Karlsruhe, 25. April. In der heutigen Sitzung der zweiten badischen Kammer gingen folgende Interpellationen der Sozialdemokraten ein: 1. sind die Verbote der Maifeierumzüge auf Ministerialver- fügung zurückzuführen? Menn nicht, was gedenkt die Regierung zu tim, um diese Ausnahmemaßregel rückgängig zu machen? 2. Welche Gründe veranlaßten die Regierung, Anweisung an die Bezirksämter ergehen zu lassen, russische Staatsangehörige, die aus einem anderen Bun- oesstaate ausgewiesen sind uird in Baden Wohnung nehmen wollten, hier sofort auszuweisen? Welche Gründe waren insbesondere maßgebend, die Bezirksämter auf 10 aus Preußen ausgewicsene Russen zum Zwecke einer event. sofortigen Ausweisung aufmerksam zu machen?
Ausland.
London, 26. April. (Unterhaus.) Staatssekretär Akers Douglas beantragt die zweite Lesung der Vorlage betreffend die Fremdeneinwanderung Dille stellt hierzu folgenden Unterantrag: Das Dans glaubt, daß die Gesetzgebung eine Ausbeutung der Arbeiter durch die Unternehmer verhindern soll; das beste Mittel hierfür ist, den aus der billigen Arbeit der Ausländer entstehenden Uebeln entgegenzutreten. Das Haus wünscht ferner, bevor es die Vorlage bewilligt, zu versuchen, daß das Gesetz das Prinzip der Gewährung der Zuflucht für Opfer von Verfolgungen aufrecht erhält.
Rom, 25. April. In der heutigen Audienz beauftragte der Papst den Kardinal Fischer von Köln, Kaiser Wilhelmdie herzlichsten Grüße unb Wünsche des Papstes zu übermitteln.
Konstantinopel, 24. April. Der Generalgouver- tteur von Bitlis telegraphiert der Pforte, armenische Missetäter hätten die muselmanische Ortschaft Latag- hian, fünf W^gestunden von Musch, angegriffen und dort Greueltaten an den Einwohnern, Männern, Frauen und Kindern, begangen.
At hen, 20. April. (Havas.) Gin ernstlicher Zwischenfall ereignete sich in Smyrna. Als der Sekre- tär des griechischen Konsulats Delyannis einige Läden von Griechen, die wegen Nichtzahlung von Steuern geschlossen waren, wieder öffnen lassen wollte, kam es zu einem blutigen Streit mit türkischen Soldaten. Delyannis wurde leicht verletzt. Gr schoß dann auf die Soldaten. Später wurde Delyannis ebenso wie zwei Kawassen de? Konsulats verhaftet und erst nach Vermittlung des französischen Konsuls wieder entlassen. — Die griechische Flotte macht seit heute morgen klar. Wie es heißt, wird sie nach Smyrna gehen, wo große Erregung herrscht. Der türkische Gesandte in Athen hatte eine lange Unterredung mit dem Minister des Auswärtigen.
Saigon, 25. April. Der König von Kambodscha, Norodom I., ist gestern abend gestorben. Obba- rach wurde zum König ernannt.
Sydney, 25. April. Watson, der Führer der A r - beiterpartei, übernimmt die Bildung des neuen Ministeriums. In der Zollfrage tritt das neue Ministerium für den Schutzzoll und gegen Differentialzölle ein.
Aus Stadl und Land.
Gießen, 26. April 1904.
•* G enehmigung von Schenkungen. Im Laufe des 4. Vierteljahres 1903 und des 1. Vierteljahres 1904 sind vom Großherzog nachstehende Schenkungen genehmigt worden: Schenkung eines Ungenannten an die kath. Kirche zu St. Joseph in Mainz, im Werte von 12 000 Mk.; letztwillige Zuwendung des Kaufmann? Karl Heinrich Emil Donnecker zu Schotten an die Gemeinde Katzenelnbogen im Betrage von 10 000 Mk.; Schenkung zweier Ungenannten an die kath. Kirche zu Darmstadt, im Werte von 11 200 W.; letztwillige Zuwendung der Frau Johanna Schramm Witwe, Rohrmühle, Gemarkung Bürgel, an den Alice-Frauenverein zu Offenbach, im Werte von 10 000 Mk.; letztwillige Zuwendung derselben an die evanqel. Kirche zu Bürgel, im Werte von 25 000 Mk.; letztwillige Zuwendung des Domkapitulars Dr. Holzammer von Mainz an das bischöfliche Seminar zu Mainz, im Werte von 40 936.38 Mk. und Vermächtnis desselben an den St. Bonifaziusverein zu Mainz, im Werte von 10 000 Mk.; letztwillige Zuwendung der Frau Johanna Schramm Witwe, Rohrmühle, Gemarkung Bürgel, an den FiskuS mit der Bestimmung, daß die Zinsen der Kurverwaltung von Bad- Nauheim zur Verwendung für unbemittelte Kurgäste zur Verfügung gestellt werden sollen, im Werte von 25 000 Mk.; Vermächtnis derselben an den Hilfsverein zu Offenbach, im Werte von 10 000 Mk.; Vermächtnis des Georg Gröninger IV. an die katholische Kirche zu Ockstadt, im Werte von 15 617.66 Mk.; Schenkung einer Ungenannten an die katholische Kirche zu Abenheim, im Werte von 20 000 Mk.; Schenkung des Kirchen- bauvereinS zu Drais an die kgth. Kirche daselbst, im Werte oon 15 501.74 Mk.; Heinz-Credner-Stiftung, gestiftet vom Verlagsbuchhändler Hofrat Hermann Credner zu Leipzig zu Gunsten der Landesunioersität Gießen, im Werte von 30000 Mk.; letztwillige Zuwendung des FräuleinS Amalie Rheininger zu Darmstadt an das Alicehospital, im Werte von 10 000 Mk.; Schenkung eines Gotteshauses seitens des kath. Pfarrers Schreiber und ungenannter Wohltäter an die kath. Kirchengemeinde Framersheim, im Werte von 18 000 Mk.; Schenkung deS Michael Moses Mainz zu Frankfurt a. M. an den Verein .Israelitische Kinderheilstätte Bad Nauheim zu Frankfurt a. M.*, im Werte von 328 000 Mk.; Schenkung der Mathilde Seipel zu Darmstadt an die evangelische Missionsgesellschaft zu Basel, im Werte von 12 500 Mk.; Schenkung derselben an daß DiakoniffenhauS Elisabethenstift zu Darmstadt, im Werte von 12 500 Mk.; Schenkung deS Gustav Hirsch von Konstanz an den „Israelitischen Hilfsverein Mainz", im Werte von 50 000 Mk.; Schenkung desselben an den „Verein zur Unterstützung mittelloser Waisen der israelitischen Religionsgemeinde zu Mainz", im Werte von 50 000 Mk.; letztmillige Zuwendung deS Pfarrers Franz Steindecker zu Mainz an daS St. Vincenz- und Elisabeth- Hospital daselbst, im Werte von 21 048 Mk; letztwillige Zuwendung deS Heinrich Meisenberger zu Bretzenheim an die kath. Kirche daselbst, im Werte von 16 425 Mk.; letzt- willige Zuwendung deS Rechtsanwalts und Notars Adolf LaSle zu Frankfurt an seine Vaterstadt Mainz, im Werte von 88 000 Mk.
** Polizeibericht. Der Täter, der am Donnerstag
im Schiffenberger Wald eine Dame in unsittlicher Weise an- tastete, wurde gestern abend verhaftet. Er ist von Ruppertenrod gebürtig, seit einem Jahr hier wohnhaft und bereits mit 1 Jahr Zuchthaus vorbestraft. — Gestern wurden zwei Fremde, die sich hier seit mehreren Tagen auffällig umhertrieben, festgehalten, wobei sich ergab, daß der ein* von ihnen gebettelt hatte.
** De r frühere Gießener Regimentskommandeur v. Dewitz, zurz'it Generalmajor und Kommandeur der 52. Jnf.-Brig. 2. Königl. Württembergs ist unter Enthebung von dem Kommando nach Württemberg in Genehmigung seines Abschiedsgesuches mit der gesetzlichen Pension zur Disposition gestellt.
** Christian Busch, unser ältester Student, wurde gestern unter großer Beteiligung der Studentenschaft und von Freunden zu Grabe getragen. IN der Friedhofskapelle hielt Pfarrer Euler die Grabrede. Ms am Grabe die Einsegnung der Leiche stattfand, nahmen zwei Chargierte des Korps Hassia, dcrs neben dem übrigen S. C. vollzählig erschienen war, mit den Fahnen am Grabe Aufstellung. Unter den feierlichen Klängen der Kapelle unseres Regiments bettete man den Toten in die kühle Erde. Im Namen der Landesuniversität legte der Rektor Prof. Dr. Brauns einen Kranz am Grabe nieder, indem er an die Leidtragenden eine kurze Ansprache richtete, worin er bemerkte, daß der Verstorbene 66 Semester lang der hiesigen Universität angehört und seit der erlittenen Verletzung am Kopfe dennoch mit rührender Anhänglichkeit jedes Semester von neuem belegt habe. Tann legte Geheimrat Prof. Dr. Naumann für das chemische Institut einen Kranz nieder, nachdem er über den Toten sehr schöne Morte gesprochen hatte. Gr erwähnte, daß nach bestandenem Maturitätsexamen Christian Busch 1871 als ©tut), der Chemie an der Universität immatrikuliert wurde und seit dieser Zeit ununterbrochen am chem. Laboratorium tätig war. Durch einen Unfall auf dem Fechtbodcn erlitt er eine schwere Gehirnverletzung. Von langer Krankheit genesen, fand er nicht mehr in sich die Kraft, seine Studien in der gewöhnlichen Wieise zu Ende zu führen. Er hat aber all die Jahre hindurch als ein treuer Arbeiter im chemischen Laboratorimn sich erwiesen, dessen Einrichtungen er wie kein anderer kannte. In seiner lanajährigen Tätigkeit im Laboratorium, mit dem er seinem Leben doch einen Inhalt gegeben und in der er mehr geleistet hat, als manch ferner Stehende vielleicht ahnt, hat er keinen Feind gehabt. Das chemische Laboratorium betrauert bei seinem Tode einen schmerzlichen Verlust. — Der erste Chargierte des Korps Hassia legte ebenfalls im Namen seines C. C. einen Kranz am Grabe des Korpsbruders nieder mit dem Bemerken, daß das Korps dem Verstorbenen stets ein treues Andenken bewahren werde. — So ist denn Christian Busch, dieser wackere und treueste Bürger der hessischen Landesuniversität, dieser Mann von ungewöhnlicher Sonderart, mit hohen Ehren feierlich au Grabe getragen worden. Busch ist übrigens ein außerordentlich musikalisches Talent ae- ivesen, namentlich ein Flötenvirtuos und Sänger von hoher Begabung. Das Kronbauersche Quartett, das übrigens in der Kapelle bei der Beerdigung sang und seit Jahren an der Spitze des Gießener Musiklebens steht, hat Busch mitbegründet. Das beträchtliche Vermögen des Verstorbenen fällt, da das zu gunften eines Konzertsaales in Aussicht genommene Vermächtnis ununterzeichnet geblieben ist, entfernten Verwandten zu.
•* Zum Ableben Christian Buschs teilt uns Herr Anton Koch, der Wirt des „Kaisergartens", wo der Verstorbene wohnte, mit, daß Christian Busch ein von ihm neu hergerichteteS Schlafzimmer mit Bedarfsgegenständen inne hatte und darin alles sauber und in bester Ordnung war.
** 10 0. Geburtstag. Geometer 1. Kl. G g. Euler, Rodheimerstraße 50, feiert in «diesen Da gen seinen 100. Geburtstag.
** Männer-Turnverein. In der außerordentlichen Mitgliederversammlung am letzten Samstag stand der Antrag, den Mitgliederbeitrag auf der seitherigen Höhe zu belassen, zur Beratung. Nach eingehender Debatte wurde dieser Antrag mit der erforderlichen Stimmenmehrheit angenommen, und der Beitrag beträgt wie seither 1.50 Mk. für das Vierteljahr. Der aufgestellte Voranschlag für 1904/05 fand die Genehmigung der Versammlung.
R. B. Darmstadt, 26. April. (Eigener Drahtbericht.) Der außerordentliche Gesandte Hessens am preußischen Hof und Bundesratsbevollmächtigter Mirkl. Geh. Rat Dr. Karl v. Neidhardt, feiert heute sein 5 0jähriges Dienst- jubiläum. Gr gehört seit 32 Jahren dem Bundesrat als Bevollmächtigter an und ist seit 28 Jahren Gesandter am preußischen Hof. Aus diesem Anlaß hat ihm der Großherzog das Großkreuz des Ludewigsordend verliehen.
Mainz, 26. April. In der heutigen Sitzung der Stadtverordnetenversammlung wurde mit der Beratung des städtischen Haushaltsvoranschlags für das Rechnungsjahr 1904/05 begonnen. Der Berichterstatter des Finanzausschusses erwähnte, daß sich nach dem Berichte der Bürgermeisterei der Abschluß des Voranschlags zur Betriebsrechnung in diesem Jahre nicht günstig gestalte. Die aus städtischen Unternehmungen und anderen Quellen zu erwartenden höheren Einnahmen reichten nicht auS, die höheren Ausgaben zu decken, die der Stadt auf allen Oiebieten ihrer Verwaltung erwachsen. Der Stadt fielen im Wettbewerb mit den Nachbarstädten Auf- gaben zu, denen sie sich nicht entziehen dürfe, ohne sich gerechten Vorwürfen auszusetzen. Es habe dem Finanzausschüsse große Schwierigkeiten bereitet, bei dem diesmaligen Voranschlag, einen Ausgleich zwischen den Einnahmen und Ausgaben herbeizuführen.
vermisstes.
* Berlin, 25. April. Der frühere Direktor der Pommernbank Kommerzienrat Schultz wurde heute aus der Untersuchungshaft entlassen, nachdem die durch Gerichtsbeschluß geforderte Kaution von 100 000 Mk. für ihn hinterlegt worden ist. Die für Romeick geforderte Kaution von 3 0 0 00 Mk. wird im Laufe des morgigen Tages aufgebracht sein.
Berlin, 23. April. Die russischen Studenten Turowerow und Dittman n wurden aus einem Schanklokale gewiesen, weil sie sich unangemessen betragen hatten. T. versuchte nun, das Schaufenster einzuschlagen, wodurch er von einem Schutzmann abgehalten wurde. T. versetzte nun dem Beamten Faustschläge, worin er von D. imb einem unbekannt gebliebenen jungen Burschen unterstützt wurde. Der Beamte war gezwungen, den Säbel zu ziehen, und er verwundete die beiden Studenten unerheblich. Auf der Mache wurden ihre Personalien festgestellt, und weil sie
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— D i e H u n d e-Au s st e l lu?5nl)cre§ Treian's- $«L die Gießener Hundebesitzer em ganz bc! ■ cht'iia '* ,
sn'brt man überhaupt von Gießen ctetn tfn . Reichsstadt, m der es von ollersher ste -• m(ll _ und weiter war die Gelegenheit aunma, Dedüflr- n ; slG<r daß Gießen über vorzügliches v"m em qcrobe t"‘ 1 - J
Konkurrenz nicht zu fürchten hat. tatf«? un5 ubcrauv Gebiet der Sport in den letzten Jahren
als Ausländer fluchtverdächtig waren, wurden r», Polrzergefangnrs eingeliefert. n ’1C-
* Kiel, 25. Llprrl. Der Schooner r- • bem Marskraud mit dem bänischm Tupfer & : sammen. Ersterer wurde völlig wrack Tie w wurde von dem Dampfer übernommen
* Wilhelmshaven, 25. April.' Der fmn- Fischdampfer „Zeehond" wurde bei uTerf?? loschen in der Nordsee angetroffen und d,"<’4' Jischmischutzboot hier etngcfdjly.pt. Ser StaJ".“' verhaftet. Ftlun
* Wien, 25. April. Bei einer Revision der q ger Filiale der Oestreichischen Kredi tansta den Unregelmäßigkeiten eines Oberbealnt^ • deckt. Es handelt sich um 47 700 Kronen wurde sofort entlassen. leT
• Innsbruck, 25. April. Die Leiche des sei» durch eine Lawine verschütteten bayerischen^.. Müller wurde am Grieskogel aufgefunden. ’
• Graz, 25. April. In der Mischhüite des s Dörfer PulverwerkeS bei Graz erfolgte heute eine ' plosion. Die Mischhütte wurde turmhoch in die schleudert. Menschenverlust ist nicht zu beklagen. führer wurde verletzt.
* Vom ungarischen Streif. Man w Uw , aus Budapest vom 25. Ap [. Tie Sozialdemn t e n beraumten für heute eine Versammlung nn h ' Polizei nicht gestattete. Etwa 300 Sozialisl n ia ten sich vor dem Polizeigebäude ap, Ms fr L'i m- < johlten, schritt die Polizei ein, zerstreute die Menci' nahm 18 Verhaftungen vor. Drei <nPr . beamte wurden leicht verletzt. — Bei dem w- Zusammenstoß zwischen Sozialisten und (Warme»-- Elesd bei Großwardein sind, wie jetzt feststeht, 31 r:-. sonen, darunter 5 Gendarmen und 5 getötet worden.
* Ungarischer Heiratsschwindel. ■- Blättern erscheint seit geraumer Zeit eine Piratin-> dle in der Form zwar zuweilen verändert w rd . C allgemeinen immer dem folgenden Schema ähnlich
Heiratsantrag!
Eine Freundin, die auf diesem Wege glücklich heiratet ist, riet mir, da ich eine Waise, ohne jede - wandtschaftltche Stütze bin, diesen Weg einnu'ch! • vielleicht gelingt es mir, einen soliden, ehrend es >
zu finden. Bin Waise eines Industriellen, 26 'ck ■ christlicher Religion, besitze 150 000 Mk. Sark-raä« Ernste Reflektanten melden sich mit genauer Adresse i ir- „Hymen", postlagernd Fiume (Ungarn). Ettengske kretion versichere.
Als kürzlich ein junger Mann auf diese -?lnt ne ?. seine Adresse einsandte, erhielt er folgende Zuschrisr Budapest:
Bezugnehmend auf Ihr Gesch. snb Oifrre „iw. postlagernd Finme, teile Ihnen mit, daß mir L seitens der Dame behufs Besorgung der nät gen ? ■ formatiert und weiteren Intervention Übermut Iwu > Gleichzeitig erhielt ich die Verständigung daß zwisch t den Eingelangten Ihr werter Antrag ent; rach 'n t • Voraussetzung, daß Sie Ihren Antrag er: stellten, diene zur gefl. Darnachrichtung: Tie 7arn: i eine Waise, 26 Jahre alt, Christin, besitzt ein ta-rm •; i von 150 000 Mk. Ihr Vater war ein ^nbuftriei'cr - schinenfabrikant). Sie ist sehr hübsch. Ufa!■ spricht perfekt deutsch. Die Dame hat drshall E u noch nicht geheiratet, weil ihre Mut'er. (\\\ Dame, erst voriges Jahr gestorben ist un't ' sich vorgenommen hat, ihrer Mutter eine c .; r ri Pflegerin zu sein und erst nach ihrem Wieben y i ’ ■ Bei ihrem Zukünftigen legt das Fräulein kein gewicht auf Vermögen, sondern wachtet nut. eme- charaktervollen und soliden Gatten zu bekommen . r sofern Sie auf meine Intervention refl.kiierm ' ' gern bereit, Ihre Interessen zu vertreten j’-v folgende Bedingungen: 2 Proz. der erhaltenen va:m'- gift, zahlbar 30 Tage nach der Hochzeit, nebit b r Hersendung v on 40 Mark, pir Teifimn r:eirr auflaufenden Spesen, nach deren Erhalt irfi Bild der Dame sofort übersende und alles weiter Ihrer vollsten Zufriedenheit veranlassen wer^e ’ ■ ich Sie noch der strengsten Diskretion versießere, cru . Ihre umgehende werte Antwort.
Hochochtend L-ttlei SWu
Wenn unter der halben Million Leser der b;c-■ Tageblätter Berlins sich auch nur 15 Dumme die verlangten 40 Mk. ovfern, so kommen 6l)6 Zweimaliges Inserieren bringt 1200 Mk JC1.n u . lich geringen Unkosten. <Nn gutes Geschasl au derer, die nicht alle werden. .,, Q
* Verrücktheiten amerikan11 cber Die Neigung vieler amerikanischer „Ladies" ?bc -■ solcher, die sich einbilden. es zu sein, unter oe- ', von „Souvenirs" silberne Löffel, hüb>che m-te leicht transportable Gegenstände namentlich und Restaurants fortzuschleppen, fand kunu . Newyorker Ehescheidungsprozeß eine packenoe ‘ Der Klägerin wurde vom G-egenanwalt u a v gemacht, daß sie wie ein Rabe gestohlen dav. zu erröten, machte sie Geständnisse, die m eingerissene Verwechslung von Mem u-?,
staunliche Enthüllung brachten. on t
statierte, daß die großen Newyorker Dstau,^ q vornherein damit rechnen, daß ihnen am,l’ s? Prozentsatz ihrer Löffel, Mokkatassen n',w. schäft eskamotiert wird, und mit dem Pe>> >- xr. i!'
konto belasten. Das erklärt auch folgendes vor einiger Zeit Expräsident Cleveland ; , ,.r t
Auf einer Iagdreise begriffen, kam er ' „bm'iic '■ kleinen Platz in Georgia, wo ihn h-m''"
ließ sich im'Hotel sein Abendessen autogen -;
zu seinem Mißvergnügen, daß der -'rtia war * diente, noch als er mit dem Essen lan8> ' .«aufl''« seinem Tische stehen blieb und ihn mu - '
obachtete. Er hieß ihn, sich zu entferne ^;rr 3 ? verblüffende Antwort: „Das darf lch ' . - ’1
für alles Geschirr, Gläser und Servi' , dem Hotelbesitzer versönlich verantw ' ^7—


