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21.8.1903 Zweites Blatt
 
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Nr. 1Ö5

Erscheint täglich außer Sonntags.

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Zweites Blatt. 153. Jahrgang

Freitag Ä l. August 1903

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger ® w

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Vrraaswartltch tüt den polit and allgem. Xeil: V. Witiko; für Stadt und ßanb* und .Gerichtösaal*: August Götz; für den An­zeigenteil: ^>an« Beck.

Are Heutige Wummer umsaßt 8 Seilen.

Volttische Tagesschau.

Der Bund der Landwirte und die künftigen Handelsverträge.

Die Deutsche Tageszeitung verwahrt sich gegen die Be- hauptung, daß der Bund der Landwirte und die Konser- oatioen jetzt schon chre Stellung zu den Handelsverträgen festgelegt haben. Eine allgemeine Erklärung, daß man un» bedingt gegen Handelsverträge stimmen werde, sei nirgends abgegeben worden und könne auch nirgends abgegeben werden. Auch der Deutschen Tageszeitung sei es nie eingefallen, der­artiges zu behaupten. Das Blatt bemerkt dann weiter:

Wir haben immer hervorgehoben, daß wir uns erst die neuen pandelsoerträge ansehen werden, ehe wir dazu Stelluua nehmen. In der Erörterung dieser Frage wird allerdings die Äeußerung eines antisemitischen Abgeordneten jetzt mehrfach hereingezogen, daß die Mehrzahl der Freikonservativen und auch der Nationalliberalen die Forderungen des Bundes der Landwirte unterschrieben hätten. Wir haben keinen Anlaß, auf diese Mitteilung näher einzugehen, da es ja genügend bekannt ist, daß die Freikonseroativen und Nationalliberalen in dieser Frage entgegenkommende Erklärungen abgegeben haben. Der Bund der Landwirte hat aber auch seiner­zeit gar nicht die unbedingte Ablehnung der Handelsverträge ge­fordert, sondern nur verlangt, daß die Zustimmung von gewissen Vorbedingungen abhängig gemacht werde. Ob nun diese Vor­bedingungen erfüllt werden, wird aber erst die Zukunft lehren.

Handelsverträge mit den nordischen Staaten

will der Handelsvertragsverein herbeisühren helfen. In der eben erschienenen August-Nummer seinerMitteilungen" ist zu lesen-

Gelegentlich der Sammlung von Material für die Erneuerung der Handelsverträge sind uns aus Kreisen unserer Mitgliedschaft mehrfach Wlmsche und Anregungen für den Abschluß von Tarif­verträgen nur Schweden-Norwegen und Dänemark ausgesprochen worden. Wenngleich ein Tarifvertrag mit keinem dieser Staaten zurzeit besteht, halten wir es doch für angezeigt, hierauf bezügliches Material zujammenzubringen, um den verbürrdeten Regierungen die Anregung zum Abschluß eines solchen nebst den dafür in Frage kommenden Wünschen und Vorschlägen des einheimischen Jn- teresseutenl reifes unterbreiten zu können. Wir bitten deshalb alle unsere Mitglieder, soweit sie am Export nach den in Frage stehenden Staaten beteiligt sind, uns davon in Kenntnis zu setzen, ob und welche Schwierigkeiten das Exportgeschäft dorth in hat, die aus dem Wege vertragsmäßiger Vereinbarungen sich heben ließen, und welche Wünsche und Vorschläge in dieser Hinsicht, sei es in Bezug auf die Höhe der dortigen Zollsätze oder auf allgemeine Verhältnisse der Zollverwaltung u. s. w., zu machen wären. Von der dortigen Besteuerung ausländischer Geschäftsreisender kann dabei abgesehen werden, da diese Frage bereits klarliegt.

Die preußischen Proviuzialabgaben.

Die Höhe der Provinzialabgaben der einzelnen Provinzen des preußischen Staates betrug im Jahre 1902 in Prozenten der direkten Staatssteuern: in Ostpreußen 20,95, West­preußen 22,70, Brandenburg 10,30, Posen 18,57, Schlesien 13,53, Sachsen 9,50, Schleswig-Holstein 16, Westfalen 9,76, Hannover 12, Bezirk Kassel 6,21, Bezirk Wiesbaden 4,50, Rheinprooinz 10,50 Prozent. Hiervon entfallen aber in der Rheinprovinz 5,20 Prozent auf die Unterhaltung der sogen. Bezirksstraßen, die in anderen Provinzen von den Kreisen unterhalten werden. Zum Vergleich mit den anderen Pro­vinzen kann in der Rheinprovinz also nur der> Satz von 5,30 Prozent herangezogen werden, sodaß die Rheinprovinz nächst dem Bezirksoerband Wiesbaden die geringsten Pro­vinzialumlagen hat.

Aus Stadl und Kand.

Gießen, den 21. August 1903.

**<DieVersammlungderdeuts chie n evangel. Pfarr ver ein e fand am 19. d. M. in Coburg statt. Es ist von Interesse, daß vom Hessischen Pfarrv erein folgender Antrag vorlag:Die Abgoordnetenversammlung des Verbandes deutscher evangelischer Pfarrvereine zu Co­burg vertraut, daß die Kirchenregierungen und Synoden die Rechte unserer evangelischen Kirche gegenüber dem immer mächtiger werdenden Einfluß des Papstes und der katholischen Kirche wahren werden. Wir protestieren aber gegen die bei Gelegenheit des Papstwechsels geschehene Verherrlichung des Papsttums in einer großen Zahl der nichtkatholischen Zeitungen und bedauern, daß die Ver­unehrung, ja Feindschaft, welche die evangelische Kirche von Seiten des Papsttums aucy in den letzten Jahrzehnten er­fahren hat, nicht genügend hervorgehoben worden ist." Der Antrag gelangte darauf einstimmig zur Annahme.

** Von der Jagd. Mit dem 23. August endet in den Kreisen Friedberg, Gießen und Büdingen die Hegezeck der Feldhühner und Wachteln.

(!) Butzbach, 20. Aug. Der derzeitige Kassenbezirk Butzbach aus der SparkasseMathildenstist Friedberg-Butz­bach" scheidet aus und es wird hier eine eigene Sparkasse unter dem NamenMathildenstift-Butzbach" gegründet. Zu dieser gehören die Orte: Bodenrod, Hausen, Fauerbach, Griedel, Gambach, Oberhörgern, Kirch- und Pohl-Göns, Hoch- und Niederweisel, Münzenberg, Münster, Maibach, Ziegenberg, Rockenberg, Ostheim, Steinfurth, Oppershofen und Langenhain.

-st Friedberg, 18. Aug. Eine vom Bürgermeister Stahl einberufene Versammlung sand heute abend imRats­keller" statt, worin über das Jugend- und Sedanfest beraten wurde. Außer Mitgliedern der Behörden, des Stadt- und Schulvorstandes, wohnten auch Direktoren und Lehrer der hiesigen Schulen der Versammlung bei. Es wurde be­schlossen, das Fest in der seitherigen Weise an dem dem 1. September am nächsten gelegenen Sonntage auf der städti­schen Seewiese abzuhalten. Sämtliche hiesigen Schulen werden der Feier beiwohnen.

w. Nidda, 20. Aug. Bei der gestern hier abgehalte­nen Versammlung der Frankfurter Konferenz hessischer Geist­licher, der als Gäste beiwohnten der Rektor der Universität Gießen, Professor Dr. Krüger und Geh. Kirchenrat D. Kattenbusch, referierte nach einleitender Ansprache mit Gebet von Pfarrer Becker-Ober-Roßbach, Lic. Pfarrer Eck zu Darmstadt über das ThemaKirchengeschichte und Religio nsgeschi chte". Der Vortrag, frei gehalten, in­teressant und fesselnd, über eine Stunde dauernd, nahm das ganze Interesse der Versammlung in Anspruch. An den Vortrag schloß sich eine rege Diskussion, besonders interessant durch die rege Beteiligung der beiden Ehrengäste. Bei guter Witterung wird heute ein Teil der Mitglieder eine Fußtour in den Vogelsberg machen.

r. Nidda, 19. Aug. Auf das Huldigungs- Telegramm der Veteranenversammlung hier am 16. d. Alls. ist von S. K. H. dem Großherzog folgende Ant­wort eingetroffen:Für die treuen Gruße der zur Gedenk­feier von Graoelotte versammelten Veteranen danke ich herz­lich. Ernst Ludwig". Ein hiesiger Bürger besitzt einen in

der Stadt gelegenen Garten mit Obstbäumen. Wegen manch­mal abgestatteter nächtlicher Besuche ließ er ihn neben einem starken Zaun noch mit Stacheldraht emfriedlgen und schrieb an den Stamm eines reich tragenden Baumes: Selbstschutz". In der Sonntagsnacht wurde der Zaun teil­weise demoliert und (offenbar durch Stangen von außen) der Baum so zerschlagen, daß eine Masse der halbreifen Früchte am Boden lagen. Man hofft, den stechen Burschen sicher zu fassen.

r. Aus Oberhessen, 20. Aug. In unserer Zeit in der so oft über den allzugroßenAndrang zum Stu­dieren" geklagt wird, dürfte eine vom Jahre 1774 datierte Verordnung des Landgrafen von Heffen von Interesse fein: Wir Ludwig re. Es hat bishero die mehrfaltige Erfahrung gezeiget, weslnaßen viele Söhne unserer Bürger und Unter» thanen sich dem Studieren gewidmet, ohne daß von ihnen überlegt worden, ob sie die hierzu gehörigen Fähigkeiten und andere hierzu erforderliche Hilfsmittel besitzen. Durch nichts anderes als durch bloßen Uebermuth, und niedrig mißver­standenen Stolz ihrer Eltern gereitzet, geschiehet hierdurch, daß der Ackerbau, Künste und Professionen vernachlässiget, unsere milden Staffen beständig mit Abgaben belästiget und andere von Jugend auf erzogene und zu den Wissenschaften durch ihr Talent bestimmte und würdige Leute verdränget und in ihrem Lauf aufgehalten werden. Gleichwie Wir nun dieser übertriebenen Studiersucht, nach dem Beispiel anderer Unserer benachbarten Reichsstände, Einhalt zu thun, Uns be­wogen, mithin hierdurch zu verordnen gnädigsl gut finden, daß künftig niemand von Bürgern und Bauern seme Kinder von der gemeinen Handthierung äb, und zum Studiren er­ziehen lassen solle, er habe denn zuforderst hinlängliche Be­scheinigung von ihren Fähigkeiten beigebracht, und Unsere Einwilligung dazu erhalten, dergestalt, daß diejenigen, so sich demohngeachtet ohne dieses dem Studiren widmen werden, schlechterdings weder zu einem Stipendio zugelassen noch je- malen sich Hoffnung machen sollen, in Unsere Dienste be­fördert oder angestellt zu werden. Also befehlen Wir dem­nach, daß diese Unsere wohlgemeinte Landesväterliche Ver­ordnung zu jedermanns Wissenschaft nicht' nur von den Kanzeln verkündigt und solche denen Intelligenz-Blättern in» ferirt, sondern auch darüber stracklich gehalten werden solle. Urkundlich rc." Im Jahre 1790 wurde die Verordnung wiederholt eingeschärft.

[] Marburg, 20. Aug. Eine mysteriöse Geschichte er», eignete sich in der vorhergegangenen Nacht in der Bahnhof­straße. Ein Prediger von hier war in einem Abteil vierter Klasse mit dem nach 11 Uhr hier eintreffenden Personenzuge gekommen. Es folgte ihm nun ein unbekannter Mann, der auch in demselben Abteil gesessen hatte. Dieser feuerte plötz­lich an der Stelle, wo zur linken Seite vor der Lahnbrücke sich eine Akazienallee abzweigt, einen Revolverschutz auf den ahnungslos vor ihm hergehenden Prediger und ver­schwand dann eiligst in der Allee. Der Prediger wurde zum Glück nur leicht am Halse verletzt und konnte seinen Weg fortsetzen. Obgleich man gestern die Sache ganz geheim hielt, um besser nach dem Schuldigen forschen zu können, ist es bis heute noch nicht gelungen, ihn zu ermitteln.

Keidelöergcr Isestesklänge.

(In Briefen.)

n.

Heidelberg, 7. August 1903.

Lieber Freund!

Ich fahre in meinem gestrigen Berichte fort. Um y25 Uhr fand die feierliche Eröffnung der Stadthalle durch den Eroßherzog statt. Dazu yatten nur eine Anzahl geladener Gäste Zutritt. Ich kann Dir daher über den Akt nichts be­richten. Den äußeren Verlauf der einzelnen F-esllichkeiten wirst Du auch aus den Zeitungen ersehen können; meine Aufgabe soll es lediglich sein, Dir einige persönliche Ein- drüae und Erlebnisse zu schildern.

Während abends um 8 Uhr die Begrüßung der Fest­gäste stattfand, hatten wir viel geplagten Mitglieder des akademischen Gesangvereins eine Generalprobe in der Peterskirche mit großem Orchester für die am folgenden Morgen beim Festgottesdienst zur Aufführung gelangenden Chorwerke. Unsere Generalprobe verlies glänzend; der Gvoß- herzog wird mit uns zufrieden sein. Aus der Probe ging's direkt zur Ausstctiung für den großen Fackelzug. Vom Karlstor zog er sich bis weit in die Stadt Hinern. Gegen 9 Uhr setzte sich der feuerspeiende Zug in Bewegung. Lieber Freund, beneide mich nicht um die Teilnahme an biejer heißen Aktion. Ein Fackelzug gehört niemals zu den Annehmlichkeiten des Lebens, er pflegt stets ein Opfer für die Teilnehmer zu sein, und nur der ideale Zweckgedanke vermag uns zu trösten über die verdorbenen Kleider und pechhurchwcherten Hute. Also etwa 1200 Feuerträger setzten sich ui Bewegung. Die von ihnen ausgehende Glutwelle hätte einen Ochsen lebendig braten können; zum Glück war aber jene Ausstrahlung auf die Länge von etwa V/2 Kilo­meter verteilt. Trotzdem luar für die mitmachenden Opfer zeitweilig die Glut unerträglich, je nach der Windrichtung. 1200 schwarze, berußte Kohlenbrenner marschierten unter Den Klängen verschiedener Musikkapellen und unter Voran- rritt des berittenen Ausschusses in vollem Wichs über den

«Markt, an der Heiliggeistkirche vorbei hinunter zur alten Brücke. Dann ging es über die alte Brücke, durch die 1 Neuenheimer Landstraße nach Neuenheim. Wunderbar impo­sant muß die lange Feuerlinie am Neckarufer entlang an­zusehen gewesen jein. Als die Spitze bereits die neue Brücke betrat, war das Ende noch an der alten.

Ganz Heidelberg war'natürlich auf den Beinen. Schöne Däädchen winkten uns von den Fenstern und Mauern zu, und mancher Kohlenbrenner bekam sogar einige Blumen zu erhaschen, die eine zarte Hand geworfen hatte. Alle, die uns begrüßten, erhielten einen Fackelgruß durch Schwingen der lodernden Pechstange; aber für manche wär dieser Gruß ein berechtigter Schrecken, denn flammende Pechstückchen lösten sichhäufig ab und flogen im Schwünge der so geehrten Person entgegen. Manch' schmollendes Mündchen habe ich da gesehen, und ich hege die begründete Vermutung, daß bei dem nächsten Wiedersehen ohne Fackel- Waffe der schuldige Fackelträger eine Art Gardinenpredigt über sich ergehen lassen muß, soweit man überhaupt den Ausdruck von der Ehe in dasledige" Leben übertragen kann. Aber in solchen Fällen pflegt nach einem mehr oder minder vorwurfsvollen Mick oft sehr schnell der Friede und dieFreundschaft" wieder hergestellt zu sein. Mir ist ein derartiges Unglück nicht passiert, da meine Pechstange zum Glück alle chre Bestandteile in diesem kritischen Augenblicke fest an sich gefesselt hielt. Gegen 1/210 Uhr kamen wir nach manchem Aufenchalt vor der Stadthalle an, wo wir uns auf dem großen Platze zur Huldigung rechenweise ausstellten. Da sich durchs die Fener- ansarnmlung auf einem Punkte die Hitze bald zur Backofen­glut steigerte und man kaum vor Rauch atmen konnte, wurden sehr viele Fackeln gelöscht. Mittlerweile hatte sich auch ein unendlicher Durst bei uns eingestellt. Da man sich von der Aufstellung doch nicht entfernen konnte, um in die nächsten Wirtschaften einzufallen, wußten wir an­deren Rat. Während wir, um unsere müden Glieder etwas auszuruhen, zu je dreien mit den Rücken gegeneinander­gelehnt Menschenpyramiden bildeten, etwa wie man Ge»- wehre zusamrnenstellt, holten uns einige kleine Buben,

die da herumwinuuelten, Bier aus den näcypgelegenen Wirtschaften in Krügen und Gläsern. Daß man, um etwas zu bekommen, alle Energie geltend machte, bedarf keiner Versicherung.

Unterdessen wurde unsere Vertretung oben in der Stadthalle vom Großherzog empfangen. Da, mit einem Male, mitten im zivanglosen Treiben, wird es auf der Terrasse lebcnMg; Lakaien lausen umher und orden» geschmückte Fräcke gingen wichtig an die Rampe. Der Großherzog kommt! Im Nu stehen wir wieder in Reih' und Glied und haben die Fackeln entflammt. Begeistert stimnien wir in das Hoch auf unfern rector magnificentissi- mus ein. Großherzog und Großherzogin unb die Erb- großherzoglichen Herrschaften halten geduldig in dem Qualm und der Hitze auf dem Balkon aus, bis der ganze Zug, unter Hochrufen vorbeidefilierend, wieder abge­zogen ist.

Wir zogen nun durch die Stadt zur Universität, wo vor dem Denkmal Wilhelms 1. die Fackeln in üblicher Weise unter den Klängen vonGaudeamus igitur" zusammen- geworsen wurden. Hier hatten wir noch eine tüch,tige Glutprobe zu bestehen. Zn Schweiß gebadet, von Ruß uni) Pech besudelt, kamen wir zu Hause an. Nach gründ­licher Reinigung verließ ich nochmals meine häuslichen Penaten, um nach Verabredung mit meinen Kommilitonen im Saalbau meinen Heidendurst zu löschen.

Spät war es, als ich müde, aber mit dem besriedigten Gefühl, am ersten Festtage meine Schuldigkeit als aka­demischer Bürger getan zu haben, mich zur ^iuhe begab und sofort dem nächsten Festtage entgegenschlummerte.

Davon, was am zweiten Tage vor sich ging, werde ich Dir morgen brieflich berichten. Jedenfalls merke ich jetzt schon, daß ein Heidelberger Jubiläum feiern nicht sch leicht ist, als man es sich vielleicht vorstellt. Ich be­ginne, Dich in Deiner Gießener Ruhe zu beneiden. Lebe wohl! Es grüßt Dich herzlich

Dein

Heinz.