130 Katholiken, ledig waren 360, verheiratet 20, 32 verwitwet. Tie Kolonie verpflegte an 28 351 Tagen, gearbeitet wurde an 23 414 Tagen. Abgewresen mußten 78 Personen werden, wegen Ueberfüllung 7, weil nicht aus dem Bezirk 24, wegen Krankheit 12, weil in der „schwarzen Liste" 13, wegen Arbeitsunfähigkeit 4, zurü^ getreten 18. lieber einen geplanten Anbau entspann sich eine Diskussion. Provinzialdirektor Geheimrat b. Sagern- Mainz möchte nicht, daß die Kolonisten allzu lange aus der Kolonie sich aushalten. Ministerialrat. Geh. Rav Braun-Darmstadt ermähnt, daß die Zuschüsse zur Kolonie im hessischen Landtage Gegenstand einer Kritik gewesen feien Er beanstandet die beabsichtigte Errichtung einer Kegelbahn. Inspektor Ritte hat die Errichtung der Kegelbahn vorgeschlagen, um die Leute an die Kolonie zu fesseln, weil sie sich sonst Sonntags dem Trünke ergeben würden, v. Sagern möchte die für die Kegelbahn bestimmten 6000 Mk. für einen anderen Zweck verwendet wissen Ministerialrat Braun befürchtet die Kritik im Landtag die bei (d er Errichtung der Kegelbahn von nicht - • - - -—— ^""«rde. Pfarrer Wied-
imtt diesem Fragebogen den Innungen eine lock Ledeutungsvolle Aufgabe zugefallen sei, über »eit und Belehrung zu geben Zweck der heutigen Versamm- Lang sei. Der Redner geht nun auf die einzelnen Fragen näher Lin und empfiehlt, diese danach alsbald zu beantworten. Kon dem Ausfall dieser Erhebungen werde es wesentlich obhängen, ob das Handwerk auf weitere nachhaltige Unter- Stützung der Reichsregierung rechnen könne. Denn die weiteren Forderungen des Handlverks würden nur dann Aus
sicht auf Verwirklichung haben, wenn dieses den Beweis liefere, daß das Gesetz von 1897 auch seine Früchte getragen habe. Der Redner schloß mit dem Wunsche, daß die Erhebungen des Fragebogens zum Wahl und Segen des deutschen Handwerks dienen möchten.
In der hierauf folgenden Diskussion wurden noch zahlreiche Fragen gestellt und beantwortet. Obermeister Lantz- Darmstadt referiert u. a. als Vorsitzender des Ausschusses für das Lehrlinasprüfungswesen über den Stand desselben. Sekretär Engelbach teilt mit, daß der e-rst vor 2 Jahren herausgegebene Leitfaden für Handwerker bereits ------ ---- ~ «• ।
in über 8000 Eremvlaren verkauft wurde und daß er von Hebung aus fmanzrellen Gründen. Nach Beerndrguna der über 50 Handwerkskammern als offizielles Lehrmaterial Aussprache über den zur Vorbereitung für die Meisterprüfung benutzt toerbe; rat ti. (^r dti in g über bte außerhalb Hessens seien bereits ca. 5000 Exemplare ab- Er äußerte sich zuerst über dre^delschwrnhschen^ Grund-> gesetzt. Regierungsrat Noack sprach über das gewerbliche Schulwesen, in welchem eine große Zahl von Jnnungsmit- gliedern als Lehrer tätig seien; auch hier leiste der Leck- jfaden große Dienste, was auch Gewerberat Reuter für । die Vorbereitungskurse konstatieren konnte. Schliehlhch gab noch der Vorsitzende der Handwerker-Zentralgenossenschafts- kasse, Stadtv. Rockel- Darmstadt, einen kurzen Bericht über die Tätigkeit dieser Kasse. Seit der Begründung im Juli! v. I. habe das Institut bereits für ca. 40 000 Mk. Maschinen und Werkzeuge an den Handwerkerstand geliefert und ihm durch Lieferung guter und billiger Waren viele Vortecle zugeführt. Alle Handwerker sollten solidarisch nur noch ihre Maschinen und Werkzeuge durch diese Kasse beziehen, denn ihre Hauptaufgabe sei die Stärkung des Handwerkerstandes gegenüber der Großindustrie. Obermeister 5 a l X ül- richtete in einem Schlußwort einen warmen Appell an die sic Versammlung, eifrig für die gute Sache des Handwerks ohl weiter zu wirken, dann dürfe es voll Hoffnung in die r!' Zukunft blicken. — Der Versammlung schloß sich um 2 Uhr ein gemeinsames Mittagessen an.
Prinzipien, die dahin gehen, daß Bettler und Landstreicher an das Gericht gehören, während nur Mittellose und Sta^ tionsivanderer Stationshilfe bezw. die Hilfe der OrtÄ» armenverbände in Anspruch nehmen könnten. Sie hätten' dagegen die Pflicht, für die Unterstützung auch Arbeit zu leisten. Der auf den Stationen aufgenommene Stationswanderer müsse arbeiten. Die Dauer der Arbeit solle vier Stunden betragen. Die Art der Beschäftigung bestimmt der Stationsverwalter. Ausgenommen werden soll nur ein mit einem Wanderschein Versehener, der gegen 25 Pfg. oder zwei Stunden Arbeitsleistung erworben werden kann. Aus der Praxis ergab sich, daß alle diese Verpflichtungen verlangt werden, aber nicht aNe durchgeführt werden können. Das bezog sich besonders auf den Wanderschein, der mangels an Arbeitsgelegenheit nicht überall durch Arbeit erlangt werden könne. Die Arbeitsgelegenheit müsie also auf den Stationen weiter ausgebaut werden, nötigenfalls durch einen Arbeitsnachweis. Die Tendenz der Bodelschwingh- schen Reformen, meinte Referent, sei eine erziehliche. Der Stationswanderer solle zur Ordnung und zum Ehrgefühl erzogen werden mit Hilfe des Staates, von dem energisches Einschreiten gegen Bettler und Landstreicher verlangt werde. Dem Verbände erwachse die Pflicht der Neueinrichtung von Stationen in Arbeitszentren und Aufhebung überflüssiger Stationen. In d^er Diskussion nahm zuerst Landrat von Herzberg- Wiesbaden das Wort. . Er hat zwei Derpfleg- ungsstationen aufheben lassen, da sich aus der Praxis ergeben habe, daß Arbeit für die Stationswanderer nrcht vorhanden gewesen sei. Kreisrat Feh-Friedberg "betont,, die Notwendigkeit der Trennung der Stationswanderer von Arbeitsscheuen; diese gehörten ins Polizeiasyl. Provür- zialdirektor Geheimrat Dr. Breid e r t-Gießen betonte die Schwierigkeiten der Reformen und Landrat v. Sch wertzell (Ziegenhain) berichtete über die Station Ziegenhain und hofst, daß die Kreise pro futuro mehr Mittel zur Verfügung stellen, v. Gröning stellte den Antrag, eine1 Kommission einzusetzen, welche sich mit den ftaglicyen Bodeb- schwinoschen Vorschlägen befassen soll. Der Antrag wurde
Dem von der hessischen Handwerkskammer an alle Jnnungsvorstände ergangenen Ruf zur Mhaltung Einer dH gemein en Beratung der Obermeister über den von der Reichsregierung ausgestellten Fragebogen Jur $J.e Handwerkerinnungen haben die meisten der hessischen Obermeister Folge geleistet, sodaß die für heute vormittag 11 Uhr anberaumte Sitzung im städtischen Saalbau von 150 bis 180 Teilnehmern besucht war. Als behördliche Vertreter waren, wie bereits erwähnt wurde, Oberregierungsrat Wagner, Regierungsrat Noack und Gewerberat Reuter zugegen. Nachdem der Vorsitzende, Obermeister Falk-Mainz, die Versammlung bewillkommt und d en drei genannten Herren für ihr Erscheinen gedankt hatte, wünschte Oberregierungsrat Wagner den Bestrebungen des Handwerks und den heutigen Beratungen einen guten Erfolg. Die Feststellung der Präsenzliste ergab die Anwesenheit der Jnnungsvertreter aus allen drei Provinzen. Be- onders zahlreich waren die Innungen in Mainz, Darm- rtabt, Worms, Gießen und Offenbach vertreten.
Der Sekretär der Handwerkskammer, Engelbach, gab nun eine umfassende Erläuterung über den 20 Seiten starken Fragebogen. Ms vor ca. IVs Jahren im Reichstag der Antrag gestellt wurde, Mer die Durchführung! des Handwerkergesetzes vom 26. Juli 1897 Erhebungen zu veranstalten, erklärte der Vertreter der Reichsregierung, daß solche Erhebungen bereits in Aussicht genommen seien. Nun sei das Handwerkergesetz aber zum Teil erst ant 1. Oktober 1901 in Kraft getreten und man könne vielleicht etwas erstaunt sein darüber, daß jetzt schon Untersuchungen über seine Wirksamkeit stattfänden. Wirkliche Erfahrungen würden die Innungen erst nach ca. 10 Jahren mitzuteilen in der Lage fein. Die kurze Frist seit dem Bestehen des Gesetzes reiche nicht mis zur Durchführung größerer Aufgaben der Innungen, und zudem habe die Handwerks- ! ammer auf dem Gebiete der Regelung des gewerblichen Lehrlingswesens so umfassende und einschneidende Verordnungen erlassen, daß weitere Vorschriften seitens der Innungen nur in bescheidenem Umfange erforderlich waren. Die in Hessen bestehenden besonderen Verhältnisse in der Organisation und Interessenvertretung des Handwerks würden auch nicht ohne Rückwirkung auf die Beantwortung des Fragebogens bleiben. Eine Reihe von Fragen, welche, rD/ -- - - -■ . mfrtrrrr M^d-I
vielleicht in Preußen und anderwärts eingehende Beant-sozialdemokratischer ^ette kommen w . Ps ~ I Wortung finden könne, würden in unserem Bezirke weniger mann m^de ein Antraa anaenommen °bei
m Betracht kommen. Der Redner verweist auf die Frage des bahn. Schließlich em Antrag
gewerblichen Schulwesens, die Errichtung und Unterstütz- anderenKolonien
ung solcher Schulen, die Abhaltung von Meisterkursen, die Kegelbahn zrveranMten xie
Förderung der Werkstattlehre und andere Aufgaben hin, den 16 5 biAwfaminhtna mit dem
die in Hessen bereits in hervorragender Weise betätigt wer- des Verb and^^delegierV, a-'meinsani^ denselben den sind. Weiter das blühende hessische gewerbliche Schub-1 Verband für Verpflegung^ . Woen i
wesen, das unter Leitung der Zentralstelle für Gewerbe Delegierten zu toa§ . . jftrforae für
steht, die Förderung von Musterwerkstätten, die seit Jahren Kassel regte an, daß i bittet9 um Vorschläge,
mit staatlicher Unterstützung in bedeutendem Umfang er- treffen ^lle. Lw. ^wieriakeit bin die Fürsorge- richtet sind/ Es liege also im den Verhältnissen selbst- » Gagern weist^auf d,e Mh^enakit dr^sm,org-^ wenn eine Reihe Fragen von den hessischen Innungen nicht pfleglmge, meist ns deshalb die
beantwortet werden könnten; zudem finde auch ein großer landlichen Kolonre u^ , :mgen. $r ) f
Teil der durch das Gesetz von 1897 gestellten Aufgaben Kolon, ^en-Mrtchstem ftrr Zusammenbringen von durch die Zentralstelle für die Gewerbe ihre Bearbettungt Inspektor Ritte tf ^9 mit älteren Arbeitern Die! Ilebrigens stehe in Aussicht, daß die Reichsregierung an die sugendüchen^Fursorg m t t n ,$fr
Gewerbevcrcine einen ähnlichen, entschechund «bgeänderten Jngendüchen wurden d m M g l Untcrtiriiig/ Fragebogen aufstellen werde, sodafi im Verein mit diesem "ngsausschnß ^rde ü
ein genaues und Mverlässiges Bild von der Tnrchsührung ung der Für a ti?nen i m Gr o ßh cr zo g-
des Handwerkergesetzes in Hessen geschaffen twrben Wirb. c®/ffen unb der Provinz Hcsscn-Nassam 2er Vorstand der,Kammer vcr^nne durchaus nrcht, H es un° Verpflegungsstationen im
-----------------“4 SÄSl“ und der Provinz Hessen-Nassau fand die Klar v l> J o B ......11 llfir i'tii tirirnti ^Ti frmftTatcOaal im
Drittes Blatt. 155. Jahrgang
Gießener Anzeiger
über^oatum Soef en uno oer Provinz.vtntn»Jiu||uu |u»v am 19 d vormittags 11 Uhr im neuen Magistratssaal tm ^,ncr (n a-rankfurt statt. Es wurden tm vergangenen Satire 139 519 M!. verausgabt gegenüber 170075 Mir tm Vor abre an 190 387 Personen, gegenüber 231662 tm Vor
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• Anzeige des Vaters gegen den Sohn. Der Sohn und frühere Prokurist des Inhabers der größten Ha.n- burger Musikalienhandlung, Johann August Böhme, ist auf die 'Anzeige des Vaters wegen Wechselfälschungen und Unterschlagungen in der Höhe von 37 000 Mk. verhaftet worden. Die Firma ist in Hamburg außerordentlich angesehen und die Affäre erregt großes Aufsehen. Schon vor euuger Zeit wiirde ein Inserat in Hamburger Zeitungen, m dem angezeigt wurde, daß dem jungen Böhme die Prokura entzogen sei, viel besprochen. Der Vater hatte nämlich erfahren, daß fein Sohn seine Nächte in leichtsinniger Gesellschaft zubrachte und enorme Schiilden konrahiert hatte. Um sich sür seine Entlassung zu rächen, ging der junge Böhme systematisch I darauf aus, das Geschäft seines Vaters zu ruinieren. Gc bestach einen Haiisknecht und holte morgens in aller Frühe vre Geschäftsbücher auS dem Laden, um so die Weiterstlhrllng des Geschäftes unmöglich zil machen. Außer den Buchern verschaffte er sich noch eine Reihe anderer Geschüftsdommente, danmter das Testament seines Vaters, das er erbrach. -He Unterschlagungen und Wechselfälschungen beging er, wahrens er noch Prokiirist im Geschäfte seines Vaters war: d,e genauen Summen finb noch nicht festgestellt, doch 18
jetzt Wechselfälschungen in der Höhe von 37 000 wtk. ermittelt. Das schlunmste ist, daß eine Reihe von Hamburger eine Essener Firma in die Angelegenheit ver-


