Ausgabe 
24.3.1903 Zweites Blatt
 
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Lntzimzi'hiilmi er vranchcu mit üttfopo p rgeben. Cfiert, um 9lr. U1SÜ ordert die tkxpeduii>n ö. c

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Nr. 70 Zweites Blatt.

153. Jahrgang

Diendtag 24. März 1903

rieflet lieft* aubet Bonntag*.

Dem «Lietzener tln^eiget werden im Wechsel mil dem hessische» kandwtN doleiener KamUle»- Hättet viermal m der

Woche beigetegt Ä»iation<t>rud u. ver­tag bei tJ « ü b I "leben Unive(1.-^ud>- u 6teii»» brudr rei(itie(lcbÜit>«n) lUbafnon, ttipebuiee unb Trudetei;

Gchulgraße 7.

Höieilt tüi Develeden« Anzeiger ©lefcea.

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Gießener Anzeiger

t'J' General-Anzeiger v

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eichen

e<i*eewreiti wwmiih* 75 iM piert* Idbdict) DU 180. durch vlbbole* A. ^ipeigfirlh* monÄthch 6o Bt . durch bieDofl DU D Dtertek läbrt auelcdl tWUrU^ Hnncbme »oe flnjrigr» tüi di, lage*nunnntl bi« wrmutag« 10 UhT, ßetlenpiei« letal 1196, eu«ieärt« tv th^ 8«ia*i*eetli*i

Ci ben peliu n. allgeet eil v tifiltfe « .Siadi und Van6* aiel Jfeerid)i«laixl* teil Plal«. lüi den Iti» leuienieil t>an« Beck

Pie heutige Pommer umfaßt 10 Seiteu.

ibuna eines Neben- Wenn dem so wäre,

aber sozusagen die letzte Pille, die man nur einem Sterben­den gibt. Noch sind wir aber optimistisch genug zu hossen, bau oas Handwerk sich auch noch durch geeignetere Mittel beleben lassen würde!--Erfreulicherweise ist cd

nun denn doch nicht so, wie es sich nach den wenigen, aber vielsagenden Lorten ausmalen ließe. Gar mancher Leser wird mit mir hierin einer Meinung sein, daß das Hunger­tuch, woran Prof. Adler den Handwerkerstand nagen läßt, ein Phantom bedeutet, wie es sich von dem ost so sehr erhabenen Standpunkt eines Katl-eders trotz scl-ärfsien Blickes manchmal nicht besser erkennen läßt. Wollte man eine Umsrage an die hiesigen selbständigen tikrvei bei reibt n- den richten, so würde sich bad Resultat ergeben, daß 7o Prozent derselben mit ihren U.uilün|ten sehr zusrieben sein bürsten. Man weise mir nur Prozent unter denselben nad)» die sichnut durch die Ausübung eines Nebenberufes halten können" (ausgrfclstvsien natürlich den Berkaus ihrer erzeugten Ware), so will ich gern die Behauptung zurück- nehmen, daß Ntbenberuse in Gestalt von elunbciigeben rc in Kreisen, in denen sogar Herr Prof. Adler verkehren würde, viel üblicher und manchmal auch sehr erforderlich find Man bar, bie Notleidenden niemals in einer gewissen Klasse suchen, kein Stand ist verschont davon. Gar ost aber find diejenigen am schlimmsten daran, deren Stand Repräsen­tation verlangt und uw Herkommen und Etikette das magere Erhalt derartig beschneiden, daß man hier manchmal mit demselben DiCu^ von einem ärmlichen Dasein sprechen könnte. Ich erwähne litzteres nur, um die Vorstellung zu zerstören, daß es unbedingt reine Brotsorgen seien, wenn man im allgemein..n von oer bedrängten Lage des Hand.veilS spricht. Man muß sich hierunter vor allem den erbitterten Kamps des Großkapitals nut dem Kleinbetrieb vorstetlen. Ter weitaus größte Teil der Gewerbe kann niemals durch groß- induprteue Unternehmungen verdrängt werden, wie ja auch Pros. Adler in seiner Abhandlung aussuhrt.

Ein Handwcrter ist an stincr Lage sehr oft selbst schuld. Er nimmt es dann vielleicht überhaupt mit seinem Beruf nicht ernst. Lft mangelt ihm auch das elementarste Wissen. Die Nachteile, die chm daraus entßcl-en, darf man doch nicht auf das Konto der Handwerkslage setzen. An was aber der deutsche Handwetlersiand im altgemeinen trankt, das ist der mangelnde Stolz und das fehlende Bewußtsein seines Wertes nn praktischen Leben, keine (jkicpQcbung kann dem Stande das geben,, was ihm fehlt. Es tann über­haupt erst dann besser werden, wenn man nicht fortjetzt, dem Handtverk die ersorderliu-en intelligenten iiLui'ie zu entziehen. Nur durch ausgicb.ge techni.che und tnicLeuuciii Bildung, durch größere G.wiss.nhaf.igk^it und Anerzic^nng eines gesunden Ehrbegriffs, Bc.fcitterung des Ee^-maas und Losit-sang Von auem Schablonen mäßigen, inob. sondere aber dura) Nüchternheit, Datkrast und Strebjamkeit kann cs der Handtverter im Lause der Zeit so weil bringen, dem GroßlapualisinuS gegenüber widersianoSsah.ger za werden, und ferner auch dazu, daß seine Stellung in der Q>cfeu- schaflsordnung eine höhere Achtung erlangt.

B-ahlbcweguug.

M arbur g, 23. '^.arz. ßu Citier Versammlung von Vertrauensmännern deS Bundes der Landwirte am Samstag ist nach derH.ss. LandeSztg." d.e Unterstützung einer Kandidatur Zimmermanns nicht in Aussicht genom­men worden, auch die Böckels nicht, obwohl für sie ge­sprochen wurde. Tagegen wurde für die Unterstützung des konsecvaitven Kandidaten Kammerherrn Frhr. von Pap­pe n h e i m geredet und diese fuc den Fall beschlossen, daß der Kammerherr bereit ist. die bündlerischen Forder­ungen zu vertreten. Nach demselben Blacte wurde Haus­mann a. D. Grimm als antisemitischer Kandidat in Aus­sicht genommen, nachdem er sich auf das Programm der deutsch sozialen Reformparrei verpflichtet habe. Es winden hiernach für unseren Wahlkreis 6 Parteien in Betracht kommen: ein konservativer Kandidat: Ka.nmerherr >rech.rr v. Pappenheim; ein na.ionalsozialer Schriftfteiler H. v. Ger lach, ein antisemitischer Haaptinann a. D. Grimm (eventuell mit Gegenkandidatur von Seiten Dr. Böckels-; ferner als Zählkarididaturen deS Zentrums, Redakteur

3in c^age des Kandw rüs.

Wir erhalten von einem Gießener Gewerbe­treibenden folgende Zuschrift:

In 9h:. 66 deSGieß. Anz." laS man unter obigem titel einen Auszug der ncuerschienenen Abhandlung:Ucbei die Epochen der deutschen Handwerkerpolitik" von Pros. Dr. Adler-Kiel. In unserer Zeit, wo man sich so sehr mit der Frage der Hebung deS Handwerks beschäftigt, fällt die Darin ertvähnte Beurteilung der Lage des Handwerks gerade nicht dadurch auf, daß sie etwas besonders Eharakterisnschcs enthielve. Neu nur, und zugleich originell ist die An­schauung, die Prof. Adler über die EListenzwcilcvieler, oder selbst der meisten Handwerksmeister" sich gebildet hat: Tie Mehrzahl der tzan dwerker hat in der Dell- geschichte jederzeit ein ärmliches Dasein ge­führt: selbst in der gepriesenen Zeit des Mittclaliers haben sehr viele Handwerksmeister gleichfalls nur von der Hand in den Mund gelebt und sich in demselben Maße wie heute nur durch Ausübung eines Neben­berufs halten könne n."---Wenn dem so wäre,

dann wäre cs aber die höchste Zeit, den selbständigen Ge­werbetreibenden durch staatliches Entgegenkommen vor dem dann unvermeidlicl^n Hungertod zu schützen. Dann wäre es allerdings angebracht (was Prof. Adler für das beste Mittel (!) ert.drt, um den Handwerkerstand zu kräftigen), nämlicl), daß die obligatorische Jnvaliditats- und Altersversicherung auch aus die Inhaber von Gewerbebetrieben ausgedehnt wurde. Tao wäre

Zaum aus Fulda, der Sozialdemokratie: Schrilk- tcller Bader aub Münä-en und wahrscheinlich auch ein ta tivnalliberaler Zählkandidat.

AuS dem Wahlkreise Höchst-Homburg, 23 März. Man ist gewöhnt, daß bei Agitationen für die Neiä)stags- wahlen die Sozialdemokraten von allen politischen Par­teien am frühesten auf dem Plane erscheinen und am intensivsten damit einsetzen. Diesmal ist ihnen in un­serem Wahlkreise das Zentrum zuvorgekommen. Qn allen Orten mit katholischer Bevölkerung, selbst in den kleinsten hat man ZentrumS-Wahlvereine gegründet und die Agita­tion schon eingclcitet Dieselbe ist still, geräuschlos. Daß diese von Erfolg begleitet ist, dafür sorgen die geistlichen Führer. Dem Zentrum scheint vor einer Bereinigung d er Nativnalliberale n und Freisinnigen zu bangen.

(Allü yiuDl und iflllü.

Dießen, 24. März 1903.

M Kun st verein. Die Demälde-AnSitellung am Brand bleibt wegen deS vorzunehmcuden Wechsels vom kommenden Freitag an geschlossen. Die für den Monat April geplante Sonderau» stellung wird am Sonntag, den 6. April, eröffnet werden.

- Der 200000 Mark-Gewinn. Ein Fabrikant auS Heid el berg, der sich in Zahlungsschwierigkeiten be- fnnb und am letzten Montag seinen Konkurs ansagen wollte, spielte in der hessischen StaatSlotterie. An dem kritischen Montag erhielt er die telegraphische Nachricht, sein LoS sei mit 200 000 Mk. Gewinn gezogen worden. Da das LoS aber erst in einigen Wochen ausbezahlt wird, reifte der Mann nach Ludwigshafen, um eS bei der Pfälzischen Bank zu diskontieren. Nach Abzug der StaatSgebuhr von 32 000 Mark und deS Bankdiskonts erhielt der glückliche Gewinner noch 164 000 Mk. bar ausbezahlt, denen er feine Gläubiger befriedigte.

- Schweinepreise. Die »Allgemeine Fleischerzeitung* schreibt:

ES ist richtia, daß die Schweinepreise gesunken sind, ober ebenfo ist es eine Tatsache, die jedem Ronlumenien bekannt ist, da» die Prelle für 6d)iueincfleifd) und Schwemcsteijchorodukle überall tn uolltfl entlprechender Weise berabflcjcijl worden sind. Es ill auch flaimdil ander» inügtich, dafür iorgi jchvn die scharle Kon- luirenz. Tic BchanpUlna von einem unbercchngien Wcivmii der 3lcifdier bclnhi auf gälizticher Unkenninis der BerlniUnisse und ifi end Phaniasierei Soviel über die Schiveincvreijc. Bei den übilgen Schtachlvichgannngen ist ein PreiSrüdgang leider übert)oupt mchi emgeheieiu

-o- Fellingshausen, 23. März. Da mit dem sprossenden Frühling auch die Wanderlust wieder erwacht und der Tun»berg seine alte Anziehungskraft ausüben wird, seien Passanten aus die äußerlich so schlichte Kirche in Fellingshausen aufmerksam gemacht. Sie stellt durch ihre innere Ausstattung, die gemalten Fenster und vor allein auch durch die von Maler Groß zu Gießen mit Künstlerhand ebenso schön als stilgerecht entworfenen und ausgesührten Malereien an den Wänden, an Kanzel und Altar eiue kleine Sehenswürdigkeit dar. Tie Kirche ist in Benutzung seit 1900, nachdem vor acht Fahren die damalige uralte Kapelle ein- zustürzen begann und die Gottesdienste fünf Fahre lang auf der Gememdeliube im Backhaus fiattgefunöen hatten. Zur Einweihung der neuen Kirche stiftete die Kaiserin eine prachtvolle, mit schweren Silberbeschlägen verzierte und mH reichem Bilderschmuck versehene Altarbibel mU eigenhändiger Widmung. Interessenten wird diese durch den ersten Lehrer gezeigt, bet welchem auch der Schlüssel zur Kirche geholt werden kann.

h. Wallenrod, 23. März. Fn der Nacht vom Sonn­tag auf Montag nach Mitternacht wurde im Dienstraum de» hiesigen StationShauseS eingebrochen. Ter Einbrecher stach mit einem scharsen Instrument einen Teil des Fensler- kitleS hmweg, zwickte dann bie Hälste einer Scheibe heraus unb konnte so bequem daS Fenster öffnen, durch das er bann feinen Weg nahm. Er wußte jedoch nicht recht, wo er bie Hauptsumme suchen sollte, denn er durchstöberte den ReltungS- kästen und räumte ihn gänzlich auS. Wahrscheinlich hat er gedacht, daß dieser Kasten bei Gefahr zuerst gerettet werden müsse, also die Wertsachen enthalte. Den Ai.fbewahrungS- raum deS Geldes, eine eiserne Kiste, konnte er nicht erbrechen, io sehr er daraus auch herumarbeüete. Der freche Eindring­ling benutzte bet seiner Arbeit eine Stearinkerze und nachher die StationSlampe. Bon dem im Geldkasten am Schalter befindlichen Betrag wollte et sicherlich erst Besitz ergreifen, nachdem die Hauptsumme geborgen war. Ten Schlüssel dazu nahm er mit. Et wurde schließlich allem Anschein nach durch em verdächtiges Geräusch van seiner Arbeit verscheucht. Er muß diese übrigens seht behutsam ausgesuhn haben, denn der im zweiten Stack bc5 Hauses wohnende Beamte Hot nicht das geringste töeräu d) vernommen. Born Täler, dem sein Unternehmen keinen Pfennig embrachte, fehlt jede Spur. Es ist indessen anzunehmen, daß er noch ein Neuling m ,feinem Fache' war, denn em sog.schwerer Funge* hätte den eisernen Kasten gewiß erbrochen.

b. Koden, 23. März. Heute starb hier der Landwirt Friedrich Koch nach zwölftägigem Krankenlager an Blut­vergiftung, die er sich beim Schneiden der Hühneraugen dadurch z:i a.te, daß ihm das Messer ausglttt und

ihn unbeoe. e.u oer linken Hand verletzte. Tie Wunde, Oie weiter niu^t geachtet warbt, etbm btötztich einen fs bös­

artigen Eharakter an, daß der Arzt Blutvergiftung konstatieren, alle möglichen Mittel anwandte, den Tod aber nicht abwehren konnte. Koch stand in den besten Fahren, sein einziger Sohn wird in Kürze au8 der Schule entlasten. Bor 9 Fahren mußte ihm wegen Blutvergiftung der Zeigefinger der rechten Hand abgenommen werden. Dem Vernehmen nach werden die wegen Meinetdverdachtes kürzlich verhafteten Ehe­leute Mäser aus Salzhausen im Laufe der Woche nach Gießen abgeführt werden.

Wiesbaden, 23. März. Prosestor Manftä dt teilt mit, daß ihm Baronin o. Lohn-Oppenheim kein Vermächtnis hinterlassen habe. Ta4 Blatt bemerkt dazu, daß bie Nachricht wohl auf einer Verwechselung mit dem Sohn deS Professor» beruhe.

Handel und yrrkrljr. yalliüwirlschast.

,d)t lerungeiieut uno oem Prival-Tisloul 3 Prozent.

u.

Defl Kredit . .

Tculschc Bank . Taiiniiaöur Bank Bochumer Guß . Harpcner Bergbau

Schluß-

Schlutzkurfe. 2Jb,87 217,76 142,UO I9a,«7 161,87

Unfanflt- . . 218,76

. 217,80

. 141,60

. 194,26

. . 181,20

Tendenz: ruhig.

Berliner Börse vom 28. März 1003. lMuqeieiU von der Bank für Handel und FnOuflrie, Eießen.- D»e neue Woche er- öjiueie in guter Tendenz, auf ollen Webieien sah man potente Hainer und ichon vor siestfeijung der crfien amtlichen Notizen |üt Illumo-Esfeklen entiotdelte sich em reges Geschält am Kana-Jn- biiüriemavfi. Eilen war heul« die Tevife, in erster Aethe wurden obei|d)lcii|d)e ttiicmueue, bie adgeineme» Fnleresse landen, im Ircicii Berk ehr, bei piozentwei» höheren Kurien lebhasl umgesegt. Luxemberger Bergwertsallteu von Aniang an bereits tn auier yainnig zogen im weiteren Verlauf noch tranig an, ebenso Dort­munder, auf daS Gerücht, daß die GeseUichall fd)ivedische Erzgruben ertuoibcn habe. Kohleuaklien veilehrten m ruhiger Haliung bei festen Kurfen. Bahnen ebcmallt In guier Tendenz; als erwähnens­wert sind Warschau-Wiener hervorznheben, welche für Amiterdam gelaust wurden. Von sonstigen sind penry und ilaliemlche Bahnen

als beliebt höher zu bezeichnen. Banken zogen tm Anschluß an die allgemeine teste Tendenz und auf Gerüchte von neuen Geschäl­ten ebenloUfl an. Von sonstigen Werten ist die Türtengrupp« al» animiert zu nennen, auf die Nachricht, daß das Unificanoußprojett nunmehr icrliggcfleUl und dem Mtnislerrat vorgelegl worden «st.

Retchobauk. Ain 28. Aiärz wird in Loburg eine von der Neichobankitelle in Eriuri abhängige Rctd)»banknebei»s>elle mit Kasteneinrichtung unb bejd-ranklen» Giroverkehr eroftnet werden.

lüoruie, 63. März. Hur bie Konversion der 4proa. Wormser Stadion leihe von l1/, Mill, auf 8 /, pLt. erhielt bie Firma Roben Warid-auer u. Eo. den Zusd)lag. Tie neue 3'/, proz. Anleihe der Siadt tm Betrage von 81/, Shit. Alt. wurde einer Gnippe übertragen, die unter Fiihnrng der Mann­heimer Hiliale der Tresdener Bank bad Bankhaus L. u. E. Wen- heunber, die Wefldeutichc Bank, oorm. Fonas Lahn in Bonn und ö|e Kölnische Wechsler- unb Hominidlonebanl umiaßl.

Die Rh«tutfch« Hypothclcnbauk tn Ti a n n 1# e i m üdev- lenbel uns thien Gefchaitsbertcht für das Gc|chait»>ahr 19u2. Der Bericht betont, daß die Bank im Fahre 1002 sich gut weiter ent­wickelt Hal und bei reichlichen Rücklagen wiederum eine Divi­dende von 9 Prozent ausgefchuuet werden kann. Tie Ptand- briete waren iebhait begehrt. Ter umtangreiche Ablas verteiU suh zieinlich gleichmäßig auf bie einzelnen Momue des Fahre». Fm cnicn Halbiahr wurden mehr Lptozennge Tures plazten, während un zivclici» palbjahr der Vettaus in 8- ipro*eniigen Tures in den Vordergrund trat Ter Ptandbrteiumlaut Hai sich aut Alt. 842 412 8üO erhöht ^darunter Mk. 232 026 800 8',,prozentige), der TarlchenA- beftand auf TIL 864 926 861.19. Ter Bestand an Kommunal-

darlehen betrug Tik. 8 587 496.70, der Roinmunalebhganonen- miilaut Alt. 2 V62 7uo. Tie Liquidität der Bank war eine günftige. Es waren am Fahresfchluste an flüssigen Tltueln vorhanden:

Haiicnbefiaitö und Rctdzsbankgulhaben Tik. 1318 043^2

Forderungen bei ersten Banken ... , 7 782 068.64

Wechjelde|toiU> . ...... . , 1 816 872.46

-f also tn La. Mk. Iu41u V74.31

bmniRrebitoren in£>öheooiiTiL69 704.88 gegenüber stehen, so daß eine freie Xfi- quibiiai von.......... 10 341 269.48

sich etgiebt. Stach Tilgung befl ganzen TtSagio verblieb auf bem Konto Rückstellung für da» Pfandbriefgefchall ein Betrag von Mk. 176 245.45. Neu gebilbet »sl ein ausfchließlich zur Sicherhett der Pfandbrtefbesitzer bienender PfanbbrieffichcrhcitSlond m L>oh« von Tik. 1 800 000, welchen durch weitere Dotierungen auf Mark 2 400 000 zu erhöhen der Generalversammlung ooigefchlagen wird. Ter WeiDmiiüorivag vom Fahre 1901 m Hohe von Mk. 322 067.66 soll liefern Ltd)erheuSiond zugewtefen und außerdem aus dem ReingciPlnn roeuere Rudlagen von Tik. 601 624.34 ber General- üctfainmlung oorgeldilageit iverbeii. Tie Ge|ainlre|erven ber Bank wachfen bamil auf 'Mk. 7 572 587.25 oder mehr als 45 Prorcnl de» 'Akllcnkapuals. Ein weiterer liorfd)lag wird sich auf bie Er­höhung de» Aktienkapitals um 1419 6U0, fomil auf Mk. 18 000 000 beziehen.

Märkte.

Gießen, 24. März. Marl rbe richt. Auf heutigem WochenmaeL kosteten: Buuerpr.P|d. 1,001,10 Mk., Hühnereier 1 St. 56 Pta., 2 Ltd. 1011 Via., <päniceicr 1218 Pfg., Enteneier67 Ptg., Ha|e pr. Ltd. ö8 i?!., Hafemaue 2 ctd. 56Plg., Erbfen pr.Lner 21 Pta^ L'mitii pr. Liter 32 V'g., Tauben pr.Paar 1,001,20Mk.. Hühner pr. et 1,001,70 TiU Höhne pr. Llud 0^52,00 Mk., Enten pr. Stück 2,002,40 TiL, ®änie pr. Pfb. 5460 Ptg^ Lchlensteifch pr. Ptund 6176 t-'lg-, Kuh- und Rindfleisch pr. Vlund 6066 Pfg^ Lchweme- fleifch pr. Ptnnd 6676 V'st-, Schwei,icstcifch, gelatzen, pr. Ptund bu t-lg., Kalbtieitch pr. Vld. 6672 V'g., Vanunelsletich pr. Ptund 5272 Vtg-, htinofieln pr. iwHgr. 6,00vLo Mk., Weißkraut per Stück uooo Vtg-, Zwiebeln pr. Ziuuiier 6,007,UO T(fn MUch per ^uer 18 Ptg. Aeplel per Pfd. o00 Psg^ in Körben 00oO Ptg. Trauben Ou00 Plg.

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