Ausgabe 
16.2.1904 Drittes Blatt
 
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Ser Krieg zwischen Japan uvd Außland.

Vom Kriegsschauplatz.

Ter japanische Konsul in Tschifu meldet, daß der Ka­pitän des amerikanischen DampfschiffesPleiades", das von Port Arthur eingelaufen ist, berichtet, daß der durch japanische Granaten beschädigte russische Kreuzer Äskald", der im inneren Hafen lag, am Vormittag des 13. Februar gesunken sei. Tie r u s s i s ch e n .Ver­luste sollen sich, soweit bekannt, auf 29 Tote und 60 Verwundete aus den Schiffen, zwei Tote in den Befestigungen vonGolden Hill" belaufen.

Bei dem Nachtangriffe aus Port Arthur am 12. d. M. sind drei japanische Torpedoboote unterge­gangen.

Tas Reutersche Bureau meldet aus Jingkau vom 11. d- Mts.: Infolge des Angriffes der Japaner aus Port Arthur ordnete Admiral Alexejew an, daß alle Zivil­personen und Ausländer Port Arthur zu ver­lassen haben. Tie Zivilpersonen ließen chr ganzes Eigen­tum im Stich In der Slncyt werden die Plätze Port Arthur, Talny und die ganze Kwantungtüsle mir Rücksicht au, mögliche Torpedoangrrffe und Angriffe durch Truppen in völliger Finsternis gehalten.

In der letzten beacht ist ein Teil der russischen Flotte aus dem Hasen von Port Arthur herausgekommen.

Ter japanische Gesandte inSoeut en eilte oem Kaiser von Korea den Rat, Aiy 0 nyik, der tatsächlich Tittalor des Landes und eine großer Russensreund sei, ver­haften zu lassen. Zn Kapsan am -Oberlaufe des Ialu sind 2000 Mann russischer Truppen emgetrosfen.

Tie russische Posrornoaltung sperrte nunmehr jeden Transit nach Ostasren über die sibirische Bahn. Künftighin sind infolgedessen auch Bnefsenoungen nach Peking, Tientsin und Tongtu über Suez zu befördern.

Die japanischen Flüchtlinge.

Der japanische Ge,andte Tcu.atlora tu Washington ge­denkt sich an den Staatsserretär Hay mit dem Erfuchssn zu 'wenden, er möge von der russischen Regierung die Frei­lassung von etwa 100 in Po r t Ä.r r h ur befindlichen j apa- n r s ch e n F l ü ch t l i n g e n erwirren, uno darum nach suchen, daß dieselben an Bord eines nach Tschisu bestimmten briti­schen Dampfers weggebracht werden. Ter amerikanische Gesandte üt Petersburg sott, wie es heißt, angewiesen wer­den, eine Anfrage über diese Angelegeriheit an die russische Regierung zu richten. Amerikanisch>e Marinekreise sind der Ansicht, daß die Zurückbehaltung der Japaner ui Port Arthur eine militärische Notwendigkeit sei, damit den japa­nischen Befehlshabern nicht durch sie Nachrichten über die Befestigungen von Port Arthur zugehen können.

Aus Niutschchang meldet Reuter: Etwa 50 Japaner, die sich auf dem Wege nach Tientsin befanden, wurden in Taschitschav au der mandschurischen Bahn angehalten und nach Port Arthur gebracht. Ihre Frauen sind unter mili­tärischer Bewachung hier eingetroffen. Der hiesige ameri­kanische Konsul Miller erwirkte die Freilassung der letzteren. Admiral Alexejew ordnete aber ihre Wieder- in Haftnahme an. Sie sind sodann mit allen in der Mandschurei befindlichen Japanern ebenfalls nach Port Arthur geschasst worden. Kon,ul Müler gründete sein Ver­halten aus frühere Zusicherungen, die oie russischen Be­hörden dem japanischen Konsul ericilt harten, das; nämlich alle Japaner geschützt und ihnen gestattet werde, das Land zu verlassen, wenn sie es wünschten. Der Konsul erhob ferner gegen die grausame Behandlung Ein­spruch, der die japani,chpn Flüchtlinge angeblich von russi­schen Soldaten ausgesetzt gewesen sind. Auch gegen un­garische Reisende erlaubten sich russische Sol­daten grobe Ausschreitungen. Aus Intervention des Konsuls Miller, an den sie sich gewandt hatten, drückte der kommandierende Offizier den Beieiligten sein Bedauern über den Vorfall aus. Was die Flüchtlinge anbelangt, so hat nunmehr der rus,isch<e Zivil-Administrator persönlich die Sorge für ihre zweckmäßige Behandlung übernommen. Ad­miral Al.exes.ew verbot allen Schiffen, in die Häfen von Dalny, Port Arthur ober anderen Orten auf Klvantung einzusahren. Ausländer dürfen nur mit militärischen Passa­gier scheinen reisen.

England.

Im englischen Unteryau,e >ragte Gibson Bvwles die Regierung, ob die russische Regierung sich mit dem Er­suchen an die brllisch<e 'jiegieruiig gewandt habe, sie möge zustimmen, daß r u s s ische n Kr i e g s s chis f e n der Weg durch die Dardanellen gefaltet werde. Staatssekre­tär Touglas erwidert, an die brutsche tnegierung sei ein solches Ersuchen nicht gerichtet worden. Auch sei mnerlei Grund zur Annahme vorhanven, dap Rußtano einen solchen Schritt beabsichtige, der zweifellos eine Verletzung der

ihm gegenüber den europäischen Machten vertragsmäßig obliegenden Verpflichtungen in sich schließen würde.

Einer Reutermeldung zufolge verlangte England von Admiral Alexejew eine Erllärung wegen der Zurück­haltung englischer Scbiffe in Port Arthur und forderte gleichzeitig deren Freigabe. Admiral Alexejew antwortete, die Schiffe seien jetzt freigegeben; sie seien vorher zurückgehalten worden, weil sich japanische Untertanen an Bord befanden. Tiefe Erklärung wird von englischer Selle nicht als b e fr ied i g eu d angesehen.

China.

Im Anschlüsse an das Edikt, in welchem die Neutra­lität Chinas proklamiert wird, wurden noch andere Edikte erlassen, in denen die Vizekönige und Gouverneure angewiesen werden, für die Aufrechterhaltung der Ord­nung zu sorgen, die Missionare, Kaufleute und fremdes Eigentum sorgsam zu schützen, und die Verbreitung falscher Gerüchte zu verhindern. Tie Regierung teilte diese Edikte den fremden Gesandten mit dem Hinzusügen mit, daß sie bezüglich des chinesischen Gebietes, das noch unter der Kontrolle einer fremden Macht stehe, eine Verantwort­ung für Aufrechterhaltung der Neutralität nicht über­nehmen könne.

Tie japanische Regierung ließ dem chinesischen Ge­sandten ertlären, daß China, falls es Neutralität prokla­miere, Maßnahmen zur Sicherung seiner Grenzen und Verstärkimg feiner Armee an der großen Mnuer treffen müsse.

Frankreich.

Tie Herausgeber der Pariser Zellungen beschlossen in einer heute vormittag abgehallenen Beratung mit allen gegen eine Stimme die Eröffnung einer gemeinsamen Sammlung von Geldbeiträgen zu Gunsten der Verwundeten des russischen Heeres.

IieUaueruwoche^!

Man schreibt uns aus Berlin, 15. Februar:

Zn denAsphaltdunst" der Großstadt mischt sich zurzeit herberErdgeruch"; wettergebräunte, knorrige Männer zeigen sich sch>arenweise in den Straßen: die landwirtschaft­liche Woche ist gekommen. Die Pforten des Zirkus Busch stehen offen zum Emp,ang der Truppen des Bundes der Landwirte, dessen diesjährige Generalversamm­lung zu einer ganz befonderenDemonstration ausgestallet werden soll. Güt es doch, zu zeigen, daß der, trotz der in Gestatt doppetter Jahresbeiträge gezahlten Kriegszulage"', für die Bündler aus gebliebene Erfolg bei den Reicystagswahlen der inneren Krafft der Organisation nicht Abbruch getan hat. Dr. Wertet, der ebenfalls aus der Wahlstreue geblieben ist, gibt in einem schwungvollen Artikel derDtscy. Tagesztg." den Ton an, der die General- versammlungsmusil machen soll. Graf Bülow kann dar­aus entnehmen, daß der richtige agrarische Geist noch immer nic^jt über iy n gekommen ist, daß der Sieg, die Zukunft aber nicht ihm, dem Kanzler, gehören, sondern dem Bund der Landwirte. Um solche Zuver- icht ist es eine schöne Sache, sie erscheint als dichterischer Ueberschwang grabe bei Dr. Oertel, diesem phantafievollen Lyriker, nicht einmal verwunderlich 3Jian wird aber ver­trauen dürfen, daß unter den Landbündlern selbst nicht Wenige sind, die das Bestreben der Regierung, der Landwirtschaft im Bereichs des Möglichen zu helfen, an­erkennen. Erklärte doch der Führer der preußischen Kon- eruatiben,. Gras Limburg, im vorigen Jahre im Zirkus Busch die'Landwirtschaft könne sich reinen besseren Reichs­kanzler wünschen, als den Grafen Bülow. Nun gehört Graf Limburg allerdings zurjunrerlichen Clique", von der der Bundesvorsitzende Fryr. v. Wangenyelln auf der Provinzial­versammlung in Schlesien ragte, ihr Einfluß müsse znrück- gedrnägt werden, eure Bemerkung, die trotz, aller Beschönig­ungsoer suche von bündlerischer Selle feftstehk. Im übrigen aber dürste die landwirtschaftliche Woche erkennen las,en, daß der Bund der Landwttte trotz der Wahlmißerfolge eine festgefügte und beachtenswerte Organisation bleibt, deren Miiglieoerzahl die Viertelmillion erreicht hat und in steigen­dem Maße sich rekrutiert aus den weftlich der Elbe gelegenen Landestellen. Im Reichstag, den die Manner der Scholle in dieser Woche stets beinanen, steht ein die Landwirtschaft speziell angehendes Thema nicht zur Debatte.

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Ein anderer Berliner Mitarbeiter schreibt uns:

Tem Grasen Bülow müssen heute die Ohren gelungen haben. Tie Hanptversammlung desBundes Der Land­wirte" beschäftigre sich in eingehender Weise mit der Agrarpolitik des Reichs tanzlers. Graf Re- v e n 11 o ro von der wirtscyaftlicnen Vereinigung des Reichs­tags machte es noch Milde- er begnügte sich mit etlichen

mehr ober minoer guten anyen uoer ,,'jjc a jtrttreit mti Versprechunge n", über die Börse usw. Umso ent­schiedener und bitterer äußerte sich der Bundesdirektor Dr. Tietrich Hahn. Der Leitstern der agrarischen Politik des Kanzlers sei nicht zu erkennen, Bedenken errege die im Ausland gerühmte Liebenswürdigkeit unserer Zollunter- handlungen, am Widerstand des Grasen Bulow, des Freundes der Landwirtschaft", seien beim Zolltarif die Bestrebungen des Bundes gescheitert. Dr. Hahn wieder­holte die Mahnung, die seinerzeit Abg. v. Kröcher im Reichs­tag aussprach: die großen Kürassier stiefel anziehen! Ja, Herr Hahn erweiterte den Rat noch dahin: dem Ausland aus die Hühneraugen treten! Es ist ein Segen, daß eine so impulsive, tatenfrohe Persönlichkeit, wie Herr Hahn, nichts mit der Leitung unserer auswärtigen Angelegen­heiten zu tun hat. Sonst würde Teutschland bei solchem Gebrauch der Kürassierstiesel aus den Konflikten überhaupt nicht herauskommen. Turm die Reden zog sich wie ein roter Faden der Gedanke hindurch, daß für Handel und Industrie aufs beste gesorgt werde, daß ihnen alle Wege geebnet würden, während die Landwirtschaft stiefmütter­lich bedaclll sei. Ter Bundesvorsitzende Dr. R ö s i ct e tadelte außerdem diefast wohlwollende Behandlung der Sozial­demokratie durcy die Regierung". Graf Bülow habe zwar im Reichstag sich gegen die Sozialdemokratie gewendet. Aber wir sind aus der Entwicklung der letzten Zell leider daran gewöhnt, daß nicht jedes Wort eine £at bedeutet". Auch bei dieser Gelegenheit fehlte jede greifbare Andeutung darüber, mit welchen Mitteln die Regierung einen Felozug gegen die Sozialdemokratie führen und auf^ welche Parteien im Reichstag sie sich dabei stützen soll. SBenn man durchaus auf kon,ervativer und agrarischer Selle dieTat" verlangt, warum macht man sich nicht selbst einmal an die Arbeit und unterbreitet positive Vorschläge? Dies beständige Monieren der Untätigkeit und Unentschlossenheit der Regierung wird nachgerade eintönig. Die Handelsverträge sollen, nach der Forderung des Bundes der Landwirte", unverzüglich zur Kündigung ge­langen. Gras Bülow hat also in den Wino gesprochen, als er kürzlich ausführlich darlegke, aus welchen Gründen der Zeitpunkt zur Kündigung der Handelsverträge nicht ge­kommen ist. DieNationalztg." bezeichnet heute abend die Versammlung des Bundes der Landwirte als dena n t i - konservativen Parteita g", aus dem die Agrarführer die Kraft schöpfen, sich als Herren über die Atttonservativen aufzuspielen. So werde auch diesmal der antikonservatioe Parteitag die wettere Poltttt der konservativen Fraktion diktieren.

Karlameutarisches.

Berlin, 15. Febr. Im preuß. Abgeordneten- hause wurde heute zunächst die Wahl des Präsidiums für die Dauer der Session definitiv bestätigt und dann die Be­ratung des Etats der Berg-Hütten- und Salmen-Verwaltung fortgesetzt, jedoch nicht zu Ende geführt, sondern die Weiter beratung auf Dienstag vertagt.

Aus Stadt und Kaud.

Gießen, den 15. Februar 1904.

** Provinzial-Ansschliß. Mittwoch den 24 Fe­bruar, vormittags 9 Uhr findet im Sitzungssaaie des Regier­ungsgebäudes hier, Brandplatz 9a:. 9, eine öffentliche Sitzung des Provllizial-Ausschufses der Provinz Oberhessen mit folgender Tagesordnung statt: 1. Gesuch des Heinrich Sack IL zu Heuchelheim um -Erlaubnis zum Betrieb einer Gastwirtschaft. 2. Die Kreisstraßenunteryattung ün Streife Büdingen pro 1902/03; hier Beitragsleistung der Betriebs- unterneymer der Brettenbrunner StellibrücheBereinigte Roussellofche Basaltwerke zu Klein-Steinheim. 3. Unter­haltung der Kreisstraßen im Kreise Büdingen; hier: Bei- tragspslicht der Betriürsunternehmer der Z<cheHedwig". 4. Die Unterhaltung^)er Kreisstraße; hier: einer Böschung der Leuseler Straße in der Ortsdurchfahrt zu Alsfeld.

** Kreis aus f chu ß. Samstag Den 20. Februar, vor­mittags 9 Uhr, findet im S-itzungssaale des Regierungs- gebäuoes hier eine öffentliche Sitzung des Kreisausschus,es mit folgender Tagesordnung statt: L Rekurs der Georg Larnpus Wwe. und des Georg Lampus II zu Gießen gegen einen Polizeibefehl der Großh. Bürgermeisterei Gießen. 2. Rekurs d«.s Wilhelm Löber jun. zu Gießen gegen zwei Po- lizeibeseyle der Großh. Bürgermeisterei Gießen.

** Wohltätigkeits-Konzert des Kronbauer- chen Quartett-BerelnS. Der Reinertrag des Kon- zettes ist abzüglich aller Unkosten, 1014.96 Mark. Dieser Betrag ist bereits der Bürgermeisterei überwiesen worden.

ßinst Kaecket

-feiert heute, am 16. Februar, fern von seinem Jenenser Wirk­ungskreise, in Rapallo (Riviera levanle) seinen 70. Ge­burtstag. Der berühmte Naiurpyilo>optz und Zoologe ist der bedeutendste Vertteter oes Darwinismus tn Deutschland. Ein größerer Artikel üi den morgen (Mittwoch/ erscheinen­denGieß. Farnilienbl." wird sich eingehend mit dem Leben und Wirken des Gelehrten beschäftigen.

Die Deutsche Zootogi,che Gesellschaft, dtten erster Vorsitzender der Geh. yoirtu Pros. Dr. Spenge! in Gießen i,l, überreicht iljm zum heutigen <,age eine Gcatw- lationsadresie, Die foigenoen Wortlaut hat:

Hochvenyrter ^err Prosessor!

Ein jugcnDliuxr Jiivüar, bum, beispiellose Arbeit nicht gebeugt, vollenden Eie heute oas |ieboig|Le Iaht Ihres an Erfolgen überreichen Lebens.

An diesem Tage, vet in allen -teilen der Erde von Ihren zayllo,en Verehrern, Freunden und Schülern ge­feiert lvird, tanii dil Xeui^u Zoologische Gesellschaft nicht fehlen, Mid |O nahen jlu/ Ihnen beten Vet> tretet nut den herzttchsteu Glüllwunichin und dem Aus­drucke des tiefsten buntes für alles, was v^e in be­geiferter goi)uieitatiguu |ut d.e giunze.ii-e Nei-gepull- ung unserer Wissenschaft wuhteno Der letzten jun^ig Jayre gelei|tet haben.

sieben den umfassenden, mit kunstgeübier Hc-.iw illustrier­ten Monographien über Die diaooliaricu, itali; jjioamme, SiphonDp^oren und Medusen, die allein genügen wur­den, die Atbell eines Menschenlebens als seyr cisölgreich erscheinen zu lassen, haben ^te ui ^hre.. t.asfüschenGe­nerellen ti-iorpyologie' uchLvoll die allgeui.uien Pro­bleme der Tieriunoi. enttoiaelt u.w fe,'-geregt und dem Systeme Der ^eov.uvjui einen geistigen ^nyall geg en, indem Sie es in folgerichtigcm Ausbau ot. . .. ji win's auf die Staminesgi schichte grünt - en.

Welch reiche Frucht Ihren genialen Konzeptionen entsproßte es fei hier nur die auf der Lehre von der Homologie der Keimblätter aufgebaute Gasträatheorie erwähnt, das ist auf jedem Blatte der Geschichte jener Periode unserer Wissenschaft verzeichnet, welche von Charles Tarwin uno von Ihnen ihren Stempel emp­fangen hat.

Indem Sie endlich aus Ihrer wissenschafttichen Ar­beit eine groß angelegte einheitliche Weltanschauung ab Leiteten, sind Sie em Zehrer und durch mutiges Be- tennen sowie unermüdliches Verb retten Ihrer lieber» zeugung ein Vorbild geworben nicht bloß oem deutschen Volte, sondern der ganzen freiheitlich Denieuuen Wett.

Möchte Ihnen Geistesfrische uno Arbellsfreudigteit noch recht lange erhalten bleiben und der Lebens- abeno verschont sein Durch ben timablüt auf Jyre un- vi.rgangllchiii Verdienste um Wissenschaft und Mensch­heit, juioie durch Ihre nie versiegende Freuoe an den Schönheiten unoKnnsisormeu", wetcye Natur und Leben barbieren l

^n Verehrung und Tankbarleit

Ter Borstalib oer Deutschen Zoologischen Gesellschaft.

I. W. Spengel.

C. Chun. L. v. Gras,. R. .v^uoig, E. Korschelf.

Diese Adresse ist von der Aiühlfcheii Ui.io.-Druckerei in Gießen in Kunstdruck bergen i.t uno mit einer vornehm ausgesratteten :bt.appe versehen worden.

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Du.cn Umschlag eine iorzuglic.)e bieproduktion ucy Ten- uad) scheu Porträts Häckels trägt.

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T e r e infame We g' fand bet seiner Eisiaus,uhrung im t u t y n .. h ' atcr eine laue Aufnahmr, Die auco

nicht ohne Widerspruch blleb. Es fehlt dem Drama bei vielen stimmungsvollen Szenen an der rechten Klarhell; die Handlung i,t nicht fchlicbt genug aufgebaut, es über­wuchert die Reflexion. Ter einsame A>eg t,t der Weg derer, die nie Opfer zu bringen fähig find. Ter Sohn erfährt, daß der Mann, der dec Gatte seiner Mutter ist und der ihn auferzogen, nicht fein Vater ist; er wendet sich trotz­dem im entscheidenven Augenblick ihm zu und von seinem leiblichen Vater ab. Dazu eine Parallelhandlung, die Die Schwester einem anderen Einfameti in die Arme und dann in den Tod führt. Ausgezeichnete Leitungen boten Frl. Triefch und Herr Bas,ermann. (Frkf. Zlg.)

Das Spieljahr 19 0 2/03 der Franks urter Theater. Ter RechenjchaflLbericht der v9leuen Lhealer-Aklien- gejettjchaft bezeichnet die Eumahmen iür 1902 03 im neuen Schau­spielhaus mit 793 672,07 Ml., benen an Ausgaben inkl. Billelsleuer gegenäberslehen 705 944,ö2 'JJtt. Tie Emuahinen der Oper ergaben bö2 318,06 Alk.; die Ausgaben 112d 246,68 Atk. Tie Stadl ge- ivährt einen Zuschug von 268 000 1)11., der mit 239 8ul,06 Mk. m Anipruch genonunen wurde, jo dag 2819 ,94 Dil. dein Reserve- souds, beziv. der otabt zuruckgegeben werden tonnten. Tas Schau­spiel erzielte bei großen Ausgaben >ur zahlreiche Uasiijche und moderne tlteuinszenierungen einen Ueberschug von nagezu 93 000 Mart. Tie in den Besitz der Stadt übergehenden, von der Lheaier- AtiiengeieÜjchau angescyafsten Telorationen, Requisuen, 0>aderoben njiv. repräsentieren die siauliche cunune von 99 000 Ml., wovon zwei Triltel aui die Oper entiaüen. Intendant Elaar betont m leuiem Bericht die Bedeulimg des abgelauienen Jahres jur das Schauspiel als des ersten Betriebsjahres in dem neuen Hause; es brachte 24 yiooüätcn, darunter ö Uraufjührungen, unb 28 Dleu- einltuöiciungen heraus, von denen sich besonders die glänzenden Neuinszenierungen des tlassischen Dramas großen Interesses des

utiims erneute. Jntendaili Jensen luhrte zum ersten male in Deutschland aus: Humperdincks , Dornröschen", Narl Weiß' Zwillinge", GoldmarisGotz" und Bloxs'MeereLbraut", von ivelchen bekanntlich nur derGötz" den erwarielen grohen Eriolg hatte. Jicu aujgejuhrt wurden un ganzen neun Opern; neu- einftubicU sechs.