Einzelbild herunterladen

Nr. 74

Zweites Blatt

154. Jahrgang

Eichener Anzeiger

Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.

General-Anzeiger, Amt;- und Anzeigeblatt für den Kreis Giehen

diktieren.

Die Heutige Kummer umfaßt 10 Seiten.

«^rtteratur und Kunst.

8L

iib-

Ci

ÄeMicki

Redaktion, Expedition u.Druckeret: Schulstr.7.

Tel. Nr. 5L Telegr.-Adr.; Anzeiger Gießen.

Die ^Siehener SGmilienblätteT* werden dem Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der «Hessische Landwirt' erscheint monattich einmal.

t6

t

Montag 28. März 1904

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'scheu > Universitätsdruckerei. R. Lange, Gießen.

Während auf dem östlichen Kriegsschauplatz außer den erwähnten kriegerischen ^Neckereien lein erwähnenswertes Ereignis vorfiel, überraschte der Dral)t Anfang der vorigen Woche mit einer schmerzlichen Hiobsbotschaft aus Südwestafrika. ES zeigt sich immer mehr, der Krieg gegen die Hereros ist kein Spaziergang auf dem Manöverfelde, wie ihn zu ihrem eigenen Verderben die unglücklichen Offiziere um den Major v. Glasenapp auf­gefaßt haben, die einerunerwarteten Verstärkung des Feindes" zum Opfer gefallen sind. Glaubhaften Berich­ten von alten Süd west afrilanern zufolge bestand dieseun­erwartete Verstärkung" aus Hereros, die sich schon vor Herannahen der Truppe hinter Hügeln, Klippen oder Büschen einzeln versteckt hatten und deren Rekognoszier­ung man versäumt hatte. Dann aber hat es wohl unseren Mannschaften an Pferden gefehlt, den gutzielenden Hereros rechtzeitig ausweickM zu können. Was soll man von unseren Soldaten erwarten, die aus der Ueberfahrt nach Südwestafrika über die besondere Kampsesweise der Hereros durch Vorträge belehrt werden sollten, wenn die Offi­ziere selbst noch so wenig davon begriffen haben? Major v. Glasenapp kann noch nicht einmal so schnell, wie es das moralische Prestige der Deutschen gegenüber den Ein­geborenen erforderte, die Scharte wieder auswetzen.

Je empfindlicher die Opfer find, die heute das Deutsche Reich in Südafrika bringen muß auch aus Kamerun kommen allerlei dunkle Auf st ands gerächte um sein An­sehen im schwarzen Erstell zu wahren, desto dringender wird die Frage nach den Ursachen des Auf stau des. Sicher liegen sie in ungeschickter Behandlung der Einge­borenen durch die Weißen, und das Gouvernement ließ.

Dckannlmachung.

In der Zeit vom 19. bis 26. März 1904 wurden in hiesiger Stadt giefunben: 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Siegelring, 1 Rosenkranz, 1 Zwicker und 1 Sturmlaterne; ourloren: 1 Kindermantel mit Kaputze.

Zugelaufen ist: 1 schwarzes Huhn und 1 Rattenpinscher.

Entlaufen ist: 1 rotgelbe Dächsel-Hündin.

Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen.

Gießen, den 26. März 1904.

. roßherzoglicbe« Vouzeiamt Gießen.

Hechler.

>IM

3m @L nnW*14 figjr

, /Tz

w*

ofÄi»'

die

Paul Hehse endlich begibt sich mu. seinemWald- priesteck' auf das in einigen seiner früheren Schöpfungen so glücklich betretene Gebiet, wo alte und neue Welt zu- sammenstoßen. Als zweckmäßige Neuerung wird es viel­fach begrüßt werden, daß von jetzt ab außer den Jahres­abonnements (12 Mt.) auch Quarraisabonnements (3,öOMk.) auf die neue Zeitschrift entgegengenommen werden.

Georg Hirschfeld: Nebeneinander. Schau­spiel. (S. Fischer Verlag, Berlin.) Geh. Mk. 2.. Das Drama stellt die Katastrophe einer Ehe dar, die sünsundzwanzig Jahre in '-treue und Liede gelebt war und doch nicht die rechte Grundlage hatte. Eine Vermögens-Katastrophe bricht herein und es wird offen­bar, daß das heilere Glück des Mannes wie der Frau auf Sand gebaut ist. Silur die Liebe bleibt unbeirrt in der Erschütterung aller Verhältnisse. Die Vorgänge sind äußerst dramatisch gestaltet, in einer kurzen Zeitspanne uno sehr lebhastentwickelt. Eine starke und reine Wirkung geht von dem Drama aus.

Dr. LudwigWüllner, der auch bei uns in G i e ß e n bekannt ist, wird ivieder Schauspieler. Er studierte ursprüng­lich Germanistik und wurde bereits in jungen Jahren Dozenl an der Technischen Hochschule zu Aachen. Dann siegte die Kniistliebe in ihm über den Triev zur Wiffenschast, und er wurde Schau­spieler. Wieder nach einigen Jahren überraschte er seine Freunde, indem er als Konzertsänger vor das Publikum trat. Aus der einen Sette begeistert ausgenommen, aus der anderen schars verurteilt, auch an dieser Stelle Hai man für und gegen ihn lebhast ge­stritten errang er schnell eine« Platz unter den Ersten. Jetzt will er aber Polyhymnia wieder Thalia opsern, er hat flch sür das Reue Theater in Berlin gewinnen lassen, das unter Rein­hardts Leitung schon manches szenische und schauspielerische Ex- periment gewagt hat.

Das neuer baute Stadttheater in Bielefeld wird am 8. April seierlich eröffnet. Es ist mit einem Kosten- ausivand von einer halben Million Al a r k, wozu bk Dür- gersthcrst als Snrgcbjüs einer Tcrmmlmrg 2Ö0,MO Ätt. freiwillig bei- sefieuert Hal, von der Stadt erbaut worden. Der Archrtett des neuen Hauses ist der Berliner Baumeister Bernhard Serring. Die Leitung free Theaters übenummt der bisherige Pächter des Thea- ter» m fcantturt e. O. Direllor Oskar Lange.

Tas Projekt eines Dkubaueä des königl. Schauspiel­hauses m Dresden ist an dem iderstand der Stände gescheitert. Kömg Georg von Sachsen Hal das Anerbieten des Odoliabrikaw«- erzienrats Lingner, das HauS zu bauer

Gegen die Besteuerung musikalischer Au f- ssihrrungen seitens der Genossenschaft deutscher Ton- jmr (Anstalt für musikalisches Aufführungsrecht) in Berlin n.j u nicht nur die bedeutendsten Konzertinstitute ener- ;r. Front, sondern auch zahlreiche Sängerbünde, sowie

^drückende Rlehrzahl der deutschen Musikverleger, durch . i-oj'.in ablehnende Haltung es unmöglich gemacht wird, daß i Aufführungsrecht an den bisher schutzlos gewesenen : 2 c n gesichert und etwa der Tantiemengesellschaft zuteil i dl. Tie Musikverleger haben aber wegen der ihnen - I;.L lenden Rechte das ausschlaggebende Wort zu sprechen, ! d»i Ache Aufführungsrechte der Musikwelt frei bleiben Kit nicht und werden dafür Sorge tragen, daß die reich- l Wülste Auswahl tantiemefreier Werke denen zur Ver- f jiltyng steht, die mit der genannten Anstalt keine Verträge c ch.Ueßen. Um den Veranstaltern von öffentlichen Musik- c-u prangen eine Richtschnur zu bieten, welche Werke sie c.i. ren dürfen, ohne in Rechte jener Tantiemenanstalt e greifen, sei den Veranstaltern empsohlen, die Er- x Mch.g der an der Anstalt nicht beteiligten Musikverleger r ji Die Allgemeine Aufstellung aufführungsfreier Werke ( (Trust Ehallier in Gießen zu haben, wo auch jede g sLui schte Information gegeben wird) zu beachten. Es ü ür.sdrückllch daraus lstngewiesen, daß ein VercraoS- a ^ilmß mit genannter Anstalt die Veranstalter vvn Mustk- am .i) Lungen kellieswegs vor Ansprüchen schützt, die die d « tnstalt fernstehenden Verleger und Kvmpornsten zu

M berechtigt sind; und das ist lallte geringe Anzat-l. B^Mtllch verteilt die Anstalt teine^eichnllse der x» bi ichr vevtretenen Werde, sondern nur eine Liste von K ar. c.nisten mit dem Vermerk, daß die Anstaltdas Aus- figSrecht an (?) Merlen der hier verzeichneten Ton- ,eG- vertrllt. B« nicht »anz sorgfalltger Prüfung M ül Der Leser das Fehlen des Wörtck)x»sden" d. h. ä jm itijcn, raunt bemerkeii und mancher Veranstalter wird in .vi er irrtümlichen Auffassung geneigt sein, ein Pausch- qt.oun zu bewilligen. Wer auf Grund oben erwähtller

mit

w

MM

fang Mall

Bei den letzten Reichstagsersatzwahlen, in Lüneburg, Eschwege uno Zschdpau-Ni.arieiiberg in Sachsen, fand ein starker Rückgang oe r sozialdemokrati- , chen Stimmen statt. Die Herren Genossen sind ver- olüfst und in ihrem starren Staunen darüber sprachlos geworden, steinen der uns vorlicgenoen sozialdemotra- ttschen Blätter jindet dafür Worte. Dieser Rückgang findet jctne Erklärung durch mannigfachie äußere, aber auch sehr erhebliche innere Grunde. Dte Hauptsache ist, daß nicht wenige von denMlllüufern", die bet den allgemeinen Wahlen zu Gunsten der anßerpen Linken demonstrierten, unter dem Eindruck des Dresdener Partellages und der parlamentartschen Unsruck>ioarlell der Sozialdemokratie wieder ins bürgerliche Lager zurückgekehrt sind, und daß die um Bebel, wenn heute Neuwahlen stattznsinden hatten, von ihren drei Millionen vermutlich einen erheblichen Bruche teil vermtsfen würden. Der Rückgang der sozialdemokra­tischen Waylstimmen bei allen Nachpxchlen ist eine so kon­stante Erscheinung, daß man mit Der äußerlichen lErklär- ung des Fluktuierens gerade dieser Wählerkategorie nicht durchkommt. Die bürgerli/h<en Parteien sehen Dte Möglich? leit dargetan, ein erhebliches Stück verlorenen Terrains wiederzugewinnen. Haben den Vortell dieses Rückschlages hter oder da diesmal für große Telle der bürgerlichen Be­völkerung des Reiches unerfreulich,e Richtungen bezw. un- syntpathtsche Persönlichkeiten, so sollte weiterhin gerade der Liberalismus den Erscheinungen bei den Nachwahlen den Ansporn zu erneuter Rührigkeit entnehmen. Altenburg und demnächst wohl auch, und mll wahrscheinlicherem Erfolge, Frankfurt a. O. böten gute Gelegenhell dazu.

See: Tateßen zu hören bekommen. 9lach einem Telegramm X. .Tally Telegraph" aus Tokio wäre es angeblich den Jopnnent gelungen, während des Bombardements von Zvr Arthur am 22. März den Eingang zum Hafen bura./ Versenkung von Schiffen zu sperren. 3000 Deutsche Offiziere und Soldaten hätten sich zur Aus- sihtmng der Tat freiwillig gemeldet. Tie ganze Nachricht Dni durch Nllllarows Tepesche als eine neue englische lup tressend widerlegt. Ein englischer Kaufmann, der taiJahre in Port Arthur gelebt hat und soeben in Shang- düi angekommen ist, bestreitet obendrein die Richtigkeit ta ckenchte von der ungünstigen Lage der Verteidiger. Er rrtläct, die Bombardements der Japaner hätten meist keinen eüfCibcn getan, da dte Häuser zu well zerstreut lägen und iie bieschosse häufig nicht explodierten. Lebensmittel kämen majaiu; mit Der Eisenbahn an. Derselbe Gewährsmann ntiiu i,' eine Einnahme Port Arthurs durch einen Sturm- «ür.'.fs sti unmöglich und es würde schr schwer sein, tau Aushungern den Platz zu nehmen.

General K'nropatkin ist am 26. in Charbin, M Hauptorte der Mandschurei, eingetrosfen und von uistjschen und chlliesischen Würdenträgern begrüßt worden, beamten Der chinesischen Bahn überreichten ihm ein .jtdi zenbild, der Gemeind erat eine Adresse mll 14 000 Rubel ju jjreien Verfügung. Es wird behauptet, er habe gesagt, taf Rußland, das bei Ausbruch Der Feindseligreiten seinen Vorbereitungen noch nicht fertig war, jetzt daransetzen wird, um Die Japaner aus Korea sest- iLillien, ihre Flotte und ihre Transportschiffe zu ver- illtcm und Den Frieden erst in Tokio selbst .

Vslühche Gagrsschau.

Vom neuen Reichsservtstnrif.

In derBerliner Ztg." wird Der Gesetzentwurf betr. Servistarif und Klasicneintellung der Orte einer Besprech­ung unterzogen. Es heißt Dort u. a.:Im ganzen sind 205 Versetzungen von Orten in höhere Servistlassen vor­geschlagen, Darunter Breslau, Köln und Leipzig. Möchte das an sich immerhin als eine kleine Verbesserung für eine Anzahl Unter beamten erscheinen, so kann es keines­wegs genügen; außerdem glauben wir in Der Aufnahme von Breslau und Köln in Klasse A den Preis zu etwlicken, um Den die Zustimmung des Zentrums zur Vorlage gewonnen werden solll" Am Schlüsse der Ausführungen wlld dann

Dolitische Wochenschau.

Tie Japaner füllen Die leeren Blätter Der Kriegs- lhvmik allwöchentlich gewisfenhaft mit ein paar eigentlich ergebnislosen Bombardements von Port Arthur aus. le- Zweck des Bombardements vom Dienstag (22. März) bei Dem sehr wenig heraus kam, war besonders dunkel. 6n plausibelsten ist die Annahme, daß die Japaner von der außerordentlichen Beweglichkeit des neuen Marinekom- MMdanten Makarow fürchten, er könnte die Keckheit hoben, ans Port iArthur auszulaufen und die glaite Erledig- un{ der japanischen Truppenlandungen in Korea durch einem kleinen Granatregen stören. Tenn die Eroberung der ßesiung scheint den Japanern ohne gleichzeitigen Angriff zu Lande ganz unmöglich zu sein. Ttese Keckheit hat denn ducy Vizeaomiral Mawrow in der Tat begangen. Er ist, sie er in einem Telegramm vom 26. an Den Zaren mit- teil., am letzten Samstag tatsächlich mit den Panzer- sihllckn, Kreuzern und Torpedobooten ausgelaufen, uir eine Rekognoszierung benachb arter Jn- selin vorzunehmen", wie er hinzusetzt. Jedenfalls wird nun allemächstens Weiteres von dem kühnen russischen

ll- gestützt

,en'we&b';

"l'enstrUe bei wa»- oberiiJjX- mau. nnönl^;

er oureaudienn r-ta'

IM an du üpiuy

tschenkow gingen Meldungen zu, _ ,

Vormarf ch längs der Linie Pjoengjang im mitt­leren Korea eingestellt haben. Auf Seiten der Ja­paner mache sich Unentschiedenheit bemerkbar. Sie wollen anscheinend einen Zusammenstoß mit den russischen Patrouillen vermeiden. Tie japanische Reiterei geht den Kosakenpatrouillen aus dem Wege und sprengt bei Begeg­nung mit letzteren unter Teckuna durch Infanterie davon. In Andschu, D. h. nördlich von Pjöngjang und östlich von Der MünDung des Grenzflusses Jalu, stehen 3000 Japaner, in dem benachbarten Paktschoen 1000. In Tschinampo, einem koreanischen Hasen südwestlich von Pjoengjang, ankern gegen 40 japanische Schlacht- und Transportschifse. Offenbar planen die Japaner, die russische Abteilung auf dem nördlichen Wege zu umgehen, und warten nur Die Zusammenziehung ihrer Armee ab. Jedensalls sind sie nicht mehr allzuweit von der starken Stellung der Russen am Jalufluß entfernt. Kleine Zusammen­stöße mit russischen Patrouillen halten sie be­reite zu bestehen, so erst am 24. bei Paktschön, die nur ihnen kleine Verluste gebracht haben sollen. Ter Weg zwischen Tschinampo und Pjoengfang wird so hergerichtet, daß er sich gut für Transporte eignet. Eine Hecresabteib ung von Drei Divisionen steht jetzt fast vollzählig bereit. Pjoengjang wird stark verschanzt. Tie Japaner beabsich­tigen augenscheinlich, diesen Punkt zu ihrer Operations­basis im Norden zu machen.

Eine Pflegers w. längere Zeil m em« tätig w sucht halb, äbi Lsserien unt 01631 an}

Kruilnu, in ftran! durchaus enahren, wilfr. id)on Kassiererin war, \k digsl ähnliche Stellt v unt 01633 an die öp-:..

Erklärung und Ausstellung ausführungsfreier Werke nicht sicher zu gehen glaubt, dem fei bei Neuanschaffung von Musikalien enrpfohlen,tantiemefrei" zur Bedingung zu machen, während er bei Gebrauch früher erworbener Muji- kalien durch erwähnte Ausstellung ausführungsfreier Werke genügend aufgeklärt wirb. Jeder Veranstalter von Mufik- aussührungen wird sich bald überzeugen, daß Der größte Teil Der gesamten Musikliteratur steuerfrei ist, zum min­desten aber nicht zur Verfügung Der Berliner Tantiemen­anstalt steht.

Soeben erscheint das 4. Heft der Süddeutschen Monatshefte (Verlag der Süddeutschen Alonatsheste in München, Königinstraße öS). Der sozialpolitische Teil ent­hält eine objettwe llebersicht über Die Sozialdemo­kratie SüDdeutfch.lands, aus der Feder von Pfarrer Tr. Friedrich Naumann; ferner eine umfangreiche Ab­handlung, welche die Ergebnisse Der Kommission zur Unter­suchung Der industriellen Unternehmeroerbände mittellt und eines Der hervorragendsten Mitglieder dieser Kommission, nämlich Professor Lujo Brentano, zum Verfasser hat (Die bvabsichtigte Neuorganisation der deutschen Volks­wirtschaft"); für alle, Die an industriellen Unternehmungen beteiligt find, und alle, die Anteil an der Entwicklung unserer Sozialpolitik nehmen, dürfte das Studium dieser aufschlußreichen Abhandlung ein Erfordernis sein. Prosektor Dr. Eugim Mbrecht fährt mit feiner populären Darstellung der Ergebnisse der neueren Medizin fort und behandelt diesmal speziell auch Die Frage, ob Der Webs erblich ist. Eine Überraschung bietet der nächste kurze Beitrag: es sind Aphorismen, und der Kerfasser, Der Damit in seinem. Japre auf literarischem Grbiete debütiert, ist Adolf Oberländer. Tre 9leugefta1tung des von Franz LiSzt begründeten Allgemeinen Deutschen Nllrsikvereins beljanbclt Dr. Paul Mcasop, Der bei «Lejer Neugestaltung in hervor­ragender Wsife beteiligt war. Siegmund von Haus- egger, der glätrzenoe jugendlm>: Dirigent Der Fran k furter Museumskonzerte, bespricht in einem offenen Briefe Dte Tantiömenfrage. Aus Dem Vollen schöpft Ludwig Ganghoser mit seinem BeitrageDie 3äger", köstlichen Schilderungen aus Dem Volksleben Der Alpen.

1 ber Schneiderei, am $ fanuluncinidjL; tönrue üA i weigen nutzt machrn.^ yaiisergüsik

Fni- ~ ~ 1 etdlealic paii5iniu,_am liebsten r?> ^nie. Offerten uiua m die Ihueb. b. tüt.

Krau .. Laschru uWW».

01612] Swe Krau ,ich,m eügtla. te (.ui llederioachuntz y Oardeuen^emLchu SW WS

ohne sich Der Stimmung unter ihnen zu vergewissern, dem Waffenverkaus an sie freieste franD. Dabei verkannte Gouverneur Leut wein vor allem den instinktiven Rassen­haß, Der Den Neger gegen den Weißen erfüllt, besonders infolge der BesckZräntungen, die ihm die Herrschaft der Weißen in der "Freihell seiner Lebenshaltung auserlegt. Sich polizeilichien Jagdgesetzen nach reichsdeutscher Art zu unterwerfen, das Privateigentum anzuerkenueu gegenüber der Negeranschanung, daß Vieh und Weide Stammeseigen- tutn sind, über das nur Der Häuptling zu verfügen hat, für Käufe von weißen HäirDlern oft unter MißhanDlungen ft zu persönlich haftbar genrachik zu werden, das alles hat den

iKlN kl. 8» in Pflege . mu Wmng.

' mdieSEdmon^

. Warenh aui »em Bedmgmgen pachtnu «no

i

Ter Abteilung des russischen Generals Misch- angeborenen Haß gegen den weißen sDlann zur Flamme gen Meldungen zu, daß die Japaner den angefachll

~ Bei uns in Hessen ist den Herren Bolksschul-

lehrern wircher eine erfreuliche Ostergabe m teil ge­worden. In der Zweiten Kammer wurde Die Regier­ungsvorlage betreffend Die Gehälter der Bolksschullehrer angenommen. Danach beträgt nunmehr das Mindest­gehalt 1100, das Höchstgehalt 2800 Mk. Bezüglich Der Sonntagsruhe wird das Polizeistrafgesetz Dahm ab­geändert, Daß das Aushängen und Ausstellen von Waren an Sonn- und Festtagen nur während der für Den Haupt­gottesdienst bestimmten Zeit untersagt wird. Auch die Erste Kammer trat in Der vergangenen Woche zur Er- leDigung des Budgets und einer großen Anzahl anderer Gegenstände zusammen. Sie erledigte Die meisten in Ueber- einstmimung mit Den Beschlüssen Des anderen Hauses. Nur Dem Beschlüsse Der Zweiten Kammer, Den BunDesrat zu ersuchen, den Mitgliedern Des Reichstags Anwesen- heitsgelder zu bewilligen, stimmte sie nicht zu, obwohl Die Regierung erklärt halte, daß sie sich in Dieser Frage nicht ablehnend verhalle. Tie Zweite Kämmer beschloß aber, trotz des Volums Der Ersten Kammer, auf seinem Ersuchen zu beharren. Beide Häuser vertagten sich, soDonn, Die Erste Kammer voraussichtlich bis zum Anfang Des Sommers, Die Zlveite Kammer bis Ende April oder An-