Ausgabe 
26.3.1904 Viertes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Samstag 26 März 1904

Viertes Blatt

Ur. 73

154. Jahrgang

Giehener Anzeiger

I scheint täglich mit Ausnahme des Sonntag?.

Redaktion, Expedition u.Druckerei: Schulstr.?.

Tel. Nr. 51. Telegr.-Adr.; Anzeiger Gießen.

Mik:Giehener Zamilienbiätter" werden dem .Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der hessische £anbtoirt" erscheint monatlich einmal.

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Unwerfttätsdruckorei. R. Lange, Dießen.

General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Giehen.

Nußtag.

Je ungestümer eine Zeit vorwärts stürmt, desto mehr ttairf sie dessen, daß sie zuweilen still steht und in sich j?[) t. Alles sittliche Vorwärts gehen hängt mit dem Zr sich geben zusammen. Persönliche und nationale Er- Läumgen folgen aus persönliche und nationale Bußtage, Seiten des Jnsichgehens.Gr ging in W, heißt es von Hnem berühmten Büßer, dem verlorenen Sohn im Gleich-

Jesu, uni) mit diesem Jnsichgehen hob die neue Periode :l |eint:i bisher abwärts lausenden Lebens an. Es liegt uns näbar und bequemer, uns mit unseren Gedanken außen lus^thatten; in uns einkehren, wie der Bußtag es fordert, 1 tee nun wir nicht gern.In uns", das ist vielleicht ein Mcüstlicher Aufenthalt für unsere Gedanken. Wie sind he liefen unserer Natur beschaffen? Me die Quellen, liu§ welchen unser geistiges und sittliches Leben fließt? Scldje Gedanken, Wünsche und Besorgnisse bringt unser Herz hervor, wenn es mit sich allein ist? Welche Heilkräfte liimi-n und wenden wir an, die so tief hinunterwirken, he unseres Wesens Grund berühren? Und weiter: Ter Avag ist eine Angelegenheit der ganzen Nation. Kelces ist der Zustand unseres nationalen Lebens? Sein ie.i in Gottes Augen? Welches sind die geheimen Gifte, he unser nationales Leben bedrohen? Buße tun, in sich das heißt sieb messen an einem ewig gültigen Maß- Iiab, sich prüfen vor dem ewig entscheidenden Richter. Zu hm chlimmsren, was einem Volke geschehen kann, gehört, lmr dieser ewige Maß st ab selbst abhanden -rt! mm en ist, wenn der Wille des entscheidenden Ge- ; chtbers und Richters nicht feststeht. Und eben das bedroht tilg gegenwärtig. Es fragt sich, ob es gelingt, dieser Zeit Kiefer Heiligtümer zu geben, ob sich aus der Asti-sung alles Festen wieder die ewigen Felsen erheben, he ton keiner Zett weggeschwemmt werden. Gs fragt sich, d beispielsweise Ehe und Familie als das alle späteren kneten von Gesetz und Sitte tragende Urgestein von gai licher Schöpfung erkannt und geehrt wird, ob Unheil und Treue als elementare Pflichten, hinter denen Wi. und seine sittliche Weltordnung als Wächter stehen. Ml: t werden. Es fragt sich, ob die Person Christi als Inid/ieni) und gebietend, für alle kommenden Zeiten ent- i-ciceenb, an gebetet wird. Hat unsere Nation diesen Herrn, ibo ist ihre Zukunft sicher; fuhrt sie ihr Jnsichgehen iheftei tzerrii zu Füßen, dann ist chr geholfen. W . . .

Aus dem Tagebuch eines

Deut sch süduttstafrika - Kämpfers.

L

Ein Leser desGieß. Anz.", der von 189499 der . Änitsq.ien Schntztrnppe angehörte und an mehreren Ge- > A'u in Südwestafrika teilgenommen hat, hat die Güte, i Hein Tagebuch zur Verfügung zu stellen, dem wir gcrides entnehmen:

. . Am andern Morgen 6 Uhr wurde mit dem -Hetzen begonnen, das um 10 Uhr beendet war. Aber c i ah dies Afrika aus, das wir uns so recht tisch und mit Palmen bewachsen vorgestellt hatten! .'eiche Enttäuschung! Nichts als elender Flug- i nb wehte uns entgegen, kein Baum, kein Strauch war 1 u r -zu sehen. .... Ter erste Marsch durch den Sand uiiti uns viel zu schaffen und den afrikanischen Durst l.armem wir gleich kennen. . . . Nach zweitägiger Rast, in iLnvhoek ging der Weg weiter, aber diesmal nicht zu ; ,, wildern zu Pferde. Diese sind kleiner als ine deut- s dzin und auch chre Leistungen sind entsprechend geringer, t jjjic hier nur Gras als Futter bekommen und die Ver- s .qrnvig mit Hafer schr kostspielig ist "

! ' folgt eine Schilderung der DhebeTtoeifung Hendrik

JWons im September 1894. Im November wurde in L"na-n uru ein Engländer von Eingeborenen erschlagen, b i! >c für gezüchtigt werden sollten. Ein Detachement wurde b::: im entsandt und auf dem Wege dorthin ist der Rei ter EL.irir'ert verhungert. Man fand seine letzten Ans- riemmgen, aus denen unser Gewährsmann sich einen p?iu gemacht hat. Siewert war mit An- d -'n auf der Suche nach acht entlaufenen

Dabei trennte er sich von seinen

-lamben und verlor den Weg. Bei seiner tagelangen t '.ndcrnng in fürchterlicher Hitze grub er sich an einem ein Loch in den Sand, entkleidete sich völlig und a 1 id) ein, um sich einigermaßen zu kühlen. Perlhühner u einen Springbock sah er in prächttger Schußweite, a ic ec hatte alle Patronen verschossen, um wenn möglich a 'ij ich larnfmerksam zu machen. Einmal sah er Rauch, b< G-m 110001- ein großes Feuer in weiter Feme, aber die I ecmüöete ihn dermaßen, daß er nicht vermochte, ihm Ich Mi'lew; es erlosch längst, bevor er sich aus der Ent- 'c am.4 hätte bemerkbar machen können. Man sand chn I , p nitr da auf, wo er feine letzten Morte niedergeschrieben tu dt>; diese lauten:

^wei Tage wieder kein Wasser, und Lungen- Mlchndung dazu, aiufr sechs Tage nichts zu c ; plt Ich bin so schwach daß ich nicht mehr Wetter kann. L w llle Hilfe tut not. Aber das ist vorbei, und ans ; ©tonn wird es jetzt gehen. Blos man kümmert sich um : bei® 'i? 'ann wenig!"

fluif dem Aiarsche gegen den aufständischen Führer AL®tt,ms Lampert im Januar 1895 hatte man, wie tirrir Gewährsmann erzählt, auch z w e i T a g e lang fein Dabei ging es eine hügelige Sandwüste immer arli ui) ab zu Fuß. Nach dem mtt Hilfe des nun jum 1L i'uMen Freunde gewordenen Witboi erfolgten günstigen oiMiuliB der Lampert-Afsäre trat etwas Ruhe ein, und un)er v> p jrSmann sand in ter Kaserne zu Windhuk Zeit zu

-i L-agebuch>-Schilderung der Landschaft.

Triebe Schilderung hat heute wieder besonderes Jnter- wir hier etwas von dem Lande hören, in Um au.51 toieberum die blutigen Herero-Kämpfe statt- intft Unser Gewährsmanll schreibt:

I rjrine Vegetation wie in Deutschland kennt m m itier nicht. Es ist noch alles, alles wüst. Nur GwUvvächst hier und Dorngesträuch Tas Gras

gedeiht hier zur Regenzeit, vom November bis Mai. Dar­nach tritt eine Dürre ein, in der alles verdorrt. Eine Heuernte kennt man hier nicht. Das Vieh frißt das bischen Gras von der Weide. Gras und Dornenbüscke findet man auch im tiefsten Sand. An tieferen Stellen, in Fluß­betten gedeihen größere Dombäume, die ein sehr festes Holz haben. Hier allein lassen sich mitteleuropäische Früchte ziehen, die bei guter Witterung ausgezeichnet ge­deihen. Doch immer droht die Gefahr, daß alles von Heu­schrecken vertilgt wird. Auf den hoch gelegenen Flächen kann vorläufig noch keine Landwirtschaft getrieben werden wegen des Wassermangels außer der Regenzeit, und in dieser Zeit ist beim ersten Regen gleich alles überschwemmt. Regnet es in einem Jahre wenig, dann gibt es für das Vieh eine Hungersnot. Die Wege sind im denkbar schlech­testen Zustande, aber es werden Soldaten zur Ausbesserung herangezogen.

Unser deutschsüdwestasrikanisches Schutzgebiet ist be­wohnt von mehreren Völkerstämmen. Tie H o 11 e nt o t t.e n ind ein kriegerisches Volk, baS die größte Freude am Vieh- )iebstahl hat und dieses edle Geschäft mit bewunderungs­würdiger Kunst betreibt. Sie ernähren sich im wesentlichen von Jagd, haben auch etwas Milchwirtschaft und lassen ichUnkis", ein kleines Knollengewächs, wohlschmecken, das ie in heißer Asche braten.

Die Hereros sind ein Hirtenvolk. Sie leben fast nur von der Milch ihres Viehes und ihrer Jagdbeute. Die Viehherden der Hereros sind außerordentlich groß. Die Zahl seiner Rinder kann der Herero nicht zählen, jedoch merkt er sofort, wenn ihm ein Stück seiner Herde fehlt.

Die Buschleute ziehen sich meistens vor der weißen Bevölkerung zurück. Sie ernähren sich von Unkis, Wurzeln und Wild, das sie mit Pfeil und Sogen erlegen. >

Die Ovambos im nördlichen Teile unseres Schutz­gebietes sind ein ruhiges Volk, das schon etwas Ackerbau treibt und auch einzelne Handwerke kennt.

Tann gibt es noch die Berg kaff ern, die den Hereros Vieywächterdienfte leisten, und die B e t s ch u a n e n, die den Ovambos gleichen.

Zuletzt seien die Bastards genannt. Ihre Hauptsitze sind Reoboth und Grotfontein im Süden. Sie sind euro­päischer Abstammung und betteiben Frachtterkehr und Gartenbau. Kulturell stehen sie über allen den genannten Volksstämmen."

Unser Gewährsmann schildert dann die Kämpfe um Gobabis im März 1896. Ter Distriktschef von Gobabis Leutnant Lampe zog am 4. März mit einer Patrouille von 14 Mann nach Riedfontein, wo sich Buren aus Transvaal befanden mit einer Menge Muni­tion. Auf diese Munition hatten es die Lamp er ts- Hottentotten abgesehen, zu denen eine Anzahl He­reros gestoßen war. Ter Kampf von Gobabis endete mit einem vollen Siege der Deutschen, die mittlerweile eine Kompagnie unter dem Befehl des Hauptmanns von Gstorff ausmachten. Tie in der Zahl den Deutschen weit überlegenen Hottentotten und Hereros wurden nach drei­stündigem, heißem Kampfe völlig geschlagen, doch hatten Die Teutschen einen schweren Verlust zu beklagen: Ltnt. Lampe und fünf Mann waren tot, fünf weitere schwer verwundet. Ter Kampf hatte am ersten Osterfeiertage stattgefunden,und statt Ostereiern gab es blaue Bohnen."

Von weiteren Kämpfen interessiert ein solcher vom 6. Mai bei Otjunda gegen eine versammelte starke Kriegs­macht. Hauptmann v. Estorff war wieder Leiter des Gefechts. Auf Seiten der Deutschen befanden sich diesmal außer Hendrik Wttboi5 0 deutsch, gesinnte Hereros". Tie Feinde wurden wieder geschlagen und die Zersprengten baten um Frieden.Der Hottentotten­häuptling war bereits bei Gobabis gefallen, sein Stamm wurde nach Windhoek in Gefangenschaft geführt, ebenso die Führer der Hereros. In Okahandja wurde ein Kriegs gericht wegen Friedensbruchs über sie verhängt, das auf Tod durch Erschießen lautete. Am 15. Juni wurde die Exekution vollzogen Am 19. Juni rückten wir in Windhoek ein, wo uns ein festlicher Empfang zuteil wurde. Damit war der erinnerungsreiche Feldzug beendet."

Km Fluiverstläts-Iuöiläum in Amerika

Tie Universität Chicago hielt am 22. d. M. eine Festsitzung zur Feier ihres fünfzigjährigen Be­stehens ab. Eine gewaltige Zahl von Gästen und Ver- ttetern amerikanischer Universitäten war dazu erschienen. Ter Titel eines Tottors der Rechte wurde dem deutschen Botschafter in Washington Frhrn. Speck v. Sternburg, dem Botschafter der Bereinigten Staaten in Berlin Charlemagne Tower, den deutschen Universitätsprofessoren Meyer, Kohler, Delbrück, Ehrlich und Herrmann verliehen. Professor Meyer dankte im Namen der Ehrengäste. Frhr. Speck v. Stern­burg nannte in seiner Aussprache diese Ghrenpromotion'en ein Ereignis, das von weitttagender Bedeutung für das Einvernehmen zwischen unseren beiden großen Nationen zu werden verspricht, zwischen denen geistige Bande in den letzten 30 Jahren eine so mächtige Rolle spielten. Tie engen Beziehungen zwischen amerikanischen und deutschen Denkern und Gelehrten wurden angetnüpft in Göttingen durch Ben­jamin Franklin; sie entwickelten sich beständig fort und erwiesen sich alS der mächtigste Faktor zur Herstellung eines klareren gegenseitigen Verstehens.^ Dies ist noch nie so hervorgetteten wie in den jetzigen Festtagen, wo zum erstenmale so viele der bedeutendsten Gelehrten beider Länder an dieser berühmten Bildungsstätte vereint sind, lieber dies glückliche und wichtige Ereignis, das Resultat der weisen und weitblickenden Politik des ausgezeichneten Präsidenten der Universität Chicago, Tollten beide Länder jubeln. Lassen Sie uns hoffen, daß dieses Zusamnientrefsen der Beginn einer neuen Aera des intimen, beständigen Ber kehrs nicht nur zwischen den Gelehrten, sondern auh zwischen den Völkern ift Mtt ist die Ehre zugcsa: m-. Spezialbote des Kaisers Wilhelm zu i.ar Seine Majestät hat mich beauftragt, Ihnen folg.u^ schäft vorzulesen:Tie Unttersität Chicago ocr.r.n deutsche uno amerikanische Gelehrte, um die Neziprozual

der Beziehungen zwischen der Wissenschaft beider Länder zu feiern. Tas glückliche Ereignis, dessen Bedeutung mir bewußt ist, hat meine vollste Sympathie. Ich baute der Universität Chicago für die meinem Botschafter erwiesene große Ehre und hoffe, daß die Universität unter vielen kommenden Geschlechtern blühen möge. Wilhelm." Tekan Hudson verlas folgendes Schreiben des Präsiden­ten Roosevelt:Lieber Tr. .Harper! Alle Amerikaner sollten die Gelegenheit willkommen heißen, ein Ereignis mitzufeiern, durch welches die Errungenschaften der deut­schen Gelehrsamkeit in so trefflicher Weise geehrt werden Ten weltbekannten großen Gelehrten, die bei dieser Ge­legenheit nach ihrer Universität gekommen sind, entbiete ich herzlichen Gruß. Als Station sind wir bei Deutsch­land lange in tiefer Schuld. Tas Bestehen freier Selbst­verwaltung brachte kühne und freiheitliebende Männer von vielen Ländern nach unseren Küsten, sodaß wtt im eigent­lichen Sinne eine Meltnation geworden sind und durch Bande der Freundschaft mit allen großen Völkern der SRenschheit notwendig verbunden sind. Deutschlands An­teil an unserer Mischnation ist bemerkenswert. TeutscheS Blut floß während der Revolution reichlich für unsere Freiheit. In der zweiten großen Periode der nationalen Prüfung traten unsere Bürger deutscher Herkunft einmütig für die Uuionssache und die Freiheit ein Zu unserer Bürger­schaft steuerr das deutsche Element in besonderem Grade durch Geschistserfolg, Fleiß, Kraft und Frohsinn bet End­lich gaben die deutschen Ideale der Wissenschaft unseren Universitäten die Anregung zur Entwicklung der Forschung. Ter Aiutter der modernen Wissenschaft und Gelehrsamlett entbieten wir jetzt unseren warmen Gruß. Ich empfinde besondere Genugruung, daß ich an der Kundgebung inniger Freundschaft, welche die gelehrten Männer, die Vertreter hoher ideale, in Deutschland und den Vereinigten Staaten verbindet, Anteil haben darf. Ter Gewinn aus solcher Freundschaft für das höhere Leben beider Länder ist nicht leicht zu uverschätzen. Ich bin erfreut, bei solcher Gelegenheit Ihnen von ganzem Herzen Wohlergehen wünschen zu dürfen Aufrichtig Ihr Theodor Roosevelt."

Kertchtssaal.

0 Marburg, 25. März. Der Prozeßagent Karl Kaus aus Biedenkopf, geboren in Atsfeld und früher in Gießen und Mar­burg wohnhaft, hatte im Januar d. Js., nachdem er etwa 2500 Mk. ihm ano ei traute fremde Gelder für sich verbraucht, das Weite ge­sucht. Er wurde in der Schweiz verhaftet und heute ver- u r t e i l tjc ihn die Strafkammer zu 1 Jahr und 2 Monaten Gefängnis. m.

Paris, 24. März. Hauptmann Blangnard wurde vom Kriegsgericht wegen Mißhandlung eines Soldaten zu 20 Tagen Gefängnis veurteilt.

Nädcrnuchrichten.

Das Nordseebad Kämpen auf Sylt ist durch Kommerzienrat A. Lucas aus Berlin dieser Tage erworben und in eine G. m. b. H. umgewandelt worden. Die innere Leitung liegt in den Händen des zum technischen Beirat gewählten Dr. Pollacsek. Schon für die kommende Saison sind umfassende Neuerungen und Verbesserungen vorgesehen.

Avs^lltz sus dru -stkvtzrsimtsrrglstera ber Stubt Strir».

Aufgebote.

Marz. 19. Heinrich Wilhelm Maul, Briesbote dahier, mit Minna Weißgerber in Nieder-Wöllstadt. 22. Heinrich Blum, Schuhmachermeister dahier, mit Katharine Christine Schneider hier- selbst. 22. Karl Friedrich August Alichel, Kaufmann dahier, mit Anna Schäler Hierselbst. 24. Heinrich Stoffel, Seraeant dahier, mit Hermine Rörig hierselbst.

Eheschlietzuugeu.

März. 19. Heinrich Reitz, Bahnarbeiter dahier, mtt Emma Fleischhauer in Leynheim. 19. Reinhard Martin Rau, Maschinist dahier, nut Luise Klmgelmeier hierselbst. 10. Heinrich Blum, Metzger dahier, mit Christina Elisa Schmitt hierselbst. 19. Hein­rich Lotz, Tapezier dahier, mit Juliane Marie Schmidt hierselbst. 22. Friedrich Wilhelm Christian Kurz, Damenschneider dahier, mit Katharina Christina Jäger hierselbst. 23. Gustav Hermann SDloftg, Fmaiizaspirant dahier, mit Diaria Christina Katharina Ausdermauer in Butzbach.

Geborene.

März. 13. Dem Tapezier Adolf Noll ein Sohn. 18. Dem Fuhrmann Heinrich Wilke II. eine Tochter, Käthchen Anna Elisabeth. 19. Dem Brauer Wilhelm Rentmeister em Sohn. 19. Dem Schuh- machermeisler Wilhelm Schmidt ein, Sohn, Friedrich Wilhelm. 20. Dem Hilfsbahnwärter Johannes Weitzel eine Tochter, Anna Elisabeth Diarre. 21. Dem Oberkellner Josef Wied ein Sohn, Karl Peter. 21. Dem Zahnarzt Nathan Hoddes eine Tochter, Gertrud. 23. Dem Kaufmann Gustav Stein eine Tochter. 24. Dem Jagd­aufseher Ernst Voß ein Lohn.

Gestorbene.

März 21. Otto Pitz, 6 Atonale alt, Sobn des Schreiner- Johannes Pitz dahier. 22. Jakob Karl Schmidt, 62 Jahre alt, Pedell dahier. 24. Anna Elisabeth Marie Weitzel, 3 Tage alt, Tochter des Hilfsbahnwärters Johannes Weitzel dahier. 24. Hein­rich Peter Kaiser, 31 Jahre alt, Bezirksfeldwebel dahier. 24. Fran- Hell, 69 Jahre alt, Privatmann dahier.

Gegen Schnupfen ift der SchnupfenätherForman" anzu­wenden, der ärztlicherseits mehr­fach als »geradezu ideales Schnupfenmittel" bezeichnet wird. Bei gewöhnlichem Schnupfen Forman-Watte (Dose 30 Pfg.), bet starkem Schnupfen Forman- Pastillen (50 Pfg.) zum Inhalieren mittels Rtechgläschens. Wirkung frappant: Bei beginnendem Schnupfen fast unfehlbar. In allen Apotheken. Man frage seinen Arzt.