Ausgabe 
27.7.1904 Erstes Blatt
 
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Erstes Blatt.

Jahrgang

Mittwoch 27. Juli 1904

Nr. 174

Erscheint täglich außer Sonntag-.

Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kesfischen Landwirt die Gießener Kamilien- Hätte? Dtermal in der Woche beigelegt.

9totartonSdruck ll Ver­lag der Brühl 'schon Unrvers.-Buch-u. Stein» druckerei. 8t Lang«. ÖUbafttxm, Erpedittoa und Druckerei:

Schul ft raße 7.

Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen.

FerniprechanlchlußNr 51.

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GietzenerAnjeiger

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Amts- und »nzeigeblatt für den Kreis Sieben W?Z

___________________________ ____ zeigenteil: Hans Beck.

Are heutige Kummer umfaßt 8 Seite«.

Bekanntmachung.

Betr.: Bläschenausschlag Großen-Linden.

In verschiedenen Gehöften der Gemarkung Großen- Linden ist unter dem Rindvieh der BlaSchenausschlag aus­getreten. Die durch § 50 des Reichsviehseuchengesetzes vom 23. Juni 1888 bezw. 1. Mai 1894 und des § 117 der Reichsinstruktion vom 27. Juni 1895 vorgesehenen Maß­nahmen sind angeordnet.

Gießen, den 26. Juli 1904.

Großher'.o glich es Kreis amt Gießen. I. V. Haberkorn.

Bekanntmachung.

Das Proviantamt hat den freihändigen Ankauf von Roggen und Roggenrichtstroh diesjähriger Ernte zu den gang­baren Tagespreisen ausgenommen.

Der Heuankauf wird nach Maßgabe der verfügbaren Lagerräume fortgesetzt.

Die Einlieferung der Naturalien Roggen jedoch nur in Waggonladungen von 10 oder 15 Tonnen kann an jedem Wochentage von 812 Uhr vormittags und von 24 Uhr nachmittags erfolgen.

Gleich nach Beendigung der diesjährigen Haferernte be­ginnt auch der Haferankauf.

Hanau, den 22. Juli 1904.

Königliches Proviantamt.

Bekanntmachung.

Wegen Vornahme von Pflasterarberten wird der Schiffenbergerweg zwischen Licher- und Bergstraße von heute an bis einschließlich den 28. ds. Mts. für den Fuhrwerksverkehr gesperrt.

Gießen, den 26. Juli 1904.

Gro ßherz«o g l'>'?s Kreis amt Gießen.

_________________Herberg._________________

Bekanntmachung.

Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Südanlage, zwischen Frankfurter und Bleichstraße, von heute an bis auf weiteres für den Fuhrwerks- und Fahrrad- vertthr gesperrt.

Gießen, den 27. Juli 1904.

Großherzoglime-5 Gießen.

Herberg.

Der Krieg zwischen Japan unö Zivßland.

Die Schlacht bei Taschilschtao.

lieber die letzten Kämpfe ist nun eine amtliche russische Meldung zu verzeichnen.

Petersburg, 26. Juli. General Kuropatkin meldet dem Kaiser vom 25. Juli: Erkundungen, die in letzter Zeit täglich in der Richtung auf Kaitschou und Siahotan aus- gesührt wurden, ergaben, daß der Feind den Kamm und die Abhänge der Höhen im Norden von Kaitschou zwischen der Eisenbahnlinie und dem Tale des Tsinsahe stark befestigt. Bei Hotsiatun ging der Feind am 25. Juli 5 Uhr morgens mit etwa zwei Divisionen aus der Front zum Angriff auf dem zwischen der Eisenbahn und dem Tale deS Tsinsahe liegenden Gebiete vor. Ferner entwickelte der Feind im Süden eine Division Infanterie zwischen der Eisenbahn und dem Dorfe Hotsiatun. Seine Hauptmacht zog er in der Richtung auf Datschapu, 13 Werst südlich von der Station Taschitschiao zusammen, während die japanische Reiterei sich auf dem linken Flügel bei der Eisenbahn befand. Der Vormarsch geschah ziemlich langsam und mit Unterbrechungen. 30 Geschütze deckten ihn mit ihrem heftigen Feuer, das von den Batterien unserer Nachhut erfolgreich erwidert wurde. Tas Feuer der japanischen Batterien war anfangs aus die Höhen bei Mahuntsuiki und Jaslinki, 10 Werst nörd­lich von Kaitschou, gerichtet, die allmählich von unseren äußeren Feldwachen geräumt wurden. Auf die vor­rückende japanische Infanterie eröffnete unsere Nach­hut Gewehrfeuer. Oberst Loesch führte die Nachhut rechtzeitig auf die neue Stellung bei Datschapu weg. Hierbei fuhren unscre Batterien, die mehrere m ale ihre Stellung wechselten, fort, das feindliche Arlillerieseuer zu erwidern und richteten ihr Feuer mtd) aus die Infanteriekolonnen des Feindes. Gegen 9 V2 Uhr morgend rückten zuerst drei Bataillone aus dem Tale deS Tsinsahe in der Richtung auf Taschitschiao vor. Auf dieser Linie hielt eine von unseren Abteilungen zwischen Tantschi und Taschitschiao eine befestigte Stellung besetzt, sowie eine Stellung sieben Werst südöstlich von Taschitschiao. Im weiteren Verlaufe des Kampfes ent­wickelten die Japaner in der Richtung auf Taschitschiao etwa eine Brigade Infanterie und außerdem ein Regiment längs des Tsinsahe nach Tantschi hin. Um 4 Uhr nachmittags stellte der Feind den Vormarsch ein.

Die Hauptmacht zog der Feind bei Mahuntsuitsi zusammen. Am Abend bezogen unsere Truppen die ihnen angewiesenen Biwaks, nachdem einige Abteilungen aus einer befestigten ©tenimg zurückgelaffen waren. Unsere Ver­luste sind noch nicht festge sie l ltr wie gemeldet wird, sind sie jedoch unbedeutend. Am Tage war es sehr heiß und eS kamen Fälle von tzitzschlag und Sonnenstich vor. Bei

Einbruch der Dunkelheit besetzte unsere Vorhut wiederum Tantschi.

Ein anderes Telegramm des Generals Kuropatkin an den Kaiser vom 25. Juli besagt: Auf der Süd front erneuerte der Feind am 24. Juli den Vormarsch. Der Kampf begann auf dem linken Flügel bei Tagesanbruch in der Nähe von Tantschi. Hierauf unterhielt der Feind 15 Stunden hin­durch ein sehr heftiges Artilleriefeuer. Das Artillerie- gefecht verlief günstig für uns. Die japanischen Batterien, 7 Werst südlich von Taschitschiao, verstummten um 4 Uhr nachmittags. Um dieselbe Zeit unternahm der Feind einen energischen Angriff bei Dafanschen, um das Zentrum unserer Stellung zu durchbrechen. Unsere Truppen schlugen alle Angriffe des Gegners zurück und alle unsere Stellungen wurden von uns behauptet. Der Kampf endete um halb 10 Uhr abends. Die Einzelheiten des Kampfes und die Verluste sind noch nicht bekannt. Der Abteilungs­chef, der den Vormarsch de§ Feindes zwei Tage lang auf- gehalten hatte, hat alle Angriffe der Japaner zurückgeschlagen und hat nach kurzer Rast, ohne vom Feinde behelligt zu werden, begonnen, allmählich nach Norden zurückzugehen.

Die russische Telegraphenagentur meldet: Eingegangenen Meldungen zufolge nahmen an dem Artilleriekampfe um Taschitschiao am 24. Juli auf russischer Seite gegen hundert Geschütze teil, Ihr Feuer, da? sehr erfolgreich war, fügte dem Feinde ernstliche Verluste zu, und zerstörte viele seiner Geschütze und MuniüonSwagen. Im Zentrum der Auf­stellung gingen die Japaner zum Angriff vor, wurden jedoch zurückgeschlagen. Am 25. Juli wurde den russi­schen Truppen befohlen, auf die Höhen sieben Werst nördlich von Taschitschiao zurückzugehen und diese zu besehen, was auch in voller Ordnung geschah. Die russischen Ver­luste am 24. Juli betrugen nicht über 50 Mann.

Die japanischen Verluste in den Kämpfen am 24. und 25. Juli sollen 38 0 Mann b etra gen.

Die Einnahme von Niutschwang durch die Japaner.

Nach einer Depesche auS Niutschwang von heute sind 50 Mann von der japanischen Kavallerie dort eingerückt. Auf den russischen Gebäuden weht die französische Flagge. Die Vorhut der Japaner ist am 26. d. MtS. früh eingetroffen. In der Stadt ist alles ruhig.

lieber bije Räumung von Niutschwang sendet der Kriegskorrespondewt desMatin" eine aus Niutschwang datierte Depesche. Er meldet: Sonntag abend nahm die Kanonade an Stärke zu. Die im Zentrum begonnene Aktion schien sich von Süden nach Osten zu bewegen Von dem Taschitsiao dominierenden Berge, der mit Geschossen über­hagelt wurde, gingen Flammenblitze aus. Man hatte als­bald den klaren Eindruck, daß die Russen eine Niederlage erlitten hatten Erst die Nacht unterbrach die Kanonade, die sechzehn Stunden gedauert hatte. Die Russen, die hart­näckig im Süden Widerstand geleistet hatten, schienen nach Osten zurückgedrängt. Es geht das Gerücht, sie wären im Norden abgeschnitten und umzingelt worden Die Russen haben dann Niutschwang verlassen. Die chirresischenWürden- trager haben die Leitung der Polizei übernommen, Pa­trouillen von Eingeborenen durchziehen die mit Chinesen gefüllten Straßen. Die Handelsflagge ist auf den russi­schen Gebäuden an Stelle der Militärstcnrdarte gehißt. Vom Bahnhof steigt eine dichte Rauchsäule auf; eine tropische Atm osph äre liegt über der Stadt.

Die Russische Telegraphen-Agenttlr tneldet ans Muk- den vom 25. o. M. In Sicht von Jnkau kreuzt ein japanisches Geschwader, das zwanzig Trup- pentransportschiffe eskortiert.

Beschlagnahme von Schiffen.

Suez, 26. Juli. (Reutermeldung.) Der Dampfer ^Formosa" der Peninsular and OrientaMnie ist von den Russen jim Roten Meere aufgebracht worden und kam unter russischer Flagge und mit russischer Bemannung hier ent. Die Beschlagnahme erfolgte durch den Dmnpfer der russischen FreiwilligenflotteSmolensk".

London, 26. Juli. Nach einer bei Llovds eingegan­genen Mitteilung erhielt die Reederei des DampfersC a l - ch a in Liverpool eht Telegramm aus Hongkong, nach welchem der Dampfer von der russischen Flotte beschlagnahmt wurde.Calchas" war auf der Fahrt von Pugetsormd (Nordarnerika) nach Japan und Hongkong.

Aus Petersburg meldet das russische Handelstele- graphenburemi vom 26. Juli: Die gestrige Mitteilung aus Petersburg betteffs der Resultate der unter Vorsitz des Großfürsten Alexei Mexandrowitsch stattgehabten Kon­ferenz sind falsch. Die russische Regierung ist nicht gewillt, das Recht aufzugeben, Schiffe der Freiwilligen Flotte in Kriegsschiffe zu verwandeln, analog dem Verhältnis der westeuropäi­schen Regierung zu den von ihnen subsidierten Dampfer­gesellschaften. Gleichfalls kann keine Rede von einem Verbot für die genanjnten Schiffe fein? unter der Handelsflagge die Meerengen zu passie^ ren. Nach dieser Meldung sind die Zwischenfälle wohl doch noch niM ans der Welt geschafft.

Russisches Kriegsmaterial.

Essen, 26. Juli. Bei der Firma Krupp liefen derart große russische Aufträge auf Kriegsmaterial ein, daß in den betreffenden Werkstätten fortgesetzt Uebelfchich- ten stattfinden.

Der Ausstand in Zeulsch-Südwestasrika.

Berlin, 26. Juli. Zum Stand der Dinge in Süd westafrika wird vielfach der Befürchtung Auödnlck gegeben, die Einkreisung der Herero um Waterberg, die als Vor­

bedingung zum entscheidenden Schlage zu bettachten ist, werde dem General v. Trotha nicht gelingen, oder wenigstens nicht so rechtzeitig, um ein Entweichen de§ Feindes in unerreicht- bare Fernen zu verhindern. Kenner der Verhältniffe be­haupten sogar, größere Trupps der Herero seien bereits auf nur ihnen bekannten Wegen, also unbehelligt, nach Norden abgezogen. Wenn dem so wäre, wenn infolgedeffen die müh­sam vorbereitete Operation des Generals v. Trotha nicht vollen Erfolg haben sollte, wäre das gar so tief zu beklagen? Zunächst käme eine Schlacht, die nicht ohne schwere Verluste auch auf deutscher Seite ausgehen würde, in Wegfall. Andrerseits ist zu berücksichtigen, daß die nach Norden ent­weichenden Herero schwerlich geneigt sein dürsten, auf deutschem Terrain zu bleiben. Der Boden hier ist heiß geworden, die Zeit des freien ungebundenen Lebens in der deutschen Kolonie für die Herero endgiltig vorüber. Von ihrem Standpunkt aus erscheint demnach als das Zweckmäßigste der Ueber- tritt über den nördlichen Grenzfluß auf portugiesisches Gebiet. Dott können sie sich durchaus als Wilde fühlen und gebärden angesichts der Hilflosigkeit der portugiesischen Kolonialverwaltung. Letztere scheint übrigens mit dem Ein­treffen der Gäste bereits zu rechnen. Sie erbat ans Lissabon militärische Hilfe, und sofott wurde eine Expedition abgeschickt, »um Angola gegen deutsche Uebergriffsgelüste zu schützen^, wie es in den offiziösen Zeitungen hieß. Diese lächerliche Verschleierling wird wohl selbst in Lissabon durchschaut werden. Vom deutschen Standpuntt ist es jedenfalls nicht zu be­klagen, wenn die Herero über die Grenze ins Portugiefische gehen, selbst auf die Gefahr hin, daß dem General v. Trotha der kriegerische Lorbeer versagt bleibt. Am Ende kommt Alles darauf an, die Kolonie militärisch so zu sichern, daß die Lust zu neuen Anfftänden den Eingeborenen vergeht.

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Berlin, 26. Juli. Sergeant Paul Schu bo th, l.Feltz- kompanie, geboren am 7. Dezember 1873 in Kliecken (Kreis Zerbst), früher im Infanterie-Reg. 93, ist am 21. Juli m Otjosondu am Typhus gestorben.

Osnabrück, 26. Juli. Pater Nachtwey sandte aus Owikokorero eine Nachricht, in der es heißt: Der Typhus steht im Bunde mit der List und Tücke desFeindes. Der Krieg wird noch sehr lange dauern und wird mit jedem Tage schwerer.

Politische Tagesschau.

Der Königsberger Freisprnch.

Fast von allen Seiten wird au dem Königsberger Zaren- beleidigungs- undHochverrats"-Prozeß nach dessen Beendigung scharfe Kritik geübt. Kein Rühmesblcüt in der Geschichte der preußischen Justiz, so lautet mit Uebereinstimmung das Urteil. Selbst dieNationalztg.", die ihre Wotte vorsichtig zu wägen, pflegt, spricht von einer unbedachten Inszenierung des Prozefles, für die besonders auch das Justizministerium der Vorwurf treffe, da nach Minister Schönstedts eigenen Aussagen unter erheblich« Mitwirkung der Justizverwaltung das Bcwfahren cingdeitet worden ist.

Wir glauben nicht, daß Derr Schönstedt noch in die Lage kommen wird, vor dem Parlament sich zu rechtfertigen; aber wir hätten einem sonst verdienten Staatsmann einen hefteten ^lbgang von der politischen Bühne gewünscht, als gerade dresen. Der^ Fall ist kaum dagewesen, daß erst im Verlauf der öffentliche Gerichtsverhandlungen, nachdem eine langwierig? Voruntersuchung slattgesiinden hat, das Gericht die Frage prüft, .ob überhaupt die Anklage die erforderliche rechtliche Grundlage besitzt. Alle die Erkundigungen, die durch Vermittlung des Auswärtigen Amtes über die Frage der russischen Gegenseittgkeit der Strafverfolgung eingezogen wurden, hätten ebensogut vor Monaten eingezogeu werden können. Ja, sie mußten im Interesse des Ansehens unserer Rechtspflege eingezogen werden. .Als der russische Bot­schafter in Berlin namens seiner Regierung den Sttafantrag gegen deutsche Staatsangehörige stellte wegen Zarenbeleidigung und Hockwerrats verübt an Rußland, da war der gegebene Augenblick, auf das genaueste nachZnforstben, pb das Gesetz der russischen Gegenseittgkeit vorhanden sei. Dazu bedurfte es nicht einmal eines großen Apparates: die arntlicke deutsche Neber- setzung des russischen Strafgesetzbuches gewähtte hinreichenden Auffchillß Zum mindesten lvären Zweifel erweckt worden, die durch Erkmrdigung bei der deutschen Botschaft in Petersburg als­bald ihre Bestätigung gesimden hätten. Dann gestaltete sich die Sache anders: die Staatsanwaltsckmft würde dem mssischen^Bvt- schastcr in Berlin kurzerhand mitgeteilt haben, daß dem Straft mittag nicht stattgegeben werden könne wegen Fehlens der russi­schen Gegenseitig kett, und übrig blieb allein die Anklage wegen Geheimbüirdelci zwecks Schriftenschmuggels naä> Rußlmid.

In unbegreiflicher Weift sind diese Sicherungen, aus denen dvch^ das Verttauen sirr Rechtspflege mitberuht, außer Acht gelassen worden. Was der nissische Botschafter in Berlin, was der russische Konsul in Könittsverg erklärten, das galt absolut autoritativ. Noch im Plaidover dielt die Staatsanwlltslbaft die Meinung aufrecht, die Zusage des russischen Boffchafters her* bürge die Gegenseitigkeit. Zum Glück falt sich der Gerichtshof dieser Anffchsung nicht angcschlossen: lvir hätten sonst d.rs »venig erbauliche Sckwuspiel erlebt, daß die russisckren Justizbebörden, die es sich .gestatteten, ein deutsches Gericht durch Niä'tl^ant Wartung von Anfragen nbrr ärgste ^rzögerung der Erledictimg zn verhöhnen, den Triumph einer Verurteilung von Deutschen imdi russisckiem Muster ernteten Der nlssistbe Jasttzmmister loar so gütig, den s!Beg zur Verurteilung noch in letzter Stundi' zu weisen. Naä> seiner Ansiä'l ft' die (^genseittakert verbürgt. Das Gericht lehnte es ab, diesen Weg zu betteten. Die Sta.tts- anwiiltschast hätte gut darnn getan, ebenfa, wft sie die Am- klage wegen Zarrnbeleidignna schließlich fallen ließ, auch dir Anklage wegenHockwerrab^' w-ciSruwünm. Eine imholtbnrr Stellung zu räumen, ist nicht unrühmlich

Was sagt denn unn der ReiiEinzler und Pttuiusch Ml- nisterpräsideut zu alledem? Die Stimmung in ber Crftcnflirtifiii ist seit dem Fall Mirbach ohnehin keme sirnndlich- Chaf Bülow'S Rückkel' von Rorderneh nach Berlin steht, wie hem mehreren Seiten gemeldet wurde, mit dem ruWchev SvmbfUt-