Vermischtes.
Auf bem Berliner Polizei
präsidium erschoß sich ein angeblicher Journalist namens Stephan, der, ohne daß er eine Vorladung erhalten batte,
schließlich.
* Hamburg, 28. Jan. Der Kassierer einer hiesigen
Firma, Frahm, ist nach Unterschlagung von 70 000 Mk. mit seiner Frau flüchtig geworden. — Der
23jährige Buchhalter Petersen beging Wechselfälschungen in Höhe von 100 000 Mk. Eine mit 90 000 Mk. beteiligte Firma ist gedeckt. Petersen ist verhaftet.
"Oppeln, 28. Jan. Ein Gendarmeriewachtmeister fand bei einer Zigeunerbande zwischen Betten versteckt ein
VniversUäts-Nachrichten.
Derlin, 29. Jan. Unter dem Dors'tze des Geh. Nates von Bergmann tagte gestern abend eine Versammlung von etwa 1400 Nerz ten beh fs Stellungnahme gegen ms Vorgehen des Vorstandes br Berliner Kassenärzte. Es wurde eine Nesolution angenommen, die besagt: Die Versammlung erblickt in dem Vorgehen des Vorstandes eine ernste Gefahr für den ärztlichen Stand, weil es die wirtschaftliche Organisation und Einigung der Berliner Aerzteschaft auf Jahre hinaus vereitelt. Sie ersucht die Mitglieder des Vereins Berliner Kassenärzte aufs iringenbfte, sich zunächst bis 1904 zu verpflichten und weitergehende Verpfl chtungen zurück'.unebmen. — Auch die Berlin-Brandenburgische Aerztekammer sprach sich gegen ras Vorgehen des Vorstandes Berliner Kassenärzte aus.
Jena, 28. Jan. Geh. Hoftat Prof. Dr. Rudolf Süden, der bekannte Philosoph, hat einen Ruf cm die Universität Tübingen erhalten.
München, 28. Jan. De" Prinzregent ernannte den hiesigen Univerfitätsprofessor Geh. Rat Karl Theodor von Heigel zum Präsidenten der Akademie der W i fstensch a f^en.
auf seine mit ihm in Scheidung liegende Frau, die verletzt wurde. Er schoß bann auf sich und erhängte sich
durchaus vernommen werden wollte. Die Behörde stellte
Berlin, 28. Jan.
völlige Geistesumnachtung fest.
* Barmen, 28. Jan. Der verwitwete Bandwirker Stueting erschoß seinen sechsjährigen Sohn und darauf sich selbst.
" Ko bürg, 28. Jan. Ein hiesiger Gastwirt schoß
Prinzips. Die Besteuerung des Wertzuwachses hat in der Bürgerschaft sympathische Aufnahme gefunden, selbst die Kreise, welche es zunächst angeht, haben keinen oder nur schwachen Widerstand geleistet. Um so bemerkenswerter erscheint es, daß der einzige sozialdemokratische Vertreter in der Stadtverordnetenversammlung sich gegen die Steuer aussprach und sie ablehnte, obgleich keine andere Partei so scharf in der Verurteilung von Spekulationsgewinnen ist wie gerade die sozialdemokratische.
Frankfurt a. M., 29. Jan. Die Feuersicherheit unserer Stadttheater befdjäftigte die Stadtverordneten. Tas Schauspielhaus wurde vom Magistrat als allen Anforderungen genügend erackstet, während im Opernhaus die Schaffung zweier weiterer Ausgänge im Parkett als dringend notwendig bezeichnet wurde. Die Stadtverordneten bewilligten die dafür nötigen Mittel. Die beiten sollen sofort aus geführt werden. — Die Stadtverordneten beschlossen auf Antrag des Stadtverordneten Tr. Herder die Erhöhung der Steuer auf Luxuspferde von 30 auf 100 Mark pro Jahr und die Einführung einer Automobilsteuer für Luxusgefährte von 200 Mark pro Jahr. Tie Genehmigung des Magistrats steht noch aus.
Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Garbenteich feiert der Gesangverein „Viktoria" am 17. und 18. Juli d. I. sein 25- jähriges Stiftungsfest und am 20. Juli sein Fahnenjubiläum. — In Frankfurt wurde ein kleiner Knabe, Karl Hartum, auf der Friedbergerstraße von der Straßenbahn überfahren und getötet. — In der Nähe von Wega wurde eine Zigeunerbaude festgehalten, weil man sie im Verdacht hat, daß einer ihrer vierjährigen Jungen nicht ihr eigen, sondern einer Familie bei Seligenstadt geraubt worden sei. Die sofort benachrichtigte Mutter erkannte das Kind als das ihrige, war jedoch später, als der Junge vor der aus Kassel herbeigern ^ncn Gerichtskommisfion eine Zigarre ! rauchte, ebenso wie die Richter der Ansicht, daß der Junge offenbar Zigeunerblut in den Adern halun müsse Daraufhin ließ man die Bande samt dem Jungen wieder ziehen.
Handel und Verkehr- Volkswirtschaft
BerNuer Börse vom 28. Januar 1904.
(Mitgeteilt von der Bonk für Handel und Industrie, Gießen.)
Zu Beginn der heutigen Börse zeigte sich auf allen Gebieten recht zuversichtliche Stimmung, wozu bessere politische Nachrichten und nicht -um wenigsten die befestigte Haltung des Newyorker Markte- beitrugen. Im weiteren Verlaufe verstimmten mattere Kursmeldungen aus Paris, wo die Banken größere Reportkündig- ttngen vorgenommen haben sollen. Auch verlautet, daß in Paris große Tauschoperationen von dortigen Banken gegen amerikanische Bonds vorgenommen werden. In Baltimore und Ohio »Lbares war der Verkehr wieder äußerst lebhaft, doch nahm die Plah- jpetulatioa starte GewümreattscUtonen vor. Tie Stimmung aui
zehn starke Räuberbanden entstanden. Alle an die angeblichen Unruhen und an die Ernennung des Generals Jsisch zum Militärattacbee in Soeul geknüpften Folgerungen seien grundlose (Minbnnoen.
Aus Stadt und Land.
(ms.) Nieder-Moos, 28. Jam Die General-Versammlung des Kriegervereins verbunden mit der Geburtstagsfeier eröffnete der Präsident des Vereins mit einem Hoch auf Se. K. H. den Großherzog. Tie Jabres- rechnung pro 1902/03 wurde nicht beanstandet. Die Wie- /derwahl des Präsidenten sowie sämtlicher Inhaber der sonstigen Aemter des Vereins wurden durch Akklamation festgestellt. Sodann wurde der Beschluß gefaßt, eine neue Vereinsfahne anzuschaften. Nächstens wird dem Verein eine neue Fahnenschle'se zum 25 fahrigen Vereinsbestehen verliehen werden. Als neue Ehrenmitglieder wurden Lehrer Hederich und Gastwirt Muth zu Ober-Moos begrüßt. Tie Festrede zu Kaisers Geburtstag h'.eli das neue Ehren- mltglied Lehrer Hederich. Tann sprach Herr Brückner aus Sommbron.
R. B. Darm stadt, 29. Jan. (Eigener Drahtbericht.) Die Zahl der an der S a l a t v er g i f t u n g Gestorbenen beträgt heute bereits sieben. Es sind folgende Personen: Die Kocklehiettn Bertha Göhring, 35 Jahre alt, Frl. Luise Bernau, 38 Jahre alt, die Gemeindeschwester Agnes Wagner, 42 Jahre alt, die Dienstmagd Anna Hohen st ein, 18 Jahre alt, die Tienstmagd EliseKlingler,22 Jahre alt, und Adam Bemius, 6 Jahre alt. Im Elisabethsttft und im städt. Krankenhaus sind zusammen noch acht Schwerkranke untergebracht, deren Zustand zumeist als hoffnungslos betrachtet wird. Tas „Tgbl." führt aus, daß das Gift nur durch verfaultes Fleisch, etwa von einem wunden, eitrigen Finger, wenn auch vielleicht nur in ganz winziger Menge, an den Bohnensalat gekommen sein könne. Die Professoren B o st r ö m und Dr. G a f f k y in Gießen sind 'mit der Untersuchung beschäftigt.
Kunst und Wissenschaft.
Berlin, 28. Jan. Die Akademie der Wissen- ch a f t e n hielt abends eine öffentliche Festsitzung ab, die dem Geburtstage ihres Reorganisators, Friedrich des Großen und des regierenden Kaisers gewidmet war. Minister Dr. Studt war anwesend. Professor v. Walbeyer hielt die Festrede. Ter Dorützende verkündete im Auftrage des Kaisers, daß Profeffor K o s e r für fern Werk über den üebenjährigen Krieg den Verdnn-PreiS, der in 1000 Thaler Gold und der goldenen Verdun-Medaille besteht, zuerkannt worden sei. m „
Der frühere Leutnant Bilfe, der Derfaffer des viel erörterten Romans „Aus einer kleinen Garnison/' hat nun auch ein D r a m a geschrieben, das ,W a h r h e i betitelt ist.
Gerichtssaal.
Fran kfurt, 28. Jan. Frankfurter Blättern zufolge mürbe der „Homöopath" Felg entreu wegen Abtreibung und Abtreibungsversuchs xu 10 Jahre Zuchthaus und 10 Jahre Ehrverlust verurteilt. Hart erhielt wegen Blutschande 3 Jahre und 1 Monat Zuchthaus; die der Abtreibung angektagten Mädchen wurden teils freigesprochen, teils zu Gefängnisstrafen verurteilt.
— Lieber sterben als heiraten! Eine an dramatischen Szenen reiche Verhandlung, so berichtet das ,9t W. Tck vom 27. d. ans Wien, spielte sich vor dem Bezirksgerichte Joses- stadt ab, als sich der Schlofler Josef Spmmy auf Anzeige seiner ehemaligen Brant Gabriele St wegen Verführung unter nichtem- gehaltenem Ehegelöbniffe zu verantworten hatte. Er war des Tatsächlichen geständig, erklärte aber sofort, jede ve rdiente Strafe anzunehmen— und wäre es der Tod! — aber heiraten werde er die Anzeigerin nie! Diese begann händeringend zu schluchzen und rief aus: „Deperl! Mach' mach mich nicht unglücklich, ich kann ohne dich nicht leben, ich geh' m den 2ob !* Da sich diese Szene wiederholte, mußte das Mädchen während eines Teiles der Verhandlung außerhalb des Gerichtssaales bleiben. Der Richter versuchte, den Angeklten zu veranlassen, sein Eheversprechen zu erfüllen. Der junge Mann weigerte lich aber entschieden, das zu tun, imb führte für seinen Entschlim Grunde an, bte sich der Veröffentlichung entziehen. Gabriele K. wird wieder in den Saal gerufen, und der Richter hielt ihr ine Angaben des Angeklagten vor. Statt aller Antwort fällt sie ihm um" den Hals und ruft: „Komm doch wieder zu mir — td) werd ja jetzt anders sein !" Er wehrt sie ab und ruft: .Lieber den -tob ! Richter: „Solche Szenen können wir hier nicht dulden k Zeugin: .Ich will nur, daß er ums Hinnnelswillen wieder zu mir kommt: (händeringend): ich müß sonst sterben!" Richter: ,,Zu einer solchen Vereinigung ist das Gericht nicht da! Hier handelt es sich nur darum, ob er zu bestrafen ist!" Zeugin: „TaS will ich ja nicht!" Richter: „Das hängt auch gar nicht von Ihnen ab!" Zeugin: ,JD Gott! Ich werde wahnsinnig! (Zum Angeklagten:) So geh', Peperl! Versprich, daß du wieder zurückkommst!" A n g e k l.: „Rein, ich kann mit dir nicht leben! Wenn ich's verdien', will ich gestraft werden!" Der Richter erhebt sich zur Urtetlsoerkündigung — da narrt sich das M ä d ch en vor dem Angeklagten aus die Knie, faßt seine Hande und schreit r „Sei nur wieder gut imb versprich, daß du zu mir kommst! Der Angeklagte reißt sich los und ruft abermals: „Lieb er d en Tod !" Tas Mädchen schluchzt krampfhast. Der Richter nötigt sie aufzustehen und verkündet sodann da? Urteil: Der Angeklagte wird s r e i g e s p r o ch e n, da daS Gericht nicht die Ueberzeuguns gewinnen konnte, daß eine Verführung oorliege.
sd. D a r m st a b t, 28. Jan. Das vor kurzem stattgehabte Polizeikommissar-Examen haben sämtliche Kan- bidaten bestanden, und zwar: Bureauvorsteher Keil- Worms, Bureauvorsteher Martini-Mainz, Poli-eiwacht- meister Müller-Darmstadt, Feldwebel Schneider- Tormstadt, Polizeiwachtmeister Lindemann-Darmstadt, Schutzmann Breitbarth - Darmstadt. Feldw b?l HögnY- Alzetz, Oberfeuerwerker Kram er-Mainz und Polizeiwacht- meister K o w a l k e - Darmstadt.
Darmstadt, 28. Jan. Wie die „Darmst. Ztg." entgegen anderen Meldungen schreibt, ist im Befinden des an schwerer Magenaftektion erkrankten Prinzen Franz Josef von Battenberg etwas Besserung eingetreten.
Offenbach, 28. Jan. Ein schweres Unglück hat sich, He gemeldet wird, heute vormittag 1/211 Uhr int benachbarten Mühlheim im dortigen Farbwerk, norm. A. Leonhardt u. Co., zugetragen, indem unter lautem Knall ein mit komprimierter Lust gefüllter Kessel explodierte. Zwei dabei beschäftigte Arbeiter, die Schlosser Klein und Kaiser, kamen dabei ums Leben. Ter erste wurde völlig zerrissen, dem letzten wurde der
Brustkasten eingedrückt, sodaß beide sofort tot waren. Tie etwa achtjähriges Mädchen in gänzlich verwahr- Getöteten wohnten in Mühlheim und waren verheiratet. Zustande. DaS Mädchen soll, nach den vor-
ärt der Fabrik wurde Mauerwerk und an Fenster- ^nbenen Merkmalen zu schließen, die vor einigen Jahren scheibm durch bte Explosion rrhebluher Schadrn ange.1 g ^nnot)ct OTrfcf)rounbmc Elsk Kassel sein. Die ganze
Vom Odenwald. 88. F-m. Am 28. Fannar findel «and- wurde oerhastet und davon sofort nach Hannover dahier eine Sitzung des Hauptkomitees für den B a h n b a u berichtet. ...
Hirschhorn.Waldmrchelbach statt. In erster Linie Papenburg, 28. Jan. Dre große Besitzung soll über den Grunderwerb in den Gemarkungen Wald- deGrafen von Gaelen ist durch Feuer vernichtet rnichelbach und Heddesbach beraten werden. worden. Eine große Anzahl Vieh, sowie bedeutende Mengen
(s.) Wetzlar, 27. Jan. Gestern nachmittag besichttg- ÖC>n Heu- und Strohvorräten sind verbrannt.
ten mehrere Herren aus dem Gießener Hygie ni- • Ubine, 28. Jan. Eine italienische Alpenjäger- schen Institute ^t^ Führung des Privatdoz^ten verirrte sich bei einem Uebungsmarsch in
Ktßka t bie 1)^9« Hegen P4 l?pger ^rmsch-n Alpen im Schneesturm. Zwei Soldaten
als eine Stunde die Herstellung von Mikroskopen, ivcirro- 1 •
tomen, Projektionsapparaten usw. erklären. Alsdann statte- stürzten a b unb würben schwer verletzt.
ten sie noch auf kurze Zeit den Buderus'schen Eisenwerken ' Petersburg, 28. Ja«. In Kasstnowo (Gouv. einen Besuch ab, wo man in liebenswürdiger Weise die Rfaesan) starb eine aus sechs Personen bestehende Familie verschiedenen Hochöfen, Kesselfeuerungen und Maschinen- nach dem Genuß rohen Lachses. Die Aerzte stellten als räume zeigte. Gegen 7 Uhr abends fuhren die Herren Ursache Fi sch gift fest.
wieder nach Gießen zuittick. • Zu dem neuesten Liebes- bezw. EifersuchtS-
(ft-) Frankfurt a. M., 28. Jan. Das rasche ^fj^^!brama in Berlin wird noch berichtet: Der Produkten- tmn der Städte als Folge industrieller und gewerblicher ^^er Warembour, der die 24jährige Arbeiterin Berta Entwicklung bringt es nnt sich, daß Grund und B°. ermordete, ist ,-hr vermögend und betrieb in
den, bebauter und unbebauter, immer wertvoller ' . .. . , / ' '
werden. Große Flächen Landes, die als Garten- oder Acker- Reinickendorfer Sttaße 45 ^duttenha^ung. Sem^ land verhältnismäßig geringen Wert hatten, werden durch Eltern, denen das Grundstück gehött, übergaben ihm vor die Einbeziehung in den städtischen Bauplan urplötzlich in einem Jahre das Geschäft, das sie 33 Jahre lang betrieben ihrem Werte um ein Gewaltiges gesteigert und wenn gar hatten, setzten sich zur Ruhe und kauften eine Villa in Neuen- etn derartiger Komplex vom Verkehr noch besonders 6e* t)ogen. Vor zwei Jahren lernte der junge Mann im Gesell- günsttgt wird, so erwachsen den Besitzern solcher Lände- schaftshause in Reinickendorf beim Tanz die Tochter des reien Gewinne, die nicht fetten ein Vielfaches des ur- -^heiter Senftlebenschen Ehepaares, die damals in einer sprünglichen Grundstückwertes betragen. Natürlich bemä^ arbeitete, kennen und verliebte sich in das
hübsch- Mädch-N. Nachdem er das Geschäft van den Eltern erwarten lassen, und bei^der feinen übernommen hatte bewog er seine Geliebte bei rhm als Bitterung, die sie int allgemeinen für den Gang der Gehilfin iattg zu fern, und bezog bet ihren Eltmt m der Entwicklung besitzen, aehen sie selten fehl. Daß Wert- Liebenwalder-Straße ein möbliertes Zimmer. Warembour fleigerungen von Grund unb Boben, wie sie durch die na- war außerordentlich mißtrauisch und eifersüchtig — wie die türliche Entwicklung des allgemeinen Verkehrs, ganz Eltern des Mädchens erklären, ohne Grund. Seine Geliebte ohne Zutun des jeweiligen Besitzers, hervor- durste kaum mit jemanden sprechen, über jeden Gang mußte gebracht werden, ein geeignetes Vesteuerungs- rt$ ausweisen. In den letzten Wochen sprach er viel und objekt biDen, steht außer ^Uem Zweifel'.^rotzdeml einem .Julius", verntutlich einem Arbeiter, auf
entge"hen^lassen. D«s Ve^^^ an die^ndstücks- den er sehr eifersüchtig war. Das Mädchen wußte ihn aber aewinne zuerst mit einer Besteuerung herangetteten zu stets bald roxebtt zu beruhigen. Gestern aben ve eß fein gebührt der Stadt Frankfurt a. M., die damit auf Paar um 6 Uhr zusammen daS Geschäft m der Remtcken- diesem, wie schon auf so manchem andern Gebiet, ein borfec Straße. Vor der Tür teilte Warembour dem Mäd- nachahmenswertes Beispiel sozialpolitischer Einsicht gegeben chen mit, er gehe zum Schankwitt Kleinschmidt in der Reinicken- hat Tie Gelegenheit dazu bot eine durch das Wachstum dorfer Straße 43a, der fein Geschäft verkauft habe und Ab- deS städtischen Bedcrrfs notwendig gewordene Neuordnung feiere. Seine Geliebte aß daß Abendbrot zu Haue der Finanzen. Ten Kem der Steuerreform bildet die . i)Qnn einer Freundin Helene Faustmann nach
° PU 1 einem Geschäft, um Putzsachen zu kaufen. Um 9-/, Uhr
,am bcr iun9C nach Hause Daß das Mädchen ein- vorgeschlagen: Ms zu 30 Prozent des Wertzuwachses kaufen gegangen sei, wollte er nicht glauben Er ging hm- Mciben frei; von 30 biS 49 Prozent toerben 5 Prozent unter, um sie zu suchen, kehtte aber bald zurück. SemeAuf- der Steigerung erhoben, von 60 bis 74 Prozent 10 Prozent; regung war durch Alkoholgenuß noch gesteigert. Nach einiger bei 75 Prozent und darüber 20 Prozent. Man kann darüber Zeit kam bann Fräulein Senftleben zurück und stellte sich streiten, ob diese Städte daS Richtige treffen, ob nicht ne^en ihren Vater, der an der Kochmaschine stand und die eine andere Staffelung erwünscht gewesen wäre ob man neit la§- Warembour saß in der Nähe Senstlebens vor die Wertsteigerung bis zu 30 Prozent ßomfrei taffen unb - litternb auf einem Stuhl. Frau Senftleben war bk. SS Wfü ÄUfe *A. WM» w
Frage der als vielmehr dre Durchsetzung des! Küche. Aus bie tfcage, wo sie gewesen ser, erzählte daS
Mädchen von ihrem Ausgang mit der Fremidin. Warembour aber sprang auf, schrie sie an: „Das ist nicht wahr. Du hast Dich von Deinem JuliuS küßen taffen!* * zog sein Messer aus der Tasche und stieß ihr die Klinge bis ans Heft in di, Brust. Mit dem Aiifschrei: »Otto, was hast Du getan!, brach das Mädchen ins Herz getroffen zusammen. Run kam Warembour zur Besinnung, warf sich über die tödlich Verletzte und versuchte den Blutstrom mit feinem Taschentuch zu hemmen. Senftleben und fein Sohn riefen um Hilfe. Die Schwägerin, die über ihnen wohnt, unb fein Sohn holten zwei Aerzte, unter beren Hänben bas Mädchen aber starb.
* Ein heiters Vorkommnis wird uns aus einer hessischen Gymnasialstadt mitgeteilt, das ich anläßl-ch der Feier von K'aiftrS G'bnrt-tag ^getragen jat Der Direktor des Gvmnes^rns hielt die Festtede und sprach dabei über die hervorr,-en^e Haltung der h es sichen Division in den K'n an bcr Bergstraße egen die Armee der Badischen Revolutt on. Er nüpfte daran einige Anekdoten und erwähnte, daß ein unger hessischer Soldat, als feine Abteilung von den Aufständischen allzufehr bedrängt mürbe, durch das Signal, das er in der Stimme einer Nachtigall abgab, den Kampsesmnt der Soldaten wieder hob. Der Ncdner erinnerte an ein Wort, das Hannibal beim Uebcrgang über )ie Alpen seinen Puniorn §ngerufen haben soll: „Ta seht Ihr Taufende von Kriegern stehen, und rem einziger kann den Namen Hanno (Hanno ist der Name m "' rcr b .'rübmter Karthager, die sich alle durch große G'istekg gmwart ausgezeichnet haben sollen. D. Red.) führen. Äa nun ein Mitglied des Lehrerkollegiums der in den obersten Klassen im Munde der Schüler diesen Namen fuhrt, anwesend war, so kann man sich die Heiterkeit der Schüler erklären. Wer ich aber am meisten über die Stimmung der Schüler reute, ist sickierlim der jovial" Lebrer selber gewesen.


