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11.4.1904 Erstes Blatt
 
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Montag 11. April 1904

154. Jahrgang

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X) lnichener Anzeiger raeu::- m Wechsel mit de,fischen tandwlrt t>l?? härner Familien« IlMüi dermal tn der Ache beigelegt.

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ZttutschsadwestaftiLanisches.

Mn erhielten am SamStag abend folgendes Telegramm:

Oberleutnant Techow telegraphiert: Abteilung »in Gl «IknApp, im Vormarsche von Owikokorero, hatte am

2 Hrtl ein schwereb, aber siegreiches Gefecht bei

Dfliiliot ni. Der Gegner zog tn nordöstlicher Richtung ab.

(9knlinaoD ist am 8. April auf Otjikuara marschiert. Er

beEchiiystc, den Gegner anzugreifen. Bei dem letzteren wurden 921 ht, gezählt. DieSseitS find Leutnant der Reserve Röllihkitmd 31 Mann tot. Leutnant Hildebrandt und 15 i Hat n sind verwundet.

Ai kolonialen Kreisen hatte man einen Kampf vorauS- ges.' ^n cingesichtS der letzten Meldung des Gouverneurs Leut- rociim. Leutwein meldete, die Hauptabteilung unter Oberst Dl', m- sie zählt 30 Offiziere, 612 Mann, 8 Geschütze und 6 e Maschinengewehre die bisher in Okahandja stand, sei nut ZorncrStag nachmittag ostwärts nach Otjosasu auf» cieSirc^fr.. Otjosasu liegt etwa 36 Kilometer östlich von Okcl ibünd^.i. AuS dieser Bewegung schloß man, daß ein An- qrifijj der.Hauptabteilung auf den wenige Kilometer ostwärts t'ona vticlasu bei Oganjiro stehenden Haupttrupp der HereroS rp-ücnt tei. Man meinte, daß dieser Frontangriff der Haupt- ab lilimg mit einem Rückenangriff der weiter östlich in den On »«Meißen stehenden Kolonne Glasenapp 9 Offiziere, 49'.' fflaiin, 4 Geschütze, 2 Maschinengewehre kombiniert werrÄm mürbe. Leutwein mit seinen mehr als tausend Reit­tier würde, so glaubte man, im Stande sein, nach einem Treffim tote energische Verfolgung der irgendwohin abziehenden Feinnd: aiifzunehmen.

.ktsst, wie man sieht, anders gekommen. Die Herren Her isoi waren früher aufgestanden, als man wohl erwartet iib m»iußte. Sie haben die deutsche Hauptabteilung wohl- weirM nicht abgewartet, sondern mit der Glasenapp'schen >bt»!lmc allein ein Gefecht herbeigeführt, in dem sie aller- binff,! schließlich wieder den Kürzeren gezogen haben, jedoch ^chttchm aufs neue sehr schwere Verluste der deutschen Schutz-

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Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

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monatttch7b P1^ vtettel- i6brltch ML r.r0: durch Avhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Ps.- durch diePost Mk.L.viettel- jährl. auSschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für die TageSnummer bis vormütag» 10 Uhr. ZellenpreiS: lokal ILPf* auswärts 20 Pfg.

Verantwortlich für den poltt und alloem. Teil: P. Witiko- für ,Stadl und ßanb* und .DertchtSjaal^: August Goetz: für den An- zeigenteil: HanS Beck.

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1 Mit

Aus Stadt und Kand.

Gießen, 11. April 1904.

L. U. Von der Universität. Der Kreis- und Provinzialkaffercchner Adam Kauß rourbe von bem Gesamt- senat der LanbeSuniversität mit Wirkung vom 1. Avril 1904 an zum akabemischen Quästor bestellt.

§ Oppershofen, 11. April. Pfarrer Löw in Lorsch würbe mit Wirkung vom 1. Mai b. IS. ab zum Pfarrer unserer Gemeinde ernannt. Die Orte ©riebet nebst Rainmühle und Oppershofen sind der Posta n st alt Rocken- berg, der Ort Eberstadt der Postanstalt Münzenberg, der Ort Oberhörgern nebst Plätsch- und Wettermühle der P oft- anstaltGambach zugeteilt worden, wodurch eine günstigere Bestellung der Briesiendungen herbeigeführt wird.

Frankfurt a. M., 9. April. Die Voruntersuchung wegen deS Lichtenstein'schen Raubmordes wird heute zu Ende geführt. BiS jetzt ist alles beim alten. Stafforst ist geständig, Groß bleibt verstockt. Stundenlang sitzt er, wie die ,Kl. Pr/ berichtet, da mit bleichen, eingefallenen Wangen, stieren Blicks. Einen Gurt um die Brust, die rechte Hand ge­feiert, die linke frei, bewegt er sich kaum. Rur manchmal zuckt er nervös zusammen. Stafforst hat genaue Einzelheiten zur Mordtat gegebrn und hat eingeräumt, den ersten Schlag mit dem Gewichtstein geführt zu haben. Im übrigen be­lastet er so viel als möglich seinen schweigsamen Genoffen: Er verfolgt offenkundig den Plan, sich als Opfer de8 Groß für ein mildes Urteil zu empfehlen. Beide werden täglich zwischen 8 und 10 Uhr morgens eine halbe Stunde im Hofe deS Polizeigefängnisses spazieren geführt. Beim Spaziergang sind die Hände geschloffen.

0 Frankenberg, 10. April. Eine schreck!iche Familientragödie ereignete sich am Freitag früh in dem hart an der westfälischen Grenze, eine Stunde nordwestlich unserer Stadt, liegenden waldeckschen Dörfchen Münden. Der in besten Verhältniffen lebende, reichbegüterte Landwirt Karl Figge, ein seit 3 Jahren verheirateter Mann im Alter von 27 Jahren, schnitt zunächst seiner jungen Gattin und bann sich selbst mit einem scharfen Messer ben Hals durch. Durch das inzwischen wach gewordene, im Bette zwischen seinen Eltern liegende schreiende Kind wurden die Hausbewohner und Nachbarn aufmerksam und nun holte man sofort ben im etwa eine Stunde entfernt liegenben Sachsenberg

wohnenben praktischen Arzt Dr. Ulmer, ber ben bereits ein­getretenen Tod konstatierte. Bald darauf traf auch eine DerichtSkommission auS «orbach ein, um die näheren Fest­stellungen zu machen, lieber die Ursache dieser Familien­tragödie hat man nur Mutmaßungen. FestgestelN ist, baß Figge in letzter Zeit leidend und sehr nervös war. Einige Tage vorher hatte er auch ben oben genannten Arzt konsultirt.

Kleine Mitteilungen ans Hessen und den Nachbarstaaten. In bem WaldeckschenDörfchen Mündend schnitt der in den besten Verhältniffen lebende Gutsbesitzer

Deutsches Keich.

Berlin, 10. April. Man meldet vom 10. b. M. aus Malta: Die Fahrt des deutschen Kaisers von Palermo nach Malta verlief bei schönstem Wetter. Gegen drei Uhr empfingen auf hoher See 19 englische Torpedoboote dieHohenzollern" mit Salut, denFriedrich Karl" er­widerte. Die Boote geleiteten dann in sweisacher Kiel­linie die deutschen Schiffe nach Lavaletta. Der Kaiser empfing alsbald auf derHohenzollern"' den Gouverneur General Charles Clarke, den Chef des Geschwaders Admiral Compton Domville und den deutschen Konsul Freiherrn von Tücher und erwiderte den Besuch des AdnnralS au dessen FlaggschiffBulwark". Spater nahm der Kaiser das Diner im Palais des Gouverneurs. Heute morgen hielt der Kaiser einen Gottesdienst auf derHohen- zollern" ab und verlas dabei eine Predigt über Petri 14 Di enet einander". Später begab sich der Kaiser in die Stadt zum Palas: des Gouverneurs und besichtigte den Palast und die Waffensammlung und nahm den Lunch im Palast ein. Bei dem Diner trank der Kaiser auf das Wohl des Königs Eduard und verweilte nach Aufhebung

trup D! l'«igebracht zu haben.

Cfahiarui liegt etwa 100 Km. nordöstlich von Okahandja 'ib : dien 60 Km. von Otjosasu, wo Oberst Dürr während des i lesechtes weilte.

'Sei . ,Lokalanz." bringt ein ausführliches Telegramm niÄ ^richterstatters Dannhauer über das Gefecht bei "a Brri nebst Verlustliste. In dem Telegramm, datiert Biwm'.s Onjatu, 5. April, heißt es: Am ersten Ostertag marMwie das Detachement deS Majors v. Glasenapp früFb naizens von Okaharui nach Onsatu. Der Weg führt durc.Hw:nwald mit dichtem Domgebüsch und nur wenigen, etroanS lichteren Flächen. Nordöstlich von Okaharui kam es «. rem Marsch zu einem schweren Gefecht zwischen der :Sh e.reqarbe Kompanie Fischer und einem großen, gut '.Mffneten, zum Teil berittenen Hererohausen. Die . L2n sichten die Kompagnie zu umfassen. Als die Schntz- triiipm durch die Kompagnie des Grafen v. Drockdorff und i Sri llerie unter dem Leutnant Mansch old verstärkt war,^2 mürben die Herero geworfen und später noch einen ßtunbe weit verfolgt. Desgleichen wies die Ava Ml;:rtt>e Kompagnie Lieber andere große Herero- haufnach einftünbigem scharfen Gefecht ab. Unsere Str- tiffe n, ivelche auf einer lichteren Stelle günstige Posi­tiv n,-.-: scmd, und das Kleingewehrfeuer, hatten bestens ge- wirk Gefech t dauerte von 8*4 Uhr moraens bisll ir Mhr mittags. Nachmittags begruben wir die To teer Ms dem Gefechtsfeld und yewackierten dort nachts.

m diesseitigen Verluste in dem Gefecht bei Okaha- ni i||hb folgende: Gefallen sind: Von der 1. Kom- j agnm ?ieserveleutnant Noerr, Sergeant Martin Bruchl, die 'Hm-offixiere Mllibald Dickhoff, Otto Hargens, die Sees iobehm Karl Bettin, Johann Geyer, Wilhelm Hacker, 3cl)cr:v na?, Josef Hahn, Georg Heilmann, Andreas Huber, Phil x; < ohl, Peter Krüger, Rudolf Liebau, Michael Mack, W llsi lack, Heinrich Paulsen, Joseph Dachskom, Peter Weili> Johann Stachowsky, die Gefreiten Christian Hackert, Seetiger, Karl Sellert, die Einjährig-Gefreiten Met: riennenga, Karl Sponrragel, die Tamboure Walter W -mer Otto Bottge und Hornist Michael Schreiner. Von ?e » npagnie: Unteroffizier Johannes Habt, Seesoldat GeoriAsssin. Von der Sanitätskolonne: Obersanitätsmaat OskaN ihnke. Vom Ersatztransport: Gefreiter Hermann >Etze -II Oer Reiter Otto Kahlert ist am 4. April gestorben. BerM.indet wurden: Von der 1. Kompagnie: Leut­nant: irl Hildebrandt durch einen Sckmß in die recht I-! -cktulter, die Unteroffiziere Robert Fritsche durch . inenr 2erchteilschuß in den linken Oberarm und die obere lin et stinpshälfte, Arno Lungwitz durch einen Streifschuß in di ihn fcn Fuß, die Seesoldaten Johannes Frank an der recht, r rähulter, Gustav Selke an der rechten Seite, August Scheielie durch einen Streifschuß in die linke große Zehe, Ludn.-:'« Vollmer durch einen Weichteilschuß in den linken Cber 5'Hnlkkel, Rudolf Lorenzen am linken Unterschenkel, der Cinjcilpz-Gefreite Heinrich Michaelsen an der Beugefläche des i Tttm Unterarms. Von der 4. Komvagirie: die See- solda ir Minhold Grau durch einen Weichteilschuß in den linkerdi >rrschenkel, Emil WiNien durch einen Weichteil- schußr ' ben Rücken, der Einjahrig-Gefreite Johannes Sckuu -r: diMch einen Rückenschuß in die linke Lunge. Von ber c Zc:kstruppe: Gefreiter Heinrich Vogel leicht an .der rechte n "c^se. Von der Maschinenkanonenabteilung: Cber= feuer mlizmaat Alwin Kratzeng durch einen Streifschuß in die l mit ' Srust und Arm, Obermatrose Hermann Theuer- faui f einen Streifschuß in die rechte Hand.

2 & töm Kämpfen um den Entsatz von Oma- ruriomit, , toie der im Ausstc.ndsgebiet weilende Vertreter

ber Tafel längere Zeit tn lebhaftem Gespräche mit seinen Gästen.

Mißstände in ben unter sozialdemokratischer Leitung stehenden Konsumvereinen und Genossen- chaften haben den von diesen Organisationen beschäftigten Lagerhaltern schon wiederholt Anlaß zu Anklagen geboten. Solche Beschwerden sind auch am Ostermontag auf einer Konferenz ber Lagerhalter ber Provinz Brandenburg im ozialdemokratischen Gewerkschaftshans in Berlin erhoben worden. Nach bemVorw." würbe in ber Versammlung geklagt, daß es Konsumvereine gebe, die ben Lagerhalter mit 90 Mark abfertigten, obwohl die Frau täglich mit tätig fei, die aber andererseits ben Mitgliebern 18 Proz. Tivibenbe gewährten. Ein anderer Lagerhalter klagte, baß in ben Konsumvereinen zwar zum größten Teil ber Acht- uhr-Labenschluß burchgefuhrt fei, inbeffen bafür ein früherer Geschäftsbeginn angeorbnet würbe und auch die Ruhepausen außer Acht blieben.

Schweidnitz, 10. April. Das neuerrichtete Bis­marck d e n k n -1 wurde heute feierlich enthüllt. Me Fest- rebe hielt Oberpräsident Graf Zedlitz. _____.

AuslanS.

Kopenhagen, 10. April. Der deutsche Kron­prinz überreichte bem greifen König von Dänemark als Geburtstagsgeschenk eine g o l b b e s ch l a g e n e Reit peitsche. Auf berselben befinbet sich ein gekrön­tesW", darunter eine goldene Schleife, die in zwei Sma­ragden endet Gestern besuchte bep Kronprinz verschiedene Sehenswürdigkeiten der Stadt und verabschiedete sich bann kurz vor bem Diner in Christian "VTI. Palais von König Christian und bem englischen Königspaare. Die Abreise erfolgte um 7 Uhr 25 Min.

Paris, 9. April. Während in Paris und in bet Provinz die Entfernung der Christusbilder^und Kruzifixe aus ben Gerichtssälen sich gegenwärtig überall ohne Zwischenfall vollzieht, hat das Richterkolle­gium bes Hanbelsgerichts in Rennes vrotestiert und will sich ber Entfernung ber Wider widersetzen. Auch der Appellgerichtshof in Paris versucht, seinen berühmten Christus von Memling, ber auf 800000 FrcS. geschätzt wirb, zu behalten und will ihn nicht bem Louvre-Mu- jeum übergeb..i. Das Bild ist einstweilen verhängt worben. (Vgl.Wochenschau".)

Petersburg, 10. April. Der Verweser des Finanz. Ministeriums Kokowzow ist zum Finanzminister ernannt .

derKöln. Zta." schreibt, vo« den HereroS mit unglaub­licher Zähigkeit gekämpft worden. Leutnant von Wöllwarth erhielt auf etwa 20 Schritt eine tätliche Verwundung. Di« die Klippen durchsuchenden Reiter bekamen von rechts und links auf wenige Schritt noch Feuer. Bei einein Pulverwagen des Ersatzkorps hatten sich die zwölf Mann der Bebeckilng verschossen. Als Haupt­mann Franke ein LilfSkorps zum Hereinholen des Wagens abschickte, schrien die Herero beim Herannahen dieses Kom­mandos nach deutscher Weise Hurra. Der Gesamtverlust ber Deutschen beim Entsatz von Omaruru betrug 8 Tote und 10 Verwunbete. Die Hereros, bereu Stärke über 600 Mann betrug, dürsten mehr als 100 Tote und Verwundete gehabt haben. Nach dem Abzug ber Hereros wurden un­zählige Patronenhülsen vom 1888er Gewehr gefunden, dar­unter namentlich viel Platzpatronen, die von einer teil­weisen verfehlten Sprengung herrührten. Die Hereros hatten die Patronen geöffnet und das Pulver herausge- nommen, um es für ihre Vorderlader zu verwerten.

lieber Hauptmann Franke, ber sich in ben Kämpfen der letzten Wochen besonders durch Umsicht und Energie hervor­getan hat, heißt es in bem Artikel:Kurz vor ber Station erhielt die Kompagnie aus ihr noch einmal Feuer, aber kurz entschlossen spren gte Hauptmann Franke durch bte Schützenkette hindurch auf die Station los. Ein Teil ber Kompagnie und bes Ausfallkommandos lief auf 80 Meter Sturm: Hauptmann Franke ritt durch das Tor in die Station, von zwölf Mann unmittelbar gefolgt, und schon der Anblick des energischen Offiziers genügte, um den Feind zum AuSreißen zu bringen. Er flüchtete sich in die nächsten Klippen, wo er noch sieben

Tote ließ.

Die Kosten für die seit bem 24. März in brei Abteil­ungen nach Südafrika entsandten Verstärkungen ber Schutztmppe für 1050 Mann einschließlich ber Artillerie be­laufen sich auf 10 Millionen Mark. Der bezügliche Nachttags-Etat wird bem Reichstage alsbalb zugehen.

So im er freund) die Vorgänge in Deutsch-Sübwestafrika sind, so unerfreulich ist manches. Vor einigen Wochen teilte ein Blatt auf Grunb neuer Photographien bes Hafens von Swakopmund mit, die vor anderthalb Jahren erbaute und mit großem Pomp eingeweihte Mole von Swakopmund sei von her See zum großen Teile bereits wieder zerstört. Da? tbiVc immerhin eine Meldung von Bedeutung. Erst dieser Tage brachte ein rheinisches offiziöses Organ en passant die Bestätigung jener Nach­richt, und dieNorbd. Allg. Ztg." teilt heute enblich mit, baß eS sich um Beschäbigungen infolge einer Sturmflut im September hanbelte, welche bereits wieder ausgebessert

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sich besonbers eignet.

Jet Krieg zwischen Japan und Kußland.

Der javanische Gesanbte tn Soeul, Hayashi, teilte bem koreanischen Auswärtigen Amte offiziell mit, baß ber Rückzug der russischen Truppen über den Jalufluß und die Besetzung der Grenze durch die Japaner Tatsache sei und richtete an die Staats- regierung das Ersuchen, daß sie die Anwerbung von Kulis erleichtern und den Bau der Eisenbahn Soeul-Fusan be­schleunigen sollen.

Für Auszeichnung vor dem Feinde wurde der Kom­mandeur des PanzerschiffesZesarewitsch", Grigoro- witsch, und der Kommandeur der Kwantungschen Flotten­equipage, Matusewitsch, zu Kontteabmiralen bear­beit, ersterer unter Ernennung zum Kommanbanten von Port Arthur. Zum Kommanbanten besZesare­witsch" würbe Kapitän Wassiljew ernannt.

sind.

DieKoloniale Zeitschrift vom 31. März enthält einen Artikel zum Herero-Aufstand, in bem es heißt: Me war es möglich, baß ein Mann, gegen ben die schwersten Be schulbigungen Vorlagen, toieber in ber Kolonie erscheinen konnte als hoher Beamter, bevor er offiziell unb öffentlich von jebem Vorwurf gereinigt war? Glaubt man, solche Sachen totschweigen zu können? DieNorbb. Allg. Ztg." bemerkt bazu: Gemeint ist offenbar ber Fi- n anzbirektor Pahl, welcher seit 1889 im Kolonial- "teht unb seit etwa fünf Jahren in Südafrika wirkt. Gegen ihn waren, während er hier auf Heimaturlaub weilte, eine Reihe von Beschuldigungen erhoben worden, welche selbstverständlich untersucht wurden. Die Untersuchung er­gab, d nicht der geringste Anlaß vorla^, den genannten Beamten seiner Stellung zu entheben, tn der er sich große Verdienste erworben hat, und für die er

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