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21.10.1903 Erstes Blatt
 
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Packung«

ist die einzige Quaker Oats

Alles andere, somit auch ausge­

wogene Waare ist Nachahmung. Quaker Oats ist das feinste das es giebt,sorgfältig hergestellt, von delicatem Geschmack, sparsam im Gebrauch.

Quaker Oats

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II Hervorragend b. bewährt bei

Brechdurchfall, ^JDarmkatarrh, X Diarrhoe etc. <

Die Kinder gedeihen vorzüglich dabei^ & leiden nichL-^® an &

Verdauungs-Z

Störung. P

Wetter

5702

Sonnenschein Hell. Himmel

9,30 C.

1,9'6.

Höchste Temperatur Niedrigste

Oktober 1903.

am 19. bis , 19. ,

Kirche und Schule.

Bretten, 20. Oft Heute fand hier die feierliche Ein­weihung des Melanchthonhauses statt, der als Ver­treter des Kaisers der kommandierende General des 18. Ar­meekorps, General-Adjutant v. Lindequist, das großherzog- >liche und erbgroßherzogliche Paar von Baden, Erbprinzesjin Marie von Anhalt, Vertreter deutscher Universitäten, sowie eure direkte Enkelin Melanchthons, Frau Regierungsrat Peuker aus Colmar, beiwohnten. Die Festrede hielt Prof. Dr. Müller aus Berlin. Dre Vertreter der Universitäten überbrachten »ihre Glückwünsche. Seitens des preußischen Obeckonsistoriums wurde eine Spende von 1000 2)lf. übermittelt.

der mit Tabak bepflanzten Grundstücke von 181 287 auf 177 603 zurückgegangen. Der Rückgang betrifft aber nur die kleineren Tabakbauer, die höchstens einen Ar mit Tabak bepflanzt hatten; ihre Zahl ist von 47 401 auf 43 375 ge­sunken und seit 1894, wo sie noch 75 552 betragen hatte, in stetem Abnehmen. Die Zahl der Tabakpflanzer mit über ein Ar Grundfläche steigt seit 1899 und hat im letzten Jahre um 1518 zugenommen Damit hat sich auch die gesamte mit Tabak bepflanzte Fläche vergrößert; sie betrug 17 341 Hektar gegen 16 963 i. I. 1901 und 14 751 i. I. 1900. Der Ertrag der Tabakernte zeigt gegenüber dem sehr günstigen Jahre 1901 einen Rückgang; er belief sich auf 376 386 Dz. gegen 400 127 i. I. 1901 und 347 091 t. I. 1900. Auf den Hektar kommt mithin ein Dnrchschnitts- ertrag von 21,7 Dz. gegen je 23,6 in den beiden Vorjahren. Der mittlere Preis des Tabaks ist auf 82,58 Mk. angegeben gegen 85,43 t. I. 1901, so daß der Gesamtwert der Tabakernte sich auf 31 132 266 Mk. beziffert und damit um mehr als 3 Millionen Mark hinter dem des Jahres 1901 (24 180 324 Mk.) zurückblieb.

Die Opfer der Hochwasserkatastrophe und die Kriegervereiue.

Unter den Unterstützungen, die den durch Hochwasser Geschädigten in den Provinzen Schlesien, Posen, Westpreußen und Brandenburg aus privaten Sammlungen zugeflossen sind, nehmen die Beträge, welche die deutschen Kriegeroereine ihren notleidenden Kameraden in den Überschwemmungsgebieten haben zuteil werden taffen, einen hervorragenden Platz ein. Nicht allein daß der Preußische Landeskriegerverband und der Deutsche Kriegerbund sofort nach Bekanntwerden der Ueber- schwemmungen in Schlesien dem dortigen Provinzial- Kviegerverbande telegraphisch 10 000 M. überwiesen haben, die als erste Spende sofort an die am schwersten heimgesuchten schlesischen Kameraden verteilt worden sind, sondern es sind aus den Kassen der Landeskriegervecbände und als freiwillige Sammlungen der Kriegervereine bis jetzt bereits 86 000 Dlk. den durch Überschwemmung geschädigten Mitgliedern über­wiesen worden. Diese Summe erscheint um so bedeutender, wenn man, in Betracht zieht, daß die Mitglieder dec Krieger­vereine zum allergrößten Telle zu der gering bemittelten Be­völkerung gehören. Der Kronprinz hat infolge dessen an den Vorstand des Preußischen Landeskriegerverbandes und Deut­schen Kriegerbundes in Berlin, wie die ,Rordd. Allg. Ztg." berichtet, als Protektor des .Reichskomitees" folgendes Schreiben gerichtet:

*Jn Meiner Eigenschaft als Protektor des Reichskomitees zu­gunsten der durch Hochwasser Geschädigten habe Ich mit besonderer Freude davon Kenntnis genommen, daß der Preußische Landes- kriegerverband und der Deutsche Kriegerbund sich neben den Samm­lungen des Reichskommitees mit ganz erheblichen Summen an der Unterstützung der durch die Ueberschwemmungen schwer Heim- gesuchten beteiligt haben.

Es gereicht Mir zur besonderen Genugtuung, dem dankend und anerkennend Ausdruck geben zu können, daß die Deutschen Kriegervereine sich auch aus diesem Gebiete der werktätigen Nächstenliebe in so hervorragender Weise beteiligt haben. Pots- Lain, den 13. Oktober 1903. Wilhelm, Kronprinz."

Vermißtes.

* Berlin, 20. Okt. DerNationalztg." wird bestätigt, daß Prinz Prosper Arenberg am 13. Oktober auf Grund einer militärgerichtlichen Verfügung aus dem Straf- gefängms Tegel in die Abteilung für Nervenkrank­heiten bei der Strafanstalt Moalnt übergeführt wurde.

* Paris, 20. Okt. Ueber die Ermordung eines Haupt manes a. D. durch den Priester Lama lle wird gemeldet: Der Offizier begegnete dem Priester und fragte ihn, ob er der Priester Lamalle sei. Auf die Be­jahung dieser Frage ohrfeigte ihn der Offizier, worauf der Priester einen Revolver zog und seinen Angreifer durch einen Schuß ins Herz tötete. Ins Seminar zurückgekehrt wurde Lamalle durch zwei Gendarmen verhaftet.

Bukarest, 20. Okt. In die Filiale der rumänischen Nationalbank in Constanza ist em Einbruch verübt worden. Es wurden 25 000 Franks gestohlen. Einer der Diebe wurde an der ungarischen Grenze verhaftet, jedoch nur ein Betrag von 3000 Franks bei ihm vorgesunden.

Gcrichtssaal.

Odessa, 20. Okt. Das Bezirksgericht verurteilte nach achttägiger Verhandlung fünf Kleinbürger, welche gegen Be­zahlung wehrpflichtigen Personen gewisse Krankheiten ein- geimpft oder Glied er-Verstümmelun gen zugefügt hatten, zu Gefängnisstrafen von 6 Monaten bis zu 2 V, Jahren

Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen.

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MvriTltüts-Nachrichten.

Darm sladt, 20. Okt. An der Technischen Hochschule wurde heute das Rektorat durch den seitherigen Rektor Pros. Piarr an Pros. D ingeldey übergeben. Die Antrittsrede Prof. Tmgeldey's handelte von der Anwendung der Mathematik aus Astronomie, Physik und Technik.

Berlin, 20. Okt. Die preußische Generalsyno de Hai die Anträge aus Besetzung der theologischen Lehrstühle an den preußischen Universitäten mit positiven Theologen an eine Kom­mission von 21 Mitgliedern verwiesen, nachdem em Antrag aus mo­tivierte Tagesordnung abgetehnt worden war.

Wrrkl. Geh. Rat Dr. v. Jagemann, der bisherige Ge> sandte Badens am Berliner Hof, welcher in den Lehrkörper der Universität Heidelb erg eingetreten ist, hat eine ordentliche Hi> norarprosessur in der Jurislensakultär erhalten; er gedenkt über ösfentliches und Strafrecht zu lesen.

werden." Diese Resolutionen wurden einstimmig ange­nommen, der Antrag Jost dagegen abgelehnt.

Nächster Gegenstand der Tagesordnung war ein Antrag der Abgg. Wahl-Langen und Genossen, die Selbstbe- wirts (Haftung der Weinberge durchden Geist­lichen betreffend. Auch hier entspann sich eine lange Debatte, in der sich besonders die Herren Dekan Völsing- Gimbsheim, Jost-Bechtheim, Gr ä s-Monsheim, Freiherr Hehl zu Herrnsheim, Sack-Bosenheim, I audt-Planig und Weimann - Wöllstein beteiligten. Die Debatte schloß erst gegen 2 Uhr mittags. Die Abstimmung wird morgen vormittag nach dem Schlußwort des Antragstellers er- folgen.

und kritisiert in ziemlich erregter Weise das Verhalten des Obcrkonsistoriums In dieser Sache.

Präsident des Oberkonsistoriums Dr. Buchner pro­testiert dagegen, daß in dieser Weise gegen das Ober­konsistorium aufgetreten werde; dieses habe der evang. Kirchengemeinde Offenbach gegenüber stets die besten Ab­sichten gehabt. Er habe auch nicht die Absicht, in dem Streit, der zwischen dem Oberkonsistorium und dem Vor­redner besteht, hier näher einzugehen, es würde sonst auch zur Erörterung von Umständen kommen müssen, die Herrn Dekan Hager nicht erwünscht sein könnten. Das Oberkonsiftorium habe guten Grund gehabt, erst die Ge­nehmigung der Landessynode zu dieser Neuerrichtung einer Psarr stelle einzuholen.

Oberkonsistvrialrat Dr. Flöring weist die einzelnen Behauptungen Hagers über das Oberkonsistorium zurück, worauf Dekan Dr. Hager seine Erregung mit einigen Worten entschuldigt. In der Sache aber bleibe er bei seinen Behauptungen und er bitte, wenn der Oberkonsistorial- präsident glaube, etwas gegen ihn Vorbringen zu können, daß er dies hier in öffentlicher Sitzung tun möge.

Oberkonsistorialrat Dr. Luchne r erwidert, er werde aus das letztere Verlangen des Vorredners nicht ein geh en und auch auf die neuen, von ihm vorgebrachten Dinge nichts erwidern.

Synodale Prof. Dr. Diugeldein bedauert, daß man einen so verdienten Geistlichen, wie Dr, Hager, vom Ober­konsistorium in dieser Weise behandele.

Die Synode genehmigt alsdann auch die fünfte Pfarr­stelle in Offenbach

Weiterer B er atun gs ge g en stand ist der Antrag des Abg. Pfarrer I o st - Bechtheim und Gen.:Die hohe Synode wolle das Großh. Oberkonsistorium veranlassen, die Psingst- kollekte mit ihrer bisherigen Bestimmung zu streichen und dafür zum Besten der Mission die lnsyerige Epipha­niaskollekte einzusetzen." Der dritte Ausschuß, in deren Namen Abg. Kutsch schriftlichen Bericht erstattete, be­antragt, den Antrag abzulchnen. Eine Minderheit des Ausschusses empfiehlt dagegen, weil sie es für angemessener erachtet, die an Pfingsten zu erhebende Kollekte dec Mission, insbesondere der inneren Mission zuzuwenden, die An­nahme des Antrags. Nachdem der Antragsteller seinen Antrag näher begründet* und Prälat Dr. Walz erklärt hat, daß das Oberlonsistorium nicht in der Lage sei, den Antrag zu unterstützen, entspann sich eine sehr ausge­dehnte Diskussion. Die Majorität des Ausschusses ver­kannte, wie Berichterstatter Abg. Kuts ch-Groß-Gerau aus­führt, keineswegs, daß die von vielen Geistlichen des Lan­des geteilten Bedenken, an einem der hohen christlichen Feste eine Kollekte für unbemittelte Theologiestudierende zu erheben, eine gewisse Bereckfligung in sich schließe, gibt aber der Erwägung anheim: 1) Daß es an sich nicht au- gezeigt erscheint, Beschlüsse, welche unter Mitwirkung sämt­licher gesetzgebender Faktoren zu stände gekommen sind, ohne dringende Notwendigkeit des öfteren abzuändern; 2) daß insbesondere im Augenblick keine Veranlassung vor­liegen dürfte, von dem im Jahre des Lutherjubiläums zum immerwährenden Andenken an den Reformator mit Einstimmigkeit und Enthusiasmus gefaßten Beschlüsse, die Erträgnisse der Pfingstkollekte der Lutherstiftung zuzu­weisen, abzugehen; 3) daß nach den Ausführungen des Großh. Oberkonsistoriums die Epiphaniaskollekte gegen­wärtig sine der ertragsreichsten Kirchenkollekten ist, daß diese durch die vorgejchlagene Verlegung wohl nicht all­zuviel gewinnen wird, und daß der beabsichtigte Zweck omtt wohl garnicht erreicht werden wird. Aus diesen Gründen beantragt die Ausschußmehrheit die Ablehnung des Antrags, während die Minorität es für angemessener erachtet, die an Pfingsten zu erhebende Kollekte der Mission, insbesondere der inneren Mission, zuzuwenden und des­halb die Annahme des Antrags wünscht.

Sechste ordentliche evangelische ^andcssynode.

R. B. Darmstadt, 20. Okt.

Die sechste ordentliche evang. Landessynode des Groß- Herzogtums Hessen wurde heute unter sehr zahlreicher Be­teiligung vom Vorsitzenden, Professor Dr. Stamm-Gie­ßen eröffnet. Das Erösfnungsgebet sprach Pfarrer Mrckel- Gonierskirchen. Die Versammlung ehrt das Andenken der beiden verstorbenen Synodalmitglieder Exzellenz Hallwachs und Roth durch Erheben von den Sitzen. Es folgt die Ver­pflichtung der sechs neu eingetretenen Mitglieder. Prof. Dr. Stamm bemertt, daß die Einberufung der Landessynode schon für den Juli vorgesehen war, aber infolge der spä­teren Fertigstellung des Kirchenbuchs und anderer Um­stände verschoben werden mußte. Der Schriftführer, Ober­amtsrichter Mahl-Schlitz, gibt die Einläufe bekannt, 24 an der Zahl.

Nach der Berichterstattung der Ausschüsse über dre Wahlprüfungen trat die Versammlung in dre Beratung der Vorlagen ein. Die Vorlage des Oberkonsistoriums, betr. die Teilung der ev angel. Kir che n g e m ein de Mainz in zwei selbständige Gemeiirden, wrrd von der Tagesordnung abgesetzt, da der gedruckte Bericht nicht, der Geschäftsordnung entsprechend, 24 Stunden vorher rm Besitz der Synodalmitglieder war.

Die Vorlage des Großh. Oberkvnsistoriums, betreffend llenderungen in den Gemeindekirchenverhältnissen teilt mit, daß seit der letzten Tagung folgende Aendemngen in den Kirchengemeindeverhältnissen erfolgt und provisorisch ins Leben getreten sind: 1) Errichtung einer selbständigen Pfarrei in der evang. Gemettrde Undenheim, 2) Teilung der evang, Pfarrei Bessungen in zwei selbständige Gemein­den, 3) Bildung einer evang. Kirchengemeinde Nack. Ferner Errichtung einer zweiten evang. Pfarrstelle zu Bensheim und einer evang. Psarrstelle zu Heppenheim, sowie einer zweiten evang. Psarrstelle an der Martinsgerneinde zu Darmstadt und die Einpsarruug der Evangelischen zu Weis­kirchen in die evang. Pfarrei Dudenhofen. Aenderung in den Kirchenverhältnissen von Friedberg und Fauerbach,, Zuteilung des zur Pfarrei Frankisch-Crumbach aehörigen Teils von Bockenrod zur Pfarrei Reichelsheim, Lostrenn- ung des Filiale Zeilbach von dem Kirchspiel Ober-Ohmen und deren Zuteiürng zu der Pfarrei Ermenrod und Bild­ung einer evang. Kirchengemeinde Ober-Olm. Nachdem Synodale Kutsch-Groß-Gerau ein kurzes Referat darüber gegeben und namens des Ausschusses die Zustimmung beantragt hat, erfolgt diese einstimmig. Die letzte Aender- in den Kirchengemeindeverhältnissen betrifft die Errichtung einer fünften Psarrstelle an der unierten evang. Gemeinde Offenbach. Synodale Dekan Dr. Hager-Offenbach, bezeichnet die lange Verzögerung dieser Regelung als bedauerlich

Nachdem Abg. I o st-Bechtheim seinen Antrag näher begründet, spricht sich Prälat Dr. Walz für den Antrag der Ausschußmehrheit aus.

Abg. Pfarrer Schlosser-Gießen bemerkt, daß der Beschluß, die Pfingstkollekte abzuschaffen, auch eine Ab- chajfung der im Jahre 1883 begründeten Lutherstiftung bedeuten würde; er könne sich nicht entschließen, die Auf­hebung der Pfingstkollekte zu befürworten. Daß die Epi- -hauiaskollekte durch eine Verlegung auf Pfingsten ge- chädigt werden würde, glaube er nicht. Dagegen würde er empfehlen, eine Aenderung der Stiftung herbeizuführen. Eine Stiftung mit dem Namen Luther sollte daraus be­gründet sein, daß Luther ein hervorragender Theologe war; man sollte deshalb die Stiftung dazu verwenden, bejondere Leistungen für tüchtige Theologen zu honorieren und diese o zu unterstützen. Es empseyle sich, jür hervorragende theologisch-wissenschaftliche Arbeiten Preise zu bestimmen.

Abg. St amm-Stockstadt richtet an das Oberkonsi­storium die Frage, ob die Studierenden der Theologie nur jo lange Zuwendungen aus der Lutherstistung erhielten, als sie in Gießen studierten, worauf Prälat Dr. Walz erwidert, es liege kein -Grund dafür vor, dem vorüber­gehend an einer anderen Universität Studierenden das Stipendium zu entziehen.

Abg. Pfarrer Sch losser bemerkt, er glaube nicht, daß einem Studierenden das Stipendium entzogen wurde, wenn er eine zeitlang eine andere Universität besuchte.

Nach einigen weiteren Bemerkungen der Abgg. Jaudt- Planig und Schlosser- Gießen trat eine kurze Panse ein. Alsdann stellte der Schriftführer, Abg. Wahl-Schlitz, an der Hand der näheren Bestimmungen die Grundsätze fest, nach denen die Stipendien der Lutherstistung vergeben würden. Auch er sei dafür, den zeitweilig auf anderen Universitäten Studierenden die Mittel zu belassen.

Geh. Kirchenrat Dr. Katte n b us ch-Gi e ß e n weist auf die Tatsache hin, daß den Studierenden auch beim lieber- gang aus andeve Universitäten das Stipendium belassen wurde. Solche Stipendien durch Kirchenkollekten auszu- bringen, fei durchaus nichts ungewöhnliches; dasselbe ge­schehe auch in Preußen.

Abg. Pfarrer Hildebrand- Echäell bemerkt il a., ihm scheine der AusdruckPsingstkollette" gar nicht mehr der richtige 3tamc zu fein, Abg. Pfarrer Schrimpf-Butz­bach wünscht die Bestimmung, daß die Pfingstkollekte für Theologiestudierende ohne Unterschied erhoben werde.

Nach kurzen wetteren Bemerkungen nimmt die Ver­sammlung zunächst eine Resolution Stamm-Stockstadt an:Die LandeSsynode spricht die Erwartung aus, daß olchen Studierenden, die ein Stipendium aus der Luther- tistung erhalten, dasselbe auch dann nicht entzogen werden oll ,wenn sie eine zeitlang eine andere als die Landes- nniversttät Gießen besuchen." Ferner noch eine Reso­lution Stamm-Stockftadt und Schloss er- Gießen:Die Landesfynode erklärt für erwünscht, daß die Stipendien der hessischen Lutherstistung nur auf Grund : tüchtiger Leistungen, die unter Umständen durch besondere < wissenjchaftliche Arbeiten zu beweisen wären, verliehen

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