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Nr. 172
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Dem (Btehener Anzeiger werden im Wechsel mtt dem hessischen Landwirt bte Giegener Kamillen. Höher viermal in bet Woche betgelegt 8totaMon»Orucf u. Vertag der Brühl 'scheu Umvers.-vuch-u. Biein* druckeret. 9t ßongc
Rebafttim. txvebttW und Druckerei:
Schalpratze T. tlbreflf für Depesche«! Auzetger Vietze».
FcrnlprechanfchlußNr 51.
Erstes Blatt.
154. Jahrgang
Montag 25. JrM 1904
Metzener Anzeiger
** General-Anzeiger **
Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen
»onarlich-bP^ viertel jährlich Mk. MO; durch Avhole» n. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.-viertel- fährt, auöschl. Bestell«. Annahme von Lnzei-en für bte TageSmrmm« di« vormittag« 10 Uhr.
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verantwortlich Mr den voltt. tmb allgem. teil: U Wittko: für »Stadt und ßanb* und ,Gerichrssaal*: August Goetz; für den An- zeigenteil: HanS Beck.
Aie Vevtige Kummer umfaßt 8 Seilen.
Die Acschlagna! rne von Schiffen durch die Muffen.
Rußland giedt nach. .DaS Reittersche Bureau meldet aus Petersburg: Unter dem Vorsitze des Großfürsten Alexis fand ein Ministerrat statt. Großfürst Alexander, ($ra Lamsdorff, Marineminister Avellan und andere hohe Marinebeamte nahmen daran teil. Die Stichhaltigkeit der englischen Note über die Unrechtmäßigkeit der Stellung derSchiffe d er Fr e i wi l l i g e n fl ott e ttmrde insofern anerkannt, daß der Ministerrat bei schloß, das Recht auf Durchsuchung von Schiffen aufzugeben. .Nach einer langen Debatte entschied sich der Ministerrat dahin, daß der gegenwärtige S t a t us derFrer- willigenflotte vom Standpunkte des Völkerrechts nicht genügend definiert sei, um Durchsuchungen und die Beschlagnahme von Schiffen zu rechtfertigen. Infolgedessen entziehe Rußland den Schiffen der Freiwilligenflotte das Recht, Schiffe zu beschlagnahmen und zu durch- sucken, da eS "bemüht sei, freundschaftliche internationale Beziehungen aufrechtzuerhalten.
Auf den deutschen Protest gegen die Aufbringung der „Skmdia" erklärte die russische Regierung, daß der Befehl zur sofortigen Freilassung der „Skandia" bereit« ergangensei.
Aus Port Said kommt gleitfeeitig die Meldung, daß der Dampfer„Sambia" von den Russen am 24. d. M. sreig:lassen wordin sei. Die russische Mannschaft wurde an Land gebracht; sie wird mit dem nächsten Dampfer nach Odessa fahren.
Unterdessen ist sckwn wieder ein anderer englischer Dampfer angech'lten toorbm. Dem Reuterschen Bureau ist über die Aufbringung des englischen Dampfers „Ardova" durch den Dampfer „Smolensk" der russischen Freiwilligenflotte folgender Bericht zngegagen: Der „SmolenSk" feuerte drei blinde Schüsse ab. Als aber die „Ardova" daraufhin nicht ab- stopple, gab der „Smolensk" zwei scharfe Schüsse auf sie ab, von denen der eine sie in der Mitte, .der andere am Heck traf. Die „Ardova" wurde dann beschlagnahmt und die Mannschaft auf den „Smolensk" übergeführt.
Bezüglich dieser neuen Beschlagnahme teilte Graf Lamsdorff dem englischen Gesandten mit, daß seine I n stru ktion bezüglich dir Beschlagnahme von Schiffen die Kommandanten der Dampfer der Freiwilligenflotte noch nicht erreicht hätten.
In Konstantinopel protestierte England gegen die Erteilung der Erlaubnis an weitere Schiffe der Freiwifligenflvtte zur Durchfahrt durch die Dardanellen und besteht darauf, daß die „Malacca" anzuhalten sei, falls sie guf der , ahrt nach Sewastopol bei den Dardanellen ankommt. Die Pforte befahl, nach einer Reutermeldung, die „Malacca" im Falle ihrer Ankunft in den Dardanellen anzuhalten.
Nun scheinen die Japaner den Russen die Beschlagnahme nachmachen zu wollen. Der französische Dampfer „Bunan" ist unterwegs von javanischen Schiffen angehalten worden. Er wurde nach eingehender Untersuchung wieder freigelaffen.
Die Malaeca-Affaire beunruhigt die amerikanischen Negierungskreise insofern, als bedeutende amerikanische Fleischsendungen, die für Rechnung der i a pa n i sche n Negierung eingeschifft sind, dem Wladiwostok-Geschwader versaflen könnten.
Aer Krieg zwistven Japan «nd Rußland.
Nach dem glänzenden Erfolge der ersten japanischen Armee am 17. Juli haben deren Kolonnen auf allen Straßen den Vormarsch unter neuen blutigen Gefechten fortgesetzt und am 18. Juli auf der Straße Über Sihujan (Hsioyeng) die eben erst eingetroffene nennte russische Halb- division des Charkower Armeekorps völlig geschlagen. 1300 Russen blieben auf dem Gefechtsfeld. An demselben Tage unb am 19. Juli wurde die starke ruffische Stellung hinter dem Lanhoffusse ebenfalls eingenommen. Die Teten der japanischen Kolonnen stehen jetzt im halbkreisförmigenDogen um Laujang, nicht mehr 25 bis 30 Wometer von der russi-1
schen Hanptstelluntz entfernt Teile der Russen sollen schon auf Mulden im Ruckzuge sein. Don dort wird das Eintreffen der Spitzen des russischen 17. Armeekorps gemeldet ^Daily Telegraph'" meldet aus Mulden vom 21. Juli: Die Japaner setzen die allgemeine Flankenbewegung fort Trotzdem heiße eS, General Oku habe sich vor Taschitschao zum Rückzüge gewandt Hingegen besagt eine Depesche der „Daily Mail" aus Niutschwang vom 21. Juli, General Oku habe am 20. Juli die Frontalbewegung wieder ausgenommen und besetzte am Nachmittag Tschaingsuling, nachdem eine schwache russische Abteilung diesen Platz vor dem Feuer zweier Geschütze geräumt hatte. Den weiteren Vormarsch hielt ein dreißigstundiger Regen auf. Die russische Stellung bei Daschitschao sei sehr stark und an allen wichtigen Punkten durch Batterien verteidigt
Wie General Ssacharow dem russischen Generalstabe meldet, befinden sich in der Umgegend von Bensibu auf dem linken Ufer des Taitsiho Abteilungen der japanischen Vorhut in einer Stärkt von etwa zwei Bataillonen mit Maschinengewehren Hinter ihnen in der Richtung auf S i h e j a p u und Fansejapudsei sind recht bedeutende Jnfanterieabteilungen des Gegners und 30 Geschütze stasfel- förmig ausgestellt
Nach einem Telegramm an§ Niutschwang bat am SamStag bei dem sechs Meilen von dort entfernten Tahsuitong ein für die Japaner erfolgreiches Gefecht statt- gefimden, in dem die Ruffen siebenhundert Mann verloren haben sollen. Die Japaner nähern sich langsam Niutschwang, wo insolgedeffen große Aufregung herrscht.
Wie japanische Fischer berichten, haben sie daS Wladiwostok-Geschwader 80 Meilen vom Kap Jnuboye in der Provinz Tschimosa gesehen haben. DaS Kap liegt 60 Meilen östlich von Tokio. Am 23. d. MtS., morgens ll1/, Uhr, wurde heftiges Geschützfeuer bei der Boso- Halbinsel vernommen.
Die Besatzung Pott AtthurS ist durch Kämpfe und Epidemien von 30 000 auf 20 000 Mann herabgemindett worden. Die Japaner erstürmten angeblich daS westliche Fott und beschießen beständig die russischen Linien.
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Deutsches Deich.
Hamburg, 23. Juli. Heute gehen von hier mit den Dampfern ^Gertrud Woermann" und „Montevideo" zwei Truppentransporte nach Swakopmund in See, und zwar 63 Offiziere, 668 Mann und 750 Pferde.
Bremen, 24. Juli. Der Reichspostdampfer „Prinz Heinrichs stieß acht Meilen westlich von Kap Dondra auf ein Wrack oder unbekannten Felsen und erlitt eine Bodenbeschädigung. Der Dampfer fuhr unter eigenem Dampf nach Pointe bc Galle zurück. Der vordere Kohlenbunker ist voll Waffer. Schiff und Ladung sind unbeschädigt.
Schwerin, 24. Juli. Der König von Dänemark ist heute mittag mit seinem Bruder, dem Prinzen Johann von SchteSwig-Holstein, von hier über Wismar nach Kopenhagen abgereist.
München, 24. Juki. Nach Meldungen der Münchener .Allgemeinen Zeitung' und der Münchener „Neuesten Nach, richten" reichte der Kriegsminister am 21. Juli sein Entlassungsgesuch ein. Ministerpräsident Freiherr von PodewilS reiste nach Wildenwatt, um dem Pttnzregenten Vottrag zu halten. Prinzregent Luitpold hat die Annahme des vom Kriegsminister Frhr. v. Asch eingereichten Abschiedsgesuchs abgelehnt und dem
Minister unter Versicherung seines fortgesetzten Vertrauens den Wunsch ausgesprochen, daß er sein Portefeuille beibehalten möge. Der allerhöchsten Kundgebung gemäß wird Frhr. v. Asch im Amte verbleiben. _____________
Keer und Akotte.
Berlin, 23. Juli. Die ManöVerübungen bet Flotte beginnen in Kiel Mitte August, wenige Tage nach der Heimkehr der aktiven Schlachtflotte auS dem Nord- atlantischen Ozean. Die Flotte, die sich an der mecklenburgischen Küste vereinigt, ist die größte Formation, die je m deutschen Gewäffern tätig war.
Berlin, 23.Juli. In Genehmigung ihrer Abschiedsgesuche sind zur Disposition gestellt: Generalleutnant und Kommandant von Danzig, v. Horn, Generalmajor undKommandeur der 85. Jnfantettebttgade v. H ennigS und Generalmajor und Kommandeur der 3. Garde-Kaoallette- Brigade v. Mitzlaff.
Kiel, 23. Juli. Hauptmann Graf Soden, der sich in Peking während der chinesischen Wirren auSzeichnete, ist zum Flügel - Adjutanten des Kaisers ernannt morden. ________
Ausland.
London, 24. Juli. Der Johannesburger Korrespondent des .Standard^ meldet, die Familie des Expräsidente» Krüger hat den Wunsch geäußett, daß die Beisetzung am 10. Oktober, dem Geburtstage KrügerS, erfolge. Von mtG» tärischer Eskorte wird abgesehen Zahlreiche Buren haben chc Erscheinen zugesagt Die holländische Regierung hat fich erboten, die Leiche an Bord eines Kriegsschiffes nach Südafrika zu bringen.
Budapest, 23. Juli. Das Abgeordnetenhaus nah» die Vorlage, betreffend die Erhöhung der Zivilliste, m. dritter Lesung an.
— In einem großen Teste Ungarns ist ergiebiger, Gewitterregen niedergegangen, so daß in der Bevölkerung Berrkhigung eingetreten ist.
Rom, 23. Juli. Auf der Fahtt von Großiney in der Provinz Turin nach Stupinigi stieß ein Automobil, ar dem die Königiu-Wittwe mit der Marchese Villamarmrv und dem Marquis Guicesoli saß, mit einem Post-Autv- mobil zusammen. Der Wagen der Königin wurde, 'iark beschädigt, sie selbst aber und ihre Begleitung- kamen mit dem Schrecken davon und konnten die Rrrse in einem anderen Automobil fottsetzen.
Aus Stadt und LanS.
Gießen, den 25. Juli 1904.
** Personalien. S. K. H. der Großherzog haben den durch die Dekanatssynode des Dekanats WormS für den Rest der im Jahre 1904 ablausenden Wahlperiode vollzogenen Wahlen des evangelischen Pfarrers Paul Benemann zu WormS zrmr Dekan und des evangelischen Pfarrers^ Reinhard Müller zu Wachenheim zum Stellvertreter des Dekans des Dekanats WormS die Bestüttgung etteitt. — Dem OttsgerichtSmann Heinrich Thylmann m Altenstadt wurde das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift ,Für langjährige treue Dienste* verliehen.
** Oüerforstmeister August Joseph f. Am 22. L MtS. verstarb zu Heppewheim a. b. Bergstraße der am
Kuno Aischers 80. KeSurtstag.
S-W-K. Heidelberg, 24. Juli.
Kuno Fischer beging seinen 80. Geburtstag im Kreise seiner Kinder und Enkel. Von äußeren Festlichkeiten hatten die Universität und die Stadt auf Wunsch deS Jubilars Ab- ftcmd genommen, auch offizielle Besuche fanden nicht statt Daß aber dennoch die gesamte gebildete Welt am gestrigen Tage bei dem greifen Philosophen weilte, bewies die große Zahl von Glückwunschtelegrammen, Adressen, Blumenspenden und sonstigen Zeichen der Verehrung und Liebe, die von überallher eintrasen. Telegraphische Glückwünsche sandten auch die Kaiserin und daS GroßhcrzogSpaar von Baden; Großherzog Friedrich ließ dem Jubilar außerdem noch ein Handschreiben zu gehen. Adressen gingen ein vom Engeren Senat der Universität Heidelberg, von der Universität Königsberg, von der Heidelberger philosophischen Fakultät, von den Schülern unb Verehrern, sowie von den früheren Hörerinnen, von der Stadt Heidelberg, deren Ehrenbürger Kuno Fischer ist, u. v. a. Die Heidelberger naturwissenschaftlich-mathematische Fakultät sandte dem Jubilar das Ehrendoktordiplom, Ehmgierte bc9 Studentenausschusses überbrachten eine fünft- lerisch ausgesührte Ledermavpe, Prinz Max von Baden über- wies der Kuno Uscher-Stiftung einen Beitrag von 200 Mk. und im Verlage von Katt Wintere Universitätsbuchhandlung erschien zur Feier des Tages der erste Band einer von Geh. Rat Windelband-Heidelberg — unter Mitwirkung von I. Bauch, K. GrooS, E. LaSk, 0. Liebmaun, H. Rickert, E. Troeltsch, W. Wundt — herausgegebene Festschrift: „Die Pl^losophie im Begmn deS 20. Jahrhunderts." Der 1. Band hat folgenden Inhalt: Widmungsgedicht von Otto Liebmann, Psychologie von Wilhelm Wundt; Ethik von Bruno Bauch;
RetigionSphilosophie von Ernst Tröltsch; Logik von Wilhelm Winbelband. Den Inhalt des 2. Bandes, der Anfang 1905 erscheint, werden nachstehende Abhandlungen bilden: Aesthe- tik von Karl GrooS; Geschichtsphilosophie von Heinrich Rickett; Rechtsphilosophie von Emil LaSk und Geschichte der Philosophie von Wilhelm Windelband. — Am gestrigen Nachmittag unternahm Kuno Fischer, deffen Genesung die besten Fortschritte macht, eine längere Spazierfahrt.
Die Adresse deS Engeren Senats der Universität Heidelberg lautet:
Hochverehrter Herr Geheimrat!
Ew. Exzellenz beehtt sich der Engere Senat zn Ihrem achtzigsten Geburtstage die Gefühle unauslöschlichen D a n k e § au§u zufprechen, womit die gesamte Universität an diesem bedeutsamen Tage auf alles zurückblickt, waS sie Ihrer rastlosen und erfolgreichen Lebenstätigkeit verdankt. Ein volles Mensckrenalter hindurch haben Ew. Exzellenz unter uns als emer der großen Lehrer gewirkt, die der Rtiperto'Earola ilyce Stellung unter den Universitäten deS neunzehnten Jahrhunderts erworben, erhalten, erhöht haben. 91(6 ber redegewaltigste Träger ehrwürdiger Ueber- lieferungen haben Sie in ben Herzen unserer Jugend Sinn und Verständnis für die Bildungsschätze deutscher Philosophie und Dichtung erweckt, geNärt und erAOflcn. Indem Sie bewundernde Zuhörer auS allen Fakultäten Alt Ihren Füßen versammelten unb fesselten, verkörperte sich in Ihnen der Geist innerer Gemrinschast und Zusammengehörigkeit alles akademischen Lebens und Arbeitens. Und dasselbe gilt von der Unermüdlichkeit, womit Sie im Kreise ber Kollegen allezeit Ihre reife Erfahrung unb Ihr sicheres Urteil, Ihre charaktervolle Gesimrung in den Dienst dcü Ganzen stellten. Zur bleibenden Erinnerung an diese Bedeutung, welche die Wirk- amkeit Ew. Erzellenz in dem Leben unserer Universität entnimmt, haben wir unter dem Protektorate Gr. Kgl. Hoheit des Großherzogs mit Hilfe vieler Ihrer Freunde und Verehrer eine S t i f t u n fl gegründet, aus deren Mitteln alle fünf Jahre ein K u n o Fischer- Preis in Gestalt einer floldenen Medaille für das beste beuhdx* Werk aus der Geschichte der Philosopie verliehen werden soll. UnS aber möge e« beschkeden sein, Ew. Exzellenz noch lange mit Stolz den unsrigen nennen und unsre Verehrung zu all der Lieb
Bewunderung fügen zu bilrfen, die wetteifernd die Tage Ihres Alters zu veischönen geschäftig find.
Das walte Gott!
Heidelberg, den 28. Juli 1904.
Der Engere Senat der Rirpertv-EarolL. Wilhelm Braune, Dr. F. Knauff
z. 3t Prorektor Henry Thode
Vincenz Czerny Leo Königsberger
Ludwig Lemme Wilhelm Äindeldand
Georg Jellinek Theodor EurttuS.
DieAdresse der Heidelberger philosophischen Fakultät hat folgenden Wortlaut:
Ihrem hochverehrten Senior, Seiner Exzellenz dem _ r Wirklichen Geheimen Rat Kuno Fischer beehren sich die Mitglieder der philosophischen Fakultät ber Univer- e rieste seines achtzigsten Geburtstages den Aus
druck ihrer Hochschätzung, Dankbarkeit und Liebe zugleich mit ihren 11101(1011 Wünschen in herzlich ergebener Gesnunrnfl darzubrinflen. Was ihnen vor wenigen Jahren auszusprechen schon vergönnt war, dürfen sie heute, zurückschauend auf eben diese Zeit immer neuer reicher und glanzvoller Tätigkeit, die erst vor kurzem durch daS gebieterische Bedüttnis der Äusspannnng von unausgesetzter Arbeit unterbrochen werden mußte, wiederholen. Sie gedenken der be- aeisterndcn Kraft einer Lehre, welche Tausenden unb Abertarrsenbrn die sichere Grundlage nmiaffenber Bildimg geworden ist; sie gedenken der staunenswerten llterarkschen 'SchSpsimgen. welche brr Ideale unserer erhabenen Denker und Dichter wiederspiegelnd unb bie geistigen Zusammenhänge einer unnergleichttchen Kulfiirpettode badefltnb, deren treues Bild späteren Seiten überliefern: sie ge- benfen der Förderung nnb Erhebung, die eht Jeder von ümen bet feinen Bestrebungen solchem die nüffcnfdxiNlidien GhrzeKuSM^ren -U enter höheren ©inbett verkündenden Schaßen verdaM. Möge dies ist ihr Wunsch, der Segen eines tm Forlchen tmb CMhrttrn V unermüdlichen, an edlen Erfolgen so fruchtbaren Wirkens dem H(.>chverbienten in dem sreudigen Bewußtsein von der Bedetth,no eines großen LebenSwettes. zugleici, aber auch von der ihm bntv gebvachto<i unk^dingten Bewunderung sich bewähren ’
Heidelberg, ben 28. Jutt 1904
«•enr» Id.» 3t Deka«.


