154» Jahrgang
Erstes Blatt
Palitilche Taqesschau
den Amts
Rom, 26. März.
me 'mit oer uninqen gemeinem ioeoi, angeiicqiy ut» Golfes, besten Gestade von poetischein Hauch, von Poesie
um fünf Uhr den Hafen, hohe Ordensauszeichnungen
den Amts» Nidda gern it Aus-
kchulstraße 7« tbrefle für Dcvefchen: llo^etger ©lefcetu gtn<»rtd)anld)lu6 Wr 51.
Kriegsschiffe verließ der König Von beiden Monarchen wurden verliehen.
in Dienst befindliche Polizeibeamte di Palo sei, der als erster den A n a r ch i st e n Grerrier verhaftet hatte, welcher gegen den königlichen Wagen seinerzeit Steine geschleudert hatte.
Bei dem Diner saß der Kaiser zwischen dem Minister Tittoni und dem Generalleutnant Brusati. Dem Kaiser gegenüber saß der König zwischen dem Fürsten zu Fürstcn- berg und dem deutschen Botschafter Grafen MontS. Während der Tafel konzertierte die Kapelle der „Hohenzollern". Nach der Tafel promenierten beide Monarchen eine zeitlang auf Deck allein. Hiernach erwiderte der Kaiser den Besuch des Königs auf dem italienischen Kreuzer „Agordat" und besichtigte das Schiff. Beide Monarchen fuhren dann im Boot deS Königs zu dem in Ausrüstung befindlichen Panzerschiff „Benedetta Brin", welches eingehend besichtigt wurde. Zuletzt wurde „Friedrich Karl" besichtigt. Von hier geleitete der König den Kaiser an Bord der „Hohenzollern" und verabschiedete sich herzlich von ihm. Unter Salut aller
«W,eben, stattfinden:
1. der OrtS- und Staatsbürger aus den in gerichtsbezirken Hungen, Laubach und legenen Gemeinden deS Kreises Gießen nähme der Gemeinde Ettingshausen
Mittwoch den 6. April d. IS., vormittags 91/* Uhr, in dem Rathause zu Hungen.
2. der Orts- und Staatsbürger aus den in
Realgymnasium und Jurisprudenz.
Auf Anregung von konservativer Seite in der zweiten sächsischen Ständetammer, die Llbiturienten der Realgymnasien wie in Preußen ohne Nachprüfung zum juristischen Studium zuzulassen, erwiderte Justizminister Dr. Otto:
„Das Realgymnasium soll nicht auf die Gelehrtenlauf- bahn vorbereiten. Wenn wir unsere Juristen nicht zu rein handwerksmäßigen Arbeitern heranbilden unb unsere Richter nicht bloß zu Banausen, unsere Rechtsanwälte nicht
gerichtsbezirken Grünberg und Homberg gelegenen Gemeinden des Kreises Gießen, sowie der Gemeinde Ettingshausen
SamStag den 9. April d. IS., vormittag» 9 Uhr, TDibern Rathause zu Grünberg.
?T3ir beauftragen Sie hierdurch, die betreffenden Personen gu beri Terminen vorzuladen und, wie geschehen, unter An- ktzck der Namen der Vorgeladenen, bis spätestens zum §4. Avril d. IS. anzuzeigen, oder zu berichten, daß niemand rooqu^ben war.
f alten sich derartige Personen auswärts auf, so wollen Lr dr-cen Aufenthaltsort angeben.
I. V.: Tr. W a g n e r.
Gießen, den 26. März 1904.
Bt-tr.: Die Ableistung des HuldigungS- und VerfaffungS- eideS.
Das Graßhenogliche Kreisamt Gießen an r ie Grotzh. Bürgermeistereien der AmtSgerichtS- teztt'ke Grünberg, Homberg, Hnngen, Laubach und Ridda.
Die Ableistung des HuldigungS- und VerfaffungSeideS btt in Ihren Gemeinden neu aufgenommenen Ortsbürger, sock derjenigen Großh. Hess. Untertanen, welche sich, ohne CttSbürger zu werden, verheiratet haben, soll, wie nachstehend
Die Monarcheuöegeguuufl in Yeapel.
Neapel, 26. März.
3-er König Victor Emanuel, begleitet von den £ IWtem Tittoni und Mirabello, traf heute vormittag 11 l Hit hier ein. Kurz nach 12 Uhr 30 Minuten begab sich der $ fölniq vom Königlichen Schlöffe, wo er abgestiegen war, in £ Sglräiung deS Minister« deS Aeußeren und deS Marine- rimiilarS unter Salut der im Hafen liegenden deutschen und i Maischen Schiffe auf die „Hohenzollern", wo er vom S Hiilcr Wilhelm am Fallreep erwartet wurde. Die Be- c nitzudig war überaus herzlich. An Bord der „Hohenzollern" V e-m Diner statt.
Btt dem Diner brachte der König von Italien in { tiiüik nischer Sprache folgenden Trinksruch auS:
3-nbem ich Ew. Majestät lebhaft begrüße, gebe ich der Freude 2 (eitrv.t, die ich beim Wiedersehen Ew. Majestät empfinde. In (5 in Niyestät erkenne ich unb mein Volk einen treuen, sicheren g j ttu ii b. Die Bande, die glücklicherweise seit so vielen Jahren u wit : eiben Staaten imter sich unb mit dem gemeinsamen Ver- b ülhiert vereinigen, waren bis jetzt das stärk st e Boll- ml itl des Friedens Europas. Diese Bande müssen neu bi M ryerden durch daS Vertrauen auf den Bund unb durch die unserer Völker, welche in der Vergangenheit durch die A'.L ckkeit ihrer nationalen, politischen Ziele zufammengeführt ro ii.-: -1 unb jetzt beseelt sind von dem gleichen Streben nach einer 3 iiLnll friedlichen Fortschrittes. Mit diesen Gefühlen trinke ich aus dc ai.l2e°hl Ew. Majestät, Ihrer Majestät der Kaiserin, der ganzen fa rtc: cten Familie unb ber ruhmreichen beutschen Nation.
Eiie Musik spielte die deutsche Hymne. Der Kaiser etrtibcrte in deutscher Sprache mit folgendem Trink»
zu Prozeßagenten berabsinken lassen woUen, so müssen sie die römischen Quellen fließend lesen und verstehen können. Tie Kenntnis der schwierigen römischen Pandekten ist nicht möglich ohne Kenntnis der antiken griechischen Welt. Alle Philosopheme, auf welchen die Pandekten beimhen, sind griechischen Ursprunges. Deshalb ist die Kenntnis des Griechischen von großer Wichttgkeit für die Juristen. Aber auch das Maß der lateinischen Kenntnisse der Realgymnasialabiturienten ist kaum ausreichend. Außerdem befähigt die philologisch-logische Schulung besonders für die Gese^s- auslegung. Das Realgymnasium ist mehr utilidarisch, nüchk- terner angelegt, während das Gymnasium von einem idealeren Zuge durchweht ist, der besser vorbereitet auf eine selbstlose Hingabe an ein künftiges Amt, was für den Richter von unschätzbarem Werte ist. Der einzelne Real- gymuasiast kann, wenn er hervorragend begabt ist, ein guter Jurist toerben, das ist aber bei dem Durchschnitt nicht der Fall. Ueberhaupt ist der juristische Beruf schon stark überfüllt. Wir steuern auf ein Anwaltsproletariat zu. Es gibt in den großen Städten viele Anwälte, die sich sozusagen durchwürgen. Möglich, baß wir bie Realgymnasien einmal zur Jurisprudenz zulassen müssen. Für jetzt ist der Zeit-
Inder Kammer führte Santini and, er glaube im Sinne deS Hauses zu handeln, wenn er den Präsidenten bitte, Kaiser- Wilhelm und König Victor Emanuel die Gefi'ihle erkennen zu geben, welche da? italienische Parlament für ihr neues glückliches Zusammentteffen hege. Er entbiete den beiden Monarchen seinen Gruß und wünsche, daß die Zusammenkunft den bisherigen ruhmreichen Frieden für lange Zeit besiegeln möge. (Beifall.) Der Präsident macht unter Hinweis auf die Bande der Freundschaft, welche die deutsche und die italienische Nation umschlingen, den Vorschlag, daS HauS möge seiner Freude über den durch die beiden Souveräne repräsentierten Bund der beiden Länder in einem Telegramm an Victor Emanuel Ausdruck verleihen. Der Vorschlag fand die einstimmige Billigung deS HauseS.
In politischen Kreisen hat dieser Kammer-Gruß und der überaus warme Ton der zwischen den beiden Souveränen gewechselten Trinksprüche großen Eindruck gemacht, umsomehr, als ein frankophiles Blatt insinuiert hatte, der Kaiser sei gekommen, um den Besuch LoubetS im voraus a bzu- sch wachen. Am meisten erstaunt ist man über das Hineinziehen des Kaisers Franz Josef in den Toast des Kaisers Wilhelm. Manche Politiker hoffen, dies sei ein Zeichen, daß Oesterreich geneigt sei, Italien Handels-Konzeffionen zu machen.
Der König sandte sofort nach seiner Rückkehr aus Neapel dem deutschen Kaiser folgendes Telegramm:
Ich danke Dir von ganzem Herzen für Deinen entzückenden, herzlichen Empfang unb spreche Dir nochmals bas Vergnügen aus, welches ich empfand, als ich Dich wiebersah. Der Präsident ber Kammer telegraphiert mir soeben, daß bie Kammer mit Einmütigkeit einen Antrag angenommen hat, durch den bie Gefühle der Ehrerbietung unb Bewunderung vor dem heldenmütigen Herrscher ber beutschen Nation zum Ausdruck kommen sollen. Indem ich mich diesen Gefühlen anschließe, beeile ich mich mit der größten Genugtuung, Dir hiervon Kenntnis zu geben. Victor Emanuel.
Kaiser Wilhelm antwortete mit folgendem Telegramm:
An Seine Majestät bett König von Italien, Rom. Ich habe soeben Tein liebenswürdiges Telegramm erhalten, für bas ich Dir lebhaft banfe. Die Stunben, welche ich mit Dir zusantmen habe verbringen können, waren nur zu kurz. Ich werbe stets an sie bie schönste Erinnerung bewahren. Die Nachricht von bem einmütigen, für mich so schmeichelhaften Beschluß der Kammer, die Du mir mitteilst, gewährt mir lebhafte Genugtuung. Ich empfinde dessen ganzen hohen Wert, und ich beglückwünsche mich im Interesse unserer beiden Nationen dazu. Tie Vertreter des italienischen Volkes haben bie Aufrichtigkeit ber Gefühle ber Freundschaft unb Sympathie, welche mich unb bas deutsche Volk gemeinsam für Italien beseelen, richtig gewürdigt. Ich drücke Dir herzlichst die Hand. Wilhelm.
Die Abendblätter heben die große Bedeutung der Trink spräche hervor. „Jtalitz" sagt: Niemals hätten wohl beide Herrscher so feierlich die Bande betont, welche beide Souveräne und Völker vereinen. Frankreick könne über diese warme Bestätigung des Dreibundes nicht erstaunt sein, denn Frankreich selbst habe eingesehen, daß die Grundlage seiner Politik, der Zweibund wie der Dreibund ausschließlich die Grundlage der italienischen Pvlttik bleibe. — „Giownale d'Jtalia" betont, daß die Drinksprüche besonderen Wert erhalten durch die große Aufrichtigkeit der Gefühle, die sie ausdrücken. Die Ultimen persönlichen Beziehungen zwischen den Herrschern Deutschlands und Italiens in den letzten 40 Jahren hätten dem Einvernehmen beider Staaten den Eh«akter größerer Herzlichkeit gegeben, als ihn sonst gewöhnliche Allianzen hätten.
Unter dem Titel „Auch wir" widmet der „Osservatore" dem Kaiser einen enthusiastischen Leitartikel. Nachdem das Blatt die Schattenseiten der falschen Zivilisation gegeißelt, die im Kampfe gegen die .Kirche bestehe, lobt er die wahre Zivilisation des durch die Läuterung des Kulturkämpfes> auf eine gute Bahn gelenkten De u t s ch- lands. Zum Schlüsse erschöpft sich der „Osservatore" in einem Hymnus auf den Kaiser und seine Regierung als Verkörperung dieser neuen zivilisatorischen Politik, die Deutschland ' zu einem der fortgeschrittensten und zivilisiertesten Lande mache. Der Artikel schließt mit dem deutschen Gruß „Willkommen".
sp irrt: .
'Denn auch, um von harter Arbeit auszurussen, mein Weg än.i Mberrlid)en Gestade de« schönen Vaterlandes Eurer Majestät qe ?*fhat, so folge ich dabei doch auch zu gleicher Zeit dem Zuge m 'n!--! Herzens, welches mich, wie alle meine Landsleute, immer wir-Ärr >m dem gastfreien sympathischen italienischen Volke zurück- w ~ ich habe heute die Ehre, zum ersten male Euer Majestät av Boden eines deutschen KriegSschisses zu begrüßen, und ich tua; ü mit einem Herzen voll Dank für den schönen herrlichen
i: men, den Eure Majestät mir soeben ausgedrückt haben. .7^;, cibundgedanke ist fest und sicher in den Seelen üowh '-iw Majestät Untertanen eingegraben. Der Bund, den unsere ertrfr -m Vorfahren mit dem erhabenen Haupte des Hanfes Ö c-cidb-ur g geschlossen haben, ist zum Segen für unsere beiden Vö 1' für die Völker des Dreibundes und für ganz Europa ge- wc t , unter dessen Schutz sich die Nationen in fortschreitender, v iU'-’ft Entwicklung befunden haben, von der wir mich hier m bet- ! n-en Stadt Neapel die herrlichsten Zeugnisse sehen. Fest
>- i vernommenen Verpflichtungen entsprechend, bitte ich nun- mecfti "-ihre Majestät, angesichts der stolzen italienischen Flotte, L ur'Idigge mit der unsrigen gemeinsam weht, angesichts des bennnf Golfes, dessen Gestade von poetischem Hauch, von Poesie ui.Ido sichte umwoben sind, datz Glas erheben und auf Eurer ogfi.-v:t Wohl leeren zu dürfen. Bevo alla sahite della arm mri-yahilü re e la regina, dell esercito e della flotta tanto bran e del ».pol-Uo italiano tanto simpatico!
hex Musik spielte sodann die Marcia reale.
^e-Tafel war prachtvoll mit ben kostbarsten Blumen LtiBrtt, bfe d«m Rmler von v^schxdcnen Seiten pes'«Tt waren.
T • wriücke. Rach Aufhebung der Tafel Hieben bte Monarch iiroch lange in Unterhaltimg, und es entwickelte sittp m Bord zwischen den italienischen und deutschen «{in ungezwungener Berühr.
kivn Einzug des Königs in den Pgwzzo Realo er- ein:.T: sich ein aufsehenerregender Zwischenfall. Em Ma« dir äugte sich laut rufend an die Königs kar oste, irm ein ! kiichesuch hinein-uweifien. ©r wurde festgehalten unti- äi stellte sich heraus, daß es der ^etzt nicht mehr
Wien, 27. März. Die hiesige Presse bespricht die Trinksprüche äußerst sympathisch. Insbesondere wird her- vorgehoben, daß der Trinkspruch Kaiser Mlhelms die Notwendigkeit des Dreibundes betone und in äußerst warmen Morten der Person Kaiser Franz Josefs gedenke.
Genua, 26. März. Der Dampfer des Nord- deutschen Lloyd „König Albert", auf dem der Kaiser seine Mittelmeerrcise begonnen hatte, und der nunmehr nach hier unterwegs ist, ist bei der Einfahrt in den hiesigen Hasen mit dem Dampfer „Sicilia" zusammengestoßen. Beide Schiffe trugen leichte Havarien davon.
Montag 27. März 1904
Vez«g»-ret»r monatlich?^ Pf., viertel- . jährlich Mk. 2.20; durch
Aohole- u. Zweigstellen Tw monatlich 6b Pf.; durch
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r.-y hÄ bJ Annahme von Anzeigen
. für bie XageSnummec
^*8 DormÜtagÄ 10 Uhr. < .xg ZeilenpreiS: lokal 12
General-Anzeiger w ä:».
v den poltt und allgem.
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MZZ
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Irl*eint täglich c-x&er Sonntags.
AmGießener Anzeiger tEtrlen im Wechfel mit llw Keissfchen Landwirt lh <»iehener Zamilien- IllÜttt viermal in der Loche beigelegt.
ÜbftutlonBbrud u. 93er- bet Brü h l'fchen Li «rf.-Buch-u.Stein- hderei. R. Lange.
punkt noch nickt gekommen."
Aus der Debatte ergab sich, daß die Ansichten in der Kammer noch pro und contra geteilt sind, doch über- mögen, auch unter den konservativen Rednern, die Stimmen, welche sich für eine Gleichstellung der Abiturienten beider Anstalten aussprachen.
Diese Anschauung wird in juristischen Kreisen keineswegs geteilt. Praktiker wie Theoretiker unter den Juristen sind zum weitaus größten Teile gegen die Gleichstellung der Abiturienten beider Anstalten. Bei uns in Hessen ist der geltende Instand 'der, daß Realgymnasialabiturienten in Gießen als Juristen immatrikuliert werden können. Sie erhalten dann, weil sie die von der juristischen Prüftmgsordnung geforderte humanistische Prüfung nickt abgelegt haben, im Borlesungsverzeichnis als Unterscheidungszeichen einen Stern. Die Fakultätsprüfung können sie nicht ablegen, sofern sie nicht die Prüftmg im Griechischen und Lateinischen an einem humanistischen Gymnasium nachgeholt haben.
Dentsches Reich.
Berlin, 27. März. Die „Braunschw. Landesztg." ist nunmehr mit den Gewährsmännern für die von ihr veröffentlichten angeblichen Aeußerungen des Kaisers bezüglich des Herzogs von Cumberland herausgerückt. Danach hätte der Kaiser unter Bezeigung seines Unmutes in seiner temperamentvollen Weise gegenüber dem Regierungspräsidenten Fromme in Hildesheim geäußert, "es sei doch ärgerlich, daß der Herzog ihm abermals ausgewicken sei, nun werde er ihm aber nicht mehr nachlaufen: auf die Bemerkung des Regierungspräsidenten, ob der Kaiser die Verbreitung dieser Worte gestatte, habe der Kaiser erwidert, er wünsche es sogar. Die andere Deußerung des Kaisers, er sehe das Ausweichen des Herzvgs von Cumberland als einen Affront gegen ihn an, habe der Kaiser bei einem Mahle in Hannover gegenüber dem kommandierenden General v. Stünzner getan. Auch zur Verbreitung dieser Aeufierung habe der Kaiser seine Zusttmmnng gegeben.
— Wie von zuverlässiger Seite aus Madrid gemeldet wird, ist die Reise des Königs Alfons nach Deutschland beschlossen. Bezüglich der Zeit der Reise sind allerdings noch keine Bestimmungen getroffen, doch wird als sehr wahrscheinlich angenommen, daß der Kömg unmittelbar nach dem Sommeraufenthalt des Hofes rn San Sebastian nettf) Deutschland kommen wird. Vermutlich wird damit ein Besuch des Wiener Hofes verbunden werden.
— Handelsminister Möller wird voraussichtlich im August eine Studienreise nach den Vereinigten Staaten antreten, wenn nicht unvorhergesehene Ereignisse den zur Zeit bestehenden Plan umstostcn. In fermer Begleitung werden sich vortragende Äe befinden. Die Reise, auf der auch die St. Louiser Weltausstellung besucht werden soll, wird voraussichtUch acht Vochem dauern.
— Die Mutter des bei Owikokorsro gefallenen Hauptmanns Francois, Generalin Francois, erhielt bald nach dem Eintreffen der Unglücksnachricht am 21. März von der Kaiserin folgende De pe s ch e: Tief erschüttert durch die Nachricht von dem unglücklichen letzten


