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21.10.1903 Erstes Blatt
 
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Erstes Blatt.

Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen

Ochalstraße 7.

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Nr. 247 erfreut täglich aufcer Sonn lagL.

Dem Gießener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem kfesflfchen Landwirt die Gletzener Familien» blätter viermal tn der Woche betgeleQL

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153. Jahrgang Mittwoch 21.Oktober 1903

Gietzener Anzelger s

General-Anzeiger v

w den wvltL an* aügrrn,

leti i V ©title für Sladt und Uanb* und .Genchrsjaat*-. August Gütz, tüi den An» -eiaentetl: van« Beck.

KeKannlmachung.

Gr. Ministerium der Justiz hat als Tag, an welchem mit der Anlegung des Grundbuchs und Berggrundbuchs für die Gemarkung Beuern zu beginnen ist, den 20. Oktober 1903 bestimmt.

Gießen, den 17. Oktober 1903.

Großherzogliches Amtsgericht.

Wiener.

Meue Keschäjte aus der Kogetpelspektrvc?

Wie in der Politik, so auch im Geschäftkommt es immer anders!" Wir haben Jahre hindurch denunaus­bleiblichen Konkurrenzkampf" mit Amerika in Eisen und Kohlen erwartet. Es war uns Sicherheit geworden, daß irgendwo uns Amerika bedrohen müßte, aber wir haben die Interessengegensätze nicvl da erwartet, wo sie nun einzu­treten scheinen, im Petroleumhandel. Gerade dort nicht, wo tatsächlich für Europa eine unleugbar gute Aussicht besteht, mit Vorteil amerikanischer Ueberhebung und Profit­gier entgegenzutreten. Aus dem Welt-Petroleum-Schach- brett ereignet sich in den letzten Wochen Zug um Zug. Die jüngste Nachricht besagt, daß die Diskontogesellschaft, die vor kurzem die Aktien der Telega Oel Co. erworben hat, gegenwärtig auch mit den Petroleumgesellschaften Buschte- nari und mit dem rumänischen Petroleumkondukt in Unter­handlung zum Zwecke der Fusion der beiden letztgenannten Geselljcl-aiten stehe, uni ihnen alsdann durch Zuwendung der nöligen Kapitalien einen intensiven Betrieb zu sichern. Diese Unterhandlungen der Diskontogesellschaft sollen sich auch auf andere rumänische Petroleumgesellschafteu er­strecken.

Zurückgegangen in der historischen Entwicklung dieser einleitenden Geschäfte war es etwa vor zehn Tagen, als bekannt wurde, daß die Deutsche Bank sich zur Aufkäuferin des ostreichischLN Petroleum-Ueberjchujses und als Kom­missionär gegen Provision dem Kartell öslreichischer Pe­troleum-Raffineure erboten hat. 9toch weiter zurück hat die Deutsche Bank sich bekanntlich den entscheidenden Ein­fluß auf die Petroleumquellen Steaua Lüomana dadurch gesichert, daß sie ungefähr 50 Prozent der Aktien der Ge- fellschast übernommen hat, während gegenüber diesen Äe- strebungen die konkurrierende amerikanische Stan^.rd Oel Co. die Petrolea, das Organ der galizischen Erdölgesell- schajten bezw. deren freies Exportquantum ausgekaujt hat.

sehen also derzeit im rumänischen Petroleumgefchäst das Auftreten der liierten Banken, wie Deutsche Bank, Diskontogesellschaft, Bleichröder und in Schlußfolgerung auf die Mitarbeit der Diskontogesellschaft wohl auch die Viothschildsche Teilnahme, übergreifend auf das russische Petroleumgebiet.

Da die Experten übereinstimmen, daß bei zweckmäßiger Jnangrifsnahme der rumänischen Petroleumfeloer dieselben durchaus nicht hinter der Ergiebigkeit der Petroleumfelder Rennfylvaniens beträchtlich zuructstehen müßten, war es in der Tat höchste Zeit, daß das gegenwärtig zur Ver­fügung stehende deutsche Kapital mit an einem vorteilhaften G-eichäftsgebiet interessiert, das nicht einmal 300 Kilometer von Deutjchlands Grenze entfernt ist umsomehr, als die rücksiQ)tslofe, energische Durchführung der Niederzwingung der galizifchen Petroleumindufirie durch den Stanoard-Oel- trust beweift, welches Gefchästsinteresje diese Amerikaner, die Taufende von Eilen entfernt ihre Produktionsstätten haben, ani europäischen Petroleumhandel nehmen.

Richt vertenneu wollen WM daß wir bezüglich des größeren Zugs, der sich, in der Teilnahme großer deutscher Batiken an der Erschließung eines gleichartigen mächtigen Industriegebiets offenbart, üi den letzten Jahren viel von den Amerikanern gelernt habem Früher, d. h. noch vor ganz kurzer Zeit, war das Befrreben der Banken teils im Emifsionsgeschäst, teils an der Gründung einzelner größerer oder kleinerer Aktienunternehmungen, aoer sehr viel weniger

im Kontokorrentaeschäft fia) die Möglichkeit äut Dividenden­zahlung zu schatten.' Noch vor wenigen Jahren wäre nicht nur aus gefchastspolitischen Gründen, sondern auch aus kleinlichen geschäststechnischeu Gründen eine solche Liierung von drei der größten deutschen Bankfirmen undenkbar ge­wesen. Der Vorgang ist daher mit Genugtuung zu be­grüßen. Es ist nicht die Stelle und nicht die Zeit, daraus hinzuweisen, daß es lange genug gedauert hat, bis eine auf der Gasse liegende Weisheit, der längst bekannte zu realisierende Nutzen an den zur Verfügung flehenden rumä­nischen Petroleumquellen fest ungefaßt wurde. Teils war die Durchführung nicht möglich innerhalb der letzten Jahre, die das Interesse auf anderes lenken mußten, teils zeigt es sich wirtlich erst heute, daß die letzten Jahre in­sofern gut gewirkt haben, als es gelungen ist, die in Frage tomnienden europäischen Regierungsstellen mit dem Ge­danken wenn auch nicht der ltnabhängigmachung vom ame­rikanischen Petroleummarkt zu erfüllen, so doch mit dem Gedanken vertraut zu machen, Europa vor der gänzlichen Vergewaltigung durcy Rockefelier und Genossen zu bewahren. .Nunmehr, da von den genannten Banken die Konsolidierung der rumanifchen Petroleuminteressen ausgenommen ist, tarni die bisher in den allermeisten Fällen als schädlich erkannte politische Lage Europas und die damit zufammenhängen- oen Grenz- und Zollfchwierigkeiten, die verschiedenen Re- gierungs gewalten^ die nicht von jedem dahergelaufenen Snob zu kaufen sind, die Amerikaner zum erfien Male in der Geschichte ihrer Trustindustrie lehren, daß sie auf Granit beißen, wenn sie auch bei uns v er fachen wollen, wie bisher durch die rucifichtsloseste Geschäftsarr berechtigie und näherstehenoe europaifche Interest en zu stören. Da wir bis jetzt noch selten Gelegenheit gehabt haben, die Ameri­kaner im allgemeinen auf absoluten geschäftlichen lln- geschicklichkeiten zu ertappen, so läßt sich annehmen, daß der Staridard Oeltrust die Vergeblichkeit und Schädlichkeit einesLötens wider den europäischen Stachel" erkennt und sich aus einer Vernünftigen Basis mit einem hoffentlich bald offiziell in LArtlichteit tretendenden Europäischen Petroleum-Schutz-Kartell verständigt. Aus Pa­triotismus allein, so lickst mau inGrass Finanzchronit", der nod). dazu über Ltumänien zu uns kommt, werden natürlich die deutschen und östreichischen Banken die in Angriff genommenen Geschäfte auch nicht durchsichren, immerhin ist Abhängigkeit und Jnteressenahme der Banken am deutschen unb östreiMjchen -Konsumenten eine größere, wie jene der ameritänischen Petroleumproduzenten, sodaß also dasjenige, lvas der bisher zielbewußteinnehmende" Standard Oeltrust bezweckt, eine Steigerung des Petroleum­preises bis ins Ungemejjene, für die Zukunft unterbunden ist.

Kommen wir zum praktifchen gefuf-äfnichen Standpunkt, soweit er aus dieser neu ausiauchenden Geschäftssrage er­fleht. Die Inangriffnahme dieser rumänischen Petroleum­quellen bedirigt neben der konunenden finanziellen einstigen Teilnahme des Publikums ein fortwährendes Wachhalten des Interesses der Regierungsjtellen, Eisenbahnvecwalt- ungen, Kommunen, der ösjentlichen Meinung überhaupt. Dabei kann es nicht fehlen, daß die hier in Frage kommen­den Banken, Demfche Bant, Liskoniogejellschaft, noch mehr als bisher in den Vordergrund des öjsentlichen Interesses treten und die Kapitalifieutreise wohl nicht lange an st eh en werden , die entschieden günstigen Aussichten eines solchen großzügigen. Geschäfts zu eskomptieren zu versuchen. Wir können uns täusche^ aber wir sind nicht verpflichtet zu verschweigen, daß wir uns mehr als täuschen würden, wenn in den nächsten Zeiten die Aktien der Deutschen Bank und der DiskonwgejeUjchajt nicht höher stehen werden, als sie heute stehen. _____________

Kcm aüttjemttljche« Parteitage.

IL

Im weiteren Verlauf seiner Verhandlungen wählte der Parteitag der deutschen Resormpartei neben dem Chef­

redakteur Zimmermann - Dresden noch die Reichstags- abgg. Werner und Bruhn sowie die früheren Abgg. Götze und Bindewald-Berlin in den Parteivorstand, dessen Sitz vorläufig in Dresden verbleibt. Danach sprach der Abg. Redakteur Böckler - Berlm über die Mittel­standsfrage. Er empfahl eine Verknüpfung der Mittel­st andsfrage mit der Oftmar len frage. Wesentlich sei es, daß die Handwerker von den neuerdings immer zahl­reicher auftauchenden Plänen auf Bildung einer beson­deren Mittelstandspartei Abstand nähmen und sich der anlisemitlichen Bewegung anschlössen.

Von den schlesija),en Antifemiten lag zu diesem Thema folgender Antrag vor:Der Parteitag wolle beschließen: Die verbündeten Regierungen durck unsere Volksvertreter aufzusordern, den Staats- und Reichsbeamten, sowie den Kommunal-Beamten die fernere Be- teiligung an Konsum vereinen, Warenhäusern und Produttiv-Genossenschaflen im Interesse des Anfehens des Beamtenstandes und einer wirksamen Abwehr der sozialdemokratischen Gefahr durch Einbringung eines be- fonderen Gesetzentwurfs gegen Gewährmig einer penjions- sahigen Teuerungszulage ab 1. Oktober Ibuö -allgemein zu verbieten. Zur Begründung dieses Antrages wurde ausgesührt, daß die Konsum- und Warenhausbewegung heule einen solchen llmsang angenommen habe, daß weite Kreise der g e w e r b t r e id e n d e n Bevölkerung in chrer Existenz bedroht wurden. Die Sozialdemo­kratie fördere diese Bewegung mit aller Macht, ein Beweis, welche Vorteile sie für die Verwirklichung ihres revolu­tionären Endziels davon erwartete. Geradezu demo­ralisier eud aus das staatstreue Empfinden der Ge­werbetreibenden wirkt es aber, wenn sie sehen müßten, daß die Beamtenschaft fast vollzählig in eige­nen Konsumvereinen und Warenhäusern gegen sie organisiert werde. Diese Kampfstellung zwischen Bürgertum und Beamtenschaft unter­grabe d as Ansehen der letzteren und damit die Autorität des Staates, sie s chä d i g e aber auch die S t a a t s f i n a n- 5en, da das Einkommen vieler Steuerzahler zurückgehe und die Konsumvereine keinen Ersatz böten, weil sie in der Regel nur zur Gewerbesteuer veranlagt würden. Es wurde Moch unbillig fein, den Beamten die Teilnahme an Konsumvereinen zu verbieten, ohne sie da­für entsprechend zu entschadigeri. Nach einer sehr langen Debatte, in der u. a. auch die Vergebungen der Militär­behörden, das Versteigerungs- und das Ausoerkau,St0esen einer scharfen Kritik unterzogen wurden, überwies der Parteitag den schlesischen Antrag einer zehngliedrigen Kommission, welche das vorliegende Material sichten und einen brauchbaren Entwurf vorlegen soll.

Zu dem folgenden Punkt der Tagesordnung: Han­dels i n j p e k t o r e n und Kausmannsger ichte stimmte der Parteitag folgendem Antrag Warthemann-Ber- lin zu:Der Parteitag tritt für die Einrichtung selb­ständiger, kaufmännischer Schiedsgerichte im Anschluß an die Gewerbegerichte ein." Schließlich beschäftigte den Parteitag noch ein Antrag auf Gewährung von Staatsmitteln zu dem Zwecke, befähig­ten Volksschülern den Besuch höherer Lehr­anstalten zu ermöglichen und eine Reihe von Orga­nisationsfragen. Damit erreichte die Tagung ihr Ende.

Nolilische Tagesschau.

Heber den Tabakbau und die Tabakerute

im deutschen Zollgebiet enthält das neueste reichsstatistische Vlerteljahrshest die enbgiliigen Angaben für das Erntejahr 1902, denen wir beim Vergleich mit den Zahlen für die früheren Jahre folgendes entnehmen: Die Zahl der Tabak­pflanzer war 117 922 kleiner als im Erntejahr 1901, m dem sie 120 490 betragen hatte, ebenso ist auch die Zahl

Vor einigen Tagen feierte ein Enkel von Werthersl Bedauern von der Äkationalgalerie scheiden sehen, und es Sophie Henriette Buff, der darf wohl der Hoffnung Ausdruck gegeben werden, daß jenes Gerücht entweder auf Erfindung beruht, oder daß die Ab­sicht, Herrn v. Tschudi von der Leitung der Nationalgalerie zu entfernen denn nur darauf käme jene Beförderung" hinaus, nicht zur Ausführung kommt. Unter Tschudis Leitung hat die Nattonalgalerie in den letzten sieben Jahren

ZeuiUeton.

Ueber die Enthüllung des Einheitsdenk­mals zu Frankfurt a. 2JL ist noch folgendes zu berichten: Auf dem historisch gewordenen Paulsplatz in unmittelbarer Nähe des Römers wurde das Denkmal enthüllt, das die Stadt zur Erinnerung an die Vorkämpfer deutscher Einheit in den Jahren der Vorbereitung 18151863 errichtet hat. Das Denkmal wurde von dem Bildhauer Hugo Kaufmann und dem Architekten Fritz Hefsemer ausgeführt. Es ist ein Obelisk, der sich auf einem dreiseitigen Unterbau erhebt und an dessen Seitenflächen Wappen und Embleme der Sänger-, Schützen- und Turnvereine angebracht sind. In praktischer Anordnung findet man die Wappen aller deutschen Bundesstaaten sowie die von Oesterreich. Auf dem Obelisk steht eine weibliche Figur, die einen Schild in ihrer Linken hält. Auf der nord­östlichen Sette unter dem Wappen Preußens sieht man einen Schmied mit den Gefichtszügen Bismarcks ein Schwert vollen­den als Andeutung an die später zur Wahrheit gewordene Reichseinheit. Das Relief auf der der Paulskirche zuge­wandten Seite zeigt einen jungen Auswanderer, der seinem Vater die Rechte zum Abschied reicht. Es finden sich ferner noch Allegorien vor, die das freie Burgortmn und die deutschen Hochschulen darstellen. Die EnthiillimgZfeier war einfach irnd würdig. Es waren die Spitzen der sto«tlichen, stüdtischen utid Militärbehörden erschienen. Biel bemerkt wurde der alte Barde Wilhelm Jordan, das einzige anwesende Mitglied des alten Parlaments; er wurde im Rollstuhl gefahren.

Lotte, der Charlotte

Geheime Medizinalrat Dr. Hermann Kestner, in Mühlhausen t. E. seinen achtzigsten Geburtstag. Er wurde im Jahre 1823 zu Hannover als Sohn des Kammerrates Septimus Kestner geboren. Dieser war, wie der Vorname besagt, das siebente Kind Charlottens, der Tochter des Deutschordensamtmannes zu Wetzlar. Goethe lernte das vielbewemte Mädchen am 9. Juni 1772 auf einem ländlichen Balle zu Volpertshausen kennen. Sie war damals bereits Braut und heiratete am 14. April 1773 den Reichskammergerichtsjekretär Johann Christian Kestner, lebte in Hannover und starb am 16. Jan. 1828 als Mutter zahlreicher Kinder, was schon der Name Septimus andeutet. Em Enkel, Georg, stiftete das ,Kestner- Museum" in Hannover. Goethe ließ dem Vorbilde vieler schwärmerischer Mädchen am 26. Mai 1824 durch Eckermann Grüße entbieten: ,Wenn Sie in Hannover vielleicht meine alte Jugendfreundin Charlotte fteftner sehen, so sagen Sie ihr Gutes von mir". Der Enkel in Mülhausen ist als Arzt tätig, und es scheint etwas von dem jugendlichen Feuer und Schwung der Wertherzeit rmd -Literatur aus ihn übergegangen zu fein.

Berlin, 20. Oft Wie gemeldet wird, soll die Ver­waltung der N 8 t i o n a l g a l e r i e auf den Direktor des Kasseler Museums, Dc. Oskar Eis en mann, üdergehen u«d Herr o. Tschndi, der jetzige Direktor, Nachfolger des verstorbenen Gel)eirnrals Lippmann in der Leitung des Kupferstich­kabinetts werden. Die Berliner Kunstfreunde, so schreibt die ^Nationalztg.", würden Herrn v. Tschudi mit lebhaftem

nur gewonnen.

Berlin, 20. Oft Wie dieDeutsche Literaturzeitung" von zuverlässiger Stelle erfährt, fand der Fall Schulte nunmehr ferne Erledigung derart, daß entsprechend den An­trägen des wissenschaftlichen Beirats und der Beschlüsse des Kuratoriums die Veröffentlichung des von Schutte ge­fundenen Ablaßakten -Materials in nächster Zeit erfolgt.

Leipzig, 20. Oft. DasLeipziger Tageblatt" erfährt, der Kaiser habe dem Dichter Rudolf v. Gottschall anläßlich seines 80. Geburtstages eine Unterstützung von jährlich 2000 Mark gewährt.

Wien, 20. Ott. Max Halbe's neues Drama Der Strom" hatte bei der Uraufführung im Burgtheater nach den ersten beiden Akten einen ungemein ft arten Erfolg. Zumal nach dem zweiten Aufzug wurde der Dichter ein halb Dutzend Mal heroorgejubelt. Der Schluß­akt wirkte matter. Adolf v. Sonnenthal hat jetzt für die Jnscemerung des EinaktersDer zündende Funke" un Schönbrunner Schloß-Tl)cater gelegentlich des Besuchs Kaiser Wilhelms den Roten Lldlerorden 3. Klasse erhallen,