Erstes Blatt
Are Heutige Kummer umfaßt 12 Seiten.
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erscheinenden 9huntnev unseres
in der nn jenem
Dch u lstratzc 7- tlbrefie füt Deveichett:
Anzeiger Dtetzetr.
FernsprechanIchlußNr 51.
154. Jahrgang
meldet: Ter hiesige nationalliberale Abg. Bartling habe die Initiative zur Erhaltung der Berliner „Nativ nal- Z e i t u n g" ergriffen und sei an die Spitze des Finauzkonsor- tinms getreten, welches das reichsbauptstädtische Organ der Nationalliberalen weiterfnhren wolle.
Blatteö in kurzen Worten klarzulegen, eine längere Darstellung dagegen am nächsten Lage zu veröffentlichen. Davon wollte
Die großen Ve.rluste, die die Einnahme dieses .Hügels gekostet hat, werden Ausgewogen d n r ch die v o l l st ä n d i g e Zerstörnng der russischen Flotte. Tie japanische Flotte wird jetzt nach Japan zurückkehren, um ins Dock zu gehen. Tie Japaner gehen allmählich an dem Ufer der Taubenbucht entlang auf verhältnismäßig ebenem Terrain gegen die Forts Taijangkar, Jtzschau und Anteschan vor.
Petersburg, 15. Dez. Der Korrespondent des Birschewija Wwdomosti" meldet aus Tschifu vom 14. d. M.: Personen, welche mit den örtlichen Verhältnissen Port Arthurs gut vertraut sind, erklären die Behauptung, die Besatzung müsse jetzt Schutz auf Laotischan suchen, für lächerlich. Bevor die Besatzung hierzu genötigt sei, müßten die Japaner im Besitze der Forts der Umwallung sein. Ties werde noch viel Zeit und gewaltige Opfer erfordern.
Tokio, 15. Tez., 3 Uhr nachmittags. Einem Telegramm aus Port Arthur zufolge ist die „Sewastopol" noch flott, aber anscheinend beschädigt.
„Sofia, 15. Dez. (Amtlich.) Ter Kommandant des dritten Geschwaders berichtet, das; zwei Torpedobootsflottillen am 14. Dezember um 3V> Uhr früh die „Sewastopol" und ein Re- gierungsschisf während des heftigen Sch-neefalls angegriffen hätten. Tie, Torpedoboote kehrten bis auf eins, welches noch vermißt wird, wohlbehalten zurück. Am Morgen des 14. Dezember meldete unsere^Beobachtungsstation und auch das auf Vorposten liegende Schiff, daß die „Sewastopol" mit dem Bug drei Fuß weggesuuken sei. Von V2I0 Uhr in her Backt vom 14. Dez. bis 3 Uhr morgens am 15. Dez. griffen sechs Torpedoboolsabteilungen und besonders dafür bestimmte Torpedoboote ununterbrochen die „Sewastopol" das Pan^rkanonenboot ..Otwaschnj" und ein Negierungsfchiff an. Einzelheiten darüber sind^ bis jetzt noch nicht emgegangcn. Doch hat am 15. Tez. 9 Uhr vormittags die Beobachtungsstation gemeldet, daß fick der Bug der „S-owaswpol" noch weiter gesenkt habe, sodaß jetzt ein Torpedorohr vollständig unter Wasser sei.
Tokio, 15. Dez. Bach hier eingetroffenen Meldungen antwortete Stössel auf eine neuerliche Kapitulationsaufforderung, daß er samt seinen Truppen entschlossen sei, die Festung nicht lebend zu übergeben.
L 0 n d 0 n , 15. Dez. Augenzeugen der Kämpfe um den 203 Meter-Hügel sind entsetzt über die verheerenden Wirkungen der Dynamit-Handgranaten. Tas Eintreten her Genfer Konvention hat die Dum-Tum'Geschosse abgeschafst. Ein Verbot der Handgranaten mit ihren entsetzlichen Wirkungen sei dringend geboten.
London, 15. Dez. Von der letzten kurzen Waffenruhe wird noch berichtet, daß sich dabei japanische und russische Offiziere die Hände reichten, ihre Visitenkarten austauschten, einander zu- tranken und sich sogar zusammen photographieren ließen. Tie Russen waren in zuversichtlicher Stimmung und äußerten, die Testung w"rp" irr frn<*rhnt.
Freitag 16. Dezember 1904 v,zng»pret-r monatlich 76 Pi., viertel« täbtheb M. 2.20; durch Abhole- il Zweigstellen monatlich 60 Pf.: durch die Poft Ät.L.— Hertel» jährl. außschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für die TageSnummer blS oornnttags 10 Uhr. ßeilenpreid; lokal 12Pf^ LröwärtS 20 Pfg.
Verantwortlich ffit den poltt und allgem. Tel, P. Wittko- für «Stadt und Land^ und „Gerichtsaal": August Goetz, für den An» zeigentell: Hans Beck.
Flor H'ort Ariyur.
London, 15. Dez. Ter Korrespondent des Reutcrsck'M Ülurcaus bei der Arwl-e des Generals Nog. hidb-f heute: Von la-m „203 Meter-Hüg't" ist die fl^m-itc Stadt V rt Arthur und
Hafen zii überblicken. Tie Straßen sind verlassen. Ti >apg- i^ilchen Bomben fallen in alle Teile der ^tadt und des Häsens.
A
London, 15. Dez. Sir Thomas Barkley erklärte eine Annäherung zwischen England und Deutschland für sehr wohl möglich. Diese Annäherung würde das englisch- französische Einvernehmen nicht schmälern; die Franzosen würden sie vielmehr willkomnten heißen, da sie den Frieden Europas sicher stellen werde, itnb die Annäherung würde dank den geschäftlichen Neigtmgen der Deutschen imh Engländer sicher früher oder später hergestellt werden.
— In einer Rede verurteilte Chamberlain die Opposilioit der Freihändler gegen die von der Regierung in der letzten Tagung eingebrachten Gesetze 5111' Einschränkung
Aus StaM u::d Lund.
Gießen, 16. Dezember 1904.
** Personalien. S. K. H. der Großherzog habens am 7. Dezember d. I. dem Pfarrer Kullmann zu Altenschlirf die evangelische Pfarrstelle zu Billertshausen, Dekanat Alsfeld, übertragen.
** Hülf8züge ‘bei Eisenbanunfällen. Gestern vormittag 10 Uhr 35 Mm. traf von Wetzlar die telegraphische Nachricht ein, daß der Zug 637 dort entgleist und mehrere Reisende verletzt seien. Obgleich infolge der Umbauarbeiten nur ein Gleis zwischen Gießen und Wetzlar fahrbar war, auf welchem gerade eine Maschine dahin abgefahren war, konnte doch der Hilfszug, mit allen erdenklichen Mannschaften und Bedürfnissen ausgerüstet, nach Wetzlar abfahren, um dort 11 Uhr 10 Min. in Aktion treten zu können; glücklicherweise handelte es sich um eine Probe-Alarmierung, die eine vorzügliche Hilfsbereitschaft ergab. Um 11 Uhr 15 Min. stand ein zweiter Hilfszug mit Aerzten und 14 Sanitätsmannschaften bereit, wurden aber von Station Wetzlar nicht mehr verlangt. Nachdem die Uebung beendet war, lief ein weiteres Telegramm von Nidda-Ranstadt ein, daß dort eine Lokomotive entgleist sei; alsbald konnte jener Hilfszug nach Gießen zurückkehren und von da nach genannter Unfallstelle weiter befördert werden, um die gewünschte ernstliche Hilfe zu leisten. Besondere Störungen und Beschädigungen sind dem Vernehmen nncl) in Ranstadt nicht vorgekommen. — Aus Ranstadt wird uns über den Unfall folgendes gemeldet: Bei dem Güterzuge, der gegen 12 Uhr die hiesige Station passierte, entgleiste beim Rangieren die Lokomotive. Nach einer 3,stündigen Arbeit war dieselbe wieder auf das Geleise gehoben und die beiden folgenden Personenzüge konnten ohne Verspätung die Streeke passieren.
’* Die Chri st bescher ung der Kleinkinde r- B e w a h r a n st a lt findet am nächsten Sonntag, 4. Advent, nad)mittags 1/2 4 Uhr in der Johanneskirche statt.
** Zu r K a be l l e gu ug in der V a hnh ofstra ße haben wir heute noch kurz zu bemerken, daß eine gestern erschienene Zuschrift an ein hiesiges Blatt unter allerhand polterndem Phrasenwerk im wesentlichen allerdings zugibt, daß mir uns sofort zur ausführlichen sachgemäßen Darstellung der mehrtägigen beklagenswerten Zustände in der Bahnhofstraße bereit fanden, zu alten Unwahrheiten aber jetzt neue fügt, die wir wiederum niedriger hängen müffen, um den großsprecherischen Herren ihren werten Mund zu stopfen, den sie so weit aufgerissen haben, nid)t nur um die sie schädigenden Mißstände möglichst zu beseitigen, sondern and), nad) eigener Versicherung in unserem Bureau, um eine Reihe anderer Personen öffentlich zu kränken, allerdings unter Verschweigung ihrer Namen, also unter dem schützenden Deckmantel der Redaktion. Unrichtig ist vor allem die neue Behauptung, daß wir eine Darstellung erst am nächsten Tage zu veröffentlichen versprachen. Wir erboten uns vielmehr ausdrücklich, trotz der vorgerückten Tageszeit und des aus technischen Gründen nickst zu verändernden nahen Redaktionsschlusses, den Sachverhalt
"Neuer Sturm im ungarischen Aarlamcnt.
, Bud apest, 15. Tez.
Tie Sitzung wird in großer Erregung eröffnet. Tie Abgeordneten sind fast vollzählig erschienen.
A n d r a s s y erklärt, die interimistische Hausordnung sei nichtig; er erkenne sie nicht au. Er werde inmitten des anarchistischen Zustandes, den der Gewaltakt vom 18. November hervorgerusen habe, stets bemüht sein, eine friedliche Lösung der kritischen Lage zu suchen.
Kossuth schließt sich den Erklärungen Andrassys an.
Apponyi: „Wir werden die neue Hausordnung nicht anerkennen, lieber werfen wir die ganze Verfassung zum alten Gerümpel. Stärken wir die Hände der Gewalttäter nicht dadurch, daß wir .mitwirken, wenn sie sick) in den Mantel der Gesetzlichkeit und der Ehrlichkeit hüllen. Tie Verfassung hat nur Wert, wenn die Rechte der Minorität gewahrt bleiben. Falls es im Belieben irgend jemandes steht, sie mittels Gewaltakten zu verletzen, so ist es um die Verfassung geschehen." (Stürmischer Beifall.)
Graf Tisza kann sich in dem unausgesetzten Lärm und Tumult schwer verständlich machen, seine Rede wird durch Zurufe der Opposition fortwährend unterbrochen. (Zurufe: „Warum will Tisza mit Banditen sprechen, wie er uns jüngst tituliert hat?") Tie Vorredner rennen offene Türen ein, wenn sie nachweisen wollen, daß am 18. November die Hausordnung verletzt worden sei. Es ist die Frage, was ärger sei: eine Verletzung des Parlamentarismus durch die technische Obstruktion oder eine einmalige Verletzung der Hausordnung. Das Parlament hat die Pflicht, die Obstruktion niederzuzwingen.
Bei diesen Worten beicht Lin ungeheurer Lärm aus. Ter Abgeordnete der liberalen Partei Wolffner soll angeblich gerufen haben: „Man muß die Obstruktionisten mit der Peitsche hinaustreiben!" Bei ungeheurem Tumult wird die Sitzung suspendiert. Der Präsident ordnet Abstimmung an, ob der oppositionelle Abg. Lengyel wegen wiederholter Ruhestörung an den Jmmuni- tätsausschuß verwiesen werden soll. Die einfache Abstimmung ist unentschieden. Tie Opposition fordert daher Auszählung der Stimmen.
Vizepräsident Jakabffy sagt: Infolge der abgeänderten Hausordnung — bei diesen Worten wird der Vizepräsident «dwrch stürmische Zurufe unterbrochen: Es gibt keine abgeänderte Hausordnung! Tie gesamte Opposition, vor allem die Dissidenten, protestieren. Viele Oppositionelle eilen auf die Präsidentenestrade hinauf. Auch der Ministerpräsident eilt dahin. Tie Oppositionellen verhindern durch unaufhörliche Protestrufe, daß der Vizepräsident sich auf die interimistische Hausordnung berufe, obwohl er, wie verlautete, hem Wunsche der Opposition willfahren und Me Auszählung anordnen wollte. Tie Sitzung wurde zum zweiten Male auf eine halbe Stunde unterbrochen. Tie erste Unterbrechung soll nach einer anderen Version erfolgt sein, ^veil der Abg. Wolffner (Regierungspartei) dem ehemaligen Minister "Wlassies (Tissi- dent) zurief: „Sie ließen Banffy und Szell im Stich, Sie werden auch bde Opposition jm Stich lassen." Vor der zweiten Unterbrechung verließen die Oppositionellen, die Schriftführer und die Präsidenten die Estrade. Schriftführer Kovacs stellte einen u m a e d r e h t e n Sessel a u s die E st r a d e, welches Zeichen 5er Mißachtung mit Beifall seitens der Opposition ausgenommen wird.
Um 11/2 Uhr wurde die Sitzung wieder ausgenommen. Ter Vizepräses ordnet die Abstimmung an, ohne sich aus die abgeänderte 5iausordnung zu berufen. Darauf tritt Ruhe ein. Die Abstimmung .ergibt eine Majorität für die Negierung mit 7 6 Stimmen. Der Ministerpräses erhebt sich, sofort entsteht Lärm und Rufe ertönen: „Sie werden nicht sprechen, ehe die interimistische .Hausordnung zurückgezogen ist." Der ,Vizepräses ist gänzlich unsähig, die Ordnung wieder herzu- stellen und Tisza 6>ehör zu verschaffen. Sobald Tisza zu sprechen versucht, ertönt ein ohrenbetäubender Lärm und Rufe: Asb danken. Tisza vermag nicht einen einzigen Satz zu vollenden, er steht mit verschränkten Armen .30 Minuten. Ter Lärm beginnt jedesmal, sobald Tis-.a feine Stimme erhebt. Schließlich s u s v e nd i e r t der Vizepräses die Sitzung zum dritten Male.
Nach einer viertelstündigen Pause wird die Sitzung wieder eröffnet. Graf Tisza kann sich noch immer nicht verständlich machen. Er steht ruhig auf feinem Platz. Schließlich ruft er der Opposition mit g c b n U t e r ? a st zu, die Nation werde sie Hinwegfegen. Auf der Seite der Oppositionen ertönen schrille Pfiffe; die Lärmmachier weigern sich, ihre Namen zu nennen. Sodann sprach Szeder- kenyi, der die heutige Sitzung für ungesetzlick) erklärte Tie Sitzung wurde sodann geschlossen, ohne daß man Aiir eigentlichen Tagesordnung und zur Konstituierung des tzauses gelangte. Tie nächste Sitzung wurde auf morgen anberaumt.
Ter Abg. Abaffy hat die Abgg. Gras Alada, Zrchv tiarott Kaß und Rakoszy von der Vollspartei zum Duell forberrt lassen.
Von einem besonderen Korrespondc^iten njtrb uns noch mitgeteilt: Die A u s l ö s u n g oes ungarischen Reichstages und die Ausschreibung von Neuwahlen ist beschlossene Sache und wird in einigen Tagen erfolgen.
trugs zu stellen.
Wiesbaden, 15. Tez.
der Einwanderung von Ausländern, die verantwortlich seien für einen großen Teil der Verbrechen, Krankheiten und hoffnungsloser Armut im Lande.
Paris, 15. Dez. Man erfährt noch, daß Frau Syve» ton im letzten Augenblick, da sie den Gatten ins Arbeitszimmer treten sah, versprach, Menard von gerichtlichen Schritten abzuhalten. In demselben Augenblick traf aber die Depesche einer Frau ein, bei der Syveton seine Redezvous hatte, unb die auch alle Folgen genau kannte. Diese Frau erklärte, sie sei entschlossen, Spveton nm folgenden Tage zu entlarven. Erst in diesem Moment gab sich dieser verloren. Die für ein Denkmal Syvatons eingegangenen Beträge werden von den Nationalisten-Chefs dem Fonds für die Wahl des Ex- obersten Marck)and zugewandt.
Rom, 15. Dez. In der Deputiertenkammer beantwortet Giolitti eine Anfrage über die Unruh en, welche sich in Francarnlla Fontane ereigneten. Der Ministerpräsident erklärt, daß die Ruhe wieder hergestellt sei. 2 000 Bauern wollten Privatbesitzungen und das Kom- munalbureau plündern. Das Militär wurde umzingelt und mußte sich verteidigen. Es sind indessen nicht viele und keine schweren Verwundungen vorgekommen. Der Präfekt befindet sich dort, um an Ort und Stelle die Untersuchung anzustellen.
Rom, 15. Dez. Die „Tribuna" veröffentlicht einer, Auszug aus der Anklageschrift gegen den Hauptmann Ereolessi in Messina, der des Hochverrats angeklagt ist. In der Anklageschrift heißt es: Es könne mit Sicherheit behauptet werden, daß die entwendeten Schristücke über die Mobilisierung nach Frankreich gelangten. Als Zwischenpersonen hatten ein gewisser Paladini, der in Frankreich wohnt, und ein Ingenieur Paul Larguer gedient. Ereolessi und Frau hätten eingestanden, in Marseille, Lyon, Aix-les-Bains und Chambery gewesen zu sein.
Wien, 15. Dez. Der „Allg. Ztg." zufolge ließ der Professor der hiesigen Kunstakademie Marschall den Abg. Erl er wegen einer Interpellation fordern.
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Dem ©leftener Anzeiger werben im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Giehener Familien- blätter viermal In bet
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Berlin, 15. Dez. Bei ber kürzlich in Gegenwart des Kaisers erfolgten Einweihung der StepHauns kirche soll der Pastor der neuen Kirche Lie. Neve- ling nach der „Germania" ,in seiner Festpredigt gesagt habet!, daß H er Kampf nicht nur gegen die katholische Kirche, sondern au.ch ,g c g c n dieevangelische Orthodoxie zu führen sei. Nack) einer anderen Version soll, der Pastor geäußert haben, daß der protestantischen Kirche eine doppelte Gefahr drohe: auf der einen Seite durch die Katholiken, auf der anderen Seite durch den Unglauben. Ter Kaiser soll von der Predigt wenig erbaut gewesen sein.
— Heute sand im Reichs amt des Innern eine vom Staatssekretär Grafen v. Posadowskp einberufene Konferenz von Vertretern des Reichsamts des Innern, des Statistischen Amts wnd des Reichstages statt. Die Konferenz betraf die E u g u e t e über die Lage der Privaibeamten am 15. Oktober 1903. Es sind ungefähr 187 000 Fragebogen eingegangen, und es handelte sich um die Prüfung der Fragen, ob diese Zahl als genügend erachtet wird, um daraus Schlüsse auf die Lage der Privatbeamtenschaft zu ziehen, und zweitens darum, nach welchen Gesichtspunkten die Fragebogen bearbeitet werd eil sollen. Tie Vertreter des Reichstages waren einmütig der Ansicht, daß die ein- gegaugenen Fragebogen, welche von etwa 10 Prozent der gesamten Privatbeamten herrühren, genügend seien, für die Bearbeitung der Privatbeamtensrage. Bezüglich der Weiter- bearbeitung dieser Fragebogen wurde die Notwendigkeit einer Gliederung nach Berufen betont. Die Mitglieder des Reichstages erklären, sich überzeugt zu haben, daß sich das Reichsamt des Innern per Frage einer Pensions- Versicherung der Privatbeantteu mit Wohlwollen und Ausdauer annimmt und sie,in derselben Weise weiter fördern wird.
Leipzig, 15. Tez. Eine Anzahl geschädigter Mitglieder d es verkrachten sozialdemokr. Kons u m -Vereins Leipzia-Eonnewitz beschloß, gegen sämtliche Vorstandsmitglieder Strafantrag wegen Bilanzverschleierung und Be-


