Mittwoch, 17 Februar 11)04
154. Fahrg.
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Giehener Anzeiger
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General-Anzeiger, Amv- und Anzeigeblatt für den Kreis Liehen.
keinen Wert. Zentralkomitee unterwerfen, weil sie /ick überhaupt^ nicht dem Urteü . . . w .. ,...._____t__hto rtlfpn S-.rtniTi' nnnennrpn.
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ffiÄXlÄMÄZ&W Siiw Technischen. Datier ist vielleicht Mich eine iMgewöbn- michbegreiflick^daß von diesem Standpunkt aus Graf Posadowslh licke Behandlung am Platze. ®r erfiaL
aesagt bat/ die Sezession führe nickt zur Veredelung der Kuns. merung m Z'kunft .war gerecht, aber wohlwollend sich verhalten
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in keine Rede sein. Nun gingen aber dtc
Sezession wollte sich nicht dem
zession an.
Nnd nun müssen wir hier im Reichstag die Frage aufwerfen: Wie sollen wir uns diesen Bestrebungen gegenüberstellen iptb tote hat die Regierung sich der modernen Richtung gegenüber zu Verhalten? Ich freue mich, daß Graf Posadowskh erklärt hat, Regierung und Parlament seien nicht .zuständig, nur für eine Kunst- ricktung sich zu entscheiden. Darin hat er Recht, es wäre ganz verkehrt, wollte man einseitig für eine Richtung Partei ergreifen und eine andere unterdrücken. So wenig es je möglich gewesen ist, eine große geistige Bewegung künstlich niederzudrücken, so wenig w'rd es irgend jemand, und stände er noch so hoch im Reich, möglich sem, der Kunst zu gebieten, andere Bahnen zu gehen, al? sie von seckst geht. (Lebhafte Zustimmung.) Richtig wäre es, wenn die Regierung das neue zu fördern sucht, damit sich das Edelmetall von den Schlacken sondert. Wo die Kunst entartet, wo sie ekler Sinnlichkeit dient, da muß jeder Kunstfreund ihr entgegentreten, wo die .Kunst darnach strebt, bte Autorität zu untergraben . . . (Schallendes Gelächter links. Redner, zu den Sozialdemokraten: Ja, sehr richtig l Solche Bilder sind Ihrer Richtung in der Tat nicht fern, Gelächter bei den Sozialdemokraten.) Redner sfortfabrend): Wo sie dem Volke die Freude an den Idealen zu vergällen sucht, da darf dre Regierung ihre Förderung ihr nicht mehr zu teil werden lassen- Ich will eine freie Kunst, aber ich will keine freche Kunst. (Gelachter links.)
die Ausnahme Wert, alles andere, Fleiß usw., haben Nur die Eigenart ist entscheidend Wenn wir das als richtig anerkennen sollten, wohin würde das führen? Nun, zu einem lieber» Menschentum. Derartiges aber kann eine gesetzgebende Körperschaft nicht fördern. Die Erzeugniste der Sezession sind auch mitunter sehr sonderbarer Art. Da hat ein Sezessionist das Portrat seiner Frau ausgestellt, und dieses war in einer Manier gemalt, daß es allgemeines Kopfschütteln erregen mußte. Der „Kladderadatsch hat dazu die treffende Inschrift gefunden:
Wandrer, steh' und weine. Sieh, dies hier ist die Meine, Ich wollt' es wäre Deine I (Heiterkeit.)
Die Künstler der Sezession sind nicht nur Sezessionisten in der Kunst, sondern auch im Leben. Sie sind anderen Stimmungen und Empfindungen unterworfen, als die anderen Menschen. Daraut müssen wir Rücksicht nehmen Aber daS kann uns mckt veranlagen, die Allgemeinheit ihren Forderungen zu unterwerfen Ick mockte hier ein sehr warmes Wort einlegen für d,e .einheitlichen Bestrebungen des Künstlertums. Der Künstler soll nickt gebunden Kin durck Ungerechtigkeiten, aber auck diese Ungebundenheit muß der Beschränkung unterliegen, die in dem Satze ausgesprochen ist: Sain« rei puhlicae supr-ma lex. Der Gedanke, aus dem heraus der deutsche Künstlerbund entstanden ist, ist ein idealer und verdient unsere wärmsten Shmpathien. Es ist mich WieKo?, daß die Leute, die sich in ihm zusammengefunden, ungewöhnlich begabt und.
Partamcmariiche Perlianslungen.
Nachdruck ohne «-reindarung nicht gestattet.
Deutscher Reichstag.
?on Künstlern uTkVtoVrf'en tooöte,' die der alten Schiile angehören. Der Kampf zwischen der Sezession und der alten Schule ist em geistiger Kampf, der sick mit rein sachlichem Boden bewegen mutz. Wenn ich mich nun frage, war die Ausstellung der geeignete Lrt, diesen Kampf der Künstler und Geister zur Entscheidung zu bringen, so sage ich nein. Ick habe den Eindruck, als ob man bet diesem Emanzipationskampf, den die Sezession gegenüber der alteren Kunstrichtung führt, die Ausstellung dazu benutzen wollte, um sich offiziell in der Welt einzuführen, und diese Aufsaßung wird veitatigk durch eine Aeußerung in der Broschüre der Sezession, warm es hecht, der Kampf müsie mit der Faust geführt werden. Nun ist der Abg. Singer ja mtd) für die Sezession emgetreten Ich meine aber tm allgemeinen steht die Sezession keineswegs auf dem Standpunkt der Sozialdemokratie. Sie wünscht zu individualisieren, wahrend m der Kunstgenosimsckast das Stimmreckt aller entscheidet. Dem Partikularismus mif staatsrechtlichem Gebiet ist ja durch die Schaffung des Reicks begegnet worden. Wir haben ein einheitliches Reick, also müssen wir meines Erachtens auch einheitlich aus der Ausstellung vertreten sein. ES wäre aber keine Vertretung gewesen, wenn man einer ganz bestimmten Kunstrichtung eine gesonderte Ausstellung eingeräumt hatte. Wenn die Sezession hatte ausstellen wollen, so hätte sie dazu Gelegenheit gehabt, und es waren alle Kautelen dafür gegeben, daß sie nickt majorisiert werden tollten. Aber sie batten den Wunsch, auch äußerlich getrennt cni^^llen. Die verbündeten Regierungen haben es schließlick als vraktisch erkannt, daß bei der Kür-e der Zeit und im Hinblick darauf, daß die deutsche Kunstgenosiensckafl eine alt organisierte, mit Dicken Erfahrungen ausgestattete Gemeinschaft war, grundsätzliche Aenbe- runaen im letzten Augenblick nickt mehr vornehmen zu lasten. Ww werden ja noch mehr Ausstellungen beschicken und uns jedenfalls, wenn wir das tun, aufs neue auch mit der Sezession in Verbindung setzen. Jedenfalls haben wir im vorliegenden Falle keineswegs tn einer Weise gehandelt, die die Beteiligung der Sezession ausge- schlossen hätte. Wenn die Herren sich selbst ausgeschlossen haben, so beruht das auf anderen Gründen, aber nicht darauf, datz sie mcht zur Geltuna kommen sollten.
Abg. Graf Crtola snat.-lib ): Die Ausführungen des Grafen Posadowskv bedauere ich im Jnteresie des Zusammenhalts der deutschen Künstler. Nur in einem Punkte kann ick ihm Reckt geben. Er bat gesagt: „In der Sezession habe ick von Kunstwerken manches gesehen, was abstoßend auf Mick gewirkt hat." So ist es mir auch ergangen, denn ich bin durchaus kein Anhänger der Bestrebungen mancher Sezessionisten. Wenn ick hier für sie eintrete, so tue ttfii c8 aus dem Grunde, weil ich will, daß Gerechtigkeit geübt wird den verschiedenen künstlerischen Bestrebungen gegenüber. Von der Elendsmalerei, die Herr Singer hier gerühmt bat, bin ick kein Freund, und gerade die Arbeiter werden sick solche Elendsbilder auck schwerlich in ihre Zimmer hängen. sLacken bei den Sozialdemokraten.) Nun, Sie (=u den Sozialdemokraten) wissen dock sehr gut, daß die Arbeiter solche Bilder nickst kaufen können, daß sie sich bag-wn andere Oeldruck in ihre Wohnungen hängen. (Soeben bet den Sozialdemokraten. Zurufe: Ja, weil sie kein Geld haben I) und es ist ja auch sehr erfreulich, daß manche Arbeitgeber dafür to^Sf*» daß die Wohnungen der Arbeiter durch solche Kunstwerke verschont werden (Heiterkeit bei den Sozialdemokraten.) Was in der Sezession abstoßend mif mich wirkt, das ist die Zügellosigkeit mancher Bilder. Ich habe Werke gesehen, die sich auszeichnen durch die Frechheit der Technik. (Gelächter links.) Da will man um jeden PreiS nur Neues, Eigenartiges schaffen. Die wirkliche Aesthetik wird niedergerisien. (Sachen links.) Unter dem Kleide einer gesuchten Originalität verbirgt man den Mangel ernster Studien. (Zuruf: Was verstehen Sie davon?) Da werden einfache Skizzen hsti- gehängt, nicht durchgearbeitete Dinge (Zuruf links: Schrecklich!), die werden dann als vollendete Meisterwerke betrachtet und von Beuten, die sich für geistreiche Kritiker halten auch als vollendete Meifter- werke gepriesen. Wenn dagegen ein anderer Künstler sein Werk bis zu Ende sorgsam durchführt, dann gilt er in jenen Kreisen als Pedant. (Sacken links.) Es ist ja geradezu Mode geworden, gewiße Extravaganzen zu macken (Sacken links), unb_ die anderen, die das nicht mitmachen wollen, werden als Reaktionäre, als Rückschrittler hingestellt. Das habe ich an der Sezession zu tadeln. Aber auf der anderen Seite muß man mich konstatieren, daß J>ie neue Bewegung uns Hervorragendes gebracht hat, und wir müßen mit dem Abg. Spahn den Sciftungen eines Siebermann und anderer unsere volle Anerkennung zollen. Und auch daS muß ich Herrn Dr. Spahn zugeben: Ein Mann wie Manet ist für unsere deutsche .Kunst ein großes Vorbild gewesen, selbst wenn Herrn Hennig die Lobpreisung eines französischen Meisters nickst gefällt. Die sogenannte Sezession hat uns geholfen, uns freizumachen von konventionellen Voruisteilen. Die Entstehung der Sezession war eine Notwendigkeit (Zustimmung), sie hat der .Künstlerschaft geholfen, daS Selbstbewußtsein einer traurigen Mittelmäßigkeit zu brechen. Eine Reihe der angesehensten und tüchtigsten Künstler gehört der St
auch die Bemerkungen de§ Vor- Eigl) und weil das erstere Verfahren zu erheblichen Be-
Gerade ihnen h^t die, Kmist^viel Lfcn ^laß gab. deshalb sollte es zetzt verlaßen werden. Ware I Was wäre die Kunst geschehen, dann Ware man schließlich darauf hmausge-
n gewesen, (tfurur. ?omtnei1 Mnge der bemalten Seinehxmb entschiedend ge-
34. Sitzung vom 16. Februar.
1 Uhr. Das Haus ist schwachbefetzt.
Am Bundesratstisch: Graf Posadowsky u. a.
Die zweite Beratung des Etats des Reichsamts Innern wird fortgesetzt bei den einmaligen Ausgaben, Titel „Kosten der Beteiligung des Reichs an der Weltausstellung in St. Souis, zweite Rate 2 000 000 Mk.".
Abg. Singer (Soz.): Meine Freunde haben Zuschüße für Weltausstellungen stets bewilligt, werden es auch diesmal tun. Zur Kunstfrage muß ich bemerken, daß in der Kommission alle darüber einig waren, daß die Sezession vertreten sein müße. Es hat mich sehr gefreut, daß Herr Dr. Spahn in so warmen Worten die Regierung aufgefordert hat, sich nicht in den Streit der Kunstrichtungen zu mischen. Zweifelhaft ist mir freilich, ob Herr Svahn der Meinung aller seiner Freunde Ausdruck gegeben hat. Man denke nur an die Haltung des Zentrums im bayerischen Sandtag! x-te Sezession hat im Volke selbst Boden und Verständnis gefunden. Die realistische Manier, die Not und das Elend darzustellen, die ganze Armeleutemalerei hat weite Kreise unseres Volkes warm berührt. Gerade diese ist es aber auck, die den Widerstand in hohen Kreisen hervorruft. Man will das Elend nickt sehen. So ist denn
Der Künstler soll sich frei entwickeln können, ohne Bevormun- ig von Behörden ober Akademie-Direktoren. Ick (matze und vciebre eS, wenn seitens unserer Landesherren emgetreten wird für die Förderung der Kunst, und ichkann Herrn Henmg darin recht geben, daß von Fitostenhöfen viel für die Kunst geschehen ijt. Aber wir wollen eins nicht vergeßen: wenn wir an die Renaissance denken, an die Medicäer, die die Kunst gefordert haben, so haben sie es dadurch getan, daß sic der Entwicklung der Kunst den fteiesten Spielraum gelaßen haben. Die Werke e,nes Tonatello, emc5 Michel Angelo, eines Signorelli sind nur möglich geworden, dadurch, daß Fürsten sich gefunden haben, die der sich entwickelnden Kunst die Wege geebnet haben.
Wie steht die Regierung nun biejen Anschauungen gegenüber?
steiiikunst" ist, fein kann, durfte jedem bekannt sem, der auch nur - , bervortreten labt und minbe^'m? ebenso
ganz oberfläcklickdie Kunstentwicklung beSlcbten5abr^bnt§tieL» eHra^agn,^ f-nc 6nf|Tr Konventionalmalerei, nur daß diele folgt hat. Die Sache kann uns nicht gleichgültig bleiben bei der jem Beschauer leichter verständlich wird. Ick habe ferner
Budgetbewilligung: handelt eS sich doch auch um sehr materielle ^n Eindruck, daß die Sezeßion sich schließlich
Jntereßen daber. Amerika ist bekanntlich em sehr bedeutendem Markt gei b56eren ^eal durchrinaen werde, daß sie schon eine für die moderne Kunst Schicktman nurbie , bonCrtrobagou.en abaestoßen hätte und daß auf der an-
forten hm, bleckt das Beste der deutschen Kunst dost ausgefchlosftii die hergebrachte Malerei manches von der Sezession
— so hat schließlich Deutschland fE den Schaden davon, ver,^^ richtig!) Ich habe den Eindruck, als ob die
gibt nun einmal lerne offizielle Kunst Noch weniger lummes sich allmählich' auszugleichen beginnen, denn auch m
sich die Amerikaner um „offizielle Dinge. Cb bonun§ patentiert Sezeßion gibt es ganz außerordentlich viele Stufen. Davon oder nickst, das ist ihnen gleichgültig.. Wird ine Gemeinheit n nun Merdmas nickst die Rede sein, ist auch nicht die Rede, Anspruch genommen, so muß auch die Allgemeinheit den Nutzen ) toir ^ier als snmmus judex diesen Streit entscbecken foüten haben. Wir haben es eben hier tn Wahrheit wieder einmal nut dem ^der die Regieruna noch das Parlament zuständig. Und
Ausfluß eines persönlichen Regiments zu tun!. (Sehr too^r! itnW.). ehl(? Einigung zwischen den beiden Parteien wird nickst möglich „Meine Künstler", „Meine Schauspieler . Darin druckt sich das auüerfte Flügel der Sezession erflärt, die Maler der
------- " ' • ‘ wollen niemandem I schule könnten ja noch nicht einmal ordentlich sehen, was sie auf einem 5-bron während aus der alten Schule heraus erklärt wird, bte Se- ro’n—a" <nTr-1 qessioiiisten seien Leute, die sich weder die Mühe noch d,e Zeit geben wollten, wirklich zu malen. Also da laßt sich theoretisch kein. Vergleich erzielen Nun erklärt der Wg. Svahn, die SezeMon sei auf- gebaut auf der Auffassung de? französischen Malers Manet Der habe zuerst gelehrt, man müße die Dinge mcht so darstellen, wie sie sind, sondern wie sie das menschliche Auge, beeinflußt durch Entfernung, Sicht und Farbe, zu sehen glaubt. Ich glaube nicht, daß hierin der charakteristische Unterschied zwischen, der alten schule und der Sezession liegt: denn das sst ganz unzweifelhaft: Auch die alte Schule wünscht und strebt danach, die Dinge so zn malen, nicht tote sie sind, sondern wie der Maler sie sieht. Ich glaube, der Maler kann garnicht anders malen, als wie er die Dinge sieht . Ein landschaftlicher Maler wird nickst daran denken, em Gebirge anders zu malen als mit Rücksicht auf die Perspektive, auf bte Entfernung. Er malt das Gebirge so, wie es seinem Auge unter der bestimmten Entfemuna erscheint. Im Mittelalter war es allerdings anders. Aus dem Mittelalter kann man noch Bilder sehen, wo die Maler «etwas so darstellen, als ob es m ferner vollkommenen Große un-
- ■ — ~ Der charakteristische Unterschied
uw uMu muu ........ haben ihn vielmehr darin zu suchen
'wKCinn I daß die Sezession erklärt: Jeder soll vollkommen m der «chule nach Die Mission des | ei n künstlerischen Begabung ohne Einflich einer be- ..;™. Es ist so dargestellt worden, als hätte man überhaupt die Sezession von einer Beteiligung an der Künstlerschaft Rechnung zu tragen. Die Vemachlajpgung oer i Weltausstellung in Saint-Louis ausschließen wollen. Das ist ur- Sezession in Saint-Louis ist m weiten Kreisen des deutschenVolkes ^ich unrichtig. Allerdings herrschte früher da? Prmzip, daß ------W-nn d,° SHegiermg r^tf^ren bcr Xmm Erteilt werben ,-llte .auf bte einzelnen
persönliche Regiment aus. Nirn, wir seinen Geschmack rauben, mag er u-, ----- -
sitzen. Aber wenn der Reichstaa mehrere Millionen zahlen soll, so muß er auch dafür zu sorgen haben, daß bte deutsche Kunst dort vertreten ist und nicht ein Einzelgeschmack.. Ja, dort oben heißt es immer noch: „Die janze Richtung patzt mir ntebt! (Heiterkeit.) Nun, man hat schließlich das Blamable der Situation eingesehen, wenn man nach Saftit-LouiS nur mit Werner und ähnlichem kommt. Man hat sich nur damit zu helfen gesucht, daß man aus einzelnen Galerien sezessionisftsche Bilder nahm und nach «t SouiS ferrate. Nun, ein Anzeichen von Besserung ist ja immer erfreulich. Aber hier bat man sich sehr schlecht auS der Affäre gezogen Die Galenebilder find doch schon verkauft. Schic» man sie h'n^so stellt man ja den Zweck der Ausstellung auf den Kopf Düs kommt eben davon, wenn die Regierung sich m Dinge mischt, m benen sie nicht kompetent ist. Eine Staatsregierung kann kern .Kunsttrckunal sein. Man kann ja m diesem Falle bem Staatssekretär mildernde Umstande zubilligen: er handelte wohl nicht völlig aus eigener Initiative. Aber für bte Zukunft müßen dergleichen Situationen vermieden werden. cLi'Hhriin- I etwas jo oarpeuen, ui» uu i
eigneten Instanzen überlaßen werden, und das fjnbJ)te S^tutm- mitteIbar tior ihrem Auge lag. neu, die sich die Künstler selbst gesetzt Habern Denen.dürfen. wir arfo wckt hierin. Wir ha> auf keinen Fall die Anerkennung versagen. Der Deutsche Künstler bie Sezession erflärt: Jeder stund ist nun einmal, zu st^de gekommen Di« seiner eigenen künstlerischen B
preußischen Kultusministers hat nichts gEnutzt Unddaherhaben Kunstrichtung malen,
mir uns danach zu richten und dem >er bätte man überhaupt die Seze..
Künstlerschaft Rechnung zu tragen. Die ®eH(nIg^^er^ung in Saint-Louis ausschließenwollen.
Sezession in Saint-Louls ist in westen Kreisen^des deusschen Volkes Merdings herrschte früher das
<7uss schärftte mißbilligt worden. Wenn bte Regierung fortsahren ~u=~u* ......
sollte, entgegen dem allgemeinen Wunsch dem Geschmack eines So?aIgenoffcnf(fiaften uach Maßgabe der Zahl ihrer Mitglieder einzelnen zu folgen, so Mrd der Reichstag m Zukunft dahin wmmen, vermaß also gewissermaßen nach der Elle den Raum. Das ist Mistel für solcke Zwecke überhaupt Nicht mehr zu bewilligen. ^kehrteS Verfahren. Hier m der Broschüre der Sezession
(Sebb. Beifall links.) . ^„nde beißt es im Anschluß an eine offiziöse Mitteilung der „®eier»
Abg. Hennig skons., schwer verständlich). Auch metne Freunde „ botn 21. Dezember 1903: „Wenn München doppelt soviel meinen, daß hier nicht ganz Errett verfahren ist. Widerspruöh Berlin, dann müsse eS auch einen doppelt so
erheben nrufc ick jedoch gegen die Worte des Vorredners, daß die ^ßen Raum beanspruchen dürfen. Ich sage ganz offen, diesen Sezession unbeliebt sei, west sie gerne die Armut mb baS Elend ^midpunkt teile ich nicht. Ick meine, nach meiner bescheidenen schildere Gerade desbalb erfreut sie sich in vielen Kreijen großer ^ fsassung muß die Güte des .Kunstwerkes den Ausschlag geben Anerkennung. Unrichtig waren auch die ^Bemerkungen ^^Vor- | Bp-
redners über die Fürstenhöfe. C. "J*““ au danken. Denken Sie nur an Tizian I ----. ,o
Ine Florenz, .ohne Weimar, ohne Berlin gewesen. (8 „
'^^Di^ Ausführurigen des Herrn Dr. Spahn über die^Sezesswn ReichSkonnnißar berief nach Berlin eine Kommission von
haben mein Wohlgefallen nicht erregen k°unen Herr Lpahn hcst Kunsthändlern, Kunstkristkern und Kunstliebhabern, die
den Ursprung der Sezession auf Manet zuruckgeführt, also <nif einen verbündeten Regierungen tn einen Meinungs-mstausch über
franaöstschen Meister. Ich bebaute, daß er nicht einen oeutlcken ^e veranstaltende Ausstellung traten. Es ergab sich aber, daß rofter lieber angeführt hat. Was ich von Mauet kenne, hat mw bc^nbc ^ße Organisation der deiAchen Künstler, di-
nickt sonderlich gefallen. Das meiste finde ich sehr, barock^Herr lusmeuossenschaft, diesem Verfahren absolut ablehnend gegenüber-
wir muffen k-mn mtzrrch°°w°s°n wär- °«nr Mit«
Augen des Künstlers klar zu 'ehen.^ Diese Werke ManetsJinö ao i Crganifation, die sich über S-mz Deutschland erstreck
für6mid) wenigstens sehr schwer verständlich^ Jöh meme,mcmfE IofaIe Genossenschaften gegheberi ift überhaupt
Vine besonderen Studien treiben müßen, um em Bild berftejen ju schmieriges Werk wie die Kunstausstellung in St. Boms durch- konnen. Die.Sprache^deS Künstlers fit b e- Sprache^der^erfe mck übren. '^ES^waren zum Teil auch rein geschäftliche Schwierigmuß unmittelbar zu verstehen Überhaupt er h testen, bie bem entaegenstanden Deshalbverließ matt den ersten
der Sezession seine eigene Vewandfitis Man sieht es ofl' Gedanken und wählte zum ausfuhrenden Organ die Kunstgenossen-
Schlagwörter austommcn meist mdWorter b^bann wotz ck Bedingung, baj bte Se-esjton mcht grundsatzsich
2? ' ^„rhrtpiefirei ganzer Gruppen werden, ohne daß eine ^er - miSaefdiloffen fein sollte. Es sollte nun ein Zentralkomitee ge-
fot^S®®aah>orf Mbrt teX Ä Ä» s°-t° di- S-z-ssi°n. obwohl H, nur
Dic S-zesston ist ririprunglich mcht mir lunstl-rrtchen Mitali-d-r »Shit ü-aenüber mehr als 2000 der älteren Schale. ,nh-ionb=n ©ie war nur -in- R-avian. em Pra est gegen Mitgliedern bertreten fein; und es nmrde
Krf roie^friiher bei der Aufnahme °°n S.Ibern 'N Ausstellungen dtaf. »N > bte Ablehnung eines von einem BofalTomitee b-rfahl-nXuX^ Die Sezession.. würde garnicht d.eft Farm > L"-n°XX! W-r-eS n^ mit oier Fünfteln Mehrheit van dem genommen haben, wenn die Ausjtellungskoinmissiomn m fiZentralkomitee beschloßen werden dürfte. Also von einer Majori- Tsten gerecht gewesen wären Nun hat dieses Schlagtoort Se- ^nrr ^ssLi Mnn keine Rede sein. 3hin «ngen aber bte zession eine große Bedeutung Sätze Sezessionisten daraus nicht ein, sie verlangten eigene Raume firr sich
Ziele? In der DenkNnst des Ä und ’e3 toltrbe auch das Verengen nach einer besonderen Hange-
ÄlnÄÄ Ä'Tin’M Ä --mmisfian ansgefpr-ch-n. Dr- S-^fv


