Ser Krieg zwischen Japan uvd Außland.
Vom Kriegsschauplatz.
Ter japanische Konsul in Tschifu meldet, daß der Kapitän des amerikanischen Dampfschiffes „Pleiades", das von Port Arthur eingelaufen ist, berichtet, daß der durch japanische Granaten beschädigte russische Kreuzer „Äskald", der im inneren Hafen lag, am Vormittag des 13. Februar gesunken sei. Tie r u s s i s ch e n .Verluste sollen sich, soweit bekannt, auf 29 Tote und 60 Verwundete aus den Schiffen, zwei Tote in den Befestigungen von „Golden Hill" belaufen.
Bei dem Nachtangriffe aus Port Arthur am 12. d. M. sind drei japanische Torpedoboote untergegangen.
Tas Reutersche Bureau meldet aus Jingkau vom 11. d- Mts.: Infolge des Angriffes der Japaner aus Port Arthur ordnete Admiral Alexejew an, daß alle Zivilpersonen und Ausländer Port Arthur zu verlassen haben. Tie Zivilpersonen ließen chr ganzes Eigentum im Stich In der Slncyt werden die Plätze Port Arthur, Talny und die ganze Kwantungtüsle mir Rücksicht au, mögliche Torpedoangrrffe und Angriffe durch Truppen in völliger Finsternis gehalten.
In der letzten beacht ist ein Teil der russischen Flotte aus dem Hasen von Port Arthur herausgekommen.
Ter japanische Gesandte inSoeut en eilte oem Kaiser von Korea den Rat, Aiy 0 nyik, der tatsächlich Tittalor des Landes und eine großer Russensreund sei, verhaften zu lassen. — Zn Kapsan am -Oberlaufe des Ialu sind 2000 Mann russischer Truppen emgetrosfen.
Tie russische Posrornoaltung sperrte nunmehr jeden Transit nach Ostasren über die sibirische Bahn. Künftighin sind infolgedessen auch Bnefsenoungen nach Peking, Tientsin und Tongtu über Suez zu befördern.
Die japanischen Flüchtlinge.
Der japanische Ge,andte Tcu.atlora tu Washington gedenkt sich an den Staatsserretär Hay mit dem Erfuchssn zu 'wenden, er möge von der russischen Regierung die Freilassung von etwa 100 in Po r t Ä.r r h ur befindlichen j apa- n r s ch e n F l ü ch t l i n g e n erwirren, uno darum nach suchen, daß dieselben an Bord eines nach Tschisu bestimmten britischen Dampfers weggebracht werden. Ter amerikanische Gesandte üt Petersburg sott, wie es heißt, angewiesen werden, eine Anfrage über diese Angelegeriheit an die russische Regierung zu richten. Amerikanisch>e Marinekreise sind der Ansicht, daß die Zurückbehaltung der Japaner ui Port Arthur eine militärische Notwendigkeit sei, damit den japanischen Befehlshabern nicht durch sie Nachrichten über die Befestigungen von Port Arthur zugehen können.
Aus Niutschchang meldet Reuter: Etwa 50 Japaner, die sich auf dem Wege nach Tientsin befanden, wurden in Taschitschav au der mandschurischen Bahn angehalten und nach Port Arthur gebracht. Ihre Frauen sind unter militärischer Bewachung hier eingetroffen. Der hiesige amerikanische Konsul Miller erwirkte die Freilassung der letzteren. Admiral Alexejew ordnete aber ihre Wieder- in Haftnahme an. Sie sind sodann mit allen in der Mandschurei befindlichen Japanern ebenfalls nach Port Arthur geschasst worden. Kon,ul Müler gründete sein Verhalten aus frühere Zusicherungen, die oie russischen Behörden dem japanischen Konsul ericilt harten, das; nämlich alle Japaner geschützt und ihnen gestattet werde, das Land zu verlassen, wenn sie es wünschten. Der Konsul erhob ferner gegen die grausame Behandlung Einspruch, der die japani,chpn Flüchtlinge angeblich von russischen Soldaten ausgesetzt gewesen sind. Auch gegen ungarische Reisende erlaubten sich russische Soldaten grobe Ausschreitungen. Aus Intervention des Konsuls Miller, an den sie sich gewandt hatten, drückte der kommandierende Offizier den Beieiligten sein Bedauern über den Vorfall aus. Was die Flüchtlinge anbelangt, so hat nunmehr der rus,isch<e Zivil-Administrator persönlich die Sorge für ihre zweckmäßige Behandlung übernommen. Admiral Al.exes.ew verbot allen Schiffen, in die Häfen von Dalny, Port Arthur ober anderen Orten auf Klvantung einzusahren. Ausländer dürfen nur mit militärischen Passagier scheinen reisen.
England.
Im englischen Unteryau,e >ragte Gibson Bvwles die Regierung, ob die russische Regierung sich mit dem Ersuchen an die brllisch<e 'jiegieruiig gewandt habe, sie möge zustimmen, daß r u s s ische n Kr i e g s s chis f e n der Weg durch die Dardanellen gefaltet werde. Staatssekretär Touglas erwidert, an die brutsche tnegierung sei ein solches Ersuchen nicht gerichtet worden. Auch sei mnerlei Grund zur Annahme vorhanven, dap Rußtano einen solchen Schritt beabsichtige, der zweifellos eine Verletzung der
ihm gegenüber den europäischen Machten vertragsmäßig obliegenden Verpflichtungen in sich schließen würde.
Einer Reutermeldung zufolge verlangte England von Admiral Alexejew eine Erllärung wegen der Zurückhaltung englischer Scbiffe in Port Arthur und forderte gleichzeitig deren Freigabe. Admiral Alexejew antwortete, die Schiffe seien jetzt freigegeben; sie seien vorher zurückgehalten worden, weil sich japanische Untertanen an Bord befanden. Tiefe Erklärung wird von englischer Selle nicht als b e fr ied i g eu d angesehen.
China.
Im Anschlüsse an das Edikt, in welchem die Neutralität Chinas proklamiert wird, wurden noch andere Edikte erlassen, in denen die Vizekönige und Gouverneure angewiesen werden, für die Aufrechterhaltung der Ordnung zu sorgen, die Missionare, Kaufleute und fremdes Eigentum sorgsam zu schützen, und die Verbreitung falscher Gerüchte zu verhindern. Tie Regierung teilte diese Edikte den fremden Gesandten mit dem Hinzusügen mit, daß sie bezüglich des chinesischen Gebietes, das noch unter der Kontrolle einer fremden Macht stehe, eine Verantwortung für Aufrechterhaltung der Neutralität nicht übernehmen könne.
Tie japanische Regierung ließ dem chinesischen Gesandten ertlären, daß China, falls es Neutralität proklamiere, Maßnahmen zur Sicherung seiner Grenzen und Verstärkimg feiner Armee an der großen Mnuer treffen müsse.
Frankreich.
Tie Herausgeber der Pariser Zellungen beschlossen in einer heute vormittag abgehallenen Beratung mit allen gegen eine Stimme die Eröffnung einer gemeinsamen Sammlung von Geldbeiträgen zu Gunsten der Verwundeten des russischen Heeres.
Iie „Uaueruwoche^!
Man schreibt uns aus Berlin, 15. Februar:
Zn den „Asphaltdunst" der Großstadt mischt sich zurzeit herber „Erdgeruch"; wettergebräunte, knorrige Männer zeigen sich sch>arenweise in den Straßen: die landwirtschaftliche Woche ist gekommen. Die Pforten des Zirkus Busch stehen offen zum Emp,ang der Truppen des Bundes der Landwirte, dessen diesjährige Generalversammlung zu einer ganz befonderenDemonstration ausgestallet werden soll. Güt es doch, zu zeigen, daß der, trotz der in Gestatt doppetter Jahresbeiträge gezahlten „Kriegszulage"', für die Bündler aus gebliebene Erfolg bei den Reicystagswahlen der inneren Krafft der Organisation nicht Abbruch getan hat. Dr. Wertet, der ebenfalls aus der Wahlstreue geblieben ist, gibt in einem schwungvollen Artikel der „Dtscy. Tagesztg." den Ton an, der die General- versammlungsmusil machen soll. Graf Bülow kann daraus entnehmen, daß der richtige agrarische Geist noch immer nic^jt über iy n gekommen ist, daß der Sieg, die Zukunft aber nicht ihm, dem Kanzler, gehören, sondern dem Bund der Landwirte. Um solche Zuver- icht ist es eine schöne Sache, sie erscheint als dichterischer Ueberschwang grabe bei Dr. Oertel, diesem phantafievollen Lyriker, nicht einmal verwunderlich 3Jian wird aber vertrauen dürfen, daß unter den Landbündlern selbst nicht Wenige sind, die das Bestreben der Regierung, der Landwirtschaft im Bereichs des Möglichen zu helfen, anerkennen. Erklärte doch der Führer der preußischen Kon- eruatiben,. Gras Limburg, im vorigen Jahre im Zirkus Busch die'Landwirtschaft könne sich reinen besseren Reichskanzler wünschen, als den Grafen Bülow. Nun gehört Graf Limburg allerdings zur „junrerlichen Clique", von der der Bundesvorsitzende Fryr. v. Wangenyelln auf der Provinzialversammlung in Schlesien ragte, ihr Einfluß müsse znrück- gedrnägt werden, eure Bemerkung, die trotz, aller Beschönigungsoer suche von bündlerischer Selle feftstehk. Im übrigen aber dürste die landwirtschaftliche Woche erkennen las,en, daß der Bund der Landwttte trotz der Wahlmißerfolge eine festgefügte und beachtenswerte Organisation bleibt, deren Miiglieoerzahl die Viertelmillion erreicht hat und in steigendem Maße sich rekrutiert aus den weftlich der Elbe gelegenen Landestellen. Im Reichstag, den die Manner der Scholle in dieser Woche stets beinanen, steht ein die Landwirtschaft speziell angehendes Thema nicht zur Debatte.
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Ein anderer Berliner Mitarbeiter schreibt uns:
Tem Grasen Bülow müssen heute die Ohren gelungen haben. Tie Hanptversammlung des „Bundes Der Landwirte" beschäftigre sich in eingehender Weise mit der Agrarpolitik des Reichs tanzlers. Graf Re- v e n 11 o ro von der wirtscyaftlicnen Vereinigung des Reichstags machte es noch Milde- er begnügte sich mit etlichen
mehr ober minoer guten anyen uoer ,,'jjc a jtrttreit mti Versprechunge n", über die Börse usw. Umso entschiedener und bitterer äußerte sich der Bundesdirektor Dr. Tietrich Hahn. Der Leitstern der agrarischen Politik des Kanzlers sei nicht zu erkennen, Bedenken errege die im Ausland gerühmte Liebenswürdigkeit unserer Zollunter- handlungen, am Widerstand des Grasen Bulow, des „Freundes der Landwirtschaft", seien beim Zolltarif die Bestrebungen des Bundes gescheitert. Dr. Hahn wiederholte die Mahnung, die seinerzeit Abg. v. Kröcher im Reichstag aussprach: die großen Kürassier stiefel anziehen! Ja, Herr Hahn erweiterte den Rat noch dahin: dem Ausland aus die Hühneraugen treten! Es ist ein Segen, daß eine so impulsive, tatenfrohe Persönlichkeit, wie Herr Hahn, nichts mit der Leitung unserer auswärtigen Angelegenheiten zu tun hat. Sonst würde Teutschland bei solchem Gebrauch der Kürassierstiesel aus den Konflikten überhaupt nicht herauskommen. Turm die Reden zog sich wie ein roter Faden der Gedanke hindurch, daß für Handel und Industrie aufs beste gesorgt werde, daß ihnen alle Wege geebnet würden, während die Landwirtschaft stiefmütterlich bedaclll sei. Ter Bundesvorsitzende Dr. R ö s i ct e tadelte außerdem die „fast wohlwollende Behandlung der Sozialdemokratie durcy die Regierung". Graf Bülow habe zwar im Reichstag sich gegen die Sozialdemokratie gewendet. „Aber wir sind aus der Entwicklung der letzten Zell leider daran gewöhnt, daß nicht jedes Wort eine £at bedeutet". Auch bei dieser Gelegenheit fehlte jede greifbare Andeutung darüber, mit welchen Mitteln die Regierung einen Felozug gegen die Sozialdemokratie führen und auf^ welche Parteien im Reichstag sie sich dabei stützen soll. SBenn man durchaus auf kon,ervativer und agrarischer Selle die „Tat" verlangt, warum macht man sich nicht selbst einmal an die Arbeit und unterbreitet positive Vorschläge? Dies beständige Monieren der Untätigkeit und Unentschlossenheit der Regierung wird nachgerade eintönig. Die Handelsverträge sollen, nach der Forderung des „Bundes der Landwirte", unverzüglich zur Kündigung gelangen. Gras Bülow hat also in den Wino gesprochen, als er kürzlich ausführlich darlegke, aus welchen Gründen der Zeitpunkt zur Kündigung der Handelsverträge nicht gekommen ist. Die „Nationalztg." bezeichnet heute abend die Versammlung des Bundes der Landwirte als den „a n t i - konservativen Parteita g", aus dem die Agrarführer die Kraft schöpfen, sich als Herren über die Atttonservativen aufzuspielen. So werde auch diesmal der antikonservatioe Parteitag die wettere Poltttt der konservativen Fraktion diktieren.
Karlameutarisches.
Berlin, 15. Febr. Im preuß. Abgeordneten- hause wurde heute zunächst die Wahl des Präsidiums für die Dauer der Session definitiv bestätigt und dann die Beratung des Etats der Berg-Hütten- und Salmen-Verwaltung fortgesetzt, jedoch nicht zu Ende geführt, sondern die Weiter beratung auf Dienstag vertagt.
Aus Stadt und Kaud.
Gießen, den 15. Februar 1904.
** Provinzial-Ansschliß. Mittwoch den 24 Februar, vormittags 9 Uhr findet im Sitzungssaaie des Regierungsgebäudes hier, Brandplatz 9a:. 9, eine öffentliche Sitzung des Provllizial-Ausschufses der Provinz Oberhessen mit folgender Tagesordnung statt: 1. Gesuch des Heinrich Sack IL zu Heuchelheim um -Erlaubnis zum Betrieb einer Gastwirtschaft. 2. Die Kreisstraßenunteryattung ün Streife Büdingen pro 1902/03; hier Beitragsleistung der Betriebs- unterneymer der Brettenbrunner Stellibrüche „Bereinigte Roussellofche Basaltwerke zu Klein-Steinheim. 3. Unterhaltung der Kreisstraßen im Kreise Büdingen; hier: Bei- tragspslicht der Betriürsunternehmer der Z<che „Hedwig". 4. Die Unterhaltung^)er Kreisstraße; hier: einer Böschung der Leuseler Straße in der Ortsdurchfahrt zu Alsfeld.
** Kreis aus f chu ß. Samstag Den 20. Februar, vormittags 9 Uhr, findet im S-itzungssaale des Regierungs- gebäuoes hier eine öffentliche Sitzung des Kreisausschus,es mit folgender Tagesordnung statt: L Rekurs der Georg Larnpus Wwe. und des Georg Lampus II zu Gießen gegen einen Polizeibefehl der Großh. Bürgermeisterei Gießen. 2. Rekurs d«.s Wilhelm Löber jun. zu Gießen gegen zwei Po- lizeibeseyle der Großh. Bürgermeisterei Gießen.
** Wohltätigkeits-Konzert des Kronbauer- chen Quartett-BerelnS. Der Reinertrag des Kon- zettes ist abzüglich aller Unkosten, 1014.96 Mark. Dieser Betrag ist bereits der Bürgermeisterei überwiesen worden.
ßinst Kaecket
-feiert heute, am 16. Februar, fern von seinem Jenenser Wirkungskreise, in Rapallo (Riviera levanle) seinen 70. Geburtstag. Der berühmte Naiurpyilo>optz und Zoologe ist der bedeutendste Vertteter oes Darwinismus tn Deutschland. Ein größerer Artikel üi den morgen (Mittwoch/ erscheinenden „Gieß. Farnilienbl." wird sich eingehend mit dem Leben und Wirken des Gelehrten beschäftigen.
Die Deutsche Zootogi,che Gesellschaft, dtten erster Vorsitzender der Geh. yoirtu Pros. Dr. Spenge! in Gießen i,l, überreicht iljm zum heutigen <,age eine Gcatw- lationsadresie, Die foigenoen Wortlaut hat:
Hochvenyrter ^err Prosessor!
Ein jugcnDliuxr Jiivüar, bum, beispiellose Arbeit nicht gebeugt, vollenden Eie heute oas |ieboig|Le Iaht Ihres an Erfolgen überreichen Lebens.
An diesem Tage, vet in allen -teilen der Erde von Ihren zayllo,en Verehrern, Freunden und Schülern gefeiert lvird, tanii dil Xeui^u Zoologische Gesellschaft nicht fehlen, Mid |O nahen jlu/ Ihnen beten Vet> tretet nut den herzttchsteu Glüllwunichin und dem Ausdrucke des tiefsten buntes für alles, was v^e in begeiferter goi)uieitatiguu |ut d.e giunze.ii-e Nei-gepull- ung unserer Wissenschaft wuhteno Der letzten jun^ig Jayre gelei|tet haben.
sieben den umfassenden, mit kunstgeübier Hc-.iw illustrierten Monographien über Die diaooliaricu, itali; jjioamme, SiphonDp^oren und Medusen, die allein genügen wurden, die Atbell eines Menschenlebens als seyr cisölgreich erscheinen zu lassen, haben ^te ui ^hre.. t.asfüschen „Generellen ti-iorpyologie' uchLvoll die allgeui.uien Probleme der Tieriunoi. enttoiaelt u.w fe,'-geregt und dem Systeme Der ^eov.uvjui einen geistigen ^nyall geg en, indem Sie es in folgerichtigcm Ausbau ot. . .. ji ■ win's auf die Staminesgi schichte grünt - en.
Welch reiche Frucht Ihren genialen Konzeptionen entsproßte — es fei hier nur die auf der Lehre von der Homologie der Keimblätter aufgebaute Gasträatheorie erwähnt —, das ist auf jedem Blatte der Geschichte jener Periode unserer Wissenschaft verzeichnet, welche von Charles Tarwin uno von Ihnen ihren Stempel empfangen hat.
Indem Sie endlich aus Ihrer wissenschafttichen Arbeit eine groß angelegte einheitliche Weltanschauung ab Leiteten, sind Sie em Zehrer und durch mutiges Be- tennen sowie unermüdliches Verb retten Ihrer lieber» zeugung ein Vorbild geworben nicht bloß oem deutschen Volte, sondern der ganzen freiheitlich Denieuuen Wett.
Möchte Ihnen Geistesfrische uno Arbellsfreudigteit noch recht lange erhalten bleiben und der Lebens- abeno verschont sein Durch ben timablüt auf Jyre un- vi.rgangllchiii Verdienste um Wissenschaft und Menschheit, juioie durch Ihre nie versiegende Freuoe an den Schönheiten uno „Knnsisormeu", wetcye Natur und Leben barbieren l
^n Verehrung und Tankbarleit
Ter Borstalib oer Deutschen Zoologischen Gesellschaft.
I. W. Spengel.
C. Chun. L. v. Gras,. R. .v^uoig, E. Korschelf.
Diese Adresse ist von der Aiühlfcheii Ui.io.-Druckerei in Gießen in Kunstdruck bergen i.t uno mit einer vornehm ausgesratteten :bt.appe versehen worden.
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Du.cn Umschlag eine iorzuglic.)e bieproduktion ucy Ten- uad) scheu Porträts Häckels trägt.
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„T e r e infame We g' fand bet seiner Eisiaus,uhrung im t u t y n .. h ' atcr eine laue Aufnahmr, Die auco
nicht ohne Widerspruch blleb. Es fehlt dem Drama bei vielen stimmungsvollen Szenen an der rechten Klarhell; die Handlung i,t nicht fchlicbt genug aufgebaut, es überwuchert die Reflexion. Ter einsame A>eg t,t der Weg derer, die nie Opfer zu bringen fähig find. Ter Sohn erfährt, daß der Mann, der dec Gatte seiner Mutter ist und der ihn auferzogen, nicht fein Vater ist; er wendet sich trotzdem im entscheidenven Augenblick ihm zu und von seinem leiblichen Vater ab. Dazu eine Parallelhandlung, die Die Schwester einem anderen Einfameti in die Arme und dann in den Tod führt. Ausgezeichnete Leitungen boten Frl. Triefch und Herr Bas,ermann. (Frkf. Zlg.)
— Das Spieljahr 19 0 2/03 der Franks urter Theater. Ter RechenjchaflLbericht der v9leuen Lhealer-Aklien- gejettjchaft bezeichnet die Eumahmen iür 1902 03 im neuen Schauspielhaus mit 793 672,07 Ml., benen an Ausgaben inkl. Billelsleuer gegenäberslehen 705 944,ö2 'JJtt. Tie Emuahinen der Oper ergaben bö2 318,06 Alk.; die Ausgaben 112d 246,68 Atk. Tie Stadl ge- ivährt einen Zuschug von 268 000 1)11., der mit 239 8ul,06 Mk. m Anipruch genonunen wurde, jo dag 2819 ,94 Dil. dein Reserve- souds, beziv. der otabt zuruckgegeben werden tonnten. Tas Schauspiel erzielte bei großen Ausgaben >ur zahlreiche Uasiijche und moderne tlteuinszenierungen einen Ueberschug von nagezu 93 000 Mart. Tie in den Besitz der Stadt übergehenden, von der Lheaier- AtiiengeieÜjchau angescyafsten Telorationen, Requisuen, 0>aderoben njiv. repräsentieren die siauliche cunune von 99 000 Ml., wovon zwei Triltel aui die Oper entiaüen. Intendant Elaar betont m leuiem Bericht die Bedeulimg des abgelauienen Jahres jur das Schauspiel als des ersten Betriebsjahres in dem neuen Hause; es brachte 24 yiooüätcn, darunter ö Uraufjührungen, unb 28 Dleu- einltuöiciungen heraus, von denen sich besonders die glänzenden Neuinszenierungen des tlassischen Dramas großen Interesses des
utiims erneute. Jntendaili Jensen luhrte zum ersten male in Deutschland aus: Humperdincks , Dornröschen", Narl Weiß' „Zwillinge", Goldmaris „Gotz" und Bloxs' „MeereLbraut", von ivelchen bekanntlich nur der „Götz" den erwarielen grohen Eriolg hatte. Jicu aujgejuhrt wurden un ganzen neun Opern; neu- einftubicU sechs.


