§
Wetter
c
Höchste Temperatur am 19.—:
Niedrigste „ , 19.—
20. Juli 20,9° C.
20.
„ 13,1° C.
gute
Telephonischer Kursbericht.
Jb'riinklart ». M., 21. Jul
Oest. Kredit.
mit
Juli 1903.
746,8
748,3
749,6
17,6
15,2
13,4
11,7
11,9
10,7
78
92
94
beb. Himmel bew. Himmel beb. Himmel
2
2
1
20.
20.
21.
226
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36
N. SW. SW.
37a% 3% 3V.o/o 3%
Z-I 5# Z
102.60
91.00
102.20
91.05
101.20
100.75
103.00
101.15
101.80
103.25
49.60
31.00
34 20
130.60
44.20
31/2°/o Hessen . . . . 31/i% Oberhessen . . . 4% Oesterr. Goldrente . . 4xI6% Oesterr. Silberrente 4% Ungar. Goldrente . . 4°/o Italien. Rente . . . 4Va% Portugiesen . . . ft0/ > Portugiesen. . . . . 1% C. Türken . . . . Türkenlose......
4% Griech. Monopol.-Anl.
41/.,% äussere Ar*jentiner
Reichsanleihe do.
Konsole . do. . .
Goldpreise, etwa 32 zu 1. Die Mitglieder der amerikanischen Kam-- Mission entwickelten dabei bie Maßregeln, die zur Ausführung
3u/q Mexikaner . , 4,/2°/q Chinesen . . Electric. Schuckert .
Nordd. Lloyd . , Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn .
Lombarden ...
Gotthardbahn . . .
Laurahütte .... Bochum ..... Harpener ....
Tendenz: fest
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinde.
MatthLusgemeinde.
Die neukonfirmierten Knaben werden eingeladen, sich nächsten ryrertag, den 24. Juli, nachmittags </Ä2 Uhr, zum Ausflug an der Bahn emzufinden.
Leo XIII. f.
Rom, 20. Juli, 10 Uhr 15Min. aberrds. Zanardelli totes, tote die „Tribuna" mitteilt, die Präfekten telegraphisch an, den Leichenfeierlichkeiten für den verewigten Papst' bei- zuwohnen, wenn sie von den Kirchenbehörden eingeladeu würden. Zanardelli ordnete an, daß bis auf weiteres die Theater geschlossen bleiben und auf den öffentlichen Plätzen keine Konzerte stattfinden. Der Minister des Aeußern teilte das Ableben des Papstes den italienischen Missionen im Auslände mit. Me italienische Regierung aber wurde amtlich vom Tode nicht in Ken ntnis ge^ setzt. Infolge der bereits getroffenen Vereinbarungen wird die Regierung für die Aufrechterhaltung der Ordnung aus dem Petersplatze und in der Petersktrche während der Ausstellung der Leiche und den Trauerfeierlichkeiten sorgen.
Rom, 21. Juli, 12 Uhr 45 Min. mittags. Um 5 Uhr morgens nahmen die Truppen den Ordnungsdienst wieder auf. Wie aus Carpineto gemeldet wird, versetzte die Todesnachricht die dortige Bevölkerung in die tiefste Trauer. Es wurde der Gemeinderat zusammengerufen, um über die Feierlichkeiten usw. zu beraten, die zum Gedächtnis des Verewigten zu veranstalten sind. Aus allen Teilen Italiens laufen Depeschen ein, die den tiefen Eindruck berichten, dqn die Todesnachricht überall hervorgerufen hat.
Rom, 21. Juli. Da Kardinal Cretoni erkrankt ist, wurde Kardinal Mo c cnni mit Rampolla und Götti zu Testaments-Vollstreckern ernannt.
Wien, 21. Juli. Die gesamte hiesige Presse widmet dem verstorbenen Papst äußerst.sympathische Nachrufe, in welchen anerkannt wird, daß mit Leo XIII. ein kluger, weiser und Friedensfürst dahingegangen ist, der den großen Teil eines Lebens im Dienste der Menschheit gestanden hat.
London, 21. Juli. Die Morgenblütter widmen dem Papst lange Nachrufe. Einstimmig sprechen sie das Lob des Papstes aus und erkennen an, daß er im allgemeinen einen glücklichen Einfluß ausgeübt habe. Mehrere Blatter weisen daraus hin, daß dieser Einfluß des Vatikans sich in letzter Zeit gehoben habe und heute bedeutender sei als vor 40 Jahren.
Meteorologische Beobachtungen
der Station Gießen.
Norddeulsch er Lloyd.
In Gießen vertreten durch Carl Loos, Kirchenplatz.
Bremen, 19. Juli. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Doppelschraubendampser „Brandenburg", Kapitän (2. Wollersdorfs, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ift gestern 7 Uhr abends wohlbehalten in Baltimore angetömmen.
iyu3.
. 27.45
. 92.35
. 91.20 . 98.70 . 209.20 . 187.80 . 136.90 . 147.65 . 154.60 . 144.00 . 18J.0 . 191.75 . 220.00 . 178.80 . 182.50
Neueste Meldungen.
Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers.
Stettin, 21. Juli. (Originaltelegr. des Gieß. Anz.) Bei der Untersuchung der Kajüte des gesunkenen Dampfers „Terra" durch Taucher wurden Leichen mcht vorgesunden. Als vermißt" und wahrscheinlich bei der Katastrophe ertrunken sind bis jetzt drei Personen gemeldet: Regierungsrevisor Rohr von hier, ein 17jähriger Malerlehrling und ein fünfjähriges Kind.
L. Rom, 21. Juli. Eine furchtbare Explosion zerstörte die Petroleumquelle in Montechiaro bet Piacenza. 2 junge Damen, welche die Anlage besichtigten, wurden getötet, 7 Arbeiter schwer verletzt.
Bozen, 21.Juli. Die Ortschaft Vrlla Banale in Süd^ westtirol ist fast gänzlich niedergebrannt. Ein Kind wird vermißt. — Der Studierende der Philosophie Rudolf Meßner ist in die Antholzer Bahnschlucht abgestürzt. Er wurde tot aufgefunden.
^.Petersburg, 21. Juli. Der frühere Kreisadelsmarschall, Fürst Gagarin, der im Kreise Michaelowskoj im Gouvernement Sjäsan große Besitzungen hatte, wurde auf der Fahrt nach einem seiner Dörfer von Bauern erschossen. In höheren Regierungskreisen vermutet man, daß es sich um einen politischen Racheakt handelt.
Belgrad, 21. Juli. Die fortdauernden Entlass un gen von Beamten und Offizieren rufen große Erregung und Mißstimmung sowohl gegen den König wie gegen die Regierung hervor. Es ist nicht ausgeschlossen, daß sich eines Tages die Mißstimmung in einem ernsten Ereignisse Lust mache.
Sidney, 20. Juli. Unter den Eingeborenen in der Nähe von Pams in Neucaledonien ist eine Epidemie aufgetreten, die für Pest gehalten wird. Bisher kamen 25 Todesfälle vor, doch wurde noch kein Weißer betroffen.
e5 der Militärbehörde noch nicht gelungen sein, die eigentlichen Täter zu ermitteln.
r. Mainz, 20. Juli. Hier ist gestern ein Greis von 83 Jahren, der frühere Buchhändler Simon Kapp, gestorben, der sein gesamtes, sich auf 700 000 Mk. belaufendes Vermögen unter Nichtberücksichtigung zahlreicher, zum Teil wenig bemittelter Verwandten der Stadt Mainz zu wohltätigen Zwecken vermacht hat. 100 000 Mk. hat der Verstorbene für das hier zu erbauende israelitische Spita bestimmt.
sd. Mainz, 21. Juli. (Drahtbericht des Gieß. Anz.) Der Bundestag der deutschen Gastwirte wurde gestern durch einen Festkommers' eröffnet, auf dem dem Gastwirt Jaskowsky aus Gießen die silberne Vereinsmedaille überreicht wurde. Heute früh begannen die Verhandlungen im Kasino „zum Gutenberg" in Anwesenheit von Vertretern der Behörden und etwa 250 Delegierten. Der Vorsitzende Steyer erstattete den Geschäftsbericht für das verflossene Geschäftsjahr. Danach gehören dem Bunde etwa 500 Vereine mit ca. 35 000 Mitgliedern an. An den Großherzog wurde ein Ergebenheits-Telegramm gesandt und auf den Kaiser ein Hoch ausgebracht. Der Kassenbericht schließt in Einnahme und Ausgabe mit 9764 Mk. ab. Es wurde Entlastung erteilt. Lange Debatten ent- spannen sich über die Verordnung des Bundesrats, betreffend die Ruhezeit der Angestellten, über Animierkneipen, über die Konzessionsfrage im Wirtschaftsgewerbe :c. 2c. Die Verhandlungen dauern z. Z. fort.
Wiesbaden, 20. Juli. Der Kaufmann Lew alter, 5er hiesige Vertreter der Annoncen-Expedition von Haasenstein u. Vogler, ist von hier verschwunden, nachdem er im Laufe der Jahre etwa 30 000 Mk. unter- schlagen hat. Auch der Vorgänger Lewalters ging seinerzeit flüchtig, und Lewalter übernahm für diesen etwa 6000 Mk. Verbindlichkeiten.
Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In der Nacht vom 9. ans den 10. d. M. wurde auf der Strecke der Kölbe-Laaspher Bahn zwischen den Stationen Kölbe und Sarnau ein 60 Kilogramm schwerer Sandstein auf die Schienen gewälzt. Glücklicherweise wurde durch rechtzeitige Entdeckung der Tat em großes Unglück verhütet. Die Eisenbahnbehörde setzt demjenigen, der den Täter namhaft macht, eine Belohnung von 300 Mark aus. — In Hanau brach am Sonntag in den Etablissements der Baufirma Jäger u. Rumpf ein Feuer aus, das einen Schaden von 4—5000 Mk. anrichtete. — In Frankfurt wurde in der Glauburgstraße das fünfjährige Mädchen Elsa Schmitt von der Straßenbahn überfahren und so schwer verletzt, daß es starb. — Der in Vilbel wohnhafte, verheiratete Georg Muth, Vater mehrerer Kinder, stürzte gestern beim Ausheben von Vogelnestern aus beträchtlicher Höhe von einem Baum und brach das Genick. Der Tod trat sofort ein. — In dem Gold- und Uhrenwarengeschäst von Seuzer in Mainz wurde am Sonntag eingebrochen und Waren im Wert von über 2000 Mk. gestohlen. — Die Hauptversammlung des Verbandes deutscher Gewerbevereine, dessen Vorort der Hessische Landesgewerbeverein ist, findet am 7. und 8. September zu Mainz statt.
Berliner Börse vom 20. Juli 1903.
(Mitgeteilt von der Bank für Handel und Jnduslrre, Gießen.)
Der Verlauf der heutigen Börse war wiederum ein Beweis dafür, daß man in hiesigen Börsenkreisen die allgemeine Lage günstig beurteilt. Trotz matter New-Porker Kursmeldungen eröffnete man heute in fester Stimmung; im weiteren Verlauf erfuhren die Kurse, besonders die der Eisenwerte, noch namhafte Aufbesserungen, die man mit günstigen Äbschlußztffern nnd guten Aussichten für die Syndikate m Verbindung brachte; in Bochumern finden umfang- rerche Deckungen statt. Bankaktien schloffen sich der allgemeinen festen Tendenz an. Besonderer Erwähnung bedarf noch die Steigerung der spanischen Exterieurs, für welche Paris auf die Neubildung des spanischen Ministeriums unter Villaverde Käufer in großen Summen mar. Von sonstigen Renten lagen Türken fest, während unsere Anleihen auf fortgesetzte Realisationen neuerdings nachgeben mußten. Der Kassaindustriemarkt zeigte andauernd Stimmung.
Privat-Diskont 3*/, Prozent.
Deutsche Bank Darmstädter Bank Bochumer Guß . Harpener Bergbati Schluß-Tendenz: fest. Die deutsche Lederindustrie hatte im Jahre 1902 .....
allerlei Schmierigkeiten zu kämpfen. Doch wird z. B. die Situation der Schuhwaarenindustrie tu dem Jahresbericht der Offenbacher Handelskammer als eine günstige bezeichnet. Die in den Jahren 1900 und 1901 fortschreitende Abwärtsbewegung hatte eine Reihe von nicht kapitalkräftigen Unternehmungen ausgeschaltet, was zur Gesundung der Verhältnisse wesentlich beitrug. Die Portefeuille-, Sattler- und Buchbinder-Lederindustrie ist zurückgegangen. Das Exportgeschäft war ziemlich gleich dem Vorjahre, für Amerika eher bester.
Berlin, 20. Juli. Die amerikanische Währungs- k o m m t s s i o n, die am Samstag zusammen mit der mexikanischen Silberkomnussion eine Besprechung mit Vertretern der deutschen Regierung hatte, machte eine Reihe von Vorschlägen zur Einführung einer nationalen S i l b e r w ä h r u n g i n China auf bei Basis eines festen Verhältnisses des Silberprerses zum
Krrßstirnrnen zum Tode des Iapstes.
Berlin, 21. Juli.
Sämtliche Morgenblätter widmen dem dahin geschiebenen Papst Leo XIII. lange Nachrufe und zollen ihm ohne Unterschied der Partei die höchste Anerkennung.
Die „Germania", die mit Trauerrand erscheint, schreibt u. a.: Leo XIII. har es wie wenige seiner Vorgänger auf bem Stuhle des heiligen Petrus verstanden, die Be-- wunderung, Anhänglichkeit und Liebe seiner Kinder sich ^u erringen und die Bande unverbrüchlicher Treue zwischen den Katholiken des Erdkreises und dem Mittelpunkte der katholischen Einheit enger und enger zu knüpfen. Ein unvergängliches Ruhmesblatt wird es für ewige Zeiten .in der Geschichte des Pontifikats Leo XIIL bleiben, daß unter einer Recherung das Geheimarchiv des Vatikans den Forschern aller Nationen und Richtungen geöffnet und dessen Benutzung durch die Einrichtung der Konsultations- Bibliothek erleichtert wurde. Mit einem Worte: Leo XIII. war ein großer Papst, groß als Lehrer und Führer der Völker, groß als Freund der Wissenschaft und Kunst, groß als Mensch und als Christ! U P
Die^„Kreuzzeitun g" sagt: Leo XIII. war vorwiegend Staatsmann gegenüber Pius IX., der wesentlich Theologe war. Man kann nia)t leugnen, daß die Regierungszeit Leos XIII. reich an Erfolgen gewesen ist, doch muß hervorgehoben werden, daß fast alle diese (Äfolge in nicht katholischen Ländern zu verzeichnen sind. Weniger günstig erscheine die Bilanz seines Pontifikats in Bezug auf die katholischen Länder. Uns Deutschen kann ein neuer fran- zosenfteundlicher Papst wenig 'erwünscht sein, denn im Vatikan pflegen Freundschaft für Deutschland und Frankreich im entgegengesetzten Verhältnis zu stehen.
Die „Deutsche Tageszeitung" schreibt: Leo XIII. war gleich hervorragend als Papst, als Diplomat, als Gekehrter und als Dichter. Selbst die Gegner der Kirche können nicht umhin, seinen ausgezeichneten persönlichen Eigenschaften die gebührende Anerkennung zu zollen. Nach außen hin blieb fein Streben fortgesetzt auf Wiederherstellung des Friedens und auf Versöhnung mit den Staatsgewalten gerichtet. Die offenbare Bevorzugung Frankreichs ist ihm mit starkem Undank belohnt worden. Die Erscheinung Leos XIIL war wahrhaft imponierend und das Anehen, das er als Oberhaupt der katholischen Christenheit in der ganzen Wett genoß, wird nur ein ebenbürtiger Nachfolger zu behaupten vermögen.
Arbeiterbewegung.
Lugo s, 20. Juli. In der gestrigen Versammlung der Ersengießer der Aninaer Werke der österreichisch-ungarischen Staatsbahngesellschaft wurde beschlossen, wegen nichtbewilligter Lohnerhöhung in den Ausstand zu treten. Von 400 Eisengießern sind 300 ausständig. Da in der Versammlung die Solidarität der ganzen Arbeiterschaft ausgesprochen wurde, dürfte morgen ein allgemeiner Ausstano beginnen. Um gegen alle Eventualitäten geschützt zu sein, wurden zwei Kompagnien Militär nach Anina entsandt.
unveräußerlichen Forderungen des Papsttums das ge. ringste aufzugeben, bemühte er sich, doch, mit den modernen Richtungen und Bestrebungen Fühlung zu nehmen.
Tie „Freisi nni ge Ztg." schreibt: Leo verstand es, durch Klugheit und Entgegenkommen, aber auch durch Un- beugsamkeit die Macht und bas Ansehen der katholischen Kirche zu fördern.
Die „Volksztg." hofft, daß der Nachfolger Leos auf dem Stuhle Petri in nicht allzu ferner Zeit auch in Deutsch- land denselben Widerstand gegen die reaktionäre Politik des Vatikans finden möge, wie sie Leo XIII. namentlich ui Frankreich und Italien gefunden hat.
Der „Vorwärts" bezeichnet den Verstorbenen als einen der erfolgreichsten Päpste und einen der gewaltigsten Diplomaten. In kluger und beharrlicher Art habe er die Interessen des Papsttums «und des Katholizismus vertreten besonders gegenüber dem bismärckischen Deutschland habe er es verstanden, das Ansehen seiner Kirche zu wahren und die weltliche Macht zu einem neuen Kanossa- Gange zu nötigen. Leos XIIL Erfolge und Mißerfolge beruhen gleichermaßen darauf, daß er es verstand, sich mit den Mächtigen der Welt zu verstehen, sich mit den Unmäc^ tigen aber in einen immer tieferen Gegensatz zu versetzen
Planes von ihnen für zweckmäßig gehalten werden. Die nächste Sitzung findet morgen statt.
Märkte.
- n tbericht. Auf heutigemWocbenmarkt
kosteten: Butter pr. Pfd. 1,00—1,10 Mk., Hühnereier 1 SL 6—7 Pfg., 2 Stck. 11—13 Pfg., Gänseeier 11—12 Pfg., Enteneier?—8 Pfg., Käse pr. Stck. 5—8 Pf., Kasematte 2 Stck. 5—6 Pfg., Erbsen pr. Liter 21 Pfg., Lmsen pr. Liter 32 Pfg., Tauben pr.Paar 1,00—1,20 Mk., Hühner pr. St. 2,20—2,20 Mk., Hähne pr. Stück 0,70—1,60 Mk., Anten pr. Stück 2 00—2,40 Mk., Gänse pr. Pfd. 54—60 Pfg., Ochsenfleisch pr. Pfund 68—78 Pfg„ Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 60-66 Pfg., Schweine- slersch pr. Pfimd 66—76 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 80 Pfg Kalbfleisch pr.'Pfd. 68—74 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 56—74 Pfg., Kartoffeln pr. 100 Kgr. 0,00-10 Mk., Weißkraut per Stuck 00—00 Pfg., Zwiebeln pr. Zentner 9,00—10,00 Mk., Milch per Liter 18 Pfg. Kirschen per Pfd. 26—£8 Pfg., Aepfel per Pfd. 0-00 Pfg., in Körben 00-00 Pfg. Trauben 00—00 Pfg.
Die „P o st" hebt das fteundschastliche Verhältnis be- önders hervor, das zwischen Kaiser Wilhelm und dem verstorbenen Papste sich im Laufe der Jahre heraus gebildet hat, das bei mannigfachen Attlässen zutage trat und wesentlich mit dazu beitrug, daß der religiöse Friede in Deutschland Erhalten blieh und stets weitere Fortschritte machte. Weiter sagt das genannte Blat: Dem Namen nach habe zwar noch Papst Leo XIIL in den letzten Jahren die Herde Christi geleitet, in Wirklichkeit aber hätte Rampolla ziemlich unbeschränkt regiert.
Die Staatsbürger-Ztg." sagt am Schluß ihres Artikels: Wenn Roms Macht steigt, geschieht mes immer auf Kosten Deutschlands, dessen neues Kaisertum aus prote- tantischem Geiste erwachsen ist und dem Rom nicht Ver- öhnung eutgegenbringt.
Die „Tägliche Rundschau" betont vor allem den über allen Zweifel erhabenen sittlichen Geist Leos XIIL Er lenkte die Arbeit seines Klerus nach, der sozialpolitischen Seite. Nur eins war er nicht: ein Reform-Papst, und das konnte er nicht sein. Er hätte damit den ganzen ultramontanen Papst-Gedmtken aufgeben müssen. Auch ein Friedensfürst war Leo nicht, denn das Verhältnis' des Vatikans zum italienischen Königshofe hat sich nicht geändert. Unversöhnt ist Leo dahingegangen gegen die protc- tantische Welt.
Die „N a ti o na lzt g." schreibt u. a: Die kirchliche Würde, die geistige Hohert, die Weisheit und Geduld des Alters vereinigten sich in Leo XIIL, um ihn im Verkehr mit den mächtigsten Moimrchen sowie den unzähligen Pilgerscharen stets als das Muster eines hohen Priesters erscheinen zu lassen.' Auf alle, die ihm näher kamen, hat er diesen Zauber des Friedens ausgeübL Ohne von den
Vermischtes.
* B e r li n, 20. Juli. Der Kassierer I a e o b u s des Berliner Bankhauses Gebrüder Schindler veruntreute 140 000 Mark, die er verspekulierte. Jacobus versuchte sodann mit Zustimmung des Geschäftsinhabers auswärts eine Ersatzsumme zu beschaffen.' Plötzlich reiste ihm der Inhaber Josef Schindler nach Hamburg nach. Es wird angenommen, daß Jacobus nach Argentinien geflohen seü Schindler wurde in einem Hamhurger Hotel erschossen aufgesunden.
* Bochum, 30. Juli. Heute nachmittag wurde vom O-Zug Nr. 3 auf der Station Bochum-Süd ein Rottenarbeiter überfahren und war sofort tot. Die Leiche ist bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt.
Bochum, 20. Juli. Im Dortmund-Emskanal schlug ein Kahn mit 2 Insassen um. Einer ertrank.
* Graz, 20. Juli. Ein Tourist Namens Dr. Lentz ist auf dem kleinen Triglaw abgestürzt und erlitt schwere Verletzungen.
Hande! und Verkehr. Uslkswirtschast.
Anfangs- u. Schlußkurse.
. 208.65
209.10
. 210.80
210.90
. 136.60
136.75
. 177.20
178.25
. 182.25
182.87


