Ausgabe 
24.12.1903 Drittes Blatt
 
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zwischen den Bewohnern der Stadt und den deutschen Sol- baten nicht die Rede gewesen ist. Er schreibt:

Cümtliche Offiziere unseres Detachements waren in dem Hotel de l'Ecu auf Kosten der Stadt einquartiert und verpflegt. Unsere Ansprüche waren dort gewiß nicht übertrieben. Als wir später im Laufe des Abend-- einige Flasä-en Sekt tranken Sens bot in diesem Feldzuge die erste Gelegenheit zu solchem Genuß, geschah dies nicht auf Kosten des Stadtsäckels; wir b eza h l te n ihn bar und richtig. Nach dem Essen erschien der M a i r e an unserem Tisch, nahm Platz und sprach in seiner Unterhaltung dem Teiachementsjührer seinen D an k aus für die nicht e r tu ar t e t c freundliche Halt­ung des gefürchteten Feindes gegen die Stadt und ihre Bewohner. Bei einem Gange durch die Stadt, aus dem ich meinen Hauptmann begleitete und wobei wir einige kleine Einkäufe machten, waren wir stets von neugierigen Einwohnern jedes Alters, jedes Geschlechtes uno ftbes Standes umringt und gefolgt, die über alles, was wir taten, ihre harinlosen Bemerkungen machten und chrer Beruxunderung Ausdruck gaben, wie:ils parlent fran-ais, ils ont de l'argent fran^ais, le Petit Lieutenant fume" usw. Eine durch Requisition und Plünderung, mitgenommene" Bevölkerung wäre gewiß nicht so arg* tos ausgetreten. Eine in der Nacht von Hauptmann Balser und mir vorgenommene gemeinsame Revision der Wachen und Alarmquartiere verlief ungejiört. Die Stadt war vollkommen ruhig, die Mannschaften waren sämt­lich in den ihnen zugewiesenen Unterkunftsräumen. Wo bleibt die Plünderung? Wo bleiben 'Mord, Raub und Totjck)lag? Ueber die von der Stadt willig geleistete Tagesoerpflegung h.nausgehende Anforderungen wurden unsererseits nicht gesteckt Die Mannschaflen waren mit dem ihnen Zugewiesenen durchaus zufrieden. Daß von ihrer Seite Ausschreitungen oder Gewalttätigkeiten verübt worden seien, ist niemals bekannt geworden und war außerdem bei dem Geiste der Truppe aus­geschlossen."

Diese Aussagen lassen zur Genüge erkennen, welche Bewandtnis es mit den Beschuldigungen hatte, und sie lassen es verstehen, wenn General v. Kretschmann die Ver­nichtung seiner hinterlassenen Briefe wünschte, ein Wunfch- bem seine Tochter leider nicht nach^am.

Dem Frankfurter Arbeiterkougreß widmet der bekannte ^oz ^Politiker Lanogerichtsrat Kul e- mann-Braunschweig in derSoz. Praxis" einen Artikel, dem wir nachstehende Ausführungen entnehmen:

Plötzlich erjcheint auf der Bild stäche ein Konkurrent der Sozialdemo kratie, der stark genug ist, um Beachtung, zu verdienen. Seb sage mit VorbedachtKon­kurrent", nichtGegner". Tas neue Arbeitsheer, das in Frankfurt eine Musterung hielt, ist imstande, einen Krrstallijierungsvuntt für alle diejenigen Arbeiter gruppen zu bilden, die sich bisher der So­zialdemokratie gegenüber noch ihre Selbständigkeit ge­wahrt haben. Tas bedeutet eine völlige Veränder­ung der Sage. Wie oft wünscht man im Leben mit heiger Sehnsucht, man könnte das 'jtab der Zeil zuruadrehen,

ist ihnen nur eine Last. Aber bei uns hat er alles, was er braucht, und alle werden sich über ihn freuen."

Weinend umarmte die Mutier ihr uind, und auf dessen dringend wiederholte Bitten gab sie das Verfprechen ab, mit dem Vater zujamnien auf den WeihnachtS markt zu gehen, und denBruder", wie Anni den unbelannlen Knaben jetzt schon nannte, zu lausen.

Möglich wäre dergleichen schon. Indessen so aus dem sJJuirtt daser,te beste" Kind erhandeln! Nein, das war doch ausgeschlossen. Mochte Anni das in ihrem kleinen Kopse denken, große Leute müssen die Sache anders onsasjen.

Der Vater hatte zuerst gleichfalls bestürzt Annis Weihnachtswunsch angehört, uno feinen der Gevanken, die über ihn herfielen, tvnnte er zu Ende denken; es war ^.auch ein zu seltsamer Vorschlag nein, mehr als das: es )var die unabweisbare Bitte eines ünnner noch nicht völlig genesenen Kindes, des letzten Krudes! In dem Wirrsal von Gedanken und Empfindungen kam er immer wieder auf den einen Punkt zuruck, daß man jetzt einen armen verlassenen Knaben ausfindig machen mus,e.

Wir wollen die Leser nicht langweilen mit Schilderung Ser Beratungen uno Gänge, die die,em Zwea gewidmet waren. Bald kam der Wechnachtsabenb heran, mit Tannenduft und Kerzenschein und all den liebevoll aus- gewahlteu Gaben. Anni, schon seit vierzehn Tagen wieder wohlauf und mehr und mehr die alte Fröhlichkeit ge­winnend, hatte sich auch ein paar kleine tleberrajchungen für die Eltern ausgebucht Doch ihr ganzes Sinnen war un übrigen auf das große, wichtige Ereignis, den Bruder, gerichtet. In ihrem.n-etchen Herzchen hatte dieser längst einen gesicherten Platz, und bet allem treuen Gedenken der dayingegangenen Geschwister muhte sich Anni jetzt schon ab, den neuen Bruder zum Gefährten all chrer Freuden zu machen.

Es war ein trauliches Halbdunkel im Zimmer, worin Anni mit der alten Kinderfrau au/- das Ertönen der Weih­nachtsglocke wartete. Die junge Erzieherin war zu den Shrigen gefahren. Snr Nebenzimmer legten die Eltern die letzte Hand an den Aufbau von Gaben aller Art; und vorsichtige Schritte ließen sich vernehmen.

Noch wenige Augenblicke, uno Oie Glocke ertönte. Tie Tür ward geöffnet, uno strahlendes Kerzenlicht drang in Fülle von dem großen Tannenbaum, vor dem ein auf­fallend großes Stuct so eine Art Wagen oder Aehnliches stand. Anni konnte es nicht gleich erkennen, aber ihr Herz erriet alles. Fabelnd eilte sie geraden Weges dar­auf zu: richtig, ein Kinderwagen! Die Vorhänge waren zugezvgen; aber die Mutter schob sie zur Seite und ließ Anni in den Wagen schauen.

Tein neues Brüderchen!" sagte sie unter mächtig hervordringenden Tränen.

Sa, Anni", setzte der Vater hinzu,Du wolltest ja zu l Weihnachten einen Bruder haben! Bi,t Du nun zufrieden?" Ein Umarmen und Herzen uno Danken schier ohne Ende folgte! Und das Bübchen schlief dabei ruhig weiter. So ein nettes, gesundes und offenbar schon recht ver­nünftiges Bübchen.

Vor einem Jahr hatte es seine eigenen Eltern zu Weihnachten überrascht; nun war es Waise geworden und wäre zu kaltherzigen Leuten gekommen, wenn sich nicht alles so wunderbar gefügt hätte.

Ist unsere Anni nun zufrieden?" fragte der Vater noch einmal.

Und zwei kleine Arme umschlangen chu stürmisch

und noch einmal vor einem Entschlüsse stehen, den man jetzt ganz gewiß anders fassen würde, als man es getan ljat. §n der Regel ist das ausgeschlossen, aber hier ist es bis zu einem gewissen Grade möglich geworben. Führt die So­zialdemokratie drei Millionen Anhänger gegen Reich und Staat ins Feld, so kommt hier plötzlich eine freilich nicht eben so große, aber doch beachtenswerte Arbeiterschar und bietet Krieg oder Frieden, je nachdem man sie auf­nehmen wird. Sie will gern auf dem Boden der staatlichen Ordnung stehen, aber sie fordert, daß man ihr alles das­jenige gewähre, was man bisher der sozialdemokratischen Arbeiterschaft wegen ihrer Staatsfeindlichkeit verweigert hat. 9tun wohl! Sst wirtlich die Slaatsseindlichkeit Oer Sozialdemokratie der Grund, weshalb man sie bekämpft, so muß man die neue Truppe als Bundesgenossen be­handeln und ihre Forderungen bewilligen. Tut man das nicht, jo zeigt man, daß die angeblich im Staatsinteresse erforderliiye Betäuipfung der Sozialdemokratie nichts war als ein Vorwand, um die Emanzchaiionsbestrebungen des vierten Standes abzulehnen, daß man die Sozialdemokratie schlug, aber die Arbeiter!) eweg'ung meinte.

Tie Forderungen des Frunksurter Kongresses lauten: Sicherung und ©..Weiterung des Koalitionsiecqies, Gewähr­ung eines freiheitlichen Vereins- und Ver.ammlungsrechts der Berufsvereine und Einrichtung von paritätischen 2lr* beitskammerii.

Keer uno

Ter Kaiser hat eine besondere Erinnerungs­gabe für alle an der Subelfeier in Hannover be­teiligten ehemaligen Aiigehorigen und aktiven Mannschaften der 'Jiegimenter in Form eines Buches gestistet, die bei der Parade auf dem Waterloosnatze verteilt worden ist. Tas Buch ist bezeichnet als ein Geoenkbiatt zur Feier des 19. Dezember luu3 und hat auf dem Bitelknall Oie Auf­schrift:Zur Erinnerung an die königlich hannoversche Ar­mee", uno das königlich Hannover,che Wappen. Si.rzeu.el zeigt auf buntelbiaueui Grunde den goidenen preußischen Adler. TaS Buch enthält die Ge,chichre der hannoverschen Truppen von lbu3 bis heute uno zahlreiche Abbildungen ix)n Szenen aus den Schlachten, von Uniformen, oon hervor­ragenden Führern, sowie den Königen Ernst August, Georg V., Wilhelm I. und ein Bild Wichelms 11., das ihn an der Spitze seiner Konigsulanen, zur Attacke reiteno, darstellt.

Kolonialpost.

Berlin, 23. Duz. Telegramm des stell­

vertretenden Kommandeurs der Schutztruppe in Windhuk, Techow, lieferten die Witbois uiuer oem Bezirtsanit- mann Burgsdorff am 10. Dezember den Eingeborenen am ouorano Oer Kurasberge ein siegreiches Gefecht. Ter diesseitige Verlust der Eiligeborenen beträgt drei Tote und zwei Verwundete.

Mit Beginll des ntntn Zchres 1004

wird Oie parlamentarische Tätigkeit in Berlin und Darmstadt aufs neue eugegen und augeroiOentlid) interessante Verhanolungen im Reichs- und im Landtage flehen bevor.

Der Hicßmer Anzeiger

steht unter den Blattern pessens mit an erster Stelle in Bezug auf Reichhaltigkeit, Schnelligkeit und Zuverlässtgkeit gerade der parlamentarijd)en Berichterstattung. Er gewahrt ein er­schöpfendes, gut orientierendes Spiegelbild des politischen und wirtschaftlichen Lebens.

Wir bitten, bei unseren Bezugsstellen ober bei der Post sofort zu abonnieren, um Verzögerungen in der Zustellung zu vermeiden.

yiiltH Ulli) iUllÖ.

Gießen, 24. Dezember 1903.

Im Lesesaal der öffentlichen Lesehalle am Selterstor hat diese Woche em Wechsel der Bilder statt­gefunden. Die diesmalige Serie enthält Nachbildungen von Werken folgender Künstler: Dürer, Tizian, Murillo, Watteau, Richter, Schivlndt, Makart, Gabriel Max, Boecklin u. s. w. Der Stereoskop-Apparat zeigt gegenwärtig Ansichten von Paris, joime Skulpturen aus den Sammluligen des Louvre- unb des Luxemburg-Palais. Die Handbibliothek wurde in jüngster Zett durch neue Bücher und Nachschlagewerke erweitert. In der Kunstabteilung würben soeben vor den Feiertagen, am Schluß des Ludwig Richter-Jahres, die beliebten Samm­lungen des genannten Künstlers,Erbauliches und Beschau­liches,Fürs Haus",Richter-Album",Aus der Jugendzeit", Aus dem Volksleben", neu ausgelegt. Der Lesesaal ist an den bevorstehenden Feiertagen wie alltäglich von 10 Uhr vormittags bis 10 Uhr abends ununterbrochen geöffnet. Zu­tritt hat jeder Erwachsene, die Benutzung ist kostenfrei. Jni Lesesaal steht auch ein Schreibtisch zur Verfügung.

** Folgende oxingneye jo. u r a g e hubm die Abgg. Schmalbach und Genossen, betreffend die Schädig­ung des Publikums durch den Zwischenhandel mit Schweinen und Schweinefleisch an Oie Kam­mer gerichtet: Zu gegenwärtiger Zeit weroen nach An­gabe von Gastwirten unO Privaten in Darmstadt bezahlt bei den Metzgern: für 1 Psuno Schweinefleisch 0,<6 Mk., 1 Pfund Speck 1, Mk., 1 Pfund Schmalz 0,<0 Mk. Im allgemeinen erhält zu gegenwärtiger Zeck der Landwirt unseres Landes: für das pfund Leoenogi-wicht 1. Qualität 3b40 Pf., Schalchtgewicht 1. Qualität 4350 Pf. Dazu Jommt noch, daß bet diesen Preisen Oie überfüllten Be­stände an fetten Schweinen uno F-erkeln zu einem großen Teile uliverkauflich sind und nur schwer Abnahme finden. Im Rückblick aus das vor kurzer Zeit durch die Handler- uud Metzgerpresse in Szene gefetzte Fleischnot- Geschrei, sowie im Hinblick au, Oie durch die unge­rechtfertigt hohen städtischen Verkaufs­preise des Schweinefleisches drohende Unter­ernährung des arbeitenden Volkes sowie des f leischkon s umierend en Publikums überhaupt, halten wir es ,ür eine Pflicht der Großh. Regierung, hier m irgend einer Weise vermittelnd einzugreifen, uno fragen hiernach an: 1. Was geoeult die Groph. Regierung zu tun- um das gegenwärtige Mißverhältnis zivischen den Einkaufs- und Verkaufspreisen des Schweine­fleisches baldmöglichst beseitigen zu Helsen? 2. Ist die Großh. Regierung bereit, Oie allgemeine n Ein­

kaufspreise auf dem platten Lande und auf oen- großen täd tisch en Viehmärkten und Viehhöfen, in Ge genüber- tellung mit den am Orte jeweils geltenden Ver­kaufspreisen von Fleischund Fleisch Produk­ten, in den großen Städten des Landes allwöchent­lich öffentlich a n s ch l a g e n zu lassen?"

* Silberne Hochzeit feiern am 3. Weihnachtsfeiertag Metzgerrneister Adolf Ntöhl und Frau.

Puppen. Den meisten kleinen Mädchen geht nichts über das Spielen mit Puppen, und eine Weihnachtspuppe gehört zu ihren Lieblingswünschen. In allen Jahrhunderten ist mit Puppen gespielt worden. Man sagt, die Puppe sei altägyptischen Ursprungs, aber vielleicht ist sie noch älter. Bei den Germanenkindern spielte sie eine große Nolle. Man hak altgermanische Kindergräber gesunden, wo neben den sonstigen Ueberresten auch Puppenspielzeug lag. Im 14. Jahrhundert waren tönerne, im 16. Holzpuppen beliebt. Manchmal wurde ein ganz unsinniger Aufwand getrieben. 1544 schenkte Kurfürst August von Sachsen seinen Kindern einen ganzen Puppenstaat; die Puppenküche enthielt 71 Schüsseln, 106 Teller, 36 Löffel, 28 Eierbecher usw. Zu­weilen müssen die Puppen recht groß und schwer gewesen ein; wird doch aus dem Jahre 1567 von einem Kinde in Abtnaundorf berichtet, das mit seiner Puppe im kindlichen Streite ein anderes erschlagen habe. Eine der kostbarsten Puppen, die es jemals gegeben hat, verehrte Herzog Alfonso von Ferrera im Jahre 1448 seiner erst elfjährigen Braut sDlaria Sforza von Mailand; die dazugehörige Puppenstube war von den hervorragendsten Nteistern der Ntalkunst mit Bildern reichlich auSgcschmückt. Aus dem 17. Jahrhundert werden, z. B. im Germanischen Museum zu Nürnberg, noch einige glänzend ausgestattete Puppenhäuser aufbeivahrt. Nicht selten war früher die Puppe auch em beliebtes Spielzeug der Erwachsenen, und manche Fürstin vertrieb sich dainit die niüßigen Slunden. Eine der berühmtesten Puppenindustrien ist heute die Sonneberger im Thüringer Wald.

)( Grünberg, ^3. Dez. Mit oer m der letzten Ge-- meinOerats,itzung be,chl>ossenen pvobeweisen Beleuchtung der Straße u durch Spiritus glüh licht hat man niioweit einen Fehlgriff getan, als bie,e zwei angeb^aa-ien Spiritusbrenner fick), nur für geschbos,ene Räume eignen, aber nicht zu öffentlichen Anlagen. Tie hierzu erforder­lichen bejonberen Apparate aber würben, ba sich erfreulicher­weise der G>emeinderat nun einmal für eine Verbesserung der öffentlichen B-eleuchtung ausgesprochen hat, auf etwa 40u0 Mk. für unsere 6u Larernen zu stehen kommen, eine ^xumme, die löenu ooch für eine andere Deleuchtungsart anzu- legen wäre. Unter der richtigen Erwägung, daß btr Gkmemoe teine allzu großen Lasten erwachsen, macht sich eine Beweg­ung für ein Gas- ober ein Elektrizitätswerk geltend.

w. Nidda, 21. Dez. Am Sonntag abend fand im Gasthofe zurTraube" die Bescherung für unsere Klein­kind e r s ch u 1 e statt. Gegen 70 Kinder wurden mit Kleidern, Spiel werk und Süßigkeiten reich beschenkt; ein prächtiger Tannenbaum war im Saale ausgestellt. Die Feier würbe geleitet von dem Vorsitzenden Pfarrer Werner, der auch den Gebern und Geberinnen herzlich Dank sagte. Die Schule sieht auf ein nahezu 25 jähriges Bestehen zurück und wirkt hier mit reichem Segen.

Worms, 22. Dez. Oberbürgermeister Köhler teilte eingangs der heutigen Stadtverordnelensitzung mit, daß nach 'Mitteilung der preuß.-hess. Eisenbahndirettion der Bau der ^Nebenbahn Lampertheim-Weinheim infolge einzelner Schivierig- keiten, die dabei sich ergaben, verzögert und die Fertigstellung infolge davon bis zum 1. Oktober 1004 hmausgejchoben wurde. Weiter teilt der Vorsitzende über die Kosten unserer Arnienp siege mit, daß im Jahre 189798 die Einwohnerzahl von Worms 38 000 Einwohner und der städtische Zuschuß zur Armenverwaltung 68 000 Mark be­trug ; heute haben wir 44 800 Einwohner und sind für 190405 136 000 Mark Armenverwaltungszuschuß vorge­sehen. Die Einwohnerzahl hat demnach in diesem Zeiträume um 18 Prozent zugenommen, während die Arinenlaslen sich um 100 Prozent erhöht haben. (Worms. Ztg.)

[] Marburg, 23. Dez. Ter frühere Diretoor der kgl. llniversitätsbibli0i.yet zu Halle, Geh. Regsierungsrat Dr. Otto Hartwig, ein bekannter hessischer Schriftsteller, ist im Alter von 74 Jahren gestorben. Die Ein- ivohiierzayl unserer Stabt beträgt 18 <44 gegen 18 351 im Voriahr. GelegenUich einer Schlägerei in Oem nahen Goß,eiben wuroen einem Wlris,oyn 2o Stiche ueigebruujt. Der junge Mann schwächt in Lebensgefahr.

r. Biedenkopf, 23. Dez. In Oer Sitzung des Kreis- ft r i e g e r 0 e u t m a 11" o m i t e e 5 am letzten ^oniuag wurde ieirgejtelrt, bag ber Bausonbs baut oer Unterstützung einiger gemeimmtziger Snsti^ure sowie unserer hiesigen uno haupt- jächlich unserer Ameritaner Mitbürger die flatrUche Hohe von 9000 Mk. erreicht hat. Ais Tag der Enryullung wurde Sonntag, der 19. Sum 1904, festge,etzt; bie,e Feier wiro in Berbinoung^ mit dem Kreistriegeoverbanosie,ie fiatrfinben. Da die beiden Seitentafein die Namen lämilicijer gefallener und geftorbener Krieger aus den S-^6^ rejp. 18.0//1 führen werden, so fallen diese von den Bürgermeistern ber Gemeinden in den nächsten Tagen feftgejieut werden.

bugendfnfches Ausjeyen".

Wir versäumen nicht, unsere verehrten Leser und Leserinnen nut Beginn der rauhen Fahreszett aui die Vorzüge von titjrotm unb Byroliu-Sefte auimertfam zu machen.

ES gievt teilt anderes Mittel für die Haut- und Schön­heitspflege, ivelches sich auch nur annähernd einer gleich glan­zenden Bewahrung und Empiehlung jeuens aller arzlUchen Auto­ritäten erfreut.

Vlicyt tmrd) marktschreierische Reklaine, sondern durch ihren wirtlichen Werl haben Bhrolin und die Bhroliu-Seife sich in Palast und Hülle, bet Arm und Reich Eingang zu verschaffen geivußr. , 8v85

Wer einmal Byroli« und Bhroliu-Seifc versuchte, ver­wendet sie ständig.^ Falls ui einschlägigen Geichäfteii iiicht erhält­lich, wende man sich direkt bezüglich Zusendung von Prospekten über die bewährten Dr. Gras'schen^ Präparate mi die, Firma Dr. Gras u. (Som., Kgl. rumänische Hoslieieranten, Berlin O. 112

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