Ausgabe 
30.5.1903 Drittes Blatt
 
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158. Jahrgang

Drittes Blatt.

Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen

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Härte.

- Frankfurt, 28. Mai. Zum Sängerwett­streit. Der Festplatz soll am Samstag den 30. Mai, abends 6 Uhr eröffnet werden. Am Abend werden auf dem Festplatze konzertieren: die Kapellen des württenibergischen Jnfanterie-Regimentö Kaiser Wilhelm, König von Preußen 9tr. 120, des hiesigen Infanterie-Regiments Nr. 81 und des Artillerie-Regiments Nr. 63. Am Pfingstsonntag den 31. Mai konzertieren von 4 Uhr nachmittags an auf dem Festplatze die Kapellen des genannten ^württembergischen Infanterie- Regiments Nr. 120 und des hiesigen 81. Jnfanterie-Regl- mente, sowie das Trompeterkorps des Großh. heff. Leib- dragoner-RegimentS Nr. 24. Am Pfingstmontag konzertieren von 4 Uhr an die Kapellen des württemb. Jnf.-Regiments Nr. 120 und des Nassauischen Jnf.-Regts. Nr. 88, sowie das TrompeterkorpS des 6. Ulanen-Regimcnts. Am Dienstag den 2. Ium um 3 Uhr nachmittags ist Hauptprobe für das Begrüßungskonzert in der Festhalle. Die Plätze dazu find auSoerkauft. Non 6 Uhr ab konzertieren die Kapellen des Husaren-Regiments König Humbert von Italien Nr. 13, des Feldartillerie-Regts. Nr. 63 und deS obengenannten württemb. Jnf.-Regts. Nr. 120. Am Mittwoch den 3. Juni konzer­tieren nach dem Begrüßungskonzert die Kapellen des Großh. Hess. I nf anterie - Re g ts. Nr. 116, des Württemberg. Jnf.-RegtS. Nr. 120 und deS Husaren-RegtS. Nr. 13. Am Donnerstag den 4. Juni konzertieren die Ka­pellen des Hessischen Infanterie-RegtS. Nr. 116,

deS Württemberg. Infanterie-RegtS. Nr. 120 und deS Art.- RegtS. Nr. 63. Am Freitag den 6. Juni konzertieren die Kapellen der 1. Matroscn-Twision in Kiel, des Württemberg. Jnf.-RegtS. Nr. 120 und des Thüringischen Manen-Regts. Nr. 6. Am SamStag den 6. Ium konzertieren die Kapellen der I. Matrosen-Dioifion in Riel, deS V. Bayr. Infanterie- RegtS. Fürst Wrede und das TrompeterkorpS der 13er Husaren, ferner in der Festhalle während dev Kommerses die Kapelle des Infanterie-RegtS. Nr. 81. Am Sonntag den 7. Juni findet nachmittags von 4 bis 6 Uhr m der großen Festhalle ein Monslrekonzert statt, ausgeführt gleichzeitig von den Kapellen der 1. Matrosen-Dioifion, deS 9. Bayer. Jn- fanterie-RegtS., deS Infanterie-RegtS. Str. 81 und des Hu­saren-Regiments Nr. 13. Abends von 7 biß 11 Uhr ist Konzert tn der Festhalle von der Kapelle der 1. Matrosen- Division, auf dem Feüplatz von den übrigen drei Kapellen.

Teil; tk fiJiltfo. tüt Stadl und Uanö* und ,®«ndx«|aale; Huauft Dötz, füt den An- gctqentetl: t>an< Deck.

diePosl Atk.L. oiertel- tährl. außldjL Beslellg. rlnvahme von »nzeigen für die Tageenumrner bi» DotmUiage 10 Uhr. ßetlcnptttS: total 11UU au» rod rtS 10 thg.

Nr. 125

täglich außer SomuagS.

Dem Lietzener An,eig« werden tm Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Gießener Zamiiien- blätter viermal tn der

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Samstag 30. Mai l VOtz vezngSpretSr monaliich7bPf., otert* fährt,ch Mk. ILO: durch Ad hole- u. Zweigstellen inonalilch 6o lll.; durch

Aus Stadt und Sand.

Offenbach, 28. 'Kal Tie Stelle eines besolde- ten Beigeordneten ist nunmehr im AmtsverAndig- ungSblatt ausgeschrieben. Bewerber, welche oxe Be- öhigung zur Bekleidung eines Richtrramtes oder für den höheren Verwaltungsdienst besitzen, müssen ihre Meldungen bis zum 15. Juni beim Oberbürgermeister einreichen. Tie Festsetzung des Gehaltes und die sonstigen Anstellungs- bedingungen bleiben besonderer Vereinbarung Vorbehalten.

W e st e r b u r g, 20. Mai. Am 23. ')tovemder 1901 sanden in Westerburg Ergänzungs- und Ersatzwahlen zur Stadt­verordnetenversammlung statt. Der Graf von Alk - - ei - n in gen, welcher nach seiner Verurteilung wegen Ehe­bruchs zu einer Gefängnisstrafe ins Ausland geflohen war, hatte feinen Oberförster beauftrag!, für ihn die Wahl auszuüben; der Wahlvorstand lehnte es aber ab, den Oberförster als Vertreter des Grafen von Aid Leiningen bei der Ausübung der Wahl zuzulassen. da der Graf nicht als Forense angesehen werden tonne. Nachdem dann der KreiSausschuß-Settctar Becker und Genoffen für gewählt erklärt worden war, erhob der Graf nach erfolglofem Einspruch Klage gegen die Stadtverordnetenversammlung und beantragte, die Wahlen für ungültig zu erklären, well sein Vertreter ohne zutreffenden Grund verhindert worden sei, für ihn zu wählen. Der BeziriSansschuß entschied auch zu Gunsten des Grafen und ertlärte die Wahl en für un­gültig, well der Graf nach seinem Entweichen nach^dem Auslande berechtigt gewesen sei, sich durch feinen Ober­förster bei der Wahl vertreten zu lassen. Diese Entscheid- ung griff aber Becker allein durch Berufung beim Cber- verwaltungsgericht an, welches auch die Vorentscheidung für unzutreffend erklärte und Beckers Wahl für gütig er-

Vermischtes.

Der Kaiser und Chamberlain. Wieder ein* mal steht der englische Staatssekretär für die Kvlvnien in- olge seiner kürzlichen, den Reichszolltarif befürwortenden Rede im Mittelpunkt des öffentlichen polllischen Inter­esses. Cs gibt, was die deutsche und englische Presse an- betrifft, la um zwei Persönlichkeiten, deren Aeußerungen, wenn auch aus verschiedenen Gründen, die gleiche allge­meine Beachtung finden, wie die unseres Kaisers und Mister Joös von Birmingham. Aus diesem Grunde so wird demB. T." geschrieben verträgt vielleicht auch die folgende kleine Anekdote, die gegenwärtig die Runde durcy verschiedene Londoner Klubs macht, eine Wiedergabe, umsomehr, als man ihren llrfptung direkt auf den König Eduard zurückführt, der sie kürzlich ün intimen Kreise zum besten gegeben haben soll. Ort der Handlung ist Sandrmg- ham, der Landsitz und Lieblingsaufenthalt desfirft aentle- man of europe", und zwar zurzeit der letzten Anwesenbell des Kaisers in England. Tas offizielle Tiner ist vorüber. Bei einer Zigarre und einem Glase importiertenLöwen- bräud" unterhält sich der Kaiser zwanglos mit seinem königlichen Onkel und einigen bevorzugten Gästen, zu denen auch Herr Chamberlain gehört. Das Gespräch dreht sich um die große Popularität, die Kaiser Wllhelm allgemein jen­seits des Kanals und namentlich beimman in the ftreet" genießt.Nicht einmal unser Parlamentsmitglied für Bir­mingham, geschweige denn meine Wenigkell kann bei meinen Londonern mit dem Deutschen Kaiser an Popularität kon­kurrieren", meint König Eduard lächelnd.Das ist aber wirklich nicht so rounberbar", bemerkte der Kaiser, der be- tanntlich ein vorzügliches Englisch spricht, trocken:Jta bin gerade soviel wie beide zusammengenommen. Sie sind Joö hier wendete sich der Kaiser dem etwas aus der Fassung gebrachten Kolonialsekretär zu und mein Onkel istKing". Bill I am Joe King!" (jokllrg, das heißt, ich mache meinen Scherz).

GietzenerAnzeiger

M General-Anzeiger v

Mngfteu.

Nun ist es wieder ins Land gekommen, das sonnenhelle Lest des heiligen Geistes. Feierlich und verheißungsvoll ziehen Glockenklange hinaus zu unseren blühenden Fluren und stillen Wäldern. Seit dem Ostermorgen ist die Well chöner geworden mit jedem Tag. Da- Pfingstfest zeigt ie auf der Höhe dieser Entwickelung. Nie ist der Tempel >er Natur strahlender und prangender, nie sind die Gvttes- grüße, die uns auß den majestätischen Säulenreihen der ragenden Bäume, aus der wallenden Saat entgegenwehen, eindringlicher, als am Pfingsttag, an dem der heilige Geist durch die Lande flammt. Er ist eS, der heute in den Menschenherzen das Sehnen weckt, die lieblichen Wunder in Feld und Wald zu schauen, in den unerschöpfllch rinnen­den Quickborn der Natur hineinzutauchen.

Nicht nur äußerliche Eindrücke sind eS, die wir auf einer Pfingstwanderung gewinnen. Wir feiern auch ein geistiges Pinigsten. Mr Haden, wenn wir der Enge der Strafen, dem Dunst unserer durch die Kanallsationsarbei­ten an allen Ecken und Enden von Grund aus aufgewühl­ten Stadt entronnen sind, daS Gefühl der Befreiung. Wir empfinden, daß das, was im Pfingstwunder der Natur sich betätigt, göttliche Kraft ifL Wir werden inne, daß der Schöpfer all dieser Herrlichkeit mit seinem Helligen Reifte uns umweht und durchdringt. Wir fühlen auf den Schwingen dieses Geistes uns erhoben über das Erden­treiben und hinaufgetragen in die reinen Höhen der Ewig- keitSahnung.

Pfingsten ist das Siegesfest des Glaubens. Vor der Fülle des Lichtes, daß sich an diesem Tage in die tiefsten Tiefen ergießt, muß jeder Zweifel schwinden. Daß Leben feiert seinen höchsten Triumph, der himmlische Beruf deS Menschen ist durch das in den Herzen lodernde Feuer des heiligen Geistes besiegelt. Was uns entgegenbluht in der leuchtenden, aber vergänglichen Pracht der Statur, ist nur ein Sinnbild der unvergänglichen Herrlichkeit unserer ewigen Heimat. Wir brauchen uns nicht mehr bangen Zweifeln hinzugeben. WaS wir suchen, haben wir gefunden im Glauben. Deshalb erfüllt uns der Pfingst- onnenschein mit freudiger Zuversicht, deshalb senkt der öfingstgeist, Frieden in unsere Brust, auch wenn wir nach festlichen Tagen mitten in Kämpfe treten.

Nur noch wenige Tage trennen uns von der Wahls ch lacht. Zerrissen und zerklüftet ist das poli­tische Leben. Glicht auf ein einig Volk von Brudern, son­dern auf eine Reche sich heftig bekämpfender Pcullei- aruppen fällt der Blick. Eine schier unüberbrückbare Kluft gähnt im deutschen Volke. Niemand kann seine Freude daran haben. Möge der Gottesfriede der ^ingiten mah­nend znrückstrahlen auf die politische Arena! ^e er mildernd und Jänftigenb einwirken aus die tm Bruder- nvist sich gegenüber,tehenden Volksgenofien! W meint Lar jede Partei, das Allhellmittel für die Gebrechen unserer Zeit zu besitzen, die Heilung ift aber nur mög­lich wenn die Sonderbestrebungen auf allen Seiten zu- nick gestellt werden, wenn man sich von dem Hang zu un­fruchtbarer Äritit, zu zersetzender Zweiselfiicht zu befreien ,ucbt: wenn man an dem zum Frieden führenden Pfingst- geift festhält.

2L R.

Herzen wünsche!

buch schrieb, unbekümmert um das brandende Geräusch und Getriebe des Großstadtlebens der Leipziger Straße. Er hielt es offenbar mit dem Schüler aus GoechesFaust" und ich widmete ihm als zweifellosem Vereins aus f lug- dichter im Geiste die Variante:

Weh dem, der jeben Reim verschwitzt!

Er wird als Dichter nie brillieren:

Nur was man schwarz auf weiß besitzt. Kann man getrost improvisieren!

Was die diesjährigen weißen und farbigen Pfingst- sahnen unserer hübschen Berlinerinnen anbelangt, und andere gievts nach Einführung der Selbsteinschätzung über­haupt nicht, so wird die Ausbreitung der Reformmode dabei ziemlich deutlich zu tage treten. Von welch wesent­lichem Einfluß in Modesachen das Beispiel hochgestellter Persönlichkellen ist, hat sich z. B. bei jener mächtigen Kette von Dachsperlen gezeigt, die unsere Kaiserin im vorigen Fahre bei irgend einer festlichen Gelegenheit trug. Seitdem sind die Ketten unheimlich in Aufnahme gekommen, und seit einiger Zeit trägt man sie sogar, aus ,chwarzem Ma­terial, aber in derselben Haselnußgröße der Perlen und be­festigt daran irgend ein Täfelchen oder Täschchen, wenn nicht gar das immer noch im Gebrauch stehende alberne Schildpatt-Lorgnon, das die Gesichter ebenso blöde wie hoch­näsig macht. Für die Reformmode nun soll die Kaiserin ein tategorischesNiemals!" gehabt haben. Tatsächlich ist auch bisher bei teiner Hoffestlichkeit ein Kostüm ä la Reform gesehen worden. Aber uotzdem ringt sich die in einen Der Seltenen Vernunftstunden ihrer Majestät der Mode ge­borene Tracht zu immer allgemeinerer Anerkennung durch. Nicht nur in uünstlerkr eisen und auf dem Theater, nein, auch bei Spießbürgern ältester Observanz. Sogar einer der Dielen Schwesternorden zur Krankenpflege läßt seine Mit­glieder jetzt in weißen Blusen mit schwarzem Reformrock Darüber gehen. Tie Aerzte atmen auf; denn ihre Patien­tinnen mit den ewigen Magen- und Leberleiden schnürern sich nicht mehr und nur die Hürfehfabrilanten ziehen saure Gesichter. Aber das soll uns die Pfingstfreude nicht stören, die ich mir un meinen Leserinnen und Lesern von

nicht den Effekt haben können, den ein freiwilliges Ent­gegenkommen nach dieser Seite gezeitigt hätte.

Ein sehr rarer Artikel sind in diesem Fahre die braunen Gesellen gewesen, die mit ihren sechs llejttenartig haften­den Beinchen den Schrecken empfindsamer Tanten und zimperlicher Schwestern bedeuten. Es giebt hier wie überall keine Maikäfer, obwohl verschiedentlich ein Maikäferjahr prophezeit war und mit ganz traurigen Erfolgen schüt­teln die halbwüchsigen Jäger dieses lustigen Geflügels Baum für Baum in sämtlichen Kastanienalleen um Berlin herum ab. Eine so geringe Ausbeute war seit Jahren nicht da und die Preise steigen natürlich dementsprechend. Während Bubi im Vorjahre noch 2 Stuck für 5 Pfennige erhielt, muß er Heuer einen ganzen Nickel für ein einziges ^emplar anlegen, das oft genug die sonst so mobilen Beine verdächtig in die Höhe zieht und erst durch energisches Anhauchen wieder dazu gebracht werden kann, Freude am Tajein zu betätigen. Ta man zurzeit ganz Vertin mu italienischen Kirfchen überschwemmt, nachdem die letzten Apfelsinnen dieser gesegneten Fruchtlammer kaum ver­braucht waren, ist die Frage eines Berliner Bübchens, warum man nicht italienische Maikäfer kommen lasse, wenn sie bei uns nicht geraten sind, gar nicht so fernliegend. In» zwischen trösten ihn die vom besten Willen zeugenden Nach­ahmungen unserer Ehokoladefabrikanten, die leider leider! noch nicht kraboeln, geschweige denn fliegen können, dafür aber einen unleugbaren Wohlgeschmack besitzen, den unsere Generation rocnigitcnd am echten Maikäfer nicht mehr herausfinden kann! Auch auf den Pfingspostkarten domi­niert er in diesem Jahre, und wird ai5 Bote von Psingst- grüßen manch einem der geneigten Leser zugeflogen kommen. Tcnn es gehört nun mal zum gui n Ton, sich auch Pfingsten eine bunte Karte zu senden; höchstwahrscheinlich um den Briefträgern die 'Unterschiede zwischen den schönen christlichen Festen mehr und mehr zu verwischen. Ehe die Ansichtskarten aurfam.n, hatte er Ostern und Pfingsten wc- nigstens Schonzeit. Tas in längst vsrbtt, uns im Dienste i. i stapft er heuer an den Fe ttagen

g»lügen machte mir em Jüngling, der sich vor einem Riesenschaufenster mir Ansichtskarten diebeneren oaeqen an gereimten Pfingftgrüßen gewissenhaft in sein Notiz­

Plaudereien aus der Kaiierstadt.

(Nachdruck verboten.)

Krätke spart. PrivatpostalischeS. Boa der Maikäserbörse- __ Hin Plagiator bei der Arbeit. FefttagSkleider und Re- formschmerzea.

Eine ganze Welle habe ich gedacht, das hat der Po ravhael nur vergessen und wird es eines schonen Tages schon noch nachholen; aber nachdem nun Wochen Uber Wochen darüber verstrichen sind, gl<uibe ich nicht mehr baran. Tie Postmalerei wird realistisch wahricheinlich, well sie dabei sparen kann. Und wie unsere Briefe in Wirklichkeit schon lange nicht mehr das rote Siegel als Lorschlutz u^ Geheimnishüter aufweisen, so zeigt auch der über ben Kastw der Post aufgemalte weiße Bries jetzt den s^En rotem Tupfen nicht mehr, der bis dahin eigentlich zu den Reichs­brieflasten gehörte wie das Tüpfelchen zum - Ta wir TeuIschen, wie ftattstisch erwiesen, die größte Anzahl an Brieftasten von allen Ländern der Erde zu verzeichnen haben, so repräsentieren die ersparten roten Lerchen zweifellos ein richtiges Kapital, das unser Reichr-'post- meister sich auf die Reformfelle buchen kann. -Lck)ade, daß er sich gleichzeitig auf die andere eite eine Mchtreform notieren muß^ die uns teurer wird clls die vielen tau eni> roten Tupfer! zusammen! TaS ist die unterlaßene Ver­billigung des Portos für <stabt-^oiianroet)ungen. xie Berliner Paketfahrt-Gesellschaft, die früher auch die ^tad^ briefbeftellung in umiangreichster -vei,e betrieb, bi3 ber ©taat diesen Zweig des Postverkehrs^ monopolisierte, hctt jüngst auf villfache Anregung Hut die damal- mit ein- oeftekte @eli>beiöri>erunfl wieder aufgenommm, Eurlllh iu 2en alten billigen Sagen (5. B. bis _1UO MI. ju 10_5?ig.' unb' bat damit einen ganz riesigen Erfolg erziett. sclb|t- v^stäiMich hat der au^ali, der int) ,ur die Rettysp-st dabe°Egiebt mir für grosse Stabte eine -jkbeutung; <u,er idion allein für Berlin bewert er .ich auf iaufenbe ui Xm rnonate. Unb das alte Renommee derPa. tfahrr" bürgt bafür, daß ihre S-steUu..g uicot weniger pünktlich and Släffig als bie ber ossiziellen -tephmi-Mnger Ift. Viel, leicht entfchliebt man sich nach der neu eiftanbenen Kon- turcenä nun nachträglich zu tzerabfctzungen, die aoer lange