1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr
Tuberkulose der
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dem
Truer hatte in der letzten Zeit 16 Stunden utü) noch mehr täglich gearbeitet. Sein ganzer Organismus war zerstört.
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gesunden worden sind. In Amerika scheint man ’t zu baden, diese neue Entdeckung noch ins-
Oest. Kredit . .
Deutsche Bank Darmstädter Bank Bochumer Guß .
Schlußkurse.
200.70
215.75
134.50
189.30
195.87
Anfangs- u.
. 201.50
. 215.75
. 134.30
. 190.10
. 195.75
Katarrh „ . , Diarrhoe
Brechdurchfall etc.
hervorragend^ bewahrt bei
. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel
der Todesfälle tn der betreffenden Krankheit auf von auSwartS nach Greßen gebrachte Kranke kommen.
Donauländer d^e vorhandenen Meinungsunterschiede auSznqleichen. 4,as sudruffiime Borsenkomitee macht jedoch den Vorbehalt, daß nrr Beseitigung der gegenwärtigen Störung im Getreidehandel bis «iir gememschastlichen Ausarbeitung des allseits befriedigenden Vertrages die alten Kontrakte m Kraft bleiben.
— Die Gctreidelmndler-Vereinignngcn oonBraila, Galatz und Konstantza haben sich nach der „91. Bad. Landesztg." nunmehr gleichfalls mit der Bcschicklmg einer neuen Konferenz zur Beratung des Getreidevertrages einverstanden erklärt.
Köln, 20. Avril. Der „Köln. Ztg." u'wlge erklärten die Werke von Diffcrdinqen, Völklingen und Bürbach aus da« be- stimmteste, daß ste dem Walzdrahtverba »de nicht beitreten, so lange Phönix dem Stahlwerksverbande . i.bt angehört.
— Zur industriellen Lage. Nach dem Gei.hästsbericht der A k k u m u l a t o r e n f a b r i k, A.«G. Berlin und Hagen pro 1903, weist das lausende Geschäftsjahr bis Ende März an fakturierten und noch auszuführenden Aufträgen ca. 550 000 Mk. mehr auf als in der gleichen Periode des Vorjahres. — In der General-Versammlung der Maschinen- und Armaturenfabrik Breuer t n Höchst ivurde mitgeteilt, daß das Werk zwar gut beschäftigt sei, die Preise aber noch zu wünschen übrig ließen. — Ter Verband deutscher Draht st istfabrikanten teilt in einem Bericht über den Geschäftsgang im Monat März mit, daß der von dem Zustandekommen des CtahlwerkSverbandes erwartete günstige Einstuß aus das Geschäft tatsächlich auch enigetreten sei. Äei der Kundschaft hat sich wieder einige Zuversicht in die allgemeine Marktlage entwickelt. Tie Käufe nehmen zu und die Verkaufspreise bessern sich. Auch das Ausfuhrgeschäft ist weit reger geworden.
Märkte.
Limburg a. d. L., 20. April. Fruchtmarkt. Durchschnittspreise pro Malter. Roter Weizen 14.80 Mk., weißer Weizen 00.00 Mk., Korn 10.37 Mk., Gerste 8.50 Mk., Haler 6.60 Mk., Erbsen 0.00 Mk., Kartoffeln 00.0 Mk.
üfekes finden ---- mehl
— Deutsch-Niederländischer Getreidedertrag. In einem
Vorstand der Mannheimer Produktenbörse gestern vom Präsidenten des Odessaer Börsenkomitees zugegangenen Telegramm schließt sich die Versammlung der Delegierten' des südrussischen Börsenkomitees unter entschiedener Ablehnung des deutsch-niederländischen Getreidevertrags dem Vorschläge des Mannheimer Börsenvorstandes an. Derselbe geht dahin, daß bei dem deutschen Handelstag angeregt wird, eine Konferenz nach Berlin einzuberusen, um im Verein mit den russischen Getreidebörsen und denen der
’cftftitrv g< ) il! N'sich
Literarisches.
— 18 4 8. Sechs Vorträge von Pros. Dr. Ottokar Weber in Prag. („Aus Natur und Geisteswelt/ Sammlung wissenschaftlich-gemeinverständlicher Darstellungen aus allen Gebieten des Wissens. 53. Bändchen.) Verlag von B. G. Teubner in Leipzig. [VIII u. 138 ©.] 8. Preis geb. Mk. 1.25. — Der Verfasser bringt in sehr knapper Form eine Darstellung der wichtigsten Ereignisse des Jahres 1848. Er sucht zuerst die allgemeinen Ursachen bieser Bewegung, schildert dann den Ausbruch derselb-»n in Paris, das Uebergreiien auf Wien und Berlin. Eindrucksvolle Beleuchtung erfährt die deutsche Frage: der großartige deutsch-nationale Aufschwung jenes Jahres, der in dem Frankfurter Parlamente gipfelt lind in dem Angebote der deutschen Kaiserkrone an König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen sein Ende findet. Auch daS Abschwellen der Bewegung wird erörtert, einige der hervorragenden Persönlichkeiten, von denen man allerdings manche der markantesten Erscheinungen vermißt, werden charakterisiert, der Gegensatz zwischen der Revolution im Frühjahr und im Herbste 1848 wird betont, endlich ihre Niederlage geschildert, zugleich aber auf die Wirkungen derselben hingewiesen. Der Verfasser geht dem Beweggrund im Handeln der einzelnen Stände und Parteien nach und sucht den rechts und links austretenden Extremen gerecht zu werden. Es ist eine lebensvolle, dabei durchaus objektive Darstellung der Geschichte von 1848.
Kunst nnd Wissenschaft.
Frankfurter R e s i d e n z t h e a t e r. Als „Frankfurter Residenztheater" wird daS bisherige Orpheum nach Beendigung einiger für den Sommer bereits abgeschloffener Ensemble-Gastspiele schon in diesem Herbst eröffnet und weitergesübrt. DaS Etablissement wird zu einem kür das moderne Schau- und Lustspiel geeigneten Theater eingerichtet nnb durchweg renoviert. Die erste Spielzeit des neuen Theaters wird Ende September d. Js. beginnen.
Kiel, 18. April. Ihren 75. Geburtstag beging die Leiterin des hiesigen SchleSwig-Holsteinschen MuseumS vaterländischer Altertümer, Fräulein Professor Johanne M es t o rf. 1829 zu Bramstedt geboren, wandte sich Frl. Mestorf schon in jungen Jahren während eines Aufenthaltes in Schweden dem Studium nordischer Altertümer zu und wurde 1873 zum Kustos des hiesigen Museums ernannt, deffen Direktion sie 1891 nach dem Tode des Pros. Handelmann übernahm. In Anerkennung ihrer hervorragenden Leistungen wurde Frl. Mestorf Ehrenmitglied verschiedener ausländischer gelehrter Gesellschasten und erhielt vor fünf Jahren zu ihrem 70. Geburtstage — der erste Fau dieser Auszeichnung für eine Dame in Preußen — das Prädikat „Professor".
Leipzig, 19. April. Der Ausschuß deS zur Zeit in Leipzig versammelten Kongresses für innere Medizin erläßt folgende öffentliche Erklärung: „Der Ausschuß spricht den im schweren Kampfe stehendell Leipziger Kollegen seine volle Sympathie aus. Auch er hält Freiheit und Unabhängigkeit für die Grundbedingungen einer richtigen Entwickelung der ärztlichen Tätigkeit und des ärztlichen Standes nnd erwartet zuversichtlich, daß es den Leipziger Kollegen gelingen werde, einem übermächtig gewordenen Kaffenvorstande ihre gerechten Fordernngen in ihrem eigenen Interesse und zum Wohle der Kranken durchzusetzen und ihre so tapfer verteidigte Selbständigkeit zu wahren." Es folgen 52 Unterschriften medizinischer Kapazitäten, unter ihnen Vertreter aller deutschen Universitäten.
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Kandel und Mrlrehr. Volltswirlschast.
Berliner Börse vom 20. April 1904.
(Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Ueber den Verlauf der heutigen Börse ist nichts Besonderes zu berichten. Das Geschäft bewegte sich immer noch in ganz minimalen Grenzen, und die Tendenz war nach behaupteter Eröffnung späterhin leicht weichend, wozu der Rückgang der russischen Werte, sowohl am hiesigen Platze, wie auch an den westlichen Börsen die Ursache gab. Grund hierfür war die unbestätigte Nachricht von einem Rücktritt des Admiral Alexejew von seinem Posten in Ostasien. Auf dem Kaffaindustriemarkt zeigte sich heute neiier- dings Interesse für die Aktien der Maschinen- und Pulverfabriken, welche teilweise nicht unbedeutende Kursaufbefferungen zu verzeichnen hatten. In Dynamit Trust Shares sanden nach festem Einsetzen größere Abgaben statt auf die Meldung der Hamburger Börien-Halle, daß die Dividende die vorjährige nur unbedeutend übersteigen würde; an unserem Platze jedoch hält man auch heute noch daran fest, daß die Dividende mindestens um 1 Proz. höher (also 81/, Proz.) betragen dürfte.
Prioat-Diskont 3 Prozent.
ZIniverstLäts-Aachnchten.
Wien, 20. April. Der Rektor der Universität erließ eine Kundgebung an die Studierenden, worin der deutsche Charakter der Wiener Universität betont und entschieden erklärt wird, jedem Versuche entgegenzutreten, der daraus abzielt, diesen Charakter zu verletzen. Wer die Universität Wien beziehe, übernehme die Pflicht, diesen ihren deutschen Charakter anzuerkenncn und zu wahren. Der akademische Senat erwarte, daß die Studentenschaft sich nunmehr vertrauensvoll und willig allen Anordnungen der akademischen Behörden füge. Sollten die Studierenden die Ruhe und Ordnung an der Universität stören, so würden die strengsten Strafen, nötigenfalls Verweisung von allen österreichischen Universitäten, verhängt werden.
Harpener Bergbau
Tendenz: Schwach.
Frisch eingetroffen:
Geflügel. Neue australische AepfelJ
Carl Schwaab, Hofdelikatessenhandlung.
Kerichtssaal.
— Eine traurige Erziehungsgeschichte spielte sich vor dem Dresdner Landgericht ab, vor dem sich Baronin Marte Hedwig ».Biedermann zu verantworten hatte. Sie heiratete im Jahre 1891 den damaligen Oberleutnant Christian Freiherrn v. Biedermann. Der Ehe entsproffen 7 Kinder, darunter die jetzt 13 jähriye Baronesse Leonie. Diese soll die Freifrau fortgesetzt mit einem gefährlichen Werkzeug körperlich mißhandelt und durch lebensgefährliche Behandlung geschädigt haben. Infolge einer von einem früheren Dienstmädchen der Angeklagten bei der Polizeidirektion erstatteten Anzeige entfernte das Amtsgericht sämtliche Kinder des freiherrlichen Ehepaares aus der elterlichen Gewalt und brachte sie im Josephinenstist unter. Das Landgericht gab auf Beschwerde den Eltern die Kinder bis auf die Baronesse Leonie zurück, die dem Kloster Mariastern bei Kamenz zur Erziehung übergeben wurde. Die Baronesse war aber nicht mehr zu bessern, sie ergab sich trotz ihres jugendlichen Alters sogar Ausschweifungen. Die bösen Eigenschaften des Mädchens mögen nun die Mutter veranlaßt haben, sich einer strengeren Züchtigungsmethode zu bedienen, um das Kind zu Keffern. Die Familie des Freiherrn befand sich in einer traurigen Lage. Der Freiherr mußte wegen Lähmung seinen Abschied aus der Armee nehmen. Nach der Anklage wird der Freifrau zur Last gelegt, im Oktober 1902 die Baronesse Leonie zwei Wochen hindurch im kaltenKohlenkeller eingesperrt, dann wochenlang das Kind im ungeheizten Zimmer, nur mit einem dünnen Kattunkleiochen angetan, verwahrt und ihm nur alle zwei Tage Essen verabreicht zu haben. Die Hauptbelastungszeugin Thuma behauptet, die Baroneffe habe zeitweilig jeden Tag ein oder mehreremale 30 bis 50 Stockschläge erhalten. Die Mutter habe ihr Kind an die Gurgel gefaßt, es mit dem Kopfe an die Wand gestoßen, sodaß es Schwielen davongetragen, derart, daß nicht einmal dieHaare haben gekämmt werden können. Nachts habe das Kind nackend liegen muffen und sei derart geschlagen worden, daß das B e 11 große Blutflecken aufwies. Hemd, Hose und Röcke des Mädchens seien ebenfalls mit Blut besudelt gewesen und einmal habe die Mutter dem Kinde ein brennendes Licht unter die Nase gehalten. Nach neunstündiger Beweisaufnahme beantragte Oberstaatsanwalt Dr. Wülffen die Bestrafung der Baronin, plädierte indessen für mildernde Umstände. Nach zweistündiger Beratung erkannte der Gerichtshof auf kostenlose Freisprechung der Baronin, da das Gericht die Behauptungen der Belastungszeugen nicht als zu einer Verurteilung hinreichend erachtet und weil auch ärztlicherseits nicht mit Bestimmtheit behauptet werden konnte, daß die Verletzungen durch Züchtigungen entstanden sind. — Gegen die freigesprochene Baronin schwebt noch ein Verfahren wegen Betruges und Tar- lehnschwindels.
.. Äe Zahl ihrer englischen Kunden von Woche zu Woche fl-p i wird. Die Engländer fangen an. einzusehen, das; es n « : ster und daher billiger ist, als das englische Wcizen- V hr
Romantische Flucht eines Gefangenen. AIL-.Krakau wird berichtet: Aufsehen erregt hier die F VX 1 eines Häftlings Namens Ledwos aus der Unter* si tu igshaft des Strafgerichtes. In höchst origineller D E? am Hellen Tage zwischen 3 und 4 Uhr nachmittags h n- -? die Flucht unternommen. Ledwos rief absichtlich gleiten mit Zellengenossen hervor, um in eine Einzel- zc ii ?ingesperrt zu werden. Als dies gelungen war, h!nr^ er mit den Fingernägeln das Holz von den Tür- a irr n ab, sodasi er schließlich die Tür mit einem Stoß n 'fir i und aus den Korridor hinausgelangen konnte. Nach b liti" Vorbereitung wartete er b's Samstag, an welchem TM stets sämtliche Kamine des Sttafgerichtsgebäudes ge- sc«üv"rden N"ch An'unft der K'miuf^r charakterisierte V W o$5 sich als Kaminfeger, in dem er mit Ofenruß das rv " t und die Kleidung schwärzte, von den Stiefeln das CKleider abschuitt, sie dadurch in Pantoffeln verwandelte u ans dem gewonnenen Leder sich einen breiten Gurt a TH fügte. Vom Hut riß er die Kremve ab und verwandelte il rf- in eine runde Kappe, wie die Kaminfeger sie tragen. SDv?: kleidet hob er die Tür aus den Angeln uno spazierte im elfer Ruhe, von niemandem gehindert, zwischen den auf b vkHicrcridoren und am Hofe postierten Wärtern und Justiz- fr zum Haupttore hinaus, das ihm vom Portter ge- e |f-! -wurde, und wendete sich in die Richtung zur VorstI4e: Podgorze, wo seine Spur verschwindet.
'Milch in Postpaketen. Es ist verschiedentlich 6 enrouf hingewiesen worden, daß jetzt Verfahren zur Her- t tont!; eines Milchpulvers von einwandfreien Eigen-
b' Winbcre zu Ohmftcn der Hhgiene auszunutzen. Das Milch- t Kutrriift leicht, gelblich, von etwas flockiger Beschaffenheit in r rwandelt sich durch Zusatz von Wasser in eine F nLfigfeit, die im Großen uno Ganzen weder durch das Willie noch durch den Geruch, noch durch den Geschmack v>oe-. so" scher Milch zu imterscheiden ist. Einen erheblichen U.h!rtr|<iiicb enthüllt belegen eine Untersuchung durch das MMcsdop. Während nämlich frische Milch Millionen von B ‘Mei-rn enthält, die sich innerhalb weniger Sttinden atuti fiiem paar Tausend solcher Keime, wie sie aus den Sl.r Mwgcn der Mhe hineingelangen, entwickeln, so ist bfllibird) das Pulver gewonnene Milch vollkommen keimst it:n ad Pulver kann jeden Versand, also auch einen so jlchn l durch die Post, verttagen, und in Amerika hat irt bin disondere Behälter dafür hergestellt, die jeden Luft- zipMt mnd demzufolge auch das Eindringen von Bakterien v e ^nfr’rn sollen. Es" ist angeblich eine Probe darauf ge mc!'! worden, daß das Milchpulver in solcher Verpackung etTci» iüejife um die Welt her tragt, ohne seine Beschaffenheit, urnö iin besonderen die vollkommene Freiheit von Bakterien, einmutbiziÄt zu haben. Sorgfälttge chemische Untersuchungen ha'ickn i inen Unterschied in der chemischen Zusammensetzung be Olivers von der gewöhnlichen Milch nicht nachweisen kö'nmi, während andererseits über 400 bakteriologische Pr'insun^en gezeigt haben, daß das Pulver, wie es aus der Tr'.nit'imaschine kommt, durchaus steril ist.
'Zwei Doktorinnen. Seit zwei Jahren trat die oo:«n ihnnn Ehemanne getrennt lebende 30 Jahre alte Rosa CA ’Jffl.'cÜfe, als Aerztin auf, ohne irgend einen Wert aus derMöesuch von Patientinnen zu legen. Ihr Mann ist Bauer in einer i ostpreußischen Dorse und hatte sie eines Tages auLÄdmi Hause gejagt, als er ihre Untreue entdeckte. In B ei ülii versuchte es die G. zunächst mit der Krankenpflege, i 'um: ; Assistentin in einer Minik und ging, als sie auch v)ox::r tut ciffeit wurde, unter die „Schriftstellerinnen". Selbst- verrMdiich konnte ihr die Schriftstellerei auch nicht einen HelM Einbringen. Sie wurde nun — mit dem gleichen nesWive-i finanziellen Erfolg — „Aerztin". Als Fräulein
Rosa Gudatke" fand sie Kredit bei angesehenen Frcsrrm,'wo sie sich als Frauenrechtlerin miögab, bei Buch- f)m nnln und Modegeschäften. „Fräulein Doktor lebte ein becrlichen Dag, bis sie es mit Mechselfälschungen versus ii ills es herauskam, daß sie die Unterschrift einer bc fr orten Dame aefälscht hatte, nahm die Charlottenburger .i > ^aepolizei die Abenteurerin fest. — Von derselben PolMbclhörde wurde eine zweite Hochstaplerin verhaftet, der '.! Äreiche Inhaber von Hotels, Pensionaten sowie Ge- menKüie bende ^um Opfer gefallen sind. Unter dem Namen Fr ''Sl. Ar. Käthe Klein tauchte im Oktober vorigen aV/f? bbie 35 Jahre alte, von ihrem (Zchemann geschiedene iit Ä imann geborene Kain in Berlin auf und logierte ich ) äiichst in besseren Hotels ein. Nach etwa zehn Tagen versHiLind die elegant auftretende „Frau 5)oftor", ohne auf d tit Präsentation der ansehnlichen Hotelrechnung zu iiarnfc- Einen Tag vorher pflegte sie noch sich kostbare Hobb- r.us Konfektionsgeschäften zusenden zu lassen, denen sie /i.v'Ling „am nächsten Tage" zu machen versprach. Als er "aplerin das Leben in Hotels zu unsicher erschien, ertt.e sie sich Pensionaten an. Aber ihre Spur war der i’I-'.ijiri mcht entgangen; man folgte ihr in ein elegante ) im, und als sie von dort verziehen wollte, wurde sie r Untersuchungsgefängnis ab geführt. Frau Heimannr a tstammt einer russischen Familie und hat einst besscsk Oage gesehen.
•'irdtfberung des eigenen Tobeskampfes. Dr. :ih mn Paul Truex in Newyork hatte im Kranken- hausM i ic Operation vorzunehmen, aber schon bei der nh L.i im Krankenhause über große Müdigkeit geklagt und ! ■ anregendes Getränk verlangt. Die Operation war s In- • » erig und erforderte angespannteste Aufmerksamkeit. rbißig Minuten hindurch war Dr. Truex bereits bei bÜ Liberation tätig, die, von Erfolg gekrönt, schon fast becnMiviar, als er plötzlich einen tiefen Seufzer ausstieß und t "I idem Ausruf: „Es ist so weit, mein Gott, es ist so ro< :nt :?ont Operationstisch seitwärts taumelte, das Messer falle: m chf und seinem hinzueilenden Assistenten Dr. Herri- mamMn die Arme sank. Während ein anderer Assistent das i.gegangene Werk des Dr. Truex zu Ende führte,
wurd # ei er in ein nebenliegendes Zimmer getragen, ent- Heibt tsmii) auf ein Bett gelegt. Nach fünf Minuten öffnete er bi i ligen und sagte mit leiser Stimme: „Es hat keinen Zwec'-L bapß Sie mich zu retten versuchen. Ich sterbe an akute ro n-tzerweiterung." Dann sprach der Sterbende weiter: „Ich?! f:te: das Gefühl, als wäre mein Körper eine Woge im CiDxi Es kommt mir vor, als ob er aufstiege und toiebt "f ü? berfänFe. Mein Herz schlägt schwer gegen seine W.ini 4 C"b3 will springen. In der Lunge habe ich das Geiü' ,v§ würde sie von einem ungeheuren Schraubstock zu sau ir-Mi;epreßt. Jetzt ist die Tätigkeit des Herzens nicht mehr ' intensiv. Mir scheint, daß ich die F-ähigkeit, etwas zu er mxtien, verliere. Mein Herz bewegt sich gerade nur noch. - i sterbe. Grüßt meine Frau und meine Kinder. Es i |u u Ende." Bald barc.uf war Dr. Truex tot Dr.
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'et eine große ösirx- Dohnungssrage unif: Unterabteilungen: _S- iten" und „Sofc- b im Anschlüsse ante! lieressanten Besichtig nnüyigen Bauuntemn ,en bieten wird, sein : eigentlichen fonpr zusammen gedrängt t Bemessenen die tot i des Vorstände» ii lach, Mitglieder dri
i Lberbürgemei T. Frhr. v. Beriet tros. Tr. Lujo Brer Dr. Tietz-Tarmstadi , Bürgermeister 2: -Berlin, Fabrikant irimann, RechtsaM Lombart-Dreslau, Reg.-M Pros. Sri clin, Pros. Tr. M
Eingesandt.
(Für Form und Juhait aller unur dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
L i ch, 19. April 1904.
Da durch das Entgegenkommen dex Großh. Staatsregierung der projektierte B ahn b au Lich—Grün berg als natürliche Fortsetzung der Linie Butzba ch—L i ch sich zu realisieren scheint, dürfte es wohl an der Zeit sein, daß sich auch Stimmen geltend machen, die der allgemein verbreiteten Meinung entgegentreten, die ganze Bevölkerung Lichs sei mit der Passivität einverstanden gewesen, mit der man s. Z. dem Bahnbau Butzbach— Lich entgegengestanden hat, resp. wie hierbei die Interessen der Stadt Lich gewahrt oder vielmehr wie sie nicht gewahrt worden sind. Das kann man ruhig konstatieren, nie und nimmer hätte man ich in den Schmollwinkel zurückziehen dürfen, sondern mit Energie bet der Sache mithin müssen, dann wäre manches vermieden worden, was den geschäftlichen Beziehungen LichS nur nachteilig ist, und es wäre nicht die Handhabe gegeben, wie man zu lesen und zu hören bekommt, der ländlichen Bevölkerung zu sagen: Seht Ihr, was man in Lich für Euch übrig hat?
Nun die ernste Mahnung, für die Folge eine kraftvolle und ztelbewußte Haltung bei Eisenbahn- und anderen wichtigen Fragen einzunehmen und gegebenen Falls mit Ovferwilligkeit entgegenkommen, zumal unsere Gemeinde in pekuniärer Hinsicht mindestens ebenso leistungsfähig ist als andere auch, zu bedenken, auf welche nicht gut zu machende Weise eine Kommune geschädigt werden kann, wenn der gegebene Moment verpaßt wird und eingedenk sein der Worte unseres Kaisers: „Tie Welt steht im Zeichen des Verkehrs".
7. W,
MöchkuMe kledttßchl der Todesfälle iu der ZtM Gießen.
14. Woche. Vom 27. März bis 2. April 1904.
Einwohnerzahl: angenommen zu 27 500 (inkl. 1600 Mann Militär) Sterblichkeitsziffer: 20,80
nach Abzug von 4 Ortsfremden: 13,23 °/no.
_ _ Kinder
Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom
Lungen
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2(1)
Tuberkulose anderer
Organe
2
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Keuchhusten
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Lungenentzündung
2(1)
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Lnngen-KrebS
1
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Herzfehler
1 (1)
1 (1)
Altersschwäche
1 (1)
1 (1)
tm Wochenbett
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Summa:
11 (4)
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