Ausgabe 
23.5.1903 Zweites Blatt
 
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Nr. 119

trl^cint tSßltch rwber Sonntag«.

Dem Gießener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem kesßfche, £ant®lrt dieItfctner Zamilien- blätter viermal in der Woche txiqclegL

Rotonontbrud tu Ver­lag de, e c ü b l 'leben Univ«r1..Buch-u. Stein» b rüdem dlitlld) lieben)

Nrdakrwn, ErvedMo« und Truaertli

Schulst,atze 7.

Adresse, Tepeschent

Anzeiger Bietzen.

Fermpr,chan>chlutz-tr 6L

153. Jahrgang

Zweites Blatt.

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

biePoslMk.L.viertel- |äbrL auvtchl. Beslellg. Annahme von flnjctgtn tot die 'iageinummet bi« pormuiagt 10 Uhr. Zonenpreis: total 12 auirodrü 80 tilg.

verantwortlich tüt den poliL und augem. Teil; U Wiltko tüt .Stadl und tfanb* und ,Gench«»|aatt. August Götz. toi den *ln- ieigenletl: Pans veck.

Samstag 23. Mai 1903 vezu gspret», monailich 7dPl^ viertel» lShrlich dJlL 120; durch Abdole- u. Zweigstellen monatlich to Pt.; durch

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger v

^.e yeutrge Plummer umsaht 20 Seiten.

Deutsches Keich

Ausland

y. wetter neuen Tekan verein

Dr. BÜttiger gewählt.

* Promenadenmusik ist morgen Sonntag in der Südanlage um 12 Uhr mit folgendem Programm: 1. Jubel- feier-Feslmarsch von Lachner. 2. ©pinnlieb aus der Oper .Die Hexe* von Enna. 3. Martin-Walzer von Zeller. 4. Finale auS der Oper ,Mattha* von Flotow.

- Unsere RegimentSmusik konzettiett am Sonntag nachmittag in Steins Gatten. Das äußerst reichhaltige Pro» gramm ist, wie wir hören, aus dem Festprogramm des Frankfuttcr SängerwettslrelteS entnommen, wozu die Kapelle am 8. und 4. Ium wegen der Anwesenheit Sr. Majestät des Kaisers, des allerhöchsten Chefs unseres Regiments, engagiert wurde. Die vorzüglichen Leistungen unserer Kapelle lassen einen besonderen Genuß im Bereiche der Militärmuftk er» watten, und bei dem guten Wetter werden wohl alle Plätze besetzt werden.

(i.) Dies e ck, 23. Mai. Tie Vorarbeiten zum 41. ©ti f» tungsfest des Turnverei ns W i e s e ct sind nun so- [toeit beendet. Ter ca. 15000 Qm. umfassende Festplatz rotcb

Aufmerksamkeit zunächst den vom Veranstalter gegebenen Erklärungen, wie der darauf folgenden Aussührung. Für auswärtige Besucher empsrehlt cs sich, zumal, wenn es sich um eine größere Anzahl handelt, ihr stammen vorher an- zumelden, bannt eine Uebersüilung des Saales, die immer deeinträchttgenb toirtt, im Interesse aller Betettigten ver­mieden werben kann. Tas Spiel ging beibe Male glatt von totten; die Rollen sind gut besetzt und tüchtig einstudiett, auch die Ausstattung hat sich gegen früher vervollkommnet. Ter Darsteller des Luther teiltet besonders Hervorragende- und weiß die Seclenkampje, das Werden unb Wirten des großen Reformators lebendig vor Augen zu führe». Er- jahrungsgemäß nimmt der Besuch bei jeber Wiederholung zu, ein Zeichen, d- die, die kommen, mit dem Ausdruck ihres Beifalls nicht zurückhaltcn.

E i ch e l s d o r f, 22. Mai. Von herrlichstem Fest»

Berlin, 22. Mai. Ter Kaiser ist zum Besuch des Fürsten zu Tohna-Schlobitten in Prökelwitz erngelroffen.

Ter Kaiser beabsichtigt, nach demBert Ta gebt.", seine diesj.hcige Nordlandrriie erheblich aus^udehnen. Er wird annähernd 2 Monate in Norwegen verweilen.

Ter Kaiser richdete an den Staatsminister Lucius von Ballhausen anläßlich des Todes von dessen Bruder, Tr. EugenLuciuSinFrankfurtaM., nachstehendes

erhebt.

sd. Tarmstadt, 22. Mai. Kriegsgericht. Der Musketier Saemann, 3. Komp. Inf.-Regt. Nr. 117, hat gelegentlich eines Rückmarsches vom Schieß stände einem vorgesetzten Unteroffizier den Gehorsam verweigert. Als seine Abteilung wegen Ungehorsams einige Zettim Schritt" marschieren mußte utlD dies in schlapper Weise aussühtte, schickte sie der Unteroffizier eine Strecke zurück, was S. unter ungehörigen Bemerkungen verweigerte, erst auf wiederholte ganz energische Aufforderung ist er schließ­lich doch in das Glied eingetreten. Er wird heute wegen Gehorsamsverweigerung und Achtungsverletzung vor versammelter Mannsckast und unter Gewehr, sowie wegen Verlassen seines Platzes auf dem Marsche in eine Gesamtstrafe von vier Monaten Gefängnis ver­urteilt.

p.. Frankfurt, 22. Mai. Zum San g erwett- Ireit teilt man uns folgendes mit: Auf dem Festplatze verden folgende Restaurationen errichtet: Tas große Wein- und Bier-Restaurant hinter der Festhalle,Zur Wartburg" genannt Diese Halle wird in ihrem einen Teile zu einer ötraße von Eisenach mit Ausblick auf die Wartburg um* gestaltet; der anschließende Tell wird als Stadtgarten her- gerichtet. Tie Ausführung haben die Herren Maler Mohr, Theatermaler Walter und Heinz Wetzel übernommen, deren Namen dafür bürgen, daß diesem Restaurationssaale eine künstlerische Ausgestaltung zuteil wird; die Firma Ph. Niederhöfer führt die Tapezierarbeiten aus. Tie Straße ist mit einer Anzahl altertümlicher Gebäude ausgestattet, in bereu Innern geschmackvoll eingerichtete Bierslübchen die Sänger zur Stärkung bei einem guten Glase Binding-Bier und guter Küche des Herrn Restaurateur Pfeil einladen. An der Lstsette der Festhalle erhebt sich die Bierhalle der Firma Fr. Reuttinger, deren Bettieb dem bekannten Wirt Herrn Adam Wies unterstellt ist. Daneben befindet sich die während des Baues der Festhalle als Kanttne tätig gewesene BierhalleZum Tell" der Brauerei Kempfs, durch den Witt Herrn Giegettch betrieben. Auf der Westseite der Festhalle sehen wir inmitten hübscher Gattenanlagen das geschmackvoll ausgestattete Wein-RestaurantZum Aegir", entworfen von Herrn Archttekten Fried. Sander, ausgeführt durch die Firma Hancke und von den Herren Heinz Wetzel, Gattenbaudireltor Siesmayer und die Firmen I. C. Best- horn und Hinkel il Sohn. In der Mitte dieses Restaurants befindet sich eine Fontaine, die den Meergott Aegtt dar­stellt, wie er auf einem Felsen ruht; die Figur ist von Herrn Bildhauer Belz entworfen unb ausgeari)eitet Ten Betrieb bieses Weinrestaurants hat ber burch seine Leist­ungen bekannte Witt bes Zoologischen Gattens, Herr R. Steinohtt, übernommen. Taneben befindet sich die Bier- HalleZum Waffenschmied" der Brauerei I. I. Jung Erben; sie wird bewirtschaftet von Herrn Aulinger. Tiefer gegen­über sehen wir bic Bierhalle ber Frankfurter Bierbrauerei­gesellschaft vorm. H. Henninger u. Söhne,Zur Walküre"' genannt, bewittschaf'.et von Herrn Ludwig Blüggel, und parallel mit ber Forsthausslraße bie stattliche Bier­halle ber Brauerei F. Henrich,Zum Wilbschütz" ge­nannt, bewirtschaftet von Herrn Hch. Retth. In der Mitte Der genannten, auf ber Westseite befinblichen Wirtschaften, liegen mehrere Musikpavillons, in welchen täglich Milttä» konzerte stattfinben werben. Zn ben Gartenanlagen vor dem großen Restaurant am Kastanie^wälbchen firmen wir n.och einen Pavillon zum Berkaus icbenber Blumen ber Firma A. Müller Sohn unb nach bem Weinrestaurant zu einen hübschen Pavillon zum Ausschank von Sekt und hollän­dischen Likören.

Kleine Mitteilungen aus Hessen unb den Nachbarstaaten. Bei einem Znnmerbrand im Hause Ginnhcimcräraße 35 zu Frankfurt a. M. fingen blc Kleiber des 5jährigen Söhnchens des Taglöhners Gensler Feuer. Ter Knabe erlitt lebensgefährliche Brandwunden am ganzen Körper. Man verbrachte ihn ins Elisabethenkrankenhaus. Ten zurzeit im Regierungsbezirk Kassel bestehenden fünf Kornhänsern wird m Balde ein sechstes hinzugefügt werden, das in ber Nähe von Gensungen errichtet werben soll.

Telegramm:

Schloß Urville, 18. Mai. Ich spreche Ihnen Mein wärmstes Beileid anläßlich bes Heimgangs Ihres Brubers

)ie nationalliberale Partei zwar s ,

eistet habe. Aber sie fei jetzt ganz in das Fahr­wasser der Agrarier geraten und könne deshalb keine selbständige liberale Politik mehr treiben. Es fei daher notioenbig, daß sich das freisinnige Bürgertum auf- rasse und wieder ben Einfluß auf die Gesetzgebung aus­übe, ber ihm gebühre. Tne Partei wende sich in dieser, Hinsicht auch an die Arbeiter, deren wahre In­teressen sie voll vertreten werde. Nur ber Abschluß gesunder Handelsverträge werde in Zukunft im stände sein, bessere Verhältnisse in Deutschland herbei- zu führen. Tie deutsch freisinnige Partei wolle kein Mili^-, sondern ein starkes Volksheer, das aber auch ber volle Ausfluß ber Volkskraft sein und nicht zu einer Sonber- ftellung herausgebilder werden dürfe. Der Vorttag fand allgemeinen Beifall, unb in ber Debatte sprachen sich sämtliche Rebner für bie Kandibatur Harnack aus.

Aus bem Wahlkreis Alzey-Bingen. In einer Wähler-Versammlung von Sprendlingen erklärte Rechts­anwalt Eolmann in Alzey, nach derWormser VolkSztg.": Wenn Ihnen jemand sagt, der Kandidat ClaS ist all­deutsch, jo sagen Sie ihm, er ist Bismarckiauer. Wir haben einfach im Wahlkreis einen Bismarck, der aber Rheinhesse ist, unb gleichzeitig ein tritt für die großen, gesunden Grundsätze des Fürsten Bismarck.

London, 22. Mai. Das Parlament betottligte ber Prinzessin Alice von Battenberg, die sich be­kanntlich mit dem Prinzen Andreas von Grie­chenland verlobte, eine Mitgift in Höhe von 50 000 Pfund (einer Million Mark).

Es erregt peinliches Aussehen, daß tausende aus Südafrika zurückgefandter Armee-Decken meistbietend ver­steigert und über ganz England wetter verkauft wurden, obwohl die Mehrzahl der Decken in südafrikanischen La­zaretten Verwendung gefunden^uni> mit ji9PJ?8/ Bazillen behaftet waren. ' ' ' . " ...

Erkrankungen ans Licht gekommen, welche durch derartige I zeigt. . . . . .

Decken an Bord des SchulschiffesCornwall" in Purfleet Grünberg, 20. Man Mtt bem Verschwinden der erfolgten Ter Fall bildete den Gegenstand von Derhand- Volkstrachten ist leider auch schon mancher alte Brauch, lunaen bei einer Sitzung der Londoner City-Körperschaft. manche schöne Sitte in Verfall geraten. Hatte früher ein Es wurde festaestellt, daß 75 Prozent der Decken von Dunges Paar, wobei bie Auserw-chtte aus einem benach- Typhus-Bazillen geraöezu wimmelten. Auf demdorn- barten Ott stammte, den ^erzensbunb geschlossen, dann kam wall" sind bisher sieben Knaben erkrankt, von denen einer die junge Frau gefahren in das Heim ihres Eheherrn un gestorben ist Die Behörden forschen jetzt in etwa 150 höchsten Staat, stolz thronend aur dem aufs fchönste ge- cnalischen Städten nach dem Verbleib der übrigen gesahr- schmückten Brautwagcn, neben sich das Spinnrad mit seinen Lichen Decken. Wer für die verbrechettsche Nachlässigkeit Ringlein und Verzierungen unb ben Rocken umwunden verantwortlich ist, läßt sich vorläufig nicht sagen. Die mtt einem prächtigen buntfarbigen Baude. Auch gestern Anaelegenhett wirb bemnächst im Parlament zur Sprache bürsten mir uns roieber einmal an bem Anblick eines folchen kommen. durch unsere Stabt fahrenden Brautwagens mit fernen

öaaa 22 Mai. Die aus Kapstabt berichtet wirb, ist vielen Sachen, obenauf bas Brautbett mit feinen schwel- der Burenkoiymand an t David Joubert, früheres leuben Kissen und Leckem und umhängt mit blinkeiidem Mitalieb des Volksrates, ber währenb bes jübafttlani-! Haus-und Küchengerät, erfreuen. Aber bas schönste, wonach icben Krieges ben Distrikt Carolina befehligte, auf feiner unser Auge vergeblich spähte, bie hübsche junge Frau, fehlte Reise burai Teutsch-Lüdwestafrika gestorben. eben. Gewiß hatte der junge Gatte sie sich bereits Heim-

Paris 22. Mai. Die Pariser Deputierten beschlossen, geholt, denn bie Brautreise i>t hier, troß alter Neuerungen, nrr näckis'en"Dienstag in ber Kammer Linen Antrag ein- wie bei ben Lrabtteuten noa) nicht eingesuhrt. .G. A.) rubrinaen auf Herab setzung des Eingangszolls S. ^etterf elb bei Laubach 21. ..cai. Am heutigen auf Getreide um zwei Francs für den Zentner. himmeFahrt-seft sand fich von Nah und einc gtuue

_ unter bem Vorwanoe, die Anmeserryeit von So Iba- Zahl Besucher zum Luth er s est sp ,e l e ein, sodaß, um feit in Uniform bei ben antiklerikalen Kundgebungen in allen gerecht werben zu können, eate nochmalige Wieber- de" Reimser St Acauestiraw zu tabeln, erließ ber kom- holuug der Aufsührun^ am ,eiben Tage notig war. An manb-ierenbe General bes Reimser Armeekorps, 500 Personen, der Meßzahl nach Scyuler unb Konstr- )orbtsch.midt, einen Korpsbefehl, der von ber S ch m u tz t g-s manden, hatten fich eingestellt unb lauschten mit großer

burch bie Firma Fettsch in Gießen elektrisch beleuchtet. Für bie Bequemlichkeit ber Besucher ist in jeber Richtung Sorge getragen, sogar eine geschlossene Halle zum sicheren Aus- bewahren ber Fahrraber besinbet sich am Eingänge des v r Festplatzes. Es bleibt nur noch zu wünschen übrig, baß ber Die Sache ist burch Typhus- Himmel ein freundliches Gesicht zu ben Veranstaltungen

Wahl-Bewegung. AUö gXlllM UHÖ JüHÖ»

R. B Darmstabt, 22. Dkai. Der Kandidat der Hie-I Gießen, 23. Mai 1903.

figen Freisinn igen, Pros. Dr. Otto Harnack, hat - Personalien. Ce. ÄgL H. der Großherzog am Mittwoch abend in einer gut besuchten Wahlerver- habxii den provisorischen Assistenten bet der Gewerbeinspcktion ammlung sein Programm entwickelt, ^^hrte^aus, daß ließen, Dr. pdil. Wilhelm Schneider auS Butzbach, zum W ®r»Ü^,8e.|?lj|..ftenten bei dieser Behörde ernannt.

LU. Fachprüfungen für das Forstfach. Am Freitag dem 22. dS. Mts. fand die dritte und letzte Fach­prüfung für das Forstfach des diesjährigen FrühjahrsterminS an der hiesigen Landes-Universität statt. Von den sechs Kandidaten, die sich der Prüfung unterzogen, bestanden das Examen drei, die Herren: Otto Kratz auS Lich, Wilhelm Jochem auS Laubach unb Heinrich Weiß aus Liederbach.

Zum Schularzt wurde gestern in nichtössentticher Sitzung der Stadtverordneten der Kreis-Assistenzarzt

begünstigt, fand gestern die Einweihung unseres Kriegerdenkmals statt. Tie Weiherede hiett Fischer von hier. Nachdem der hiesige Gesang- nach dem Fallen der Hülle ein erhebendes Vater- landslied zum Vorttage gebracht bat le, ermahnte der Präsi­dent des Kriegervereins, Herr Mitze, in patriotischen Worten auch zu fernerem treuen Zusammenhalten, nament­lich in ben Kriegervereinen. Mtt einem begeistert ange­nommenen Hoch auf Kaiser unb Großherzog, ausgeb rocht von bem Geh. Regierungsrat Schönfelb in Schotten, chloß bie erhebende Feier ber Tenkmalsweihe. Einen ebenso anregenden Verlauf liahm bann auch ber gemütliche Tell bes Festes, verschönt von Liebern bes Gesangvereins unb einer Reihe von Toasten. Unser neues Denkmal besteht aus einem einfachen Obelisken, auf bem ein Abler sich

feit, Untoürbigteit und Feigheit ber Anti­ klerikalen spricht, und den Soldaten nahelegt, daß ihr

Platz bei ähnlichen Kundgebungen nicht aus der Sette ber Gegner der Geistlichkeit fei.

Wien, 22. Mai. Im Abgeordnetenhaus gab Dr. v. Körver über die Vorgänge in Kroatien die Ür- llärung ab, daß die Berichte wett übertrieben feien. Die Nachrichten von Gehenkten und Getöteten feien auS der Luft gegriffen. Der Ausdruck, baß die Armee in Kroatien mißbraucht werbe, müsse er zuruckweisen. Der Kroate Biankini beantragt, bie Eröffnung ber Debatte über biese Erklärung abzuleynen. Während ber Abstimmung herrscht ungeheurer Lärm bei ben Kroaten und Zwilchenrufe gegen Körber fallen:Gehen Sie nach Ungarn!" ruft Biankinibort gehören Sie hm? Sttöme

wärmstes Beileib anläßlich bes Heimgangs Ihres BrubeiS von Blut vergießen bie Kroaten für biefen undankbaren aus, dessen Verdienste ihm ein daiilbarcs Gedenken in Staat! Wir wollen Recht!"

wetten Kreisen des Vaterlandes sichern." Triest, 22. Mai. Wie zwei hiesige Blätter melden,

Gegenüber einer Berliner Korrespondenz desFi- soll slawischen Kreisen die Nachricht ^gegangen fein, baß garo", welche bie von uns roicbergege6cnc Melbung bes gestern in Agram 38 Personen stanbreaftlich ver- Würzburger Jourm" über eine Differenz zwischenurteilt unb erhängt worben sind, und daß bas Jn- Preußen unb Bayern übernommen hatte, erklärt bie fanterie-Regiment Nr. 63 in Agram sich geweigert habe, Norbb. Allg. Ztg.", ber Korrespondent besFigaro" sehe auf bie Demonstranten zu schießen. Aus Dalmatien unb Gespenster. Es gebe keine Verstimmu ng zwischen Slowenien werben zahlreiche Protcft-Kuiwgcbungen an den Berlin und München. I Kaiser abgepmbt

Breslau, 22. Mai. In hiesigen mllitättschen Kreisen Petersb urg, 22. Mai. In Steilen, bie bem Hofe erwartet man, baß schon in allernächster Zeit ber Kom- nahestehen, wirb bestätigt, baß Zar Nikolaus sich ernst- manbeur ber 12. Division in Neisse, Generalleutnant von lich mit ber Frage berAenberung besThronfolge- Wovrsch, zum kommandierenben General bes 6. Armee- rechts beschäftige. Der Zar fei entschlo|jen, falls er kvrps ernannt werden wirb. keinen männlichen Erben erhalte, seine älteste Tochter

Straßburg L E, 22. Mai. Der vor einigen Tagen!als Thronerbin ettizusetzen. Um ihr schon jetzt bie verstorbene altelsässische Bankier Charles Staeh- sür ihr künftiges Herrscheramt notioenoige Erziehung zu ling hat bem Reichsragsabg. A. Bebel in Anerkenn- geben, habe ber Zar mehrere hervorragenbe Pädagogen ung seines Kampfes gegen den Militarismus zur Aufstellung eines Unterrichtöplanes aufgeforöert. (Ob 10 000 Frcs. testamentarisch vermacht. das mehr als Klatsch ist, läßt sich vorerst meyt beurteilen.)