Nr. 122
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Dem Lietzener Anzeiger »verden tm Wechsel mit dem kessische» tanöolrl bic tkfcentt SamUlen- dläNer mecmal tn der Woche beigetegt ftotattonfbrucf n. Vertag der Brüh l'schea Un uxck.-Buch- u. G-teiw brucfem (tiwtid) Erden)
Schal,ratze T. Ubretzr für Depeschenr Anzeiger »letzen. UeriilvrrchanlchlutzNr 6L
Mittwoch 27. Mai 1903
158. Jahrgang
Zweites Blatt.
vezagdpr»»»' monQluch7dPU, o»ettet« ifibrhd) 'M LL0: durch Abhole- u. Zwelgstell« monailtd) 6o *91.; durch tuePosl Mk.r.—vleri el- fährt, aueschl. Beslellg. Annahme von Anzeige, |üt Oie £nge»nummet biß vorrnUlagH 10 Uhr. ßetlcnpret«: lokal UUU ttutrodctl BO tilg. lie<ani»erilidb tü* den polU. und augcm.
GietzenerAnzeiger
M General-Anzeiger v
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MMZ
V -^r " zeigentttl: Pan« Beck.
Pie -eutige Kummer umfaßt 16 KeUeu.
per schuldige *$eU.
AirS Dien wird un» geschrieben:
,Ln spätesten» zwei Tagen wird in Kroatien die Ruhe und Ordnung wiederhergestellt fein" — so versicherte der Banus von Kroatien in Budapest dem ungarischen Ministerpräsidenten. Er hätte hin-ufugen sollen: „Mit Hülse der Bajonette", denn ander» als durch Gewalt ist die kroatische Bewegung nicht zu unterdrücken. Au» der Wett geschasst ist sie damit aber keineswegs. Das wird erst der §all sein, wenn Regierung und Behörden in Ungarn aushören, die Kroaten al» Staatsbürger zweiter Klasse zu beyandeln. Die Schuld an den Unruhen trägt tatsächlich Ungarn. GS ist mit Volldampf aus dem Wege, zum politisch unduldsamsten und unleidlichsten Staat Europas sich zu entwickeln. Bei dem Wort Chauvinismus denkt man gemeinhin an Frankreich, es wird neuerdings treffender angewendet in Bezug auf Ungarn. Der magyarische Hochsinn hat sich in Hochmut verwandelt. Davon legen Zeugnis ab die fortgesetzten Zwistigkeiten Ungarns mit der östreichtz- schen Regierung, die Behandlung der Deutschen in Ungarn und die Haltung der Magyaren gegenüber den Kroaten. Deutsche und Kroaten sind in Ungarn LeidenS- genossen. Die Muttersprache beider wird von den magya- risck)en Behörden nach Alöglichkvit unterdrückt. Entgegen den Bestimmungen des Gesetzes tragen beispielsweise die Amts- gude in Kroatien ungarische, nicht kroatische Aufschriften.
estiercn die Kroaten, dann werden sie von den Ungarn Sfeindllcher Agitation beschuldigt. Aus dem Gebiete des inSicbenS und der ZeitungSzcnsur sehen sich Deutsche und Kroaten gleichermaßen drangsaliert. Dem gesamten öftentlicken Leben wird der ungarische Stempel geivallsam aus gedrückt. Druck aber erzeugt Gegendruck, und wenn auch die Unruhen in Kroatien jetzst niedergeschlagen werden — der Wunsch: „£od von Rom!" dürfte an Boden gewinnen. Der Zusammenhang -wischen Ungarn und Kroatien ist nur äußerlich. ES sind ausgehöhlte Pfeiler, die dann das Gebäude der habÄurgischen Dtonarchie tragen, uiü> den traurigen Ruhm, der staatlichen Konsolidierung an erster Stelle entgegengearbeitet zu haben, darf Ungarn in Anspruch nehmen.
Im östreichischen Abgeordnetenhause intervenierte der Kroate Vukovic wegen des Borgehens der Polizei gegen die slavischen Studenten bei der Demonstration gegen den Banns. Der Kroate Biankini richtet an den Prüf identen die Anftagc, warum die Audienz der dalmatinischen Abgeordneten beim Kaiser verweigert worden sei, und konstatiert, daß hierin eine Beleidigung der Kroaten im Hause liege. Der Ministerpräsident v. Körber rechtfertigt das Vorgehen der Regierung und wiederholt, daß die Berichte über die Toten und Verwundeten der Wahrheit nicht ent- fVredjen. Im ganzen gebe e» zwei Verletzte. Die Kroaten erheben hierbei minutenlangen Lärm, unterbrechen Körber stürmisch und rufen: „Szell hat Ihnen die Gewährung der Audienz verboten! Schande, Schande, FrechheitI Sie sind ein Lügner, ein Agent der Magyaren!" Der Lärm legt sich erst nach längerer Zeit.
Die kroatischen Abgeordneten au» Dalmatien haben angesichts der Aussichtslosigkeit, eine Audienz beim Kaiser zu erlangen, den Beschluß gefaßt, ein Manifest an die kroatische Bevölkerung und die große Oefsentlichkeit zu richten, in welchem die Verhältnisse dargelegt werden sollen. Mit der Ausarbeitung des Manifestes wurde ein Ausschuß betraut ,
Das Matt Nom List wurde wegen ferner Angriffe gegen den Banus von Kroatien unter Sequestratur gestellt.
Hagelversicherung.
Ter Zweiten Kammer der Stände ist, wie wir bereits gestern kurz erwähnten, eine Regierungsvorlage betr. Hagelversicherung zugcgangcn. Tie Anregung dazu wurde seinerzeit vom Landtage gegeben, welcher die Negierung ersuchte, statistische llebcrsichtcn über Hagelschäden ic. fertigen zu lassen und im Haupworanschlag eine Summe zur Förderung der Hagelversicherung vorzusehen. Aus Grund ausgedehnter und gewissenhafter Ermittelungen ist die Regierung nun zu der lleberzeugung gekommen, daß das Gebiet des Großherzogtums für eine eigene staatliche Hagel- Versicherungsanstalt zu llein ist. Auch lehrt die Erfahr- una, daß fast alle bestehenden bedeutenderen Hagelversicherungsanstalten in Hessen Versicherungen annehmen, d« das Land im allgemeinen nicht besonders hagelgefahrlich ist. Bei diesem Sachverhalt besteht das richtige Mittel zur Beseitigung der schädigenden Wirkung der Hagelschläge darin, daß die Landwirte veranlaßt werden, von der Ver- sicherungögelegenheit burdnoeg Gebrauch zu machen. Dies sieht die Vorlage dadurch vor, daß sie vorschlagt, mit der grorddeutschen Hagelversicherungsgeiellfchaft auf Gegen- seitigleit einen Vertrag abzuschließen, der den Landwirten die Versicherung gegen feste Prämien ermöglicht Weiter ist beabsichtigt, auS festen Zuschlägen zur Prämie, die von der Gesellschaft mit der Prämie erhoben und zur Staat6- tasse abgeführt werden sollen, einen Hagelversicherungs- fonds anzusammeln. Ter so gebildete Hagelfonds wird verzinslich angelegt und auS ihm werden die SKichschüsse gezahlt, sodaß die .Versicherten von Nachschüssen ganz befreit sind. Um aber für alle Fälle gedeckt zu fein, wird vom Äaat ein Kredit zur Verfügung gehalten, aus dem bei Unzulänglichkeit der Mittel des Fonds das fehlende oor- geschossen werden kann. Solche Vorschüsse sind der ctaat»- lasse aus dem Fonds zu verzinsen. Ter StaatSkredit, dessen Höhe auf 100 000 Mk. zu bemessen sein wird, wird einen ideellen Bestandteil des Betriebstapiials der öaupt- staatskasse bilden. Tie Vorschüsse sind der Staatskasse
zurückzuzahlen, sobald die Mittel deS Fonds dies zulässig erscheinen lassen.
Ter tm Entwurf vorliegende Vertrag sichert sämtlichen versicberungsuchenden Landwirten die Versickerung gegen Hagelschlag zu, derselbe teilt Hessen in zwei Bezirke, welche je einen stimmberechtigten Vertreter zur Generalversammlung entsenden können, und verpflichtet die Gesellschaft, jederzeit in einer hervorragenden Stadt des Groß- Herzogtums — bis auf weiteres in Mainz — einen Generalagenten zu bestellen. Ueber die Zahl der Versicherten, die Höhe der Versicherungssummen und der Vorprämien legt die Gesellschaft jährlich eine kreisweise zusammengestellte Uebersicht vor. Ter Vertrag soll vorerst aus 10 Jahre abgeschlossen, gelten mit stlllschweigender Verlängerung aus je 1 Jahr, falls eine Kündigung nicht erfolgt Es wird beantragt, die Kammer wolle dem Vertrag sowie der Bill» ung des Fonds ihre Zustimmung erteilen.
^Mische Tagesschau.
Prinz Friedrich Leopold von Preußen Kommandeur des 6. Armeekorps?
Unser Berliner Mitarbeiter schreibt unterm 26. Mai: AuS Hofkreisen erfahre ich, daß an Stelle des Erbprinzen vonSachsen-Memingen zum kommandierenden General deS 6. (schlesischen) Armeekorps der Schwager des Kaisers, Prinz Friedrich Leopold von Preußen, in Aussicht genommen ist. Aus Gründen der Repräsentation kann bekanntlich nur eine hochgestellte Persönlichkeit für die militärische Oberleitung in BreSlau in Betracht kommen. Deshalb begegnete die Meldung, der Divisionsgeneral v. Woyrsch in Reiße fei zum KorpSkommandcur auSersehen, hier einigen Zweifeln. Ob die Kandidatur deS Herzogs Albrecht von Württemberg in Frage stand oder vielleicht noch steht, darüber ist Zuverlässiges nicht zu ermitteln. Als der Erwählte gilt in Hofkreisen, wie gesagt, Prinz Friedrich Leopold von Preußen, der im Falle seiner Berufung, über die eine Entscheidung ja bald getroffen werden wird, mit seinem gesamten Hofstaat nach Breslau übersiedeln dürfte.
Herr v. Podbielski.
Man schreibt unS auS Berlin, 26. Mai:
Der preußische LandwittschaftSminister v. Podbielski hat eine Dienstreise nach der Provinz Posen angetreten. Momentan scheint er also nicht an der starken Ischias zu leiden, die ihm, der „Magdeb. Ztg.- zufolge daS Leben sauer macht und, je länger, je mehr, Rücttritlsgedanken nahe legt. Herr v. Podbielski soll in seiner burschikosen Art gelegentlich geäußert haben, daß er schon nach der Heuernte , verduften * wolle. DaS wäre vor den Neuwahlen zum preußischen Landtag, die im Herbst stattfinden, und vor der Aufstellung deS preußischen Etats. Sollte da nicht die Politik ein wenig hineinspielen? ES ist ein offenes Geheimnis, daß die Beziehungen der Konservativen zu Herrn o. Podbielski, ihrem ehemaligen FraktionSgenoffen, nicht mehr so freundschaftlich sind, wie früher. Man hatte ermattet, daß er die Forderungen der Landwirtschaft im Ministerium Bülow nachdrücklicher zur Geltung bringen werde, und man gab ihm dieS im Parlament ziemlich unverblümt zu verstehen, wenn auch nicht alle Vorhaltungen so grobkörnig auSfielen, wie die von feiten der Landbündler. Der hätteste Strauß steht Herrn v. PodhielSki erst noch bevor bei den Beratungen über die Handelsverträge. Die Konservativen im preußischen Landtag werben sich die Materie nicht entgehen lasten, ist es doch in diesem Parlament zur Gepflogenheit geworden, sich mit Reichsangelegenheiten zu befasten, ja, den leitenden Staatsmann selbst vor das preußische Forum zu zitieren, wenn in der Reichspolitik den Konservativen etwas wider den Strich geht. Richt unerwähnt darf schließlich bleiben die Möglichkeit deS Wiedererscheinens der Kan al v orl age. Durch sie »vor den Bauch gestoßen zu werden-, wird dein gesundheitlich nicht mehr taktfesten LandwittschaftSminister am wenigslen zusagen. Ein Grund, am Amt zu ,heben-, ist für Herrn v. Podbielski also nirgend ersichtlich. Deshalb kann eS mit seinem Abschied nach der Heuernte immerhin seine Richtigkeit haben.
Sin Attentat gegen de» König von Spanien vor Gericht.
Er dürfte noch erinnerlich sein, daß am Tage der Großjährigkeit des Königs (17. Mai 1902) ein gegen diesen geplantes Dynamit-Attentat rechtzeitig entdeckt und von der Polizei verhindert wurde. Rach derzeitigen Aussagen der Polizei war der Tatbestand folgender: Am 16. Mai erfuhr der Chef der Madrider Geheimpolizei, Laureano Diaz, daß der Schließer der Versicherungsgesellschaft ,La Jbenca-, deren Geschäftsrätime in unmittelbarer Rahe deS Kongresses liegen, Tynamitbomben auf bewahre, die während deS Vorüberziehens des königlichen Zuges nach dem Kongreßgebäude, woselbst die Eidesleistung üaitgeiunben hatte, gegen den kgl. Wagen geschleudctt werden sollten. Zn der Nacht deS 17. Mai drang die Polizei in die Wohnung deS Schließers und fand ein Packet mit sieben Tynanntbomben und eine Kiste mit sonstigen Sprengstoffen. Der Schließer erhärte, daß er diese Dinge von einem Freunde erhalten ncc, um sie in Gemeinschaft mit diesem auf den königlichen Wagen zu werfen, daß er das aber auf keinen Fall getan haben würde, da er, obgleich em überzeugter Republikaner, nicht imstande fei, einen Königsmord zu begehen. Diese und andere Aussagen des
Schließers veranlaßten zahlreiche Verhaftungen. Bis auf den Schließer und seinen Freund sind aber alle Verhafteten in Freiheit gesetzt worden, nur gegen die Beiden wird die Anklage wegen eines versuchten Attentats aufrecht erhalten, die in den nächsten Tagen vor dem hiesigen Schwurgericht zur Verhandlung kommen wird.
Die öffentliche Meinung zweifelte aber schon bald an der Darstellung der Polizei und die Preste kam zu der Ueber- zeugung, daß ba8 rechtzeitig vereitelte Attentat eine Erfindung des Chefs der Geheimpolizei und einiger in seinen Diensten stehender Spitzel sei. Man ist der Ansicht, daß die Bomben von Spitzeln in das Haus des Schließers der Versicherungsgesellschaft ,La Iberia- gebracht wurden, und zwar unter Mißbrauch beö Namens feines Freundes, der am Tage der Ucbergabe, die schon im Marz erfolgt fein foll, garnicht in Madrid anwesend war. Dies kann von emroanbflfreien Zeugen bestätigt werden. Der Schließer nahm daS fragliche Packet ohne Weiteres an und ohne sich über den Inhalt desselben zu vergewistern, da er im Glauben war, daß ein langjähriger Freund es ihm zur Aufbewahrung übersandte. Weiter scheint erwiesen, daß der Ches der Geheimpolizei Kenntnis von dieser Sache hatte ober diese gar veranlaßte, aber aus leicht begreiflichen Gründen mit der ,(Entbecfung- beS Verbrechens bis zur Nacht beS 17. Mai wartete.
Man sieht der Gerichtsverhandlung mit größter Spannung entgegen. Die öffentliche Meinung ist näinlich davon überzeugt, daß das vereitelte Attentat eine Erfindung der Polizei ist, und daß die beiden Angeklagten, Greise von mehr als 70 Jahren, unschuldig sind.
Prinzessin Luise von Totean»
Von einem Teilnehmer an der am 23. Mat in bet Wiener Hofburg abgehaltenen Hofsoiree, an der zum ersten Male seit der sächsischen Hofafsäre Mitglieder der Familie Toscana teUnahmen, erfährt die „Sachs. Allg. Ztg.", daß der Hauptzweck des Besuches der Großherzogin von Toscana am Wiener Hofe die endgültige Regelung der Angelegenheit der Prinzessin Luise war. Gs haben feit längerer Zeit von toscanischer Seite die angelegentlichsten Bemühungen stattgefunden, ber Prinzessin nicht nur die Rückkehr auf östreichischen Boden zu enuirfen, sondern auch von maßgebender Stelle die Erlaubnis zu erhalten, daß bic Prinzessin in Oesterreich unangefochten dauernden Wohnsitz nehme. Man hat von toscanischer Seite an ein in der 9cähe von Salzburg belegenes kleines Jagdschloß gedacht, allen dahingehenden Plänen stand jedoch das einmal ausgesprochene Verbot des Kaisers, wonach die Printessm Luise nach Oesterreich nicht zurückkehren dürfe, hindernd im Wege Die Schwägerin der Prinzessin Luise, Erzherzogin Mario Josefa, intervenierte wiederholt beim Kaiser zu Gunsten der Prinzessin, an maßgebender Stelle glaubte man jedoch, den gehegten Wünschen nicht ohne weiteres entsprechen zu können, obwohl gerade von Seiten des Wiener HoseS auf König Georg von Sachfen bei der Erledigung anderer di« Affäre betteffenden Fragen ein persönlicher Einfluß gewonnen wurde, der den König zum Nachgeben in Sielen wichtigen Punkten bestimmte. Wie es heißt, ist zwischen der Prinzessin Luise und dem sächsischen Hose ein prinzipielles Abkommen vereinbart wdrden, aus dem manche der früheren Härten eliminiert erscheinen. In einer Privat- audienz, die der Kaiser der Großherzogin Alice gewährte, hat die Letztere darauf hingewiesen, daß Prinzessin Luise eine Andere geworden sei, ihren Schritt tief bereue und für die Zukunft nur den einen Wunsch habe, mit ihrem Kinde in der »Nähe der Mutter, nicht unter völlig fremden »Menschen leben zu müssen. Wegen des Kindes hoffe man vom sächsischen Hose eine günstige Erledigung der vorgebrachten Bitten; was die Rücktehr nach Oesterreich betreffe, möge dec Kaiser Gnade üben. Den innigen Bitten der Mutter willfahrend, soll nun der Kaiser gesagt haben: „Also gut, io mag die Prinzessin nach Oester^ reich kommen, aber nur, rvenn sie in einem Fraue n- flojter Ausnahme findet." Damit war die Audienz yi Ende.
Der „Lot.-Anz." meldet heute aus Salzburg: Prinzessin Luise von Toscana verbleibt vorläufig in Lindau.
Heer und Flotte.
— Generaloberst Graf Haeseler hat sich durch einen Körpsbefehl vom 16. Armeekorps verabschiedet, worin eö heißt. .Wie ich mit allen Fasern de3 Herzens dem KörpS angehött habe, ist jedermann tm KorpS bekannt, ebenso, wie ich bemüht gewesen bin, die Ausbildung beS KorpS zu den höchsten Slnforberungen des Krieges zu steigern. In biesem Bestreben sinb wir eins gewesen; jeder an feiner Stelle hat beigetragen; ich hätte ohne bicnfifreubigeS, verständnisvolles Entgegenkommen nichts erreichen können. Ich spreche für diese Unterstützung meinen von Herzen kommenden Dank aus. Tie anerkennenden Wotte, welche 2e. Majestät am 16. und heute zum Armeekorps gesprochen haben, sind für mich em Abschluß gewesen — im Armeekorps mögen sie aber daS Bewußtsein befestigen, baß bie höchste »Pflichterfüllung die höchste Befriedigung ist, daß Erfolge nur erreicht werden können durch die Arbeit und daß die Einzelarbeit — Erziehung und Schulung — der erste schritt zum Siege ift*
Wahl-Bewegung.
— Für die Kandidatur Heyligenstaedt tritt in ihrer neuesten Nummer unbewußt die nichtsahnende antt- semttsch-bauernbundlerische , Volksmacht" der Herren Hirschei,


