Sonderbare
Geistessnächte.
Wie man Einfluss ausübt.
wurde, um den Hypnotismus zu erforschen
(Uebereetxt aas dem New York Journal.)
Pastor
PAUL WELLER Corham, N. Y.
Dr. O. S. LINCOLN 101 Cratchfieldstreet, Dallas, Texas.
Packende Urteile des Komitees, welches ernannt
F. N. STOUFER
Sekretär und Schatzmeister der Eisenbahn« beamten Pueblo, Col.
Richter HENRY SCHÄFER 'emington, N. J.
Hypnotismus ist nicht mehr länger eine Sage, etile pyanmstische Schöpfung des Geistes, sondern eine vahrheit, eine sehr bedeutende Macht, fähig, unendlich viel Gutes hervorzubringen. Um den genauen Wert dieser vielbesprochenen Shraft zu ermitteln, wurde ein Komitee gebildet, welches sich auS einem Arzt, einem wohlbekannter Zuristen, einem hervorragenden Geistlichen und einem höheren leitenden Eisenbahn-Beamten zusammensetzte, um den HhpnotiSmuS zu ergründen.
Das Stomitee nahm eine Reihe von Untersuchungen in Bezug auf die Straft des HhpnottSmuS vor, die Handlungen der Menschen in jeder Lebenslage zu beeinflussen.
Der erste Schritt, den die Mitglieder des Komitee unternahmen, war, die Wissenschaft in jeder Einzelheit zu beherrfchcn, so daß durch persönliche Erfahrung das Gute oder Schlechte, welches diese sonderbare Straft verursachte, leicht sestgestellt werden konnte.
Sie schrieben an das New York Institute of Science in Rochester, N. der größten Schule für Hypnotismus und Magnetismus, und erhielten volle und ausführliche Instruktionen, wie man Hypnotismus anwendet, um Leute im GeschästSleben zu beeinflussen, um Krankheiten zu heilen re. In wenigen Tagen beherrschten sie diese Lehren gänzlich und waren vollständig ausgebildete Hypnotiseure.
ES wurde klar bewiesen, daß Hypnotismus derart angewendet werden kann, daß die Person, mit welcher man operiert, sich gänzlich unbewußt ist, unter Einfluß eines Anderen zu stehen. Alle Umstände berücksichtigt, betrachtete daS Komitee dies als die wertvollste Entdeckung der modernen Zett. Eine KenntniS deS Hypnotismus ist wesentlich, um im Leben Erfolg und in der Gesellschaft eine hervorragende Stellunq zu erlangen.
Dr. Lincoln sagt nach einer gründlichen Untersuchung, daß er den Hypnotismus als den wunderbarsten therapeutischen oder hellenden Vermittler der neuesten Zett betrachtet.
Mchter Schäfer, obgleich ein sehr in Anspruch genommener Staatsbeamter, richtete auch seine Auf« Mettsamkctt auf Helltmg von Kranken, mib nach wenigen Behandlungen gelang es ihm, Herrn John E. MeyerS au8 Flemmington, N. I., von einer sonderbaren Krankheit, welche ihn neun Jahre an das Bett gefesselt hatte und von welcher die Aerzte behaupteten, daß er daran zu Grunde gehen würde, zu Hellen, Richter Schaserö Ruf verbreitete sich meilenweit, und Hunderte von Leuten kamen, um sich von ihm behandeln zu lassen.
Herr Stouser leistete solgendeS Erstaunliche: Er hypnottsierte Herrn Cunningham aus Pueblo Col. auf eine Entfernung von mehreren Straßen. Auch hypnotisierte er einen älteren Herrn, bewirkte daß her« frfBe durch die Straßen lief, rufend: .Kaust Aepfel". Herr Stouser behaupet, Hypnotismus ist geschäftlicher Vorteile wegen unentbehrlich.
Herr Paswr Paul Weller sagt, daß jeder Geistliche und jede Mutter HhpnottSmuS erlernen solle um Metten zum Besten derjenigen anzuwendcn, mit welchen sie täglich in Berührung kommen.
Präsident Eliot von der Haward Universität sagte gelegentlich eines Vortrages über diese wunder« «are Kraft zu den Studenten: .Meine jungen Herren, jeder von Ihnen besitzt eine wunderbare latente Straft toclc$e wenige von Ihnen beobachtet haben, aber welche, wenn entwickelt, jeden Menschen unüberwindlich macht. Sie wird persönlicher MagnettsmuS oder HhpnottSmuS genannt. Ich rate Ihnen, zu lernen denselben zu beherrschen.*
2)08 York Institute of Science hat soeben 10000 Exemplare eines Buches erscheinen lassen Waches vollständig all' die Geheimnisse dieser wunderbaren Kraft erklärt und ausführliche Anwetfungen eat- ™ W pEsch hypnotisieren zu können, so daß man die Straft ohne Wissen eines Anderen anwenden urnn. Jedermann kann cS lernen; Erfolg wird garantiert.
°uch cinen genauen Bericht von den Mitgliedern des KomtteeS. ES wird jedem ^kNereflenten kostenlos zugefandt. Eine 10 Pfennig-Postkarte genügt. Man adressiere an:
New York Institute of Science, Abt. 1)858 Rochester, New-York.
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Pferdemarkt zu Gießen
Am Mittwoch dem 25. März 1903 findet auf den städtischen Marktanlagen nächst der Rodbeimerstraße Pferdemartt statt. Für- Stallungen in der Nähe des Marktes ist ausreichend Sorge getragen; wegen derselben wolle man sich an Herrn Hoftohnkutscher Huhu dahier wenden: Austtmst über sonstige Marktangelegenhcilcn erteilt Herr Weinhändler August Schwan dahier.
Mit dem Pferdemarkt ist eine
Prämiierung
verbunden, für welche 1565 Acark zur Verfügung stehen. Der Prämnerungsplan ist von Herrn Lelonomierat Schlcule, Hardthof bei Gießen, zu erbitten. Tie Preisverteilung erfolgt im Anschluß an die Prämiierung um 12% Uhr. Omnibusverbindung von dem Bahnhof nach dem 'Marktplatz und zurück. Am 26. März, nach mittags 2 Uhr, findet in der Turnhalle der Stadtknabenjchule eine
Verlobung
statt von Pferden, Wagen, landwirtschaftlichen Aiafchinen und Gerätschaften, Haushaltungs- und Gebrauchsgegenständen. Der Generaloertrieb der Lose ä 1 Mark ist dem Herrn Richard Buchacker dahier übertragen.
Gießen, am 1. Februar 1903. 943
Die Pferdemartt-Kommisiiou.
Jean Htrcf), Stadtverordneter.
Wir geben nachstehend die Bestimmungen für den Verkehr mit unserer
Abteilung für Spareinlagen
zur allgemeinen Kenntnis der Interessenten.
Gießen, im Dezember 1902.
ZZanli für Kandel und Andullrie.
Aepo/itenKaffe Kießev.
Bankgebäudc: Johannesftraße 1.
Bestimmungen:
1. Das Ginlagebuch wird mit 10 Pfg. berechnet.
2. Einzahlungen können täglich geleistet werden.
3. Das Einlagebuch ist von dem Besitzer gut zu verwahren.
4. Kommt ein Emlagebuch abhanden, so hat der Sparer um) er» zuglich bei der Bank Anzeige zu erstatten.
5. Süe Batik ist berechtigt, aber nicht verpflichtet, bei Kapual- rückzahlungen die Leguimation des Vorzeigenden zu prüfen.
6. Die Beischreibung der Zützen erfolgt im Januar jeden Jahres in den Büchern der Bank. Die Besitzer der Eiulagcbücher könneii die Auszahlung oder Beischreibuiig jedoch ganz gelegentlich auch in anderen Monaten veranlaßen.
7. Kapitalien unter 1000 Mark können ohne Kündigung abgehoben werden, dagegen hat der Zurücknahme von Betragen über 1000 Mark in der Regel eine dreimonatliche Kündigung vor' auszugehen.
8. Vormünder können die Zinsen für ihre Mündel erheben, wenn das Gericht nicht anders bestimmt hat. Bei Kapitalrückzahl- ungen bedarf es der schriftlichen Ermächtigung der obervormund- schaftlichen Behörde.________42
Cesellenprjisung öes Bezirks Ällar.
Die diesjährigen gesetzlichen Gesellenprüfungen finden im Monat April statt. Hierzu gehören die Orte Treis a. d. L., Mainzlar, Daubrmgen, Staufenberg, Ruttershausen und Lollar.
An derselben können alle junge Handwerker teilnehmen, deren Lehrzeit spätestens am Schlüsse der Prüfungen beendet ist. Anmeldungen hierzu sind unter Benutzung des vorgeschriebenen Formulars (bei uns erhältlich) bis zum 1s. März an den Unterzeichneten zu richten. Tie Prüfungsgebühr beträgt 3 Mart und ist mit der Anmeldung einzusenden.
Wir machen msbcsondere darauf aufmerksam, daß die Ablegung der Gesellenprüfung u. a. als Vorbedingung für die Anleitung von Lehrlingen und die Führung des Meistertitels erforderlich ist, ihre Versäumnis daher später empfindliche Nachteile im Gefolge hat.
tfrür den Prüfungsausschuß des Lrtsgcwerbcv. Lollar: ________________Rohrbach, Vorsitzender. 1414 Nebenbahn Butzbach-Lich.
Die Ausführung der Maurer- pp. Arbeiten einschließlich der Materiallieferung für die Durchlässe und Brücken soll in 3 Losen, einzeln oder zusammen, vergeben werden und zwar:
Los 1 von Station 2ö bis Clarion 70, umfassend 2 Brücken und 7 Durchlässe,
Los II von Station 70 bis Station 143, umfassend 2 gewölbte Brücken und 4 Durchlässe
und Los III von Station 143 bis Station 190, umfassend 1 gewölbte Bahnunterführung, 1 Brücke über die Wetter und 6 Durchlässe.
Zeichnungen, Bedingungen und Angebotsformulare liegen vom 2. März er. ab in dem Büreau der unterzeichneten Bauleitung zu Butzbach, Bahnhofstraße 2, aus.
Schriftliche Angebote sind bis zum 12. Mär; 0. Fs., vormittags 11 Uhr, daselbst einzurcichen.
Butzbach, den 26. Februar 1903.
Bauleitung
der Firma Lenz & Co., G. m. b. H., Berlin.
Regierungsbaumeister Baum. 1773
Uergebung von Kauarbeiten.
Die für den inneren Ausbau des neuen Schulhaufes, die Errichtung eines Ab- ortgebäudes und die Herstellung des Schulhofes in Saasen erforderlichen Arbeiten und Lieferungen sollen im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden und sind Angebote bis
Mittwoch, d. 11. März l. I.
vormittags 9 Uhr bei Großh. Bürgermeisterei Saasen, woselbst Pläne, Voranschläge und Bedingungen zur Einsicht offen liegen, portofrei einzureichen.
Die Arbeiten und Lieferungen sind wie folgt veranschlagt:
zu Mt. Erd- und Maurer
arbeiten 842,6b
Steinhauerarbeiten 703,49
Zimmerarbeiten 134,79
Dachdeckerarbeiten 56,25
Spenglerarbeiten 22,75
Schlosserarbetten 890,80
Glaserarbeilen 700,12
Schreinerarbeiten 2500,89
Weißbinderarbeilen 1218,55
Tapezierarbeilen 72,00
Pflasterarbeiten 262,50
Plamerarbeiten 60,00
Elfen- und Röhren-
Lieferung 44,80
Kieslieferung 105,00
Gießen, am 21. Febr. 1903.
Der Großh. Kreisbauinspektor.
Die hm. 1748
Vergebung
von Straßenbau-Arbeiten.
Die bei dem Reubau einer Kreisstratze von Langsdorf nach Rieder-Befsiugcu vor- kommenden Arbeiten und Lieferungen sollen im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden.
Die Angebote sind bis Dienstag, den 24. März d. Fs., vormittags 10 Uhr im Amtszimmer des Unterzeichneten, woselbst Pläne, Voranschläge und Bedingungen zur Einsicht offen liegen, abzugeben.
Die Arbeiten und Lieferungen sind wie folgt veranschlagt:
zu Mk.
Erdarbeiten 15119,40 Brücken und Kanäle 2301,07 Pflasterungen 240,00 Ehaussierungen 45979,00
Gießen, den 19. Febr. 1903. Der Großh. Kreisbauinspektor.
Diehm. 1723
Verdingung von Fuhrlöhnen.
Die Abfuhr von Straßen- tehricht nach verschiedenen städtischen Wiesen für das Rechnungsjahr 1903 04 soll Samstag, den 7. März d. I.
vormittags 11 Uhr öffentlich verdungen werden. Die Abfuhr umfaßt etwa 1820 Kubikmtr., die in 3 Lose geteilt sind. Die Bedingungen liegen während der Tienst- slunden auf unserer Amtsstube zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der bei uns erhältlich, find bis zum oben» genannten Zeitpunkt einzureichen. — Zuschlagsfrist drei Wochen.
Gießen, 25. Februar 190t»
Stadt. Tiefbauamt.
Braubach. 1781


