Ausgabe 
23.9.1903 Zweites Blatt
 
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Nr. »23

örf^eint EL-ttch ou&et Sonntags.

Dem Gießener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem Kesfischen LandwiN die Siebener Homilien- blätter viermal in der Woche deigelegt.

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Zweites Blatt. 183. Jahrgang Mittwoch 23. September 1V03

GiehenerAnzeiger

General-Anzeiger

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

verngopreiSt monatnch7bP^ viertel- säkrltch Mk. 2L0; durch Aohole- u. Zweigstellen lnonatlich 6o M.; durch die Post Alk. 2. viertel- sährU ausschll Bestellg. Annahme von Anzeigen ür die Tagesnummer j18 vormittags 10 Uhr. ZeUemprei»: lokal 12 Pf^ auSwLrtü 20 Psg.

VOraatworiitch für den poüt and allgern. Teilr P. tBHito: für »Stadt und ücmö* und .GerichiSfaal*: Auaust Götzi für den An­zeigen tell: HanS Beck.

Kie heslige Wummer umfaßt 8 Sette».

Sozialpolitische Kougreffe.

Am Saufe der letzten Woche hat nicht nur der sozial­demokratische Parteitag die Aufmerksamkeit auf sich ge­zogen, auch noch einige andere Kongresse interessieren den Sozialpolitiker. In Breslau wurde die zehnte Jahres- versammlung des Verbandes deutscher Ortskranken­kassen abgehalten. Auf dem Lrankenkassentag sind her* schiedene Beschlüsse gefaßt worden, welche einen weiteren Ausbau der Ortskrankenkassen erstreben. Da die Aufsichts­behörden bisher alle Ausgaben der Krankentafsenvertreter auf den Jahresversammlungen und Kongressen als nicht zulässig inhibiert und die Vorstände zur Herausgabe der Betrage gezwungen hat, soll eine Petition erngereicht werden, welche eine gesetzliche Anerkennung für solche Aus­gaben fordert. Ein Antrag fordert die preußische Regierung auf, in allen Fallen die Genehmigung zur Errichtung von Junuugs Lassen zu verbieten, wo sie nicht mehr leisten als die Ortskrankenkassen. Ferner forderte die Versammlung der Ortskrankenkassen die Ausdehnung der Invalidenver­sicherung auf diejenigen Hausgewerbetreibenden, die Mit­glieder von Krankenlassen sind. Zur Beratung über die Regelung der in den Krankenlassen angestellten Beamten wurde eine sechsgliedrige Kommission eingesetzt. Außer­dem wurde ein Verband der Zentralkommissionen der Lrankentassen Deutschlands ins Leben gerufen, dem die Ausgabe obliegt, einen regeren Verkehr und Jnteressen- austausch unter den Krankenkassen herbeizusühren.

Der sechste Kongreß der freien Vereinigung der deut­schen Gewerkschaften hat in diesem Jahre nur ein geringes Interesse. Die freie Vereinigung der Gewerk­schaften wird gebildet ans jenen Lokalverbanden, die noch immer zu den großen Zentralverbanden der Arbeiter in unversöhnlichem Gegensatz stehen. Auch nach den diesjähri­gen Verhandlungen ist kaum zu erwarten, daß die ange­strebte Einigung zwischen Lokal- und Zentralverbänden zu stände kommen wird.

, Die diesjährigen Erörterungen des Vereins für Sozialpolitik drehten sich um die Frage der Krise im deutschen Wirtschaftskörper, wie sie schon fett 1900 besteht. Wie bei früheren vom Verein für Sozialpolitik ausgehenden Diskussionen Einzeldarstellungen ans dem be- tteftemdcu Wissensgebiet veräsfentlicht wurden, durch die VeryaudlungLN vorbereitet und vertieft werden, io war das auch beim jetzigen Gegenstand der Fall. Unter Leitung des Prof. Sombart waren eine ganze Reihe Schriften der Beratung ausgearbeitet worden, vo-n denen jede einzelne für ihr Spezialgebiet ein genaues Bild der in grage kommenden Verhältnisse bot Besonders die Studien von Dr. I. Loewe über die elektrische Industrie während des Jahrfünfts von 18951900 zeigt, welchen hohen Wert solche Einzelschilderungen für die Erkenntnis der wirtschaftlichen Erscheinungen haben. .

VsMischr Tagesschau.

Die leeren RrichSkaffen.

Herr Bebel hatte auf dem Dresdener Parteitage A. a. auch behauptet, die Finanznot des Reiches sei so groß, daß die Lieferanten bei den Reichskassen auf Zahlung hätten warten müssen. Darauf erwidert jetzt der Berliner Mitarbeiter derM. Allg. Ztg." folgendes: Bebel hat sich erlassen, die Sache daraufhin zu prüfen, ob es sich um einen Fehler gehandelt hat, der in der technischen Ver­waltung der Zahlungsstellen von einzelnen Beamten oder Mchorden begangen worden ist und wofür sicher sofort Remedur geschaffen worden wäre. Die Behauptung, daß solche Vorkommnisse auf eine ungünstige Finanzlage des Reiches schließen ließen, muß bei einem Manne, der der deutschen Volksvertretung seit ihrem Bestehen an gehört, also doch über die elementarsten Tatsachen bezüglich, der Einrichtung der Reichsfinanzen einigermaßen Bescheid wissen muß, in gerechtes Erstaunen setzen. Es ist doch klar, daß es eineGeldverlegenheit" des Reiches in dem Sinne, wie sich einzelne Besucher des Dresdener Parteitages nach der Analogie einer leeren Saben taffe das wohl Vörstetten mögen, überhaupt nicht geben kann. Mancher Finanzminister der deutschen Bundes­staaten wird sich wohl seufzend wünschen, daß es so sein könnte. Die Aufgabe der Reichsfinanzresorm wäre dann um vieles leichter. Das ist ja eben das Schlimme bei der Geschichte, daß das Reich immer so viel Geld hat, wie es braucht, und die ungünstige Lage feiner Finanzen besteht nur darin, daß die Stellen, die verfassungsmäßig seine Kassen dem Bedarf entsprechend zu füllen haben, auf das Schuldenmachen angewiesen sind, wenn die Sache nicht anders em gerichtet werden kann.

Kirche und Schule.

Braunschweig, 22. Sept. Heute vormittag wurde durch den -Präsidenten des Reichsversicherungsamtes, Ebel- Berlin, der 32. Kongreß für innere Mission unter Teilnahme von 400 Delegierten eröffnet. Gestern abend fand eine Begrüßung statt, bei welcher der Minister Hart- wich in längerer Rede die Anwesenden int Nomen der braunschweigischen Landes-Regierung begrüßte. Heute wurden Huldrgungsdepeschen an den Kaiser, die Kaiserin und den Regenten von Braunschweig ab.gesandt. Den ersten Vortrag hielt Professor Meyer-Straßburg über dre Auf­gaben der inneren Mission.

Hamburg, 22. Sept. Ein ki r ch e ri p o li ti s ch e r Streit, der hier in den letzten Wochen Erregung hervor- prüfen hat, ist jetzt erledigt. Schon seit einiger Zeit ist

man auf orthodoxer Seite bemüht, dem Vorstände der inneren Mission hier, Pastor Mahling, (einem ge­borenen Frankfurter), zu einem geistlichen Amt zu ver­helfen Dem stehen aber formale Bedenken entgegen, da nach den Vorschriften der Harnburger Geistlichen nur der zum Pfarrer gewählt w erden kann, der entweder das hiesige theologische Examen bestanden oder auswärts bereits ein Pfarramt besessen hat Beide Voraussetzungen liegen bei Mahling nicht vor. Trotzdem schlug man ihn für eine vielbegehrte Stelle an der Kirche St. Johannis in Harvestehude als ersten Geist­lichen vor. Auf liberaler Seite zeigte man sich entgegen­kommend, indem man den Vorschlag machte, daß Mahling, um die Wahlsähigkeit zu erlangen, sich einem abgekürzten hiesigen Examen unterwerfen solle. Pastor Mahling lehnte dies ab und obwohl der Kirchenrat die oberste Hamburger Kirchenbehörde, dem Vorschläge beitrat, wählte der Kirchen­vorstand von St. Joharmis Mahling zum Geistlichen. Nun erfolgte die Amtsniederlegung der fünf libe­ralen Mitglieder des Kirchenrates. In einer Versammlung der Hamburger Kirchensynode wurden die fünf Kirchenratsmitglieder jedoch mit großer Mehrheit wiedergewählt. Gleichzeitig erklärte auch Pastor Mahling, daß er auf das ihm angebotene Amt verzichte. In einer öffentlichen (Märung begründet er dies damit, daß er al3 Geistlicher den Vorwurf, daß er nicht rechtmäßig gewählt worden sei, nicht ertragen könne. Wenn dieser Vorwurf bloß anonym oder in Zeitungen aegen ihn er­hoben werden fei, so hätte er ihn nicht beachtet. Nachdem er ihm aber direkt und ausdrücklich von geistlicher Seite entgegengebracht worden sei, sehe er sich veranlaßt, auf die Uebernahme des Pfarramts zu verzichten. Damit ist diese Angelegenheit erledigt. (Angesichts dieses Vorganges erinnert man sich, daß der hamburgische Schriftsteller und ehemalige Lehrer Otto Ernst in seinem DramaDie größte Sünbe" einen kraß orthodoxen Geistlichen gezeichnet hat, dem er den Namen Meiling gegeben hat.)

Aus Stadt Md Land.

Gießen, 23. Sept 1903.

- Personalien. Se. Kgl. H. der Großherzog haben den Eisenbahndirektoc in der Heff^Preuß. Eisenbahn- gemeinschast Karl Q«erner zu Darmstadt auf sein Nach­suchen unter Anerkennung seiner streu geleisteten Dienste in den Ruhestand versetzt In den Ruhestand wurde ferner ver­setzt der SLationSasfistent in der Hesst-Preuß. Eisenbahn- gememschast Reinhard Zimmermann zu Darmstadt.

Zirkus Lorch trifft nächsten Freitag ftÄH 7 Uhr hier ein und wird schon am Abend um 8 Uhr eine Eröffnungs­vorstellung geben.

** Eine allgemeine deutsche Zimmermeister- Versammlung findet am 25. Oktober in Hannover statt. Die Versammlung verfolgt den Zweck, eine gegenseittge Aussprache der deutschen Zimmermeister über die Lage ihres Handwerks und die Mittel und Wege zu seiner Hebung und Förderung herbeizufuhren. Es ist beabsichttgt, einen deutschen Zimmermeisterbund zu gründen.

Grünberg, IS. Sept In der auf heute abend ein­berufenen Gemeinderatssitzung waren anwesend Bürger­meister Zimmer, Beigeordneter Keil, sowie acht Gemeinde­räte. Den Hauptgegenstand der Beratung bildete die Stellung­nahme zu der projektierten Weiterführung der Bahn ButzbachLich nach Grünberg. Vom Landtagsabg. Joutz ist ein Schreiben eingegangen, in welchem zur Durch­führung des genannten Bahnprojekts die Bereitwilligketts- erklärung der hiesigen Gemeinde betreffs der für dir Vor­arbeiten entfallenden Kosten u. s. w. erbeten wird, sowie um Angabe der Ein- mrd Ausfuhr an Vieh, Produkten u. dgl. in den an der projektierten Bahnlinie belegenen Gemeinden. Nach einer längeren Debatte wird der einstimmige Beschluß gefaßt, mit Energie in dieser Bahnangelegenheit vorzugehen. Die durch die Vorarbeiten auf die Stadt Grünberg entfallenden Kosten werden genehmigt. Vom Großh. Kreisamt Gießen ist auf Anregung Großh. Ministeriums ein Schreiben ein* gegangen, wonach im Jnteresie des mehrklassigen Unterrichts an der hiesigen Volksschule die Anstellung eines Haupt­lehrers bedingt sei, welchem die Kontrolle und Beauf­sichtigung des Lehrerpersonals in den verschiedensten Funktionen obliege; als Remuneration sind dem betreffenden Lehrer 100 Mk. zu gewähren. Die Wirksamkeit dieser Hauptlehrer habe sich in anderen Staaten schon an ganz kleinen Schulen sehr gut gestaltet Der Gemeinderat kann sich zu der ge­forderten Berufung eines Hauptlehrers nicht entschließen, da bet der gegenwärtigen Zusammensetzung des hiesigen Lehrer­kollegiums eine solche Ernennung inopportun erscheine.

(Gründ. Anz.)

b. Lau5ach, 22. Sept Durch den Genuß eines giftigen Pilzes wäre am vergangenen Sonntag wohl das Töchterchen einer angesehenen hiesigen Familie dahin­gerafft worden, wenn nicht noch rechtzeitig ärzttiche Hilfe ein­gegriffen hätte. Es zeigt dies wiederholt, daß Eltern nie vorsichtig genug bei der Beaufsichtigung ihrer Kinder sein können. Dem Vernehmen nach winde in der Nacht vom vergangenen Sonntag zum Montag in dem Hanse der Firma Gebrüder Herzog, das augenblicklich nicht bewohnt wird, ein Einbruchs-Diebstahl verübt. Auf der am vorigen Sonntag im benachbarten Röthges stattgefundenen Kirch­weihe kam es zu einer Mutigen Schlägerei zwischen Burschen von Wetterfeld und Röthges.

Mainz, 20. Sept. Unsere Polizei fahndet soeben auf eine elegante Französin, die mit zwei Knaben im Alter von 13 und 15 Jahren mit einer bedeutenden Zechschuld und einer außerdem von dem Gasthofbesitzer entliehenen Summe von hier abgereift ist. Die Verschwundene gab an, Dubonnet zu heißen und aus Lyon zu stammen. Sie wollte angeblich nach Baden-Baden reifen, im Gasthaus ?Korbmattfelsen" Logis nehmen und ihre im Hotel ,Stefanie" wohnende Mutter namens Delaware besuchen. Beide Frauen sind aber in Baden-Baden weder bekannt noch in den angegebenen Gast­höfen eingetroffen. Wegen Ermordung ihres Kindes wurde gestern die Tochter eines Landwirts in Ober-Olm verhaftet. Die Leiche des KmdeS wurde in einem Sack versteckt in der elterlichen Wohnung des Mädchens auf­gefunden.

Frankfurt a. M», 22. Sept. Der hier unter dem Vorsitz von Wiese-Hamburg stattfindende Kongreß deutscher Bierhändler beschloß eine Petition an den Reichstag wegen gesetzlicher Regelung des Flaschenbierhandels. Der nächstjährige Verbandstag findet in Hannover statt.

Wiesbaden, 22. Sept. Hier werden Dispositionen für eine Begegnung des Kaisers mit dem Zaren zu Anfang Oktober getroffen.

Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Die Meldung von der Verhaftung eines Mannes namens Jost in Frankfurt wegen Verdachts des Mordes hat sich als unzutreffend herausgestellt. Die Meldung beruht auf einem Irrtum. In Frankfurt beschlossen die Stadtverordneten auf Antrag des Magistrats die Be­teiligung Frankfurts an der Kollektiv-Ausstellung deutscher Städte an der Weltausstellung in St. Louis.

Iie Ansammlung deutscher Aätürsör^cher und Aerzte.

IL

NHK. Cassel, 22. Sept.

Der heutige Mette Verhandlungstag war an äußerem Pomp lange nicht so reich, wie der gestrige Eröffnung^ tag, brachte aber dafür eine desw reichere Ausbeute au praktischen, eine größere Oeffentlichkett tttteressierenden Er­gebnissen. Am meisten Beachtung fand der Vortrag eines langen Berliner Hygienikers, Dr. Th. Zlvcisti überDie Steigerung der Milchsekr etion bei stillende n Müttern." Es handelt sich hierbei um eine der wichttg- sten hygienischen Fragen der Gegenwart, von der Arbeits­und Wehrkraft unseres Volkes in hohem Maße abhängt. Durch die Versagung der natürlichen Nahrung, durch die Ernährung mit der Flasche, gehen alljährlich direkt mrd indirekt Hunderttausende von unschuldigen Säuglingen an Brechdurchfall und anderen Krankheiten zu Grunde. Redner tritt daher mit Leidenschasttichkeit für die Ford^ung ein, daß jede Mutter mindestens 9 Monate lang ihr Kind selbst stille. Die Unsähigkett, zu stillen, sei keineswegs so Verb rettet, als Bequemlichkett und l^icht- finn gern glauben machen möchten. Wo tatsächlich Mttch- mangel besteht, empftehtt Redner auf Grund zahlreicher Beobachtungen das L a c t o g o l, das nicht nur die Milch der Menge nach vermehrt, sondern sie auch in ihrer Be­schaffenheit (Fett- und Eiweißgehalt) verbessert, dabei gleich- zeittg die Nährende vor den schwächenden Folgen des Sttllens schützt. Das Mittel wird täglich zu 34 Tee­löffeln, am besten in Milch, gegeben und ist in Apotheken und Drogerien auch ohne arMches Rezept erhättlich. Ferner verlangt Redner ben staatlichen Schutz der stillenden Frau gegen die Störungen in der Erfüllung ihrer Mutter­pflicht, die sich oft aus dem ArbettsVerhältnis ergeben. Der Staat habe das größte Interesse daran, ein arbetts- und wehrfähiges Geschlecht heranzuziehen und dürfe zu diesem Zwecke auch vor großen Opfern nicht zurückschrecken.

Ein ebenfalls sehr interessanter Vorttag war der des Stabsarztes Dr. Sickinger mrs Brünn über die hygie- nische B edeutung der Zahnpflege. Auch dieser Redner verfiigt über ein sehr umfangreiches statistisches Zahlenmaterial, aus dem sich die bettübende Tatsache er­gibt, daß die Z a h n kr a n kh e i t e n , die die unmittel­bare Ursache anderer schwerer, oft tötlichverlaufen- de r Krankheiten sein können, in steter Zunahme begriffen sind. Besonders bemerkenswert war die Festsrellmig des Referenten, daß Alkoholismu s der Ettern, nament­lich der reichliche Genuß von Branntwein, stets bei der Nachkommenschaft schlechte Zähne zur Folge hat.

Die wetteren Vorttäge des Tages in der Abteilung für Hygiene waren ausschließlich spezmlärztlicher Däitur, die zwar für die Wissenschaft von hoher Bedeutung sind, aber für weitere Kreise wenig Interesse barbieten. Die Ver­handlungen wurden in allen Abteilungen früh abgebrochen, da bereits um 6 Uhr schon das offizielle Festmahl in der Festhalle beginnt.

MnnWles.

Köln, 22. Sept. Der Generaldirektor der intet, nationalen Nohrgesellschaft, Racky, schenkte der Stadt Erkeling 16 2 000 Mark zu wohltätigen Zwecken.

Dortmund, 22. Sept. Gestern abend fuhr aus dem Bahnhofe Luenen ein Personenzug auf einen Güterzug, wobei vier Wagen zertrümmert wurden. Per- sonen sind nicht zu Schaden gekommen. Der Verkehr ivird durch Umsteigen aufrecht exhatten.

München, 22. Sept. Der belgische Generalkonsul L. Steub aus München, der wegen eines Duells zur Zett aus Oberhaus eine Festungsftrafe verbüßt, wurde heute

fc-Don dem Prinzregenten begnadigt.