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30.6.1903 Erstes Blatt
 
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Nr. 150

rfftetnt täglich außer Sonntags.

Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kekflschen Landwirt die Gießener Familien« blätter viermal in der Woche betgelegt.

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Erstes Blatt.

158. Jahrgang

Dienstag 30. Juni 1903

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger v **

Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen

ve-nasprei», monaluchvbPf^ viertel- jährlich Ml. 2JO; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Me.L viertel- iährl. auSfchl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für die Lagesnummer bis vormittag» 10 Uhr. ZeilenpretS-iokallLP^ au»wärt» 20 Pfg.

Verantwortlich für den poltt und allgem. Tetlr P. ®Ut!o: für Stadt und ticmb* und .GerichtSsaalE: August Götz; für den An­zeigenteil: Han» Beck.

Krastdent unb Yapst.

Der Tag des Besuches König Viktor Emanuels in Paris rückt immer näher; die Hauptstadt will ihrem Gap einen prunkvollen Empfang bereiten. Eine einschneidende poli­tische Bedeutung scheint man gleichwohl dem Besuche nicht beizumessen. Es wird in den französischen Blättert: mehr auf den Höflich keitsakt hingewiesen, daß der Herrscher aus dem Hause Savoyen dem Präsidenten zuerst seine Auf­wartung mache. Der Besuch des Königs in Paris ist denn auch, in der Tat politisch weniger bedeutsam, als der Gegen- besuch den Loubet bald darauf in Rom ab statten toirb. Nicht sowohl des Quirinals, als des Vatikans wegen. Dis Frage, ob Präsident Loubet bei seinem Aufenthalt in Rom mit dem Papst eine Begegnung haben wird, ist von entscheidender Bedeutung in doppelter Hinsicht.

Einmal für die tirchenpolitischen Beziehungen des Vatikans zu Frankreich Die Kardinale haben gelegentlich des Besucbes Kaiser Wilhelms in Rom kein Hehl daraus gemacht, daß sie und mit ihnen das Oberhaupt der katho- Uschen Christenheit ernstlich bekümmert und besorgt sind wegen der kirchen feind liehen Politik der Regierung Frank­reichs, jenerältesten Tochter der Kirche". Deutschland, so hieß es, stehe int Begriff, die Republik aus der Lieb­lingsstellung beim Vatikan zu verdrängen. Wie peinlich müßte es nun für Loubet, einen persönlich gläubigen Ka­tholiken sein, trenn er, was unausbleiblich wäre, mit dem Papst über die kirchenfeindliche Politik des Ministeriums Combos sich zu unterhalten hätte. Loubet würde nicht als Privatmann, sondern als Vertreter der Staatsgewalt sich im Vatikan befinden und demgemäß nicht in der Lage sein, die antiklerikale Politik des Kabinetts, dessen Rücktritt aus sich warten lassen dürfte, vor dem Papste zu mißbilligen. Er würde sie aber auch nicht gutheißen können, denn der Papst würde wohl mit Recht darauf hin­weisem daß sie in Widerspruch steht mit dem Konkordat, mit der Tatsache, daß der Vatikan itt Frankreich durch einen Nuntius, Frankreich am Vatikan durch einen Botschafter vertreten ist. Bleibt nun aber Präsident Loubet dem Vatikan fern, so müßte das eine Aenderung der kirchen- politischen Beziehungen zwischen letzterem und der Re­publik int Gefolge haben, die nur auf eine Kündigung des Konkordats hinauslaufett könnte.

Auch für den Papst schafft der Besuch Lvubets in Rom eine schwterige Lage. Der Präsident kommt als Ober­haupt eines katholischen Staates an den italienischen- niashof, kann also bei dieser Sachlage vom Papst eigent­lich nicht empfangen werden, da letzterer das römische Königtum als zu Recht bestehend nicht anerkennt, in dem Träger der Krone vielmehr eine Persönlichkeit sieht, die eine dem Papst zu kommende weltliche Macht sich wider­rechtlich angeeignet hat Kaiser Wilhelm und König Eduard als protestantische Herrscher konnten Besuche im Quirinal uni) Vatikan ohne Weiteres verbinden. lÄnPfängt nun aber der Papst den als Gast des Hauses Savoyen in Rom weilenden Präsidenten der Republik, so muß dies am Wiener Hofe Befremden erregen, oder den Besuch auch Kaiser Franz Josephs in Rom zur Folge haben, der, wie wir bereits gestern kurz erwähnten, in Aussicht stehen solle, was indes nicht sehr glaublich ist,

Volttische Tagesschau.

Ein Sozialdemokrat im Reichslagspr'äfidmm.

Wir meldeten bereits, daß die sozialdetnokratische Reichstagsfraktion für das Amt des ersten Vizepräst- denten des Reichstags einen Kandidaten präsentieren wird Es ist nicht glaublich, daß bereits ein Beschluß in dieser Htnsicht vorliegt, denn die Fraktion ist ja nicht versammelt Würde aber beispielsweise Abg. Singer Vizepräsident, so könnte das wohl zur Aufrechterhaltung der Ordnung tut Hause beitragen. Auch ein von der äußersten Linken gestellter Präsident hätte die Verpflicht­ung, mit allen verfügbaren Mitteln Tumultszenen zu verhindern, wie sie bei den Zolltarifdebatten sich er­eignet haben. Singer ist auch nicht der Mann, sich irgend­welche llnbotmäßigkeit oder einen Widerspruch gefallen zu lassen; seine Energie ist, ebenso wie seine satirische Schlag­fertigkeit zur Genüge bekannt Die konservativeKreuzztg." verwahrt sich dagegen, daß ein Sozialdemokrat im Reichs­tagspräsidium vertreten sei. Doch scheint es^ nicht ganz ausgeschlossen, daß das Zentrum mit seiner Ltimmenzahl in Verbindung mit den freisinnigen Gruppen die Kandi­datur der zweitstärksten Partei durchbringt Nur wird in diesem Falle wohl kein konservativer zweiter Vizepräsident sich ftnden lassen. Eher ein nationalliberaler.

Der sozialdemokratische Wahlsieg m Sachsen

ist nicht in letzter Linie darauf zrrrückzuführen, daß das 1896 eingeführte Dreiklassenwahlrecht eine Ver­tretung der breiten Massen im Landtage unmöglich macht und gebildete, aber nicht mit Glücksgütern gesegnete Kreise von einen: Einfluß aus die Landtagswahlen so gut wie ganz ausschlicht. Tie Mißstimmung hierüber war bis tief hinein in das Bürgertum gedrungen. Jetzt, wo man die geradezu verblüfsencwn Folgen jener Wahlrechtsänder­ung vor Augen sieht, scheint auch in Sachsen der Ruf: Fort mit den: Klas s en Wahlrecht!" allgemein zu werden. Auch die konservativenDresd. Nachr." erheben jetzt die Forderung, das Wahlgesetz unter Garantien gegen eine Majorisierung der Landesvertretung durch die Sozialdemokratie zu reformieren. König »Georg hat am Abend des Stichwahltages gesagt, er wisse, daß nicht alle, die sozialdemokratisch gewählt hätten, Sozialdemokraten seien. Das wird sich nach einer Aenderung des Wahlrechts zeigen, nachdem dann den Mittelparteien umfassendere

Möglichkeiten gegeben find, sich im Landtage zur Geltung zu bringen.

Deutschland und Sanaba vor den englischen PearS.

London, 29. Juut Jrn englischen 'Oberh ause fragte am Montag Portsmouth Lord Lansdowne, ob die Regierung beabsichtige, dem Parlamente Vorschläge zu unterbreiten, die Deutschland veranlassen sollen, feine Zolltarifreglements bezüglich Kanadas abzu- ändern. Ward erklärt, die Frage der Tarifarrangements zwischen Deutschland und Kanada sei dringend. In einer früheren Beratung im Oberhaus habe Camperdown durch­blicken lassen, Deutschland habe in einer Weise ge­handelt, bte nach jeder Hinsicht ungehörig, un­nötig und feindlich gegen Kanada sei. Es würde sehr unheilvoll fein, wenn ein falscher und unbilliger Ein­druck hm sichtlich des Verfahrens seitens Deutschlands in dieser Sache hervorgerufen werde. Deutschland habe Kanada als getrennte Finanzeinheit behandelt. Nach feiner An­sicht sei es im Recht gewesen, dies zu tun. Loro Aberdeen hofft, Lansdowne werde eine Erllärung abgeben, die ge­eignet sei, den Eindruck zu verwischen, daß das jüngste Vor­gehen Deutschlands hinsichtlich Kanadas derart sei, daß es das Gefühl des Verletztseins seitens Eng­lands rechtfertige. Lord Lansdowne hebt hervor, erhöbe bereits früher sich gegen die Annahme verwahrt, baß der deutschen Regierung in ihrem Vorgehen in dieser Sache eine Feindseligkeit beizumessen fei Auf die allgemeine Finanzlage übergehend, erklärt Lans­downe, er wünschte, daß die Frage mit offenem Sinne ge­prüft werde, und daß England bemüht sein sollte, fest- zustellen, ob es möglich sei oder nicht, eine engere Finanz­union mit den Kolonien herzustellen, um letztere zu schützen, falls sie über Behandlung infolge England gewährter Vor­zugstarife unterworfen würden, uni) Mittel zu finden, die britische Industrie gegen jene Art unbilliger Konkurrenz, die er in einer früheren Rede erwähnt habe, zu schützew In Bezug auf den Fall mit Deutschland wünsche' er nicht der Debatte vorzugreifen, die durch Veröffentlichung des Schriftwechsels hervor gerufen werden könnte. Aber er halte an der Ansicht fest, daß das Verhältnis zwischen Deutschland und Kanada von der britische:: Re­gierung nicht anders als ernst betrachtet^verden könnte. Lord Ziosebery ergeht sich in Sticheleien gegen die Regier­ung wegen der im Kabinett herrschenden Meinungsver­schiedenheiten. Er glaube, die llntersuchung der Finanz- ftagen sei jeA nötig. Rosebery bringt' darauf, daß die Untersuchung öffentlich geführt werde.

Die Freundschaft mit Amerika.

Man schreibt uns aus Berlin, 29. Juni:

Nach Berichten aus Newyork findet m den Vereinigten Staaten die herzliche Ausnahme des amerikanischen Ge­schwaders in Kiel allseitige lebhafte Anerkennung. Sogar Blätter derjenigen Presse, die dergelben" zugerechnet wird, schlagen einen feit langem nicht gewohnten fteund- schaftlichen Ton Deutschland gegenüber an. Wenn es nur |o bliebe! Man kann sich keiner großen Hoffnung hin- geben, wenn man sich in die Erinnerung zurückruft, wie hoch die Wogen der Begeisterung gingen bei dem Besuch des Prinzen Heinrich in den Vereinigten Staaten. Ein Enthusiasmus sondergleichen von Newyork bis San Fran­cisco. Der Rückschlag ohne jede Schuld auf deutscher Seite war doppelt empfindlich. Eine neue Abkühlung unserer Freude ist zu befürchten, sobald Deutschland daran geht, ferne Handelspolitischen Beziehungen neu zu regeln.

Berufs- und Gewerbestatistik.

Zn Anfang dieses Monats tagte zu Konstanz eine Konferenz, die sich Züchter anderem auch mit der nächsten Berufs- und Gewerbestatistik beschäftigte. Für deren Mo- yaUtät macht Professor Werner Sombart in Breslau, der Verfasser des vortrefflichen WerkesDie deutsche Volks­wirtschaft im 19. Jahrhundert' (Bondi in Berlin), in der Soz. Praxis" einige beachtenswerte Vorschläge, die auf die Vereinfachung und Verbilligung dieser Zählung ab» zielen. Professor Sombart ft eilt dabei die Frage zur Dis­kussion, ob sich die Berufszählung nicht besser an die Volkszählung als an die Gewerbezählung cm gliedere. Danach würde die Berufsstatistik im Winter, die Gewerbe- tatistik im Sommer vorzunehmen sein; letztere könnte aber rach seiner Ansicht sehr vereinfacht werden; eine landwirt- chaftliche Betriebsstatistik brauche erst wieder im Jahre 1910 ober 1915 ausgenommen zu werden. Durch seine Vor- chlöge glaubt Sombart die Kosten für die Berufs- und Gewerbestatistik um einige 100 000 Mark, wenn nicht Mil­lionen, verringern zu Eönnen, wodurch das Hauptbedenken gegen die Wiederholung der Statistü. schon im Jahre 1905 entfalle.

Deutsches Keich.

Berlin, 29. Juni. Ter Kaiser bewilligte für den Bau einer Kaiser Friedrich-Gedächtniskirche in Liegnitz ein Gnadengeschenk von 50000 Mark.

Die kaiserlichen Kinder Prinzeß Viktoria Luise und Prinz Joachim machten in den letzten Tagen von Kabinen bei Elbing aus wiederholt Ausflüge in Be­gleitung der bei ihnen auf Besuch wellenden hessischen Prinzen auf der JachtRadaune". Sie besuchten auch das Heine Bad Kahlberg. Der kleinen Prinzessin wurden bei dieser Gelegenheit Rosen von einer Dame überreicht. Den kaiserlichen Kiirdern erteilt Oberlehrer Dr. Porger Unterricht.

Dem kaiserl. Oberhof- und Hausmarschall und Ober­zeremonienmeister Grasen zu Eulenburg wurde die Er­

laubnis gewährt, das ihm verliehene Großkreuz des päpstlichen Piusordens zu tragen.

Die vom preuß. Minister des Innern eingeleitete Untersuchung der Beschwerden über Wahlunregel­mäßigkeiten irn zweiten Berliner Wahlkreise soll nach derPr. Korr." ergeben haben, daß in der Tat mehrfach für Verstorbene oder Inhaftierte, deren Namen sich in den Wählerlisten vorfanden, Stimmzettel abgegeben worden sind. Dagegen ist noch nicht aufgellärt, was es mit der Behauptung über die Beteiligung von Wählern, die von der Post alsverzogen, wohin unbekannt" be­zeichnet worden, auf sich hat. Auch in dieser Richtung sind Ermittlungen im Gange. Ueber die Person der Schul­digen fehlt einstweilen jeder Anhalt; es läßt sich auch nicht behaupten, welcher Partei der Unfug zu gute gekommen ist. Es gilt nicht für ausgeschlossen, daß ähnliche Schieb­ungen bereits bei früheren Wahlen vorgekommen und dies­mal nur zum erftenmale beobachtet worden sind. Jedenfalls wird das Erforderliche geschehen, volles Licht in diese An­gelegenheit zu bringen.

Abg. Bebel hat am Vorabend der Stichwahl, am vorigen Donnerstag, in einer großen Volksversammlung in Karlsruhe eine Rede gehalten und darin nach derBad. Presse" wörtlich erklärt:Die Sozialdemokratie wächst Ihnen allen schließlich über den Kopf. Der Zu tuns ts- ftaat ist viel näher, als Sie (&u den vtationallibe- ralen gewendet) denken, und Ihrer aller Unter­gang weit näher, als Sie selbst ahnen." In Bezug aus die Handelsverträge äußerte Bebel:Wir wollen keine Handelsverträge, es sei denn, die Tarife werden revidiert. Wir sind stark genug, um im Reichstag die Revision zu erzwingen."

Es gilt jetzt als feftgestellt, daß der antifemi* trsche Pfarrer Krösell in Pyritz-Saatzig in der Stichwahl gewählt worden ist durch die U n t e r st ü tz u n g der Sozialdemokr atie. Dafür hat er in Stettin den Sozialdemokraten zum Siege verholfen durch Abkommandierung seiner Parteigenossen zur Stimm­abgabe für den Sozialdemokraten gegen Brömell Die Kreuzztg." berichtet, daß für den Antisemiten Krq- sell die Stargarder Juden als das kleinere Uebel gestimmt haben.

Ausland.

Paris, 29. Juni. Die Kammer nahm trotz Opposition des Ministers Mougeot die Erhöhung des Einfuhr­zolls für Rindvieh auf 30 und 20 Franken Maximab- und Minimalsatz an. \ *

Vulpera (Schwerz), 29. Juni. Eine Anzahl Mit­glieder der Bundesversammlung, welche an der Feier der Eröffnung der ALbulabahn teilnahmen, wurden hier beut preuß. Kriegsminister v. Goßler vorgestellt. Na- tronalrat Vigier (Solothrrrn" toastierte beim Bankett, dem auch Herr v. Goßler beiwohnte, auf die guten Bezieh­ungen zwischen der Schweiz und Deutschland. Herr v. Goßler bemerkte in seiner Erwiderung, er nehme dauernd teil an der Vergangenheit und der Zukunft her Schweiz, die er nicht nur wegen ihrer Landesschönheiten, sondern auch um ihrer Bewohner willen liebe.

Konstantinopel, 29. Juni. Die Pforte teilte dem östreichisch-ungarischen und dem russischen Botschafter mit, daß eine aus Bulgarien gekommene Bande von 80 Per­sonen den Ortsoor st eher von Leschko, im Kreise Dschn- maja, entführte und ermordete, weil er Mitglieder des Llomitees verraten hatte.

Die offiziellen Beziehungen zwischen der Tür­kei und Serbien sind wieder auf genommen worden und der türkische Gesandte, kehrt nach Belgrad zurück. Aus zuverlässiger serbischer Quelle verlautet, Bulgarien ver­handle mit Serbien über eine Entente in der maeedonischen Frage. Die Pforte sei benachrichtigt worden, daß eine neue makedonische Bewegung bevorstehe. Aus sicherster Quelle erfährt man aus Sofia, daß Rußland und Oesterreich nach der Protestnote Bulgariens gegen die türkischen Provozierungen an der Grenze chren Vertretern strenge Ordre gegeben haben, bei der Pforte ernsthafte Schritte zu tun, um bieje zu veranlassen, ben erngeschla- genen Weg aufzugeben

Aus Sluöl unö Land.

Gießen, 30. Juni 1903.

** Juristische Fakultätsprüfung. Zu dem Be­richt über die juristische Fakultätsprüfung an der hiesigen Umoerfität ist nachzutragen, daß Herr Johann Falk aus Mainz das Examen mit der Note 3, Herr Meier Boden­heim er aus Darmstadt dasselbe mit Note 2 bestanden hat.

" Von der Jagd. Mit dem 1. Juli ist die Jagd auf Wildenten, Kibitze Trappen, Brachvögel und Schnepfen­arten wieder offen.

** Das Militürkonzert des Trompeterkorps des 1. Oberels. Feldartillerie-Regiments Nr. 15, das heute abend unter Mitwirkung des Kammervirtuosen L. Kümmel vom Hostheater in Darmstadt in Steins Garten stattfinden wird, verspricht den Besuchern einen schönen Abend, da nach dem Gewitterregen, der heute früh niederging, das Wetter sich hübsch aufgeklärt hat uud wieder eine angenehme Temperatur herrscht.

t. Beuern, 28. Juni. Ein hiesiger junger Tischler türzte zwischen Saasen und Winnerod mit seinem Rade so unglücklich, daß er bewußtlos liegen blieb unb von einem oorbeifahrenden Wagen nach Hanse gebracht wurde.

)( Beuern, 29. Junc." Der hiesige Beter anen- Verein feierte gestern und heute sein 30. S t i f t u n g s-